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EP 0 610 866 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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14.05.1997 Patentblatt 1997/20 |
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Anmeldetag: 07.02.1994 |
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Kreiselpumpe mit zwei Ausgangskanälen und einem Umsteuerventil
Centrifugal pump with two outlet channels and a change-over valve
Pompe centrifugal avec deux canaux de refoulement et une vanne de diversion
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Benannte Vertragsstaaten: |
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BE DE FR GB IT NL |
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Priorität: |
10.02.1993 DE 4303839
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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17.08.1994 Patentblatt 1994/33 |
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Patentinhaber: WILO GmbH |
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D-44263 Dortmund (DE) |
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Erfinder: |
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- Strelow, Günther
D-44801 Bochum (DE)
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Vertreter: COHAUSZ HASE DAWIDOWICZ & PARTNER |
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Patentanwälte
Schumannstrasse 97-99 40237 Düsseldorf 40237 Düsseldorf (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 460 399 DE-U- 9 013 992 GB-A- 817 802
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CH-A- 499 018 FR-A- 1 142 593
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Kreiselpumpe mit einem von einer Pumpenkammer ausgehenden
Auslaß, der in zwei Auslaßkanäle verzweigt, wobei in der Abzweigstelle ein Umsteuerventil
mit einem Ventilstellglied angeordnet ist, das abwechselnd einen Auslaßkanal öffnet
und den anderen Auslaßkanal schließt.
[0002] Es ist in der Heizungstechnik bekannt, durch Umsteuerventile die Strömungsrichtung
zu verändern. Dies geschieht durch Umsteuerventile, die durch einen Motor, Magnet,
hydraulisch oder von Hand umgestellt werden. Diese Ventile erfordern einen zusätzlichen
Impuls, damit es zu einem Umschalten kommt.
[0003] Aus FR-A-11 42 593 und aus GB-A-817 802 ist es bekannt, die Strömungsrichtung durch
Drehrichtungsänderung der Pumpe vorzunehmen. Hierbei werden hohe Wirkungsgradverluste
in Kauf genommen, da das Laufrad nahezu gerade Schaufeln aufweisen muß und eine Spirale
in der Pumpenkammer nicht für beide Drehrichtungen vorgesehen werden kann.
[0004] Aus EP-A-0 460 399 und aus DE-U-90 13 992 sind Doppelpumpen bekannt, die ein Ventilstellglied
aufweisen, das mittels einer Feder vorgespannt ist. Die gewünschte Stellung des Ventilstellgliedes
wird durch Änderung der Drehzahl oder durch Umkehr der Förderrichtung eingestellt.
Da diese Pumpen ständig gegen die Federspannung arbeiten müssen, ist ihr Wirkungsgrad
beträchtlich reduziert. Insbesondere geht das vollständige Verschließen eines Auslaßkanales
gegen den Druck bzw. Zug der Feder mit großen Leistungsverlusten einher.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Pumpe mit hohem Wirkungsgrad zu schaffen, deren
an beiden Ausgängen vorgesehenes Umsteuerventil selbsttätig durch die Pumpe umstellbar
ist.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Ventilstellglied derart
ausgebildet ist, daß es bei einer Druckänderung von einer ersten, den einen Auslaßkanal
verschließenden Endlage in eine zweite,den anderen Auslaßkanal verschließenden Endlage
und umgekehrt umschaltet, wobei die Druckänderung ein durch den Stop der Pumpe verursachter
kurzzeitiger Druckabfall im Auslaß ist.
[0007] Bei einer solchen Pumpe wird das Umsteuerventil durch die Pumpe selber verstellt,
d.h. es reicht aus, den Pumpendruck und/oder die Strömungsrichtung der Pumpe kurzzeitig
zu verändern, um hierdurch das Umsteuerventil zu betätigen und danach die Pumpe in
derselben Förderrichtung weiterarbeiten zu lassen. Der kurze Druckabfall und/oder
die kurze Strömungsrichtungsänderung reicht aus, um das Umsteuerventil von der einen
Stellung in die andere zu bringen, so daß die Förderung durch die Auslaßkanäle jeweils
wechselt.
[0008] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen aufgeführt.
[0009] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung in quer zur Laufradachse
angeordneten Schnitten dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben. Es zeigen:
- Figur 1:
- Den Pumpenbetrieb durch den linken Kanal bei geschlossenem rechten Kanal.
- Figur 2:
- Ein Umschalten der Klappe durch kurzzeitige Drehrichtungsänderung oder Druckabfall.
- Figur 3:
- Den Pumpenbetrieb durch den rechten Kanal bei geschlossenem linken Kanal.
- Figur 4:
- Ein Umschalten der Klappe durch kurzzeitige Drehrichtungsänderung bzw. Druckabfall.
- Figur 5:
- Ein zweites Ausführungsbeispiel für die Klappe und
- Figur 6:
- ein drittes Ausführungsbeispiel für die Klappe.
[0010] Eine Kreiselpumpe weist ein Gehäuse 1 auf, in dessen Pumpenkammmer 2 sich ein durch
einen Elektromotor angetriebenes Laufrad 3 dreht. Das Laufrad 3 weist einen Einlaß
4 auf, durch den das zu pumpende Medium, insbesondere Heizungswasser von einem nicht
dargestellten Saugstutzen angesaugt wird. Von der Pumpenkammer 2 wird die Flüssigkeit
zu einem Auslaß 5 gefördert, der in zwei Auslaßkanäle 6, 7 verzweigt. An der Verzweigungsstelle
8 ist ein Ventil 9, insbesondere in Form eines Klappenventils angeordnet.
[0011] Das Ventilstellglied 10 (verschwenkbare Klappe) ist um eine Achse 11, insbesondere
frei verschwenkbar. Das Ventilstellglied nimmt somit zwei Endstellungen ein, wobei
in der Zeichnung in der rechten Endstellung der rechte Auslaßkanal verschlossen und
der linke geöffnet und in der linken Endstellung der linke Auslaßkanal verschlossen
und der rechte geöffnet ist.
[0012] Zum Verstellen des Ventilstellglieds in den beiden Endstellungen ist kein zusätzlicher
Impuls von außen erforderlich, sondern allein durch eine kurzzeitige Änderung der
Drehzahl des Pumpenlaufrades gelingt es, das Umsteuerventil von der einen Endstellung
in die andere Endstellung und beim nächsten Mal zurück zu bewegen. Hierzu ist allein
ein kurzzeitiger Druckabfall oder eine kurzzeitige Fließrichtungsänderung nötig. Um
sicherzustellen, daß der Druckabfall, bzw. die Fließrichtungsänderung dazu führt,
daß das Ventilstellglied nicht nur von der einen Endlage in eine Mittelstellung gelangt,
sondern zumindest ein Stück darüberhinaus in Richtung der zweiten Endlage, sind zusätzliche
hydraulische, pneumatische, elektrische und/oder mechanische Mittel vorgesehen. Diese
können zumindest eine Feder, insbesondere eine Sprungfeder aufweisen, die dafür sorgt,
daß das Ventilstellglied im wesentlichen nur zwei Stellungen einnehmen kann oder zumindest
keine Mittelstellung. Besonders vorteilhaft ist auch eine Sprungfeder insbesondere
ein Sprungwerk, das am Ventilstellglied, insbesondere an der Welle des Ventilstellglieds
angeschlossen ist.
[0013] Eine weitere Alternative besteht darin, daß die Mittel einen hydraulischen Zylinder
aufweisen, der das Ventilstellglied beaufschlagt und durch Drücke in der Pumpe und/oder
am Auslaß/in den Auslaßkanälen betätigbar ist.
[0014] Zwei Ausführungsbeispiele für die Klappe 10 des Umsteuerventils zeigen die Figuren
5 und 6.
[0015] Die Klappe 10 schwenkt grundsätzlich nach dem erstmaligen Einschalten oder nach einem
Stop der Pumpe, ohne vorheriger Drehrichtungsumkehr aufgrund der in die Richtung des
Pfeiles 11 wirkenden Strömungskräfte in die Stellung I (definierte Grunstellung).
Die Klappenstellung II wird erreicht, wenn ein Drehrichtungswechsel durchgeführt wird.
Hierbei können sowohl für die Klappe, als auch für den Sperriegel 13 die Strömungskräfte
des Mediums genutzt werden, welche in Richtung des Pfeiles 12 wirken.
[0016] Damit die Klappe 10 beim Wechsel in die Normaldrehrichtung der Pumpe nicht in die
Stellung I schwenkt, erfolgt eine Verriegelung über den Sperriegel 13. Anschließend
wird die Pumpe gestoppt und in die Normaldrehrichtung geschaltet. Erst wenn die Druckkräfte
14 größer werden als die Strömungskräfte mit der Wirkrichtung des Pfeiles 11 und die
Klappe in die Stellung III schwenkt, wird der Sperriegel 13 freigegeben und kann in
die Stellung 15 schwenken. Nach einem nochmaligen Ausschalten der Pumpe und einem
Wiedereinschalten überwiegen am Anfang die Strömungskräfte und die Klappe wird in
die definierte Grundstellung schwenken.
[0017] Die Strömungs- und Druckkräfte können hierbei direkt oder auch indirekt über z.B.
hydraulische Verstärker auf die oben angeführten Komponenten einwirken. Auch können
zur Unterstützung zusätzliche Elemente wie z.B. Federn, Magnete etc. oder andere Kräfte
wie z.B. die Gravitation eingesetzt werden.
[0018] Eine Lösung, wie der Sperriegel 13 daran gehindert werden kann, die Verriegelung
der Klappe 10 bereits in der Klappenstellung II freizugeben, zeigt Figur 6. Beim Einschwenken
der Klappe 10 in die Stellung II wird der Sperriegelkopf 15 durch die Öffnung 16 hinter
den Schnapper 17 gezogen. Die Wand 18 verhindert, daß der Sperriegel vor dem Erreichen
der Klappenposition III in die Position 13a schwenken kann.
1. Kreiselpumpe mit einem von einer Pumpenkammer (2) ausgehenden Auslaß, der in zwei
Auslaßkanäle (6, 7) verzweigt, wobei in der Abzweigstelle (8) ein Umsteuerventil mit
einem Ventilstellglied (10) angeordnet ist, das abwechselnd einen Auslaßkanal öffnet
und den anderen Auslaßkanal schließt,
dadurch gekennzeichnet, daß das Ventilstellglied (10) derart ausgebildet ist, daß es bei einer Druckänderung
von einer ersten, den einen Auslaßkanal (6, 7) verschließenden Endlage in eine zweite,
den anderen Auslaßkanal (7, 6) verschließenden Endlage und umgekehrt umschaltet, wobei
die Druckänderung ein durch den Stop der Pumpe verursachter kurzzeitiger Druckabfall
im Auslaß ist.
2. Kreiselpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Stop der Pumpe über einen Drehrichtungswechsel erfolgt.
3. Kreiselpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventilstellglied (10) des Umsteuerventils (9), eine Klappe ist.
4. Kreiselpumpe nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Pumpe eine bevorzugte Hauptdrehrichtung hat.
5. Kreiselpumpe nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß unterstützende hydraulische, pneumatische elektrische und/oder mechanische Mittel
vorgesehen sind, die bei dem Druckabfall das Ventilstellglied (10) ein Stück über
eine mittlere Lage hinweg in Richtung der anderen Endlage bewegen.
6. Kreiselpumpe nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel eine Feder insbesondere eine Sprungfeder aufweisen.
7. Kreiselpumpe nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel ein Sprungwerk aufweisen.
8. Kreiselpumpe nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel einen hydraulischen Zylinder aufweisen, der das Ventilstellglied
beaufschlagt und durch Drücke in der Pumpe und/oder am Auslaß/in den Auslaßkanälen
betätigbar ist.
1. A centrifugal pump having an outlet which extends from the pump chamber (2) and branches
into two outlet channels (6, 7), a changeover valve being disposed in the branching
place (8) which alternately opens one outlet channel and closes the other outlet channel,
characterized in that the valve adjusting member (10) is so constructed that with
a change in pressure said member switches over from a first end position, closing
one outlet channel (6, 7), to a second end position, closing the other outlet channel
(7, 6) and vice versa, the change in pressure being a brief drop in pressure caused
by the stopping of the pump.
2. A centrifugal pump according to claim 1, characterized in that the stopping of the
pump is effected by a change in the direction of rotation.
3. A centrifugal pump according to claim 1, characterized in that the valve adjusting
member (10) of the changeover valve (9) is a flap.
4. A centrifugal pump according to one of the preceding claims, characterized in that
the pump has a preferred main direction of rotation.
5. A centrifugal pump according to one of the preceding claims, characterized in that
hydraulic, pneumatic, electrical and/or mechanical boosting means are provided, which
move the valve adjusting member (10) some distance beyond a central position in the
direction of the other end position if the pressure drops.
6. A centrifugal pump according to claim 5, characterized in that the means comprise
a spring, more particularly an elastic spring.
7. A centrifugal pump according to claims 5 or 6, characterized in that the means comprise
an over-centre device.
8. A centrifugal pump according to claims 5 or 6, characterized in that the means comprise
a hydraulic cylinder which acts upon the valve adjusting member and can be actuated
by pressures in the pump and/or at the outlet/in the outlet channels.
1. Pompe centrifuge avec une sortie, partant d'une chambre de pompe (2), bifurquant en
deux canaux de sortie (6,7), une valve d'inversion avec un organe de réglage de valve
(10) étant disposé dans la bifurcation (8) qui, alternativement, ouvre un canal de
sortie et ferme l'autre canal de sortie,
caractérisée en ce que l'organe de réglage de valve (10) est réalisé de telle manière
que, en cas de variation de pression, il commute d'une première position extrême de
fermeture d'un canal de sortie (6,7) à une seconde position extrême de fermeture de
l'autre canal de sortie (7,6) et inversement, la variation de pression étant constituée
par une chute de pression de courte durée provoquée par l'arrêt de la pompe.
2. Pompe centrifuge selon la revendication 1,
caractérisée en ce que l'arrêt de la pompe se produit par l'intermédiaire d'une inversion
du sens de rotation.
3. Pompe centrifuge selon la revendication 1,
caractérisée en ce que l'organe de réglage de valve (10) de la valve d'inversion (9)
est un clapet.
4. Pompe centrifuge selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que la pompe a un sens de rotation principal préférentiel
5. Pompe centrifuge selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que des moyens hydrauliques, pneumatiques, électriques et/ou mécaniques
supplémentaires sont prévus qui, lors de la chute de pression, déplacent l'organe
de réglage de valve (10) une partie au-dessus d'une position moyenne dans la direction
de l'autre position extrême.
6. Pompe centrifuge selon la revendication 5,
caractérisée en ce que les moyens présentent un ressort, en particulier un ressort
à boudin.
7. Pompe centrifuge selon la revendication 5 ou 6,
caractérisée en ce que les moyens présentent un dispositif à passage brusque.
8. Pompe centrifuge selon la revendication 5 ou 6,
caractérisée en ce que les moyens présentent un cylindre hydraulique qui agit sur
l'organe de réglage de valve et peut être actionné par des pressions dans la pompe
et/ou à la sortie et/ou dans les canaux de sortie.

