[0001] Die Erfindung betrifft ein Snowboard nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
[0002] Bisher bekannte Snowboards (EP-A-0 325 546) sind in symmetrischem oder asymmetrischem
Aufbau ausgeführt. Da der Schwerpunktwechsel bei fersenseitigen ("Heel-Side-Turns")
Richtungswechseln und zehenseitigen ("Toe-Side-Turns") Richtungswechseln nicht symmetrisch
ist, wurden die asymmetrischen Snowboards entwickelt, bei denen die fersenseitige
Kante in Fahrtrichtung gesehen nach hinten verschoben ist. Den asymmetrischen Snowboards
wurden bisher hinsichtlich ihrer Fahreigenschaften Vorteile gegenüber den symmetrischen
Boards zugeschrieben.
[0003] Im Rahmen der Erfindung durchgeführte Untersuchungen haben jedoch ergeben, daß auch
bei den bisherigen für vorteilhaft erachteten asymmetrischen Snowboards der fersenseitige
Schwung, der auch als Backside-Schwung bezeichnet wird, eine unnatürliche Körperverdrehung
ergibt, um den hinteren Fuß überhaupt belasten zu können, da der vordere Fuß, der
den Drehpunkt bildet zu weit außerhalb des Kreismittelpunktes des Schwungradius des
Snowboards steht.
[0004] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, ein Snowboard der im Oberbegriff des Anspruchs
1 angegebenen Art zu schaffen, dessen Fahreigenschaften verbessert sind und das beim
Ausführen von Schwüngen eine natürlichere Körperhaltung ermöglicht.
[0005] Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch die Merkmale des Anspruches 1
[0006] Dadurch wird erreicht, daß beim erfindungsgemäßen Snowboard, bei dem die Fersenkante
in Fahrtrichtung gesehen nach vorne verschoben ist, der vordere Fuß deutlich näher
zum Zentrum des Schwungradius verlagert werden kann. Dies ergibt beim Backside-Schwung
(fersenseitiger Schwung) Vorteile, da bei diesem Schwung der vordere Fuß mehr Druck
auf das Snowboard ausüben kann als der hintere. Beim Frontside-Schwung (zehenseitiger
Schwung) übt der hintere Fuß mehr Druck aus als der vordere, was beim erfindungsgemäßen
Snowboard ebenfalls berücksichtigt ist, da es dessen Ausbildung möglich macht, daß
der hintere Fuß deutlich näher zum Zentrum des Schwungradius angeordnet ist.
[0007] Die erfindungsgemäße Lösung kann sowohl bei üblichen ihrem Erscheinungsbild nach
asymmetrisch aufgebauten Snowboards angewendet werden, wie auch bei quasi-symmetrischen
Snowboards, die zwar eine äußerlich nahezu symmetrische Form haben, bei denen jedoch
die Kanten gegeneinander verschoben sind. Somit können diese beiden Snowboardtypen
ihrem Aufbau nach den asymmetrischen Snowboards zugeordnet werden, da die tiefsten
Taillierungspunkte ihrer Kante gegeneinander verschoben sind, d.h. daß diese Punkte
nicht auf einer Linie liegen, die im rechten Winkel zur Snowboard-Längsachse verläuft.
Als "tiefste" Taillierungspunkte sind hierbei die Punkte zu verstehen, die aufgrund
des Krümmungsverlaufes den geringsten Abstand zur Snowboard-Längsachse haben.
[0008] Die Unteransprüche haben vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung zum Inhalt.
[0009] Hierbei ist es grundsätzlich möglich, die Backside-Kante stärker zu taillieren als
die Frontside-Kante. Es ist jedoch auch möglich, eine identische Taillierung vorzunehmen.
Ferner lassen sich grundsätzlich auch Vorteile erreichen, wenn entgegen den zuvor
genannten Prinzipien die Backside-Kante weniger tailliert ist als die Frontside-Kante.
[0010] Schließlich kann das Kernprofil des erfindungsgemäßen Snowboards in jeglicher bisher
bekannten Art und Weise aufgebaut sein.
[0011] Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus nachfolgender
Beschreibung zweier Ausführungsbeispiele anhand der Zeichnung.
[0012] Es zeigt:
- Fig. 1
- eine schematisch vereinfachte Draufsicht auf eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Snowboards, und
- Fig. 2
- eine der Fig. 1 entsprechende Darstellung auf eine zweite Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Snowboards.
[0013] Bei den in den Fig. 1 und 2 dargestellten Snowboards 1 handelt es sich um Bauformen,
die den asymmetrischen Snowboards zuzuordnen sind. Daher sind in beiden Figuren für
identische Bauteile identische Bezugszeichen verwendet worden.
[0014] Der Unterschied zwischen den beiden Ausführungsformen besteht darin, daß Fig. 1 ein
quasi-symmetrisches Snowboard darstellt, bei dem die äußere Form nahezu symmetrisch
ist, jedoch die tiefsten Taillierungspunkte P
3 und P
4 wie beim Snowboard gemäß Fig. 2 entlang der Längsachse L gegeneinander verschoben
sind. Unter den tiefsten Taillierungspunkten versteht man die Punkte P
3, P
4, die jeweils den kürzesten senkrechten Abstand zur Längsachse L haben.
[0015] Da der zuvor genannte Unterschied der einzige Unterschied der Ausführungsformen ist,
bezieht sich nachfolgende Beschreibung des erfindungsgemäßen Snowboards 1 sowohl auf
Fig. 1 als auch auf Fig. 2.
[0016] Demgemäß weist das Snowboard 1 einen Snowboardkörper 2 auf, dessen Kernprofil in
üblicher Art und Weise ausgebildet sein kann.
[0017] Der Snowboardkörper 2 weist eine Fersenkante 3 (Backside-Kante) und eine Zehenkante
4 (Frontside-Kante) auf. Diese Definition ergibt sich durch die Ausrichtung der Bindung
5, 6, die in den Fig. 1 und 2 durch einen Fußabdruck symbolisiert ist. Der Fersenkante
3 sind demgemäß durch die Ausrichtung der Bindung 5, 6 die Fersen des Snowboardfahrers
zugewandt, während der Zehenkante 4 entsprechenderweise die Zehen zugewandt sind.
[0018] Wie die Fig. 1 und 2 durch die Bezeichnung der Punkte P
3, P
4 verdeutlichen, sind in beiden Fällen die Fersenkanten 3 die in Fahrtrichtung F nach
vorne verschobenen Kanten, während die Zehenkanten 4 die in Fahrtrichtung F nach hinten
verschobenen Kanten sind.
[0019] Vom Grundkonzept her kann ansonsten der Snowboardkörper 2 mit seiner Spitze 7 und
seinem Ende 8 und den Taillierungen der Kanten 3, 4 in üblicher Art und Weise aufgebaut
sein.
[0020] Es ist jedoch möglich, gleiche oder unterschiedliche Taillierungen der Fersenkante
3 und der Zehenkante 4 vorzusehen. Durch diese Maßnahmen lassen sich gezielt unterschiedliche
Fahreigenschaften erreichen.
[0021] Durch die erfindungsgemäße Snowboardausbildung ist es möglich, beim Ausführen von
Schwüngen unnatürliche Körperverdrehungen zu vermeiden, was sowohl die Verletzungsgefahr
für den Snowboardfahrer vermindert und den Fahrkomfort erhöht als auch das Fahrverhalten
des Snowboards verbessert.
[0022] Nachzutragen ist, daß die effektive Länge der Kanten, also der Fersenkante und der
Zehenkante gleich lang oder unterschiedlich lang sein kann. Unter "effektiver Länge"
wird hierbei die Länge der Kanten verstanden, die in den Schnee greift.
1. Asymmetrisches Snowboard (1)
- mit einem Snowboardkörper (2), der eine taillierte Fersenkante (3) und eine taillierte
Zehenkante (4) aufweist; und
- mit einer entsprechend der Fersenkante (3) und Zehenkante (4) ausgerichteten Bindung
(5, 6) deren Zehenteil in Fahrtrichtung (F) weist, dadurch gekennzeichnet,
- daß der tiefste Taillierungspunkt (P3) der Fersenkante (3) gegenüber dem tiefsten
Taillierungspunkt (P4) der Zehenkante (4) in Fahrtrichtung (F) nach vorne verschoben
ist.
2. Snowboard nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zehenkante (4) die in Fahrtrichtung
(F) nach hinten verschobene Kante ist.
3. Snowboard nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Fersenkante (3)
und die Zehenkante (4) mit unterschiedlichen Taillierungen versehen sind.
4. Snowboard nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fersenkante (3) und die
Zehenkante (4) mit gleichen Taillierungen versehen sind.
1. An asymmetrical snowboard (1)
- having a snowboard body (2), which comprises a tapered backside edge (3) and a tapered
frontside edge (4); and
- having a binding (5, 6) aligned corresponding to the backside edge (3) and frontside
edge (4), the front part of which points in the direction of travel (F),
characterised in that
- the deepest tapering point (P3) of the backside edge (3) is forwardly displaced
in the direction of travel (F) in relation to the deepest tapering point (P4) of the
frontside edge (4).
2. A snowboard according to Claim 1,
characterised in that the frontside edge (4) is the edge displaced rearwardly in the direction of travel
(F).
3. A snowboard according to Claim 1 or 2,
characterised in that the backside edge (3) and the frontside edge (4) are provided with different tapers.
4. A snowboard according to Claim 1,
characterised in that the backside edge (3) and the frontside edge (4) are provided with identical tapers.
1. Surf à neige (1) asymétrique :
- avec un corps (2) de surf qui présente une bordure de talon (3) incurvée et une
bordure d'orteil (4) incurvée ; et
- avec une fixation (5,6) orientée pour correspondre à la bordure de talon (3) et
à la bordure d'orteil (4), dont la partie orteil indique la direction de déplacement
(F), caractérisé par le fait,
- que le point (P3) le plus profond de l'incurvation de la bordure de talon (3) est
repoussé vers l'avant dans la direction de déplacement (F) par rapport au point (P4)
le plus profond de l'incurvation de la bordure d'orteil (4).
2. Surf selon la revendication 1, caractérisé par le fait que la bordure d'orteil (4)
est la bordure repoussée vers l'arrière par rapport à la direction de déplacement
(F).
3. Surf selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé par le fait que la bordure
de talon (3) et la bordure d'orteil (4) sont prévues avec des incurvations différentes.
4. Surf selon la revendication 1, caractérisé par le fait que la bordure de talon (3)
et la bordure d'orteil (4) sont prévues avec les mêmes incurvations.