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EP 0 609 541 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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07.05.1997 Patentblatt 1997/19 |
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Anmeldetag: 18.12.1993 |
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Rafflamellenstore
Venetian blind
Store vénitien
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT DE FR |
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Priorität: |
18.01.1993 CH 131/93
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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10.08.1994 Patentblatt 1994/32 |
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Patentinhaber: SCHENKER STOREN AG |
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CH-5012 Schönenwerd (CH) |
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Erfinder: |
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- Bachmann, Jörg
CH-5012 Schönenwerd (CH)
- Von Burg, Paul
CH-4654 Lostorf (CH)
- Koch, Josef
CH-5000 Aarau (CH)
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Vertreter: Groner, Manfred, Dr. et al |
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Dr. P. Fillinger Patentanwalt AG,
Gotthardstrasse 53 8023 Zürich 8023 Zürich (CH) |
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Entgegenhaltungen: :
AU-B- 410 797 GB-A- 2 230 039 US-A- 3 111 164
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DE-C- 134 151 US-A- 2 754 898
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Rafflamellenstore gemäss dem Obergriff
des Anspruchs 1. Ein Rafflamellenstore diesen Gattung ist im Stand der Technik aus
der AU-B-410 797 bekannt.
[0002] Bei Rafflamellenstores war früher gebräuchlich, den Lamellenbehang mit geschlossenen
Lamellen zu senken und zu heben, wenn, was die Regel ist, der betreffende Raum auch
nur teilweise abzudunkeln war. Damit verbunden war der Nachteil, dass nach dem Absenken
des Lamellenbehanges meistens die Lamellen in einer geneigten Schräglage zu verschwenken
waren, die der gewünschten Abdunkelung entsprach. Ein weiterer Nachteil bestand beim
Heben des Lamellenbehanges, da sich zu Beginn die Lamellen schlossen und den Raum
vollständig abdunkelten, was die im Raum befindlichen Personen in ihrer Tätigkeit
störte.
[0003] Bei der nachfolgenden und heute gebräuchlichen Storengeneration nehmen die Lamellen
beim Senken und Heben des Lamellenbehanges eine geneigte bzw. horizontale, den Raum
nur teilweise abdunkelnde sogenannte Arbeitsstellung ein. Dabei ergibt sich oft der
Nachteil, dass die Lamellen keine genügende gegenseitige Überdeckung haben, was auf
im abgedunkelten Raum stationierten Bildschirmen von EDV-Anlagen störende, streifenförmige
Reflexionen sowie teilweise eine Blendung des Bedienungspersonals bewirkt. Die Beseitigung
dieser Störungen erfordert ein weiteres Schwenken der Lamellen in eine Schräglage,
die steiler als die Arbeitsstellung ist, wodurch aber der ganze Raum noch weiter abgedunkelt
und das Einschalten der elektrischen Beleuchtung notwendig wird. Dies ist einerseits
wegen der zusätzlichen Energiekosten unerwünscht und anderseits wegen der damit verbundenen
zusätzlichen Erwärmung des Raumes, die sich ungünstig auf die Leistungsfähigkeit der
im Raum arbeitenden Personen auswirken kann.
[0004] Die vorliegende Erfindung stellt sich daher die Aufgabe, die genannten Nachteile
zu beseitigen, das heisst, einen Store der eingangs erwähnten Art zu schaffen, in
dessen in Arbeitsstellung abgesenktem Lamellenbehang die Lamellen eine zureichende
Überdeckung aufweisen, derart, dass für die Benutzer des Raumes keine störenden Blendungen
und Reflexionen an Arbeitsgeräten auftreten und ohne dass der Lamellenbehang den Raum
in unerwünschter Weise abdunkelt.
[0005] Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe gelöst durch die kennzeichnenden Merkmale des
Anspruchs 1.
[0006] Bei der Ausführungsform nach Anspruch 3 ist für die Arbeitsstellung des Lamellenbehanges
eine Neigung der Lamellen gewählt, bei der gegebenenfalls nach geringfügigem Verschwenken
der Lamellen, die gegenseitige Überdeckung so gross ist, dass kein direktes Licht
nach unten in das Rauminnere fällt und nach oben ein Optimum an Licht in das Rauminnere
reflektiert wird.
[0007] Anhand der beiliegenden schematischen Zeichnung wird die Erfindung beispielsweise
erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Seitenansicht eines Lamellenstores mit abgesenktem Lamellenbehang,
- Fig. 2
- einen Ausschnitt aus Fig. 1 in vergrösserter Darstellung und
- Fig. 3
- eine Variante zu Fig. 2.
[0008] Die Fensteröffnung 1 eines Raumes 2 ist durch den Lamellenbehang 3 eines Lamellenstores
abgedunkelt. Die Lamellen 4 sind nicht geschlossen. Sie befinden sich in einer Zwischenstellung
zwischen der Offen- und der Schliessstellung. Die Neigung der Lamellen 4 mit Bezug
auf die Horizontale nimmt von oben nach unten zu. Das diffuse Aussenlicht (punktierte
Linien) tritt geradlinig oder auf gebrochenem Weg zwischen den Lamellen 4 hindurch
in den Raum 2 ein. Die Sonnenstrahlen (gestrichelte Linien) werden von den Lamellen
4 reflektiert und im oberen Bereich des Lamellenbehanges 3 nach einmaliger Umlenkung
in den Raum 2 gelenkt. Der Lichteinlass im oberen Teil des Lamellenbehanges 3 ist
somit wesentlich grösser als im unteren. Durch den oberen Teil des Lamellenbehanges
3 tritt fast soviel Licht in den Raum 2 ein wie bei einem herkömmlichen Rafflamellenstore
mit offenen Lamellen, wogegen im unteren Teil der Lichtdurchlass nahezu so klein ist,
wie bei einem herkömmlichen Store mit geschlossenen Lamellen.
[0009] Gemäss Fig. 2 weist der Lamellenstore eine Aufzugswelle 5 mit zwei Aufzugsbandtrommeln
6 sowie je zugeordnet eine Wippe 7 auf. Von den Aufzugsbandtrommeln 6 und den Wippen
7 sind je eine sichtbar. Von jeder Aufzugsbandtrommel 6 führt senkrecht ein Aufzugsband
8 zu einer Endschiene 9, wo das Aufzugsbandende befestigt ist. Von jeder Wippe 7 führen
je zwei Wippstränge 10, 11 nach unten, an denen die Lamellen 4 und die Endschiene
9 mit ihren Längsrändern befestigt sind. Das Aufzugsband 8 und die Wippstränge 10,
11 können auch in den Seitenführungen des Stores untergebracht und dort mit entsprechenden
Lamellenendstücken verbunden sein. Die Lamellen 4 des Lamellenbehangs 3 nehmen eine
Stellung zwischen der Offen- und der Schliessstellung ein. Die Abstände X, Y der äusseren
und inneren Lamellenlängsränder benachbarter Lamellen 3 sind konstant. Wesentlich
aber ist, dass die Abstände X der inneren Lamellenlängsränder kleiner ist als die
Abstände Y der äusseren. Dadurch ist die oberste Lamelle 4 im wesentlichen horizontal,
wogegen die Endschienen 9 unter einem Winkel von zirka 60° gegen die Horizontale geneigt
ist. Für eine Person innerhalb des abgedunkelten Raumes 2 ergibt sich dadurch, dass
sie die Lamellen 4 des Lamellenbehanges 3 näherungsweise unter dem gleichen Winkel
α wahrnimmt, wodurch das Erscheinungsbild des Lamellenbehanges wesentlich regelmässiger
ist als bei einem bekannten Store. Sämtliche Lamellen haben zudem eine gegenseitige
Überdeckung ü, wodurch jede Blendwirkung entfällt. In der Offenstellung des Lamellenbehanges
3, in der die Ebenen der Lamellen 4 zum Raum 2 hin konvergieren (in Fig. 2 strichpunktiert),
erscheint des weiteren zwischen sämtlichen Lamellen 4 ein im wesentlichen gleich grosser
Durchblick.
[0010] Wichtig ist indessen, dass sich mit der unterschiedlichen Lamellenneigung eine Schwenkstellung
für die Lamellen 4 einstellen lässt, bei der zwischen zwei Lamellen 4 die Überlappung
ü in der Horizontalen gesehen Null ist bzw. bei dem der innere Lamellenlängsrand der
unteren Lamelle auf der gleichen Höhe liegt wie der äussere Lamellenlängsrand der
oberen Lamelle. Im abgedunkelten Raum sollte die Höhe dieses Lamellenpaares so hoch
eingestellt werden, dass zumindest die Arbeitsplätze und die Arbeitsgeräte unter diesem
Lamellenpaar liegen, damit störende Reflexionen für die im Raum tätigen Personen entfallen.
[0011] Das Beispiel nach Fig. 3 unterscheidet sich von jenem nach Fig. 1 und 2 dadurch,
dass die Breite der Lamellen von oben nach unten zunimmt, wobei jener Grenzfall gezeigt
ist, bei dem die Wippstränge parallel verlaufen. Im Rahmen der Erfindung sind auch
für besondere Anforderungen Ausführungsformen denkbar, bei denen die Lamellenbreite
von oben nach unten abnimmt.
1. Rafflamellenstore, dessen Lamellen (4) bei abgesenktem Lamellenbehang (3) in gegenseitigem
Abstand gehalten sind, wobei zwischen sämtlichen Lamellen (4) der Abstand (Y) der
äusseren Lamellenkanten grösser ist als der Abstand (X) der entsprechenden inneren
Lamellenkanten, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei mit einer Wippe (7) in
Wirkverbindung stehende vertikale Strangpaare vorgesehen sind, die die Lamellen (4)
in gegenseitigem Abstand halten, und dass bei abgesenktem Lamellenbehang (3) und in
einer Zwischenstellung zwischen der Offen- und Schliessstellung die Lamellen in einer
Abfolge von oben nach unten stetig zunehmend geneigt angeordnet sind und sie sich
im unteren Bereich des Lamellenbehanges (3) in horizontalter Richtung gesehen überlappen,
so dass die Neigung der Lamellen (4) in dieser Zwischenstellung zur Blickrichtung
eines Beobachters im somit abgedunkelten Raum (2) in etwa rechtwinklig ist, vorzugsweise
derart, dass selbst bei verspiegelter Lamelleninnenseite keine Blendung des Beobachters
eintritt.
2. Rafflamellenstore nach Anspruch 1, dessen Lamellen (4) beim Absenken des Lamellenbehangs
(3) in eine zwischen der Offen- und der Schliessstellung liegende Arbeitsstellung
geschwenkt sind, dadurch gekennzeichnet, dass bei vollständig abgesenktem Lamellenbehang
(3), wenn die Lamellen (4) ihre Arbeitsstellung einnehmen, die oberen Lamellen (4)
im wesentlichen horizontal ausgerichtet und die unteren bis nahe an ihre Schliessstellung
geneigt sind.
3. Rafflamellenstore nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand (X; Y)
der Lamellenlängskanten so gewählt ist, dass in der Arbeitsstellung bei vollständig
abgesenktem Lamellenbehang (3) zwischen einer Endschiene (9) und der obersten Lamelle
(4) bei einer in Höhe eines Betrachters liegenden Lamelle (4) sich die innere Längskante
auf gleicher Höhe befindet wie die äussere Längskante der darüber liegenden Lamelle
(4).
4. Lamellenstore nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich bei abgesenktem Lamellenbehang
(3) die beiden Stränge (10, 11) eines Strangpaares von oben nach unten so weit annähern,
dass alle Lamellen (4) die gleiche Breite aufweisen.
5. Rafflamellenstore nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass bei
vollständig oder teilweise abgesenktem Lamellenbehang (3) beim Betätigen der Wippe
(7) zum Schliessen der Lamellen (4) der vollständige Lamellenschluss von unten nach
oben kontinuierlich erfolgt.
6. Rafflamellenstore nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der
Abstand (Y) zwischen benachbarten äusseren Lamellenkanten und der Abstand (X) zwischen
benachbarten inneren Lamellenkanten je konstant ist.
1. Venetian blind, the slats (4) of which are kept a mutual distance apart when the slat
curtain (3) is lowered, the distance (Y) between the outer slat edges being greater
between all of the slats (4) than the distance (X) between the corresponding inner
slat edges, characterised by the fact that at least two vertical pairs of spars are
provided which are operatively connected to a rocking bar (7) and which keep the slats
(4) a mutual distance apart, and that when the slat curtain (3) is lowered, and in
an intermediate position between the open and closed positions, the slats are arranged
in a sequence with steadily increasing inclination from the top to the bottom and
when viewed in a horizontal direction they overlap in the lower region of the slat
curtain (3), with the result that the inclination of the slats (4) in this intermediate
position is more or less at right angles to the direction from which an observer is
looking in the thus darkened room, preferably in such a manner that the observer will
not be dazzled even if the inside of the slats is metal-coated.
2. Venetian blind according to claim 1, the slats (4) of which are swivelled into an
operating position between the open and closed positions when the slat curtain (3)
is lowered, characterised in that if, when the slat curtain (3) is fully lowered,
the slats (4) assume their operating position, the upper slats (4) are orientated
substantially horizontally and the lower ones are tilted to nearly their closed position.
3. Venetian blind according to claim 2, characterised in that the distance (X; Y) between
the longitudinal edges of the slats is chosen to be such that in the operating position,
with the slat curtain (3) fully lowered, between one end rail (9) and the uppermost
slat (4) in the case of a slat (4) situated level with an observer the inner longitudinal
edge is at the same level as the outer longitudinal edge of the slat (4) above it.
4. Venetian blind according to claim 1, characterised in that when the slat curtain (3)
is lowered, both spars (10, 11) of a pair of spars are brought so close together from
top to bottom that all the slats (4) are the same width.
5. Venetian blind according to any of claims 1 to 4, characterised in that, with the
slat curtain (3) fully or partly lowered, actuating the the rocking bar (7) to close
the slats (4) produces complete closure of the slats continuously from top to bottom.
6. Venetian blind according to any of claims 1 to 5, characterised in that the distance
(Y) between adjacent outer slat edges and the distance (X) between adjacent inner
slat edges is in each case constant.
1. Store vénitien, dont les lamelles (4) sont maintenues quand la garniture de lamelles
est abaissée à une certaine distance les unes des autres, la distance (Y) des bords
extérieurs des lamelles entre l'ensemble des lamelles (4) étant plus grande que la
distance (X) des bords intérieurs correspondants des lamelles,
caractérisé en ce qu'
on prévoit au moins deux paires de cordes verticales se trouvant en liaison opérationnelle
avec une bascule 7, qui maintiennent les lamelles (4) à distance mutuelle et en ce
que quand la garniture de lamelles (3) est abaissée et dans une position intermédiaire
comprise entre la position ouverte et la position fermée, les lamelles sont disposées
en une suite qui va en augmentant constamment de haut en bas et se recouvrant dans
la zone inférieure de la garniture de lamelles (3), vu dans le sens horizontal, de
telle sorte que l'inclinaison des lamelles (4) dans cette position intermédiaire est
à peu près perpendiculaire à la direction du regard d'un observateur dans l'espace
ainsi assombri, de préférence d'une manière telle que même dans le cas où le côté
intérieur des lamelles est métallisé l'observateur ne se trouve pas ébloui.
2. Store vénitien selon la revendication 1, dont les lamelles (4) pivotent lors de l'abaissement
de la garniture de lamelles (3) dans une position de travail se trouvant entre la
position ouvert et la position fermée,
caractérisé en ce que
quand la garniture de lamelles (3) est complètement abaissée, quand les lamelles (4)
prennent leur position de travail, les lamelles supérieures (4) sont orientées de
façon sensiblement horizontale et les lamelles inférieures sont inclinées presque
jusqu'à leur position de fermeture.
3. Store vénitien selon la revendication 2,
caractérisé en ce que
la distance (X, Y) des bords longitudinaux des lamelles est choisie de telle façon
que dans la position de travail quand la garniture de lamelles (3) est complètement
abaissée, le bord longitudinal intérieur se trouve à la même hauteur que le bord longitudinal
extérieur de la lamelle se trouvant au-dessus dans le cas d'une lamelle (4) se trouvant
à la hauteur d'un observateur entre un rail terminal (9) et la lamelle la plus haute
(4).
4. Store vénitien selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
les deux cordes (10, 11), quand la garniture de lamelles (3) est abaissée, d'une paire
de cordes se rapprochent de haut en bas jusqu'à ce que toutes les lamelles (4) présentent
la même largeur.
5. Store vénitien selon l'une des revendications 1 à 4,
caractérisé ne ce que
quand la garniture de lamelles (3) est complètement ou partiellement abaissée la fermeture
complète des lamelles a lieu de bas en haut de façon continue en actionnant la bascule
(7) pour fermer les lamelles (4).
6. Store vénitien selon l'une des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce que
la distance (Y) entre des bords de lamelles extérieures voisins et la distance (X)
entre des bords de lamelles intérieurs voisins sont respectivement constantes.

