[0001] Die Erfindung betrifft einen hülsen-, behälter- oder tubenförmigen Hohlkörper aus
Kunststoff mit einer Verschlußeinrichtung, welche zumindest an einem zu öffnenden
Bodenbereich oder einer verschlossenen Austrittsöffnung als hohler wulstförmiger oder
hohlzylindrischer Abschnitt mit einer umlaufenden Trennzone ausgebildet ist, wobei
auf diesem Abschnitt ein dort drehbar geführter Schneidverschluß aufbringbar ist,
welcher zum Öffnen des Bodenbereichs oder der Austrittsöffnung eine in einer kappenförmigen
Aufnahmeöffnung an der Ober- oder Unterseite angelegte Schneidvorrichtung aufweist.
[0002] Eine derartige Verschlußeinrichtung ist in Form eines Schraubkappen-Schneidverschlusses
aus der DE 32 08 295 C2 im wesentlichen bekannt. Die Verschlußeinrichung ist dabei
an einer vor dem Erstgebrauch durch eine Verschlußmembran hermetisch verschlossene
Behälteröffnung angelegt, wobei auf diese eine Schraubenkappe aufschraubbar ist, die
an der Innenseite ihres Bodens einen koaxial zur Kappenachse angeordneten axialen
Schneidenteil aufweist, welcher nach seiner offenen Seite in eine in sich geschlossene
Ringschneide übergeht und dessen glatte Kappeninnenfläche zur Aufnahme eines an der
Verschlußmembran der Behälteröffnung angeformten vorspringenden Mittelteils ausgebildet
ist, wobei die Umfangswand des Mittelteils nach unten in eine Trennzone übergeht,
gegen welche die Ringschneide mit Schneidflächen beim Festdrehen der Schraubkappe
eindringt.
[0003] Da das vorspringende Mittelteil der Behälteröffnung über eine radial seitlich vorstehende
Lagerfläche in den übrigen Behälterkörper übergeht, in welcher die Schneidflächen
der Ringschneide zur Wirkung kommen und auf der schließlich eine radiale Stirnfläche
der aufgeschraubten Kappe zur Anlage kommt,
wird einerseits die Verschlußmembran dort entlang einer Kreislinie aufgeschnitten,
wobei andererseits die Stirnfläche und die Lagerfläche eine hermetische Abdichtung
der Behälteröffnung bilden.
[0004] Eine derartige Verschlußeinrichtung mit einem Schraubkappen-Schneidverschluß eignet
sich dabei aufgrund der sich ausschließlich in axialer Richtung einstellenden Längsverstellung
beim Aufdrehen der Schraubkappe lediglich zum Abtrennen der angeformten Verschlußmembran
durch eine Schneide, welche in etwa senkrecht auf eine zur Kappenachse radial abgewinkelte
Lagerfläche ausgerichtet ist.
[0005] Es ist insofern nicht möglich, eine Trennzone entlang einer Schnittlinie aufzuschneiden,
welche seitlich auf einer koaxial zur axialen Verstellung des Schraubkappen-Schneidverschlusses
sich erstreckende Wandung, (z.B. auf einer äußeren hohlzylindrischen Wandung) umläuft.
[0006] Aus diesem Grund ist bei einem Schraubkappen-Schneidverschluß nicht die Anlage eines
radial zur Kappenachse abgewinkelten Messer- oder Schneidenteils sinnvoll, um damit
eine durch eine Membran oder ein Bodenteil verschlossene Austrittsöffnung seitlich
in Umfangsrichtung einer Außenwandung aufzuschneiden.
[0007] Gemäß dem Gebrauchsmuster DE-U 91 07 811.3 ist eine Schneidvorrichtung zum Entfernen
des Bodens von einer bodenseitig geschlossenen und aus Kunststoff bestehenden Kartusche
bekannt. Um das Entleeren der Kartusche zu ermöglichen, wird dabei an einem Ende der
Kartusche der in Form einer besonderen Verschlußeinrichtung mit umlaufender radial
vorspringender Wulst angeformte Boden mit großer Genauigkeit entfernt, so daß dort
ein auf den dortigen Öffnungsquerschnitt abgestellter Kolben einer Presse eindringen
kann. Dazu wird eine Schneidvorrichtung verwendet, welche aus einer auf den Bodenbereich
der Kartusche aufsteckbaren und drehbar an der Außenwand der Kartusche geführten Kappe
besteht, in deren Öffnungswandung eine Messerklinge gesichert ist, die in die Aufstecköffnung
der Kappe mit einer axial gerichteten Schneide ragt. Die Messerklinge ist dabei in
der Aufstecköffnung der Schneidkappe derart angelegt, daß sie um ein vorgegebenes
Maß axial in eine sich verbreiternde, untere Aussparung der Kappenöffnung ragt und
bei einem axialen Andrücken der Schneidkappe gegen die Kartusche und einem gleichzeitigen
Drehen der Schneidkappe mit ihrer Messerschneide in den Bereich der umlaufenden Wulst
eindringt, welcher über den Durchmesser des hülsenartigen Teils der Kartusche hinaus
ragt.
[0008] Ein Nachteil dieser bekannten Schneidvorrichtung besteht dabei darin, daß die Messerklinge
frei in die Kappenöffnung der Schneidkappe ragt und dabei dorthin gelangende Gegenstände
oder auch die Hände einer die Schneidvorrichtung ergreifenden Person an der ungesicherten
Schneidkante des Messers beschädigt oder verletzt werden können.
[0009] Ein weiterer Nachteil dieser bekannten Schneidvorrichtung in Form einer Schneidkappe
besteht darin, daß diese nicht zusätzlich als Verschluss einer Öffnung der hülsenförmigen
Kartusche verwendet werden kann.
[0010] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Hohlkörper mit einer Verschlußeinrichtung
der eingangs genannten Art und einem Schneidverschluß zum Entfernen des Bodenbereiches
oder einer verschlossenen Austrittsöffnung eines aus Kunststoff bestehenden Hohlkörpers
derart zu gestalten, daß der Schneidverschluß als konstruktiv einfache Verschlußeinrichtung
des Hohlkörpers dient und dabei gleichzeitig eine Abtrennung eines umlaufenden Abschnittes
eines Bodenbereiches oder einer verschlossenen Austrittsöffnung von oben oder seitlich
in einer äußeren zur Schneidverschlußachse koaxial umlaufenden Außenfläche oder Schnittlinie
(Sicke) erlaubt, wobei die Schneidvorrichtung in axialer oder radialer Richtung oder
schräg dazu beim Drehen in die Außenwandung eindringt oder eingesetzt ist.
Dabei soll die Handhabung der Verschlußeinrichtung, insbesondere auch das Entfernen
des Bodenbereiches oder das Öffnen der Austrittsöffnung leicht, schnell und sicher
ohne Verletzungsgefahr trotz der Anlage einer scharfen Schneidvorrichtung innerhalb
des kappenartigen Schneidverschlußes möglich sein.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist die Ausbildung des Hohlkörpers mit einer Verschlußeinrichtung
der eingangs genannten Art gemäß dem kennzeichnenden Teil des Anspruches 1 vorgesehen.
[0011] Eine derart ausgebildete Verschlußeinrichtung mit einer gleichzeitig als Verschlußdeckel
dienenden Schneidkappe, welche bis zum Abschneiden des Bodenteils oder Öffnen der
von ihr verschlossenen Austrittsöffnung des Hohlkörpers über den dortigen Boden- oder
Öffnungsbereich fest angeordnet ist, schützt die in der Schneidkappe verdeckt angelegte
Schneidvorrichtung und deren Schneidkanten. Die Schneidvorrichtung liegt dabei bei
der als Verschlußdeckel aufgesetzten Schneidkappe geschützt zwischen der Aufnahmeöffnung
der Schneidkappe und dem Ende des Hohlkörpers, auf welchem der Verschlußdeckel aufgesetzt
ist. Es besteht dabei keine Verletzungsgefahr, sofern der verschlossene Hohlkörper
im Bereich des Verschlußdeckels gegriffen wird. Die Befestigung der Schneidkappe erfolgt
z.B. dabei durch einen Klemmsitz der umlaufenden Aufnahmerille der Schneidkappe an
dem vorspringenden zylindermantelförmigen Öffnungsrand der zu verschließenden Austrittsöffnung.
Indem die Aufnahmerille durch die koaxial zur Kappenachse umlaufende Kappenaußenwandung
und die koaxial dazu umlaufende beabstandete Klemmlippe gebildet wird, wobei innen
dazu an einem kreisförmigen, axial vorstehenden Führungsansatz oder derartigen Führungsnocken
die vorzugsweise radial oder schräg dazu nach innen vorstehende Schneidvorrichtung
mit ihren seitlichen Schneidkanten angelegt ist, wird erreicht, daß trotz der Anlage
dieser Schneidvorrichtung der Verschlußdeckel ohne Anlage eines Schraubgewindes einerseits
als einfache Kappe auf den Öffnungsrand aufsteckbar ist und andererseits die Schneidvorrichtung
beim Aufstecken und Drehen des Verschlußdeckels als Schneidkappe auf einem zu öffnenden
wulstförmig oder hohlzylindrisch auslaufenden Abschnitt dessen Außenwandung seitlich
in Umfangsrichtung aufschneidet.
[0012] Für die Funktion der als einfaches plattenförmiges radial vorstehendes Kunststoffmesser
angelegten Schneidvorrichtung ist dabei die Anlage des kreisförmig axial vorstehenden
Führungsansatzes oder der derart angeordneten Führungsnocken wesentlich. Durch die
Anlage dieser Führung und die Höhe des Führungsansatzes oder der Führungsnocken wird
dabei eine bestimmte Abstandseinstellung und radiale Führung der Schneidvorrichtung
gewährleistet, wenn die Schneidkappe zum Öffnen des Verschlusses gedreht wird. Grundsätzlich
kann die Schneidplatte auch axial nach außen vorstehend angeordnet werden und dabei
mit dieser in einer um die abzutrennende Bodenplatte kreisförmig umlaufenden Sicke
oder in einer dort auf einer derartigen Schnittlinie angelegten Aufnahme eingreifen.
[0013] Die Anlage der Schneidkappe als Verschlußdeckel kann dabei auch unmittelbar an dem
aufzuschneidenden Boden oder angeformten Wandungsbereich des Hohlkörpers vorgesehen
werden. Der Verschlußdeckel wird dabei dort vorzugsweise zunächst lediglich aufgepunktet,
wobei er derart ausgebildet und angebracht ist, daß durch Drehung des Verschlußdeckels
der mit einer umlaufenden Trennzone ausgebildete wulstförmige oder hohlzylinderische
Abschnitt abgeschnitten wird, auf den sich zunächst der angepunktete Verschlußdeckel
befindet.
[0014] Anschließend kann dann der Verschlußdeckel auf das geöffnete Ende des Hohlkörpers
aufgesteckt oder durch ein zusätzlich angebrachtes Gewinde aufgeschraubt werden.
[0015] Durch die mit ihrer messerförmigen radial vorspringenden Schneidplatte schräg oder
senkrecht auf die umlaufende zylinder- oder wulstförmige Wandung der Trennzone ausgerichtete
Schneidvorrichtung wird dabei der Außenmantel beim Drehen der Verschlußkappe in Umfangsrichtung
kreisförmig aufgeschnitten. Zum Aufsetzen der Schneidkappe auf den umlaufenden vorstehenden
Abschnitt mit dem dort angeformten Boden des Hohlkörpers oder Verschluß einer Austrittsöffnung
kann dabei ein radiales Spiel zwischen der Schneide der Schneidvorrichtung oder deren
Aufnahmeöffnung und diesen umlaufenden axial vorstehenden Abschnitt vorgesehen sein,
so daß die Schneidkappe radial andrückbar ist und damit die Schneidplatte oder deren
seitliche Schneidkanten in die dortige Wandung der Trennzone eindringen.
[0016] In vorteilhafter Ausbildung ist dabei gemäß Anspruch 2 vorgesehen, daß in der Wandung
der Trennzone eine seitlich und/oder nach oben sich öffnende, über die Innenwandung
vorspringende Aufnahme für die Schneidvorrichtung eingeformt ist. Es kann insofern
ohne die Schneidkappe radial anzudrücken die Wandung des Wulstes oder des Zylinderabschnittes
durch die mit ihrer Schneidplatte in die Aufnahme eingebrachte Schneidvorrichtung
aufgeschnitten werden, wobei also ein radiales Andrücken der Schneidkappe gegen diese
Wandung nicht mehr erfolgen muß. Insofern kann auf die Anlage eines größeren Spieles
zwischen der die Schneidvorrichtung tragenden Aufnahme der Schneidkappe und des abzutrennenden
Verbindungsabschnittes verzichtet werden. Die Wandung wird dabei bei Drehen der Schneidkappe
seitlich von der Aufnahme aus aufgeschnitten.
[0017] Insbesondere bei Verwendung der Verschlußeinrichtung für einen Hohlkörper in Form
einer Kartusche mit einem mittigen Hülsenteil und einem einstückig mit diesem hergestellten,
abzutrennenden Boden, ist dabei gemäß Anspruch 3 und 4 der wulstförmige oder hohlzylindrische
abzutrennende Abschnitt mit einer gewölbten sickenförmig umlaufenden Trennzone ausgebildet,
welche sich radial nach außen zum Kartuschenende verbreitert und dabei den Verbindungsabschnitt
zum abzutrennenden Boden oder Verschlußteil bildet. Dabei ist vorzugsweise die sickenförmig
umlaufende Trennzone mit dem Abschnitt zum äußeren Boden- oder Verschlußbereich als
an dem äußeren Hülsenteil der Kartusche angeformtes, in axialer Richtung vorspringendes
Verschlußteil ausgebildet. Der hohle Verschlußteil weist dabei vorzugsweise einen
Bereich mit einem Innendurchmesser auf, der den Außendurchmesser im Bereich der die
Schneidvorrichtung beim Aufstecken der Schneidkappe seitlich aufnehmenden Sicke oder
eingeformten Aufnahme übersteigt, wobei oberhalb davon dann der Schnitt erfolgt.
[0018] Gemäß der Ausbildung der Aufnahmeöffnung der Schneidkappe mit einem in der Aufnahmrille
angelegten Klemmansatz gemäß Anspruch 5 wird dabei erreicht, daß der dort festzulegende,
kreisförmig umlaufende Öffnungsrand des Hohlkörpers in Preßsitz einbringbar ist. Zu
diesem Zweck ist vorzugsweise der Öffnungsrand selbst abgestuft oder abgeschrägt ausgebildet,
wobei dort zusätzlich eine radial vorstehende Klemmlippe angelegt sein kann.
[0019] Die Ausbildung der nach innen sickenförmig verengten und nach außen vorgewölbten
Trennzone in Form einer unteren umlaufenden Einschnürung gemäß Anspruch 9 und 10 bezweckt
dabei, daß insofern eine Sollbruchstelle vorgegeben ist, wobei die plattenförmige
in die Aufnahme der Trenzone eingebrachte Schneidvorrichtung längs der dortigen Einschnürung
den wulst- oder zylinderförmigen Mantelbereich in Umfangsrichtung aufschneidet. Dabei
erstreckt sich die in der Wandung der sickenförmigen Trennzone eingeformte Aufnahme
für die Schneidvorrichtung in voller Breite bis in den unteren Bereich dieser umlaufenden
Einschnürung (Anspruch 9). Die Aufnahme hat dabei eine derartige Tiefe, daß diese
die Dicke des verwendeten Wandungsmaterials oder die Tiefe der Einschnürung an der
sickenförmigen Wulst überschreitet.
[0020] Gemäß Anspruch 14 sind dabei die als Verschlußdeckel ausgebildete Schneidkappe und
die in ihr angelegte Schneidvorrichtung aus dem gleichen Material, insbesondere einstückig
hergestellt. Es ist dabei möglich, diese Schneidkappe wie auch den gemäß Anspruch
12 vorzugsweise als Kartusche auszubildenden Hohlkörper aus Polyolefinen auszubilden.
Diese Materialien lassen sich dabei leicht entsorgen.
[0021] Da der Hohlkörper wie auch die Schneidkappe aus dem gleichen Kunststoff hergestellt
sind, ist eine Sortierung nach Bestandteilen bei der Entsorgung nicht notwendig.
[0022] Dagegen muß bei einer in Form einer Metallklinge in einer Kunststoff-Schneidkappe
angelegten Schneidvorrichtung diese Klinge erst demontiert werden, um dann die Teile
einzeln entsorgen zu können.
[0023] Der erfindungsgemäße Hohlkörper mit Verschlußeinrichtung wird nachfolgend anhand
eines bevorzugten in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert.
Die Verschlußeinrichtung ist dabei an einer hülsenartigen Kartusche angeordnet, welche
an ihrem einem Ende eine durch einen aufgesteckten Verschlußdeckel in Form einer Schneidkappe
verschlossene Austrittsöffnung aufweist und an ihrem anderen geschlossenen Ende einen
dort angeformten, mit der Schneidkappe bei Gebrauch der Kartusche zu entfernenden
Boden.
[0024] In den Zeichnungen zeigen:
- Figur 1:
- Eine Seitenansicht auf die hülsenförmige Kartusche, wobei an dem linken Ende der Kartuschenhülse
eine zu verschließende Öffnung mit einem umlaufenden Öffnungsrand der Hülsenwandung
angeordnet ist und an dem rechten Kartuschenende der Boden über einen umlaufenden
Wulst mit einer sickenförmigen Einschnürung angeformt ist;
- Figur 2:
- Eine Draufsicht auf das bodenseitige Ende der Kartusche unter Darstellung des dortigen,
gegenüber dem äußeren Hülsenteil axial vorspringenden, den angeformten Boden tragenden,
umlaufenden wulstartigen Abschnittes, welcher am Übergang zur Hülsenwandung eine Trennzone
aufweist;
- Figur 3:
- Eine Querschnittsansicht durch die Mitte der Schneidkappe gemäß der Schnittlinie A,
B der Figur 4 unter Darstellung der eine kappenförmige obere Aufnahmeöffnung bildenden
umlaufenden Außenwandung und des Bodens der Schneidkappe sowie der dort seitlich innen
umlaufenden Aufnahmerille für einen äußeren konzentrisch zur Kartuschenlängsachse
umlaufenden Öffnungsrand einer Austrittsöffnung der Kartusche unter Darstellung von
3 in der Aufnahmeöffnung vom Kartuschenboden axial vorstehenden Führungsnocken, wobei
an dem rechten Führungsnocken eine seitlich radial nach innen vorstehende Schneidplatte
angeformt ist;
- Figur 4:
- Eine Draufsicht auf die Schneidkappe gemäß Figur 3 von oben in die dortige kappenförmige
Aufnahmeöffnung, wobei von dieser nur der über 180o sich erstreckende Kappenteil dargestellt ist;
- Figur 5:
- Eine vergrößerte Querschnittsdarstellung des linken Randes der Schneidkappe gemäß
Figur 3 unter Darstellung eines durch eine an der Außenwandung angeformte Rippe im
mittleren Bereich der Führungsrille gebildeten Klemmansatzes sowie eines dort seitlich
rechts angrenzenden Führungsnockens, welcher wie die übrigen Führungsnocken eine als
Führungsfläche für die aufzuschneidende Außenseite ausgebildete glatte Außenseite
aufweist,
- Figur 6:
- Eine Draufsicht auf die als Schneidplatte ausgebildete Schneidvorrichtung unter Darstellung
des Führungsnockens, an welchem die Schneidplatte unter einem Winkel von 90o nach innen abgewinkelt ist, in Richtung des auf einen Teil der Innenseite der umlaufenden
Schneidkappenaußenwandung weisenden Pfeiles X der Figur 4.
[0025] In den Zeichnungen ist in Figur 1 und Figur 2 die am rechten Ende (25) verschlossene
hülsenartige Kartusche (2) aus Kunststoff gezeigt. Die Kartusche weist dabei ein zylindermantelförmiges
Hülsenteil (27) auf, an welchem ein Boden (3) angeformt ist, der beim Einsetzen der
Kartusche in eine einen Druckkolben aufweisende Spritze zur Ermöglichung einer Einwirkung
des Druckkolbens zu entfernen ist. In den Figuren 3 bis 6 ist dabei der Aufbau der
zum Abtrennen dieses Bodens (3) zu verwendenden Schneidkappe gezeigt. Diese Schneidkappe
(7) dient dabei gleichzeitig als eine auf die am gegenüberliegenden Ende (26) angelegte
Austrittsöffnung (24) aufsteckbare Verschlußkappe, wobei insofern dort eine in Figur
1 schematisch angedeutete Verschlußeinrichtung (1) mit Schneidkappe (7) gegeben ist.
Die Kartusche (2) ist dabei durch ein Blasverfahren und die Schneidkappe (7) durch
ein Spritzgußverfahren hergestellt.
[0026] Über einen gegenüber dem Hülsenteil (27) der Kartusche in axialer Richtung rechts
vorstehenden, umlaufenden Wulst (6) ist dabei der Boden (3) außen am Hülsenteil (27)
angeformt. Der Hülsenteil (27) ist dabei in seinem Außendurchmesser etwas breiter
bemessen als der maximale Außendurchmesser des einstückig mit dem Hülsenteil ausgebildeten
Wulstes (6). Der Hülsenteil besitzt dabei ohne den umlaufenden Wulst eine Länge von
23,6 cm und einen Durchmesser von 5,1 cm. Er besitzt dabei eine zylindermantelförmige
äußere Hülsenwandung (28), welche am Ende (25) einen sich nach außen geringfügig verbreiternden
Kragen (29) aufweist, der rechts in eine senkrecht in radialer Richtung abfallende
Stirnfläche (30) übergeht, an welcher der axial vorspringende umlaufende Wulst (6)
angelegt ist.
[0027] Der Kragen (29) dient dabei einerseits zur Stabilisierung des Hülsenteils (27) gegen
Druckbelastung in radialer Richtung und andererseits zur Verbreiterung der Stirnfläche
(30), welche zur Positionierung und Führung der Schneidkappe (7) durch deren dort
zur Anlage kommenden Führungsnocken (16) dient, welche in der kappenförmigen Aufnahmeöffnung
(8) der Schneidkappe in axialer Richtung vorstehen. Die Anlage dieser Führungsnocken
ist dabei in Figur 3 und 4 dargestellt. Sie gehen dabei von der Innenseite des in
der kappenförmigen Aufnahmeöffnung (8) gebildeten Kappenbodens (31) aus. Es sind dabei
an dem Kappenboden (31) 4 Führungsnocken (16) in einer kreisförmigen Anordnung koaxial
zur vertikal auf den Mittelpunkt des Kappenbodens (31) stehenden Kappenachse (11)
angelegt. Gemäß Figur 3 weisen dabei die Führungsnocken (16) in axialer Richtung die
gleiche Länge auf. An der rechten Führungsnocke (16) ist dabei gemäß Figur 3 und 4
die Schneidvorrichtung (9) in Form einer nach innen um 90
o abgewinkelten Schneidplatte (19) ausgebildet, welche am oberen Ende der dortigen
Führungsnocke (16) angelegt ist und Schneidkanten (20,21) gemäß Figur 6 besitzt, welche
in Umfangsrichtung weisen und auf der dortigen Vorder- und Rückseite der Schneidplatte
(19) angelegt sind.
[0028] Da die Oberseite der Schneidplatte (19) mit den Enden der Führungsnocken auf gleicher
Höhe liegt, und der radiale Abstand der Führungsnocken (16) von der Kappenachse (18)
über die gesamte Höhe der Nocken gleich groß und derart bemessen ist, daß sie bei
Aufstecken der Schneidkappe (7) auf der konzentrisch um die Mittellängsachse des Hülsenteils
(27) geführten Stirnfläche (30) zu liegen kommen, bilden sie mit dieser und den überstehenden
Kragen (29) einen Anschlag und eine Führung für die am Ende (25) auf den dortigen
Wulst (6) und den umlaufenden Kragen (29) mit ihrer kappenförmigen Aufnahmeöffnung
(8) aufzusteckende Schneidkappe (7).
[0029] Da diese beim Drehen durch den Kragen (29) exakt geführt ist, erfolgt ein exakter
Schnitt durch die in die Außenwandung des umlaufenden Wulstes (6) eindringende Schneidplatte
(19) koaxial zur Kappenachse (11) und zur mittleren Längsachse (10) des Hülsenteils
(27). Die radial nach innen vorstehende Schneidplatte (19) der Schneidvorrichtung
(9) kann dabei insofern auf die Stirnfläche (30) aufgebracht und gegen die Wandung
der Wulst (6) zum Schnitt gebracht werden, als die als sickenförmige Wulst (6) umlaufende
Trennzone (5) am Übergang zur Stirnfläche (30) eine radiale Einschnürung (22) aufweist
und seitlich in dem Wulst (6) zumindest an einer Stelle eine nach außen offene Aufnahme
(23) eingeformt ist, in welche die vorstehende Schneidplatte (19) beim axialen Aufstecken
der Schneidkappe (7) gelangt. Die Aufnahme (23) reicht dabei seitlich und axial bis
unter die an der Stirnfläche (30) umlaufende Einschnürung (22) und ist im Querschnitt
und radialen Tiefe entsprechend der Abmessung der Schneidplatte (19) derart bemessen,
daß diese dort einsetzbar ist und radial in die Wandung der Wulst (6) vorsteht. Um
ein Schneiden des sickenförmig umlaufenden Wulstes (6) an der Einschnürung (22) bzw.
der Trennzone (5) zu ermöglichen, weist insofern die Schneidplatte (19) in radialer
Richtung eine etwas größere derartige Länge auf, daß ihr Ende seitlich von der eingeformten
Aufnahme (23) in die Wandung der Wulst im Bereich der Einschnürung (22) eindringt
und somit den innen hohl ausgebildete und mit dem Hülseninneren verbundenden Wulst
abschneidet. In diesem Bereich des Wulstes ist dabei das Wandungsmaterial zumindest
in einem umlaufenden Abschnitt derart gereckt, daß dort ein dünner Wandungsabschnitt
für die Schnittstelle gegeben ist, welcher insofern durch den in geeigneter Höhe starr
vorstehenden Führungsnocken (16) und die dort am oberen Ende abgewinkelte Schneidplatte
(19) durchtrennt wird. Die Schneidplatte (19) besteht dabei wie auch die axial vorstehenden
Führungsnocken aus einem starren Kunststoffmaterial, so daß die Schneidplatte sich
nicht während des Schnittes biegt und auch nicht bricht.
[0030] Durch die Reckung des aus Kunststoff bestehenden Wandungsmaterials in der Trennzone
(5) ist dabei dieses Material derart geschwächt, daß einerseits noch eine sichere
Verbindung des Bodens (3) über den Wulst (6) zum Hülsenteil (27) gegeben ist und andererseits
mit der dünnen Schneidplatte (19) das Wandungsmaterial entlang der kreisförmigen Einschnürung
(22) sicher und ohne Kraftanstrengung durch Drehen der Schneidkappe (7) aufschneidbar
ist.
[0031] Die Schneidplatte (19) ist dabei an den in seitlicher Umfangsrichtung vorne und hinten
liegenden Schneidkanten (20,21,) gemäß Figur 6 abgeschrägt. An der Einschnürung (22)
beträgt die Wandstärke des Wulstes etwa 0,5 mm, während die Wandung des Hülsenteils
(27) die doppelte Stärke aufweist. Die Schneidplatte (19) besitzt dabei eine Dicke
von 1 mm. Die gesamte Schneidkappe (7) einschließlich der einstückig damit hergestellten
Schneidplatte (19) ist dabei aus einem starrem Kunststoff, vorzugsweise Hostaform
9021 GV 1/30, hergestellt. Die Schneidkanten (20,21) sind dabei entweder gemäß der
Darstellung in Figur (4) radial nach innen abgeschrägt und als gerade Schneidkannte
ausgebildet (siehe auch Figur 6) oder auch vorzugsweise entsprechend einer bogenförmigen
Begrenzungslinie geformt, wobei die Schneidplatte zum Führungsnocken in voller Breite
des Nockens ausläuft.
[0032] Insbesondere durch die bogenförmig geführte Schneidkante wird dabei erreicht, daß
die Schneidplatte sich nach und nach beim Drehen von der Aufnahme (23) in den seitlichen
Wandungsbereich der Aufnahme (23) schließlich über die gesamte Länge der Schneidkante
einschneidet. Anschließend ist dann durch weiteres Drehen entlang der Einschnürung
(22) der geschwächte Wandungsbereich entsprechend der Dicke des dort vorhandenen Wandungsmaterials
in Umfangsrichtung des Hülsenteils (27) aufzuschneiden.
[0033] Während der Kragen (29) eine Breite von 1,5 mm und eine Höhe von 1 mm aufweist besitzt
dabei der Wulst (6) einen Außendurchmesser von 48 mm und eine Stärke von etwa 5 mm,
welche der Höhe der Führungsnocken und der Schneidplatte (19) entspricht. Der Wulst
ist dabei mit seiner Außenwandung kreisförmig in einem Winkel von 270
o von der in radialer Richtung sich erstreckenden Stirnfläche (30) zum Boden (3) geführt.
Dieser ist innerhalb des umlaufenden Wulstes angelegt und springt ca. 2 mm zu deren
Außenseite axial zurück. Die in Figur 2 am Boden (3) und in diesem Wulst angelegten
Vertiefungen (32,33) dienen dabei als Passer bei der Herstellung der Kartusche.
[0034] Zur Befestigung der Schneidkappe (7) als Verschlußdeckel auf der am Kartuschenende
(26) befindlichen Austrittsöffnung (24) weist diese dabei in der kappenförmigen Aufnahmeöffnung
(8), in welcher die Führungsnocken (16) und die Schneidvorrichtung (9) mit der aus
Kunststoff bestehenden Schneidplatte (19) angeordnet sind, eine in den Kappenboden
eingeformte, innen an der Außenwandung (12) der Schneidkappe umlaufende Aufnahmerille
(14) auf. Diese wird durch eine in der oberen Kappenöffnung (8) der Schneidkappe (3)
koaxial zur Kappenachse (11) umlaufende Klemmlippe (13) nach innen begrenzt. Der Kappenboden
(31) bildet dabei außen im Bereich der Außenwandung (12) einen vorstehenden Randansatz,
in welchem innen die Aufnahmerille (14) geführt ist. Der restliche Teil des Kappenbodens
(31) ist dabei innerhalb dieses konzentrisch umlaufenden Randansatzes versenkt angeordnet
und bildet somit eine untere Aufnahmeöffnung (37) zur gegenüberliegenden oberen Aufnahmeöffnung
(8). Die untere Aufnahmeöffnung (37) eignet sich dabei auch zur Anlage einer Verschlußdeckelhalterung
mit einer Aufnahmerille der Schneidkappe (7). Die Aufnahmerille (14) wird dabei innerhalb
der oberen Aufnahmeöffnung (8) der Schneidkappe (7) durch eine koaxial zur Kappenachse
(11) umlaufende Klemmlippe (13) nach innen und nach außen durch die umlaufende Außenwandung
(12) der kappenförmigen Aufnahmeöffnung (8) begrenzt. Die Außenwandung (12) verläuft
dabei im unteren Bereich der Aufnahmerille (14) zunächst senkrecht zum Kappenboden
(31) und koaxial zu der als stegförmige Wandung ausgebildeten, kreisförmig umlaufenden
Klemmlippe (13). Im mittleren oberen Bereich ist dabei die Außenwandung (12) unter
Bildung einer Führungsfläche (18) nach außen abgeschrägt.
[0035] Über eine umlaufende Rippe, welche an der Innenseite der Außenwandung (12) angeformt
ist, wird dabei in der Aufnahmerille (14) ein Klemmeinsatz (17) gebildet.
[0036] Der an seiner Öffnung (24) einen zylindermantelförmig vorstehenden umlaufenden Öffnungsrand
(15) aufweisende Hülsenteil (27) kann dabei mit diesem Öffnungsrand in die einen Durchmesser
entsprechend dem Außendurchmesser des Hülsenteils aufweisende Aufnahmerille unter
Preßsitz eingesteckt werden. Das Einbringen des Öffnungsrandes wird dabei durch die
Anlage einer Abschrägung (34) und durch eine am Übergang dieser abgeschrägten Führungsfläche
zur Außenwandung des Hülsenteils (27) angelegte umlaufende Verstärkungsnaht (35) erleichtert.
[0037] Prinzipell ist es auch möglich, die Schneidplatte (19) der Schneidvorrichtung (9)
an einem separaten axial vom Kappenboden (31) vorstehenden Ansatz anzulegen. Dieser
Ansatz kann dabei gegenüber den axial vom Kappenboden vorstehenden Führungsnocken
(16) weiter radial nach innen angeordnet sein, sofern sichergestellt ist, daß durch
die radial nach innen von diesem Ansatz vorstehende Schneidplatte (19) der umlaufende
Wulst (6) auf seiner umlaufenden Außenwandung aufgeschnitten wird, wobei der Wulst
also insofern innerhalb des außen um ihn zu führenden, die Schneidplatte (19) tragenden
Ansatzes beim Drehen der Schneidkappe (7) zu liegen kommen muß.
Bezugsziffernliste
[0038]
- 1
- Verschlußeinrichtung
- 2
- Hohlkörper aus Kunststoff
- 3
- angeformter Verschluß oder Boden
- -
- 5
- hohlzylindrische, insbesondere mit sickenförmiger Wulst umlaufende Trennzone
- 6
- sickenförmige Wulst
- 7
- Schneidkappe
- 8
- kappenförmige Aufnahmeöffnung der Schneidkappe an der Oberseite
- 9
- Schneidvorrichtung
- 10
- Längsachse der Kartusche
- 11
- Kappenachse
- 12
- zylindermantelförmige Außenwandung der Aufnahmeöffnung der Schneidkappe
- 13
- Klemmlippe
- 14
- Aufnahmerille
- 15
- Öffnungsrand
- 16
- kreisförmige Anordnung aus axial vorstehenden Führungsnocken
- 17
- Klemmeinsatz
- 18
- Führungsfläche
- 19
- Schneidplatte
- 20,21
- Schneidkanten
- 22
- untere Einschnürung der Trennzone unterhalb der sickenförmig umlaufenden Wulst
- 23
- Aufnahme für das Schneidenteil in der Wandung der Trennzone bzw. eingeformte, nach
außen sich öffnende Auslassung in der dort umlaufenden sickenförmig gewölbten Wulst
- 24
- Öffnung
- 25,26
- 1. bzw. 2. Ende des als Hülsenkartusche ausgebildeten Hohlkörpers
- 27
- Hülsenteil
- 28
- Hülsenwandung
- 29
- Kragen
- 30
- Stirnfläche
- 31
- Kappenboden
- 32,33
- Passer
- 34
- Abschrägung
- 35
- Verstärkungsnaht
- 36
- Materialverstärkung
- 37
- der Aufnahmeöffnung (8) gegenüberliegende kappenförmige Aufnahmeöffnung
1. Hülsen-, behälter- oder tubenförmiger Hohlkörper (2) aus Kunststoff mit einer Verschlußeinrichtung
(1), welche zumindest an einem zu öffnenden Bodenbereich (3) oder einer verschlossenen
Austrittsöffnung als hohler wulstförmiger und/oder hohlzylindrischer Abschnitt mit
einer umlaufenden Trennzone (5) ausgebildet ist, wobei auf diesem Abschnitt ein drehbar
geführter Schneidverschluß aufbringbar ist, welcher zum Öffnen des Bodenbereiches
(3) oder der Austrittsöffnung in einer kappenförmigen Aufnahmeöffnung (8) an der Ober-
oder Unterseite eine Schneidvorrichtung (9) aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß der Schneidverschluß als Schneidkappe (7) ausgebildet ist, wobei in der die Schneidvorrichtung
(9) enthaltenden Aufnahmeöffnung (8) und/oder in einer auf der gegenüberliegenden
Seite befindlichen kappenförmigen Aufnahmeöffnung (37)
eine koaxial zur dortigen Kappenachse (11) umlaufende, von einer zylindermantelförmigen
Außenwandung (12) der Aufnahmeöffnung (8) beabstandete Klemmlippe (13) angelegt ist,
welche eine umlaufende durch diese Außenwandung (12) radial begrenzte Aufnahmerille
(14) bildet, in welcher ein zylindermantelförmig vorspringender, umlaufender Öffnungsrand
(15) der zunächst durch einen Boden (3) oder einen angeformten Verschluß verschlossenen
Austrittsöffnung oder einer mit der Schneidkappe (7) zu verschließenden Öffnung (24)
des Hohlkörpers einbringbar ist,
und daß die Schneidvorrichtung (9) aus mindestens einer Schneidplatte (19) besteht,
welche seitlich auf die umlaufende Wandung der Trennzone (5) und zur Kappenachse (11)
axial, radial oder schräg dazu in der kappenförmige Aufnahmeöffnung (8) ausgerichtet
ist und auf oder seitlich innen neben einem koaxial zur Kappenachse (11) verlaufenden,
kreisförmigen Führungsansatz oder einer derartigen Anordnung aus axial vorstehenden
Führungsnocken (16) im Abstand vom Kappenboden (31) nach innen oder außen derart vorspringend
angelegt ist.
2. Hülsen-, behälter- oder tubenförmiger Hohlkörper aus Kunststoff mit einer Verschlußeinrichtung
nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß in der Wandung des seitlich in Umfangsrichtung aufzuschneidenden Abschnittes
eine nach innen und/oder nach oben sich erstreckende Aufnahme (23) für die axial,
radial oder schräg nach innen oder außen vorstehende Schneidplatte (19) der Schneidvorrichtung
eingeformt ist.
3. Hülsen-, behälter- oder tubenförmiger Hohlkörper aus Kunststoff mit einer Verschlußeinrichtung
nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß das Material des Hohlkörpers (2) in zumindest einem umlaufenden Abschnitt der
Trennzone (5) derart gereckt ist, daß es an der Schnittstelle (19) besonders dünn
ist und durch eine Schneidplatte aus Kunststoff schneidbar ist.
4. Hülsen-, behälter- oder tubenförmiger Hohlkörper aus Kunststoff mit einer Verschlußeinrichtung
nach einem der Ansprüche 1 - 3,
dadurch gekennzeichnet, daß der hohlzylindrische umlaufende Abschnitt der Trennzone (5) aus einem oder mehreren
von einer umlaufenden sickenförmigen Vertiefung in axialer Richtung gegenüber dem
Ende (25) des Hohlkörpers (12) vorstehenden Wulsten (6) gebildet ist.
5. Hülsen-, behälter- oder tubenförmiger Hohlkörper aus Kunststoff mit einer Verschlußeinrichtung
nach einem der Ansprüche 1-4,
dadurch gekennzeichnet, daß die innen in der Schneidkappe (7) an der Außenwandung (12) der kappenförmigen
Aufnahmeöffnung (8) umlaufende Aufnahmerille UW in Umfangsrichtung gleichförmig ausgebildet
ist und einen ihre Querschnittsöffnung im mittleren oder unteren Bereich verengenden,
an der Außenwandung angelegten Klemmansatz (17) aufweist.
6. Hülsen-, behälter- oder tubenförmiger Hohlkörper aus Kunststoff mit einer Verschlußeinrichtung
nach einem der Ansprüche 1 - 5,
dadurch gekennzeichnet, daß ab einem oberen Bereich der Aufnahmerille (14) die Außenwandung (12) als nach
außen abgeschrägte oder geneigte Führungsfläche (18) ausgebildet ist.
7. Hülsen-, behälter- oder tubenförmiger Hohlkörper aus Kunststoff mit einer Verschlußeinrichtung
nach einem der Ansprüche 1-6
dadurch gekennzeichnet, daß die koaxial zur Kappenachse (11) umlaufende Klemmlippe (13) und der dort angeformte
Führungsansatz oder die Anordnung aus axial vorstehenden Führungsnocken (16) entsprechend
einer koaxial zur Kappenachse (11) verlaufenden Zylinderfläche ausgerichtet sind.
8. Hülsen-, behälter- oder tubenförmiger Hohlkörper aus Kunststoff mit einer Verschlußeinrichtung
nach einem der Ansprüche 1 - 7,
dadurch gekennzeichnet, daß die Anlage der Schneidplatte (19) an einem axial vom Kappenboden (31) vorstehenden
Ansatz oder einer der Führungsnocken (16) erfolgt, an welchem diese um 90o nach innen abgewinkelt angelegt ist.
9. Hülsen-, behälter- oder tubenförmiger Hohlkörper aus Kunststoff mit einer Verschlußeinrichtung
nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, daß die Schneidplatte (19) seitlich nach vorne und hinten quer zur Umfangsrichtung
sich erstreckende Schneidkanten (20,21) aufweist, deren Länge in radialer Richtung
etwas größer ist als eine unterhalb der sickenförmigen Trennzone (5) gebildete umlaufende
Einschnürung (22) und/oder die Dicke der Kunststoffwandung an der Schnittstelle.
10. Hülsen-, behälter- oder tubenförmiger Hohlkörper aus Kunststoff mit einer Verschlußeinrichtung
nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, daß zum Einbringen und Ansatz der Schneidplatte (19) in der unterhalb der sickenförmigen
Trennzone (5) umlaufenden Einschnürung (22) eine bis in diese vom benachbarten Ende
(25) des Hohlkörpers (2) seitlich in Längsrichtung im Wandbereich der Trennzone (5)
eingeformte Aufnahme (23) angelegt ist.
11. Hülsen-, behälter- oder tubenförmiger Hohlkörper aus Kunststoff mit einer Verschlußeinrichtung
nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahme (23) tiefer angelegt ist als die in der Trennzone (5) umlaufende
Einschnürung (22) und etwas größer in ihrer Querschnittsfläche bemessen ist als die
einzubringende, radial vorstehende Schneidplatte (19).
12. Hülsen-, behälter- oder tubenförmiger Hohlkörper aus Kunststoff mit einer Verschlußeinrichtung
nach einem der Ansprüche 1 - 11,
dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlkörper (2) als Kartusche mit zylinderförmigen mittleren Hülsenteil (27)
ausgebildet ist, mit einem offenen, mit der Schneidkappe (7) verschließbaren Ende
(26) mit einer Öffnung (24) und mit einem gegenüberliegenden zweiten Ende (25), welches
einen Boden (3) aufweist, der durch eine Trennzone in Form eines hohlen wulst- und/oder
zylinderförmigen Abschnittes mit dem Hülsenteil (27) verbunden und dort durch die
Schneidkappe (7) abtrennbar ist.
13. Hülsen-, behälter- oder tubenförmiger Hohlkörper aus Kunststoff mit einer Verschlußeinrichtung
nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, daß die Trennzone (5) durch einen sickenförmig umlaufenden Wulst (6) gebildet ist,
welcher über den äußeren Boden (3) der Kartusche übersteht und an dem Hülsenteil (27)
der Kartusche als in axialer Richtung vorspringendes Verschlußteil angeformt ist,
wobei der Verschlußteil einen Innendurchmesser aufweist, der den Außendurchmesser
im Bereich der die Schneidplatte (19) aufnehmenden Aufnahme (23) übersteigt, so daß
die dortige Außenwandung aufschneidbar ist.
14. Hülsen-, behälter- oder tubenförmiger Hohlkörper aus Kunststoff mit einer Verschlußeinrichtung
nach einem der Ansprüche 1 - 13,
dadurch gekennzeichnet, daß die Schneidkappe (7) mit der in ihr angelegten, die Aufnahmerille (14) bildenden
Klemmlippe (13) und dem kreisförmig oberhalb davon angeordneten Führungsansatz oder
mit dem derart angeordneten Führungsnocken (16) und die dort angelegte Schneidvorrichtung
(9) einstückig hergestellt sind, vorzugsweise aus Kunststoff gespritzt oder geblasen.
15. Hülsen-, behälter- oder tubenförmiger Hohlkörper aus Kunststoff mit einer Verschlußeinrichtung
nach einem der Ansprüche 1 - 14,
dadurch gekennzeichnet, daß der zylindermantelförmig vorstehende,umlaufende Öffnungsrand (15) der zu verschließenden
Öffnungen des Hohlkörpers (2) nach außen in der Wandstärke abgeschrägt oder abgestuft
ist.
16. Hülsen-, behälter- oder tubenförmiger Hohlkörper aus Kunststoff mit einer Verschlußeinrichtung
nach einem der Ansprüche 1 - 15,
dadurch gekennzeichnet, daß er aus einer hülsenförmigen Kartusche (2) mit über der Trennzone (5) eines angeformten
Bodens (3) oder auf einen Öffnungsrand (15) einer zu verschließenden Öffnung (15)
mit einer Aufnahmerille (14) als Verschlußdeckel aufgesteckten Schneidkappe (7) besteht.
17. Hülsen-, behälter- oder tubenförmiger Hohlkörper aus Kunststoff mit einer Verschlußeinrichtung,
nach einem der Ansprüche 1 - 16,
dadurch gekennzeichnet, daß zumindest die Schneidplatte (19) aus einem starren Kunststoffmaterial hergestellt
ist.
18. Hülsen-, behälter- oder tubenförmiger Hohlkörper aus Kunststoff mit einer Verschlußeinrichtung
nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet, daß die Schneidplatte (19) und/oder die restliche Schneidkappe (7) aus Hostaform
9021 GV 1/30 besteht.
19. Hülsen-, behälter- oder tubenförmiger Hohlkörper aus Kunststoff mit einer Verschlußeinrichtung,
nach einem der Ansprüche 1 - 18,
dadurch gekennzeichnet, daß an der zum Deckelboden (31) gerichteten Innenseite der Schneidplatte (19) eine
zum Führungsnocken (16) oder dem umlaufenden Führungsansatz sich erstreckende Verstärkungsrippe
oder eine breite, seitlich oder zu den Schneiden (20,21) abgeschrägte Materialverstärkung
(36) angelegt ist.