[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Schneekanone gemäß Oberbegriff Patentanspruch
1.
[0002] Zur Sicherung der Skisaison bzw. der Befahrbarkeit von Abfahrtsstrecken oder Pisten
auch bei fehlendem bzw. nicht ausreichendem Schneefall werden heute in zunehmendem
Maße Schneekanonen eingesetzt, wobei diese Kanonen in der Regel nachts betrieben werden.
Es ist üblich, daß die Schneekanonen von dem jeweiligen Bedienungspersonal in Abhängigkeit
von den momentanen Witterungsbedingungen manuell eingestellt werden, wobei allerdings
schon aus zeitlichen Gründen, aber auch wegen der Anordnung dieser Kanonen im Gelände
eine ständige Überwachung und Regelung nicht möglich ist, vielmehr kann die Überwachung
und Regelung derzeit nur sporadisch durchgeführt werden. Eine optimale Beschneiung
eines Geländes bzw. einer Piste mit den heute üblichen Schneekanonen, insbesondere
auch unter optimaler Nutzung des verwendeten Wassers, ist nicht möglich. So können
beispielsweise plötzliche Änderungen der Wetterdaten dazu führen, daß die an der Schneekanone
in den austretenden Luftstrom eingebrachte bzw. verdüste Wassermenge nicht oder nur
teilweise ihren Aggregatszustand ändert, d.h. Kunst-Schnee bildet, während ein großer
Teil des verdüsten Wassers als Wasser oder extrem feuchter Schnee auf die Piste bzw.
auf das Gelände gelangt, und zwar mit der Folge, daß teuer aufbereitetes Wasser verloren
geht und sich darüberhinaus möglicherweise auch Eis-Platten oder -Flächen bilden,
die die Qualität der Abfahrtsstrecke beeinträchtigen und auch eine unnötige Umweltbelastung
darstellen. "Kunst-Schnee" im Sinne der Erfindung ist der mit einer Schneekanone hergestellte
Schnee.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Schneekanone aufzuzeigen, die ein Beschneien eines
Geländes in optimaler Weise unter Berücksichtigung der jeweiligen Witterungsbedingungen
ermöglicht.
[0004] Zur Lösung dieser Aufgabe ist eine Schneekanone entsprechend dem kennzeichnenden
Teil des Patentanspruches 1 ausgebildet.
[0005] Bei der erfindungsgemäßen Schneekanone wird während des Betriebes in dem den Luftkanal
durchströmenden Luftstrom oder in einem hierzu proportionalen Luftstrom sowohl die
Temperatur an dem feuchten Temperatursensor ("zweiten Temperatursensor") als auch
die Temperatur an dem trockenen Temperatursensor erfaßt. Mit diesen Werten wird die
der Umgebungsluft bzw. der Luft des austretenden Luftstromes vorhandene "Kälteenergie"
(Enthalpie) ermittelt, und zwar unter Berücksichtigung der Temperaturen der beiden
Temperatursensoren und der tatsächlichen Temperatur eines dieser beiden Temperatursensoren,
vorzugsweise des trockenen, zweiten Temperatursensors. Mit Hilfe eines Signals, welches
unter Berücksichtigung dieser Werte sowie ggf. weiterer Parameter, wie z.B. Temperatur
des zugeführten Wassers, gewünschte Schneequalität usw., wird die Menge des dem austretenden
Luftstrom zugegebenen Wassers, d.h. die Menge des in diesen Luftstrom verdüsten Wassers
geregelt. Diese Regelung kann entweder proportional, beispielsweise durch eine Proportionalventil,
oder aber stufenförmig, d.h. beispielsweise in mehreren Schaltstufen derart erfolgen,
daß in Abhängigkeit der jeweils in den austretenden Luftstrom einzubringenden Wassermenge
eine bestimmte Anzahl von Wasseraustrittsdüsen aktiviert bzw. eingeschaltet wird.
[0006] Bei einer möglichen Ausführungsform der Erfindung sind mehrere Schneekanonen, die
an einer Abfahrtsstrecke oder Piste verteilt angeordnet sind, über wenigstens eine
gemeinsame Datenleitung mit einer gemeinsamen Überwachungs-und Steuereinrichtung verbunden,
so daß die Schneekanonen über die Steuerleitungen bzw. das Bussystem von einer Zentrale
überwacht und optimal gesteuert werden können.
[0007] Ist ein völlig automatischer oder zentral gesteuerter Betrieb der Schneekanone vorgesehen,
so ist diese über eine Ventil-Steuerung an eine frostsicher verlegte Wasserversorgungleitung
angeschlossen. Die Ventileinrichtung ist so ausgebildet, daß die Schneekanone bzw.
deren wasserführenden Leitungen nach dem Abschalten sofort selbsttätig entleert werden.
Soweit dies für die selbsttätige Entleerung notwendig ist, öffnen in diesem Fall auch
sämtliche Steuerventile der Schneekanone nach dem Abschalten dieser Kanone. Weiterhin
sind sämtliche Steuerventile ebenfalls frostsicher angeordnet oder ebenso, wie die
Düsen beheizt.
[0008] Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0009] Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Figuren an Ausführungsbeispielen näher
erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- in schematischer Darstellung eine Schneekanone gemäß der Erfindung, zusammen mit der
dieser Schneekanone zugeordneten Steuereinrichtung;
- Fig. 2
- in schematischer Darstellung eine Sensoreinrichtung der Schneekanone nach Fig. 1,
- Fig. 3
- in vereinfachter Darstellung eine weitere Ausführung der Erfindung.
[0010] In den Figuren ist 1' das rohrartige Gehäuse einer Schneekanone 1. Dieses rohrartige
Gehäuse, welches an den beiden Gehäuseseiten 2 und 3 offen ist, d.h. dort im wesentlichen
nur mit einem nicht dargestellten Schutzgitter versehen ist, bildet einen sich zum
Ende 3 hin verengenden Luftkanal und ist auf einem nicht dargestellten festen oder
fahrbaren Gestell um eine horizontale, senkrecht zur Gehäuselängsachse L verlaufende
Achse schwenkbar bzw. einstellbar.
[0011] Über das offene Ende 2 wird in der noch näher beschriebenen Weise Umgebungsluft angesaugt.
Dieses Ende bildet somit den Ansaugbereich der Schneekanone 1 bzw. des Gehäuses 1'.
Am Ende 3 erfolgt das Ausblasen der Umgebungsluft und das Einsprühen von Wasser in
den dortigen Luftstrom 8 zur Bildung des Kunst-Schnees.
[0012] Im Inneren des Gehäuses 1' ist ein Entlüfterrad 4 vorgesehen, welches durch einen
Elektromotor um eine Achse achsgleich mit der Längsachse L antreibbar ist. Bei der
dargestellten Ausführungsform ist das Lüfterrad 4 so angeordnet, daß es dem Ende 2
näher liegt als dem Ende 3.
[0013] Am Ende 3 sind mehrere ringförmige Verteilerleitungen 5 vorgesehen, von denen der
einfacheren Darstellung wegen nur zwei Verteilerleitungen 5 gezeigt sind. Tatsächlich
ist die Anzahl der Verteilerleitungen jedoch höher und beträgt beispielsweise Zwölf.
[0014] Jede Verteilerleitung 5 ist aus einer Länge eines Rohrstückes aus einem nicht korrodierendem
Material, beispielsweise aus Edelstahl derart hergestellt, daß sie eine in sich geschlossene
ringförmige Leitung bildet. Die Verteilerleitungen 5 sind bei der dargestellten Ausführungsform
so angeordnet, daß sie mit ihrer Ringachse jeweils achsgleich mit der Längsachse L
liegen und in Richtung der Längsachse L aufeinanderfolgen. Es sind jedoch auch andere
Anordnungen möglich, beispielsweise in der Form, daß die Verteilerleitungen zumindest
teilweise konzentrisch zueinander am Ende 3 außerhalb des Gehäuses 1 vorgesehen sind.
Jede Verteilerleitung 5 ist Bestandteil einer Düsenanordnung 6 und hierfür ist mit
einer Vielzahl von Wasser-Austrittsdüsen 7 versehen, die an jeder Verteilerleitung
gleichmäßig um die Längsachse L verteilt oder in einer anderen Weise verteilt vorgesehen
sind. Die Wasser-Austrittsdüsen 7 an den Verteilleitungen 5 sind so orientiert, daß
sie Wasser in fein verteilter Form, d.h. fein zerstäubt, in den am Ende 3 austretenden
Luftstrom 8 einbringen.
[0015] Die Verteilerleitungen 5 sind jeweils über ein Steuer-bzw. Magnetventil 9 an eine
Leitung 10 angeschlossen, die zum Zuführen von Wasser unter Druck dient. Für jede
Düsenanordnung ist ein gesondertes Magnetventil 9 vorgesehen.
[0016] Die Magnetventile 9 befinden sich normalerweise im geschlossenen Zustand und öffnen
jeweils dann, wenn der jeweils zugehörige Magnet angesteuert wird, womit dann die
jeweils zugehörige Düsenanordnung 6 für eine Abgabe von Wasser über die dort vorgesehenen
Wasser-Austrittsdüsen 7 aktiviert ist.
[0017] Um eine möglichst große Menge an Kunst-Schnee mit der geforderten Qualität zu erhalten
und um insbesondere auch zu verhindern, daß mit dem Luftstrom 8 anstelle von Schnee
Wasser ausgebracht wird, ist es erforderlich, die in den Luftstrom 8 eingebrachte
Wassermenge in Abhängigkeit von Temperatur und Feuchtigkeit der Umgebungsluft zu steuern,
und zwar dadurch, daß eine der jeweils zulässigen Wassermenge entsprechende Anzahl
von Verteilerleitungen 5 bzw. Düsenanordnungen 6 durch Öffnen des zugehörigen Magnetventils
9 aktiviert wird. Für diese Steuerung dient eine Mikroprozessor gestützte Steuereinrichtung
11, die verschiedene Ausgänge aufweist, und zwar jeweils einen Ausgang 12 für jedes
Magnetventil 9. Bei der dargestellten Ausführungsform besitzt die Steuereinrichtung
11 weiterhin einen Ausgang 13 für ein analoges Steuersignal sowie eine Daten-Schnittstelle
14 zur Ein- oder Abgabe von Daten, beispielsweise von Zustandsinformationen.
[0018] Die Steuereinrichtung 11 besitzt verschiedene Eingänge, und zwar einen Eingang 15,
der mit einem in der Leitung 10 vorgesehenen und die Temperatur des zugeführten Wassers
messenden Temperatursensor 16 verbunden ist, einen Eingang 17, der an ein Einstellelement
18 angeschlossen ist, sowie zwei weitere Eingänge 19 und 20, die mit einer Sensoreinrichtung
21 verbunden sind. Diese ist im Bereich des Endes 2, d. h. im Ansaugbereich im Inneren
des rohrartigen Gehäuses 1' angeordnet.
[0019] Das Einstellelement 18, welches im einfachsten Fall ein Potentiometer ist, bildet
ein manuell einstellbares Element, mit dem die jeweils gewünschte Qualität des Kunst-Schnees
eingestellt bzw. vorgewählt werden kann und zwar zwischen "feucht" und "trocken".
Mit dem Sensorelement 21 wird die innere Energie der angesaugten Umgebungsluft, die
(Energie) für die Bildung des Kunst-Schnees durch Einbringen von Wasser in den Luftstrom
8 zur Verfügung steht.
[0020] Wie insbesondere auch die Fig. 2 zeigt, besteht die Sensoreinrichtung 21 aus zwei
Temperatur-Sensoren 22 und 23, die an einer am Ansaugbereich, d.h. im Bereich des
Endes 2 am Gehäuses 1 gehaltenen Platine 24 vorgesehen sind, und zwar mit ihrem jeweils
aktiven Bereich 22' bzw. 23' an einer Öffnung 24', die von einem vorgegebenen bzw.
definierten Anteil der gesamten, vom Lüfterrad 4 angesaugten Luft durchströmt wird.
Die Platine 24 mit den Temperatursensoren 22 un 23 befindet sich dabei in Strömungsrichtung
vor dem Lüfterrad 4.
[0021] Auf den aktiven Bereich 23' des Temperatursensors 23 ist das eine Ende eines Gewebe-
bzw. Gaze-Schlauches 25 aufgesteckt, dessen anderes Ende auf das offene Ende eines
vertikalen, beidendig offenen Rohrstückes 26 aufgeschoben ist, das den Auslaß eines
flaschenartigen Behälters 27 bildet. Dieser ist an der Platine 24 bzw. in einer dortigen
Halterung befestigt, und zwar derart, daß das Rohrstück 26 bzw. die von diesem gebildete
Öffnung des Behälters 27 unten liegt. Der Behälter 27 ist mit einer erst bei sehr
tiefen Temperaturen gefrierenden Flüssigkeit, beispielsweise mit einem Gemisch aus
Wasser und einem Gefrierschutzmittel gefüllt. Der Querschnitt des Rohrstückes 26 ist
so gewählt, daß nur eine geringe Menge an Flüssigkeit aus dem Behälter 27 an den Schlauch
25 abgegeben wird, und zwar nur so viel, um diesen Schlauch und dabei insbesondere
auch das auf den aktiven Bereich 23' aufgeschobene Ende dieses Schlauches feucht zu
halten.
[0022] Ebenso wie der Temperatursensor 16 sind auch die Temperatursensoren 22 und 23 vorzugsweise
jeweils von einem PT 100 gebildet.
[0023] Die Steuerung der in den Luftstrom 8 eingebrachten Wassermenge, d.h. der Anzahl der
aktivierten Düsenanordnungen 6 erfolgt von der Steuereinrichtung 11 unter Berücksichtigung
der Einstellung am Einstellelement 18 und der Temperatur des zugeführten Wassers (Signal
des Temperatursensors 16) in Abhängigkeit von der Differenz der Signale der Temperatursensoren
22 und 23 sowie auch unter Berücksichtigung der tatsächlichen, von dem trockenen Temperatursensor
22 gemessenen Temperatur, und zwar derart, daß erst unterhalb einer vorgegebenen Mindesttemperatur,
beispielsweise einer Temperatur von weniger als +4
o C überhaupt eine Aktivierung einer oder mehrerer Verteilerleitungen 5 erfolgt. Mit
zunehmender Differenz der von den Temperatursensoren 22 und 23 ermittelten Temperaturen
und außerdem mit zunehmender Differenz zwischen der Mindesttemperatur und der tatsächlichen,
vom Temperatursensor 22 ermittelten Temperatur wird die Menge des in den Luftstrom
8 eingebrachten Wassers, d.h. die Anzahl der aktivierten Verteilerleitungen 5 erhöht.
[0024] Die entsprechende Steuerkurve, beispielsweise in Form einer Kurvenschar für unterschiedliche,
an der Einstelleinrichtung 18 eingestellte Schneequalitäten, nach der (Steuerkurve)
die Steuereinrichtung 11 die maximal zulässige in den Luftstrom 8 einzubringende Wassermenge
bzw. die maximal zulässige, zu aktivierende Anzahl der Verteilerleitungen 5 ermittelt,
ist so gewählt, daß unter Berücksichtigung der jeweils an den Eingängen 19 und 20
anstehenden Signalen, d.h. unter Berücksichtigung der Temperaturdifferenz der Temperatursensoren
22 und 23 sowie unter Berücksichtigung der tatsächlichen Temperatur des Temperatursensors
22 ein Kunst-Schnee mit der gewünschten Qualität tatsächlich auch erhalten wird.
[0025] Das am Ausgang 13 anliegende, beispielsweise analoge Signal ist ebenfalls ein Maß
für die Wassermenge, die maximal in den Luftstrom 8 eingebracht werden kann, und zwar
unter Berücksichtigung der an den Eingängen 15, 17, 19 und 20 anliegenden Signale.
Mit dem Signal am Ausgang 13 kann beispielsweise ein Proportionalventil angesteuert
werden, welches die in den Luftstrom 8 abgegebene Wassermenge regelt. Bei dieser Ausführung
sind dann beispielsweise sämtliche Wasseraustrittsdüsen 7 an einer gemeinsamen Verteilerleitung
vorgesehen, die über das genannte Proportionalventil mit der Leitung 10 zum Zuführen
des unter Druck stehenden Wassers verbunden sind.
[0026] Am Ausgang 14 stehen verschiedene Informationen zur Verfügung, beispielsweise die
vom Temperatursensor 22 gemessene Temperatur der Umgebungsluft bzw. angesaugten Luft,
die maximal mögliche Schneemenge usw. Diese Daten werden beispielsweise an einer nicht
dargestellten Anzeigeeinrichtung der Schneekanone angezeigt. Mit 28 ist allgemein
eine elektrische Versorgungsleitung bezeichnet, über die die Schneekanone und dabei
insbesondere auch der Antrieb für das Lufterrad sowie die Steuereinrichtung 11 elektrisch
versorgt werden.
[0027] Grundsätzlich ist es auch möglich, die Schneekanone 1a mit weiteren Schneekanonen
in einem Gelände an jeweils geeigneten Punkten verteilt, beispielsweise an dort vorgesehenen
Sockeln 29 zu installieren (Fig. 3) und die dann verteilt im Gelände, d.h. im Bereich
einer Schnee-Abfahrts-Strecke auch in unterschiedlichen Höhenlagen angeordneten Schneekanonen
1a zentral zu steuern. Für diesen Zweck sind die Ausgänge 14 der Steuereinrichtungen
11 sämtlicher Schneekanonen an eine gemeinsame Datenleitung 30 angeschlossen, die
zur Übertragung von Adressen und Daten an die einzelnen Schneekanonen bzw. deren Steuereinrichtungen
11 sowie zur Übertragung von Adressen und Daten von den einzelnen Schneekanonen bzw.
deren Steuereinrichtungen 11 an die zentrale Steuer- und Überwachungseinheit 31 ausgebildet
ist. Von dieser zentralen Überwachungs- und Steuereinheit 31 können dann die Schneekanonen
in Abhängigkeit insbesondere der von den Sensoreinrichtungen 21 bzw. den Temperatursensoren
22 und 23 gelieferten Daten optimal, insbesondere auch in Hinblick auf eine optimale
Nutzung des verbrauchten Wassers gesteuert werden, und zwar beispielsweise derart,
daß in einem bestimmten Streckenabschnitt nur jeweils diejenige Schneekanone 1a betrieben
wird, die aufgrund der dort herrschenden Temperatur- und Feuchtigkeitsbedingungen
der Umgebungsluft den größten Ausstoß an Kunst-Schnee ermöglicht. Der mit dieser ausgewählten
Schneekanone erzeugte Kunst-Schnee wird dann beispielsweise mit Pisten-Bearbeitungsgeräten
auf die erforderlichen Bereiche verteilt.
[0028] Weiterhin ist es durch die zentrale Steuerungs- und Überwachungseinrichtung 31 auch
möglich, auf einer längeren Strecke Kunst-Schnee gesteuert nur dort zu erzeugen, wo
dies möglich und unbedingt erforderlich ist.
[0029] Bei der in der Fig. 3 dargestellten und auf dem Sockel 29 festmontierten Schneekanone
1a ist die Leitung 10 als vertikale Steigleitung ausgebildet. Die Leitung 10 ist an
eine im Boden 32 frostsicher verlegte Wasserversorgungsleitung 33 angeschlossen, und
zwar über ein Ventil 34, welches sich ebenfalls an frostsicherer Stelle im Boden 32
befindet. Das Ventil 34, welches ebenfalls von der Steuereinrichtung 11 gesteuert
wird, ist ein Umschaltventil bzw. ein Drei/Zwei-Wegeventil, d.h. ein Ventil mit insgesamt
drei Anschlüssen und zwei Stellungen. In der einen Stellung verbindet das Ventil 34
die Leitung 10 mit der Leitung 33. In der anderen Stellung verbindet das Ventil 34
die Leitung 10 mit einer im Boden 32 verlegten und an eine Dränage 35 führenden Leitung
36. Dies bedeutet, daß beim Abschalten der zugehörigen Schneekanone 1a die zugehörige
Leitung 10 unverzüglich über die Leitung 36 entleert wird, ein Einfrieren der Leitung
10 also nach dem Abschalten der Schneekanone nicht möglich ist.
[0030] Bevorzugt sind bei dieser Ausführungsform dann auch die die Wasser-austrittsdüsen
7 steuernden Ventile, beispielsweise die Magnetventile 9 oder das vom Ausgang 13 angesteuerte
und in der Fig. 3 mit 37 bezeichnete Proportionalventil frostgeschützt untergebracht,
beispielsweise im Boden 32 oder im Sockel 29. Auch diese die Wasser-austrittsdüsen
7 steuernden Ventile werden nach dem Abschalten der betreffenden Schneekanone automatisch
geöffnet, so daß sich auch die Wasseraustrittsdüsen 7 bzw. die diese Düsen aufweisenden
Verteilerleitungen 5 oder an diese Verteilerleitungen führenden Verbindungsleitungen
entleeren können.
[0031] Die Erfindung wurde voranstehend an Ausführungsbeispielen beschrieben. Es versteht
sich, daß Änderungen sowie Abwandlungen möglich sind, ohne daß dadurch der der Erfindung
zugrundeliegende Erfindungsgedanke verlassen wird.
[0032] So ist es beispielsweise möglich, für die Wasseraustrittsdüsen 7, die Verteilerleitungen
5, die Magnetventile 9 und die Leitung 10 elektrische Heizelemente vorzusehen, mit
denen die vorgenannten Elemente nach dem Abschalten der Schneekanone zumindest bis
zum vollständigen manuellen Entleeren oder automatischen Entleeren über das Ventil
34 gegen Einfrieren geschützt sind.
Bezugszeichenliste
[0033]
- 1, 1a
- Schneekanone
- 1'
- Gehäuse
- 2, 3
- Ende
- 4
- Lüfterrad
- 5
- Verteilerleitung
- 6
- Düsenanordnung
- 7
- Düse
- 8
- Luftstrom
- 9
- Magnetventil
- 10
- Leitung
- 11
- Steuereinrichtung
- 12, 13, 14
- Ausgang
- 15
- Eingang
- 16
- Temperatursensor
- 17
- Eingang
- 18
- Einstelleinrichtung
- 19, 20
- Eingang
- 21
- Sensoreinrichtung
- 22, 23
- Temperatursensor
- 22', 23'
- aktiver Bereich
- 24
- Platine
- 24'
- Öffnung
- 25
- Gewebeschlauch
- 26
- Rohrstück
- 27
- Behälter
- 28
- elektrische Versorgungsleitung
- 29
- Sockel
- 30
- Datenleitung
- 31
- Steuerungs- und Überwachungseinrichtung
- 32
- Boden
- 33
- Wasserleitung
- 34
- Ventil
- 35
- Dränage
- 36
- Leitung
- 37
- Proportionalventil
1. Schneekanone mit einem wenigstens einen beidendig offenen Luftkanal bildenden Gehäuse
(1'), mit einem im Luftkanal angeordneten und von einem Motor angetriebenen Gebläse
(4), mit wenigstens einer Wasseraustrittsdüse (7) an einer ausgangsseitigen Öffnung
(3) des Luftkanals zum Einbringen von Wasser in fein verteilter Form in den an diesem
Ende austretenden Luftstrom (8), sowie mit Mitteln zum Steuern der über die wenigstens
eine Wasseraustrittsdüse (7) in den austretenden Luftstrom (8) eingebrachten Wassermenge,
wobei diese Mittel wenigstens ein Steuerventil (9, 37) aufweisen, welches in einer
an die wenigstens eine Wasseraustrittsdüse (7) führenden Leitung (10) für unter Druck
stehendes Wasser angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zum Steuern der Wassermenge weiterhin eine elektrische oder elektronische
Steuereinrichtung (11) zum Steuern des wenigstens einen Steuerventils (9, 37) aufweisen,
daß im Luftstrom durch den Luftkanal oder in einem hierzu proportionalen Luftstrom
wenigstens zwei Temperatursensoren (22, 23) einer Sensoreinrichtung (21) zumindest
mit ihrem aktiven Bereich (22', 23') angeordnet sind, daß Mittel (25, 27) vorgesehen
sind, um den aktiven Bereich (23') eines ersten der wenigstens zwei Temperatursensoren
(22, 23) mit einer Flüssigkeit ständig zu benetzen bzw. feucht zu halten, und daß
die Steuerung der in den Luftstrom abgegebenen Wassermenge bzw. die Regelung des wenigstens
einen Steuerventils (9, 37) unter Berücksichtigung der von einem der beiden Temperatursensoren
(22, 23) der Sensoreinrichtung (21) ermittelten tatsächlichen Temperatur sowie unter
Berücksichtigung der Differenz der Temperaturen der beiden Temperatursensoren (22,
23) der Sensoreinrichtung (21) erfolgt.
2. Schneekanone nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die wenigstens zwei Temperatursensoren
(22, 23) mit ihrem aktiven Bereich (22', 23') im Luftstrom durch den Luftkanal angeordnet
sind, vorzugsweise im Bereich einer Öffnung (24), durch die wenigstens ein Teil des
den Luftkanal durchströmenden Luftstromes strömt,
und/oder
daß die wenigstens zwei Temperatursensoren (22, 23) der Sensoreinrichtung (21) im
Bereich desjenigen Endes des Luftkanales vorgesehen sind, an welchem die Umgebungsluft
angesaugt wird.
3. Schneekanone nach einem der Ansprüche 1 - 2, dadurch gekennzeichnet, daß die wenigstens
zwei Temperatursensoren (22, 23) der Sensoreinrichtung (21) in Strömungsrichtung vor
dem Gebläse (4) angeordnet sind.
4. Schneekanone nach einem der Ansprüche 1 - 3, dadurch gekennzeichnet, daß die wenigstens
zwei Temperatursensoren (22, 23) der Sensoreinrichtung (21) mit ihren aktiven Bereichen
(22', 23') nebeneinander und auf gleicher Höhe im Luftstrom angeordnet sind.
5. Schneekanone nach einem der Ansprüche 1 - 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel
zum Feuchthalten des aktiven Bereichs (23') des zweiten Temperatursensors (23) von
einem dochtartigen Element, beispielsweise von einem Gewebeschlauch (25) gebildet
sind, welches bzw. welcher mit seinem einen Ende an dem aktiven Bereich (23) des ersten
Temperatursensors (23) festgelegt und mit seinem anderen Ende mit dem Innenraum eines
Behälters (27) zur Aufnahme einer Flüssigkeit in Verbindung steht.
6. Schneekanone nach einem der Ansprüche 1 - 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Flüssigkeit
eine Mischung aus Wasser und einem Gefrierschutzmittel ist.
7. Schneekanone nach einem der Ansprüche 1 - 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Regelung
der in den austretenden Luftstrom (8) eingebrachten Wassermenge in Abhängigkeit bzw.
unter Berücksichtigung der Temperaturdifferenz der wenigstens zwei Temperatursensoren
(22, 23) der Sensoreinrichtung (21) sowie unter Berücksichtigung der tatsächlichen,
von dem zweiten, trockenen Temperatursensor (22) ermittelten Temperatur erfolgt.
8. Schneekanone nach einem der Ansprüche 1 - 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerung
der in den austretenden Luftstrom (8) eingebrachten Wassermenge unter Berücksichtigung
weiterer Parameter, insbesondere unter Berücksichtigung der von einem weiteren Temperatursensor
(16) gemessenen Wasser-Temperatur und/oder der an einem Einstellelement (18) vorgewählten
Schneequalität erfolgt.
9. Schneekanone nach einem der Ansprüche 1 - 8, dadurch gekennzeichnet, daß das wenigstens
eine Steuerventil ein Proportionalventil (37) ist.
10. Schneekanone nach einem der Ansprüche 1 - 9, gekennzeichnet durch eine mehrere Steuerventile
(9) aufweisende Ventilanordnung, mit der in Abhängigkeit von der in den austretenden
Luftstrom (8) einzubringenden Wassermenge eine entsprechende Anzahl von Wasseraustrittsventilen
(7) aktivierbar ist.
11. Schneekanone nach einem der Ansprüche 1 - 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinrichtung
(11) wenigstens einen Anschluß bzw. eine Schnittstelle zum Ausgeben und/oder Eingeben
von Daten aufweist, mit dem bzw. der die Steuereinrichtung an eine für mehrere Schneekanonen
bzw. deren Steuereinrichtungen gemeinsame Steuer- und Überwachungseinheit (31) anschließbar
ist.
12. Schneekanone nach einem der Ansprüche 1 - 11, gekennzeichnet durch eine die Wasserzufuhr
steuernde Ventileinrichtung (34), welche wenigstens in einen die Schneekanone (1a)
mit einer frostsicher verlegten Wasserversorgungsleitung (33) verbindenden ersten
Zustand sowie in einen die Schneekanone bzw. die dortigen wasserführenden Leitungen
entleerenden Zustand steuerbar ist.
13. Schneekanone nach einem der Ansprüche 1 - 12, dadurch gekennzeichnet, daß die wenigstens
eine Wasseraustrittsdüse (7) und/oder das wenigstens eine Steuerventil (9, 37) und/oder
wasserführende Leitungen (5, 10) der Schneekanone (1, 1a) beheizbar sind.