Gebiet der Erfindung
[0001] Die Erfindung betrifft ein verfahren zur Herstellung von Eisenerzkonzentraten durch
Flotation von Eisenerzen, bei dem man als Sammler Gemische von speziellen Etheraminen
mit anionischen Sammlern einsetzt.
Stand der Technik
[0002] Eisenerze finden sich in der Natur vorzugsweise in Form von Oxiden, unter denen Magnetit,
Hämatit, Martit, Limonit und Goethit die bekanntesten sind. Als Verunreinigungen enthalten
diese hauptsächlich Silicate, insbesondere Quarz sowie Anteile an Phosphor- und Schwefelverbindungen.
Für die Herstellung von qualitativ hochwertigem Stahl ist es erforderlich, die genannten
Verunreinigungen möglichst weitgehend aus den Eisenerzen zu entfernen, wobei man sich
in der Regel der Flotation bedient.
[0003] Üblicherweise wird hierzu das Eisenerz zunächst zerkleinert und trocken, vorzugsweise
aber naß vermahlen und in Wasser suspendiert. Im Anschluß wird ein Sammler, häufig
in Verbindung mit weiteren Reagenzien, zu denen Schäumer, Regler, Drücker (Desaktivatoren)
und/oder Beleber (Aktivatoren) gehören, zugegeben, der die Abtrennung der Wertminerale
von den Gangartmineralien des Erzes bei der anschließenden Flotation unterstützt.
Bevor in die Suspension Luft eingeblasen wird, um an ihrer Oberfläche Schaum zu erzeugen
und die Flotation in Gang zu setzen, läßt man diese Reagenzien üblicherweise eine
gewisse Zeit auf das feingemahlene Erz einwirken (Konditionieren). Der Sammler bewirkt
eine Hydrophobierung der Oberfläche der im Eisenerz enthaltenen Verunreinigungen,
so daß ein Anhaften dieser Minerale an den während der Belüftung gebildeten Gasblasen
stattfindet. Die Hydrophobierung der Mineralbestandteile erfolgt hierbei selektiv
in der Weise, daß die Gangart ausflotiert wird und das Konzentrat als Rückstand verbleibt
(indirekte Flotation).
[0004] Bei der flotativen Aufbereitung von Eisenerzen werden als Sammler bevorzugt aminische
Verbindungen eingesetzt. Diesen kommt die Aufgabe zu, an der Oberfläche der Verunreinigungen
möglichst selektiv zu adsorbieren, um eine hohe Abreicherung dieser unerwünschten
Bestandteile im Flotationskonzentrat sicherzustellen. Außerdem sollen die Sammler
einen tragfähigen, aber nicht zu stabilen Flotationsschaum entwickeln.
[0005] Aus der
US-A-4,168,227 ist ein Verfahren zur Entfernung von Silicatverunreinigungen aus Eisenerzen bekannt,
bei dem als Sammler Alkylamine, Alkylendiamine und Etheramine eingesetzt werden.
[0006] In der
AU-A-86/53 766 wird vorgeschlagen, die flotative Abtrennung von Silicaten und Phosphaten aus Eisenerzen
mit Hilfe von Sammlergemischen enthaltend Etheramine und Ethercarbonsäureamide vorzunehmen.
[0007] Die Verwendung von anionischen Tensiden als Sammler oder Co-Sammler in der Flotation
von nichtsulfidischen Erzen ist aus einer Vielzahl von Veröffentlichungen bekannt.
Beispiele hierzu sind Alkylphosphate und Alkyletherphosphate [
Erzmetall 30, 505 (1977)], Ethercarbonsäuren [
DE 22 37 359 A1], Sulfosuccinamide und Succinamate [
US-A-4,206,045; US-A-4,309,282 und
US-A-4,139,481] sowie Alkylasparaginsäuren [
EP 0 270 018 A1].
[0008] Die Verwendung einer Mischung aus Etheraminen und stickstoffhaltigen, anionischen
Tensiden als Sammler ist aus der
US-A-4,732,667 bekannt.
[0009] Die
US-A-4,472,270 beschreibt die Eisenerzflotation unter Einsatz von Etheraminen und einem unpolaren
Kohlenwasserstoff als nichtionischem Sammler.
[0010] In
Ullmann, Encyklopädie der technischen Chemie, 4. Aufl., Bd. 2, S.117, Ziff. 1.3.4 werden Kohlenwasserstoffe (Petroleum und andere
Öle) als unpolare, nichtionenaktive Sammler genannt.
[0011] Die flotative Reinigung von Eisenerzen zu Konzentraten, die den steigenden Qualitätsansprüchen
der Industrie genügen, stellt jedoch nach wie vor ein technisches Problem dar. Insbesondere
mangelt es an Sammlersystemen, mit deren Hilfe sich Eisenerzkonzentrate herstellen
lassen, die Phosphorgehalte von weniger als 0,015 Gew.-% aufweisen.
[0012] Die Aufgabe der Erfindung bestand somit darin, ein verbessertes Flotationsverfahren
zur Herstellung von Eisenerzkonzentraten zu entwickeln, das frei von den geschilderten
Nachteilen ist.
Beschreibung der Erfindung
[0013] Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Eisenerzkonzentraten
durch Flotation, bei dem man gemahlenes Eisenerz mit Wasser zu einer Suspension mischt,
in die Suspension in Gegenwart eines Reagenziensystems Luft einleitet und den entstandenen
Schaum zusammen mit den darin flotierten Feststoffen abtrennt, das sich dadurch auszeichnet,
daß man als Sammler Gemische enthaltend
a) mindestens ein Etheramin der Formel (I),

in der R¹ für einen linearen oder verzweigten aliphatischen Kohlenwasserstoffrest
mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen und 0, 1, 2 oder 3 Doppelbindungen, n und m unabhängig
voneinander für die Zahlen 1, 2 oder 3, x für 0 oder die Zahlen 1, 2 oder 3 und y
für 2 oder 3 steht, und
b) mindestens einen weiteren anionischen Sammler aus der Gruppe der Aniontenside,
umfassend
Fettsäuren,
Alkylsulfosuccinate,
Alkylsulfosuccinamate,
Alkylphosphate und Alkyletherphosphate der Formeln

in der R¹² und R¹³ unabhängig voneinander für einen Alkyl- oder Alkenylrest mit 8
bis 22 Kohlenstoffatomen und p und q im Falle der Alkylphosphate für 0, im Falle der
Alkyletherphosphate für Zahlen von 1 bis 15 stehen und Z ein Alkalimetall oder ein
Ammoniumion darstellt,
Alkylasparaginsäuren und
Ethercarbonsäuren der Formel (XIV)

in der R¹⁵ für einen Alkyl- oder Alkenylrest mit 8 bis 22 Kohlenstoffatomen und n
für 0 oder Zahlen von 1 bis 10 steht und Z ein Alkalimetall- oder Ammonium-Ion darstellt,
einsetzt.
[0014] Überraschenderweise wurde gefunden, daß die erfindungsgemäß einzusetzenden Sammlergemische
selektiv Phosphorverunreinigungen aus Eisenerzen entfernen können und dabei die kationische
Flotation der Silicate nicht negativ beeinflussen. Die Erfindung schließt dabei die
Erkenntnis ein, daß Phosphor- und Silicatflotation sowohl separat als auch in einem
Schritt durchgeführt werden können. Insbesondere wurde gefunden, daß die nach dem
erfindungsgemäßen Verfahren erhältlichen Konzentrate Phosphorgehalte von weniger als
0,015 Gew.-% - bezogen auf das Konzentrat - aufweisen.
[0015] Etheramine der Formel
(I) stellen bekannte Verbindungen dar, die nach den einschlägigen Verfahren der präparativen
organischen Chemie zugänglich sind. Üblicherweise geht man zu ihrer Herstellung von
Fettalkoholsulfaten aus, die in Gegenwart von Alkalihydroxiden bei Temperaturen von
ca. 180°C mit Alkanolaminen oder Aminoalkylalkanolaminen umgesetzt werden, wobei als
Nebenprodukt Alkalisulfat gebildet wird [
DE 35 04 242 A1].
[0016] Als Ausgangsstoffe für die erfindungsgemäß zu verwendenden Etheramine kommen Fettalkoholsulfate
auf Basis von gesättigten oder ungesättigten Fettalkoholen sowie primäre Amine bzw.
Diamine in Betracht. Typische Beispiele sind Umsetzungsprodukte von Octylsulfat, Decylsulfat,
Laurylsulfat, Myristylsulfat, Cetylsulfat, Stearylsulfat, Oleylsulfat, Elaidylsulfat,
Petroselinylsulfat, Linolylsulfat, Linolenylsulfat, Arachylsulfat, Gadoleylsulfat,
Behenylsulfat und Erucylsulfat mit Methanolamin, Ethanolamin, n-Propanolamin, i-Propanolamin,
Aminoethylethanolamin, Aminoethylpropanolamin, Aminopropylethanolamin und Aminopropylpropanolamin.
Wie in der Fettchemie üblich, können auch Sulfate auf Basis technischer Fettalkoholschnitte
mit den genannten Aminen zur Reaktion gebracht werden. Bevorzugt sind Etheramine der
Formel
(I), in der R¹ für einen Alkylrest mit 6 bis 18, insbesondere 8 bis 12 Kohlenstoffatomen
steht.
[0017] Unter
anionischen Sammlern sind im Sinne der Erfindung Aniontenside vom Typ der Fettsäuren, Alkylsulfosuccinate,
Alkylsulfosuccinamate, Alkylphosphate, Alkyletherphosphate, Alkylasparaginsäuren und
Ethercarbonsäuren zu verstehen. Bei allen diesen anionischen Tensiden handelt es sich
um bekannte Verbindungen, deren Herstellung - sofern nicht anders angegeben - z.B.
in
J.Falbe, U.Hasserodt (ed.), "Katalysatoren, Tenside und Mineralöladditive, Thieme
Verlag, Stuttgart, 1978 oder
J.Falbe (ed.) "Surfactants in Consumer Products", Springer Verlag, Berlin, 1986 beschrieben ist.
[0018] Als
Fettsäuren kommen hier vor allem die aus pflanzlichen oder tierischen Fetten und Ölen, beispielsweise
durch Fettspaltung und gegebenenfalls Fraktionierung und/oder Trennung nach dem Umnetzverfahren,
gewonnenen geradkettigen Fettsäuren der Formel
(II) in Betracht,

in der R² für einen aliphatischen Kohlenwasserstoffrest mit 12 bis 18 Kohlenstoffatomen
und 0, 1, 2 oder 3 Doppelbindungen und Y für ein Alkali-, Erdalkalimetall oder einen
Ammoniumrest steht. Eine besondere Bedeutung kommt hierbei den Natrium- und Kaliumsalzen
der Öl- und der Tallölfettsäure zu.
[0019] Als
Alkylsulfosuccinate eignen sich Sulfobernsteinsäuremonoester von Fettalkoholen der Formel
(V),

in der R⁶ für einen linearen oder verzweigten Alkylrest mit 8 bis 22, vorzugsweise
12 bis 18 Kohlenstoffatomen steht und Z die oben angegebene Bedeutung besitzt.
[0020] Als
Alkylsulfosuccinamate eignen sich Sulfobernsteinsäuremonoamide von Fettaminen der Formel
(VI),

in der R⁷ für einen linearen oder verzweigten Alkylrest mit 8 bis 22, vorzugsweise
12 bis 18 Kohlenstoffatomen steht und Z die oben angegebene Bedeutung besitzt.
[0021] Als
Alkylphosphate und
Alkyletherphosphate eignen sich Substanzen der Formeln
(XI) und
(XII),

in der R¹² und R¹³ unabhängig voneinander für einen Alkyl- oder Alkenylrest mit 8
bis 22 Kohlenstoffatomen und p und q im Falle der Alkylphosphate für 0, im Falle der
Alkyletherphosphate für Zahlen von 1 bis 15 stehen und Z die oben angegebene Bedeutung
besitzt.
[0022] Werden die Etheramine im Sinne der Erfindung im Gemisch mit Alkylphosphaten oder
Alkyletherphosphaten eingesetzt, können die Phosphate als Mono- oder Diphosphate vorliegen.
Vorzugsweise werden in diesem Fall Gemische aus Mono- und Dialkylphosphaten eingesetzt,
wie sie bei der technischen Herstellung solcher Verbindungen anfallen.
[0023] Unter
Alkylasparaginsäuren sind Verbindungen der Formel
(XIII) zu verstehen,

in der R¹⁴ für einen Alkyl- oder Alkenylrest mit 8 bis 22 Kohlenstoffatomen steht
und Z die oben angegebene Bedeutung besitzt.
[0024] Als
Ethercarbonsäuren kommen schließlich Verbindungen der Formel
(XIV) in Betracht,

in der R¹⁵ für einen Alkyl- oder Alkenylrest mit 8 bis 22 Kohlenstoffatomen und n
für 0 oder Zahlen von 1 bis 10 steht und Z die oben angegebene Bedeutung besitzt.
Bei einer speziellen Ausführungsform der Erfindung werden neben den Sammler-Gemischen
aus Etheraminen und anionischen Tensiden zusätzlich nichtionische Co-Sammler, ausgewählt
aus der Gruppe der Fettalkoholpolyglykolether, eingesetzt.
[0025] Bei diesen nichtionischen Tensiden handelt es sich um bekannte Verbindungen, deren
Herstellung - sofern nicht anders angegeben - z.B. in
J.Falbe, U.Hasserodt (ed.), "Katalysatoren, Tenside und Mineralöladditive, Thieme
Verlag, Stuttgart, 1978 oder J.Falbe (ed.) "Surfactants in Consumer Products", Springer
Verlag, Berlin, 1986 beschrieben ist.
[0026] Als
Fettalkoholpolyglycolether eignen sich Anlagerungsprodukte von durchschnittlich n Mol Ethylen- und/oder Propylenoxid
an Fettalkohole, die der Formel
(XV) folgen,

in der R¹⁶ für einen linearen oder verzweigten Alkylrest mit 8 bis 22, vorzugsweise
12 bis 18 Kohlenstoffatomen, R⁵ für Wasserstoff oder eine Methylgruppe und n für Zahlen
von 1 bis 30, vorzugsweise 2 bis 15 steht.
[0027] Die Gemische der Etheramine mit den anionischen und/gegebenenfall nichtionischen
Sammlern können einen Gehalt von 5 bis 95 Gew.-%, vorzugsweise 10 bis 60 Gew.-% der
Etheramine aufweisen. Besonders vorteilhafte Ergebnisse werden mit Gemischen erzielt,
die neben Etheraminen Fettsäuren, Alkylasparaginsäuren und/oder Ethercarbonsäuren
beziehungsweise Alkylsulfosuccinamate, Alkylphosphate und/oder Alkyletherphosphate
enthalten.
[0028] Zur Erzielung wirtschaftlich brauchbarer Ergebnisse bei der Flotation von Eisenerz
muß das Sammlergemisch in einer gewissen Mindestmenge eingesetzt werden. Es darf aber
auch eine Höchstmenge nicht überschritten werden, da sonst die Schaumbildung zu stark
wird und die Selektivität gegenüber den auszuflotierenden Verunreinigungen abnimmt.
Die Mengen, in denen die erfindungsgemäß zu verwendenden Sammlergemische eingesetzt
werden können, betragen üblicherweise 20 bis 2000, vorzugsweise 50 bis 1000 g pro
Tonne Roherz.
[0029] Das erfindungsgemäße Verfahren schließt die Mitverwendung von für die Flotation üblichen
Reagenzien wie beispielsweise Schäumern, Reglern, Aktivatoren, Desaktivatoren usw.
ein. Die Durchführung der Flotation erfolgt unter den Bedingungen der Verfahren des
Standes der Technik. In diesem Zusammenhang sei auf die folgenden Literaturstellen
zum technologischen Hintergrund der Erzaufbereitung verwiesen
: H.Schubert, "Aufbereitung fester mineralischer Stoffe", Leipzig, 1967; D.B. Puchas
(Ed.), "Solid/liquid separation equipment scale-up", Croydon, 1977; E.S.Perry, C.J.VanOss,
E.Grushka (Ed.), "Separation and Purification Methods", New York, 1973 - 1978.
[0030] Die folgenden Beispiele sollen den Gegenstand der Erfindung näher erläutern, ohne
ihn darauf einzuschränken.
Beispiele
I. Eingesetzte Sammler und Sammler
[0031]
Tab.1
| Sammler |
| |
Aminische Sammler |
| A1) |
Etheramin auf Basis |
| n-Propanolamin und C₈₋₁₀-Fettalkoholsulfat |
| (C₈₋₁₀H₁₇₋₂₁)-O-(CH₂)₃-NH₂ |
| A2) |
Etheramin auf Basis |
| n-Propanolamin und C₈₋₁₂-Fettalkoholsulfat |
| (C₈₋₁₂H₁₇₋₂₅)-O-(CH₂)₃-NH₂ |
| A3) |
Etheramin auf Basis |
| Aminopropylpropanolamin und Decylsulfat |
| C₁₀H₂₁-O-(CH₂)₃-NH-(CH₂)₃-NH₂ |

II. Verwendete Erze
[0032] Für die Untersuchungen wurden zwei nordamerikanische Hämatit-Proben sowie ein Magnetiterz
eingesetzt. Neben Eisenoxid enthielt das Hämatiterz etwa 44 Gew.-% Silicate (vorwiegend
Quarz) und 0,1 bis 0,2 Gew.-% Apatit. Die genaue chemische Analyse der verwendeten
Erzproben ist Tab.3 zu entnehmen:
Tab.3
| Analyse der Erzproben (Durchschnittswerte) |
| Erz-Typ |
Fe Gew.-% |
P Gew.-% |
SiO₂ Gew.-% |
| Hämatit-Probe I |
35,9 |
0,038 |
43,9 |
| Hämatit-Probe II |
38,4 |
0,025 |
44,8 |
| Magnetit |
65,0 |
0,015 |
7,0 |
III. Flotationsbeispiele Hämatiterz
[0033] Die Aufbereitung beinhaltete die folgenden Teilschritte:
- Mahlung,
- Selektive Entschlämmung und
- Rougher-Flotation
Der aminische Sammler und die anionischen und/oder nichtionischen Sammler wurden
in der Rougher-Flotationsstufe eingesetzt.
[0034] 600 g des zuvor grob zerkleinerten Erzes wurden unter Zugabe von 13,4 mg Natriummetasilicat,
40,2 mg Natriumhydroxid und etwa 400 ml Flotationswasser (Härte : 14,7 mg/l CaCl₂
x 2H₂O und 4,9 mg/l MgSO₄ x 7H₂O)) 45 min in einer Stangenmühle gemahlen. Das gemahlene
Erz wies folgende Korngrößenverteilung auf:
> 31 µm : 7,7 Gew.-%
11 bis 31 µm : 45,3 Gew.-%
< 11 µm : 47,0 Gew.-%
Anschließend wurde das feingemahlene Erz in die Entschlämmungsstufe überführt, auf
etwa 8 l verdünnt (Feststoffgehalt : 7 Gew.-%), mit 3 ml wärmebehandelter Maisstärke
(2,25 gew.-%ig) versetzt und nach 2 min der überstehende Schlamm abgetrennt.
[0035] Die entschlämmte Flotationsaufgabe (Volumen: ca. 1 l) wurde in einer 2-l-Denver-Rührwerkszelle
(Typ D1) überführt. Anschließend wurden 67 ml Natriumhydroxid und 12 ml Maisstärke
(2,25 gew.-%ig) zugefügt, die Zelle mit Flotationswasser aufgefüllt und die Trübe
unter Rühren 2 min konditioniert. Danach wurden der aminische Sammler sowie die anionischen
und/oder nichtionischen Sammler zudosiert. Im Anschluß wurde die Rougher-Flotation
bei einer Rührgeschwindigkeit von 1200 UpM durchgeführt, bei der ein Schaumprodukt
und ein Konzentrat in der Zelle erhalten wurde. Nach erneuter Dosierung des Sammlers
wurde ein zweitesmal flotiert und ein weiteres Schaumprodukt sowie das gewünschte
Eisenerzkonzentrat erhalten. Einzelheiten zu den Flotationsversuchen sind den Tabellen
4, 5 und 6 zu entnehmen.
Tab.4a
Hämatit, Probe I:
Sammlersysteme und Dosierung |
| Bsp. |
Sammler A |
Einsatzmenge |
Sammler B |
Einsatzmenge g/t |
| |
|
FS I g/t |
FS II g/t |
|
|
| 1 |
A1 |
48 |
48 |
B1 |
90 |
| 2 |
A1 |
48 |
48 |
B1 |
180 |
| 3 |
A1 |
48 |
96 |
B1 |
180 |
| 4 |
A2 |
48 |
48 |
B2 |
126 |
| 5 |
A1 |
48 |
48 |
B3 |
60 |
| 6 |
A1 |
48 |
48 |
B1/B3 |
60/60 |
| 7 |
A1 |
32 |
32 |
B1/B3 |
80/ 9 |
| 8 |
A1 |
32 |
32 |
B1/B3 |
80/ 9 |
| 9 |
A1 |
48 |
48 |
B1/B3 |
39/39 |
| 10 |
A1 |
36 |
48 |
B1/B3 |
45/45 |
| 11 |
A1 |
36 |
48 |
B1/B3 |
60/60 |
| V1 |
A1 |
48 |
48 |
- |
- |
Legende:
FS I : Flotationsstufe I
FS II : Flotationsstufe II |
Tab.4b
Hämatit, Probe II:
Sammlersysteme und Dosierung |
| Bsp. |
Sammler A |
Einsatzmenge |
Sammler B |
Einsatzmenge g/t |
| |
|
FS I g/t |
FS II g/t |
|
|
| 12 |
A1 |
48 |
48 |
B1/B3 |
60/60 |
| 13 |
A1 |
48 |
48 |
B1/B3 |
84/36 |
| 14 |
A1 |
48 |
48 |
B1/B3 |
96/24 |
| 15 |
A1 |
48 |
48 |
B1/B3 |
108/12 |
| 16 |
A1 |
48 |
48 |
B1/B3 |
48/72 |
| 17 |
A1 |
48 |
48 |
B4/B5/B6 |
24/40/ 80 |
| 18 |
A1 |
48 |
48 |
B4/B5/B6 |
10/34/100 |
| 19 |
A1 |
48 |
48 |
B4/B5/B6 |
28/21/ 95 |
| 20 |
A1 |
48 |
48 |
B4/B5/B6 |
20/57/ 67 |
| V2 |
A1 |
48 |
48 |
- |
- |
Tab.5a
Hämatit, Probe I:
Ergebnisse Entschlämmung Prozentangaben als Gew.-% |
| Bsp. |
Schlamm |
Aufgabe P % |
| |
Menge % |
Fe % |
P % |
SiO₂ % |
|
| 1 |
30,2 |
12,8 |
0,051 |
75,8 |
0,038 |
| 2 |
29,9 |
12,6 |
0,055 |
76,1 |
0,039 |
| 3 |
29,9 |
12,6 |
0,055 |
76,1 |
0,039 |
| 4 |
29,6 |
12,8 |
0,049 |
73,1 |
0,036 |
| 5 |
26,9 |
13,3 |
0,052 |
76,4 |
0,034 |
| 6 |
26,9 |
13,9 |
0,053 |
77,8 |
0,035 |
| 7 |
28,1 |
12,1 |
0,058 |
75,2 |
0,038 |
| 8 |
27,1 |
12,6 |
0,055 |
75,0 |
0,037 |
| 9 |
27,2 |
13,9 |
0,055 |
77,9 |
0,037 |
| 10 |
29,8 |
11,4 |
0,057 |
76,8 |
0,039 |
| 11 |
31,5 |
11,1 |
0,053 |
74,3 |
0,039 |
| V1 |
29,2 |
13,7 |
0,057 |
74,8 |
0,038 |
Tab.5b
Hämatit, Probe II:
Ergebnisse Entschlämmung Prozentangaben als Gew.-% |
| Bsp. |
Schlamm |
Aufgabe P % |
| |
Menge % |
Fe % |
P % |
SiO₂ % |
|
| 12 |
27,3 |
8,5 |
0,054 |
88,8 |
0,026 |
| 13 |
28,6 |
9,9 |
0,052 |
86,1 |
0,027 |
| 14 |
31,9 |
10,1 |
0,046 |
78,1 |
0,025 |
| 15 |
28,3 |
8,6 |
0,050 |
82,4 |
0,025 |
| 16 |
30,9 |
10,1 |
0,047 |
83,4 |
0,026 |
| 17 |
29,6 |
10,3 |
0,050 |
81,9 |
0,026 |
| 18 |
30,7 |
9,9 |
0,045 |
79,7 |
0,024 |
| 19 |
30,6 |
9,9 |
0,046 |
82,4 |
0,025 |
| 20 |
30,2 |
9,5 |
0,048 |
85,7 |
0,025 |
| V2 |
26,0 |
8,6 |
0,053 |
85,8 |
0,025 |
Tab.6a
Hämatit, Probe I:
Konzentrationen auf Mühlenaufgabe bezogen Prozentangaben als Gew.-% |
| Bsp. |
GK min |
Eisenkonzentrat |
Ausbringen Fe % |
| |
|
Menge % |
Fe % |
SiO₂ % |
P % |
|
| 1 |
2 |
39,8 |
67,8 |
5,5 |
0,035 |
72,5 |
| 2 |
2 |
41,5 |
66,5 |
6,2 |
0,032 |
75,3 |
| 3 |
2 |
38,0 |
68,1 |
3,9 |
0,031 |
70,6 |
| 4 |
0 |
30,2 |
67,9 |
6,0 |
0,032 |
55,0 |
| 5 |
0 |
36,9 |
67,2 |
5,6 |
0,029 |
65,9 |
| 6 |
4 |
38,1 |
68,4 |
5,9 |
0,028 |
68,4 |
| 7 |
0 |
38,9 |
65,4 |
4,9 |
0,029 |
70,7 |
| 8 |
0 |
31,5 |
66,1 |
3,6 |
0,025 |
58,0 |
| 9 |
2 |
37,9 |
70,1 |
3,8 |
0,034 |
69,5 |
| 10 |
0 |
34,9 |
65,5 |
4,1 |
0,030 |
64,0 |
| 11 |
0 |
33,8 |
66,6 |
4,1 |
0,029 |
63,1 |
| V1 |
0 |
33,9 |
66,8 |
5,0 |
0,044 |
60,6 |
Tab.6b
Hämatit, Probe II:
Konzentrationen auf Mühlenaufgabe bezogen Prozentangaben als Gew.-% |
| Bsp. |
GK min |
Eisenkonzentrat |
Ausbringen Fe % |
| |
|
Menge % |
Fe % |
SiO₂ % |
P % |
|
| 12 |
0 |
32,8 |
69,8 |
3,1 |
0,012 |
57,4 |
| 13 |
0 |
31,8 |
68,8 |
2,7 |
0,013 |
56,1 |
| 14 |
0 |
33,4 |
68,5 |
2,3 |
0,012 |
60,2 |
| 15 |
0 |
33,5 |
68,4 |
2,4 |
0,012 |
60,1 |
| 16 |
0 |
31,7 |
67,7 |
3,2 |
0,013 |
56,5 |
| 17 |
0 |
31,5 |
68,2 |
3,1 |
0,011 |
55,2 |
| 18 |
0 |
30,9 |
68,1 |
3,4 |
0,010 |
55,1 |
| 19 |
0 |
31,0 |
67,5 |
3,5 |
0,010 |
55,3 |
| 20 |
0 |
31,9 |
68,2 |
3,5 |
0,014 |
57,3 |
| V2 |
0 |
32,4 |
70,2 |
2,5 |
0,021 |
57,5 |
Reihenfolge der Sammlerzugabe [Beispiele]:
[0036]
a)
- Rougher 1
- : Sammler A, Sammler B [1-5,7,10,11,V1]
b)
- Rougher 1
- : Sammler A und Sammler B1 und B3 [6]
c)
- Vorflotation
- : Sammler B [8]
- Rougher 1, 2
- : Sammler A
d)
- Rougher 1
- : Sammler A, Sammler B (30/30 g/t)
- Rougher 2
- : Sammler A, Sammler B ( 9/ 9 g/t) [9]
e)
- Rougher 1
- : Sammler A, Sammler B, keine Konditionierung [12-20, V2]
- GK
- : Gesamtkonditionierungszeit
IV. Flotationsbeispiele Magnetiterz
[0037] Es wurde ein Magnetiterz der unter II) angegebenen chemischen Zusammensetzung verwendet,
das eine Korngröße von 89 Gew.-% kleiner als 43 µm aufwies. Flotiert wurde wiederum
in einer 2-l-Denverzelle (Typ D1) mit einer Trübedichte von ca. 220 g/l in Wasser
mit einem Calciumionengehalt von 4 mg/l. Der pH-Wert der Trübe wurde durch Zugabe
von Natriumhydroxid auf 8,5 eingestellt; die Rührgeschwindigkeit betrug 1200 UpM.
Nach der Zugabe von Sammler und Schäumer wurde Luft mit einer Strömungsgeschwindigkeit
von 130 bis 150 l/h eingeleitet und flotiert. Der Schaum wurde über einen Zeitraum
von 2 min bei der allgemeinen Silicatflotation abgenommen, bei einer zusätzlichen
Phosphatflotation wurde die Flotationszeit entsprechend den Angaben in Tab.7 verlängert.
[0038] Der aminische Sammler wurde als 0,25 gew.-%ige wäßrige Lösung dosiert, die anionischen
Sammlergemische als 5 gew.-%ige wäßrige Lösungen zugegeben. In allen Flotationsversuchen
wurde ein handelsüblicher Schäumer auf Basis von Aldehyden, Alkoholen und Estern mit
einer Dosierung von 30 g/t eingesetzt und unverdünnt in die Trübe dosiert.
Tab.7a
| Magnetit: Sammlersysteme und Dosierung |
| Bsp. |
Sammler A |
Einsatzmenge g/t |
Sammler B |
Einsatzmenge g/t |
| 21 |
A3 |
65 |
B6 |
95 |
| 22 |
A3 |
65 |
B7 |
100 |
| 23 |
A3 |
65 |
B1/B3 |
60/ 7 |
| 24 |
A3 |
65 |
B1/B3 |
60/ 7 |
| 25 |
A3 |
65 |
B4/B5/B6 |
9/14/28 |
| 26 |
A3 |
65 |
B4/B5/B6 |
9/14/28 |
| 27 |
A3 |
65 |
B1/B3 |
60/ 7 |
| 28 |
A3 |
65 |
B4/B5/B6 |
9/14/28 |
| V3 |
A3 |
65 |
- |
- |
Tab.7b
| Magnetit: Prozentangaben als Gew.-% |
| Bsp. |
Eisenkonzentrat |
Ausbringen Fe % |
| |
Menge % |
Fe % |
SiO₂ % |
P % |
|
| 21 |
87,7 |
67,6 |
4,6 |
0,011 |
91,3 |
| 22 |
91,4 |
68,1 |
4,2 |
0,012 |
95,1 |
| 23 |
86,2 |
68,6 |
3,8 |
0,011 |
89,7 |
| 24 |
92,2 |
67,7 |
4,9 |
0,012 |
94,5 |
| 25 |
88,7 |
68,5 |
4,2 |
0,010 |
91,9 |
| 26 |
89,2 |
68,0 |
4,5 |
0,010 |
92,0 |
| 27 |
91,7 |
67,4 |
4,9 |
0,011 |
94,0 |
| 28 |
91,3 |
66,9 |
4,7 |
0,011 |
93,7 |
| V3 |
92,1 |
68,3 |
3,9 |
0,015 |
95,3 |
Reihenfolge und Flotationszeiten [Beispiele]:
[0039]
a) Silicatflotation 2 min, Apatitflotation 1 min [21-23,25,V3]
b) Apatitflotation 0,5 min, Silicatflotation 2,5 min [24]
c) Apatit- und Silicatflotation gleichzeitig 2,5 min [27,28]
1. Verfahren zur Herstellung von Eisenerzkonzentraten durch Flotation, bei dem man gemahlenes
Eisenerz mit Wasser zu einer Suspension mischt, in die Suspension in Gegenwart eines
Reagenziensystems Luft einleitet und den entstandenen Schaum zusammen mit den darin
flotierten Feststoffen abtrennt,
dadurch gekennzeichnet, daß man als Sammler Gemische enthaltend
a) mindestens ein Etheramin der Formel (I),

in der R¹ für einen linearen oder verzweigten aliphatischen Kohlenwasserstoffrest
mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen und 0, 1, 2 oder 3 Doppelbindungen, n und m unabhängig
voneinander für die Zahlen 1, 2 oder 3, x für 0 oder die Zahlen 1, 2 oder 3 und y
für 2 oder 3 steht, und
b) mindestens einen weiteren anionischen Sammler aus der Gruppe der Aniontenside,
umfassend
Fettsäuren,
Alkylsulfosuccinate,
Alkylsulfosuccinamate,
Alkylphosphate und Alkyletherphosphate , der Formeln (XI) und (XII)

in der R¹² and R¹³ unabhängig voneinander einen Alkyl- oder Alkenyl-Rest mit 8 bis
22 Kohlenstoffatomen, p und q im Falle der Alkylphosphate 0, im Falle der Alkyletherphosphate
Zahlen von 1 bis 15 bedeuten und Z ein Alkalimetall- oder ein Ammonium-Ion darstellt,
Alkylasparaginsäuren und
Ethercarbonsäuren der Formel (XIV)

in der R¹⁵ einen Alkyl- oder Alkenyl-Rest mit 8 bis 22 Kohlenstoffatomen, n gleich
0 ist oder für Zahlen von 1 bis 10 steht und Z ein Alkalimetall- oder ein Ammonium-Ion
darstellt,
einsetzt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man Etheramine der Formel (I) einsetzt, in der R¹ für einen Alkylrest mit 6 bis 18 Kohlenstoffatomen steht.
3. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, daß man zusätzlich nichtionische Co- Sammler, ausgewählt aus der Gruppe der Fettalkoholpolyglycolether,
einsetzt.
4. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man Gemische einsetzt, die einen Anteil an Etheraminen der Formel (I) von 5 bis 95 Gew.-% aufweisen.
5. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß man die Sammlergemische in Mengen von 20 bis 2000 g/t Roheisenerz einsetzt.
1. A process for the production of iron ore concentrates by flotation, in which crushed
iron ore is mixed with water to form a suspension, air is introduced into the suspension
in the presence of a reagent system and the foam formed is removed together with the
solids floated therein, characterized in that mixtures containing
a) at least one ether amine corresponding to formula (I):

in which R¹ is a linear or branched aliphatic hydrocarbon radical containing 6 to
22 carbon atoms and 0, 1, 2 or 3 double bonds, n and m independently of one another
represent the number 1, 2 or 3, x = 0 or the number 1, 2 or 3 and y = 2 or 3, and
b) at least one other anionic collector from the group of anionic surfactants comprising
fatty acids,
alkyl sulfosuccinates,
alkyl sulfosuccinamates,
alkyl phosphates and alkylether phosphates corresponding to formulae (XI) and (XII):

in which R¹² and R¹³ independently of one another represent an alkyl or alkenyl radical
containing 8 to 22 carbon atoms and p and q have a value of 0 in the case of the alkyl
phosphates and a value of 1 to 15 in the case of the alkylether phosphates and Z is
an alkali metal ion or an ammonium ion,
alkyl aspartic acids and
ether carboxylic acids corresponding to formula (XIV):

in which R¹⁵ is an alkyl or alkenyl radical containing 8 to 22 carbon atoms and n
is 0 or a number of 1 to 10 and Z is an alkali metal ion or an ammonium ion,
are used as collectors.
2. A process as claimed in claim 1, characterized in that ether amines of formula (I), in which R¹ is a C₆₋₁₈ alkyl radical, are used.
3. A process as claimed in at least one of claims 1 to 2, characterized in that nonionic co-collectors selected from the group of fatty alcohol polyglycol ethers
are additionally used.
4. A process as claimed in at least one of claims 1 to 3, characterized in that mixtures containing 5 to 95% by weight of ether amines (I) are used.
5. A process as claimed in at least one of claims 1 to 4, characterized in that the collector mixtures are used in quantities of 20 to 2,000 g/t crude iron ore.
1. Procédé pour préparer des concentrés de minerai de fer par flottation, dans lequel
du minerai de fer broyé est mélangé à de l'eau pour former une suspension, de l'air
étant ensuite injecté dans la suspension en présence d'un système de réactifs et la
mousse produite étant séparée avec les matières solides flottées dans la suspension,
ce procédé étant caractérisé en ce que les collecteurs utilisés sont des mélanges
contenant
a) au moins une étheramine de formule (I)
R¹O-[CnH2n]y-NH-[CmH2m-NH]xH (I)
dans laquelle R¹ désigne un radical d'hydrocarbure aliphatique linéaire ou ramifié
portant 6 à 22 atomes de carbone et 0, 1, 2 ou 3 liaisons doubles, n et m désignent,
indépendamment l'un de l'autre, les chiffres 1, 2 ou 3, x désigne 0 ou les chiffres
1, 2 ou 3 et y les chiffres 2 ou 3, et
b) au moins un autre collecteur anionique choisi dans le groupe des tensio-actifs
anioniques, comprenant
des acides gras,
des alkylsulfosuccinates,
des alkylsulfosuccinamates,
des alkylphosphates et des alkylétherphosphates, de formules (XI) et (XII)

dans lesquelles R¹² et R¹³, indépendamment l'un de l'autre, représentent un radical
alkyle ou alcényle portant 8 à 22 atomes de carbone, p et q sont égaux à 0 dans le
cas des alkylphosphates ou représentent des chiffres de 1 à 15 dans le cas des alkylétherphosphates
et Z désigne un ion d'un métal alcalin ou un ion ammonium,
des acides alkylaspartiques, et
des acides éthercarboxyliques de formule (XIV)
R¹⁵O-(CH₂CH₂O)n-CH₂-COOZ (XIV)
dans laquelle R¹⁵ désigne un radical alkyle ou alcényle portant 8 à 22 atomes de carbone,
n est égal à 0 ou représente un chiffre de 1 à 10 et Z désigne un ion de métal alcalin
ou un ion ammonium.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'on met en oeuvre des étheramines
de formule (I) dans laquelle R¹ désigne un radical alkyle portant 6 à 18 atomes de
carbone.
3. Procédé selon au moins l'une des revendications 1 à 2, caractérisé en ce qu'on met
également en oeuvre des cocollecteurs non ioniques choisis dans le groupe des polyglycoléthers
d'alcool gras.
4. Procédé selon au moins l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que les mélanges
mis en oeuvre comprennent une concentration de 5 à 95 % en poids d'étheramines de
formule (I).
5. Procédé selon au moins l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que les mélanges
de collecteurs sont mis en oeuvre dans des quantités de 20 à 2000 g/t de minerai brut
de fer.