| (19) |
 |
|
(11) |
EP 0 606 551 B2 |
| (12) |
NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den
Einspruch: |
|
08.05.2002 Patentblatt 2002/19 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
24.07.1996 Patentblatt 1996/30 |
| (22) |
Anmeldetag: 04.11.1993 |
|
|
| (54) |
Walzenrost zum Betrieb eines Verbrennungskessels
Roller grate for a combustion boiler
Grille à rouleaux pour une chaudière à combustion
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
DE FR GB NL |
| (30) |
Priorität: |
13.01.1993 DE 4300636
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
20.07.1994 Patentblatt 1994/29 |
| (73) |
Patentinhaber: RBU ROLF BECKER GmbH INGENIEURGESELLSCHAFT FÜR ENERGIE- UND UMWELTTECHNIK & CO. KG |
|
51766 Engelskirchen-Ründeroth (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Becker, Rolf
D-51766 Engelskirchen-Ründeroth (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Lippert, Hans-Joachim, Dipl.-Ing. et al |
|
Lippert, Stachow, Schmidt & Partner,
Patentanwälte,
Frankenforster Strasse 135-137 51427 Bergisch Gladbach 51427 Bergisch Gladbach (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 157 920 FR-A- 1 433 420
|
DE-B- 1 258 541 US-A- 3 469 544
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
[0001] Die Erfindung betrifft einen Verbrennungskessel, insbesondere für die Müllverbrennung,
mit einem Förderrost für das Verbrennungsgut, der aus im Abstand angeordneten, rotierenden
Rollen besteht, die Gasdurchtrittsöffnungen zum Einleiten von Luft und/oder Gas in
den Verbrennungsraum bzw. das Verbrennungsgut aufweisen, mit zwischen benachbarten
Rollen angeordneten Sperrelementen zur Verhinderung bzw. Minimierung eines Durchrutschens
von Verbrennungsgut durch die Zwischenräume zwischen den Rollen, weiterhin mit Dichtelementen,
die den Zwischenraum zwischen den Sperrelementen und den Rollenoberflächen zum Verbrennungsraum
hin abdichten, sich in Längsrichtung der Rollen erstrecken und federnd an den Rollen
anliegen.
[0002] Derartige Verbrennungskessel werden nach dem Stand der Technik für die Müllverbrennung
verwendet, wobei das zumeist aus organischen Abfällen bestehende Verbrennungsgut durch
die rotierenden Rollen des Förderrostes durch den Verbrennungsraum zu seinem Ende
hin gefördert wird, wo die verbrannten Bestandteile des Mülles als Grobasche anfallen.
[0003] Die Rollen weisen dabei Luftdurchtrittsöffnungen zur Einleitung von Verbrennungsluft
in das Verbrennungsgut bzw. den Verbrennungsraum auf. Diese gezielte Einleitung von
Luft bzw. Sauerstoff ist erforderlich, um eine gleichmäßige Temperaturverteilung im
Verbrennungsgut, einen hohen Kesselwirkungsgrad und eine möglichst vollständige Verbrennung
zu erreichen.
[0004] Aus dem DE-G 89 10 524.9 ist eine Rostwalze bekannt, bei der die Zuführungsschlitze
für die Verbrennungsluft zwischen den Längsseiten benachbarter Roststäbe schräg angeordnet
sind, so daß die Luftstrahlen ebenfalls schräg in die Brennstoffschicht austreten.
Dadurch soll im Gegensatz zu radial ausgebildeten Schlitzen eine bessere Ausnutzung
der Primärluft ermöglicht werden.
[0005] Der EP 0 124 826 A2 ist ein Walzenrost für eine Müllverbrennungsanlage zu entnehmen,
bei dem die Roststäbe sich beim Betrieb relativ zueinander bewegen können, um so ein
Zusetzen der Luftschlitze zu verhindern.
[0006] Darüber hinaus sind Anlagen bekannt geworden, bei denen sich zwischen benachbarten
Rollen Sperrelemente befinden, die ein Durchrutschen des Verbrennungsgutes nach unten
verhindern bzw. minimieren sollen. Die Außenkanten dieser Sperrelemente müssen einen
gewissen Abstand zu den Rollenoberflächen aufweisen, wobei sie gleichzeitig als Abstreifer
für an der Rollenoberfläche angebackenes Verbrennungsgut dienen können. Auf diese
Weise sind zwischen den Sperrelementen und den Rollen Spalte vorhanden, durch die
aufgrund des geringeren Strömungswiderstandes ein wesentlicher Teil der zugeführten
Verbrennungsluft gedrückt wird, so daß keine optimalen Verbrennungsverhältnisse mehr
herrschen und der Kesselwirkungsgrad insgesamt verringert wird.
[0007] Weiterhin sind, z. B. aus der DD-PS 244 802, Ausbrennroste für Feuerungsanlagen bekannt,
bei denen verschwenkbare Dichtklappen federnd an die Rostwalze anliegen. Diese aus
Gußplatten bestehenden Klappen sind jedoch sehr schwer und durch ihre schwenkbare
Anordnung nur aufwendig zu befestigen.
[0008] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen betriebssicher arbeitenden
und einfach zu montierenden Walzenrost für einen Müllverbrennungskessel zu schaffen,
bei dem eine möglichst gleichmäßige Luftzufuhr durch die Gasdurchtrittsöffnungen der
Rollen erfolgt und die Müllverbrennung unter Erhöhung des Kesselwirkungsgrades verbessert
wird.
[0009] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die Dichtelemente als tangential an die Rollenumfangsfläche
anliegende Kufenprofile ausgebildet sind, deren kufenförmig gekrümmtes freies Ende
in Umfangsrichtung der Rollen weist.
[0010] Die erfindungsgemäßen Dichtelemente sind einfach zu montieren und dichten den Zwischenraum
zwischen den Sperrelementen und den Rollenoberflächen zum Verbrennungsraum bzw. zum
Luftzuführungsraum hin ab. Durch die Federvorspannung der Dichtelemente ist eine vergleichsweise
gute Dichtwirkung gegeben.
[0011] Durch das kufenförmig gekrümmte Endteil der Dichtelemente ist es problemlos möglich,
die Rollen entgegen ihrer üblichen Arbeitslaufrichtung zurücklaufen zu lassen, wenn
dies aus bestimmten Gründen erforderlich sein sollte. Durch die kufenförmig vorstehende
Form des Endteils kann sich das Dichtelement nicht verhaken und hebt sich beim Rücklauf
der Rollen entsprechend ab.
[0012] Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung des Verbrennungskessels sind die Sperrelemente
als zwischen benachbarter Rollen im Abstand zu diesen angeordnete Streifen ausgebildet,
die sich etwa radial zu den Rollen erstrecken. Durch die an Halterungen befestigten
Streifen wird auf einfache Art und Weise ein Durchrutschen von Verbrennungsgut verhindert
und gleichzeitig werden bei dieser Ausgestaltung der Sperrelemente gute Möglichkeiten
zur Anbringung der erfindungsgemäßen Dichtelemente geschaffen. Die Dichtelemente können
nämlich einerseits unterhalb der Sperrelemente an deren Halterungen angeordnet sein,
andererseits ist es auch möglich, sie an den etwa radial zu den Rollen sich erstreckenden
Streifenflächer zu befestigen.
[0013] Bei letzterer Anordnung können die Dichtelemente direkt an den Sperrelementen angeordnet
sein und gegebenenfalls gleichzeitig die Aufgabe von Abstreifern übernehmen, wobei
es jedoch vorteilhaft ist, die Dichtelemente so anzuordnen, daß sie den Zwischenraum
zwischen den Sperrelementen und den Rollenoberflächen an einer Stelle abdichten, die
zuvor schon durch Abstreifelemente von Anbackungen gesäubert wurde. Auf diese Weise
läßt sich eine bessere Dichtwirkung erzielen.
[0014] Um eine ausreichende Abstreifwirkung bei Minimierung des Durchrutschens von Verbrennungsgut
zu erreichen, liegt der Abstand zwischen den Außenkanten des Sperrelementes und den
jeweils zugehörigen Rollenumfangsflächen vorzugsweise zwischen etwa 10 und 30 mm.
Dieser Abstand ist in wesentlichen bedingt durch Verschleiß bzw. den Durchmessertoleranzen
der Rollen.
[0015] Der Abstand ist zweckmäßigerweise einstellbar, da er beispielsweise so an das jeweils
zu behandelnde Verbrennungsgut angepaßt werden kann.
[0016] Um die Einstellung des Abstandes zu gewährleisten, könner die Außenkanten der Sperrelemente
durch an ihnen befestigbare Sperrprofile gebildet sein, die beispielsweise in entsprechende
Langlöcher eingeschraubt sind und bei Bedarf radial zu den Rollen verschoben werden
können. Dadurch läßt sich die Spaltbreite zwischen den Außenkanten der Sperrelemente
bzw. Abstreifer und der Rollenumfangfläche sehr genau einstellen. Auch ein rasches
Auswechseln der Profile ist dadurch gewährleistet.
[0017] Die Dichtelemente zur Abdichtung des Brennraumes von Luftzuführungsraum unterhalb
der Rollen erfolgt zweckmäßigerweise über Dichtelemente, die tangential an die Rollenumfangsflächen
federnd anliegen. Wie bereits erwähnt, sollte dabei die Berührungszone zwischen den
Dichtelementen und den Rollenumfangsflächen an einer Stelle liegen, an der durch die
Wirkung der Sperrprofile bzw. Abstreifer auf den Rollenaußenseiten anbackendes Verbrennungsgut
bereits entfernt wurde. Da die Rollen in Arbeitsrichtung mit gleichem Drehsinn angetrieben
werden, ergibt sich somit eine Anordnung der Dichtelemente, bei der das linke Dichtelement
tangential nach unten an die linke Rolle anliegt und das rechte Dichtelement tangential
nach oben an die rechte Rolle anliegt, wenn die Drehrichtung der Rollen dem Uhrzeigersinn
entspricht.
[0018] Wie bereits erwähnt, stehen die Dichtelemente unter Federvorspannung, wobei es vorteilhaft
ist, die Federwirkung durch eine Hilfsfeder zu erhöhen, die die Berührungszone von
Dichtelement und Rollenumfangsfläche gegen die Rollenumfangsfläche drückt. Dadurch
wird einem Nachlassen der Federkraft der auf relativ hohe Betriebstemperaturen aufgeheizten
Dichtelemente vorgebeugt und die Federwirkung insgesamt verstärkt. Die Dichtelemente
bestehen zur Erhöhung der Biegesteifigkeit bzw. der Federwirkung vorzugsweise aus
mehreren übereinander gelegten Federblechstreifen. Ein geeignetes Stahlmaterial ist
beispielsweise die Stahlsorte NiCr 22 Mo 9 Nb. Dieser Stahl ist temperaturbeständig
und auch bei hohen Temperaturen ausdauernd federelastisch.
[0019] Auf der den Rollen zugewandten Seite der Dichtelemente ist vorzugsweise eine verschleiß-
und abriebfeste Streifenlage aus einem dazu geeigneten Edelstahl vorgesehen.
[0020] Insbesondere die das Kufenprofil bildende Streifenlage ist zweckmäßigerweise aus
diesem Material gefertigt.
[0021] Die Federblechstreifen bzw. die verschleißfeste Streifenlage können durch Nieten
oder Schweißpunkte miteinander verbunden sein, so daß die Herstellung der Dichtelemente
nach bekannten Verfahren erfolgt. Die Federelemente sind mit ihrem Ende beispielsweise
in Schraub- oder Klemmverbindungen eingespannt, die an der Halterung der Sperrelemente
oder an ihnen selber mit Hilfe von Winkeln oder ähnlichen befestigt sind.
[0022] Um die Wirkung der Schwerkraft bei dem erfindungsgemäßen Verbrennungskessel zur Förderung
des Verbrennungsgutes nutzen zu können, sind die den Förderrost bildenden Rollen vorzugsweise
in einer schiefen Ebene angeordnet, die in Richtung der Verbrennungsgutförderrichtung
geneigt ist. Dadurch findet eine ausreichende Förderung der erzeugten Grobasche zum
Ende der Verbrennungsstrecke hin statt, während der Anteil an Feinasche, der durch
die relativ schmalen Gasdurchtrittsöffnungen in den Rollen nach unten durchtreten
kann, vergleichsweise gering bleibt. Die Rollen sind vorzugsweise als Hohlrollen ausgebildet,
deren Mantel die bereits mehrfach erwähnten Gasdurchtrittsöffnungen aufweist. Da die
durch den Spalt zwischen den Rollen durchtretende Gasmenge bei dem erfindungsgemäßen
Verbrennungskessel praktisch gleich Null ist, erfolgt eine stärkere Beaufschlagung
des Rollenmaterials mit Frischluft, so daß diese besser gekühlt werden und somit die
Standzeit der Rollen bzw. des Verbrennungskessels erhöht wird.
[0023] Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise veranschaulicht und wird im nachfolgenden
anhand der Zeichnung im einzelnen erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Schnittansicht durch einen erfindungsgemäßen Verbrennungskessel,
- Fig. 2
- ein Sperrelement zwischen zwei benachbarten Rollen sowie zwei Dichtelemente gemäß
Figur 1 in vergrößerter Darstellung,
- Fig. 3
- das obere Dichtelement aus Figur 2,
- Fig. 4
- das untere Dichtelement aus Figur 2,
- Fig. 5
- eine vergrößerte Ansicht des unteren Nietbereiches aus Figur 4,
- Fig. 6
- eine vergrößerte Ansicht des oberen Nietbereiches aus Figur 4,
- Fig. 7
- eine Verbindung gemäß Figur 5 mit punktgeschweißten Blechlagen,
- Fig. 8
- eine alternative Verbindung gemäß Figur 6 mit punkt-geschweißten Blechlagen, und
- Fig. 9
- den Übergangsbereich eines kufenförmig gekrümmten Dichtelementes gemäß Figur 3 bzw.
4.
[0024] In Figur 1 ist in einem Schnitt schematisch ein Verbrennungskessel für die Müllverbrennung
dargestellt, der im wesentlichen aus einem Verbrennungsraum 1 besteht, in dessen unteren
Bereich ein aus rotierenden Rollen 2 bestehender Förderrost 3 angeordnet ist, der
die Aufgabe hat, das im Verbrennungsraum 1 befindliche nicht dargestellte Verbrennungsgut
nach rechts zu fördern.
[0025] Die Rotationsrichtung der Rollen 2 ist durch die Pfeile 4 angedeutet.
[0026] Unterhalb des eigentlichen Verbrennungsraumes 1 befindet sich ein Luftzuführungsraum
5, in dem Luft durch Luftzufuhrkanäle 6 eingeblasen wird. Um die zugeführte Luft möglichst
fein und gleichmäßig im Verbrennungsgut bzw. Verbrennungsraum 1 zu verteilen, weist
der Mantel 7 der als Hohlrollen ausgebildeten Rollen 2 eine Vielzahl von Gasdurchtrittsöffnungen
8 auf, durch die neben der erforderlichen Verbrennungsluft beispielsweise auch Gasgemische
oder Verbrennungsgase in den Verbrennungsraum 1 eingeblasen werden können. (vgl. Fig.
2)
[0027] Um zu verhindern, daß Verbrennungsgut aus dem Verbrennungsraum 1 zwischen den Rollen
2 in den Bereich des Luftzuführungsraumes 5 rutscht, sind zwischen den Rollen 2 streifenförmige
Sperrelemente 9 vorgesehen, die an vertikalen Halterungen 10 befestigt sind. Die streifenförmigen
Sperrelemente 9 erstrekken sich in Längsrichtung der Rollen 2 und verlaufen etwa radial
zu diesen.
[0028] Neben der Funktion als Sperrelement zur Minimierung eines Durchrutschens von Verbrennungsgut
dienen die Sperrelemente 9 aufgrund der an ihnen befestigten Sperrprofile 11 gleichzeitig
als Abstreifer für die Rollen 2. An den Rollenaußenseiten anhaftendes Verbrennungsgut
wird durch die relativ nahe an den Rollen 2 liegenden Sperrprofile 11 gleichmäßig
durch die Rotation der Rollen 2 ständig entfernt.
[0029] Um zu verhindern, daß durch den von den Sperrelementen 9 bzw. Sperrprofilen 11 und
den Rollenaußenseiten 12 gebildeten Spalt 13 Verbrennungsluft in den Verbrennungsraum
1 einströmt, was zu einer ungleichmäßigen Verbrennung mit verschlechtertem Wirkungsgrad
führen würde, sind an den Halterungen 10 Dichtelemente 14 angeschraubt, die ebenfalls
in Längsrichtung der Rollen 2 verlaufen und mit einer Berührungszone 15 federnd gegen
die Rollenaußenseiten 12 anliegen.
[0030] Die in den Figuren 1 bis 4 dargestellten Dichtelemente liegen an den Rollenaußenseiten
12 etwa tangential an und sind an ihrem freien Ende 16 kufenförmig gekrümmt, so daß
auch ein Rücklauf der Rollen 2 ohne ein Verhaken der Dichtelemente 14 möglich ist.
[0031] Zur Erhöhung der Federkraft weisen die Dichtelemente 14 innenliegende Hilfsfedern
17 auf, die die Berührungszone 15 gegen die Rollenaußenseite 12 drücken bzw. das Dichtelement
14 federnd abstützen.
[0032] Die Dichtelemente 14 sind so angeordnet, daß das freie Ende 16 jeweils in Laufrichtung
bzw. Umfangsrichtung der Rollen 2 weist.
[0033] Durch die beschriebenen Dichtelemente 14 wird der Verbrennungsraum 1 nahezu vollständig
vom Luftzuführungsraum 5 getrennt. Eine Zwangsverbindung besteht lediglich durch die
Gasdurchtrittsöffnungen 8 im Mantel 7 der Rollen 2. Durch diese Offnungen 8 kann selbstverständlich
auch ein geringer Anteil Feinasche treten, der in unterhalb der Rollen liegende Abführkanäle
18 fällt. (Fig. 1)
[0034] In den Figuren 3 bzw. 4 sind die Dichtelemente 14 aus Figur 2 jeweils in vergrößerter
Darstellung gezeigt. In diesen Figuren ist zu erkennen, daß die Dichtelemente 14 bzw.
die Hilfsfedern 17 aus drei aufeinandergelegten Federblechstreifen 19 bestehen, die
mittels einer Klemmverbindung 20 und einem Winkel 21 an der Halterung 10 befestigt
sind.
[0035] Das freie Ende 22 der Hilfsfeder 17 liegt gegen die Innenseite des inneren Federblechstreifens
23 frei an.
[0036] Auf der Außenseite des äußeren Federblechstreifens 24 befindet sich eine das Kufenprofil
25 bildende verschleiß- und abriebfeste Streifenlage 26, die die Berührungszone 15
bildet. Die Streifenlage 26 besteht aus temperaturbeständigem, abriebfestem Edelstahl.
[0037] Zur Verbindung der einzelnen Streifen des Dichtelementes 14 dienen zwei Nieten 27,
wie dies vergrößert in Figur 5 bzw. 6 im Schnitt dargestellt ist.
[0038] Alternativ zu einer Nietverbindung können die einzelnen Federblechstreifen 19 auch
beispielsweise durch Punktschweißen (28) miteinander verbunden sein. (Figuren 7 und
8)
[0039] In Figur 9 wird in vergrößerter Darstellung das freie Ende 22 der Hilfsfeder 17 gezeigt,
die gegen den inneren Federblechstreifen 23 unter Federvorspannung anliegt.
Bezugszeichenliste
[0040]
- 1
- Verbrennungsraum
- 2
- Rolle
- 3
- Förderrost
- 4
- Rotationsrichtung
- 5
- Luftzuführungsraum
- 6
- Luftzuführungskanal
- 7
- Mantel
- 8
- Gasdurchtrittsöffnung
- 9
- Sperrelement
- 10
- Halterung
- 11
- Sperrprofil
- 12
- Rollenaußenseite, Rollenumfangsfläche
- 13
- Spalt
- 14
- Dichtelement
- 15
- Berührungszone
- 16
- freies Ende
- 17
- Hilfsfeder
- 18
- Abführkanal
- 19
- Federblechstreifen
- 20
- Klemmverbindung
- 21
- Winkel
- 22
- freies Ende
- 23
- innerer Federblechstreifen
- 24
- äußerer Federblechstreifen
- 25
- Kufenprofil
- 26
- verschleißfeste Streifenlage
- 27
- Niet
- 28
- Schweißpunkte
1. Verbrennungskessel, insbesondere für die Müllverbrennung, mit einem Förderrost für
das Verbrennungsgut, der aus im Abstand angeordneten, rotierenden Rollen besteht,
die Gasdurchtrittsöffnungen zur Einleitung von Luft und/oder Gas in den Verbrennungsraum
bzw. das Verbrennungsgut aufweisen, mit zwischen benachbarten Rollen angeordneten
Sperrelementen zur Verhinderung bzw. Minimierung eines Durchrutschens von Verbrennungsgut
durch die Zwischenräume zwischen den Rollen, weiterhin mit Dichtelementen, die den
Zwischenraum zwischen den Sperrelementen und den Rollenoberflächen zum Verbrennungsraum
hin abdichten, sich in Längsrichtung der Rollen erstrecken und federnd an den Rollen
anliegen, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtelemente (14) als tangential an die Rollenumfangsfläche (12) anliegende
Kufenprofile (25) ausgebildet sind, deren kufenförmig gekrümmtes freies Ende (16)
in Umfangsrichtung der Rollen (2) weist.
2. Verbrennungskessel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrelemente (9) als zwischen benachbarten Rollen (2) im Abstand zu diesen parallel
zur Rollenachse verlaufende, hitzebeständige, an Halterungen (10) befestigte Streifen
ausgebildet sind, die sich etwa radial zu den Rollen (2) erstrecken.
3. Verbrennungskessel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtelemente (14) unterhalb der Sperrelemente (9) an deren Halterungen (10)
angeordnet sind.
4. Verbrennungskessel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtelemente (14) an den sich etwa radial zu den Rollen (2) erstreckenden Streifen
angeordnet sind.
5. Verbrennungskessel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand zwischen den Außenkanten des Sperrelementes (9) und den jeweils zugehörigen
Rollenumfangsflächen zwischen ca. 10 und 30 mm liegt.
6. Verbrennungskessel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand zwischen den Außenkanten des Sperrelementes (9) und den jeweils zugehörigen
Rollenumfangsflächen einstellbar ist.
7. Verbrennungskessel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenkanten der Sperrelemente (9) durch an diesen befestigbare Sperrprofile (11)
gebildet sind.
8. Verbrennungskessel nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Federwirkung der Dichtelemente (14) durch eine die Berührungszone (15) von Dichtelement
(14) und Rollenumfangsfläche (12) gegen die Rollenumfangsfläche drückende bzw. das
Dichtelement (14) nach außen abstützende Hilfsfeder (17) verstärkt wird.
9. Verbrennungskessel nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtelemente (14) bzw. die Hilfsfeder (17) aus mehreren, vorzugsweise drei übereinander
gelegten Federblechstreifen (19) bestehen.
10. Verbrennungskessel nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtelemente (14) auf der den Rollen (2) zugewandten Seite eine verschleiß-
und abriebfeste Streifenlage (26) aufweisen.
11. Verbrennungskessel nach einem der Ansprüche 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Federblechstreifen (19) und/oder die verschleißfeste Streifenlage (26) durch
Nieten (27) oder Schweißpunkte (28) miteinander verbunden sind.
12. Verbrennungskessel nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die die Rollenumfangsflächen (12) gemeinsam berührende Ebene eine schiefe Ebene ist,
die in Richtung zur Verbrennungsgutförderrichtung geneigt ist.
13. Verbrennungskessel nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Rollen (2) als Hohlrollen mit Manteldurchbrüchen aus gebildet sind.
1. Combustion vessel, particularly for refuse incineration, with a feed grate (3) consisting
of rotating, spaced-apart rollers (2) for the material to be incinerated, in which
the rollers (2) have openings (8) for the passage of gas for the introduction of air
and/or gas into the combustion chamber or into the material to be incinerated, and
retaining elements (9) are provided between adjacent rollers for preventing or minimizing
slippage of material to be incinerated through the spaces between the rollers, further
with sealing elements (14) sealing the space between the retaining elements (9) and
the rollers surfaces in direction to the combustion chamber, extending longitudinally
relative to the rollers and resiliently abutting the rollers characterized in that the sealing elements (14) are formed as skid profiles (25) which abut the peripheral
roller surfaces (12) tangentially and the skid-shaped curved free end (16) of which
points in the direction in which the rollers (2) rotate.
2. Combustion vessel according to Claim 1, characterized in that the retaining elements (9) are formed as heat-resistant strips which are fixed to
mountings (10) and extend between adjacent rollers (2), spaced therefrom, parallel
to the roller axis, and which extend approximately radially relative to the rollers
(2).
3. Combustion vessel according to Claim 1 or Claim 2, characterized in that the sealing elements (14) are disposed beneath the retaining elements(9) on the mountings
(10) thereof.
4. Combustion vessel according to Claim 1 or Claim 2, characterized in that the sealing elements (4) are disposed on the strips which extend approximately radially
relative to the rollers (2).
5. Combustion vessel according to any one of Claims 1 to 4, characterized in that the distance between the outer edges of the retaining element (9) and the respective
associated peripheral roller surfaces is between 10 and 30 mm.
6. Combustion vessel according to any one of Claims 1 to 5, characterized in that the distance between the outer edges of the retaining element (9) and the respective
associated peripheral roller surfaces is adjustable.
7. Combustion vessel according to any one of Claims 1 to 6, characterized in that the outer edges of the retaining element (9) are formed by retaining profiles (11)
attachable thereto.
8. Combustion vessel according to any one of Claims 1 to 7, characterized in that the spring action of the sealing elements (14) is reinforced by an auxiliary spring
(17) pressing the contact region (15) of sealing element (14) and peripheral roller
surface (12) towards the peripheral roller surface or bracing the sealing element
(14) outwardly.
9. Combustion vessel according to any one of Claims 1 to 8, characterized in that the sealing elements (14) or the auxiliary spring (17) consist of a plurality of
superposed spring steel strips (19), preferably three strips.
10. Combustion vessel according to any one of Claims 1 to 9, characterized in that the sealing elements (14) have a wear- and abrasion-resistant strip layer (26) on
the side facing the rollers(2).
11. Combustion vessel according to either of Claims 9 and 10, characterized in that the spring steel strips (19) and/or the wear-resistant strip layer (26) are connected
to one another by rivets (27) or spot welds (28).
12. Combustion vessel according to any one of Claims 1 to 11, characterized in that the plane contacting all of the peripheral roller surfaces (12) is an inclined plane
sloping in the direction of supply of the material to be incinerated.
13. Combustion vessel according to any one of Claims 1 to 13, characterized in that the rollers (2) are formed as hollow rollers with through-holes in their walls.
1. Chaudière de combustion, en particulier pour l'incinération d'ordures ménagères, comportant
une grille transporteuse (3) pour les matières à brûler, se composant de rouleaux
rotatifs (2) disposés à distance les uns des autres, les rouleaux (2) comportant des
ouvertures (8) de passage de gaz pour l'introduction d'air et/ou de gaz dans la chambre
de combustion ou dans les matières à brûler, et des éléments d'arrêt (9) étant prévus
entre les rouleaux voisins pour empêcher ou réduire au minimum une chute de matières
à brûler à travers les intervalles entre les rouleaux, et de plus des éléments d'étanchéité,
qui rendent étanche l'intervalle entre les éléments d'arrêt et les surfaces des rouleaux
vers la chambre de combustion, qui s'étendent dans la direction longitudinale des
rouleaux et s'appliquent à ressort contre les rouleaux, caractérisée en ce que les éléments d'étanchéité réalisés sous forme de profilés en spatule de ski (25)
qui s'appliquent tangentiellement sur la surface périphérique (12) du rouleau et dont
l'extrémité libre (16) recourbée en forme de spatule de ski est dirigée dans le sens
de rotation du rouleau.
2. Chaudière de combustion selon la revendication 1, caractérisée en ce que les éléments d'arrêt (9) sont réalisés sous forme de lames résistantes à la chaleur
qui sont fixées à des supports (10), s'étendent entre des rouleaux (2) voisins, à
distance de ceux-ci et parallèlement à leurs axes, et sont dirigées à peu près radialement
par rapport aux rouleaux (2).
3. Chaudière de combustion selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que les éléments d'étanchéité(14) sont disposés au-dessous des éléments d'arrêt (9) sur
les supports (10) de ceux-ci.
4. Chaudière de combustion selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que les éléments d'étanchéité(14) sont disposés au niveau des lames dirigées à peu près
radialement par rapport aux rouleaux (2).
5. Chaudière de combustion selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que la distance entre les bords extérieurs des éléments d'arrêt (9) et les surfaces périphériques
des rouleaux respectivement associés est comprise entre 10 et 30 mm.
6. Chaudière de combustion selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que la distance entre les bords extérieurs des éléments d'arrêt (9) et les surfaces périphériques
des rouleaux respectivement associés est réglable.
7. Chaudière de combustion selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que les bords extérieurs des éléments d'arrêt (9) sont formés par des profilés d'arrêt
(11) qui peuvent être fixés à ces éléments.
8. Chaudière de combustion selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisée en ce que l'effet de ressort des éléments d'étanchéité (14) est renforcé par un ressort auxiliaire
(17) qui presse contre la surface périphérique (12) du rouleau la zone de contact
(15) entre l'élément d'étanchéité (14) et cette surface périphérique ou qui sert d'appui
pour l'élément d'étanchéité (14) vers l'extérieur.
9. Chaudière de combustion selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisée en ce que les éléments d'étanchéité (14) ou les ressorts auxiliaires (17) se composent de plusieurs,
de préférence de trois lames de tôle à ressorts (19) superposées.
10. Chaudière de combustion selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisée en ce que les éléments d'étanchéité (14) comportent, du côté dirigé vers les rouleaux (2),
une couche lamellaire (26) résistante à l'usure et à l'abrasion.
11. Chaudière de combustion selon la revendication 9 ou 10, caractérisée en ce que les lames de tôle à ressorts (19) et/ou la couche lamellaire résistante à l'usure
(26) sont réunies entre elles par des rivets (27) ou des points de soudure (28).
12. Chaudière de combustion selon l'une quelconque des revendications 1 à 11, caractérisée en ce que le plan qui est tangent à l'ensemble des surfaces périphériques (12) des rouleaux
est un plan oblique qui est incliné en direction du sens de transport des matières
à brûler.
13. Chaudière de combustion selon l'une quelconque des revendications 1 à 12, caractérisée en ce que les rouleaux (2) sont réalisés sous forme de rouleaux creux à enveloppe perforée.