[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Betteinsatz mit durchgehend über den Betteinsatz
verlaufenden, mit gegenseitigem Abstand nebeneinandergereihten, federnden Stützkörpern
und mit einem auf diesen Stützkörpern abgestützten Lattenrost aus quer zu den Stützkörpern
angeordneten, voneinander unabhängig abgestützten Latten.
[0002] Bei bekannten Betteinsätzen dieser Art verlaufen die biegsamen Latten des Lattenrostes
quer zur Rostlängsrichtung, so daß bei einer örtlich begrenzten Belastung des Lattenrostes
diese Belastung über die belasteten Latten in einem örtlich begrenzten Längsbereich
auf die in Längsrichtung des Lattenrostes durchgehenden federnden Stützkörper übertragen
wird, die demnach auch nur in einem örtlich begrenzten Längsabschnitt einfedern. Während
diese örtlich begrenzte Einfederung in Längsrichtung des Betteinsatzes zufriedenstellend
sichergestellt werden kann, ergeben sich in bezug auf die Breite Schwierigkeiten,
weil wegen des Biegewiderstandes der Latten mit einer entsprechenden Lastverteilung
über die gesamte Lattenlänge zu rechnen ist. Durch eine Einstellung des seitlichen
Abstandes zwischen den federnden Stützkörpern kann zwar auf das Biegeverhalten der
einzelnen Latten des Lattenrostes Einfluß genommen werden, doch bleibt diese Einflußmöglichkeit
beschränkt. Dazu kommt noch, daß das Einfederverhalten bezüglich der Längsrichtung
maßgeblich von den Federeigenschaften der Stützkörper abhängt, die über ihre Länge
gleichbleibende Federeigenschaften aufweisen, so daß gerade in Längsrichtung des Betteinsatzes
eine Anpassung an unterschiedliche Belastungen kaum möglich ist, wie sie beispielsweise
durch unterschiedliche Körpergewichte bedingt werden.
[0003] Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, diese Mängel zu vermeiden und einen
Betteinsatz zu schaffen, der in einfacher Weise an vorgegebene Belastungsverhältnisse
angepaßt werden kann und eine örtlich begrenzte Einfederung sowohl bezüglich der Längs-
als auch der Querrichtung erlaubt.
[0004] Ausgehend von einem Betteinsatz der eingangs geschilderten Art löst die Erfindung
die gestellte Aufgabe dadurch, daß die Stützkörper quer zur Längsrichtung des Betteinsatzes
verlaufen und daß die Latten zumindest in einem Breitenbereich des Lattenrostes eine
kürzere Länge als der Lattenrost aufweisen und in Längsreihen über die Rostlänge verteilt
angeordnet sind.
[0005] Mit der Anordnung der Stützkörper nicht in Längsrichtung des Betteinsatzes, sondern
quer dazu wird zunächst sichergestellt, daß sich eine örtlich begrenzte Einfederung
des Betteinsatzes hinsichtlich der Einsatzbreite einstellt. Die mit gegenseitigem
Abstand nebeneinandergereihten Latten des Lattenrostes schließen ja eine über die
Einsatzbreite durchgehende Belastung der Stützkörper aus, die demnach nur im Bereich
der belasteten Latten einfedern. Der sonst mit einem Lattenlängsverlauf erkaufte Nachteil
bezüglich der Einsatzeinfederung in Längsrichtung wird jedoch durch die Maßnahme vermieden,
nicht in Einsatzlängsrichtung durchgehende Latten, sondern mehrere kürzere Latten
zu verwenden, die Längsreihen bilden, so daß innerhalb dieser Längsreihen keine Kraftübertragung
zwischen den einzelnen Latten auftreten kann. Bei einer Belastung einer kürzeren Latte
wird folglich die Belastung dieser Latte nur auf die Stützkörper abgetragen, auf denen
diese Latte aufliegt.
[0006] Aufgrund der erfindungsgemäßen Anordnung der Stützkörper und des Lattenrostes kann
somit ein vorteilhaftes Einfederverhalten sowohl in Längs- als auch in Querrichtung
des Betteinsatzes sichergestellt werden. Die Anzahl der Latten in einer Längsreihe
bestimmt dabei das Federverhalten des Betteinsatzes in dem jeweiligen Breitenbereich,
so daß über die Anzahl und Härte dieser Latten auch eine gute Anpassung an unterschiedliche
Körpergewichte möglich wird.
[0007] Um ein über vorgegebene Längsbereiche gleichmäßiges Einfederverhalten des Betteinsatzes
zu gewährleisten, sollen die aus den kürzeren Latten gebildeten Längsreihen gegeneinander
auf Lücke versetzt werden, damit sich keine über die Einsatzbreite durchgehenden Unterbrechungen
des Lattenrostes ergeben.
[0008] Wie bereits ausgeführt wurde, kann durch die Wahl der Anzahl der kürzeren Latten
in einer Längsreihe die Einfederung des Betteinsatzes bei einer örtlich begrenzten
Belastung eingestellt werden. Eine weitere Möglichkeit einer Einflußnahme ergibt sich
dann, wenn die Latten in Längsrichtung verschiebbar auf den Stützkörpern abgestützt
sind, weil mit einer Längsverschiebung der Latten bezüglich der Stützkörper nicht
nur das Biegeverhalten der Latten selbst beeinflußt wird, sondern auch das des Rostes
aufgrund der sich zwischen den Latten in Längsrichtung ergebenden unterschiedlichen
Abstände. Da eine Verschiebung der Latten im Bereich der endseitigen Stützkörper auf
der Breitseite des Betteinsatzes nicht sinnvoll ist, bleiben diese Latten im allgemeinen
unverschiebbar.
[0009] Um Latten mit unterschiedlichen Längen zur Anpassung an das jeweilige Körpergewicht
einsetzen zu können, können in weiterer Ausbildung der Erfindung die Latten des Lattenrostes
austauschbar mit den Stützkörpern verbunden sein. Diese Austauschbarkeit der Latten
des Lattenrostes erlaubt eine zusätzliche Einstellmöglichkeit der Härte des Betteinsatzes.
Da im allgemeinen die einzelnen Latten von zumindest zwei Stützkörpern getragen werden
sollen, wird die Länge der Latten größer als der gegenseitige Abstand der Stützkörper
gewählt werden. Eine Abstützung der Latten auf drei Stützkörpern wird nur in Sonderfällen
notwendig sein oder sich auf den Kopf- und Fußbereich beschränken. Aus diesem Grunde
wird die Länge der Latten vorzugsweise kleiner als der dreifache Stützkörperabstand
sein. Selbstverständlich läßt sich über die Anzahl der Stützkörper und deren Abstand
zusätzlich Einfluß auf das Einfederverhalten des Betteinsatzes nehmen. Um einen für
die Handhabung ausreichenden Zusammenhalt des Betteinsatzes zu erzielen, empfiehlt
es sich, die äußersten Latten auf der Längsseite des Lattenrostes über die Rostlänge
durchlaufen zu lassen.
[0010] In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es zeigen
- Fig. 1
- einen erfindungsgemäßen Betteinsatz ausschnittsweise in einer schematischen Draufsicht,
- Fig. 2
- diesen Betteinsatz in einem Schnitt nach der Linie II-II der Fig. 1 und
- Fig. 3
- einen Schnitt nach der Linie III-III der Fig. 2.
[0011] Der dargestellte Betteinsatz 1 besteht im wesentlichen aus quer zur Längsrichtung
des Betteinsatzes verlaufenden, federnden Stützkörpern 2, die aus mit einem Gewebe
überzogenen Schaumstoff gebildet werden, und aus einem Lattenrost 3 aus einzelnen
auf den Stützkörpern abgestützten, in Längsrichtung des Betteinsatzes verlaufenden
Latten 4. Wie sich insbesondere aus der Fig. 1 ergibt, laufen diese Latten 4 mit Ausnahme
der äußersten Latten auf der Längsseite des Lattenrostes nicht über die Einsatzlänge
durch, sondern sind mit gegenseitigem Abstand in Längsreihen angeordnet. Wie dem Ausführungsbeispiel
entnommen werden kann, weisen die meisten der eingesetzten Latten 4 eine Länge auf,
die etwas kleiner als der doppelte Abstand zweier Stützkörper 2 voneinander ist, so
daß die einzelnen Latten 4 jeweils von zwei Stützkörpern 2 getragen werden, und zwar
sind diese Latten 4 in einer Gewebelasche 5 der Stützkörperumhüllung längsverschiebbar
gehalten. Da die Längsreihen aus den einzelnen Latten 4 gegeneinander auf Lücke versetzt
sind, überbrückt jeweils jede zweite Latte 4 den Abstand zwischen zwei unmittelbar
benachbarten Stützkörpern 2, während die Latten im Bereich der dazwischenliegenden
Längsreihen lediglich in den Zwischenraum zwischen den Stützkörpern ragen. Durch diese
Maßnahme wird in vorteilhafter Weise eine örtlich begrenzte Einfederung des Betteinsatzes
bei einer örtlich begrenzten Belastung sichergestellt, wie dies in den Fig. 2 und
3 dargestellt ist. In der Fig. 2 ist die Einfederung bezüglich der Längsrichtung gezeigt,
wobei deutlich wird, daß durch das Hintereinanderreihen der einzelnen Latten 4 in
Längsrichtung eine Kraftübertragung auf in Längsrichtung anschließende Latten ausgeschlossen
ist. In Querrichtung wird die Einfederung ebenfalls beschränkt, wie dies der Fig.
3 entnommen werden kann. Die Stützkörper 2 werden ja lediglich im Bereich der belasteten
Latten durch diese Latten belastet.
[0012] Die Länge der Latten 4 kann selbstverständlich auch größer als der doppelte Stützkörperabstand
sein, insbesondere im Kopf- und Fußbereich, wie dies der Fig. 1 entnommen werden kann.
Durch eine entsprechende Auswahl der Lattenlänge in bezug auf den Stützkörperabstand,
der Lage der Latten gegenüber den Stützkörpern und der Verteilung der Latten über
die Fläche des Betteinsatzes kann ein an die individuellen Anforderungen jedes Benützers
angepaßter Betteinsatz erreicht werden, wobei diese Anpassung ohne weiteres durch
den Benützer ohne besondere Fachkenntnisse vorgenommen werden kann. In diesem Zusammenhang
ist außerdem zu berücksichtigen, daß auch die Anzahl der Stützkörper 2 und damit deren
gegenseitiger Abstand auf die jeweiligen Benützeranforderungen abgestimmt werden kann.
1. Betteinsatz mit durchgehend über den Betteinsatz (1) verlaufenden, mit gegenseitigem
Abstand nebeneinandergereihten, federnden Stützkörpern (2) und mit einem auf diesen
Stützkörpern (2) abgestützten Lattenrost (3) aus quer zu den Stützkörpern (2) angeordneten,
voneinander unabhängig abgestützten Latten (4), dadurch gekennzeichnet, daß die Stützkörper
(2) quer zur Längsrichtung des Betteinsatzes (1) verlaufen und daß die Latten (4)
zumindest in einem Breitenbereich des Lattenrostes (3) eine kürzere Länge als der
Lattenrost (3) aufweisen und in Längsreihen über die Rostlänge verteilt angeordnet
sind.
2. Betteinsatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die aus den kürzeren Latten
(4) gebildeten Längsreihen gegeneinander auf Lücke versetzt sind.
3. Betteinsatz nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Latten (4) mit
Ausnahme im Bereich der endseitigen Stützkörper (2) auf der Breitseite des Betteinsatzes
(1) in Längsrichtung verschiebbar auf den Stützkörpern (2) abgestützt sind.
4. Betteinsatz nach einem der Ansprüche 1 - 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Latten
(4) des Lattenrostes (3) austauschbar mit den Stützkörpern (2) verbunden sind.
5. Betteinsatz nach einem der Ansprüche 1 - 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge
der Latten (4) größer als der gegenseitige Abstand der Stützkörper (2) und vorzugsweise
kleiner als der dreifache Stützkörperabstand ist.
6. Betteinsatz nach einem der Ansprüche 1 - 5, dadurch gekennzeichnet, daß die äußersten
Latten (4) auf der Längsseite des Lattenrostes (3) über die Rostlänge durchlaufen.