[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Ein- und Ausschalten einer Tauchmotorpumpe
durch einen Drucksensor, der die Höhe des Flüssigkeitsstandes in der die Tauchmotorpumpe
umgebenden Kammer durch den Flüssigkeitsdruck in der Kammer mißt.
[0002] Es ist bekannt, Wasserstände mit Hilfe von Schwimmerschaltern, durch Ultraschall,
durch Elektroden oder durch Druckwächter zu erfassen, und die Pumpe entsprechend ein-
und auszuschalten. Diese bekannten Vorrichtungen besitzen jeweils mindestens zwei
der folgenden Probleme: Nichteinstellbarkeit, Ungenauigkeit, hoher Konstruktionsaufwand,
hohe Kosten, technische Kompliziertheit, hohe Störanfälligkeit. Die Störanfälligkeit
beruht bei Schwimmerschaltern darauf, daß sich Feststoffe auf ihnen ablagern können,
bei Elektroden auf Verschmutzung, bei Ultraschall auf Störung des Echos durch Schaum
auf der Wasseroberfläche und bei Druckwächtern durch Anfälligkeit der mechanischen
Apparatur.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art so zu verbessern,
daß sie bei großer Störungsunempfindlichkeit und einfacher Konstruktion eine hohe
Genauigkeit und geringe Abmessungen aufweist.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Drucksensor in oder an
der Außenseite des Motor- oder Pumpengehäuses befestigt ist und einen druckempfindlichen
ohmschen Widerstand aufweist.
[0005] Der Sensor der Vorrichtung ist ein druckempfindlicher Widerstand von wenigen Quadratzentimetern
Baugröße, der als störunanfälliges Bauteil am Pumpenäußeren befestigt werden kann,
z.B. durch Aufkleben. Da es sich um einen ohmschen Widerstand handelt, benötigen die
zwei elektrischen abgehenden Leitungen keine Ummantelung, wie sie beim Schutz gegen
elektrische und magnetische Störungen bei elektronischen Bauelementen üblich sind.
[0006] Die zwei Leiter des Sensors führen in das Motorinnere und von dort durch das Motorkabel
zum Schaltgerät. Dieses Schaltgerät besitzt zwei Drehknöpfe, wobei mit Hilfe des einen
der Abstand zwischen Ein- und Ausschaltpegel verändert werden kann und wobei mit Hilfe
des zweiten ein fester Abstand zwischen beiden Niveaus zusammen verschoben wird.
[0007] Der Aufnehmer ist weder anfällig gegen elektrische und magnetische Störungen, noch
gegen Verschmutzung, auch nicht gegen Zusätze und Schaum im Abwasser, erlaubt eine
ferngesteuerte Niveauänderung und damit das Ein- und Ausschalten der Pumpen. Mit ein-
und demselben Aufnehmer können die bei Tauchmotorpumpen üblichen Schaltniveaus erfaßt
und als Signal verarbeitet werden:
Einschaltniveau, Ausschaltniveau und Alarmniveau.
[0008] Sollten weitere Niveaus zu messen sein, dann können auch diese über den Meßaufnehmer,
der außen an der Pumpe angebracht ist, erfaßt werden. Die Gesamtkosten sind außergewöhnlich
niedrig.
[0009] Besonders vorteilhaft ist es hierbei, wenn der Widerstand ein Leiternetz aufweist
mit zwei in gleichem Abstand nebeneinander geführten, sich nicht berührenden Leitern,
deren Abstand durch eine Halbleiterpolymerfolie überbrückt ist, die bei in Normalrichtung
aufgebrachtem Druck den Widerstand verringert.
[0010] Eine konstruktiv einfache elektrische Anbindung wird dann erreicht, wenn die zwei
Kabel des Widerstands in das Innere des Pumpen- oder Motorengehäuses geführt sind
und von dort durch ein Kabel, insbesondere das Motoranschlußkabel zu einem Schaltgerät
laufen. Hierbei sollte das Schaltgerät zwei Regler aufweisen, von denen der erste
den Ein- und Ausschaltpegel bestimmt und der zweite den Ein- und Ausschaltpegel in
einem gleichbleibendem Abstand verschiebt, so daß eine besonders einfache Regelung
bzw. Steuerung erreichbar ist.
[0011] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in einer Seitenansicht dargestellt.
[0012] Die Pumpe weist ein Pumpengehäuse 1 auf, daß eine Pumpenkammer bildet, in der ein
Rotor läuft. Der Rotor ist durch einen Elektromotor 2 angetrieben, dessen Motorgehäuse
3 am Pumpengehäuse befestigt ist. Um die Pumpe als Tauchmotorpumpe einsetzen zu können,
sind die Gehäuse und das Innere gegen eindringende Flüssigkeit abgedichtet und insbesondere
sind auch die oben am Rotor austretenden Kabel 4 mit Abdichtungen versehen.
[0013] An der Außenseite des Motorengehäuses 3 ist ein Drucksensor 5 befestigt insbesondere
durch Aufkleben. Die zwei elektrischen Leitungen des Drucksensors 5 führen in das
Innere des Motorengehäuses 3 und von dort in das Kabel 4 zu einem außen angeordnetem
Schaltgerät 6, das zwei Drehknöpfe 7, 8 aufweist. Durch den Drehknopf 7 ist der Abstand
zwischen Ein- und Ausschaltpegel veränderbar und durch den Drehknopf 8 wird der Abstand
zwischen beiden Niveaus verschoben. Statt der Drehknöpfe kann auch eine andere Verstellart,
insbesondere Drucktasten vorgesehen sein.
[0014] Der Drucksensor 5 ist ein Folienschalter mit zwei Polymerfilmen. Auf einem der beiden
Polymerfilme ist ein Leiterbild in Form ineinandergreifender Elektroden aufgetragen.
Auf dieses Leiterbild ist ein Halbleiterpolymer aufgebracht. Wird auf diesem Sensor
in Normalrichtung Druck aufgebracht, so nimmt der Widerstand ab, so daß der Abstand
zwischen den beiden Leitern stromdurchlässiger wird.
[0015] Die beiden einander nicht berührenden Leiternetze können kammartig ineinandergreifen,
so daß ein verhältnismäßig großer Abstandsbereich zwischen den zwei Leitern besteht,
d.h. bei gleichbleibendem Abstand ist der Abstandsbereich verhältnismäßig lang.
1. Vorrichtung zum Ein- und Ausschalten einer Tauchmotorpumpe durch einen Drucksensor
(5), der die Höhe des Flüssigkeitsstandes in der die Tauchmotorpumpe umgebenden Kammer
durch den Flüssigkeitsdruck in der Kammer mißt, dadurch gekennzeichnet, daß der Drucksensor (5) in oder an der Außenseite des Motor- oder Pumpengehäuses
(3) befestigt ist und einen druckempfindlichen ohmschen Widerstand aufweist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Widerstand ein Leiternetz aufweist mit zwei in gleichem Abstand nebeneinander
geführten, sich nicht berührenden Leitern, deren Abstand durch eine Halbleiterpolymerfolie
überbrückt ist, die bei in Normalrichtung aufgebrachtem Druck den Widerstand verringert.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die zwei Kabel des Widerstands in das Innere des Pumpen- oder Motorengehäuses
(3) geführt sind und von dort durch ein Kabel (4), insbesondere das Motoranschlußkabel
zu einem Schaltgerät (6) laufen.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaltgerät (6) zwei Regler (7, 8) aufweist, von denen der erste (7) den
Ein- und Ausschaltpegel bestimmt und der zweite (8) den Ein- und Ausschaltpegel in
einem gleichbleibendem Abstand verschiebt.