[0001] Die Erfindung betrifft eine Verpackung für Gegenstände, bestehend aus zwei miteinander
verbundenen Teilen, zwischen denen der Gegenstand angeordnet ist und wobei das eine
Teil eine mit einer Aufnahmetasche zum Umschließen des Gegenstands versehene Kunststoffolie
ist.
[0002] Derartige Verpackungen für Gegenstände zu deren Aufbewahrung, Lagerung, Transport
und Präsentation, beispielsweise an Verkaufsständern in Form der sogenannten Blister,
sind hinlänglich bekennt. Sie bestehen grundsätzlich aus zwei Teilen, zwischen denen
der Gegenstand angeordnet ist. Bei dem einen Teil handalt es sich üblicherweise um
einen Karton, welcher die Produktinformationen trägt und der die Rückwand der Verpackung
bildet. Auf diesem ebenen Kartonzuschnitt ist dann eine durchsichtige Kunststoffolie
befestigt, beispielsweise aufgeklebt. Zum Umschließen des zu verpackenden Gegenstandes
ist diese Kunststoffolie entsprechend mit einer Aufnahmetasche versehen.
[0003] Ein Nachteil bei diesen bekannten Verpackungen ist, daß komplizierte Gegenstände
nicht gehalten werden können, beispielsweise Naßrasierapparate, sowie der dazugehörige
Behälter und der dazugehörige Spender für die Rasierklingeneinheiten. Die Folge davon
ist, daß die in der Verpackung enthaltenen Gegenstands nicht ihre Position beibehalten
und somit innerhalb der Verpackung hin- und herwandern. Dies kann bei zusammengesetzten
Gegenständen dazuführen, daß diese sich in ihre Einzelteile auflösen, so daß der erwünschte
Präsentationscharakter gestört ist. Darüber hinaus klappern die Gegenstände unerwünscht
stark in der Verpackung bei Bewagung.
[0004] Im Stand der Technik wurden bereits verschiedene Lösungen vorgeschlagen. Beispielsweise
schlägt die DE-OS 37 00 688 vor, aus Zwei durchsichtigen Verpackungshälften eine Verpackung
vorzusehen, wobei jede Hälfte Taschen in wesentlichen von der Gestalt des Produktes
aufweist, die aus der Ebene der jeweiligen Restverpackungshälfte einstückig vorstehen.
Es werden also halbschalenförmige Kunststoffolien gebildet, die an den Rändern miteinander
verklebt werden und den zu verpackenden Gegenstand einschließen. Einerseits ist diese
Verpackung bei der Herstellung aufwendig und somit teuer, andererseits gewährleistet
sie nicht, daß sich insbesondere zusammengesetzte Gegenstände nicht in ihre Einzelteile
auflösen. Weiterhin ist diese Verpackungsart hinsichtlich Transport, Lagerung und
Display nachteilig.
[0005] Weiterhin ist in dem DE-GM 90 14 877 vorgeschlagen, daß eine Verpackung für Gegenstände
aus zwei miteinander zu verbindenden Folien besteht, welche beide entsprechend der
Form des Gegenstandes profiliert sind. Gemäß diesem Gebrauchsmuster werden in beiden
Folien Vorsprünge und Ausnehmungen derart gebildet, daß die einzelnen Profilierungsbereiche
der Kunststoffolien den Gegenstand an ganz bestimmten Stellen und in ganz bestimmten
Positionen festhalten, was ein Verrutschen oder Vereinzeln des Gegenstands verhindert.
Diese Lösung ist zwar hinsichtlich des Verrutschens und Vereinzelns vergleichsweise
sicher, jedoch müssen beide Folien ausgeformt werden, was vergleichweise aufwendig
und damit unwirtschaftlich ist. Weiterhin können für die Weiterverarbeitung der Verpackung
nur bestimmte Maschinen herangezogen werden.
[0006] Davon ausgehend liegt der Erfindung die
Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Verpackung zu schaffen, die einerseits von der Form her
komplizierte Gegenstände einwandfrei und ohne Vereinzelung hält, andererseits mit
wirtschaftlich geringem Aufwand herstellbar ist.
[0007] Als technische
Lösung wird mit der Erfindung vorgeschlagen, daß der erste Teil eine ebene, ungeformte kunststoffolie
ist, und der zweite Teil eine mit einer genau der äußeren Oberflächenkontur des Verpackungsgutes
entsprechenden Ausbauchung versehene Kunststoffolie ist.
[0008] Eine nach dieser technischen Lehre ausgebildete Verpackung hat den Vorteil, daß die
darin enthaltenen Gegenstände sicher in ihren Positionen gehalten werden, ohne daß
die Gefahr besteht, daß die Gegenstände innerhalb der Verpackung bei einer Bewegung
verrutschen, oder daß zusammengesetzte Gagenstände sich in ihre Einzelteile auflösen.
Dies gilt insbesondere für von der Form her komplizierte Gegenstände, wie Naßrasierapparate
mit dem dazugehörigen Halter und einem Spender für die Rasierklingeneinheiten. Durch
eine entsprechende Ausbauchung einer der beiden Kunststoffolien werden die Gegenstände
nach allen Seiten hin sicher gehalten. Die Profilierung der Kunststoffolie muß dabei
im. wesentlichen derart sein, daß die Profilierung exakt der Kontur der Oberfläche
des Geganstandes entspricht. Weiterhin ist die Herstellung der Verpackung ohne großen
Aufwand möglich, da eine der beiden Folien ein völlig unausgeformter Zuschnitt ist,
so daß die Verpackung wirtschaftlich günstig hergestellt werden kann.
[0009] Der besondere Vorteil der Erfindung gegenüber den aus dem Stand der Technik bekannten
Verpackungen besteht darin, daß auch komplizierte Gegenstände, die aus einer Vielzahl
von Einzelteilen zusammengesetzt sind, ohne daß die Einzelteile aneinander unlösbar
befestigt sind, nach dem Produktionsvorgang in ihrer Gebrauchsposition ineinandergesteckt
verpackt werden, gelagert und über den gesamten Vertriebsweg bis in die Verkaufsstätten
transportiert werden können. Der Anwender sieht in der Verpackung eine Kombination
mehrere Gegenstände in ihrer Gebrauchsposition, wobei ein ordentlicher Eindruck durch
die besondere Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Verpackung gewährleistet wird. Ein
Verrutschen der Teile gegeneinander oder gar eine Demontage der Einzelteilkombination
sind ausgeschlossen. Aufgrund des einfachen Aufbaus der erfindungsgemäßen Verpackung
kann diese in einem auch mit hoher Geschwindigkeit laufenden Produktionsprozeß verwendet
werden, wobei gleichzeitig der beschriebene Vorteil der unverrutschbaren Einzelteilkombination
in Gebrauchsposition erzielbar ist.
[0010] In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird die Ausbauchung durch mehrere
unterschiedlich ineinander übergehende Volumina gebildet. Bei insbesondere zusammengesetzten
Gegenständen weisen diese in ihrem zur Verpackung vorgesehenen Aufschichtungszustand
im Verbund eine sehr komplizierte Außenkontur auf, die durch mehrere unterschiedliche
ineinander übergehende Volumina als Negativ in der auszubauchenden Folie nachgebildet
wird.
[0011] Nach einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäßen Verpackung
ist in den zweiten Teil ein am Rand vor der Verbindungskante umlaufender Absatz eingeformt.
Durch diese Maßnahme entsteht zwischen den ebenen Flächen der beiden Kunststoffolien
ein flacher Raum, durch welchen beispielsweise Herstellungstoleranzen oder Modellvariationen
ausgeglichen werden können.
[0012] Schließlich wird in einer Weiterbildung der Verpackung vorgeschlagen, daß zusätzlich
zwischen den beiden Kunststoffolien ein Karton oder dgl. angeordnet ist. Dieser Zusätzlicher
Karton oder dgl. dient dabei der Aufnahme von Produktinformationen. Die beiden Kunststoffolien
der Verpackung bestehen demgegenüber vorzugsweise aus durchsichtigem Kunststoff. Dies
gilt insbesondere für diejenige Kunststoffolie, welche die vordere Abdeckung definiert.
Die hintere Kunststoffolie, welche die Rückseite der Verpackung bildet, kann aber
auch aus gefärbtem Kunststoff bestehen.
[0013] Die Ausbauchung oder Profilierung der einen Kunststoffolie ist somit derart, daß
auch ein komplizierter, beispielsweise zusammengesetzter Gegenstand in der Verpackungsanordnung
von dieser Folie so abgedeckt wird, daß alle von in Verpackungslage oben oder den
Seiten erreichbaren Oberflächen durch die Folie abgetastet werden.
[0014] Ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Verpackung für Gegenstände wird nachfolgend
anhand der Zeichnungen beschrieben. Dabei zeigt:
- Fig. 1
- eine Vorderansicht der Verpackung mit einem darin angeordneten Gegenstand, hier eines
Naßrasierapparates mit zugehörigen Halter und Spender für die Rasierklingeneinheiten;
- Fig. 2
- einen Schnitt entlang der Linie II-II in Fig. 1; und
- Fig. 3
- eine Draufsicht auf die Verpackung in Fig. 1 und Fig. 2, wobei zur Verdeutlichung
der Darstellung sowohl der Handgriff des Rasierapparates als auch der Ständer des
Halters entlang der Linie III-III gemäß Fig. 1 geschnitten sind.
[0015] In den Zeichnungen ist eine Verpackung 1 Zur Aufbewahrung, Transport, Lagerung und
Präsentation eines Gegenstandes 2 dargestellt. Bei diesem Gegenstand handelt es sich
um einen Naßrasierapparat 3 mit einem dazugehörigen Halter 4, in den der Rasierapparat
3 eingehängt ist, sowie mit einem Spender 5 für Rasierklingeneinheiten für den Naßrasierapparat
3. Der kastenförmige Spender 5 ist dabei in eine schlitzartige Ausnehmung im Basisteil
des Halters 4 hineingesteckt.
[0016] Die Verpackung 1 besteht aus zwei Kunststoffolien 6, 6' aus durchsichtigem Material,
welche aneinanderliegen und randseitig miteinander befestigt sind. Diese Befestigung
kann beispielsweise durch Verkleben erfolgen. Wie Fig. 2 zeigt, bildet dabei die eine
Kunststoffolie 6 die im wesentlichen ebene Rückwand der Verpackung 1, während die
andere Kunststoffolie 6' bauchig ausgebildet ist und der Aufnahme des Gegenstandes
2 dient. Die hintere Kunststoffolie 6 ist dabei im wesentlichen vollkommen eben ausgebildet.
[0017] Zwischen den beiden Kunststoffolien 6, 6' ist zusätzlich noch ein Karton 7 angeordnet,
der eben an der hinteren Kunststoffolie 6 anliegt und der Aufnahme von Produktinformationen
dient.
[0018] Der Gegenstand 2 ist, wie ausgeführt, zwischen den beiden Kunststoffolien 6, 6' der
Verpackung 1 gehalten. Um ein Verrutschen des Gegenstandes zu verhindern, ist dieser
derart gehalten, daß er nach allen Seiten hin abgestützt ist. Zu diesem Zweck ist
die Kunststoffolie 6 ein ungeformter, im wesentlichen ebener Zuschnitt. Die Kunststoffolie
6' hat eine Ausbauchung, welche im wesentlichen kongruent den Oberflächenkonturen,
in Verpackungslage von oben und den Saiten gesehen, folgt. Die Teile werden dabei
in wesentlichen klapperfrei und vor allem unverrückbar in ihren Positionen gehalten,
wenn sie zwischen den an den Stellen 9 verklebten Folien eingebracht sind. Entsprechende
Toleranzen oder Modellvariationen können mit einem im wesentlichen umlaufenden Absatz
8 in der Folie 6' ausgeglichen werden.
[0019] Derart profilierte Kunststoffolien 6' lassen sich problemlos durch Tiefziehen herstellen.
Bezugszeichenliste:
[0020]
- 1
- Verpackung
- 2
- Gegenstand
- 3
- Naßrasierapparat
- 4
- Halter
- 5
- Spender
- 6
- Kunststoffolie
- 6'
- Kunststoffolie
- 7
- Karton
- 8
- Absatz
- 9
- Verklebung
1. Verpackung (1) für Gegenstände (2), bestehend aus zwei miteinander verbundenen Teilen,
zwischen denen dar Gegenstand (2) angeordnet ist und wobei das eine Teil eine mit
einer Aufnahmetasche zum Unschließan des Gegenstandes (2) versehene Kunststoffolie
(6') ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß der erste Teil (6) eine ebene, ungeformte Kunststoffolie ist, und daß der zweite
Teil eine mit einer genau der äußeren Oberflächenkontur des Verpackungsgutes entsprechenden
Ausbauchung versehene Kunststoffolie (6') ist.
2. Verpackung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausbauchung durch mehrere
unterschiedliche ineinander übergehende Volumina gebildet ist.
3. Verpackung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Kunststoffolie
(6') einen am Rand vor der Verbindungskante (9) umlaufenden Absatz (8) aufweist.
4. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich
zwischen den beiden Kunststoffolien (6, 6') ein Karton (7) oder dgl. angeordnet ist.