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EP 0 610 722 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.05.1997 Patentblatt 1997/21 |
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Anmeldetag: 27.01.1994 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)6: F23D 17/00 |
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Brenner zum Betrieb einer Brennkraftmaschine, einer Brennkammer einer Gasturbogruppe
oder Feuerungsanlage
Burner for an internal combustion engine, a combustion chamber of a gas turbine plant
or a furnace
Brûleur pour un moteur à combustion interne, une chambre de combustion d'une installation
à turbine à gaz ou un foyer
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE GB NL |
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Priorität: |
12.02.1993 DE 4304213
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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17.08.1994 Patentblatt 1994/33 |
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Patentinhaber: ABB RESEARCH LTD. |
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CH-8050 Zürich 11 (CH) |
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Erfinder: |
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- Döbbeling, Klaus, Dr.
CH-5415 Nussbaumen (CH)
- Knöpfel, Hans Peter
CH-5627 Besenbüren (CH)
- Polifke, Wolfgang, Dr.
CH-5200 Windisch (CH)
- Sattelmayer, Thomas, Dr.
CH-5318 Mandach (CH)
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Vertreter: Klein, Ernest et al |
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Asea Brown Boveri AG
Immaterialgüterrecht(TEI)
Haselstrasse 16/699 I 5401 Baden 5401 Baden (CH) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 433 790 FR-A- 2 509 436
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EP-A- 0 521 325
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft einen Brenner zum Betrieb einer Brennkraftmaschine, einer
Brennkammer einer Gasturbogruppe oder Feuerungsanlage, der neben der üblichen Öl-
oder Erdgasfeuerung auch zur Verbrennung von gasförmigen, hochreaktive Komponenten
enthaltenden Brennstoffen mit einem mittleren Heizwert eingesetzt werden kann.
Stand der Technik
[0002] Brennstoffe mit einem mittleren Heizwert von etwa 10 MJ/kg bis 25 MJ/kg, die hochreaktive
Komponenten, wie z.B. Wasserstoff, enthalten, zeichnen sich durch hohe Flammengeschwindigkeiten
und geringe Zündverzugszeiten aus. Solche Brennstoffe entstehen unter anderem bei
der sauerstoffgeblasenen Vergasung von Schweröl, Rückstandsöl, Teer und Kohle. Das
Vergasungsprodukt besteht zum grössten Teil aus Wasserstoff und Kohlenmonoxid mit
einem maximalen Volumenverhältnis von H
2 zu CO von 0,9.
[0003] Derartige Brennstoffe müssen bisher vor der Verbrennung mit Wasserdampf und Stickstoff
verdünnt werden. Das führt dazu, dass die Flammengeschwindigkeit wesentlich verringert
wird, die Zündverzugszeit vergrössert wird und der Heizwert auf Werte kleiner 10 MJ/kg
sinkt.
[0004] Nachteil an diesem Stand der Technik ist, dass für die Verbrennung in einer Gasturbine
die Verdünnungsmedien auf kammerdruckniveau verdichtet werden müssen und grosse Brennstoffleitungsquerschnitte
erforderlich sind, und dass die Verdünnungsmedien am Ort der Verbrennung verfügbar
sein müssen. Letzteres ist insbesondere dort von Nachteil, wo kein Wasser in ausreichender
Menge und Qualität oder kein Stickstoff verfügbar ist.
[0005] Mit dem z.B. aus EP 0518072 und EP 0521325 bekannten Doppelkegelbrenner zur schadstoffarmen
Verbrennung war es bisher nur möglich, flüssige Brennstoffe und gasförmige Brennstoffe
niedriger Reaktivität zu verbrennen. Die direkte Verbrennung von gasförmigen, hochreaktive
Komponenten, z.B. Wasserstoff, enthaltenden Brennstoffe konnte bisher mit diesen Brennern
nicht realisiert werden.
Darstellung der Erfindung
[0006] Die Erfindung versucht, all diese Nachteile zu vermeiden. Ihr liegt die Aufgabe zugrunde,
einen Brenner und ein Verfahren zum Betrieb des Brenners einer Brennkraftmaschine,
einer Brennkammer einer Gasturbogruppe oder Feuerungsanlage zu schaffen, bei dem neben
der üblichen Öl- oder Erdgasfeuerung auch gasförmige, hochreaktive Komponenten enthaltende
Brennstoffe mit einem mittleren Heizwert eingesetzt werden können, ohne dass diese
vor der Verbrennung mit Wasserdampf und Stickstoff verdünnt werden müssen.
[0007] Erfindungsgemäss wird dies bei einem Brenner gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs
1 dadurch erreicht, dass für den gasförmigen, hochreaktive Komponeten enthaltenden
Brennstoff mit mittlerem Heizwert in der Nähe des Brenneraustritts in einer Entfernung
vom Brenneraustritt von bis zu 30% des Brennernenndurchmessers mindestens eine Reihe
Düsen am Umfang der Teilkegelkörper angebracht ist und eine Brennstoffleitung sowie
ein im Bereich der Düsen plazierter Verteilkanal für den hochreaktiven Brennstoff
vorhanden sind, wobei die beiden Systeme zur Eindüsung der gasförmigen Brennstoffe
unabhängig voneinander angeordnet sind.
[0008] Erfindungsgemäss wird dies bei einem Verfahren zum Betrieb des o.g. Brenners dadurch
erreicht, dass der hochreaktive Brennstoff mit grosser Geschwindigkeit in der Nähe
des Brenneraustritts in die Zonen hoher Luftgeschwindigkeit gedüst wird und die Eindringtiefe
und Richtung der Brennstoffstrahlen so aufeinander abgestimmt werden, dass die Zündung
nach vollzogener Mischung erst hinter dem Brenner erfolgt.
[0009] Die Vorteile der Erfindung sind unter anderem im Wegfall der bisher vor der Verbrennung
notwendigen Verdünnung des gasförmigen, hochreaktive Komponenten enthaltenden Brennstoffs
mit Stickstoff und Wasserdampf und der erforderlichen Verdichtung der Verdünnungsmedien
auf Brennkammerdruck zu sehen. Weiterhin wird eine stabile und schadstoffarme Verbrennung
der Brennstoffe unter Gasturbinenbedingungen erreicht. Da die Brennstoffsysteme im
Brenner voneinander unabhängig angeordnet sind, ist der Brenner weiterhin auch im
bereits bekannten Erdgas- und Ölbetrieb voll funktionsfähig.
[0010] Es ist besonders zweckmässig, wenn der Durchmesser der einzelnen Düsen kleiner als
1% des Brennernenndurchmessers ist.
[0011] Ferner ist es vorteilhaft, wenn etwa 15 Düsen vorhanden sind.
[0012] Es ist zweckmässig, wenn in den zwei unabhängigen Systemen zur gasförmigen Brennstoffeindüsung
einerseits Brennstoffe mit hohem Heizwert und niedriger Reaktivität und andereseits
Brennstoffe mit hoher Reaktivität und mittlerem Heizwert geführt werden.
[0013] Ferner ist es vorteilhaft, wenn der Brenner im Mischbetrieb mit beiden Gaseindüsungsarten
mit einem oder zwei unterschiedlichen gasförmigen Brennstoffen oder alternativ mit
einem flüssigen Brennstoff betrieben wird.
Kurze Beschreibung der Zeichnung
[0014] In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Die einzige
Figur zeigt eine perspektivische Darstellung des Brenners, wobei in dem teilweisen
Schnitt besonders die tangentialen Luftzuführungen zu sehen sind.
[0015] Es sind nur die für das Verständnis der Erfindung wesentlichen Elemente gezeigt.
Die Strömungsrichtung der Medien ist mit Pfeilen bezeichnet.
Weg zur Ausführung der Erfindung
[0016] Aus der Figur geht hervor, dass der Brennerkörper aus zwei halben hohlen Teilkegelkörpern
1 und 2 besteht, die versetzt zueinander aufeinander liegen. Bedingt durch diesen
geometrischen Aufbau kann man von einem Doppelkegelbrenner sprechen. Die Versetzung
der jeweiligen Mittelachsen der Teilkegelkörper 1, 2 zueinander schafft auf beiden
Seiten der Teilkegelkörper 1, 2 jeweils einen tangentialen Lufteintrittsschlitz 4
und 5, durch welchen die Verbrennungsluft 12 in den Innenraum des Doppelkegelbrenners,
d.h. in den Kegelhohlraum 6, strömt.
[0017] Die beiden Teilkegelkörper 1, 2 weisen je einen zylindrischen Anfangsteil 1a, 2a
auf, welche ebenfalls analog den Teilkegelkörpern 1, 2 versetzt zueinander verlaufen,
so dass von Anfang an die tangentialen Lufteintrittsschlitze 4,5 vorhanden sind. In
diesem zylindrischen Anfangsteil 1a, 2a ist eine Düse 3 untergebracht, die für die
Zufuhr des flüssigen Brennstoffes 13 sorgt. Der Doppelkegelbrenner kann selbstverständlich
auch ohne die zylindrischen Anfangsteile 1a, 2a ausgeführt sein.
[0018] Die beiden Teilkegelkörper 1, 2 weisen je eine Brennstoffleitung 7, 8 auf, die mit
Brennstoffdüsen 9 versehen sind, durch welche der gasförmige Brennstoff 14 strömt,
der der durch die tangentialen Lufteintrittsschlitze 4,5 strömenden Verbrennungsluft
12 zugemischt wird. Die Brennstoffleitungen 7, 8 sind am Ende der tangentialen Lufteintrittsschlitze
4, 5 angeordnet, so dass dort die Zumischung des Brennstoffes 14 mit der einströmenden
Verbrennungsluft 12 erfolgen kann.
[0019] Selbstverständlich ist ein Mischbetrieb mit beiden Brennstoffen 13 und 14 möglich.
Am Brenneraustritt weist der Doppelkegelbrenner eine Frontplatte 16 auf. Der durch
die Düse 3 strömende flüssige Brennstoff 13 wird in einem spitzen Winkel in den Kegelhohlraum
6 eingedüst. Das kegelige Flüssigbrennstoffprofil wird dann von der tangential anströmenden
Verbrennungsluft 12 rotierend umschlossen. Wird gasförmiger Brennstoff 14 eingedüst,
geschieht die Gemischbildung mit der Verbrennungsluft 12 direkt am Ende der tangentialen
Lufteintrittsschlitze 4, 5. Bei Eindüsung des flüssigen Brennstoffes 13 wird im Bereich
der Rückströmzone die optimale homogene Brennstoffverteilung erreicht. Die Zündung
selbst erfolgt an der Spitze der Rückströmzone ausserhalb des Brennners. Dieser eben
beschriebene Betrieb des Doppelkegelbrenners mit Erdgas und Öl ist bereits bekannt.
[0020] Erfindungsgemäss sind in der Nähe des Brenneraustritts in einer Entfernung von bis
zu 30% des Brennernenndurchmesseres (entspricht der grössten lichten Weite des Brenners)
am Umfang auf den beiden Teilkegelkörpern 1, 2 Eindüsungsstellen (Düsen 10) für den
gasförmigen, hochreaktive Kompononeten enthaltenden Brennstoff 15 mit mittlerem Heizwert
angeordnet. Der Brennstoff 15 wird über die Brennstoffleitung 11 dem Verteilkanal
17, welcher im Bereich der Düsen 10 am Umfang der Teilkegelkörper 1, 2 plaziert ist,
zugeführt. Er strömt dann durch die Düsen 10 in den Kegelhohlraum 6 und wird dort
der Verbrennungsluft zugemischt.
[0021] Die Düsen 10 sind im vorliegenden Ausführungsbeispiel in einer Reihe angeordnet und
in radialer Richtung ausgerichtet. Selbstverständlich können diese Düsen 10 in anderen
Ausführungsbeispielen der Erfindung auch in mehreren Reihen angebracht sein. Zur Optimierung
der Mischung kann auch die Anstellung der Düsen 10 in axialer und azimutaler Richtung
vorteilhaft sein. Die Düsen 10 sollen möglichst so ausgerichtet sein, dass eine vollständige
Mischung mit der gesamten zur Verfügung stehenden Luft erfolgt.
[0022] Damit eine gute Vormischung erfolgt, sind etwa 15 Düsen 10 am Umfang der Teilkegelkörper
1, 2 erforderlich. Der Durchmesser einer Düse 10 ist dabei kleiner als 1% des Brennernenndurchmessers,
so dass man von einem Mikroflammenbrenner sprechen kann.
[0023] Die beiden Systeme zur Eindüsung der gasförmigen Brennstoffe 14, 15 (einerseits die
Brennstoffleitungen 7, 8 und die Düsen 9, andererseits die Brennstoffleitung 11, der
Verteilkanal 17 und die Düsen 10) sind getrennt voneinander angeordnet.
[0024] Die besondere Schwierigkeit beim Betrieb eines Brenners mit hochreaktivem Brennstoff,
welcher bei nahstöchiometrischen Bedingungen sehr hohe Flammentemperaturen aufweist,
liegt darin begründet, dass sehr leicht Zonen mit hohen Temperaturen entstehen, in
denen der in der Luft enthaltene Stickstoff mit dem Sauerstoff reagiert und somit
Stickoxide gebildet werden. Der Brennstoff muss deshalb vor der Flammenfront mit etwa
der achtfachen Masse an Luft gemischt werden, um die Flammentemperatur soweit abzusenken,
dass nur noch wenig oder kein Stickoxid entsteht. Der erfindungsgemässe Doppelkegelbrenner
mit Mikroflammen wird deshalb so betrieben, dass der hochreaktive Brennstoff 15 mit
grosser Geschwindigkeit durch die in der Nähe des Brenneraustritt angeordneten Düsen
10 in Zonen hoher Luftgeschwindigkeit eingedüst wird, wobei die Eindringtiefe und
die Richtung der Brennstoffstrahlen so abgestimmt werden, dass die Zündung und Stabilisierung
der Flamme erst hinter dem Brenneraustritt nach vollzogener Mischung erfolgt.
[0025] In den zwei unabhängigen Systemen zur gasförmigen Brennstoffeindüsung können einerseits
Brennstoffe 14 mit hohem Heizwert und niedriger Reaktivität und andererseits Brennstoffe
15 mit hoher Reaktivität und mittlerem Heizwert geführt werden. Der Doppelkegelbrenner
kann im Mischbetrieb mit beiden Eindüsungsarten mit einem oder zwei unterschiedlichen
gasförmigen Brennstoffen 14, 15 betrieben werden oder alternativ mit einem flüssigen
Brennstoff 13.
[0026] Derartige erfindungsgemässe Doppelkegelbrenner haben für hochreaktive Brennstoffe
folgende Vorteile:
- Die Flamme kann sich erst ausserhalb des Brenners stabilisieren, dadurch wird eine
Überhitzung des Brenners sicher vermieden.
- Die Mischung erfolgt sehr rasch im Bereich der höchsten Geschwindigkeiten kurz vor
dem Brenneraustritt.
- Die Flamme brennt sehr stabil, da sie durch den heissen Vortexbreakdown hinter dem
Brenner an einem definierten Ort stabil gezündet wird.
- Durch die gute Vormischung werden geringe Schadstoffemissionen auch bei hohen Wasserstoffgehalten
erzielt.
- Der Doppelkegelbrenner ist auch weiterhin im bereits bekannten Erdgas- und Ölbetrieb
funktionsfähig, da die Brennstoffsysteme voneinander getrennt angeordnet sind.
Bezugszeichenliste
[0027]
- 1
- Teilkegelkörper
- 1a
- zylindrischer Anfangsteil
- 2
- Teilkegelkörper
- 2a
- zylindrischer Anfangsteil
- 3
- Düse für flüssigen Brennstoff
- 4
- tangentialer Lufteintrittsschlitz
- 5
- tangentialer Lufteintrittsschlitz
- 6
- Kegelhohlraum
- 7
- Brennstoffleitung
- 8
- Brennstoffleitung
- 9
- Brennstoffdüsen für gasförmigen Brennstoff
- 11
- Brennstoffleitung für gasförmigen, hochreaktiven Brennstoff
- 12
- Verbrennungsluft
- 13
- flüssiger Brennstoff
- 14
- gasförmiger Brennstoff
- 15
- gasförmiger, hochreaktiver Brennstoff
- 16
- Frontplatte
- 17
- Verteilkanal
1. Brenner zum Betrieb einer Brennkraftmaschine, einer Brennkammer einer Gasturbogruppe
oder Feuerungsanlage, wobei der Brenner im wesentlichen aus mindestens zwei halben
hohlen Teilkegelkörpern (1, 2) besteht, deren Längssymmetrieachsen zueinander radial
versetzt verlaufen, wodurch mindestens zwei tangentiale Lufteintrittsschlitze (4,
5) für einen Verbrennungsluftstrom entstehen, wobei im von den kegelförmigen Teilkörpern
(1, 2) gebildeten Kegelhohlraum (6) am Brennerkopf mindestens eine Düse (3) zur Eindüsung
eines flüssigen Brennstoffes (13) in den Kegelhohlraum (6) plaziert werden kann, und
wobei die Teilkegelkörper (1, 2) im Bereich der tangentialen Lufteintrittsschlitze
(4, 5) durch Mittel (7,8,9) zur Beibringung eines weiteren gasförmigen Brennstoffes
(14) ergänzt sein können, dadurch gekennzeichnet, dass für den gasförmigen, hochreaktive
Komponenten enthaltenden Brennstoff (15) mit mittlerem Heizwert in der Nähe des Brenneraustritts
in einer Entfernung vom Brenneraustritt von bis zu 30% des Brennernenndurchmessers
mindestens eine Reihe Düsen (10) am Umfang der Teilkegelkörper (1, 2) angebracht ist
und eine Brennstoffleitung (11) sowie ein im Bereich der Düsen (10) plazierter Verteilkanal
(17) für den hochreaktiven Brennstoff (15) vorhanden sind, wobei die beiden Systeme
zur Eindüsung der gasförmigen Brennstoffe (14, 15) unabhängig voneinander angeordnet
sind.
2. Brenner nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchmesser jeder einzelnen
Düse (10) kleiner als 1% des Brennernenndurchmessers ist.
3. Brenner nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass 15 Düsen (10) vorhanden
sind.
4. Verfahren zum Betrieb eines Brenners nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
der gasförmige, hochreaktive Komponenten enthaltene Brennstoff (15) mit mittlerem
Heizwert mit grosser Geschwindigkeit durch die Düsen (10) in der Nähe des Brenneraustritts
in die Zonen hoher Luftgeschwindigkeit gedüst wird und die Eindringtiefe und Richtung
der Brennstoffstrahlen so aufeinander abgestimmt werden, dass die Zündung nach vollzogener
Mischung erst hinter dem Brenner erfolgt.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass in den zwei unabhängigen Systemen
zur gasfömigen Brennstoffeindüsung einerseits Brennstoffe (14) mit hohem Heizwert
und niedriger Reaktivität und andererseits Brennstoffe (15) mit hoher Reaktivität
und mittlerem Heizwert geführt werden.
6. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Brenner im Mischbetrieb
mit beiden Gaseindüsungsarten mit einem oder zwei unterschiedlichen gasförmigen Brennstoffen
(14, 15) betrieben wird.
7. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Brenner mit einem flüssigen
Brennstoff (13) betrieben wird.
1. Burner for operating an internal combustion engine, a combustion chamber of a gas
turbine group or firing installation, the burner consisting essentially of at least
two partial hollow semi-conical bodies (1, 2) whose longitudinal axes of symmetry
extend radially offset relative to one another so that at least two tangential air
inlet slots (4, 5) are produced for a combustion airflow, it being possible to place
at least one nozzle (3) in the hollow conical space (6) formed by the partial conical
bodies (1,. 2) at the burner head for injecting a liquid fuel (13) into the hollow
conical space (6) and it being possible to complement the partial conical bodies (1,
2) in the region of the tangential air inlet slots (4, 5) by means (7, 8, 9) for the
supplementary supply of a further gaseous fuel (14), wherein at least one row of nozzles
(10) is introduced, on the periphery of the partial conical bodies (1, 2) near the
burner outlet, at a distance from the burner outlet of up to 30% of the nominal burner
diameter, for the gaseous fuel (15) containing highly reactive components and having
a medium calorific value and there is a fuel conduit (11) and a distributing passage
(17), placed in the region of the nozzles (10), for the highly reactive fuel (15),
the two systems for injecting the gaseous fuels (14, 15) being arranged independently
of one another.
2. Burner according to Claim 1, characterized in that the diameter of each individual
nozzle (10) is smaller than 1% of the burner nominal diameter.
3. Burner according to Claims 1 and 2, characterized in that there are fifteen nozzles
(10).
4. Method for operating a burner according to Claim 1, characterized in that the gaseous
fuel (15) containing highly reactive components and having a medium calorific value
is injected at high velocity through the nozzles (10) near the burner outlet into
the zones of high air velocity and the penetration depth and direction of the fuel
jets are matched to one another in such a way that ignition only takes place behind
the burner, after mixing has been completed.
5. Method according to Claim 4, characterized in that in the two independent systems
for injecting gaseous fuel, fuels (14) having a high calorific value and low reactivity,
on the one hand, and fuels (15) having a high reactivity and medium calorific value,
on the other, are supplied.
6. Method according to Claim 4, characterized in that the burner is operated in mixed
operation with both types of gas injection with one or two different gaseous fuels
(14, 15).
7. Method according to Claim 4, characterized in that the burner is operated with a liquid
fuel (13).
1. Brûleur pour la conduite d'un moteur à combustion interne, d'une chambre de combustion
d'un turbogroupe à gaz ou d'une installation de chauffe, dans lequel le brûleur se
compose essentiellement d'au moins deux demi-corps coniques partiels creux (1, 2),
dont les axes de symétrie longitudinaux sont décalés radialement l'un par rapport
à l'autre, ce qui donne naissance à au moins deux fentes d'entrée d'air tangentielles
(4, 5) pour un courant d'air de combustion, dans lequel au moins un gicleur (3) peut
être placé à la tête du brûleur dans le volume conique creux (6) formé par les corps
coniques partiels (1, 2) pour l'injection d'un combustible liquide (13) dans le volume
conique creux (6), et dans lequel les corps coniques partiels (1, 2) peuvent être
complétés dans la région des fentes d'entrée d'air tangentielles (4, 5) par des moyens
(7, 8, 9) pour l'addition d'un combustible gazeux supplémentaire (14), caractérisé
en ce qu'au moins une série de gicleurs (10) pour le combustible gazeux (15) contenant
des composants hautement réactifs, avec un pouvoir calorifique moyen, sont installés
à la périphérie des corps coniques partiels (1, 2) à proximité de la sortie du brûleur
à une distance de la sortie du brûleur pouvant atteindre 30% du diamètre nominal du
brûleur, et en ce qu'il comporte une conduite de combustible (11) ainsi qu'un canal
de distribution (17) placé dans la région des gicleurs (10) pour le combustible hautement
réactif (15), les deux systèmes destinés à l'injection des combustibles gazeux (14,
15) étant disposés de façon indépendante l'un de l'autre.
2. Brûleur suivant la revendication 1, caractérisé en ce que le diamètre de chacun des
gicleurs (10) est inférieur à 1% du diamètre nominal du brûleur.
3. Brûleur suivant les revendications 1 et 2, caractérisé en ce qu'il est prévu 15 gicleurs
(10).
4. Procédé pour la conduite d'un brûleur suivant la revendication 1, caractérisé en ce
que le combustible gazeux (15) contenant des composants hautement réactifs, avec un
pouvoir calorifique moyen, est injecté à grande vitesse par les gicleurs (10) à proximité
de la sortie du brûleur, dans les zones de grande vitesse de l'air, et en ce que la
profondeur de pénétration et la direction des jets de combustible sont adaptées l'une
à l'autre de telle façon que l'allumage ne se produise qu'après le mélange complet
au-delà du brûleur.
5. Procédé suivant la revendication 4, caractérisé en ce que l'on introduit dans les
deux systèmes indépendants pour l'injection de combustible gazeux d'une part des combustibles
(14) avec un haut pouvoir calorifique et une faible réactivité et d'autre part des
combustibles (15) avec une haute réactivité et un pouvoir calorifique moyen.
6. Procédé suivant la revendication 4, caractérisé en ce que le brûleur est utilisé en
fonctionnement mixte avec les deux types d'injection de gaz avec un ou deux combustibles
gazeux différents (14, 15).
7. Procédé suivant la revendication 4, caractérisé en ce que le brûleur est utilisé avec
un combustible liquide (13).
