| (19) |
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(11) |
EP 0 605 693 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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28.01.1998 Patentblatt 1998/05 |
| (22) |
Anmeldetag: 27.07.1993 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)6: B02B 1/06 |
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/CH9300/189 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9403/274 (17.02.1994 Gazette 1994/05) |
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| (54) |
VERFAHREN UND VORRICHTUNG ZUM KONTINUIERLICHEN NETZEN VON GETREIDE SOWIE VERWENDUNG
DER NETZVORRICHTUNG
PROCESS AND DEVICE FOR THE CONTINUOUS MOISTENING OF GRAIN AND USE OF THE MOISTENING
DEVICE
PROCEDE ET DISPOSITIF POUR MOUILLER EN CONTINU DES CEREALES ET UTILISATION DU DISPOSITIF
MOUILLE-GRAIN
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE DK ES FR GB IT LI NL SE |
| (30) |
Priorität: |
30.07.1992 CH 2411/92
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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13.07.1994 Patentblatt 1994/28 |
| (73) |
Patentinhaber: BÜHLER AG |
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9240 Uzwil (CH) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- MÜLLER, Roman
CH-9244 Niederuzwil (CH)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 346 278 DE-C- 2 503 383 GB-A- 1 122 770
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CH-A- 640 750 FR-A- 2 540 746
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum kontinuierlichen Netzen
beziehungsweise hydratisieren von schüttfähigen Nahrungs- und Futtermitteln wie Getreide
und Getreide-Mahlgüter, ferner eine Verwendung einer Netzvorrichtung.
Stand der Technik
[0002] Das Netzen von schüttfähigen Nahrungs- und Futtermitteln unterliegt wenigstens zwei
besonderen Anforderungen. Zum ersten ist es wichtig, dass eine eher kleine Menge Netzmittel,
meistens Wasser oder Wasserdampf gleichmässig mit einer grossen Menge des Trockengutes
vermischt wird. Die zweite Anforderung liegt darin, dass sich das Netzmittel auf jedes
Partikel, auf jedem Korn, beziehungsweise auf seiner ganzen Oberfläche verteilt. Bei
einigen Anwendungen wird Wasser zugegeben, nur um den Wassergehalt zu erhöhen. Im
Regelfall versucht man jedoch einen günstigen physikalischen oder biochemischen Einfluss
auf die nachfolgende Verarbeitung zu nehmen oder erst auszulösen, um damit verfahrenstechnisch
vorteilhaftere Bedingungen zu schaffen. Sehr interessant ist die Entwicklung der Befeuchtung
von Getreide vor der Vermahlung über die vergangenen 100 Jahre. Wie zum Beispiel in
der deutschen Patentschrift 77 903 beschrieben ist, spielte in den Anfängen der industriellen
Vermahlung die Dosierung von Wasser zu einem vorgegebenen Getreidedurchsatz die Hauptrolle.
Seither hat sich die sogenannte Netzschnecke - mit einer in einem Trog langsam drehenden
Förderschnecke und einer im Einlaufbereich befindlichen Wasser-Dosiereinrichtung -
durchsetzt und vereinzelt bis in die jüngste Zeit halten können. In vielen älteren
Mühlen findet man noch solche Netzschnecken. Über einen grösseren Zeitraum wurde gemäss
der DE-PS 1 094 078 versucht, mit der Einwirkung von Dampf, gleichzeitig eine thermische
Behandlung durchzuführen. Zahlreiche Versuche belegen, dass die Einwirkung von Feuchtigkeit
und Wärme bei einigen Weizensorten einen positiven Effekt auf die folgende Verarbeitung
hat. Mit der starken Steigerung der Mühlenleistungen und Energiekosten waren die notwendige
Erwärmung und die anschliessende Abkühlung der entsprechend grösseren Massen wegen
des Energieverbrauchs aber nicht mehr tragbar. Die müllerische Praxis bestätigte erstaunlicherweise
über viele Jahrzehnte, dass die Gleichmässigkeit der Wasserverteilung am Einzelkorn
im Zeitpunkt der Wasserzugabe nicht vorrangig ist, da erfahrungsgemäss auch einer
schlecht verteiltes Netzwasser während 1 bis 2 Tagen - Einwirkzeit in der sogenannten
Abstehzelle die Unterschiede völlig ausgleicht. Das Wasser dringt durch die äusseren
Schichten in das Innere jedes Kornes ein und gibt eine optimale Beschaffenheit für
die anschliessende Vermahlung.
[0003] Bekannt ist ebenfalls eine Vorrichtung zum Benetzen von Saatgut gemäss der europäischen
Patentanmeldung EP-A-346 278, bei der das Saatgut zunächst in ein Zuführ- und Dosiergerät,
welches mehrere Förderschnecken enthält, eingebracht wird. Von diesem Zuführ- und
Dosiergerät gelangt das Saatgut in eine Sprühkammer, in welcher ein Zerstäuber einen
feinen Sprühnebel erzeugt und die herabfallenden Samenkörner benetzt. Die benetzten
Körner fallen in einen darunterliegenden Misch- und Förderraum und werden mittels
Misch- und Rührwellen gemischt. Mittels einer Förderschnecke wird das genetzte und
gemischte Saatgut während des Mischens langsam aufwärts zu einer Austrittsöffnung
gefördert. Nachteilig hieran ist neben dem komplizierten Aufbau der Netzvorrichtung
vor allem auch die unkontrollierbare Verweilzeit der genetzten Körner im Misch- und
Förderraum, was keine homogene Netzung erwarten lässt.
[0004] Bis vor 20 Jahren war es üblich, für eine hohe Reinheit des Korngutes dieses in einem
eigentlichen Waschprozess zu waschen, wobei der Waschprozess gleichzeitig der Steinauslese
diente. Der grosse Wasserverbrauch von 1 bis 2 Liter/kg Getreide ergab enorme Abwasserprobleme,
was letztlich zu der Entwicklung der trockenen Steinausleser führte. Eine Wärmebehandlung
scheiterte an der energetischen Frage, eine Waschung an den Kosten für das Waschwasser.
Die vollständige Trockenreinigung und eine Netzung gemäss der deutschen Patentschrift
Nr. 25 03 383 der Anmelderin hat seit etwa 10 Jahren die grösste Verbreitung gefunden.
Das Netzwasser kann umso homogener auf das Mischgut verteilt werden, je intensiver
bei der Netzung das Korn mit dem Wasser durchmischt und bearbeitet wird. Parallel
dazu werden aber als Nachteile mehr Schäden an Körnern und mehr Abrieb erzeugt. Eine
Netzeinrichtung soll das Korngut netzen aber keinen Abrieb erzeugen. Die Netzeinrichtung
ist so zu konzipieren, dass das Wasser in das Korngut einwirkt und dieses auf die
anschliessende Vermahlung optimal vorbereitet wird. Für die Netzung ist daraus ein
Zielkonflikt entstanden.
Darstellung der Erfindung
[0005] Die Erfindung befasst sich nun mit der Aufgabe, schüttfähige Nahrungs- und Futtermittel,
insbesondere ganze Getreidekörner ohne Schäden an dem Korngut und ohne Abrieb optimal
und homogen zu netzen.
[0006] Die Erfindung löst diese Aufgabe mit dem Verfahren gemäss Anspruch 1, das dadurch
gekennzeichnet ist, dass einem Gutstrom eine Flüssigkomponente zudosiert und das hierdurch
erhaltene Mischgut mittels wenigstens zwei parallelen Beschleunigungsrotoren als Wirbelschicht
zu einem Unrundlauf durch eine die Beschleunigungsrotoren formähnlich umschliessende
Netzkammer getrieben wird.
[0007] Die Erfindung hat die überraschende Erkenntnis gebracht, dass selbst bei einer nur
minimalen Erhöhung der Durchlaufzeit des Mischgutes durch die Netzkammer gleich in
mehreren Hinsichten positive Wirkungen entstehen. Der Gedanke der Anwendung einer
Wirbelschicht in einer Netzkammer erlaubt, durch Wahl der Abmessungen in einem relativ
grossen Bereich, eine bis dahin nicht mögliche Einwirkzeit vorzusehen. Die Verwendung
von wenigstens zwei Beschleunigungsrotoren und einer diese formähnlich umschliessenden
Netzkammer ergibt eine deutlich produktschonendere Behandlung, so dass sowohl Schäden
an dem Korngut wie auch Abrieb spürbar reduziert werden. Die Verteilung des Netzwassers
auf das ganze Korngut ist optimal. Durch eine geringere Schlagintensität ist bei wesentlich
längerer Verweilzeit der Kraftbedarf pro Tonne nicht grösser und die Abnützung der
mit dem Produkt in Berührung kommenden Maschinenteile kleiner. Ganz entscheidend ist
nun die Beobachtung, dass bei den bekannten Netzvorrichtungen des Standes der Technik
mit einem kreisrunden Netzkammerquerschnitt ein nur relativ kleiner Austausch zwischen
einer wandnahen Schicht und einer mehr gegen das Zentrum liegende Partie der Wirbelschicht
stattfindet, wenn diese nicht durch entsprechende Schlagwirkungen erzwungen wird.
Demgegenüber wurde aber festgestellt, dass bei einem Unrundlauf, der sich gemäss der
erfindungsgemässen Lehre ergibt, besonders ein maximaler Austausch zwischen innen
und aussen stattfindet, ohne dass dafür grosse Schlageinwirkungen von den Beschleunigungsrotoren
erforderlich sind. Da nicht nur eine vorzugsweise Gutströmung in der Wirbelschicht
sich einstellt, sondern auch eine entsprechende Luftströmung, wird der Netzeffekt
durch eine überraschende Vielzahl an Krafteinwirkungen unterstützt. Es sind dies zum
Beispiel:
- Beschleunigungskräfte von den Beschleunigungsrotoren
- Reibkräfte von der Wandung der Netzkammer
- Zentrifugalkräfte durch die ständige Umlenkung in den Eckpartien
- Die Schwerkraft
- Die Luftkräfte
- sowie Kräfte zwischen den Partikeln und Kräfte aus Rotationsbewegungen der Partikel.
Auf diese Weise ist es aber gelungen, in einer lockeren Wirbelschicht mit einem Minimum
an mechanischer Schlageinwirkung ein Maximum an Effekten für eine homogene Netzung,
Netzwasserverteilung und Einwirkung bei kleinstmöglichem Abrieb und ohne Bruch der
Körner zu erreichen.
[0008] Die Erfindung erlaubt ferner eine Anzahl ganz besonders vorteilhafter Ausgestaltungen.
Die Netzkammer wird mit gerundeten Ecken ausgebildet, in denen die Beschleunigungsrotoren
die Wirbelschicht jeweils antreiben, wobei der Gutstrom als Mischgut vorzugsweise
zwangsweise in die Netzkammer gefördert wird. Eine sehr schonende Netzung wird dadurch
ermöglicht, indem die Beschleunigungsrotoren die Wirbelschicht gleichsinnig und etwa
mit gleicher Umlaufgeschwindigkeit beschleunigen. Vorteilhafterweise werden die Beschleunigungsrotoren
mit Abstand übereinander, ohne ineinander zu greifen, angeordnet. Das Mischgut wird
durch die Beschleunigungsrotoren innerhalb der Wirbelkammer zu einer spiralförmigen
Umlaufbewegung angetrieben. Dem Korngut als Ganzes wird dadurch eine definierbare
Durchlaufbewegung aufgeprägt, so dass jedes einzelne Korn etwa gleich lang in der
Kammer verweilt. Die Beschleunigungsrotoren arbeiten gleichsam Hand in Hand, da sie
gemeinsam die Umlaufbewegung aufrecht erhalten. Trotzdem tritt, bedingt durch die
sanfte räumliche Führung, eine unerwartet hohe Querbewegung der einzelnen Körner ein.
Weil jedes Korn abwechselnd schnellere und verzögerte Bewegungen durchführt, wird
eine kaum noch zu überbietende homogene Netzwasserverteilung erreicht, bei gleichzeitiger
starker Einwirkung in die Kornschale, da Rotoren und Wirbelkammer zueinanderpassen.
[0009] Bei einer ganz besonders vorteilhaften Ausgestaltung wird vorgeschlagen, dass in
der Wirbelkammer 3 Beschleunigungsrotoren, wenigstens einer der Beschleunigungsrotoren,
in der Höhe versetzt, das Mischgut beschleunigen, wobei die Wirbelkammer eine Dreieckgrundform
aufweist, derart, dass das Mischgut von den Beschleunigungsrotoren in einer entsprechenden
dreieckförmigen Umlaufbahn getrieben wird. Die Wirbelkammer umfasst die Beschleunigungsrotoren
in den Eckbereichen durch gebogene Wandflächen. Diese schliessen einen Winkel zwischen
etwa 90 - 180° ein und umgeben die Rotoren. Das Gut wird dadurch im Bereich der gebogenen
Wandflächen im Umlaufsinn beschleunigt und im Bereich der ebenen Flächen wieder abgebremst.
Es hat sich gezeigt, dass diese Massnahme ganz besonders stark die Querbewegung der
Körner und dadurch die Durchmischung begünstigt, da in dem Bereich der ebenen und
in den Bereichen der gebogenen Wirbelkammerflächen jeweils unterschiedliche Kräfte
auf das Korngut wirken. Im Bereich der ebenen Wandteile verursachen Reibkräfte auf
die Körner, die die Wandung berühren und daran gleiten, eine Verlangsamung der Kornbewegung.
Es ist möglich, die Rotoren mit schräger oder senkrechter Achse anzuordnen. Für die
Netzung von Getreide vor der Vermahlung, werden jedoch bevorzugt die Rotoren liegend
angeordnet, derart, dass das Gut von einem Einlass zu einem Auslass der Wirbelkammer
sich spiralförmig horizontal vorwärts bewegt. Dadurch leistet die Schwerkraft eine
zusätzliche Mischwirkung. Vorzugsweise steht der untenliegende Beschleunigungsrotor
in Bezug auf die Wirbelkammer vor und bildet für das Gut und die Flüssigkomponente
einen Einlauf, derart, dass schon vor der Wirbelkammer das Gut gemischt und das Gutgemisch
in die Wirbelkammer zwangseingefördert wird. Ferner wird vorgeschlagen, im Bereich
des Auslasses mit einem Füllgradschieber die Verweilzeit des Gutes in der Wirbelkammer
einzustellen. Damit kann in der Wirbelkammer die Dicke der Wirbelschicht resp. die
Menge der bewegten Masse und entsprechend die Einwirkzeit gewählt beziehungsweise
gesteuert werden. Weniger widerstandsfähige Getreidesorten lassen sich auf diese Weise
extrem schonend netzen, und erfordern allenfalls eine etwas verlängerte Abstehzeit.
Der Gutstrom kann bei den Anwendungsfällen, bei denen ein hoher Prozentsatz an Wasser
beigegeben werden muss, durch zwei oder mehrere nacheinander geschaltete Netzkammern
genetzt werden.
[0010] Gemäss einem weiteren ganz besonders vorteilhaften Ausgestaltungsgedanken wird zur
Mahlvorbereitung für die Herstellung von Mahlprodukten wie Vollkornmehlen, hellen
Mehlen, Dunst und Griess das Getreide durch eine dosierte Wasserzugabe von zum Beispiel
2 bis über 7 % auf die Mahlfeuchtigkeit gebracht, einer Abstehzelle und der Vermahlung
zugeführt. Bevorzugt wird das Getreide vor dem Abstehen in einer ersten trockenen
und einer zweiten feuchten oder nassen Stufe gereingt, wobei vor oder während der
zweiten Stufe die Hauptwassermenge von 2 - 7 % oder mehr zugegeben und vorzugsweise
das Korn für die feuchte bzw. nasse Reinigung 1 bis 120 Minuten zwischengelagert wird.
Vorteilhafterweise wird das Korn in der feuchten oder nassen Reinigung einer Oberflächenbearbeitung
unterworfen und ein Teil der äusseren Kornschale weggescheuert und der Abrieb vom
Korngut sofort abgetrennt, wobei bevorzugt 0,2 bis 2 % vom Korn weggescheuert wird
und besonders bevorzugt das Korn in der trockenen Reinigung einer Scheuerung unterworfen
wird unter Vermeidung einer Wegscheuerung der Kornschale. Ferner wird vorgeschlagen
die Kornfeuchtigkeit nach der Netzung oder nach der feuchten beziehungsweise nassen
Reinigung zu messen, über Rechnermittel mit einer vorgegebenen Feuchtigkeit zu vergleichen
und über entsprechende Steuermittel die Wasserzugabe zu korrigieren. Ganz besondere
Vorteile entstehen für das neue Verfahren zur Mahlvorbereitung von Getreide in einer
Mühle, wobei das Getreide während wenigstens 10 Sekunden bis 3 Minuten in der Netzkammer
behandelt und anschliessend in einem Abstehbehälter 10 bis 120 Minuten Einwirkzeit
unterworfen wird. Es ergibt sich daraus eine positive kombinatorische Wirkung. Mit
der Reduktion des Abriebes während der Befeuchtung wird die Vermehrung von schädlichen
Mikroben gehemmt. Die Abstehzeit kann durch die verbesserte Netzwirkung auf weniger
als eine halbe Stunde, beziehungsweise auf nur einige Stunden, reduziert werden. Das
Getreide wird vorgängig der Netzung einer intensiven Scheuerung unterworfen und nach
der Einwirkzeit nochmals gereinigt.
[0011] Die Erfindung löst die eingangs genannte Aufgabe ferner mit dem Gegenstand des Anspruchs
10, also mit einer Netzvorrichtung für Nahrungs- und Futtmittel, insbesondere Getreide
und deren Mahlprodukte welche wenigstens zwei parallele Schleuderrotoren aufweist
und ist dadurch gekennzeichnet, die Rotoren als Beschleunigungsrotoren ausgebildet
sind und eine Netzkammer die Beschleunigungsrotoren formähnlich umschliesst. Die Netzkammer
kann eine elliptische beziehungsweise ellipsenähnliche Form aufweisen, wobei je ein
Beschleunigungsrotor im Bereich der Brennpunkte angeordnet ist, wenn 2 Beschleunigungsrotoren
verwendet werden. Bei einer ganz besonders vorteilhaften Ausgestaltung der neuen Erfindung
weist die Umlaufnetzkammer eine Dreieckform auf, mit je einem Beschleunigungsrotor
in jedem Eckbereich, der zu jedem Beschleunigungsrotor formähnlich ausgebildet ist.
Bei eher kleineren Durchsätzen genügt bereits die Anwendung von zwei Beschleunigungsrotoren.
Dagegen ergibt sich ein unerwartet grosses Anwendungsgebiet bei der Verwendung von
drei Schleuderrotoren, da sowohl die Verweilzeit als auch die Durchsatzmenge wie auch
die Zugabe von Netzmitteln in einem enorm grossen Bereich variierbar sind. Beschleunigungsrotoren
werden bevorzugt liegend beziehungsweise horizontal mit einem Schleuderrotor tiefer
liegend angeordnet. Sehr vorteilhaft hat sich ferner erwiesen, wenn ein Schleuderrotor
verlängert als Eintragförderer ausgebildet ist, und gegenüber der Umlaufnetzkammer
vorsteht und einen Einlass für das Gut sowie die Flüssigkeitskomponente aufweist.
Der Eintragförderer kann als Vormischer ausgebildet sein und Förderelemente zum Zwangseintrag
in die Umlaufnetzkammer aufweisen. Es ist weiterhin möglich, ein weiteres Eintragelement
im zentralen Bereich, parallel zu den Beschleunigungsrotoren anzuordnen, zur Einbringung
wenigstens einer weiteren Trocken- oder Flüssigkomponente. Im Bereich des Auslasses
wird ein einstellbarer Füllgradschieber angeordnet, um den Durchsatz und die Verweilzeit
steuern zu können. Einem ersten Schleuderrotor wird ein Antrieb zugeordnet. Die weiteren
Beschleunigungsrotoren können durch einen Übertrieb von dem ersten, mit vorzugsweise
der gleichen Umlaufgeschwindigkeit, angetrieben werden. Die Erfindung umfasst ferner
den Gegenstand des Anspruches 18, also die Verwendung der Netzvorrichtung zur Einmischung
von Zucker, Stärke, Kleber, Vitamine, Oelen, Fetten usw. in ein Korn- oder Mahlprodukt.
[0012] In der Folge wird nun an Hand mehrerer Ausführungsbeispiele die Erfindung mit weiteren
Einzelheiten erläutert:
Kurze Beschreibung der Erfindung
Wege zur Ausführung der Erfindung
[0014] In der Folge wird nun auf die Figur 1 und 2 Bezug genommen. Eine Netzvorrichtung
1 weist eine Netzkammer 2 auf, in welcher Beschleunigungsrotoren 3, 3', 3'' parallel
angeordnet und an einer Frontseite 4 beziehungsweise einer Endseite 5 in Drehlagern
6 gelagert sind. Zwei Beschleunigungsrotoren 3' und 3'' sind im oberen Teil, und ein
Beschleunigungsrotor 3 im unteren Teil der Netzkammer 2 angeordnet (Figur 2). Der
untere Beschleunigungsrotor 3 ist im Bereich der Frontseite 4 vorstehend und verlängert
ausgebildet. Schneckenartige Förderelemente 7 bilden einen Zwangseintrag beziehungsweise
einen Eintragförderer 8. Das zu netzende Gut wird über einen Einlass 9 als kontinuierlichen
Produktstrom, und die Netzflüssigkeit über einen Stutzen 10 zugeführt. Je nach spezifischer
Aufgabenstellung müssen die beiden Gutströme (Produkt + Netzflüssigkeit) in entsprechender
Genauigkeit aufeinander abgestimmt und dosiert werden. Ein Elektromotor 11 treibt
über einen Riementrieb 12 den unteren Beschleunigungsrotor 3 an, der seinerseits die
beiden oberen Beschleunigungsrotoren 3' und 3'' durch einen Übertrieb 13 antreibt.
Die Beschleunigungsrotoren 3, 3' und 3'' weisen je nach Einsatz verschiedenartige
beziehungsweise verschieden eingestellte, an sich bekannte Schleuderpaletten 14 etwa
gemäss der deutschen Patentschrift Nr. 25 03 383 auf. Entsprechend den drei Beschleunigungsrotoren
3, 3', 3'' weist die Netzkammer 2 im Querschnitt eine Dreieckgrundform auf, welche
3-fach aus je einem gebogenen Wandteil B sowie einem geraden Wandteil G gebildet ist.
Je zwei gerade Wandteile schliessen einen Winkel von 120° ein. Je nach Aufgabenstellung
können aber auch völlig andere Dreiecksformen, auch ungleichmässige Dreiecks- oder
Vierecksformen angewendet werden. Bei der Vierecksform werden jedoch vier Beschleunigungsrotoren
je einer in einer Ecke angewendet. Das gebogene Wandteil B ist mit einem Abstand beziehungsweise
Spiel (x) gegenüber den äusseren Enden der Schleuderpaletten 14 angeordnet. Der entsprechende
Radius R ist also um das Mass X grösser als der halbe Durchmesser D des Schleuderrotores,
und gibt damit dem Gehäuse eine Formähnlichkeit zu einer Umhüllungslinie der Beschleunigungsrotoren
3, 3' und 3''.
[0015] Wie aus den Figuren 3a bis 3c hervorgeht, ergibt sich bei der Verwendung von nur
2 Rotoren eine ovale, elliptische oder ellipsenähnliche Querschnittsform für die Netzkammer
2.
[0016] In der Figur 4 ist der spiralförmige Produktfluss 19 in einer Netz-Vorrichtung dargestellt.
Dabei sind im Bereich des Eintragförderers 8 Förderelemente 15 als schneckenartige
Schaufeln, mit einer Mischfunktion ausgebildet. Das Produkt verlässt die Netzvorrichtung
1 über einen Ablauf 16, wobei zur Einstellung des Austrittsquerschnittes aus der Netzkammer
2, ein, durch einen Schieber 17 einstellbaren Auslass 18 vorgesehen ist. Mit dem Schieber
17 wird der Füllgrad in der Netzkammer eingestellt. Die Figur 4a zeigt das Strömungsbild
bei einem sehr tiefen Füllgrad, die Figur 4b einen mittleren und die Figur 4c bei
einen maximalen Füllgrad. Das dargestellte Strömungsbild setzt voraus, dass alle 3
Beschleunigsrotoren mit dem gleichen Drehsinn umlaufen, gemäss den Figuren 4a bis
4c im Uhrzeigersinn. Interessant ist, dass in jedem Fall eine entsprechend dickere
oder dünnere Wirbelschicht 20a, 20b respektiv 20c sich einstellt. Wie aus der Anordnung
der Figur 4a beziehungsweise 4b und 4c hervorgeht, kann die Netzkammer 2 in verschiedenen
Lagen verwendet werden, da es sich im Gegensatz zu den ganz alten Schwerkraftmischtrommeln
bei der neuen Erfindung um einen betonten Beschleunigungsmischer handelt. Aus dieser
Erkenntnis war es nun möglich, weitere spezifische Ausgestaltungen zu finden, wie
aus den Figuren 5a bis 5c hervorgeht. Versuche haben gezeigt, dass bei der Wahl von
geeigneten Abmessungen der Netzkammer 2, sowie der Drehzahl der Beschleunigungsrotoren
3 auch eine oder mehrere Lenknase(n) 30 oder mehrere für eine besondere Lenkung der
Wirbelschicht 20 eingebaut werden kann/können. Darüber hinaus kann sogar einer von
den 3 Rotoren eine gegenläufige Bewegung durchführen, etwa gemäss der Figur 5a. Die
Lenknase(n) 30 hat/haben besonders in den Fällen eine besondere Bedeutung, in denen
Mischprobleme im Vordergrund sind zum Beispiel beim Mischen von Mehlen mit flüssigen
und/oder fettigen Komponenten. Hierzu kann gemäss der Figur 4 zusätzlich zu dem Einlass
9 und dem Stutzen 10 ein Zuführrohr 21 angeordnet werden, das bevorzugt über ein Verteilrohr
22 etwa in dem zentralen Bereich der Netzkammer 2 mündet. Es ist zum Beispiel möglich,
über das zentrale Verteilrohr 22 Zucker, Stärke, Kleber, Vitamine, Backhilfsstoffe,
Beizmittel, Oele, Fette, Melasse, Säuren usw. zugegeben. Der Vorteil hierin liegt,
dass diese oft besonders klebrigen Massen auf die Wirbelschicht gespritzt werden und
somit nicht direkt in Kontakt mit Wandteilen kommen. Für solche Fälle kann der ganze
Netzapparat auch durch einen Wärmemantel 24 umgeben und gekühlt oder geheizt werden
kann.
[0017] In der Folge wird nun auf die Figur 6 Bezug genommen. Ein Netzaggregat 1 ist über
dessen Auslass 18 direkt mit einem Produkthauptkanal 31 verbunden. Eine Mikrowellenmesseinrichtung
32 ist zur Feststellung des Schüttgewichtes waagenartig an Biegebalken 27 aufgehängt
und misst in einem Bypass 25 die Produktfeuchtigkeit. Das Gut wird über eine Austragschnecke
26 kontinuierlich zurück in den Produkthauptkanal 31 gefördert. Die Mikrowellenmesseinrichtung
32 ist an einem Kontrollgerät 33 angeschlossen, so dass das entsprechende Messsignal
einer Steuereinheit 34 über einen Soll-Ist-Vergleich ausgewertet und als Steuersignal
einer Wasserdosiereinheit 35 zugeführt werden. Diese regelt die erforderliche Wassermenge,
welche über eine Wasserleitung 36 sowie einem Wassereinspritzrohr 37 dem Schütgut
zudosiert wird. Die Wasserdosierung gemäss Figur 6 ist nach der Methode der klassischen
Regelung der sogenannten "feed-backward" ausgeführt. Diese Regelungsart ist dann besonders
vorteilhaft, wenn der Wassergehalt des Rohgetreides etwa bekannt ist und wenn keine
grossen Schwankungen weder für die Feuchtigkeit des Getreides noch für den Durchsatz
durch die Netzeinrichtung zu erwarten sind. Die Verweilzeit in der Netzeinrichtung
1 kann durch Einstellen des Austrittsquerschnittes 23 aus der Netzkammer 2 gesteuert
werden.
[0018] In der Figur 7 ist eine weitere besonders vorteilhafte Anwendung der Netzung für
die Mahlvorbereitung dargestellt. Dabei wird vorzugsweise eine Netzvorrichtung 1 gemäss
den Figuren 1 oder 2 verwendet. Vorgängig zu der Netzung ist eine Scheuermaschine
40 angeordnet, welche alle losen, an dem Korn haftenden Schmutz- und Schalenteile
entfernt. Das trockene Korngut wird über den Einlass 9 in die Netzkammer 2 gefördert.
Die Netzwassermenge wird von einer Wasserdosiereinheit 35 dosiert eingeleitet. Eine
Vorortelektronik 41 erhält von einem Feuchtigkeitsmessgerät 42 und von einem Rechner
43 die entsprechenden Sollwertvorgaben "V". Das Feuchtigkeitsmessgerät kann nach der
EP-PS Nr. 43 137 ausgebildet werden. Der frisch benetzte Weizen wird über einen Drehverteiler
44 in einen Zwischendepot 45 gleichmässig verteilt. Für eine gleichmässige Absenkung
sorgt eine Vibrationsaustragsvorrichtung 46 welche über einen Antriebsmotor 47 aktiviert
wird und das Produkt einer zweiten Scheuermaschine 40' dosiert übergibt. Die Figur
7 stellt damit eine Mahlvorbereitungsstation dar, welche nun vollständig rezeptgesteuert
unter bestmöglicher Kontrolle die Netzung und die Netzwassereinwirkung optimiert.
Erstmalig wird nun eine vollständige Beherrschung bzw. Steuerung der Mahlvorbereitung
ermöglicht. Dabei ist es möglich, die Netzzeit in der Netzkammer 2 über ein entsprechendes
Rezept von dem Rechner 43 über motorische Einstellmittel, die am Schieber 17 angreifen
sowie die Verweilzeit im Zwischendepot 45 einzustellen. Ein weiterer interessanter
Ausgestaltungsgedanke liegt darin, dass in dem Zwischendepot 45 mit konditionierter
Luft 47 über eine Luftaufbereitung 48 mit gesteuerter Temperatur resp. Heizung "H"
sowie Luftfeuchtigkeit resp. Wasserzugabe "W", vorzugsweise im Umluftbetrieb eine
zusätzliche Behandlung durchführbar ist. Ferner ist es aber auch möglich, in dem Zwischendepot
45 eine besondere Gasatmosphäre, zum Beispiel mit CO
2, über eine Begasungseinrichtung "G" resp. 49 herzustellen. Dem Zwischendepot 45 könnte
auch eine Umschichteinrichtung zugeordnet werden, bevorzugt wird jedoch im Durchlaufbetrieb
gearbeitet. Die Getreidetemperatur wird über eine Sonde 50 festgestellt. Ebenso kann
die effektive Kornfeuchtigkeit nach der feuchten Reinigung, zum Beispiel über eine
Mikrowellenmesseinheit 32, nochmals gemessen werden. Beide Werte werden über ein Datenbussystem
51 dem Rechner 43 zugeführt, welcher auch alle Operationen auf Grund von übergeordneten
Vorgaben "V" koordiniert. In dem Zwischendepot 45 kann das Getreide auf eine konstante
Temperatur von zum Beispiel 20°C erwärmt oder falls erforderlich, gekühlt werden.
Mit der ganzen Einrichtung kann selbst bei veränderter Feuchtigkeit des Mahlgetreides
nach der Feuchtbeziehungsweise Nassreinigung über die Luftaufbereitung 48 oder über
die Netzeinrichtung 1 eine entsprechende Korrektur vorgenommen werden. Das nun auf
höchste Ansprüche gereinigte und genetzte Mahlgetreide wird in der Folge durch einen
Elevator 52 einen Verteilförderer 53 in eine verwohlbare Abstehzelle 54 eingelagert,
in welcher das Getreide nun zum Beispiel für 6 bis 12 oder wenn erforderlich bis 24
Stunden abgestanden wird.
[0019] Es wird nun auf die Figur 8 Bezug genommen. Die sogenannte Rohfrucht 61 wird über
einen Verteilförderer 62 in die jeweiligen Rohfruchtzellen 63, 63' bis 63
IV usw. für die Verarbeitung bereitgestellt. Die Rohfrucht 61 ist nur teilweise oder
nicht gereinigtes Getreide. Üblicherweise wird das Getreide vorgängig von den gröbsten
Verunreinigungen durch Siebe und Aspirationen befreit, ohne dass dabei eine Einzelkornreinigung
vorgenommen wird. Die Rohfruchtzellen 63 dienen ferner der Bereitsstellung verschiedener
Getreidesorten, die in der Folge über Mengenregler 64 nach vorgewählter Menge und
Prozentanteilen über eine Sammelschnecke 65 zusammengemischt werden. Die Rohfruchtmischung
wird dann über einen Elevator 66 überhoben und über eine Waage 67 in die erste Vorreinigungsstufe
68 der Trockenreinigung geführt, welche eine Kombination einer Grössenklassierung
im oberen Teil sowie einer Schwereklassierung im unteren Teil, wie sie zum Beispiel
in der EP-PS Nr. 293 426 beschrieben ist, darstellt. Die Rohfrucht wird über einen
Einlauf 69 der Vorreinigungsstufe 68 eingeführt, wobei über einen Auslauf 70 grössere
Fremdbestandteile sogenannte Schrollen über einen Auslauf 71 feiner Sand, über den
Auslauf 72 Steine sowie über Abluftleitung 73 Feinstaub abgetrennt und weggeführt
werden. Das Getreide wird in der Folge über eine Verbindungsleitung 74 resp. 74' einem
Trieur 75 eingespiesen. Über den Trieuer 75 können die meisten Fremdsämereien wie
Rundkörner und Langkörner, Hafer, Gerste, Wicke usw. ferner Raden und Kornbruch ausgelesen
werden. Das Mahlgetreide wird als Hauptfraktion einer Trockenscheuermaschine 76 über
einen Einlauf 77 zugeleitet, wo nun erstmals eine intensive Oberflächenreinigung von
jedem Einzelkorn stattfindet.
[0020] Der trockene Scheuerabrieb wird über einen Sammeltrichter 78 sowie eine Abführleitung
79 weggeführt. Das Korngut wird anschliessend in einem Tarar 80 von losen Schalen
sowie von allem Scheuerabrieb befreit, und über einen Förderer 81 als trockengereinigtes
Gut kontinuierlich in die Netzeinrichtung 1 gespiesen. Die Netzeinrichtung 1 kann
irgend eine vorbeschriebene Ausführungsart sein, wichtig ist, dass über eine Regeleinrichtung
35 eine genau über einen Rechner 43 bestimmbare Netzwassermenge über eine entsprechende
Netzwasserleitung 10 zugegeben werden wird. Es kann zusätzlich oder anstelle des Wassers
auch Dampf über eine Dampfzuleitung 82 zur Aufnetzung des Getreides eingesetzt werden.
Das frisch genetzte Getreide wird in dem Zwischendepot 45 während wenigstens 3 bis
10, höchstens bis 120 Minuten zwischengelagert. Über einen Austragdosierer wird nach
vorwählbarer Zeit das Getreide einer Feucht- beziehungsweise Nass-Scheuermaschine
40' übergeben, wobei je nach Aufgabenstellung 0,2 bis 2 % von dem Korn weggescheuert,
und auch hier der Scheuerstaub direkt über dem Sammeltrichter 78 weggeführt wird.
Nach dem Abstehen in den Abstehzellen 54 wird das Mahlgetreide über Durchflussregeleinrichtungen
60, einem Horizontalförderer 61 sowie einem Elevator 62 einer weiteren Netzeinrichtung
73 zugeführt.als B
1-Netzung wird dann 0,1 bis 0,5 % Wasser zugegeben, zur Befeuchtung der Oberfläche
des Kornes. Nach einer kurzen Ruhezeit in einem B
1-Depot 64 wird die Mühleneingangsleistung mit der sogenannten B
1-Waage 65 erfasst. Das Mahlgetreide wird danach über einen Sicherheitsmagnetabscheider
66 der ersten Mahlstufe, beziehungsweise dem ersten Mahlwalzenstuhl 67 übergeben.
Mit dem System der Hochmüllerei werden in der Folge die Mahlprodukte auf an sich bekannte
Weise gewonnen.
1. Verfahren zum kontinuierlichen Netzen von schüttfähigen Nahrungs- und Futtermitteln,
wie Getreide und Mahlgütern von Getreide,
dadurch gekennzeichnet,
dass einem Gutstrom eine Flüssigkomponente zudosiert und das so erhaltene Mischgut
von wenigstens zwei parallelen Beschleunigungsrotoren (3, 3', 3'') als Wirbelschicht
(20) zu einem Unrundlauf durch eine die Beschleunigungsrotoren (3, 3', 3'') formähnlich
umschliessende Netzkammer (2) getrieben wird.
2. Verfahren nach Patentanspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Netzkammer mit gerundeten Ecken (B) ausgebildet ist, in denen die Beschleunigungsrotoren
(3, 3', 3'') die Wirbelschicht (20, 20a, 20b, 20c) beschleunigen, und der Gutstrom
als Mischgut vorzugsweise zwangsweise in die Netzkammer (2) gefördert wird, wobei
besonders vorzugsweise die Beschleunigungsrotoren (3, 3', 3'') die Wirbelschicht (20)
gleichsinnig und etwa mit gleicher Umlaufgeschwindigkeit beschleunigen.
3. Verfahren nach einem der Patentansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Beschleunigungsrotoren (3, 3', 3'') mit Abstand übereinander liegend angeordnet
sind und das Mischgut durch die Beschleunigungsrotoren (3, 3', 3'') innerhalb der
Wirbelkammer (2) um eine horizontale Achse zu einer spiralförmigen wandnahen Umlaufbewegung
(19) angetrieben wird.
4. Verfahren nach einem der Patentansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass in der Wirbelkammer (2) drei Beschleunigungsrotoren (3, 3' , 3'') im Dreieck
und wenigstens einer der Beschleunigungsrotoren (3) in der Höhe versetzt angeordnet
sind und das Mischgut beschleunigen, wobei die Wirbelkammer (2) eine Dreieckgrundform
aufweist, derart, dass das Mischgut von den Beschleunigungsrotoren (3, 3' , 3'') in
einer entsprechenden dreieckförmigen Umlaufbahn getrieben wird.
5. Verfahren nach einem der Patentansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass zur Mahlvorbereitung für die Herstellung von Mahlprodukten wie Vollkornmehlen
hellen Mehlen, Dunst und Griess das Getreide durch eine dosierte Wasserzugabe auf
die Mahlfeuchtigkeit gebracht, einer Abstehzelle und dann der Vermahlung zugeführt
wird.
6. Verfahren nach Patentanspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Getreide vor dem Abstehen in einer ersten trockenen und einer zweiten feuchten
oder nassen Stufe gereinigt wird, wobei vor oder wahrend der zweiten Stufe die Hauptwassermenge
von zum Beispiel 2 - 7 % zugegeben und vorzugsweise das Korn für die feuchte beziehungsweise
nasse Reinigung 1 bis 120 Minuten zwischengelagert wird.
7. Verfahren nach einem der Patentansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass vor dem Auslass (18), in der Netzkammer (2) die Wirbelschicht (20) gestaut und
entsprechend die Verweilzeit des Mischgutes in der Netzkammer (2) eingestellt wird,
wobei vorzugsweise das Getreide während wenigstens zehn Sekunden bis drei Minuten
in der Netzkammer (2) behandelt und anschliessend in einem Zwischendepot (45) einer
Einwirkzeit von 10 bis 120 Minuten unterworfen wird.
8. Verfahren nach einem der Patentansprüche 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Korn in der feuchten oder nassen Reinigung einer Oberflächenbearbeitung unterworfen
und ein Teil der äussersten Kornschale weggescheuert und der Abrieb vom Korngut sofort
abgetrennt wird, wobei bevorzugt 0,2 bis 2 % vom Korn weggescheuert wird und besonders
bevorzugt das Korn in der trockenen Reinigung einer Scheuerung unterworfen wird unter
Vermeidung einer Wegscheuerung der Kornschale.
9. Verfahren nach einem der Patentansprüche 6 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kornfeuchtigkeit nach der Netzung oder nach der feuchten beziehungsweise
nassen Reinigung gemessen, über Rechnermittel mit einer vorgegebenen Feuchtigkeit
verglichen und über entsprechende Steuermittel die Wasserzugabe korrigiert wird.
10. Netzvorrichtung für Nahrungs- und Futtermittel insbesondere Getreide und deren Mahlprodukte
mit wenigstens zwei parallelen Rotoren,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Rotoren (3, 3', 3'') als Beschleunigungsrotoren ausgebildet sind und eine
Netzkammer (2) die Beschleunigungsrotoren (3, 3', 3'') formähnlich umschließt.
11. Netzvorrichtung (1) nach Patentanspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Umlauf-Netzkammer (2) eine elliptische beziehungsweise ellipsenähnliche Form
aufweist und je ein Beschleunigungsrotor (3, 3') im Bereich der Brennpunkte angeordnet
ist.
12. Netzvorrichtung (1) nach Patentanspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Umlauf-Netzkammer (2) eine Dreieckgrundform aufweist, in jedem Eckbereich
je ein Beschleunigungsrotor (3, 3', 3'') angeordnet ist und die Wandung (B) jedes
Eckbereiches formähnlich zur Hüllkurve des ihr zugeordneten Beschleunigungsrotors
(3, 3', 3'') ausgebildet sind.
13. Netzvorrichtung (1) nach einem der Patentansprüche 10 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Beschleunigungsrotoren (3, 3,', 3'') horizontal liegend und vorzugsweise
ein Rotor (3) tiefer angeordnet sind/ist.
14. Netzvorrichtung (1) nach einem der Patentansprüche 10 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Beschleunigungsrotor (3) verlängert als Eintragförderer (8) ausgebildet ist,
gegenüber der UmlaufNetzkammer (2) vorsteht und einen Einlass (9) für das Gut sowie
einen Einlaufstutzen (10) für die Flüssigkeitskomponente aufweist, wobei vorzugsweise
der Eintragförderer (8) als Vormischer oder als Teil eines Vormischers ausgebildet
ist und Förderelemente (7, 15) zum Zwangseintrag in die Umlauf-Netzkammer (2) aufweist.
15. Netzvorrichtung (1) nach einem der Patentansprüche 10 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass, zur Einbringung wenigstens einer weiteren Trocken- oder Flüssigkomponente, ein
weiteres Eintragelement (22) im zentralen Bereich parallel zu den Beschleunigungsrotoren
(3, 3', 3'') angeordnet ist.
16. Netzvorrichtung (1) nach einem der Patentansprüche 10 bis 15,
dadurch gekennzeichnet,
dass am Ende der Netzkammer (2) zur Veränderung des Austrittsquerschnittes ein einstellbarer,
vorzugsweise über Rechner (54) fernverstellbarer Füllgradschieber (17) angeordnet
ist.
17. Netzvorrichtung (1) nach einem der Patentansprüche 10 bis 16,
dadurch gekennzeichnet,
dass einem ersten Beschleunigungsrotor (3) ein Antrieb (11, 12) zugeordnet ist, und
die weiteren Beschleunigungsrotoren (3', 3'') durch einen Übertrieb (13) von dem ersten
Beschleunigungsrotor (3), mit vorzugsweise der gleichen Umlaufgeschwindigkeit, antreibbar
sind.
18. Verwendung der Netzvorrichtung (1) nach Anspruch 15 zur Einmischung von Zucker, Stärke,
Vitamine, Oelen und/oder Fetten usw. in ein Korn- oder Mahlprodukt.
1. Process for the continuous moistening of pourable foodstuffs and feeds such as grain
and ground products of grain, characterised in that a liquid component is added to
a stream of product and the mix thus obtained is driven by at least two parallel accelerating
rotors (3, 3', 3'') as a fluidised bed (20) into a non-circular cycle through a moistening
chamber (2) surrounding the accelerating rotors (3, 3', 3'') with a similar shape.
2. Process according to claim 1, characterised in that the moistening chamber is designed
with rounded corners (B) in which the accelerating rotors (3, 3', 3'') accelerate
the fluidised bed (20, 20a, 20b, 20c) and the stream of product is preferably forcibly
conveyed into the moistening chamber (2) as a mix, the accelerating rotors (3, 3',
3'') particularly preferably accelerating the fluidised bed (20) in the same direction
and at substantially the same circumferential velocity.
3. Process according to one of claims 1 or 2, characterised in that the accelerating
rotors (3, 3', 3'') are superimposed with spacing and the mix is driven by the accelerating
rotors (3, 3', 3'') within the whirl chamber (2) round a horizontal axis into a spiral
circumferential movement (19) close to the wall.
4. Process according to one of claims 1 to 3, characterised in that, in the whirl chamber
(2), three accelerating rotors (3, 3', 3'') are arranged in a triangle, at least one
of the accelerating rotors (3) being vertically offset, and accelerate the mix, the
whirl chamber (2) having a basic triangular shape such that the mix is driven by the
accelerating rotors (3, 3', 3'') in a corresponding triangular orbit.
5. Process according to one of claims 1 to 4, characterised in that, in preparation for
grinding for the production of ground products such as wholemeal flour, white flour,
granules and semolina, the grain is brought to grinding moisture by a metered addition
of water and is supplied to a conditioning cell and then to the grinding operation.
6. Process according to claim 5, characterised in that the grain is cleaned before conditioning
in a first dry and a second moist or wet stage, the majority of water of, for example,
2 to 7% being added before or during the second stage and the corn preferably being
stored for 1 to 120 minutes for moist or wet cleaning.
7. Process according to one of claims 1 to 6, characterised in that, before the outlet
(18), the fluidised bed (20) is retained in the moistening chamber (2) and the residence
time of the mix in the moistening chamber (2) is accordingly adjusted, the grain preferably
being treated in the moistening chamber (2) for at least 10 seconds to 3 minutes and
then being subjected to a reaction time of 10 to 120 minutes in an intermediate repository
(45).
8. Process according to one of claims 6 or 7, characterised in that the corn is subjected
to a surface treatment in the moist or wet cleaning operation and a proportion of
the outermost corn husks is spun away and the rubbed-off parts immediately separated
from the corn, 0.2 to 2% of the corn preferably being spun away from the corn and
the corn particularly preferably being subjected to scouring during the dry cleaning
operation without scouring the corn husk away.
9. Process according to one of claims 6 to 8, characterised in that the moisture of the
corn is measured after moistening or after the moist or wet cleaning operation, is
compared with a predetermined moisture by computers and the addition of water corrected
by appropriate control means.
10. Moistening device for foodstuffs and feeds, in particular grain and ground products
thereof, with at least two parallel rotors, characterised in that the rotors (3, 3',
3'') are designed as accelerating rotors and a moistening chamber (2) surrounds the
accelerating rotors (3, 3', 3'') with a similar shape.
11. Moistening device (1) according to claim 10, characterised in that the peripheral
moistening chamber (2) has an elliptical or ellipse-like shape and a respective accelerating
rotor (3, 3') is arranged in the focal-region.
12. Moistening device (1) according to claim 10, characterised in that the peripheral
moistening chamber (2) has a basic triangular shape, a respective accelerating rotor
(3, 3', 3'') is arranged in each corner region and the wall (B) of each corner region
is designed with a similar shape to the envelope curve of the accelerating rotors
(3, 3', 3'') allocated to it.
13. Moistening device (1) according to one of claims 10 to 12, characterised in that the
accelerating rotors (3, 3', 3'') are arranged horizontally and one rotor (3) is preferably
arranged lower.
14. Moistening device (1) according to one of claims 10 to 13, characterised in that one
accelerating rotor (3) is lengthened and designed as an entry conveyor (8), projects
relative to the peripheral moistening chamber (2) and has an inlet (9) for the product
and a feed nozzle (10) for the liquid component, the entry conveyor (8) preferably
being designed as a premixer or as part of a premixer and having conveying elements
(7, 15) for forced introduction into the peripheral moistening chamber (2).
15. Moistening device (1) according to one of claims 10 to 14, characterised in that,
for introducing at least one further dry or liquid component, a further entry element
(22) is arranged parallel to the accelerating rotors (3, 3', 3'') in the central region.
16. Moistening device (1) according to one of claims 10 to 15, characterised in that an
adjustable filling slide valve (17) which can preferably be adjusted remotely by a
computer (54) is arranged at the end of the moistening chamber (2) for varying the
outlet cross section.
17. Moistening device (1) according to one of claims 10 to 16, characterised in that a
drive (11, 12) is connected to a first accelerating rotor (3) and the further accelerating
rotors (3', 3'') can be driven by a carry over (13) from the first accelerating rotor
(3), preferably at the same circumferential velocity.
18. Use of the moistening device (1) according to claim 15 for mixing sugar, starch, vitamins,
oils and/or fats etc. into a corn or ground product.
1. Procédé pour mouiller d'une manière continue des produits alimentaires et aliments
pour animaux pouvant s'écouler, tels que grains et matières broyées provenant de grains,
caractérisé en ce qu'un composant liquide est ajouté de manière dosée à un flux de
matière et le produit mélangé ainsi obtenu est mis en mouvement suivant une trajectoire
non circulaire sous forme d'un lit fluidisé (20), par au moins deux rotors d'accélération
(3, 3', 3'') et au moyen d'une chambre de mouillage (2) entourant les rotors d'accélération
(3, 3', 3'') suivant une forme analogue.
2. Procédé suivant la revendication 1, caractérisé en ce que la chambre de mouillage
est réalisée avec des coins arrondis (B) dans lesquels les rotors d'accélération (3,
3', 3'') accélèrent le lit fluidisé (20, 20a, 20b, 20c) et le flux de matière sous
forme de produit mélangé est transporté dans la chambre de mouillage (2), de préférence
d'une manière forcée, tandis que, d'une façon particulièrement préférée, les rotors
d'accélération (3, 3', 3'') accélèrent leur lit fluidisé (20) dans le même sens et
approximativement à la même vitesse de révolution.
3. Procédé suivant l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que les rotors
d'accélération (3, 3', 3'') sont disposés couchés à une certaine distance l'un au-dessus
de l'autre et le produit mélangé est entraîné par les rotors d'accélération (3, 3',
3'') suivant un mouvement de révolution (19) de forme spirale et proche de la paroi,
autour d'un axe horizontal à l'intérieur de la chambre de turbulence (2).
4. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que, dans la chambre
de turbulence (2), trois rotors d'accélération (3, 3', 3'') sont disposés en triangle
et au moins l'un des rotors d'accélération (3) est décalé en hauteur et ces rotors
accélèrent le produit mélangé, tandis que la chambre de turbulence (2) présente une
forme de base triangulaire de façon que le produit mélangé soit mis en mouvement par
les rotors d'accélération (3, 3', 3'') suivant une trajectoire de révolution de forme
triangulaire correspondante.
5. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que, pour la préparation
de mouture servant pour l'élaboration de produits de mouture tels que farines complètes,
farines claires, finots et semoules, les grains sont portés à l'humidité de mouture
au moyen d'un apport d'eau dosé et sont envoyés à une cellule de repos, puis à la
mouture.
6. Procédé suivant la revendication 5, caractérisé en ce qu'avant le repos, les grains
sont nettoyés dans une première étape à sec et une seconde étape humide ou mouillée,
tandis qu'avant ou pendant la seconde étape, la quantité d'eau principale de par exemple
2-7% est ajoutée et, de préférence, le grain fait l'objet d'un stockage intermédiaire
de 1 à 120 minutes pour le nettoyage humide ou mouillé.
7. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce qu'en amont de la
sortie (18), le lit fluidisé (20) est retardé dans la chambre de mouillage (2) et
le temps de séjour du produit mélangé dans la chambre de mouillage (2) est réglé d'une
manière correspondante, tandis que, de préférence, les grains sont traités dans la
chambre de mouillage (2) pendant au moins dix secondes à trois minutes et sont ensuite
soumis à un temps de conditionnement de 10 à 120 minutes dans une cellule de dépôt
intermédiaire (45).
8. Procédé suivant l'une des revendications 6 ou 7, caractérisé en ce que, dans le nettoyage
humide ou mouillé, le grain est soumis à un traitement de surface et une partie de
l'enveloppe la plus extérieure du grain est séparée par nettoyage par friction et
les particules de nettoyage sont séparées immédiatement de la matière du grain, de
préférence 0,2 à 2% du grain étant séparé par nettoyage par friction et, d'une manière
particulièrement préférée, dans le nettoyage à sec, le grain étant soumis à une séparation
par nettoyage par friction en évitant une séparation par nettoyage par friction de
l'enveloppe du grain.
9. Procédé suivant l'une des revendications 6 à 8, caractérisé en ce que l'humidité du
grain, mesurée après le mouillage ou après le nettoyage respectivement humide ou mouillé,
est comparée à une humidité préfixée à l'aide de moyens de calcul et l'apport d'eau
est corrigé à l'aide de moyens appropriés de commande.
10. Dispositif de mouillage pour produits alimentaires et aliments pour animaux, notamment
grains et produits broyés de ceux-ci, comprenant au moins deux rotors parallèles,
caractérisé en ce que les rotors (3, 3', 3'') sont réalisés sous forme de rotors d'accélération
et une chambre de mouillage (2) entoure les rotors d'accélération (3, 3', 3'') suivant
une forme analogue.
11. Dispositif de mouillage (1) suivant la revendication 10, caractérisé en ce que la
chambre de mouillage de révolution (2) présente une forme elliptique ou analogue à
une ellipse et, pour chacun des foyers, un rotor d'accélération (3, 3') respectif
est disposé dans la zone de ce foyer.
12. Dispositif de mouillage (1) suivant la revendication 10, caractérisé en ce que la
chambre de mouillage de révolution (2) présente une forme de base triangulaire dans
la zone de chaque coin de laquelle un rotor d'accélération (3, 3', 3'') respectif
est disposé et la paroi (B) de chaque zone de coin est réalisée suivant une forme
analogue à la courbe d'enveloppe du rotor d'accélération (3, 3', 3'') qui lui est
associée.
13. Dispositif de mouillage (1) suivant l'une des revendications 10 à 12, caractérisé
en ce que les rotors d'accélération (3, 3', 3'') sont disposés couchés horizontalement
et, de préférence, un rotor (3) est disposé plus bas.
14. Dispositif de mouillage (1) suivant l'une des revendications 10 à 13, caractérisé
en ce qu'un rotor d'accélération (3) est réalisé dans son prolongement sous forme
d'un dispositif d'avance de chargement (8), en ce qu'il fait saillie par rapport à
la chambre de mouillage de révolution (2) et en ce qu'il comporte une entrée (9) pour
la matière et un manchon d'entrée (10) pour le composant liquide, tandis que, de préférence,
le dispositif d'avance de chargement (8) est réalisé sous forme d'un prémélangeur
ou sous forme d'une partie d'un prémélangeur et comporte des éléments d'avance (7,
15) pour le chargement forcé dans la chambre de mouillage de révolution (2).
15. Dispositif de mouillage (1) suivant l'une des revendications 10 à 14, caractérisé
en ce que, pour l'introduction d'au moins un autre composant sec ou liquide, un autre
élément de chargement (22) est disposé dans la zone centrale parallèlement aux rotors
d'accélération (3, 3', 3'').
16. Dispositif de mouillage (1) suivant l'une des revendications 10 à 15, caractérisé
en ce que, pour modifier la section transversale de sortie, une vanne de remplissage
(17) réglable, de préférence à position réglable à distance à l'aide de moyens de
calcul (54), est disposée à l'extrémité de la chambre de mouillage (2).
17. Dispositif de mouillage (1) suivant l'une des revendications 10 à 16, caractérisé
en ce qu'un entraînement (11, 12) est associé à un premier rotor d'accélération (3)
et les autres rotors d'accélération (3', 3'') peuvent être entraînés par le premier
rotor d'accélération (3) au moyen d'une transmission, de préférence à la même vitesse
de révolution.
18. Utilisation du dispositif de mouillage (1) suivant la revendication 15 pour le mélange
intime de sucre, amidons, vitamines, huiles et/ou graisses, etc. dans un produit de
grain ou un produit broyé.