(19)
(11) EP 0 607 816 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
02.12.1998  Patentblatt  1998/49

(21) Anmeldenummer: 94100157.0

(22) Anmeldetag:  06.01.1994
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)6A61H 15/00

(54)

Massagegerät

Massage device

Dispositif de massage


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE DK ES FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE

(30) Priorität: 07.01.1993 DE 4300219

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
27.07.1994  Patentblatt  1994/30

(73) Patentinhaber: GIES GmbH & Co. Kunststoffwerk KG
D-36272 Niederaula (DE)

(72) Erfinder:
  • Arnold, Gerhard
    65187 Wiesbaden (DE)

(74) Vertreter: Walther, Robert, Dipl.-Ing. 
Patentanwälte - European Patent Attorneys Walther, Walther & Hinz, Postfach 41 01 45
34063 Kassel
34063 Kassel (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 092 449
DE-U- 9 010 455
US-A- 2 127 674
EP-A- 0 282 173
GB-A- 398 922
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Massagerät mit einem Handgriff und einem daran befestigten, relativ zum Handgriff beweglichen Massagekopf, wobei der Massagekopf durch ein elastisch verformbares Verbindungsteil mit dem Handgriff verbunden ist.

    [0002] Ein Massagerät ist beispielsweise in dem DE-U-90 10 455.2 beschrieben. Bei ihm ist der Massagekopf mittels einer Achse pendelnd mit dem Handgriff verbunden. Dadurch kann er bei Benutzung durch eine Pendelbewegung um die den Massagekopf lagernde Achse der Körperkontur folgen, was zu einer gleichmäßigen Auflage aller Rollkörper führt.

    [0003] Die EP-A-0 092 449 beschreibt ebenfalls ein Massagegerät, bei dem ein Massagekopf mit als Kugeln ausgebildeten Rollkörpern mittels eines Kugelgelenks mit seinem Handgriff verbunden ist. Das ermöglicht es dem Massagekopf um zwei Achsen zu pendeln, so daß er mit zwei Freiheitsgraden der jeweils zu behandelnden Körperkontur folgen kann. Das hierfür erforderliche Kugelgelenk bedingt jedoch einen relativ hohen konstruktiven Aufwand und erfordert relativ hohe Kräfte, um die gewünschte Pendelbewegung zuzulassen.

    [0004] Aus der GB-A 398 922 ist ein Massagegerät der eingangs genannten Art bekannt; allerdings ist hierbei die Kraft, mit der der Massagekopf relativ zum Griff ausgelenkt wird, immer gleich. Es hat sich jedoch gezeigt, daß diese Kraft veränderlich sein soll, da nicht alle Körperzonen mit der gleichen Kraft massiert werden sollen.

    [0005] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Massagegerät der eingangs genannten Art derart weiterzubilden, daß die Kraft zum Auslenken des Massagekopfes variabel ist, wobei die Einstellung der Kraft möglichst einfach erfolgen soll.

    [0006] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Massagekopf zur Durchführung einer Rollenmassage einen drehbar gelagerten Rollkörper aufweist, daß das Verbindungsteil vom Handgriff zum Rollkörper im Handgriff innerhalb eines in der Aufnahme axial verschieblich angeordneten Federtopfes gehalten ist, daß der Handgriff einen von seiner Außenseite bis in die Aufnahme führenden Schlitz aufweist, und daß der Federtopf durch einen durch den Schlitz führenden Zapfen mit einem Stellknopf an der Außenseite des Handgriffes verbindbar ist.

    [0007] Wichtig für die Erfindung ist, daß das Verbindungsteil eine gute Beweglichkeit des Massagekopfes zuläßt. Das kann auf verschiedene Weise erreicht werden, beispielsweise durch Gummikörper. Eine besonders einfache Ausführungsform besteht jedoch darin, daß das Verbindungsteil ein Federstab ist.

    [0008] Der Massagekopf befindet sich im nicht kraftbeaufschlagten Zustand stets in einer genau festgelegten Grundstellung relativ zum Handgriff, wenn, gemäß einer anderen Weiterbildung der Erfindung, das Verbindungsteil durch eine im unbelasteten Zustand auf Block liegende Zugfeder gebildet ist.

    [0009] Die Erfindung läßt zahlreiche Ausführungsformen zu. Zur weiteren Verdeutlichung ihres Grundprinzips ist eine davon in der Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend beschrieben. Diese zeigen in
    Figur 1
    eine teilweise geschnitten dargestellte Seitenansicht eines Massagegerätes nach der Erfindung;
    Figur 2
    das Massagegerät nach Figur 1 mit ausgelenktem Massagekopf;
    Figur 3
    eine Draufsicht auf das Massagegerät mit ausgelenktem Massagekopf.


    [0010] Das erfindungsgemäße Massagegerät hat einen Handgriff 1, an welchem über ein elastisch verformbares Verbindungsteil 2 ein Massagekopf 3 befestigt ist. Dieser Massagekopf 3 haltert auf einer Achse 4 mehrere, frei drehbare Rollkörper 5, bei denen es sich um gezahnte Scheiben handeln kann. Die Achse 4 verläuft bei diesem Ausführungsbeispiel parallel zum Handgriff 1. Sie kann jedoch auch anders ausgerichtet sein, insbesondere auch fluchtend zur Haupterstreckungsachse des Handgriffes 1 verlaufen.

    [0011] Das Verbindungsteil 2 ist bei diesem Ausführungsbeispiel als im unbelasteten Zustand auf Block liegende Zugfeder ausgebildet, die mit einem Ende fest mit dem Massagekopf 3 verbunden und mit ihrem anderen Ende in einem Federtopf 6 befestigt ist, welcher innerhalb einer Aufnahme 7 des Handgriffes 1 axial verstellt werden kann, so daß das Verbindungsteil 2 mehr oder weniger weit aus dem Handgriff 1 herauszuragen vermag. Zum Verschieben des Federtopfes 6 dient ein Stellknopf 8, der durch einen Zapfen 9 fest mit dem Federtopf 6 verbunden ist, wobei dieser Zapfen 9 innerhalb eines in die Aufnahme 7 führenden Schlitzes 10 verläuft.

    [0012] Die Figuren 2 und 3 verdeutlichen, daß sich der Massagekopf 3 gegenüber dem Handgriff 1 unter Aufweitung des als Zugfeder ausgebildeten Verbindungsteils 2 bewegen kann, um sich der Kontur der massierten Körperpartie anzupassen.

    [0013] Die Figur 3 zeigt in der Draufsicht den Stellknopf 8 und den Schlitz 10 im Handgriff 1.

    Bezugszeichenliste



    [0014] 
    1
    Handgriff
    2
    Verbindungsteil
    3
    Massagekopf
    4
    Achse
    5
    Rollkörper
    6
    Federtopf
    7
    Aufnahme
    8
    Stellknopf
    9
    Zapfen
    10
    Schlitz



    Ansprüche

    1. Massagegerät mit einem Handgriff (1) und einem daran befestigten, relativ zum Handgriff (1) beweglichen Massagekopf (3), wobei der Massagekopf (3) durch ein elastisch verformbares Verbindungsteil mit dem Handgriff (1) verbunden ist,
    dadurch gezeichnet,
    daß der Massagekopf zur Durchführung einer Rollenmassage einen drehbar gelagerten Rollkörper aufweist, daß das Verbindungsteil (2) vom Handgriff zum Rollenkörper (5) im Handgriff (1) innerhalb eines in der Aufnahme (7) axial verschieblich angeordneten Federtopfes gehalten ist, daß der Handgriff einen von seiner Außenseite bis in die Aufnahme führenden Schlitz (10) aufweist, und daß der Federtopf (6) durch einen durch den Schlitz (10) führenden Zapfen (9) mit einem Stellknopf (8) an der Außenseite des Handgriffes verbindbar ist.
     
    2. Massagerät nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß das Verbindungsteil (2) ein Federstab ist.
     
    3. Masaagegerät nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß das Verbindungsteil (2) durch einen im unbelasteten Zustand auf Block liegende Zugfeder gebildet ist.
     


    Claims

    1. Massage device with a handle (1) on which a massage head (3) is fastened so as to be movable relative to the handle (1), whereas the massage head (3) is connected with the handle (1) by way of an elastically deformable link,
    characterized in that
    the massage head is provided with a pivotably arranged roller for rolling massage, that the link (2) is kept, from the handle to the roller (5) in the handle (1), within an axially movable spring box arranged in the reception (7), that the handle has a slot (10) going from its outer side to the reception, and that the spring box (6) is connectable with an adjusting knob (8) on the outer side of the handle by way of a peg (9) reaching through the slot (10).
     
    2. Massage device according to claim 1,
    characterized in that
    the link (2) is a spring bar.
     
    3. Massage device according to at least one of the previous claims,
    characterized in that
    the link (2) consists in a tension spring being locked when not loaded.
     


    Revendications

    1. Appareil de massage avec un manche (1) et une tête de massage (3) fixée au manche (1) et mobile par rapport à ce dernier, la tête de massage (3) étant reliée au manche (1) par une pièce de raccordement élastique et déformable,
    caractérisé en ce que
    la tête de massage est pourvue d'un rouleau pivotable pour les massages à rouleaux, que la pièce de raccordement (2) est maintenue depuis le manche jusqu'au rouleau (5) dans le manche (1) à l'intérieur d'un boîtier à ressort (6) placé dans la réception (7) de façon à être axialement mobile, que le manche est pourvu d'une fente (10) allant de son côté extérieur jusqu' à la réception, et que le boîtier à ressort (6) est raccordable à un bouton de réglage (8) placé sur le côté extérieur du manche par une cheville (9) engagée dans la fente (10).
     
    2. Appareil de massage selon la revendication 1,
    caractérisé en ce que
    la pièce de raccordement (2) est une tige à ressort.
     
    3. Appareil de massage selon au moins une des revendications précédentes,
    caractérisé en ce que
    la pièce de raccordement (2) est un ressort de traction verrouillé lorsqu'il n'est pas sollicité.
     




    Zeichnung