[0001] Die Erfindung betrifft eine Handlampe zur Prüfung von Bodengruppen, Radlagern und
Aufhängungen von Kraftfahrzeugen in Prüfständen, bestehend aus einem Gehäuse mit einem
Handgriff, mindestens einem im Gehäuse angeordneten Energiespeicher, einer Lichtquelle
mit Reflektor und einerseits mit dem Energiespeicher und andererseits mit der Lichtquelle
elektrisch verbundenen Schaltelementen zum Ein- und Ausschalten.
[0002] Zur Inspektion der Bodengruppen von Kraftfahrzeugen, insbesondere zur Untersuchung
des Spiels der Radlager, des Lenkgestänges u. dgl., werden spezielle Prüfstände verwendet,
wie sie z. B. in den DE-PS'en 34 02 812 und 34 27 701 beschrieben sind. Diese in der
Regel über Gruben angeordneten Prüfstände besitzen Aufstandsplatten für die Räder
des zu inspizierenden Kraftfahrzeugs, die über hydraulische Zylinder oder andere Linearantriebe
in horizontale Längs- und Querbewegungen versetzt werden können. Bei taktweise wiederholter
Betätigung der Linearantriebe wird den Rädern eine Rüttelbewegung erteilt. Der in
der Grube stehende Inspekteur kann durch visuelle Beobachtung den jeweiligen Zustand
der verschiedenen Baugruppen des Kraftfahrzeugs feststellen. Aufgrund der ungünstigen
Lichtverhältnisse in derartigen Gruben werden regelmäßig leuchtstarke Handstrahler
verwendet. Bisher mußte der Inspekteur zusätzlich zu diesen Handstrahlern gesonderte
Geräte zum Steuern des Prüfstands benutzen, was die Inspektion zeitaufwendiger machte
und zu Komplikationen bei der Handhabung und auch ggf. der Ablage des Steuergerätes
bzw. der Handlampe führte.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, die Inspektion der Bodengruppen von Kraftfahrzeugen
bei Verwendung eines Prüfstandes zu vereinfachen.
[0004] Diese Aufgabe wird mit einer aus einem Gehäuse mit Handgriff, mindestens einem im
Gehäuse auswechselbar angeordneten Energiespeicher, z. B. einem Akkumulator, einer
leuchtstarken Lichtquelle mit einem Reflektor und elektrischen Schaltelementen bestehenden
Handlampe dadurch gelöst, daß am Gehäuse ein oder mehrere Sendeelemente zur Fernsteuerung
spezieller Baugruppen des Prüfstands angeordnet sind, die mit funktionstechnisch angepaßten
Empfängern der Steuereinheit des Prüfstandes zusammenwirken und über einen elektrischen
Steuerkreis mit dem Energiespeicher der Handlampe sowie mit Betätigungsschaltern verbunden
sind.
[0005] Die erfindungsgemäße Handlampe stellt somit ein Kombinationsgerät dar, das durch
Einhandbedienung das Ein- und Ausschalten der Lichtquelle und auch die Steuerung der
Antriebsaggregate des Prüfstandes, insbesondere der Verschiebezylinder für die Aufstandsplatten
eines Platten-Prüfstandes, ermöglicht. Der in der Grube stehende oder ggf. auch unter
einem Fahrzeug liegende Inspekteur kann die verschiedenen Baugruppen eines Kraftfahrzeuges
gezielt mit der Handlampe ausleuchten und gleichzeitig die verschiedenen Aggregate
des Prüfstandes betätigen, ohne hierzu seine Position oder Lage ändern zu müssen.
Damit wird der gesamte Inspektionsvorgang wesentlich erleichtert und abgekürzt.
[0006] Gemäß einer besonders zweckmäßigen Ausgestaltung der Erfindung sind mehrere Sendeelemente
am Außenumfang des Lampengehäuses verteilt angeordnet, so daß die Handlampe für eine
Steueroperation des Prüfstandes nicht auf dessen Steuereinheit ausgerichtet werden
muß, sondern Steueroperationen in jeder Raumlage der Lampe ohne Unterbrechung der
Ausleuchtung vorgenommen werden können.
[0007] Damit im gleichen Raum befindliche benachbarte Prüfstände nicht durch die Signale
der Sendeelemente mit aktiviert werden, zeichnet sich eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung
der Erfindung dadurch aus, daß der Steuerkreis neben einem IC Codierglieder enthält,
welche auf entsprechende Codierelemente in dem Steueraggregat des jeweils zugehörigen
Prüfstandes abgestimmt sind und die vom IC erzeugten Signale bezüglich Taktfolge,
Frequenz oder Amplitude modulieren.
[0008] Gemäß einer weiteren zweckmäßigen Ausgestaltung der Erfindung können als Betätigungsschalter
an sich bekannte federbelastete Kippschalter verwendet werden, die im Griffbereich
der Gehäusewandung bzw. des Handgriffes angeordnet sind und die jeweiligen Sendeelemente
nur so lange aktivieren, wie sie durch einen Fingerdruck gegen die Federkraft niedergedrückt
sind. Zweckmäßigerweise sind diese Kippschalter auf einem gemeinsamen Träger, z. B.
einer geeigneten Platine, montiert, an der auch der IC und die weiteren elektrischen
Bauelemente befestigt sind.
[0009] Vorteilhafte Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im folgenden anhand der Zeichnung
im einzelnen beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine als sog. Stablampe ausgeführte Handlampe in perspektivischer Darstellung;
- Fig. 2
- eine andere Ausführung einer Handlampe in perspektivischer Darstellung;
- Fig. 3
- ein elektrisches Schaltbild der in der Handlampe und in einem Prüfstand verwendeten
Schaltelemente.
[0010] Bei den in den Fig. 1 und 2 dargestellten Handlampen handelt es sich um weitverbreitete
Lampentypen, die hinsichtlich ihres technischen Grundkonzeptes weitgehend übereinstimmen
und sich lediglich ihrer Abmessungen und auch der Ausbildung ihres Handgriffes voneinander
unterscheiden. Die Handlampen weisen ein Gehäuse 1 auf, das bei der Ausbildung nach
Fig. 1 zumindest im rückwärtigen Abschnitt hohlzylindrisch ausgebildet ist und den
Handgriff bildet.
[0011] Bei der Ausführung nach Fig. 2 ist der Handgriff 2 am Gehäuse 1 angeformt und begrenzt
eine Grifföffnung 3. Im Gehäuse-inneren sind zweckmäßig als Akkumulatoren ausgeführte
Energiespeicher 4 lösbar angeordnet, die über nicht dargestellte Leitungen und einen
in der Gehäusewandung befestigten Schalter 5 mit einer - nicht dargestellten - Lichtquelle
elektrisch verbunden sind, die im vorderen Endabschnitt 6 des Gehäuses montiert und
von einem trichterförmigen Reflektor 7 umgeben ist. An der Umfangswand des Gehäuses
1 am rückwärtigen Abschnitt des den Reflektor umschließenden vorderen Gehäuseabschnittes
9 sind mehrere Sendeelemente 8 gleichmäßig winkelversetzt angeordnet, die über nicht
dargestellte elektrische Leitungen mit einer aus elektronischen Bauelementen zusammengesetzten
Baugruppe 10 verbunden sind, die einen elektrischen Steuerkreis bildet und über Schalter
11, 12 mit den Akkumulatoren 4 verbunden ist. Diese Baugruppe enthält ferner eine
platinenartige Trägerplatte, auf der ein IC-Element 15 zusammen mit weiteren elektronischen
Bauelementen und auch den Schaltern 11, 12 vormontiert ist. Diese Baugruppe wird in
eine entsprechende Ausnehmung in der Wandung des Gehäuses eingesetzt, die bei der
Ausführung nach Fig. 1 im stabförmigen Gehäuseteil und bei der Ausführung nach Fig.
2 an der Oberseite des Handgriffes 2 ausgebildet ist.
[0012] In Fig. 3 sind auf der linken Seite der elektrische Schaltkreis der Handlampe und
auf der rechten Hälfte der Steuerkreis eines Platten-Prüfstandes dargestellt. Mit
den im Lampengehäuse 1 angeordneten Akkumulatoren 4 sind die beiden federbelasteten
Kippschalter 11, 12 elektrisch verbunden, deren Schaltfinger mit jeweils einem von
zwei Leitungsanschlüssen in Kontakt gebracht wird, wenn der eine oder der andere Endabschnitt
dieser Kippschalter niedergedrückt wird. Aus diesem Grunde hat jeder Schalter insgesamt
drei Schaltfunktionen, nämlich ein-rechts, aus und ein-links. Die Ausgangsleitungen
dieser beiden Schalter 11 und 12 führen zu dem IC-Element 15. Der einfache Druckschalter
5 verbindet die als Lichtquelle verwendete Birne (symbolisch dargestellt als Kreis
mit eingezeichnetem Kreuz) mit dem IC-Element 15, dessen einer Ausgang zu einem Transistor
20 und dessen anderer Ausgang zu den Sendeelementen 8 führt. Der Ausgang des Transistors
20 ist ebenfalls mit den Sendeelementen 8 verbunden. Weiter ist ein Codierelement
21 an das IC-Element 15 angeschlossen.
[0013] Die Steuereinrichtung des Prüfstandes enthält mehrere Empfänger 22, welche für den
Empfang der von den Sendeelementen 8 ausgesendeten Wellen ausgelegt und mit einer
Steuereinheit 23 elektrisch verbunden sind. Dieser Steuereinheit ist ferner ein Codierer
24 zugeordnet, der an den Codierer 21 der Handlampe angepaßt und zum Empfang nur der
von den Sendeelementen dieser Handlampe ausgesendeten Impulse konzipiert ist. Von
der Steuereinheit 23 führen verschiedene Ausgangs-leitungen zu einem Hauptschalter
25 des Prüfstandes sowie zu mehreren elektromagnetischen Steuerventilen 26, die in
den Zu- und Ablauf-Leitungen der hydraulischen Stellzylinder des Platten-Prüfstandes
eingebaut sind.
[0014] Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt. So
können noch weitere Sendeelemente beispielsweise in der Bodenplatte des Gehäuses oder
auch am vorderen Rand der den Reflektor umgebenden Gehäuse-Hülse 9 angeordnet sein.
Darüber hinaus können auch zusätzliche Schalter mit entsprechenden elektronischen
Steuerelementen in den Steuerkreis integriert sein, die eine Fernsteuerung von beispielsweise
Brems-Prüfständen ermöglichen. Die Übertragung der Steuersignale erfolgt zweckmäßig
durch Funk, Infrarotlicht oder durch Ultraschall.
1. Handlampe zur Prüfung der Bodengruppen, Bremsen, Radlager u. dgl. von Kraftfahrzeugen
in Prüfständen, bestehend aus einem Gehäuse mit einem Handgriff, mindestens einem
im Gehäuse angeordneten Energiespeicher, einer Lichtquelle mit Reflektor und Schaltelementen
zum Ein- und Ausschalten der Lichtquelle,
dadurch gekennzeichnet, daß
am Gehäuse (1) ein oder mehrere Sendeelemente (8) zur Fernsteuerung spezieller Baugruppen
des Prüfstandes angeordnet sind, die über einen elektrischen Steuerkreis (10) mit
dem Energiespeicher (4) und mit Betätigungsschaltern (11, 12) verbunden sind.
2. Handlampe nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Steuerkreis ein IC-Element (15) und Codierelemente zur Modulation der Betätigungsbefehle
sowie mehrere mit diesen elektrisch verbundene Sendeelemente (8) aufweist, die an
der Gehäusewand über den Umfang verteilt angeordnet sind.
3. Handlampe nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Betätigungsschalter (5) und die Schaltelemente (11, 12) zumindest teilweise
als Kippschalter ausgebildet und auf einem gemeinsamen in der Wandung des Handgriffes
(1) montierten Träger (16) für das IC-Element (15) und die weiteren elektrischen Bauteile
angeordnet sind.
4. Handlampe nach den obigen Ansprüchen,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Ablage für die Handlampe gleichzeitig als Ladestation dient.