(19)
(11) EP 0 612 495 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
17.12.1997  Patentblatt  1997/51

(21) Anmeldenummer: 94100625.6

(22) Anmeldetag:  18.01.1994
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)6A47L 15/42

(54)

Haushaltsgerät, wie Geschirrspül- oder Waschmaschine

Household apparatus like dishwasher or washingmachine

Appareil ménager, tel que machine à laver la vaisselle ou le linge


(84) Benannte Vertragsstaaten:
DE FR IT

(30) Priorität: 26.02.1993 DE 4305880

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
31.08.1994  Patentblatt  1994/35

(73) Patentinhaber: AEG Hausgeräte GmbH
90429 Nürnberg (DE)

(72) Erfinder:
  • Käfferlein, Heinz
    D-90402 Nürnberg (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 205 787
DE-U- 8 703 731
DE-A- 3 925 054
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Haushaltsgerät gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

    [0002] Bei einem bekannten Haushaltsgerät dieser Art ist einem Spülbehälter für zu waschendes oder spülendes Gut eine Wasserzulaufvorrichtung mit integrierter Wasserenthärtungs- und Regeneriervorrichtung zugeordnet. In eine Wasserzulaufleitung ist dabei eine als Rücksaugverhinderer dienende freie Fließstrecke und ein Ionenaustauschbehälter eingeschaltet, von dem ein Zulaufleitungsteil in den Spülbehälter mündet. An diesem Zulaufleitungsteil ist außerdem eine Schälwasserleitung angeschlossen, durch die während des Wasserzulaufs an der freien Fließstrecke abfallendes Schälwasser unenthärtet in den Spülbehälter abfließt. Diese Schälwasserleitung ist lang und mit geringem Querschnitt ausgebildet. Bei diesem Aufbau erfordert die Einführung der Wasserzulaufleitung eine besondere Öffnung in dem aus Edelstahl hergestellten Spülbehälter und die dabei erforderlichen Anschlußmittel.

    [0003] Weiterhin ist eine Geschirrspülmaschine mit einem Spülbehälter und einer am Boden des Spülbehälters angeordneten Ablaufwanne bekannt (DE 39 25 054 A1), bei der sich in einer Ablaufwanne die Spülflüssigkeit sammelt. Diese Geschirrspülmaschine weist eine Wasserzulaufleitung mit einer freien Fließstrecke und mit einem eingeschalteten Ionenaustauschbehälter auf. In den Wasserzulauf ist ein Vorratsbehälter eingeschaltet, der bis zu einem vorgegebenen Niveau füllbar und programmgesteuert durch Öffnen eines Auslaßventiles entleerbar ist. Dabei fließt der Inhalt des Vorratsbehälters schwerkraftbedingt in den Spülbehälter. Nach dem Entleeren des Vorratsbehälters wird das Auslaßventil geschlossen, so daß der Vorratsbehälter für einen neuen Füllvorgang zur Verfügung stehen kann. Der Vorratsbehälter ist somit zu einem überwiegenden Teil der gesamten Spülprogrammdauer vom Spülbehälter abgekoppelt.

    [0004] Ebenfalls bekannt ist eine Geschirrspülmaschine (EP 0 205 787 A1) mit einer Wasserzulaufleitung, die eine freie Fließstrecke aufweist, und mit einem Ionenaustauscher und einer Salzvorratskammer. Dabei umfaßt eine aus dem Ionenaustauscher und der Salzvorratskammer bestehende Behältereinheit auch die freie Fließstrecke und ein Niveauregelgefäß, das eine durch eine Überlauftrennwand vom Spülbehälter abgeteilte, mittels Saugheber entleerbare Überlaufkammer aufweist. Wird in dieser Überlaufkammer Flüssigkeit detektiert, erfolgt eine Unterbrechung der Wasserzufuhr. Diese Behältereinheit ist durch einen Auslaß an den Spülbehälter oder an eine Ablaufwanne angeschlossen. Zusätzlich ist noch eine weitere Überlaufkammer zur Überlaufkammer zur Überwachung eines Sicherheitsniveaus inklusive Überlaufkante und Saugheber umfaßt.

    [0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einem Haushaltsgerät gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 Maßnahmen zu treffen, durch welche bei vereinfachtem Aufbau und kleiner Bauweise eine hohe Betriebssicherheit erreicht wird.

    [0006] Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt gemäß der Erfindung durch die kennzeichnenden Merkmale des ersten Anspruchs.

    [0007] Bei einer Ausgestaltung eines Haushaltsgeräts gemäß der Erfindung wird ein Teil der Wasserzulaufleitung im Bereich des Anschlusses an die Ablaufwanne des Spülbehälters als freier Strömungsweg hin zu einer Überlaufkante benutzt, über die das zufließende Wasser bzw. Spülflüssigkeit übertritt, wenn bei einem Versagen von Schalteinrichtungen zur Überwachung des Arbeitsniveaus im Spülbehälter, von Zulaufventilen oder dgl. Einrichtungen ein zu hoher Flüssigkeitsstand im Spülbehälter erreicht wird. Die über die Überlaufkante fließende Flüssigkeit löst Schaltsignale aus, die eine der Ablaufwanne zugeordnete Entleerungspumpe einschalten, ein oder mehrere Zulaufventile in Schließstellung steuern und optische oder akkustische Warneinrichtungen einzeln oder in Kombination einschalten können. Dabei kann das an die Ablaufwanne angeschlossene Leitungsstück der Wasserzulaufleitung eng dimensioniert sein, obwohl an dessen Verbindungsstelle mit dem von einem Ionenaustauscher zugeführten Leitungsteils der Wasserzulaufleitung ein Kanal zur Überlaufkante hin abzweigt. Aus diesem Leitungsteil tritt das zulaufende Wasser mit so großer Strömungsgeschwindigkeit ein, daß im anschließenden Leitungsstück ein Druck aufgebaut wird, der das zufließende Wasser in die Ablaufwanne treibt, obwohl der Querschnitt dieses Leitungsstücks nicht so groß ausgelegt werden muß, daß das durchfließende Wasser im freien Durchfluß und ohne Rückstau in die Ablaufwanne gelangen kann. Dabei tritt Wasser nicht in den zur Überlaufkante hin führenden Kanal über, weil an der Einmündung des vom Ionenaustauscher kommenden Leitungsteils in das anschließende Leitungsstück an der Abzweigung des Kanals ein Venturidüseneffekt erzeugt wird, der für den erforderlichen Druckaufbau im Leitungsstück sorgt und im Bereich des Abzweigs des Kanals zumindest annäherend ein dem Atmosphärendruck entsprechender Druck aufrecht erhalten wird. Dadurch strömt Flüssigkeit nicht oder nur in solch geringer Menge zur Überlaufkante hin, daß jedenfalls bei ordnungsgemäßem Betrieb ein Überlauf an der Überlaufkante verhindert wird. Da außerdem beim Öffnen und Schließen der Gerätetür während des Spül- oder Waschvorganges bei Wassertemperaturen um oder über 60 °C ein Überdruck im Spülbehälter auftreten kann, der durch andere Entlüftungsöffnungen nicht schnell genug abgebaut werden kann und während dieser Betriebsphase kein Frischwasser über das Leitungsstück zufließt, kann Spülflüssigkeit über dieses Leitungsstück aus der Ablaufwanne über den abzweigenden Kanal zur Überlaufkante hin ausgepreßt werden. Um hierbei mit geringem Volumen für die aufzufangende Spülflüssigkeitsmenge auszukommen, mündet der vom Leitungsstück abzweigende Kanal in einer die Überlaufkante aufweisenden Auffangbehälter, der zusätzlich mit einer Dampfstoßfangkammer versehen sein kann, in welche der Kanal unmittelbar einmündet. Diese Dampfstoßfangkammer weist eine Abdeckwand auf, die oberhalb des als Verbindungsleitung dienenden Kanals ein kleines Volumen (beispielsweise 80 qcm) begrenzt. Dabei ist diese Abdeckwand zumindest im Bereich des Bodens des Auffangbehälters und insbesondere auch etwa in der Höhe der Überlaufkante je mit einem Druckausgleichdurchbruch versehen, die so bemessen sind, daß die in die Dampfstoßkammer eingepreßte Flüssigkeit das darin enthaltene Luftvolumen nur gedämpft abströmen läßt und auch den Flüssigkeitsstand im übrigen Volumen des Auffangbehälters nur ganz verzögert ansteigen läßt. Die strömungsdämpfende Wirkung der Druckausgleichdruchbrüche ist dabei so bemessen, daß während der Dauer von zu erwartenden Dampfstößen im Spülbehälter Flüssigkeit nicht Über die Überlaufkante überströmt. Zur Erzielung des Venturieffekts ist es zweckmäßig, am Auffangbehälter an der Unterseite einen von oben nach unten verlaufenden Rohrstutzen vorzusehen, in dem zwei parallel zueinander verlaufende Kanäle ausgebildet sind, die axial in das zur Ablaufwanne führende Leitungsstück ausmünden, wobei der eine Kanal die Verbindungsleitung zum Auffangbehälter und der andere Kanal Teil des vom Ionenaustauscher herangeführten Leitungsabschnitts ist. Die Ausbildung dieser beiden Kanäle kann dabei in einfacher Weise durch eine im Rohrstutzen axial verlaufende und den Querschnitt diametral teilende Trennwand gebildet werden. Über den vom Leitungsstück abzweigenden Kanal zur Dampfstoßfangkammer hin kann im übrigen auch während des Wasserzulaufs über die vorgeschaltete Fließstrecke mitgerissene Luft an der so gebildeten Luftabscheidevorrichtung zur Dampfstoßkammer hin entweichen. Der Abfluß des zugeführten Wassers durch das nachfolgende Leitungsstück wird somit durch Luftblasen nicht gebremst.

    [0008] Die Erfindung ist nachfolgend anhand der Prinzipskizzen eines Ausführungsbeispiels näher erläutert.

    [0009] Es zeigen:

    Fig. 1 eine Seitenansicht einer Geschirrspülmaschine mit einer Wasserzulaufvorrichtung mit integriertem Auffangbehälter,

    Fig. 2 eine vergrößerte Teildarstellung im Bereich des Auffangbehälters und

    Fig. 3 eine Querschnittsdarstellung durch einen Rohrstutzen des Auffangbehälters.



    [0010] Ein wasserführendes Haushaltsgerät, vorliegend eine Geschirrspülmaschine, weist in einem Außengehäuse 1 einen Spülbehälter 2 für die Aufnahme von zu waschendem oder zu spülendem Gut auf. Eine frontseitige Tür 3 ermöglicht dabei den Zugang in den Spülbehälter 2. Eine Leckwasserauffangwanne 4 untergreift alle wasserführenden Bauteile innerhalb des Außengehäuses 1. Ihr ist ein Schwimmerschalter 5 zugeordnet, der bei Auftreten von Flüssigkeit in der Leckwasserauffangwanne 4 Steuervorgänge auslöst und dabei beispielsweise ein Wasserzulaufventil 6 in einer an einen Wasserleitungshahn anzuschließenden Wasserzulaufleitung 7 in den Schließzustand steuert, eine nicht dargestellte, an einen Entleerungsstutzen 8 einer Ablaufwanne 9 anzuschließende Entleerungspumpe in Gang setzt und auch Warneinrichtungen aktivieren kann. In der Wasserzulaufleitung 7 befindet sich eine freie Fließstrecke 10 und ein als Überlaufgefäß ausgebildeter Regenerierdosierwasserbehälter 15, von dem die Wasserzulaufleitung 7 weiter in einen der Wasserenthärtung dienenden Ionenaustauschbehälter 11 und von dort weiter über ein Leitungsstück 12 in einen Rohrstutzen 13 führt. In den Ionenaustauschbehälter 11 mündet noch eine von einem nicht dargestellten Salzbehälter kommende Soleleitung 14 zur Zuführung von Regeneriersole. Dieser Salzbehälter wird programmabhängig aus dem Regenerierwasserdosierbehälter 15 über eine nicht dargestellte Ventilsteuereinrichtung mit einer von der Wasserhärte abhängigen Wassermenge gespeist. Der Rohrstutzen 13 ist Teil eines den Regenerierwasserdosierbehälter 15 und die freie Fließstrecke aufnehmenden flachen Wasserzulaufgefäßes 16, das sich über einen wesentlichen Teil der Höhe des Spülbehälters 2 erstreckt und im Bereich einer Seitenwand desselben angeordnet ist. Der untere Bereich dieses Wasserzulaufbehälters 16 ist als Auffangbehälter 17 ausgebildet und mit einer Dampfstoßfangkammer 18 versehen. Der Rohrstutzen 13 ist dabei durch eine in Achsrichtung verlaufende und den Innenquerschnitt diametral abteilende Trennwand 19 unterteilt, wodurch zwei Kanäle 20,21 gebildet sind, die axial senkrecht von oben in ein zur Ablaufwanne 9 führendes Leitungsstück 22 ausmünden. Dabei ist der eine Kanal 20 als Verbindungsleitung in die Dampfstoßkammer 18 bzw. den Auffangbehälter 17 und der andere Kanal 21 als Teil des vom Ionenaustauscherbehälter 11 herangeführten Leitungsabschnitts 12 ausgebildet. Der Kanal 20 mündet von unten durch den Boden 22 des Auffangbehälters 17 in die Dampfstoßfangkammer 18, die nach oben von einer Abdeckwand 23 abgeschlossen ist, welche im Bereich des Bodens mit wenigstens einem Druckausgleichdurchbruch 24 und im oberen Bereich mit einem weiteren Druckausgleichdurchbruch 25 versehen ist. Der Auffangbehälter 17 weist zudem eine Überlaufwand mit einer Überlaufkante 26 auf, die den Auffangbehälter 17 gegenüber einer Ablauföffnung 27 abgrenzt. Die Ablauföffnung 27 mündet frei aus, so daß im Fehlerfalle über die Wasserzulaufleitung 7 weiterhin zuströmendes Wasser durch den Kanal 20 in den Auffangbehälter 17 eintritt und über die Überlaufkante 26 und durch die Ablauföffnung 27 frei in die Leckwasserauffangwanne 4 fließt. Der Leckwasserschalter 5 steuert dann die Entleerungspumpe in den Betriebszustand, das Wasserzulaufventil 6 in den Schließzustand und löst ein Warnsignal aus. Das durch die Überlaufkante 26 bestimmte Füllniveau liegt höher als ein statisches Füllniveau 28, welches der Flüssigkeitsstand bei ausgeschalteter, an einen Umwälzstutzen 29 wasserseitig angeschlossenen Umwälzpumpe im ordnungsgemäßen Betriebszustand in einem Spülgang erreicht. Bei eingeschalteter Umwälzpumpe sinkt dagegen der Flüssigkeitsstand auf ein bei 11 angedeutetes dynamisches Niveau 30 ab, das oberhalb des Umwälzpumpenstutzens 29 und des Anschlußstutzens 31 für das Leitungsstück 22 innerhalb der Ablaufwanne 9 liegt. Ferner ist im Auffangbehälter 17 in Strömungsrichtung vor der Überlaufwand mit der Überlaufkante 26 eine parallel dazu versetzte Prallwand 32 angeordnet, die im Fußbereich eine Überströmöffnung 33 gegenüber dem Boden 22 aufweist.

    [0011] Für den programmgesteuerten Wasserzulauf wird das Wasserzulaufventil 6 geöffnet, wodurch das Wasser nach dem Passieren der freien Fließstrecke 10 zunächst den Regenerierwasserdosierungsbehälter 15 füllt und danach durch die Wasserzulaufleitung 36 weiter in den Ionenaustauscherbehälter 11 fließt. Das daraus ausströmende enthärtete Wasser läuft durch den Leitungsteil 12 in den einen Kanal 21 des Rohrstutzens 13, dessen Querschnitt so bemessen ist, daß der Wasserzulauf eine größere Strömungsgeschwindigkeit erhält, als im nachfolgenden Leitungsstück 22 bei gleicher Durchflußmenge vorhanden ist. Dabei entsteht durch die unmittelbare Nachbarschaft zum angrenzenden Kanal 20 in diesem Bereich eine Venturiwirkung, die ein Hochströmen von Flüssigkeit durch den Kanal 20 in die Dampfstoßfangkammer zumindest weitgehend verhindert. Insbesondere wird am Übergang vom Rohrstutzen 13 zum Leitungsstück 22 auch eine Luftabscheidung erreicht, nachdem vom strömenden Wasser beispielsweise an der freien Fließstrecke 10 Luft mitgerissen werden kann. Es tritt dadurch keine Behinderung des Wasserabflusses durch das Leitungsstück 22 infolge von eingeschlossenen Luftblasen ein. Luft kann dabei aus der Dampfstoßfangkammer durch die Druckausgleichdurchbrüche 24,25 und weiter durch eine in die freie Atmosphäre mündende, oberhalb der Überlaufkante 26 angeordnete Entlüftungsöffnung 34 aus dem Auffangbehälter 17 bzw. dem Wasserzulaufbehälter 16 entweichen.

    [0012] Wird während des Betriebs bei aufgeheizter Spülflüssigkeit die Tür 3 geöffnet und wieder geschlossen, dann entsteht im Spülbehälter 2 in der Regel ein Dampfstoß, der zwar durch eine dem Wasserzulaufbehälter 16 zugeordnete Behälterentlüftungsöffnung 35 abgebaut werden kann, jedoch bewirkt der Dampfstoß auch, daß die zumindest in der Ablaufwanne 9 angesammelte Spülflüssigkeit in das Leitungsstück 22 eingepreßt wird. Hierbei würde an sich Spülflüssigkeit durch den als Verbindungsleitung zur Dampfstoßfangkammer dienenden Kanal 20 in einer Menge fließen, die bei ungedämpfter Ausströmung dazu führen würde, daß Spülflüssigkeit über die Überlaufkante 26 in unzulässiger Weise in die Leckwasserauffangwanne 4 abfließen würde. Um diesen Zustand zu vermeiden, ist die Dampfstoßfangkammer lediglich mit den im Querschnitt relativ kleinen Druckausgleichdurchbrüchen 24,25 versehen, so daß ein schneller Flüssigkeitsanstieg vermieden ist. Aus der Dampfstoßfangkammer austretende Flüssigkeit wird ebenfalls an der Prallwand 32 abgefangen und kann darunter nur durch die im Querschnitt ebenfalls kleine Überströmöffnung 33 zur Überlaufwand 26 hingelangen. Bevor zwischen der Prallwand 32 und der Überlaufwand 26 das Überlaufniveau erreicht ist, ist jedenfalls der Dampfstoß abgeklungen und das im Auffangbehälter 17 vorhandene Wasser fließt zurück zum Leitungsstück 22. Durch die Dampfstoßfangkammer 18 und die Prallwand 32 kann somit das für den Auffangbehälter 17 insgesamt erforderliche Volumen sehr klein gehalten werden.

    [0013] Liegt dagegen ein Fehler im Wasserzulaufsystem vor, durch den unprogrammäßig Wasser zufließt, dann steigt das Füllniveau über das statische Niveau 28, wobei sich das Füllniveau auch in den Auffangbehälter 17 ausgleicht. Beim weiteren Steigen fließt dann das zulaufende Wasser über die Überlaufkante 26 und durch die Ablauföffnung 27 in die Leckwasserauffangwanne 4, wo der Leckwasser-Sicherheitsschalter 5 die bereits geschilderten Funktionen auslöst. Die Überlaufkante liegt dabei in einer Höhe, die niedriger als eine durch die untere Türöffnungskante 37 des Spülbehälters 2 bestimmte Ebene gegeben ist. Ein Auslaufen von Spülflüssigkeit in den Aufstellungsraum der Geschirrspülmaschine, einer entsprechend ausgebildeten Waschmaschine oder dgl. ist damit sicher verhindert.


    Ansprüche

    1. Haushaltsgerät, wie Geschirrspülmaschine oder Waschmaschine, mit einem Behälter (2)für zu reinigendes Gut und mit einer Wasserzulaufleitung (7), in die wenigstens eine freie Fließstrecke (10) sowie ein Ionenaustauschbehälter (11) eingeschaltet sind, und die danach in den Behälter (2) mündet, sowie mit einer am Boden des Behälters (2) angeordneten Ablaufwanne (9), in der sich Arbeitsflüssigkeit sammelt und in welche ein Leitungsteil (12) der Wasserzulaufleitung (7) unterhalb eines Arbeitsniveaus (30) der Arbeitsflüssigkeit einmündet, dadurch gekennzeichnet, daß das Arbeitsniveau (30), unterhalb dessen der Leitungsteil (12) der Wasserzulaufleitung (7) einmündet, das dynamische Betriebsniveau (30) der Arbeitsflüssigkeit ist, daß an den Leitungsteil ein Auffangbehälter (17) für ggf. aus dem Behälter (2) ausweichende Arbeitsflüssigkeit angeschlossen ist, welcher oberhalb des statischen Flüssigkeitsniveaus (28) liegt und daß der Auffangbehälter (17) wenigstens einen Druckausgleichsdurchbruch (24, 25) zur freien Atmosphäre hin und eine Überlaufkante (16) oberhalb des statischen Niveaus (28) der Arbeitsflüssigkeit im Behälter (2) aufweist.
     
    2. Haushaltgerät nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, daß der Auffangbehälter (17) über einen Rohrstutzen (13) angeschlossen ist, in dem zwei parallel zueinander verlaufende Kanäle (20,21) ausgebildet sind, die axial in das zur Ablaufwanne (9) führende Leitungsstück (22) ausmünden, daß der eine Kanal (20) die Verbindungsleitung zum Auffangbehälter (17) und der andere Kanal (21) Teil des vom Ionenaustauscher (11) herangeführten Leitungsabschnitts (12) ist.
     
    3. Haushaltgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in Strömungsrichtung hinter der Überlaufkante (26) eine Ablauföffnung (27) frei oberhalb einer die Geräteeinbauten unterfassenden Leckwasserauffangwanne (4) ausmündet.
     
    4. Haushaltgerät nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Überlaufkante (26) an einer aufrechten, vom Boden (22) des Auffangbehälters (17) ausgehenden Überlaufwand ausgebildet ist und daß vor der Überlaufwand zur Verbindungsleitung (20) hin versetzt eine Prallwand (32) angeordnet ist, die im Fußbereich eine Überströmöffnung (33) aufweist.
     
    5. Haushaltgerät nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß im Auffangbehälter (17) eine Dampfstoßkammer (18) vorgesehen ist, die durch eine Abdeckwand (23) oberhalb der Verbindungsleitung (20) begrenzt ist, wobei die Abdeckwand (23) im Bereich des Bodens (22) und etwa in der Höhe der Überlaufkante (26) je einen Druckausgleichdurchbruch (24,25) aufweist.
     
    6. Haushaltgerät nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß der vom Ionenaustauschbehälter (11) wegführende Leitungsabschnitt (12,21) parallel mit der Verbindungsleitung (20) axial in das Leitungsstück (22) einmündet, das an die Ablaufwanne (9) angeschlossen ist.
     
    7. Haushaltgerät nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß im Rohrstutzen (13) eine diametral verlaufende Trennwand (19) vorgesehen ist.
     
    8. Haushaltgerät nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß der Wasserzulauf in dem mit dem Ionenaustauscher (11) verbundenen Kanal (21 ) eine größere Strömungsgeschwindigkeit aufweist als im Leitungsstück (22) zur Ablaufwanne (9) bei gleicher Durchflußmenge vorhanden ist.
     
    9. Haushaltgerät nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß in Strömungsrichtung hinter der Überlaufkante (26) eine Sicherheitsschaltvorrichtung (5) angeordnet ist.
     


    Claims

    1. Household appliance, such as a dishwasher or washing machine with a container (2) for the material to be cleaned and with a water supply line (7), in which at least one free flow path (10) and an ion exchange receptacle (11) are connected, and which subsequently opens into the container (2) and with a outflow trough (9) which is arranged at the base of the container (2), in which operating fluid collects and into which a line section (12) of the water supply line (7) opens beneath an operating level (30) of the operating fluid, characterised in that the operating level (30), beneath which the line section (12) of the water supply line (7) opens, is the dynamic operating level (30) of the operating fluid, a collecting receptacle (17) for operating fluid possibly escaping from the container (2) is connected to the line section and lied above the static fluid level (28), and the collecting receptacle (17) comprises at least one pressure balancing aperture (24, 25) opening to the free atmosphere and an overflow edge (16) above the static level (28) of the operating fluid in the container (2).
     
    2. Household appliance according to claim 1, characterised in that the collecting receptacle (17) is connected via a pipe socket (13), in which two ducts (20, 21) extending parallel to one another are constructed, which open out axially into the line section (22) leading to the outflow trough (9), one of the ducts (20) is the connecting line to the collecting receptacle (17) and the other duct (21) is part of the line section (12) leading from the ion exchanger (11).
     
    3. Household appliance according to claim 1 or 2, characterised in that, downstream of the overflow edge (26) in the direction of flow, an outflow aperture (27) opens out freely above a leakage water collecting trough (4) engaging beneath the appliance fixtures.
     
    4. Household appliance according to claim 1 or one of the subsequent claims, characterised in that the overflow edge (26) is constructed on an upright overflow wall extending from the base (22) of the collecting receptacle (17), and a baffle wall (32) comprising an overflow aperture (33) in the base region is arranged in front of the overflow wall in the direction of the connecting line (20).
     
    5. Household appliance according to claim 1 or one of the subsequent claims, characterised in that a steam buffer chamber (18), which is defined by a cover wall (23) above the connecting line (20), is provided in the collecting receptacle (17), the cover wall (23) comprising a respective pressure balancing aperture (24, 25) in the region of the base (22) and approximately at the height of the overflow edge (26).
     
    6. Household appliance according to claim 1 or one of the subsequent claims, characterised in that the line section (12, 21) leading away from the ion exchange receptacle (11) opens parallel to the connecting line (20) axially into the line section (22) which is connected to the outflow trough (9).
     
    7. Household appliance according to claim 1 or one of the subsequent claims, characterised in that a diametrally extending partition (19) is provided in the pipe socket (13).
     
    8. Household appliance according to claim 1 or one of the subsequent claims, characterised in that the water supply in the duct (21) connected to the ion exchanger (11) has a higher flow velocity than is present in the line section (22) to the outflow trough (9) with the same rate of flow.
     
    9. Household appliance according to claim 1 or one of the subsequent claims, characterised in that a safety switch device (5) is arranged downstream of the overflow edge (26) in the direction of flow.
     


    Revendications

    1. Appareil ménager, tel que lave-vaisselle ou machine à laver, avec une cuve (2) pour les produits à nettoyer et avec une conduite d'arrivée d'eau (7) dans laquelle sont montés au moins un trajet d'écoulement libre (10) ainsi qu'un réservoir échangeur d'ions (11) et qui débouche ensuite dans la cuve (2), et avec une cuve d'évacuation (9) disposée au fond de la cuve (2) dans laquelle s'accumule le liquide de travail et dans laquelle débouche un tronçon de conduite (12) de la conduite d'amenée d'eau (7) en dessous d'un niveau de travail (30) du liquide de travail, caractérisé en ce que le niveau de travail (30), en dessous duquel débouche le tronçon de conduite (12) de la conduite d'amenée d'eau (7), constitue le niveau de fonctionnement dynamique (30) du liquide de travail, en ce qu'il est raccordé au troncon de conduite une cuve de récupération (17) pour du liquide de travail s'échappant le cas échéant de la cuve (2) qui se situe au-dessus du niveau de liquide statique (28), et en ce que la cuve de récupération (17) présente au moins un perçage d'égalisation de pression (24, 25) vers l'atmosphère libre ainsi qu'une arête à débordement (16) au-dessus du niveau statique (28) du liquide de travail dans la cuve (2).
     
    2. Appareil ménager selon la revendication 1, caractérisé en ce que la cuve de récupération (17) est raccordée par une tubulure (13) dans laquelle sont réalisés deux canaux (20, 21) s'étendant parallèlement l'un à l'autre qui débouchent axialement dans le tronçon de conduite (22) menant vers la cuve d'évacuation (9), en ce qu'un canal (20) forme la conduite de liaison vers la cuve de récupération (17) et l'autre canal (21) constitue une partie du tronçon de conduite (12) provenant de l'échangeur d'ions (11).
     
    3. Appareil ménager selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que, dans la direction d'écoulement derrière l'arête à débordement (26), une ouverture d'évacuation (27) débouche librement au-dessus d'une cuve de récupération d'eau de fuite (4) placée sous les pièces montées dans l'appareil.
     
    4. Appareil ménager selon la revendication 1 ou l'une des suivantes, caractérisé en ce que l'arête à débordement (26) est réalisée à une paroi à débordement érigée, partant du fond (22) de la cuve de récupération (17), et en ce qu'il est disposé devant la paroi à débordement, une paroi de rebondissement (32) décalée relativement à la conduite de liaison (20) qui présente dans la zone inférieure une ouverture à débordement (33).
     
    5. Appareil ménager selon la revendication 1 ou l'une des suivantes, caractérisé en ce qu'il est prévue dans la cuve de récupération (17) une enceinte de réception des coups de vapeur (18) qui est délimitée par une paroi de recouvrement (23) au-dessus de la conduite de liaison (20), la paroi de recouvrement (23) présentant au voisinage du fond (22) et à peu près à la hauteur de l'arête à débordement (26) respectivement un perçage d'égalisation de pression (24, 25).
     
    6. Appareil ménager selon la revendication 1 ou l'une des suivantes, caractérisé en ce que le tronçon de conduite (12, 21) s'éloignant du réservoir échangeur d'ions (11) débouche parallèlement à la conduite de liaison (20) axialement dans le tronçon de conduite (22) qui est raccordé à la cuve d'évacuation (9).
     
    7. Appareil ménager selon la revendication 1 ou l'une des suivantes, caractérisé en ce qu'il est prévu dans le tubulure (13) une paroi de séparation (19) s'étendant diamétralement.
     
    8. Appareil ménager selon la revendication 1 ou l'une des suivantes, caractérisé en ce que l'arrivée d'eau dans le canal (21) relié à l'échangeur d'ions (11) a une vitesse d'écoulement plus grande que dans le tronçon de conduite (22) vers la cuve d'évacuation (9), pour une même quantité d'écoulement.
     
    9. Appareil ménager selon la revendication 1 ou l'une des suivantes, caractérisé en ce qu'il est disposé dans le sens d'écoulement derrière l'arête à débordement (26) un dispositif de commutation de sécurité (5).
     




    Zeichnung