[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Material aus Stroh zum Verpacken von Gütern, insbesondere
Flüssigkeiten beinhaltenden Gefäßen, zum Aufsaugen von ausgelaufenen Flüssigkeiten
und zur Schall-, Wärme-und Stoßdämmung.
[0002] Weiterhin gibt die Erfindung Verwendungsmöglichkeiten des oben genannten Materials
als Füllmaterial und Saugstoff an.
[0003] Anorganische Pack- und Saugmaterialien sind im allgemeinen nach Gebrauch schwierig
zu entsorgen. Auf dem Gebiet der Verpackungen sind aber auch verschiedene Umverpackungen
bekannt, die als Verpackungs- und Polstermaterial natürliche Rohstoffe wie z. B. geschnittenes
Stroh oder Holzspäne verwenden. Die Handhabung eines solchen Verpackungsmaterials
ist sehr beschwerlich. Wird der Rohstoff unbearbeitet verwendet, paßt er sich den
äußeren Umverpackungen und dem zu verpackenden Gut nur schlecht an. Bei Unregelmäßigen
Körpern führt dies zu ungleichmäßigen Polstereigenschaften. Es besteht also trotz
der Verpackung eine Beschädigungsgefahr. Werden leicht zerbrechliche Güter, die Flüssigkeiten
enthalten, verpackt und transportiert, so ist es nicht ausgeschlossen, daß Flüssigkeit
aus den Behältern ausläuft. Besonders bei chemischen Substanzen ist es erforderlich,
diese ausgelaufenen Flüssigkeiten möglichst gut aufzusaugen, um die Umwelt, die äußere
Umverpackung und auch andere mitverpackte Waren vor Beschädigungen und Feuchtigkeit
zu schützen. Bekannte Verpackungsmaterialien aus Stroh weisen aber keine Saugeigenschaften
auf.
[0004] In anderem Zusammenhang ist aus der europäischen Patentschrift 0 310 016 ein Material
aus gemahlenem und danach gepreßtem Stroh bekannt, das dem Aufsaugen von Flüssigkeiten
dient. Es wird als Einstreumaterial für Kleintiere, insbesondere als Katzenstreu Verwendet.
Dieses Einstreumaterial weist gute Aufsaugeigenschaften gegenüber dünnflüssigen bzw.
wäßrigen Flüssigkeiten auf. Es eignet sich aber nicht zum Aufsaugen von dickflüssigen
oder öligen Substanzen und wurde bisher auch nicht für Verpackungszwecke oder Aufsaugaufgaben,
die nicht für Einstreumaterialien üblich sind, eingesetzt.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Material zur Verfügung zu stellen,
welches zum Verpacken von Waren, zum Aufsaugen auch von dickflüssigen ausgelaufenen
Flüssigkeiten und zum Einsatz für Schall-, Wärme- und/oder Stoßdämmung geeignet ist.
[0006] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß das Material aus gemahlenem und zu Strohmehlbriketts
gepreßtem Stroh besteht. Für besondere Aufsaugvorgänge ist es vorteilhaft, wenn die
Strohmehlbriketts in einem grob zermahlenem Zustand vorliegen. Es ist günstig, wenn
das Material aus unregelmäßigen Bruchstücken der gepreßten Strohmehlbriketts besteht.
[0007] Das erfindungsgemäße Material bietet gegenüber bekannten, aus Kunststoff bestehenden
Verpackungsmaterialien den Vorteil, daß es aus einem natürlichen, nachwachsenden Rohstoff
gewonnen wird, der generell als landwirtschaftliches Abfallprodukt gewertet wird,
und nach seinem Gebrauch einfach und umweltneutral entsorgt werden kann, z. B. durch
Kompostierung oder Verbrennung.
[0008] Ein weiterer Vorteil des Materials ergibt sich aus den guten Dämmeigenschaften, die
beim Einsatz des Materials zur Auffüllung von in Baukonstruktionen bestehenden Hohlräumen
für gute klimatische und schallgedämmte Wohnbedingungen sorgen.
[0009] Das Vorliegen des erfindungsgemäßen Materials in Form von Strohmehlbriketts erleichtert
gegenüber geschnittenem Stroh die Handhabung, da sich das Material allen vorkommenden
Verpackungs- und Güterformen anpaßt. Die einzelnen Strohmehlbriketts haben durch ihre
Zusammensetzung bereits eine polsternde Wirkung. Diese wird durch die zylindrischen
Formen und die sich damit ergebenden Zwischenräume zwischen den einzelnen Strohmehlbriketts
erhöht.
[0010] Die Strohmehlbriketts haben eine feuchtigkeitsaufnehmende Eigenschaft. Diese ergibt
sich aus dem natürlichen Eigenschaften des organischen Stoffes Stroh und macht sich
im Fall der Verwendung als Packmaterial vorteilhaft bemerkbar, wenn aus einem verpackten
Gefäß wie einer Flasche Inhalt ausläuft. Die Saugfähigkeit ist aber auch vorteilhaft
ausnützbar, wenn insbesondere dickflüssige Flüssigkeiten wie Öl irgendwo ausgeflossen
sind und z. B. von der Feuerwehr gebunden werden sollen. Ein einfaches Mahlen des
Strohs reicht für die gewünschten Zwecke nicht aus. Würde man das feine Strohmehl
benutzen, ergibt sich einerseits die Gefahr starker Staubbildung und der Verschmutzung
des zu verpackenden Guts, andererseits kann feines Strohmehl Flüssigkeiten nur bedingt
aufnehmen, was unter anderem an der Oberflächenspannung der viskosen Flüssigkeiten
liegt. Das feine Strohmehl neigt eher dazu, auf der Flüssigkeits-oberfläche zu schwimmen.
[0011] Sind die Strohmehlbriketts gemäß einer bevorzugten Ausführungsform einem zweiten
Mahlvorgang unterzogen worden, so ergeben sich für das Material besonders gute Saugeigenschaften.
Die Strohmehlbriketts eignen sich aufgrund der glatten Oberfläche nur bedingt zum
schnellen Aufnehmen größerer Mengen von zähen Flüssigkeiten. Durch den zweiten Mahlvorgang
wird eine starke Oberflächenaufrauhung und - vergrößerung erzielt. Es entstehen unregelmäßige
Strohgranulate, die aus einzelnen zusammengepreßten Elementen bestehen, dadurch eine
hohe Porosität aufweisen und sich besonders gut für das Aufsaugen von dickflüssigen
Materialien eignen. Dadurch wird es möglich, das erfindungsgemäße Material neben Verpackungszwecken
auch als reinen Saugstoff für das Aufnehmen von ausgelaufenen Flüssigkeiten wie z.
B. Öl einzusetzen. Bei einer geeigneten Körnung von ca. 3 bis 5 mm Durchmesser ist
es mit dem erfindungsgemäßen Material möglich, etwa das Dreifache des Eigengewichts
an Flüssigkeit aufzunehmen. Außerdem besteht die Möglichkeit, das benutzte Saugmaterial
einfach zu entsorgen. Je nach aufgesaugter Flüssigkeit kommt die Kompostierung oder
das Verbrennen des Saugmaterials in Betracht. Das Saugmaterial als solches stellt
im Gegensatz zu manchen bekannten Materialien keine Form von Sondermüll dar. Im Vergleich
zu bekannten Ölbindern ist es billiger in der Herstellung, höher in der Aufsaugleistung
und einfacher in der Entsorgung und kann bei dieser Verwendung im Vergleich zum Stand
der Technik bis zu 70 % der Kosten sparen.
[0012] Die Erfindung zeigt weiterhin eine Möglichkeit zur Verwendung eines Materials aus
Stroh nach einer der genannten Ausführungsformen als Füllmaterial für Verpackungen
und Hohlräume in Baukonstruktionen oder Geräten auf.
[0013] Eine weitere vorteilhafte Verwendung des Materials besteht darin, es als Saugstoff
zum Aufsaugen von ausgelaufenen dickflüssigen Flüssigkeiten einzusetzen.
[0014] Weitere Vorteile, Einzelheiten und Weiterbildugnen ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Materials und seiner
Herstellung unter Bezugnahme auf die Zeichnung. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Ablaufplan der Erzeugung von erfindungsgemäßem Material;
- Fig. 2
- einen Ablaufplan der Erzeugung des erfindungsgemäßen Materials nach einer zweiten
Ausführungsform;
- Fig. 3
- einen Ablaufplan der Erzeugung des erfindungsgemäßen Materials nach einer weiteren
Ausführungsform.
[0015] Wie in Fig. 1 zu sehen, ist bei dem erfindungsgemäßen Material die Grundsubstanz
eine Menge von Stroh 1. Damit besteht das erfindungsgemäße Material, im Gegensatz
zu den meisten Verpackungs- und Saugmaterialien, aus einer organischen Substanz. Das
zu Ballen gebundene Stroh 1 wird im ersten Herstellungsschritt 3 aufgelöst und einer
groben Häckselung unterzogen. Danach liegen Strohsplitter 5 vor. Je nach Feuchtigkeitsgrad
müssen die Strohsplitter 5 in einer Trockenstation 7 getrocknet werden, oder diese
Trocknungsstation 7 wird umgangen. Vor einer ersten Mahlstation 9, im allgemeinen
einer Hammermühle, dürfen die Strohsplitter einen Feuchtigkeitsgehalt nicht über 14
%, insbesondere 8 - 14 %, aufweisen. Nach dem ersten Mahlvorgang liegt das Stroh in
Form von Strohmehl 11 vor. Um das erfindungsgemäße Material zu erhalten, wird das
Strohmehl 11 anschließend in einer Verdichtungsstation 13 unter hohem Druck zu Strohmehlbriketts
15 verdichtet. Die nach der Verdichtungsstation 13 erhaltenen Strohmehlbriketts 15
haben Abmaße von etwa 8 bis 10 mm Durchmesser und einer Länge von etwa 20 mm. Diese
Strohmehlbriketts 15 eignen sich bereits gut als Polster- und Füllmaterial für Verpackungen
und besitzen bereits eine relativ gute Saugwirkung gegenüber wäßrigen Flüssigkeiten.
[0016] Das auf die beschriebene Art gewonnene Füllmaterial eignet sich auch zum Auffüllen
von Hohlräumen in Baukonstruktionen. Dabei kommen vor allem drei positive Eigenschaften
des erfindungsgemäßen Materials zum Tragen. Aufgrund der Materialzusammensetzung und
der Form der einzelnen Strohmehlbriketts 15 ist es möglich, das Material zur Stoßdämpfung
z. B. unterhalb von schwingend gelagerten Fußböden anzuordnen. Damit steht ein preiswertes
stoßdämmendes Material zur Verfügung, welches in großen Mengen eingesetzt werden kann,
wobei bei späteren baulichen Veränderungen kein Entsorgungsproblem auftritt, wie es
bisher bei üblichen synthetischen Dämm-Materialien der Fall ist. Ebenso läßt sich
das erfindungsgemäße Material zur Schall- und Wärmedämmung einsetzen. Bei einer beispielhaften
Anwendung werden Hohlräume in den Seitenwänden und oberhalb der Decken von Wohnräumen
mit dem erfindungsgemäßen Material aufgefüllt. Die Form des Materials gestattet ein
einfaches Einbringen der einzelnen Strohmehlbriketts und eine relativ hohe Verdichtung,
z. B. unter Verwendung von bekannten Einblasverfahren. Auf diese Weise lassen sich
auch schwer zugängliche Hohlräume mit dem Material befüllen. Durch die spezielle Porosität
besitzt das erfindungsgemäße Material eine hohe schalldämmende Wirkung. Der natürliche
Ausgangsstoff Stroh ermöglicht eine preiswerte und umweltschonende Herstellung. Gleichzeitig
erzielt man mit dem erfindungsgemäßen Material ein für den Menschen angenehmes Raumklima,
da das Dämm-Material im Gegensatz zu synthetischen Stoffen atmungsaktiv und feuchtigkeitsregulierend
ist.
[0017] Versuche haben gezeigt, daß mit dem erfindungsgemäßen Material auch die hohen Sicherheitsanforderungen
an im Bauwesen eingesetztes Dämm-Material eingehalten werden können. Das erfindungsgemäße
Material ist schwer entflammbar und brennt schlecht.
[0018] Für bestimmte Einsatzfälle kann das Material zusätzlich mit Imprägnier- und/oder
Desinfektionsstoffen behandelt werden, um eine Feuchtigkeitsaufnahme bzw. das Verrotten
des Materials zu verhindern.
[0019] Die Schall- und Stoßdämmungseigenschaften des erfindungsgemäßen Materials lassen
sich auch bei der Auffüllung von Hohlräumen in technischen Geräten vorteilhaft ausnutzen.
Beispielsweise können die Strohmehlbriketts als Dämm-Material in Lautsprecherboxen
eingesetzt werden.
[0020] Den Saugeffekt des erfindungsgemäßen Materials erhöht man noch durch eine zweite
Ausführungsform, deren Herstellungsschritte in Fig. 2 dargestellt sind. Bis zum Vorliegen
der Strohmehlbriketts 15 wird das bereits in Fig. 1 dargestellte Verfahren benutzt.
Die Strohmehlbriketts haben eine relativ geringe und glatte Oberfläche und können
so der Saugwirkung nicht vollständig gerecht werden. Daher erzeugt man das Material
der weiteren Ausführungsform durch ein grobes Zermahlen der Strohmehlbriketts 15 in
einer zweiten Mahlstation 17. Es handelt sich hierbei im allgemeinen wieder um eine
Hammermühle, die aber im Vergleich zu der der Mahlstation 9 gröber eingestellt ist.
Gerätetechnisch kann die selbe Hammermühle nach entsprechender Umstellung nacheinander
für beide Mahlvorgänge verwendet werden. Die zweite Mahlstation 17 unterscheidet sich
von der ersten Mahlstation 9 also dadurch, daß sie das Ausgangsmaterial nicht so fein
mahlt. Damit liegt nach der zweiten Mahlstation 17 ein grobkörniges Strohgranulat
19 vor. Dieses Strohgranulat 19 besteht aus einzelnen Strohmehlpartikeln, die aufgrund
des Verdichtungsvorgangs in der Verdichtungsstation 13 aneinander haften und jeweils
beispielsweise 10 bis 200 Mehlkörner des Strohmehls 11 enthalten. Abhängig von den
aufzusaugenden Flüssigkeiten wird der zweite Mahlvorgang für kleiner oder größer gekörntes
Strohgranulat eingestellt.
[0021] Je nach den aufzusaugenden Materialien und nach den gewünschten Verpackungseffekten
ist eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Materials vorteilhaft. Die
Erzeugung dieses Materials verläuft in einem an sich bekannten Arbeitsprozeß nach
Fig. 3. Die Schritte bis zum Vorliegen der Strohmehlbriketts 15 sind gleich den Schritten
in Fig. 1. Die Strohmehlbriketts 15 werden nun allerdings in einer Quetschstation
21 in unregelmäßige Bruchstücke 23 zerbrochen. Um eine gewünschte Größe der Bruchstücke
23 zu erhalten, ist ein Grobsieb 25 nachgeschaltet, bei welchem noch zu große Stücke
ausgefiltert und in die Verdichtungsstation 13 zurückgeführt werden. Dem Grobsieb
25 folgt ein Feinsieb 27, bei welchem die zu kleinen Bruchstücke und der Staub ausgesondert
werden und von da aus erneut der Verdichtungsstation 13 zugeführt werden. Die ausgewählten
Bruchstücke 23 gelangen in eine Dosier- und Packstation 29 und werden dort in entsprechende
Behältnisse 31 abgefüllt. Zumindest die Dosier- und Packstation 29 ist sinnvollerweise
auch an die Arbeitsablaufpläne der Fig.n 1 und 2 angefügt, wurde dort aber der Einfachheit
halber nicht dargestellt.
[0022] Die genannten weiteren Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Materials werden sowohl
zum Aufsaugen von ausgelaufenen Flüssigkeiten als auch zur oben beschriebenen Verwendung
als Füllmaterial für Verpackungen und Hohlräume in Baukonstruktionen oder Geräten
eingesetzt. Je nach Einsatzzweck sind entweder die Strohmehlbriketts 15, das mehr
oder weniger grobkörnige Strohgranulat 19 oder die unregelmäßigen Bruchstücke 23 besonders
geeignet. Die drei genannten Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Materials unterscheiden
sich in ihren Eigenschaften bezüglich der Saugwirkung und der Schall-, Wärme- und
Stoßdämmung. Für spezielle Einsatz- zwecke ist es möglich, die genannten Ausführungsformen
in bestimmten Anteilen untereinander zu mischen, wodurch die gewünschten Eigenschaften
eingestellt werden können. Die Auswahl der Anteile und der spezifischen Formen und
Größen des erfindungsgemäßen Materials bleibt dabei dem Fachmann überlassen.
[0023] Das erfindungsgemäße Material zeichnet sich durch eine gute Polsterwirkung, verbunden
mit einer hohen Saug- und Bindefähigkeit selbst gegenüber zähflüssigen Substanzen
aus. Weiterhin besitzt es sehr gute Schall- und Wärmedämmungseigenschaften. Es wird
ein natürlicher, nachwachsender Rohstoff verwendet, der nach Gebrauch relativ einfach
entsorgt werden kann. Das Material kann als Verpackungsmaterial verwendet werden,
welches einerseits einfach zu entsorgen ist, andererseits einen effektiven Schutz
gegen auslaufende Flüssigkeiten insbesondere innerhalb der Verpackung darstellt. Es
weist den Vorteil auf, daß mit einer geringeren Menge an Material eine große Menge
von Flüssigkeit aufgesaugt werden kann.
1. Material aus Stroh (1) zum Verpacken von Gütern, insbesondere Flüssigkeiten beinhaltenden
Gefäßen, zum Aufsaugen von ausgelaufenen dickflüssigen Flüssigkeiten und zur Schall-,
Wärme- und Stoßdämmung, dadurch gekennzeichnet, daß es aus gemahlenem und zu Strohmehlbriketts
(15) gepreßtem Stroh (1) besteht.
2. Material nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es aus grob zermahlenen Strohmehlbriketts
(15) besteht.
3. Material nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es aus unregelmäßigen Bruchstücken
(23) der gepreßten Strohmehl- briketts besteht.
4. Material nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Strohmehlbriketts (15) einen
Durchmesser von etwa 8 - 10 mm und eine Länge von etwa 20 mm haben.
5. Material nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das durch Zermahlen der Strohmehlbriketts
(15) entstandene Strohgranulat (13) einen Korndurchmesser von 3 - 5 mm hat.
6. Verwendung eines Materials aus Stroh gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5 als Füllmaterial
für Verpackungen von Gütern und für Hohlräume in Baukonstruktionen oder in Geräten.
7. Verwendung eines Materials aus Stroh gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5 als Saugstoff
zum Aufsaugen von ausgelaufenen dickflüssigen Flüssigkeiten.
8. Verwendung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Material zur Schall-,
Wärme- und/oder Stoßdämmung eingesetzt wird.
9. Verfahren zum Herstellen des Materials nach Anspruch 2, bei dem man Stroh zu Mehl
vermahlt und das Mehl durch Pressung zu Strohmehlbriketts verdichtet, die man zu Bruchstücken
mit unregelmäßiger Außenfläche zerteilt, dadurch gekennzeichnet, daß man für die Zerteilung die Strohmehlbriketts einer Grobmahlung unterwirft.