[0001] Die Erfindung betrifft eine Trage- und Hebehilfe mit Gewichtsausgleich nach dem Oberbegriff
des Anspruches 1.
[0002] Aus der DE-PS 32 04 885 ist ein Hebezeug zum manuellen Bewegen von Lasten bekannt.
Über ein Parallelogrammausleger wird dabei die zu bewegende Last so weit reduziert,
daß von einer neben der Last angreifende Bedienungsperson die Last manuell beherrschbar
ist. Das als Parallelogrammausleger ausgebildete Hebezeug regelt dabei ständig die
Last so aus, daß stets das Gewicht auf einen voreinstellbaren Minimalwert eingestellt
wird. Durch die ständige Ausregelung müssen von der Bedienungsperson trotz der Hebehilfe
relativ große Kräfte noch aufgebracht werden , um die Last zu bewegen, da die vom
Benutzer aufgebrachte äußere Kraft ebenfalls ausgeregelt wird. Aufgrund des Wippens
des Parallelogrammauslegers benötigt zudem das Hebezeug einen Raum, der auch eine
Verletzungsgefahr für den Benutzer darstellt.
[0003] Andererseits sind Steinversetzmaschinen und Mauerhilfen bekannt ("Mauermax" der Steinweg
GmbH & Co. KG, 7712 Werne), die das Ergreifen mehrerer Steine auf einmal ermöglichen
sollen, um insbesondere bei Einsätzen im Baugewerbe die vorgeschriebene Gewichtsgrenze
von 25kg nicht überschreiten zu müssen. Diese Maschine arbeitet mit zwei verschiedenen
Hubgeschwindigkeiten, so daß auch hier der Bauarbeiter nicht selbst Bewegung und Geschwindigkeit
des zu bewegenden Gegenstandes beeinflussen kann. Trotz ihrer Wendigkeit und Tragfähigkeit
sind diese Maschinen daher für die meisten Anwendungsgebiete zu groß und zu langsam,
zumal die Bedienungsperson stets eine Hand für die Bedienung der Vorrichtung benötigt
und insofern nicht unmittelbar mit beiden Händen zugleich die Gegenstände in ihre
Soll-Position einrichten kann. Insofern bestimmt die Maschine den Arbeitsrythmus des
Arbeiters.
[0004] Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
eine Trage- und Hebehilfe der eingangs genannten Gattung derart weiterzubilden, daß
ein natürlicher Arbeitsrythmus beibehalten werden kann und dennoch eine günstige Seilzugtechnik
einsetzbar ist.
[0005] Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 genannten Merkmale gelöst.
[0006] Die Maschine ist dabei lediglich ein Hilfsmittel und entlastet zumindest teilweise
den zu bewegenden Gegenstand, so daß dieser mühelos bewegt werden kann. Dadurch kann
sowohl die Bewegungsrichtung als auch die Bewegungsgeschwindigkeit vom Bediener unabhängig
von der Maschine bestimmt werden. Sobald die Trage- und Hebehilfe eine Veränderung
der am Gegenstand angreifenden Kräfte erfaßt, findet ein Nachstellen dergestalt statt,
daß die voreingestellte reduzierte Gewichtskraft wieder aufgebaut wird. Diese führt
dazu, daß eine Bewegung in Richtung einer von außen angreifenden Kraft erfolgt, so
daß der Bediener weitestgehend das Gefühl hat, lediglich diese teilweise Last zu bewegen.
Somit kann der Bediener seinen persönlichen Arbeitsrythmus beibehalten, und die Maschine
wirkt lediglich unterstützend. Die Hubkraft der Trage- und Hebehilfe wird individuell
auf die Last abgestimmt.
[0007] Das Gewicht kann sowohl auf eine Restlastkomponente reduziert werden, die beispielsweise
eine 100kg schwere Last auf 2kg reduziert, so daß diese Last zunächst in ihrer Ruhelage
verbleibt, bis die Restlast und eine zur Beschleunigung notwendige Kraft aufgebracht
worden ist, jedoch ist auch ein vollständiger Lastausgleich verbunden mit einem Schwebezustand
der Last möglich. In diesem Fall muß die zur Beschleunigung notwendige Kraft von Hand
aufgebracht werden. Als drittes ergibt sich noch die Möglichkeit eines grundsätzlichen
Anhebens, also eines Kraftüberschusses, so daß in diesem Fall zum Absenken eine Kraft
von Hand aufgebracht werden muß.
[0008] Diese verschiedenen Ausbildungsformen werden dadurch verwirklicht, daß einerseits
bis zur Einregelung der Last verbunden mit der Erfassung der Gewichtskraft eine Regelung
durchgeführt wird, die die insbesondere bei der Seilzugtechnik auftretenden Probleme
einer bekannten Dehnung des Seiles eliminiert. In Abhängigkeit von Seilkraft und Dehnungsänderung
des Seiles läßt sich die vom motorischen Antrieb aufzubringende Kraft genau ermitteln,
so daß die Vorrichtung selbsttätig das Gewicht auf einen voreinstellbaren Gewichtswert
reduziert. An dieser Stelle findet dann ein Übergang auf eine Steuerung statt, in
die nur noch die Seilkraft eingeht, da Veränderungen der Seilkraft unmittelbar durch
den Einfluß einer äußeren Kraft hervorgerufen werden, so daß die vom Benutzer aufzubringende
Kraft auch bei größeren Lasten im Bereich des voreinstellbaren Gewichtswertes bleibt.
[0009] Bei einer Ausbildung nach den Ansprüchen 4-7 stützt sich die Vorrichtung über einen
Standfuß ab. Zwar können dort Gegengewichte vorgesehen werden, jedoch kann auch die
Vorrichtung selbst als Gegengewicht dienen mit dem Vorteil, daß keine Entlastung bei
Wegfall der Last stattfindet. Wird eine ungerade Anzahl von Gelenkarmen vorgesehen,
so ist die Wahrscheinlichkeit verringert, daß sämtliche Arme sich gerade in einem
Totpunkt bei völliger Streckung sämtlicher Gelenkarme befinden, was eine Bewegung
erschweren würde und gerade der Einsatz der Seilzugtechnik wird durch die Möglichkeit
einer einfachen Umlenkung unterstützt.
[0010] Trotz der Gewichtsentlastung verbleibt selbstverständlich eine Massenträgheit, die
sich beim Beschleunigen des Gegenstandes bemerkbar macht. Um dem abzuhelfen, können
Hilfsmittel beispielsweise in Form von Servohebeln vorgesehen werden, die ein Beschleunigen
und Abbremsen der Last unterstützen (Anspruch 8). Um die Trägheitsmomente weiter zu
verringern, werden auch Antrieb und Seilwinde am Standfuß angeordnet, so daß die Gelenkarme
selbst bei ausreichender Dimensionierung auf ein Minimum reduziert werden können,
wobei eine Kraftbegrenzung auf ein vertretbares Gewicht stattfinden kann. Die dadurch
bedingte leichte Bauweise ermöglicht einen einfachen Transport der Trage- und Hebehilfe
in zusammengeklappter Form, so daß die Trage- und Hebehilfe auch für kleinere Einsätze
und an engen und unzugänglichen Stellen eingesetzt werden kann.
[0011] Weitere Vorteile ergeben sich aus den Unteransprüchen. Im folgenden wird die Erfindung
anhand der einzigen Figur an einem Ausführungsbei spiel näher erläutert.
[0012] Die Figur zeigt die Trage- und Hebehilfe in einer Seitenansicht.
[0013] Die Trage- und Hebehilfe 10 dient zum Bewegen von Gegenständen 11. Derartige Gegenstände
können z.B. Mauersteine sein, die zu einem Mauerwerk 17 zusammengefügt werden. Gerade
in diesem Bereich bestehen Vorschriften, die die vom Arbeitspersonal anzuhebenden
Lasten beschränken. Wenn sich auch der Einsatz der Trage- und Hebehilfe 10 gerade
für derartige Zwecke eignet, bei denen kleinere Lasten angehoben werden, ist ein Einsatz
auch auf anderen Gebieten wie z.B. im Werkstattbereich denkbar. Die Trage- und Hebehilfe
macht sich im wesentlichen im Bereich der Vertikalbewegungen des Gegenstandes bemerkbar,
also dort, wo eine Bewegung mit oder gegen die Gewichtskraft G des Gegenstandes 11
erfolgt. Das Anheben und Senken des Gegenstandes erfolgt über einen motorischen Antrieb,
der über ein Zugseil 14 mit dem Gegenstand verbindbar ist. Ferner ist eine Einrichtung
13 vorgesehen, die die Gewichtskraft des Gegenstandes erfaßt. Die Einrichtung 13 zum
Erfassen der Kräfte erfaßt die Gewichtskraft G während aller Bewegungen kontinuierlich
und vergleicht die dabei ermittelte Gewichtskraft mit einem einstellbaren Gewichtswert.
Ist der Wert noch nicht erreicht oder bereits überschritten, so beeinflußt die Einrichtung
13 den motorischen Antrieb zu einer Bewegung, die die Gewichtskraft auf diesen Wert
reduziert. Der Wert bewegt sich dabei in einem Bereich, der auch einen vollständigen
Gewichtsausgleich der Last mit einschließen kann.
[0014] Während des Einregelns des voreinstellbaren Gewichtswertes arbeitet die Regeleinrichtung
beispielsweise dadurch, daß sie einerseits den Rotationswinkel der Seilwinde 16 erfaßt
und diesen beispielsweise gemeinsam mit der Seilkraft auswertet. Einer bestimmten
Kraft entspricht dabei eine bestimmte Dehnung des Seils und somit ein bestimmter Rotationswinkel
der Seilwinde. Sobald sich hier der voreinstellbare Gewichtswert einstellt, erkennt
die Regelung, daß eine weitere Erhöhung der Seilkraft zu einem Anheben des Gegenstandes
führt und schaltet in diesem Moment auf eine Steuerung um, in die nur noch die Seilkraft
eingeht. Somit führt jede Veränderung der Seilkraft unmittelbar zu einer Reaktion
der Vorrichtung. Dies ermöglicht den Einsatz der Seilzugtechnik, die im Stand der
Technik bisher für Trage- und Hebehilfen noch nicht eingesetzt wurde. Der Bediener
hat beide Hände frei, da keine gesonderten Steuerorgane oder Bedienelemente zu betätigen
sind, um die Last zu bewegen, da die Erfassung der Last selbständig erfolgt, so daß
der Bediener mit dem Gegengewicht nicht hantieren muß.
[0015] Es findet also ein fließender Übergang zwischen einer Lageregelung zu Beginn des
Tätigwerdens der Trage- und Hebehilfe und einer Steuerung statt. Die Seilkraft kann
zum Beispiel dadurch erfaßt werden, daß die Einrichtung 13 zum Erfassen der Seilkraft
eine beweglich gelagertes Umlenkrad 15 umfaßt, das über der Seilwinde 16 angeordnet
ist. Dadurch führt jede Bewegung der Lagerung des Umlenkrades zu einem Wert, der von
der Einrichtung 13 erfaßt wird. Alternativ besteht zum Beispiel die Möglichkeit Dehnungsmeßstreifen
vorzusehen, die die Seilkraft erfassen.
[0016] Die Trage- und Hebehilfe 10 führt nun auch kein Wippen mehr durch, da von dem bekannten
Prinzip eines Parallelogrammauslegers abgewichen wird. Durch den Einsatz des Seiles
14 kann nun ein vorbestimmbarer Bewegungsbereich der Gelenkarme 10b vorgesehen werden,
der vorzugsweise über den Köpfen der Benutzer liegt. Insofern müssen auch nicht die
beim Wippen auftretenden Massenträgheitskräfte des Parallelogrammauslegers überwunden
werden.
[0017] Dem Bediener wird das Gefühl vermittelt, lediglich einen Teil der Last zu bewegen.
Der Wert wird nahezu konstant gehalten. Als Folge davon führt jede äußere Kraft, die
am Gegenstand angreift, zu einer Lageänderung des Gegenstandes, da die Einrichtung
13 stets bestrebt ist, den ihr vorgegebenen Gleichgewichtszustand wieder herzustellen.
[0018] In einer vereinfachten, zeichnerisch nicht dargestellten Ausführungsform besteht
jedoch auch die Möglichkeit, bei bekannter Gewichtskraft G eine bestimmte Gegenkraft
fest anzusetzen. Sobald der Bediener in diesem Fall den zu bewegenden Gegenstand an
der Einrichtung befestigt, wird diese Gegenlast zugeschaltet, so daß sich eine Gewichtsentlastung
oder ein Gewichtsausgleich einstellt. Unter dieser Entlastung kann der Gegenstand
dann mit einem Teil der sonst erforderlichen Kraft bewegt werden. Sobald der Gegenstand
abgesetzt ist, wird die Gegenkraft abgeschaltet, so daß der Gegenstand einerseits
seine volle Gewichtskraft wieder erhält. In der automatisierten Ausführungsform findet
diese Rückstellung selbsttätig dadurch statt, daß bei Wegfall der Gewichtskraft die
Einrichtung selbst für eine Reduzierung auf einen Minimalwert zur Seilzugstraffung
sorgt.
[0019] Da das Zugseil 14 naturgemäß vertikal am Gegenstand angreift, macht sich die Trage-
und Hebehilfe in erster Linie beim Heben und Senken der Last bemerkbar. Alternativ
können dabei folgende drei Möglichkeiten für die Restlast verwirklicht werden:
1. Das Gewicht wird bis auf eine Restlast-Komponente verringert. Beispielsweise wird
die Gewichtskraft einer 100kg-Last zu 98% von der Trage- und Hebehilfe aufgenommen.
Die Bedienungsperson bewegt somit lediglich noch 2kg, diese verbleibenden 2kg sorgen
aber dafür, daß die Last zunächst in ihrer Ruhelage verbleibt. Die Trage- und Hebehilfe
erfaßt das Gewicht des Gegenstandes selbständig. Soll der Gegenstand 11 bewegt werden,
muß zuerst die Restlast aufgebracht werden und darüber hinaus noch eine zur Beschleunigung
notwendige Kraft. Beide Kräfte zusammen ergeben die äußere Kraft F.
2. Die Gewichtskraft G kann jedoch auch zu 100% von der Trage- und Hebehilfe aufgenommen
werden. Dies führt zu einem Schwebezustand der Last. Soll diese Last bewegt werden,
sind lediglich die Beschleunigungskräfte aufzubringen, um eine Bewegung des Gegenstandes
hervorzurufen.
3. Die Gewichtskraft G wird durch die Trage- und Hebehilfe 10 mehr als ausgeglichen,
so daß ein Kraftüberschuß besteht. Dies führt zu einem selbsttätigen Anheben des Gegenstandes,
so daß zum Absenken und zum Beschleunigen eine äußere Kraft F aufgebracht werden muß.
[0020] In allen Fällen ist sichergestellt, daß das Seil unter Zug gehalten wird, so daß
keine Schlaufen am Arbeitsplatz herumliegen, die Stolperfallen für das Bedienungspersonal
bilden können.
[0021] Betrachtet man nun die Figur, so ist ersichtlich, daß die Trage- und Hebehilfe 10
einen Standfuß 10a umfaßt, an dem vorzugsweise eine ungerade Zahl von Gelenkarmen
10b angelenkt ist. Durch die ungerade Anzahl von Gelenkarmen wird erreicht, daß es
nahezu ausgeschlossen ist, daß sich sämtliche Gelenkarme 10b gerade am oberen Totpunkt
befinden, also unmittelbar in gleicher Richtung orientiert sind, so daß bei einer
in der Figur beispielsweise nach links gerichteten Bewegung zusätzliche Kräfte aufgebracht
werden müssen, um zunächst einmal die Gelenkarme gegeneinander zu bewegen.
[0022] Die ungerade Anzahl von Gelenkarmen ermöglicht aber auch eine sinnvolle Seilführung
auf einfache Weise jeweils mittels zwei Umlenkrädern je Gelenkarm, ohne daß eine gesonderte
Umlenkung am letzten Arm erforderlich ist. Das Zugseil 14 wird vorzugsweise durch
die Mittelpunkte der zwischen den Gelenkarmen angeordneten Gelenke 10c geführt.
[0023] Am Standfuß 10a befindet sich sowohl der motorische Antrieb 12 mit der Einrichtung
zum Erfassen der Gewichtskraft 13 als auch eine Seilwinde 16. Durch die Anordnung
dieser Teile am Standfuß müssen diese Elemente nicht noch zusätzlich bewegt werden,
wenn eine Querbewegung der Last erfolgt. Dadurch können aber auch die Massenträgheitskräfte
verringert werden, die durch die Trage- und Hebehilfe selbst hervorgerufen werden.
Diesem Zweck dient auch eine unterschiedliche Länge der Gelenkarme 10b, deren Länge
mit zunehmendem Abstand vom Standfuß abnimmt, so daß der längste am wenigsten zu bewegende,
mit der größten Massenträgheit versehene Arm am Standfuß angeordnet ist. Nicht verringert
werden jedoch die Massenträgheitskräfte, die der Gegenstand 11 Bewegungen entgegensetzt.
Um auch hierfür eine Abhilfe zu schaffen, kann die Trage- und Hebehilfe mit Hilfsmitteln
versehen werden, die beispielsweise in Form eines Hebels Hilfskräfte zur Verfügung
stellt, die eine Beschleunigung und ein Abbremsen des Gegenstandes unterstützen.
[0024] Es versteht sich von selbst, daß die Gewichtskraft G in irgendeiner Form von der
Trage- und Hebehilfe aufgenommen werden muß. Zum einen kann die Vorrichtung selbst
so schwer ausgebildet sein, daß sie die entsprechenden Kräfte aufbringt. Dies erschwert
jedoch den Transport und die Bewegung der gesamten Vorrichtung. Andererseits kann
natürlich auch die Vorrichtung in irgendeiner Form an ihrem Einsatzort leicht lösbar
befestigt werden und bedarfsweise mit Gegenmassen ausgestattet werden. Für die Regelung
oder Steuerung stehen je nach Einsatzzweck sämtliche Möglichkeiten offen, beginnend
mit einer unempfindlichen Handsteuerung über eine elektrische oder elektronische Steuerung
oder Regelung bis hin zu einer rechnergestützten Regelung.
[0025] Da die Vorrichtung nun aber stets versucht, die Last auf den ihr vorgegebenen Wert
zu verringern, können natürliche Bewegungsabläufe mit Geschwindigkeiten von 0-60 m/min
durchgeführt werden, die ein äußerst natürliches Arbeiten zumindest im Bereich von
kleineren Lasten ermöglichen.
[0026] Grundsätzlich ist die Trage- und Hebehilfe aber auch einer Automatisierung zugänglich,
da lediglich eine Gewichtserfassung erfolgen muß. Wird der Vorrichtung dann aber zusätzlich
noch eingegeben, an welcher Stelle die Lasten abgesetzt werden sollen, lassen sich
Ablaufzyklen beispielsweise mittels einer numerisch kontrollierten Steuerung (CNC-Steuerung)
verwirklichen.
1. Trage- und Hebehilfe (10) mit Gewichtsausgleich zum Bewegen von Gegenständen (11),
- mit einem motorischen Antrieb (12),
- mit einer Einrichtung (13) zum kontinuierlichen Erfassen der durch den Gegenstand
hervorgerufenen Kräfte während aller Bewegungen,
- mit einer Regeleinrichtung (R), die den motorischen Antrieb so auf einen voreinstellbaren
Gewichtswert einregelt, daß die Gewichtskraft des Gegenstandes zumindest teilweise
verringert ist,
- wobei eine zusätzliche am Gegenstand (11) angreifende Kraft durch den dabei entstehenden
Kraftüberschuß den Gegenstand bewegt, insbesondere anhebt oder senkt,
dadurch gekennzeichnet, daß der motorische Antrieb (12) unmittelbar mit dem Gegenstand
(11) über ein Seil (14) verbunden ist und daß die Einrichtung (13) zum Erfassen der
Kräfte die Seil kraft erfaßt, wobei die Regeleinrichtung nach Einregelung des voreinstellbaren
Gewichtswertes auf eine Steuerung umschaltet, die in Abhängigkeit der Veränderung
der Seilkraft den Gegenstand bewegt.
2. Trage- und Hebehilfe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß während der Regelung
zumindest die Seilkraft des als Antrieb (12) dienenden Elektromotors sowie der Drehwinkel
der Seilwinde (16) als Regelparameter in die Regeleinrichtung eingehen.
3. Trage- und Hebehilfe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung
zum Erfassen der Seilkraft ein beweglich gelagertes Umlenkrad (15) umfaßt, das über
der Seilwinde (16) angeordnet ist.
4. Trage- und Hebehilfe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß sie einen Standfuß (10a) umfaßt, an dem eine ungerade Anzahl von Gelenkarmen (10b)
angelenkt ist.
5. Trage- und Hebehilfe nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Gelenkarme (10b)
eine unterschiedliche, vorzugsweise mit zunehmendem Abstand zum Standfuß (10a) von
Gelenkarm zu Gelenkarm abnehmende Länge aufweisen.
6. Trage- und Hebehilfe nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß an den Gelenkarmen
(10b) Umlenkräder (15) vorgesehen sind, die das Seil durch die Mittelpunkte der zwischen
den Gelenkarmen angeordneten Gelenke (10c) führen.
7. Trage- und Hebehilfe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Antrieb und eine Seilwinde (16) am Standfuß (10a) angeordnet sind.
8. Trage- und Hebehilfe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Einrichtung über Hilfsmittel verfügt, die eine Beschleunigung und ein Abbremsen
des Gegenstandes unterstützen.