[0001] Die Erfindung betrifft ein Schlüsselprofil mit einer Profilachse, mit einem rückennahen
Profilbereich und mit einem brustnahen Profilbereich, welche durch einen Zwischenprofilbereich
miteinander verbunden sind.
[0002] Schlüsselprofile der hier betrachteten Art werden zur Herstellung von Schlüssein
benutzt, welche insbesondere zur Betätigung von Schließzylindern geeignet sind. Durch
unterschiedliche Schlüsselprofile sollen die Schlüssel einzelner Schließzylinder ggf.
innerhalb hierarchisch aufgebauter Schließanlagen voneinander unterschieden werden,
um das Aufschließen von Schließzylindern nur mit jeweils zugeordneten Schlüssein zu
ermöglichen und mittels anderer nicht zugehöriger Schlüssel zu unterbinden. Wenn hier
von Schlüsseln mit einem rückennahen Profilbereich und mit einem brustnahen Profilbereich
gesprochen wird, so dient dies grundsätzlich nur zur Unterscheidung einzelner Profilbereiche
im Hinblick auf eine vereinfachte Beschreibung. Daneben soll durch diese Ausdrucksweise
einer häufig vorkommenden Konstruktion von Schließzylindern und zugehörigen Schlüsseln
Rechnung getragen werden, bei dem der Schlüssel als ein Flachschlüssel ausgebildet
ist, dessen eine Kantfläche als Schlüsselbrust bezeichnet wird, weil in ihr Zacken
eingeschnitten werden, welche der Steuerung von Stiftzuhaltungspaaren dienen. Solche
Schließzylinder und zugehörige Schlüssel sind beispielsweise aus der deutschen Patentschrift
31 23 511 bekannt. Die der Schlüsselbrust gegenüberliegende Kantfläche wird bei solchen
Schlüsseln als der Schlüsselrücken bezeichnet. Die Schlüssel sind bei den hier angesprochenen
Schließzylindern zum Einstecken in den Schlüsselkanal eines Schließzylinderkerns bestimmt.
Der Schließzylinderkern weist eine zylindrische Außenumfangsfläche auf und ist in
einer hohlzylindrischen Innenumfangsfläche eines Schließzylindergehäuses drehbar gelagert.
Der Schlüsselkanal ist so in den Schließzylinderkern eingearbeitet, daß der Schlüsselrücken
des Schlüssels, wenn er in den Schlüsselkanal gesteckt wird, in der Nähe der Außenumfangsfläche
des Schließzylinderkerns liegt, während die Schlüsselbrust innerhalb des Schließzylinderkerns
liegt. Die Schlüsselbrust arbeitet dabei mit den Kernstiften von Zuhaltungsstiftpaaren
zusammen, welche in Radialbohrungen des Schließzylinderkerns aufgenommen sind. Diese
Kernstifte arbeiten wieder mit Gehäusestiften der Zuhaltungsstiftpaare zusammen, welche
in Bohrungen des Schließzylindergehäuses aufgenommen sind. In einer Null-Stellung
des Schließzylinderkerns, in welcher der Schlüssel gesteckt und gezogen werden kann,
fluchten für jedes Zuhaltungsstiftpaar die zugehörigen Kernstiftbohrungen und Gehäusestiftbohrungen,
so daß auch die zugehörigen Kernstifte und Gehäusestifte miteinander fluchten. Aufgabe
der Schlüsselbrust ist es dabei, durch Einwirkung auf die ihr zugekehrten Enden der
Kernstifte die Stiftzuhaltungspaare in radialer Richtung so einzustellen, daß jeweils
eine Trennfläche zwischen einem Kernstift und einem Gehäusestift mit der Trennfläche
zwischen der Außenumfangsfläche des Schließzylinderkerns und der Innenumfangsfläche
des Schließzylindergehäuses zusammenfällt. Wenn diese Bedingung für alle Zuhaltungsstiftpaare
erfüllt ist, und sie ist dann erfüllt, wenn der richtige Schlüssel mit der richtig
gezackten Schlüsselbrust eingeführt ist, dann kann der Schließzylinderkern gegenüber
dem Schließzylindergehäuse gedreht werden. Wenn der Schlüssel nicht in Anpassung an
den Schließzylinder gezackt ist, so übergreift mindestens ein Teil der Kernstifte
und/oder der Gehäusestifte die zylindrische Trennfläche zwischen dem Schließzylinderkern
und dem Schließzylindergehäuse, so daß der Schließzylinder durch diesen Schlüssel
nicht geöffnet werden kann.
[0003] Dieses an sich bekannte Prinzip des Schließzylinders wird hier nur um des Verständnisses
des größeren Zusammenhangs willen erwähnt und soll insbesondere zum Verständnis der
Definition "brustnaher Profilbereich" und "rückennaher Profilbereich" dienen für den
Fall, daß diese spezielle Art von Schließzylindern und zugehörigen Schlüsseln in erfindungsgemäßer
Weise ausgebildet werden sollen.
[0004] Es sind im Stand der Technik zahlreiche Möglichkeiten aufgezeigt worden, um Schlüsselprofile
verschiedener Schließzylinder, verschiedener Schließanlagen und verschiedener Schließzylinderhersteller
voneinander zu unterscheiden. Der Grund dieses Bemühens um Unterscheidungsmöglichkeiten
ist nach vorstehendem ohne weiteres ersichtlich.
[0005] Es sind auch seit langer Zeit Schlüsselprofile bekannt, die bei Betrachtung in Richtung
der Schlüsselachse Buchstaben oder Buchstabenkombinationen für den Betrachter erkennen
lassen. So ist es z. B. aus Fig. 5 der CH-PS 355 710 bekannt, ein Schlüsselprofil
aus den beiden Großbuchstaben S und L zusammenzusetzen, wobei diese beiden Großbuchstaben
S und L bei Einstellung des Schlüsselprofils mit der Brust nach unten und dem Schlüsselrücken
nach oben übergangslos übereinander angeordnet sind. Eine ähnliche Kombination eines
großen S und eines I ist in der Fig. 4 derselben Schweizer Patentschrift dargestellt.
[0006] Weitere Möglichkeiten des "Kodierens" von Schlüsselprofilen durch deren Querschnittsgestaltung
in Annäherung an Buchstaben- und Zahlenkombinationen sind aus der europäischen Patentschrift
386 504 B1 bekannt. Dabei ist insbesondere nieder an eine - bei vertikaler Halterung
des Schlüsselprofils - Übereinanderanordnung von Großbuchstaben gedacht.
[0007] Daneben sind aus deutschen Warenzeicheneintragungen 1 079 798, 983 887, 983 888,
983 889, 983 890, 983 891 und 966 562* Buchstabenfolgen zur Kennzeichnung von Schlüsseln
bekannt, die grundsätzlich zur Kennzeichnung entsprechender Schlüsselprofile geeignet
sind, wie dies in einem Prospekt der Firma Wilka Schließtechnik für den Fall von Schließanlagen
angedeutet ist.
[0008] Bei der Herstellung von Schlüsseln geht es aber nun nicht primär darum, durch die
Schlüsselprofile die Herkunft der Schlüssel von bestimmten Schließzylinder- oder Schlüsselherstellern
erkennbar zu machen, sondern, wie oben schon angedeutet, primär darum, durch Unterschiedlichkeit
der Profile von anderen Profilen und durch Erschwerung der Nachahmbarkeit dieser Profile
die Sicherheit der Schließzylinder und der aus solchen Schließzylindern aufgebauten
Schließanlagen mit Schlüsselhierarchien zu erhöhen. Unter Schließanlagen mit Schlüsselhierarchien
werden solche Schließanlagen verstanden, bei denen beispielsweise zwei Türen einer
Wohneinheit oder einer Büroeinheit mit unterschiedlichen Schließzylindern ausgerüstet
sind, wobei der Schließzylinder der einen Tür mit einem bestimmten Schlüssel geöffnet
werden kann und der Schließzylinder der anderen Tür mit einem anderen Schlüssel geöffnet
werden kann, wobei der Schlüssel für den anderen Schließzylinder aber auch geeignet
ist, um den Schließzylinder der erstgenannten Tür zu öffnen. Solche Schließanlagen
sind in mannigfacher Auslegung bekannt. Eine häufige Form von Schließanlagen sieht
eine größere Anzahl von Schließzylindern vor, denen jeweils ein bestimmter Individualschlüssel
zugeordnet ist. Um nun der Hausverwaltung zu ermöglichen, im Notfall oder anderem
Bedarfsfall die einzelnen Schließzylinder mit einem einzigen Schlüssel zu öffnen,
ist ein übergeordneter Schlüssel vorgesehen, der sämtliche Schließzylinder der Schließanlage
zu öffnen und zu sperren gestattet. Die Unterscheidung der einzelnen Schlüssel kann
durch unterschiedliche Profilgestaltung geschehen. Der übergeordnete Schlüssel wird
so ausgestaltet, daß sein Profil in die Profile sämtlicher Individualschlüssel der
sämtlichen Individualschließzylinder hineinpaßt. Dann kann mit diesem übergeordneten
Schlüssel, der auch Hauptschlüssel oder Generalhauptschlüssel genannt wird, jeder
einzelne Schließzylinder betätigt werden. Die Hierarchien können dabei auch mehrstufig
ausgebildet sein.
[0009] Will man nun einerseits die Schlüssel von Schließzylindern in ihren Profilen variieren,
andererseits gewisse Profilähnlichkeiten vorsehen, um durch entsprechende Abwandlungen
hierarchisch gestaltete Schließanlagen aufbauen zu können, und will man zum dritten
trotzdem durch die Profilgestaltung der Schlüsselprofile auch einen Herkunftshinweis
auf den jeweiligen Schließzylinder-bzw. Schlüsselhersteller ermöglichen, so tritt
häufig ein Konflikt auf, weil die jeweils zur Kennzeichnungsfunktion gewünschten Codes,
also Buchstaben- und/oder Zahlenfolgen ungeeignet sind, um die sicherheitstechnischen
Anforderungen und - insbesondere bei Schließanlagen - Differenzierungsanforderungen
bei gleichzeitig verbleibender Ähnlichkeit zu erfüllen.
[0010] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Schlüsselprofil anzugeben, das einerseits
die Buchstabenfolge wh erkennen laßt und andererseits eine hohe Sicherheitsfunktion
und die Möglichkeit der Profilvariation für Schließanlagen eröffnet.
[0011] Zur Lösung dieser Aufgabe wird ein Schlüsselprofil der eingangs bezeichneten gattungsgemäßen
Art in der Weise ausgeführt, daß es eine der nachfolgend alternativ angegebenen Kombinationen
von Profilierungsmerkmalen aufweist. Die Profilierungsmerkmale werden hierbei zunächst
unter Zugrundelegung einer Betrachtung mit auf die Schlüsselspitze hin gerichteter
und von der Schlüsselspitze zum Schlüsselgriff achsparallel verlaufender Betrachtungsrichtung
auf das mit oben liegendem Schlüsselrücken und unten liegender Schlüsselbrust vertikal
gehaltene Schlüsselprofil definiert.
[0012] Für eine erste alternative Kombination gilt folgendes:
a) Der rückennahe Profilbereich ist als ein Doppel-T-Profilbereich ausgebildet mit
einem horizontalen, oberen, die Rückenfläche aufweisenden Querflansch, einem horizontalen,
unteren Querflansch und einem die beiden Querflansche verbindenden Hochsteg;
b) der Zwischenbereich ist als ein im wesentlichen vertikaler Zwischensteg ausgebildet,
welcher ausgehend von der Unterseite des unteren Querflansches nach unten verläuft;
c) der schlüsselbrustnahe Profilbereich ist als ein Wellenprofil mit vertikaler Wellenfortschreitrichtung
ausgebildet, mit einer ersten, ausgehend von dem unteren Ende des vertikalen Zwischenstegs
nach rechts verlaufenden ersten Wellenflanke, einer an das rechte Ende der ersten
Wellenflanke anschließenden, nach unten verlaufenden, rechts gelegenen ersten Wellenkuppe,
einer an das untere Ende der rechts gelegenen ersten Wellenkuppe anschließenden, nach
links verlaufenden zweiten Wellenflanke, einer an das linke Ende der zweiten Wellenflanke
anschließenden, nach unten verlaufenden, links gelegenen zweiten Wellenkuppe, einer
an das untere Ende der links gelegenen zweiten Wellenkuppe anschließenden, nach rechts
verlaufenden dritten Wellenflanke, einer an das rechte Ende der dritten Wellenflanke
anschließenden, nach unten verlaufenden, rechts gelegenen dritten Wellenkuppe und
einer an das untere Ende der rechts gelegenen dritten Wellenkuppe anschließenden,
nach links verlaufenden vierten Wellenflanke.
[0013] Diese Gestaltung ergibt, daß bei gleichbleibender Betrachtungsrichtung (wie oben
definiert) auf das um seine Achse in eine horizontale Lage mit links liegender Schlüsselbrust
und rechts liegendem Schlüsselrücken gedrehte Schlüsselprofil der Betrachter eine
von links nach rechts fortschreitende Buchstabenfolge Buchstaben w - Großbuchstaben
H mit dazwischenliegendem "Verbindungsstrich" erkennt.
[0014] Entsprechend der alternativen Profilausbildung gilt folgendes:
a') Der rückennahe Profilbereich weist in einer rechten Profilseitenfläche in Abstand
übereinander zwei rechte Profilnuten, nämlich eine rechte obere und eine rechte untere
Profilnut auf und weist in seiner linken Profilseitenfläche in mittlerer Höhenlage
bezüglich der beiden rechten Profilnuten eine linke Profilnut auf;
b') der Zwischenbereich umfaßt einen an den rückennahen Profilbereich nahe der rechten
Profilseitenfläche anschließenden, nach unten verlaufenden, vertikalen Zwischensteg
auf;
c') der brustnahe Profilbereich umfaßt einen im wesentlichen horizontalen Quersteg,
welcher von dem unteren Ende des Zwischenstegs ausgehend nach links verläuft, weiterhin
einen von einem mittleren Bereich der Unterseite dieses horizontalen Querstegs ausgehend
nach unten verlaufenden, vertikalen Mittelsteg und einen von dem unteren Ende des
vertikalen Mittelstegs ausgehenden, im wesentlichen horizontal nach links verlaufenden
Halbsteg.
[0015] Bei dieser letzteren Kombination erkennt der Betrachter bei gleichbleibender Betrachtungsrichtung
(wie oben definiert) auf das um seine Achse in eine horizontale Lage mit links liegendem
Schlüsselrücken und rechts liegender Schlüsselbrust gedrehte Schlüsselprofil eine
von links nach rechts fortschreitende Buchstabenfolge Großbuchstaben W - Kleinbuchstaben
h mit dazwischenliegendem "Verbindungsstrich".
[0016] Die beiden Profilarten lassen einmal einen gewünschten Code mit der Buchstabenfolge
Buchstabe w - Buchstabe h gut erkennen. Darüberhinaus ergeben sich günstige Flachschlüsselformen,
bei denen die Lage der einzelnen Code-Elemente die Stabilität und Variabilität des
Schlüsselprofils nicht negativ beeinflußt. Eine Variation im Ähnlichkeitsbereich ist
ohne weiteres möglich, ohne daß die Lesbarkeit des Codes verlorengeht, und ohne daß
die Stabilität des Schlüssels verlorengeht. Scharfe Kanten lassen sich vermeiden,
indem sich die einzelnen Profilkanten wenigstens annähernd innerhalb einer rechteckigen
oder abgestuft rechteckigen Einhüllkurve unterbringen lassen. Die Gestaltung ist darüberhinaus
so, daß der Schlüsselrücken, ohne die Lesbarkeit des Codes w-h zu beeinträchtigen,
annähernd der Umfangslinie des jeweiligen Schließzylinderkerns folgen kann. An der
Brustseite ergibt sich eine Gestaltung, die das Zusammenwirken mit den Kernstiften
der Zuhaltungsstiftpaare unabhängig von der Tiefe der dort einzuschneidenden Zacken
ermöglicht.
[0017] Für die erstgenannte Kombination ist es vorteilhaft, wenn - wiederum bei vertikal
gehaltenem Schlüsselprofil mit oben liegendem Schlüsselrücken betrachtet - der vertiale
Zwischensteg gegenüber dem vertikalen Hochsteg nach links versetzt ist. Diese Ausgestaltung
führt dazu, daß die Mittelebene des Schlüsselprofils im rückennahen Profilbereich
und die Mittelebene im brustnahen Profilbereich einander angenähert sind, obwohl der
Zwischensteg - buchstabenmäßig betrachtet - in das obere Ende eines W-Schenkels einmündet.
Auf diese Weise wird ein Flachschlüssel erhalten, der sich berührungsfreundlich anfühlt
und auch bei gemeinsamem Tragen mit anderen Schlüsseln an einem Schlüsselbund eine
günstige Relativbeweglichkeit der benachbarten Schlüssel ermöglicht.
[0018] Weiterhin ist es bei der erstgenannten Kombination von Merkmalen vorteilhaft, wenn
- bei vertikal gehaltenem Schlüsselprofil mit oben liegendem Schlüsselrücken - die
Breite der Flansche größer ist als der Horizontalabstand der Außenflächen entgegengesetzt
gerichteter Wellenkuppen, vorzugsweise entsprechend dem Höhenverhältnis eines Großbuchstabens
H und eines Kleinbuchstabens w. Auf diese Weise tritt vom Rückenbereich zum Brustbereich
hin eine Profildickenverringerung auf. Diese ist deshalb vorteilhaft, weil im Rückenbereich
in der Regel eine exakte Führungsfunktion verlangt wird und gerade im rückennahen
Profilbereich häufig Profilvariationen angewandt werden. Wenn dort viel "Fleisch"
zur Verfügung steht, so kann man deutlich unterscheidbare Profilvariationen im Ähnlichkeitsbereich
vornehmen, ohne die Lesbarkeit der Buchstabenfolge zu beeinträchtigen. Andererseits
werden durch die schmälere Ausgestaltung des brustnahen Bereichs der Materialaufwand
und damit Kosten und Gewicht reduziert, ohne daß die Differenzierungsfunktion verlorengeht.
[0019] Die Kombination eines Kleinbuchstabens w und eines Großbuchstabens H hat sich bezüglich
der Lesbarkeit überraschenderweise nicht als Erschwernis gezeigt und gibt andererseits
eine überraschende kennzeichnungskräftige Code-Form.
[0020] Bei vertikal gehaltenem Schlüsselprofil mit oben liegendem Schlüsselrücken empfiehlt
es sich, den Horizontalabstand der Außenfläche einer links gelegenen Wellenkuppe von
dem linken Ende eines Querflansches ungefähr gleich oder nur wenig geringer zu machen
als den horizontalen Abstand der Außenfläche einer rechts gelegenen Wellenkuppe von
dem rechten Ende des Querflansches. Durch diese Ausgestaltung wird die Ergonomie des
Schlüsselprofils beim Anfassen und beim Tragen am Schlüsselbund noch erhöht.
[0021] Die Profildicke der Wellenflanken und Wellenkuppen kann geringer sein als die Profildicke
des Hochstegs und der Querflanke. Dies ist für die Lesbarkeit der Buchstabenfolge
Kleinbuchstabe w - Großbuchstabe H insbesondere im Fall von Ähnlichkeitsvariationen
von erheblichem Vorteil, ohne die Stabilität und Führungseigenschaften des Schlüssels
zu beeinträchtigen.
[0022] Das Wellenprofil wird bevorzugt als Trapez-Wellenprofil ausgebildet. Auch dies läßt
sich mit der Lesbarkeit der Buchstabenfolge gut vereinbaren und führt zu weniger scharfen
Kanten, was wiederum vorteilhaft ist für die Anfühleigenschaften. Gleichzeitig wird
die Kompatibilität von Schlüsselprofil und Schlüsselkanalprofil auch bei Toleranzabweichungen
infolge der Herstellung verbessert.
[0023] Die Querflansche und der Hochsteg können auf mindestens einer Profilseite nach außen
erweiterte, vorzugsweise gleichschenkelige Trapezrinnen definieren. Der Vorteil dieser
Gestaltung entspricht dem Vorteil, der sich aus der trapezförmigen Gestaltung des
Wellenverlaufs ergibt.
[0024] Bei vertikal gehaltenem Schlüsselprofil können sich die Profilhöhen des brustnahen
Profilbereichs, des rückennahen Profilbereichs und des Zwischenbereichs etwa wie 40
: 35 : 10 verhalten.
[0025] Unter Zugrundelegung des Schlüsselprofils nach der ersten Kombination a) - c) des
Anspruchs 1 läßt sich eine Gruppe von Schlüsseln herstellen, wobei sich einzelne Schlüssel
auf mindestens einer der linken und der rechten Profilseite durch unterschiedliche
Dicke der Querflansche und/oder unterschiedliche Dicke des Hochstegs unterscheiden.
Zusätzlich und alternativ zu einer derartigen Differenzierung im Bereich des rückennahen
Profilabschnitts sind auch Differenzierungen im Bereich des brustnahen Profilbereichs
denkbar. Der Vorteil der Differenzierung individueller Schlüssel voneinander durch
unterschiedliche Dicke der Querflansche und/oder unterschiedliche Dicke des Hochstegs
liegt aber darin, daß man sich im querschnittsstärkeren Profilbereich des Doppel-T
bewegt, so daß dort die Differenzierungen deutlicher ausfallen können, ohne daß der
Buchstabencharakter des Großbuchstaben H verlorengeht. Anzumerken ist, daß die Rückenflächen
und die an sie angrenzenden, den Seitenflächen zugehörigen Endflächen des oberen Querflansches
bei allen Schlüsseln, eventuell auch bei einem übergeordneten Schlüssel, unverändert
bleiben sollten, um unveränderte Führungsverhältnisse in dem Schlüsselkanal zu gewährleisten.
[0026] Bei der alternativen Kombination der Merkmale a'), b') und c') läßt sich eine deutliche
Lesbarkeit des Buchstaben w dadurch herausarbeiten, daß bei vertikal gehaltenem Schlüsselprofil
mit oben liegendem Schlüsselrücken die beiden rechten Profilnuten tiefer sind als
die linke Profilnut. Diese tieferen Profilnuten sind zur Differenzierung unter Erhaltung
der Ähnlichkeit hinsichtlich des Buchstabens w besonders geeignet. Durch die zwei
übereinander liegenden rechten Profilnuten werden insgesamt vier Seitenflächen von
Profilnuten bereitgestellt, deren Lagevariation zur Differenzierung einzelner Schlüssel
unter Erhaltung der geometrischen Ähnlichkeit verfügbar ist. Gleichwohl bleibt durch
die weniger tiefe Eindringung der linken Profilnut die Stabilität des Schlüssels erhalten,
wobei gleichzeitig auf der linken Seite eine große Variationsbreite (in Höhenrichtung
gemessen!) für die dortige Profilnut gegeben ist, ohne daß der W-Charakter bei Ausnutzung
dieser Variationsbreite verlorengeht. Diese große Variationsbreite der linken Profilnut
dient erneut zur Erhöhung der Vielfalt der Differenzierungsmöglichkeiten.
[0027] Aus den weiter oben angegebenen Gründen, welche für die Trapezform sprechen, empfiehlt
es sich, daß auch bei der hiesigen Ausführungsform mindestens eine der Profilnuten
zur Profilaußenseite hin trapezförmig erweitert ist, vorzugsweise gleichschenkelig
erweitert. Bevorzugt macht man von dieser Möglichkeit für alle Profilnuten in dem
rückennahen Profilbereich Gebrauch. Auch im brustnahen Profilbereich kann man das
Trapezprinzip anwenden, indem der horizontale Quersteg, der Zwischensteg und ein angrenzender
Teil des rückennahen Profilbereichs eine Trapeznut bilden oder indem der horizontale
Quersteg, der vertikale Mittelsteg und der horizontale Halbsteg eine Trapezrinne bilden.
[0028] Auch die Profilausbildung nach der Merkmalsgruppe a') - c') kann zu der Bildung einer
Gruppe von geometrisch ähnlichen Schlüsseln herangezogen werden, insbesondere in der
Weise, daß sich einzelne Schlüssel auf mindestens einer der rechten und der linken
Profilseite durch unterschiedliche Nuttiefe und/oder unterschiedliche, in vertikaler
Richtung gemessene Nutbreite unterscheiden. Dies gilt wiederum insbesondere für die
beiden rechten Profilnuten und die eine linke Profilnut im rückennahen Profilbereich.
Dort steht zufolge der Gestaltung des Großbuchstabens W ausreichend Fleisch für die
Profilvariation unter Erhaltung der geometrischen Ähnlichkeit, d. h. unter Erhaltung
einer erkennbaren W-Form zur Verfügung, ohne daß es zu einer schädlichen Schwächung
des Profilquerschnitts kommt. Die Querschnittsdicken können in dem rückennahen Profilbereich,
der den großen Buchstaben W ergeben soll, grundsätzlich dicker ausgeführt werden als
im brustnahen Profilbereich, der den kleinen Buchstaben h ergeben soll. Dann bietet
sich für die Differenzierung wiederum der rückennahe Profilbereich in erster Linie
an. Es soll aber auch nicht ausgeschlossen werden, daß entsprechende Profilierungen
im brustnahen Profilbereich variiert werden.
[0029] Ein besonderer Vorteil der Ausgestaltung nach den Merkmalen a'), b') und c') liegt
auch darin, daß der vertikale Mittelsteg im brustnahen Profilbereich der Mittelebene
des Gesamtprofils so angenähert ist, daß im Brustbereich eingeschnittene Zacken stets
mit Kernstiften zusammentreffen, die annähernd auf diese Mittelebene ausgerichtet
sind, unabhängig davon, wie tief diese Zacken eingeschnitten werden.
[0030] Die Schlüsselprofilgestaltung mit den Merkmalen a') - c') läßt sich auch zur Herstellung
eines hierarchischen Schlüsselsystems für eine Schließanlage verwenden, wenn man nur
dafür sorgt, daß mindestens einer der Schlüssel insofern ein übergeordneter Schlüssel
ist, als sein Profil vollständig innerhalb der Profile von mindestens zwei weiteren
Schlüsseln aufnehmbar ist. Dann ist dieser übergeordnete Schlüssel zur Betätigung
beider Schließzylinder geeignet, die den beiden weiteren Schlüsseln individuell zugeordnet
sind.
[0031] Die vorstehenden Überlegungen zeigen, daß ein wesentlicher und soweit ersichtlich
neuer und auch erfinderischer Grundgedanke der vorliegenden Erfindung der ist, bei
der oben definierten axialen Betrachtung eines horizontal gehaltenen Schlüsselprofils
im Rückenbereich einen Großbuchstaben und im Brustbereich einen Kleinbuchstaben durch
entsprechende Profilierung erkennbar zu machen. Dieser Gedanke ist insofern stark
abweichend von den eingangs diskutierten bisher bekannten Lösungen, als bisher offenbar
das Bestreben bestand, bei horizontal und vertikal lesbaren Zahlen- oder Buchstabenkombinationen
jeweils analoge, d. h. große oder kleine Buchstaben und/oder Zahlen miteinander zu
kombinieren.
[0032] Die beiliegenden Figuren erläutern die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen.
Es stellen dar:
- Fig. 1
- bei a.) ein übergeordnetes Schlüsselprofil für eine Schließanlage und in den Figuren
b.) - g.) Individualschlüssel zu dieser Schließanlage;
- Fig. 2
- in der Teilfigur a.) wiederum ein übergeordnetes Schlüsselprofil für eine Schließanlage
und in den Teilfiguren b.) - g.) die zugehörigen Individualschlüssel;
- Fig. 3
- einen Schlüssel mit dem Profil nach Fig. 1.
- Fig. 4
- eine Abwandlung des Schlüsselprofils gemäß Fig. 1a.), welche im Rahmen der Erfindung
liegt.
[0033] Die Ausführungsform nach Fig. 1 gehorcht dem allgemeinen Prinzip der Merkmalsgruppe
a) - c) wie oben definiert.
[0034] In Fig. 1a.) erkennt man ein Schlüsselprofil mit einer Rückenfläche R, einer Brustfläche
B, einem rückennahen Profilbereich RN, einem Zwischenbereich Z und einem brustnahen
Profilbereich BN.
[0035] Der rückennahe Profilbereich RN ist als ein Doppel-T-Profil ausgebildet mit einem
oberen Querflansch 10, einem unteren Querflansch 12 und einem Hochsteg 14. Die Querflansche
10 und 12 und der Hochsteg 14 definieren zusammen eine linke Trapezrinne 16 und eine
rechte Trapezrinne 18.
[0036] Der Zwischenbereich Z ist von einem Zwischensteg 19 gebildet, der von der Unterseite
des unteren Querflansches 12 ausgehend nach unten verläuft, wobei der Zwischensteg
19 gegenüber der Mittelebene M des Schlüsselprofils nach links versetzt ist.
[0037] Der untere, brustnahe Profilbereich ist als ein Trapezwellenprofil ausgebildet, dessen
Fortschreitrichtung mit der Mittelebene M annähernd zusammenfällt. Dieses Trapezwellenprofil
ist insgesamt als 20 bezeichnet und setzt sich zusammen aus einer ersten Wellenflanke
20a, welche vom unteren Ende des Zwischenstegs 19 ausgehend nach rechts und unten
verläuft, einer ersten rechts liegenden Wellenkuppe 20b, welche vom rechten Ende der
ersten Wellenflanke 20a ausgehend auf der rechten Seite der Mittelebene nach unten
verläuft, einer zweiten Wellenflanke 20c, welche vom unteren Ende der ersten Wellenkuppe
20 ausgehend nach links verlauft, einer zweiten Wellenkuppe 20d, welche vom linken
Ende der Wellenflanke 20c ausgehend nach unten verläuft, einer dritten Wellenflanke
20e, welche vom unteren Ende der linken Wellenkuppe 20d ausgehend nach rechts und
unten verläuft, einer dritten Wellenkuppe 20f, welche vom rechten und unteren Ende
der Wellenflanke 20e ausgehend nach unten verläuft und wiederum auf der rechten Seite
der Mittelebene M liegt, und einer vierten Wellenflanke 20g, welche vom unteren Ende
der Wellenkuppe 20f ausgehend nach links und unten verläuft.
[0038] Die Profile nach den Teilfiguren b.) - f.) unterscheiden sich von dem Profil nach
der Teilfigur a.) durch An- oder Abwesenheit und unterschiedliche Größe von Querflanschverdickungen
22 an der Unterseite des oberen Querflansches 10, Querflanschverdickungen 24 an der
Oberseite des unteren Querflansches 12 und/oder Querflanschverdickungen 28 an der
unteren Seite des unteren Querflansches 12. Man erkennt, daß der obere Querflansch
10 mit der Rückenfläche R in allen Teilfiguren das gleiche Profil besitzt, das in
der Teilfigur b.) durch eine Schraffierung eingerahmt ist. Dieses Profil dient zur
Führung sämtlicher Schlüssel in dem jeweiligen Schlüsselkanal des zugehörigen Schließzylinders.
[0039] Man erkennt weiter, daß der übergeordnete Schlüssel gemäß Teilfigur 1a.) in die Individualschlüssel
gemäß Teilfigur b.) - f.) der Fig. 1 hineinpaßt. Dies bedeutet, daß der übergeordnete
Schlüssel nach Teilfigur a.) in jeden der Schlüsselkanäle eingeschoben werden kann,
die den Individualschlüsseln nach den Teilfigure b.) - f.) angepaßt sind.
[0040] Deshalb kann der übergeordnete Schlüssel nach Teilfigur a.) zur Betätigung aller
Schließzylinder benutzt werden, denen die Individualschlüsselprofile nach den Teilfiguren
b.) - f.) zugeordnet sind, vorausgesetzt natürlich, daß die Zackungen an der Schlüsselbrust
B für alle Individualschlüssel und für den übergeordneten Schlüssel einander entsprechen.
[0041] In der Teilfigur g.) der Figur 1 ist ein weiteres untergeordnetes Schlüsselprofil
dargestellt, welches wiederum von dem Schlüsselprofil des übergeordneten Schlüssels
nach der Teilfigur a.) der Figur 1 abgeleitet ist. Der Unterschied des Schlüsselprofils
nach der Teilfigur g.) von dem Schlüsselprofil nach der Teilfigur a.) liegt darin,
daß der Hochsteg 14 auf beiden Seiten Verdickungen 23 aufweist. Natürlich ist es denkbar,
daß eine oder zwei Verdickungen 23 des Hochstegs mit Verdickungen 22 oder 24 oder
28 gemäß Teilfigur b.) kombiniert werden, wobei die Verdickungen stufenweise dünner
oder dicker sein können.
[0042] Ein Vergleich der Teilfiguren a.) und g.) zeigt, daß das Schlüsselprofil des übergeordneten
Schlüssels nach Teilfigur a.) ohne weiteres in einen Schlüsselkanal eingeschoben werden
kann, welchem der Individualschlüssel gemäß Teilfigur g.) angepaßt ist.
[0043] Man kann also sagen, daß durch Vorhandensein oder Nichtvorhandensein einer oder zweier
Verdickungen 23 des Hochstegs 14 weitere Profilvariationen von Schlüsselkanal und
Individualschlüssel innerhalb einer Schließanlage vorgenommen werden können, zu welcher
der Schlüssel nach Teilfigur a.) als übergeordneter, d.h. sämtliche Schließzylinder
sperrender Schlüssel dient.
[0044] Dreht man nun das Figurenblatt der Fig. 1 im Uhrzeigersinn um eine zur Zeichenebene
senkrechte Hochachse, so kann man in sämtlichen Schlüsselprofilen der Teilfiguren
a.) - g.) die Buchstabenfolge Kleinbuchstaben w - Großbuchstaben H erkennen.
[0045] In den Fig. 2a.) - 2g.) stellt Fig. 2a.) wieder ein übergeordnetes Schlüsselprofil
dar, während die Teilfiguren 2b.)-2g.) wiederum zugehörige Individualschlüsselprofile
darstellen. Die Symbole R, B, RN, Z und BN haben die gleiche Bedeutung wie im Falle
der Beschreibung der Fig. 1. Man erkennt im rückennahen Profilbereich RN zwei rechte
Profilnuten 111,113 übereinander und auf der linken Profilseite eine linke Profilnut
115.
[0046] Man erkennt weiter, daß auf der rechten Seite der Mittelebene M an das untere Ende
des rückennahen Profilbereichs RN ein Zwischensteg 117 anschließt, welcher nach unten
verläuft, daß an den Zwischensteg 117 ein Quersteg 121 anschließt, der im wesentlichen
nach links und etwas nach unten verläuft, daß an die Unterseite des Querstegs 121
ein vertikaler Mittelsteg 123 anschließt und nach unten verläuft, welcher im wesentlichen
mit der Mittelebene M zusammenfällt, und daß an das untere Ende des vertikalen Mittelstegs
123 ein Halbsteg 125 anschließt, der leicht geneigt von rechts nach links verläuft.
Die Profilnuten 111, 113 und 115 sind als Trapezprofilnuten ausgebildet, wobei die
Profilnuten 111,113 tiefer sind als die Profilnut 115. Durch den Quersteg 121, den
Zwischensteg 117 und das untere Ende des rückennahen Profilbereichs RN ist eine Trapezwanne
127 definiert. Eine weitere Trapezwanne 129 ist durch den Quersteg 121, den vertikalen
Mittelsteg 123 und den horizontalen Halbsteg 125 gebildet.
[0047] Man erkennt, daß sich die Ausführungsformen der Profile nach den Teilfiguren b.)
- f.) und dem Profil nach der Teilfigur a.) dadurch unterscheiden, daß die oberen
und unteren Grenzen der Profilnuten 111,113,115 auf unterschiedlichen Höhen liegen.
Man erkennt weiter, daß das Profil gemäß Teilfigur 2a.) in die Profile sämtlicher
Teilfiguren b.) - f.) hineinpaßt. Dreht man nun das Figurenblatt der Fig. 2 um eine
Hochachse zur Zeichenebene im Gegenuhrzeigersinn, so kann man in sämtlichen Profilen
nach den Teilfiguren a.) - g.) unschwer die Buchstabenfolge Großbuchstabe W - Kleinbuchstabe
h erkennen. Diese Erkennbarkeit wird durch die Profilvariationen der Teilfiguren b.)
- g.) praktisch nicht beeinträchtigt. Weiterhin wird die Stabilität der Profile durch
die unterschiedlich breiten (in Höhenrichtung gemessen) Profilnuten 111, 113 und 115
nicht wesentlich beeinträchtigt.
[0048] Was das Profil nach der Teilfigur g.) anbelangt, so erkennt man, daß dieses aus dem
Profil nach der Teilfigur a.) hergeleitet ist dadurch, daß die Tiefen der Profilnuten
111,113 und 115 durch Materialauflagen 133,135,137 verdickt sind. Der übergeordnete
Schlüssel nach Teilfigur a.) paßt nach wie vor in ein Schlüsselkanalprofil, welches
dem Individualschlüsselprofil nach Teilfigur g.) angepaßt ist. Man erkennt also ohne
weiteres, daß durch eine Materialauflage 133 oder/und durch Materialauflagen 135,137,
deren Dicke wiederum stufenweise variiert werden kann, weitere Individualschlüsselprofile
gewonnen werden können, denen der Schlüssel nach Teilfigur a.) als übergeordneter
Schlüssel zugeordnet werden kann.
[0049] Aus der Fig. 2a.) erkennt man weiter, daß die Profildicke wie bei 123 angedeutet,
im brustnahen Profilbereich geringer sein kann als im rückennahen Profilbereich RN.
Weiter erkennt man, daß im Rückenbereich RN die Rückenfläche und die an die Rückenfläche
angrenzenden Teile der Seitenflächen für alle Profile der Teilfiguren a.) - g.) identisch
sind, wie in Teilfigur c.) durch die Schraffierung angedeutet. Die Schlüsselachse
ist in beiden Fig. 1 und 2 mit A bezeichnet.
[0050] In Fig. 3 erkennt man einen Schlüssel entsprechend dem Profil der Teilfigur 1a.).
Das Schlüsselprofil ist hier insgesamt mit P bezeichnet, der Griff des Schlüssels
mit G und die Schlüsselspitze mit S.
[0051] In Figur 4 ist eine Abwandlung zum Profil nach Figur 1 dargestellt. Man erkennt dort,
daß die Breite des Querflansches 210 geringer ist als die Breite des Querflansches
212. Das Profil nach Figur 4 kann wiederum als übergeordnetes Profil verstanden werden,
vergleichbar mit dem übergeordneten Schlüsselprofil nach Figur 1a.). Die Abwandlungen
untergeordneter Schlüssel gemäß Teilfiguren b.) - g.) der Figur 1 sind auch bei dem
Profil gemäß Figur 4 ohne weiteres möglich.
[0052] Dreht man die Figur 4 im Uhrzeigersinn um 90°, so erhält man wiederum den Eindruck
einer Buchstabenfolge w - H, wobei der große Buchstabe H allerdings modifiziert ist
gegenüber üblichen Schriftbildern von Großbuchstaben H.
[0053] Die Querflansche 10 und 12 bzw. 210 und 212 nehmen in Figur 1 und in Figur 4 von
der Mittelebene M ausgehend nach außen an Höhe ab. Diese verjüngte Gestaltung ist
vorteilhaft im Hinblick auf die Stabilität und den Raumbedarf des Schlüsselkanals.
1. Schlüsselprofil (P) mit einer Profilachse (A), mit einem rückennahen Profilbereich
(RN) und mit einem brustnahen Profilbereich (BN), welche durch einen Zwischenbereich
(Z) miteinander verbunden sind,
gekennzeichnet durch
die Kombination von folgenden alternativen Profilierungsmerkmalenkombinationen unter
Zugrundelegung einer Betrachtung mit auf die Schlüsselspitze (S) hin gerichteter und
von der Schlüsselspitze (S) zum Schlüsselgriff (G) parallel zur Achse (A) verlaufender
Betrachtungsrichtung auf das mit oben liegendem Schlüsselrücken und unten liegender
Schlüsselbrust vertikal gehaltene Schlüsselprofil (P)
a) der rückennahe Profilbereich (RN) ist als ein Doppel-T-Profilbereich (10,12,14)
ausgebildet mit einem horizontalen, oberen, die Rückenfläche (R) aufweisenden Querflansch
(10), einem horizontalen unteren Querflansch (12) und einem die beiden Querflansche
(10,12) verbindenden Hochsteg (14);
b) der Zwischenbereich (Z) ist als ein vertikaler Zwischensteg (19) ausgebildet, welcher
ausgehend von der Unterseite des unteren Querflansches (12) nach unten verläuft;
c) der brustnahe Profilbereich (BN) ist als ein Wellenprofil (20) mit vertikaler Wellenfortschreitrichtung
(M) ausgebildet mit einer ersten, ausgehend von dem unteren Ende des vertikalen Zwischenstegs
(19) nach rechts verlaufenden ersten Wellenflanke (20a), einer an das rechte Ende
der ersten Wellenflanke (20a) anschließenden nach unten verlaufenden, ersten, rechts
gelegenen Wellenkuppe (20b), einer an das untere Ende der ersten rechts gelegenen
Wellenkuppe (20b) anschließenden, nach links verlaufenden zweiten Wellenflanke (20c),
einer an das linke Ende der zweiten Wellenflanke (20c) anschließenden, nach unten
verlaufenden, links gelegenen zweiten Wellenkuppe (20d), einer an das untere Ende
der zweiten Wellenkuppe (20d) anschließenden, nach rechts verlaufenden dritten Wellenflanke
(20e), einer an das rechte Ende der dritten Wellenflanke (20d) anschließenden, nach
unten verlaufenden, rechts gelegenen dritten Wellenkuppe (20f) und einer an das untere
Ende der dritten, rechts gelegenen Wellenkuppe (20f) anschließenden und nach links
verlaufenden vierten Wellenflanke (20g),
wobei bei gleichbleibender Betrachtungsrichtung (SG) auf das um seine Achse (A) in
eine horizontale Lage mit links liegender Schlüsselbrust (B) und rechts liegendem
Schlüsselrücken (R) gedrehte Schlüsselprofil (P) der Betrachter eine von links nach
rechts fortschreitende Buchstabenfolge Buchstabe w - Großbuchstabe H mit dazwischen
liegendem Verbindungsstrich (19) erkennt,
oder
a') der rückennahe Profilbereich (RN) weist in einer rechten Profilseitenfläche in
Abstand übereinander zwei rechte Profilnuten (111,113), nämlich eine rechte obere
(111) und eine rechte untere (113) Profilnut auf und weist in seiner linken Profilseitenfläche
in mittlerer Höhenlage bezüglich der beiden rechten Profilnuten (111,113) eine linke
Profilnut (115) auf;
b') der Zwischenbereich (Z) umfaßt einen an den rückennahen Profilbereich (RN) nahe
der rechten Seitenfläche anschließenden, nach unten verlaufenden, vertikalen Zwischensteg
(117);
c') der brustnahe Profilbereich (BN) umfaßt einen im wesentlichen horizontalen Quersteg
(121), welcher von dem unteren Ende des Zwischenstegs (117) ausgehend nach links verläuft,
weiterhin einen von einem mittleren Bereich der Unterseite des horizontalen Querstegs
(121) ausgehend nach unten verlaufenden vertikalen Mittelsteg (123) und einen von
dem unteren Ende des vertikalen Mittelstegs ausgehenden, im wesentlichen horizontal
nach links verlaufenden Halbsteg (125),
wobei bei gleichbleibender Betrachtungsrichtung (SG) auf das um seine Achse in eine
horizontale Lage mit links liegendem Schlüsselrücken (R) und rechts liegender Schlüsselbrust
(B) gedrehte Schlüsselprofil (P) der Betrachter eine von links nach rechts fortschreitende
Buchstabenfolge Großbuchstabe W - Kleinbuchstabe h mit dazwischen liegendem Verbindungsstrich
(117) erkennt.
2. Schlüsselprofil nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei vertikal gehaltenem Schlüsselprofil (P) mit oben liegendem Schlüsselrücken
(R) der vertikale Zwischensteg (19) gegenüber dem vertikalen Hochsteg (14) versetzt
ist.
3. Schlüsselprofil nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei vertikal gehaltenem Schlüsselprofil (P) mit oben liegendem Schlüsselrücken
(R) die Breite der Querflansche (10,12) größer ist als der horizontale Abstand der
Außenfläche entgegengesetzt gerichteter Wellenkuppen (20b,20d), vorzugsweise entsprechend
dem Höhenverhältnis eines Großbuchstabens H und eines Kleinbuchstabens w (Höhen dieser
Buchstaben jeweils bei normaler Schriftbetrachtung gemessen).
4. Schlüsselprofil nach einem der Ansprüche 1 - 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei vertikal gehaltenem Schlüsselprofil (P) mit oben liegendem Schlüsselrücken
(R) der horizontale Abstand einer links gelegenen Wellenkuppe (20d) von dem linken
Ende eines Querflansches (10,12) ungefähr gleich oder nur wenig geringer ist als der
horizontale Abstand der Außenfläche einer rechts gelegenen Wellenkuppe (20b, 20f)
von dem rechten Ende des Querflansches (10,12).
5. Schlüsselprofil nach einem der Ansprüche 1 - 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Profildicke der Wellenflanken (20a,20c,20e,20g) und/oder der Wellenkuppen
(20b,20d,20f) geringer ist als die Profildicke des Hochstegs (14) und der Querflansche
(10,12).
6. Schlüsselprofil nach einem der Ansprüche 1 - 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Wellenprofil (20) als Trapezwellenprofil ausgebildet ist.
7. Schlüsselprofil nach einem der Ansprüche 1 - 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Querflansche (10,12) und der Hochsteg (14) auf mindestens einer Profilseite
eine nach außen sich erweiternde, vorzugsweise gleichschenkelige Trapezrinne (16,18)
definieren.
8. Schlüsselprofil nach einem der Ansprüche 1 - 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei vertikal gehaltenem Schlüsselprofil (P) mit oben liegendem Schlüsselrücken
(R) die Profilhöhen des brustnahen Profilbereichs (BN), des rückennahen Profilbereichs
(RN) und des Zwischenbereichs (Z) sich etwa verhalten wie 40 : 35 : 10.
9. Eine Gruppe von Schlüsseln mit jeweils einem Schlüsselprofil (P) nach einem der Ansprüche
1 - 8,
wobei einzelne Schlüssel (Fig. 1a.) - Fig. 1g.)) sich auf mindestens einer der linken
und der rechten Profilseite durch unterschiedliche Dicke (bei vertikaler Stellung
der Mittelebene (M) in vertikaler Richtung gemessen) der Querflansche (10,12) und/oder
unterschiedliche Dicke des Hochstegs (14) voneinander unterscheiden.
10. Eine Gruppe von Schlüsseln nach Anspruch 9,
wobei mindestens einer (Fig. 1a.)) der Schlüssel ein übergeordneter Schlüssel ist,
dessen Profil (P) vollständig innerhalb der Profile (P) von mindestens zwei weiteren
Schlüsseln aufnehmbar ist.
11. Schlüsselprofil nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei vertikal gehaltenem Schlüsselprofil (P) mit oben liegendem Schlüsselrücken
(R) die beiden rechten Profilnuten (111,113) tiefer sind als die linke Profilnut (115).
12. Schlüsselprofil nach Anspruch 1 oder Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens eine der Profilnuten (111,113,115) zur jeweiligen Profilaußenseite
hin trapezförmig erweitert ist, vorzugsweise gleichschenkelig trapezförmig.
13. Schlüsselprofil nach Anspruch 1, 11 oder 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei vertikal gehaltenem Schlüsselprofil mit oben liegendem Schlüsselrücken der
horizontale Quersteg (121), der Zwischensteg (117) und ein angrenzender Teil des rückennahen
Profilbereichs (RN) eine Trapezwanne (127) bilden.
14. Schlüsselprofil nach einem der Ansprüche 1 und 11 - 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß der horizontale Quersteg (121), der vertikale Mittelsteg (123) und der horizontale
Halbsteg (125) eine Trapezwanne (129) bilden.
15. Schlüsselprofil nach einem der Ansprüche 1 und 11 - 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei vertikaler Stellung des Schlüsselprofils mit oben liegendem Schlüsselrücken
und unten liegender Schlüsselbrust die Höhen des rückennahen Profilbereichs (RN),
des brustnahen Profilbereichs (BN) und des Zwischenbereichs (Z) sich annähernd wie
53 : 30 : 5 verhalten.
16. Eine Gruppe von Schlüsseln mit jeweils einem Schlüsselprofil (P) nach einem der Ansprüche
1 und 11 - 15,
wobei sich einzelne Schlüssel auf mindestens einer der rechten und der linken Profilseite
durch unterschiedliche Nuttiefe der Profilnuten (111,113,115) und/oder unterschiedliche,
in vertikaler Richtung gemessene Nutbreite der Profilnuten (111,113,115) unterscheiden.
17. Eine Gruppe von Schlüsseln nach Anspruch 16,
wobei mindestens einer (Fig. 2a.)) der Schlüssel ein übergeordneter Schlüssel ist,
dessen Profil (P) vollständig innerhalb der Profile von mindestens zwei weiteren Schlüsseln
(Fig. 2b.) - 2g.)) aufnehmbar ist.