[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Türschließeinrichtung für Kraftwagentüren, welche
vermittels eines insbesondere aus wenigstens einem Tragteil und wenigstens einem Steuerteil
bestehenden Gelenkparallelogrammes derart an der Fahrzeugkarosserie aufgehängt sind,
daß sie beim Öffnen und Schließen eine von einer Querbewegung überlagerte Schwenkbewegung
ausführen und mit einer aus einem vorzugsweise an der Karosserie befestigten Schließbügel
oder Schließbolzen, sowie einer mit diesem zusammenwirkenden eine Fang-bzw. Vorrast-
und eine Schließ-bzw. Hauptraststellung aufweisenden Schloßfalle bestehenden Schließeinrichtung
ausgestattet sind.
[0002] In herkömmlicher Weise als sog. Schlagtüren ausgebildete Kraftwagentüren werden beim
Schließen der Türe üblicherweise mit Schwung zugeschlagen, da beim Schließen der Türe
der hohe Anpressdruck der Dichtung zwischen Tür und Karosserie überwunden werden muß,
bevor die Türe ihre zur Karosserie fluchtende und auch ihre voll eingerastete Schließlage
erreichen kann.
Bei Kraftwagentüren, welche vermittels eines insbesondere aus wenigstens einem Tragteil
und wenigstens einem Steuerteil bestehenden Gelenkparallelogrammes derart an der Fahrzeugkarosserie
aufgehängt sind, daß sie beim Öffnen und Schließen eine von einer Querbewegung überlagerte
Schwenkbewegung ausführen ist es nicht oder nur sehr schwer möglich deren zur Karosserie
fluchtende Lage mittels eines bloßen Zuschlagens der Türe herbeizuführen.
[0003] Für sog. Schlagtüren sind zur Vermeidung der Notwendigkeit eines allzu heftigen Zuschlagens
der Fahrzeugtür bereits Zuzieheinrichtungen bekannt geworden, die gewöhnlich mit einer
Motorkraft angetriebene, eine Fang-bzw.Vorrast- und eine Schließ-bzw. Hauptraststellung
aufweisende Türschloßfallen aufweisen. Dabei erfaßt die Schloßfalle den karosserieseitig
feststehend angeordneten Schließbolzen oder Schließbügel, sobald sich die Türe in
einer ihrer zur Karosserie fluchtenden Schließlage angenäherten Stellung befindet
und wird dann durch den Motor weiter angetrieben, wodurch sie die Türe entgegen dem
Dichtungsdruck in ihre zur Fahrzeugkarosserie fluchtende und verriegelte Schließlage
zieht.
Solche bekannten Bauarten von Zuzieheinrichtungen für als Schlagtüren ausgebildete
Kraftwagentüren sind zum einen mit einem erheblichen Aufwand behaftet, weil sie eines
motorischen Antriebes bedürfen und können zum anderen bei Türen mit überlagerter Schwenkbewegung
ein vollständiges Einrücken der Türe in ihre zur Karosserie fluchtende Schließlage
nicht bewirken, da sie dem Türschloß zugeordnet sind und daher lediglich mit dem einen
Ende des Türkörpers zusammenwirken.
[0004] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde eine einerseits zwar absolut betriebssichere,
andererseits aber auch mit einem geringen technischen und wirtschaftlichen Aufwand
herstell- und montierbare Türschließeinrichtung zu schaffen, welche ein müheloses
einschwenken der Tür in ihre zur Karosserie fluchtende und verriegelte Schließlage
ermöglicht und welche darüberhinaus auch noch ein unbeabsichtigtes Öffnen der nur
unzureichend in die Schließlage eingeschwenkten Türe verhindert.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß im wesentlichen dadurch gelöst, daß an beiden
die Türöffnung in der Fahrzeugkarosserie begrenzenden Türsäulen jeweils ein feststehender
Schließbügel oder Schließbolzen und an beiden Stirnenden der Türe je eine Drehfalle
angeordnet ist, wobei eine erste Drehfalle durch die Schloßfalle eines Türschlosses
gebildet und mit der zweiten Drehfalle in Antriebsverbindung steht, derart, daß die
Schloßfalle die treibende und die andere die geschleppte Drehfalle ist. Diese Anordnung
gestattet es die unmittelbar vor ihrer zur Fahrzeugkarosserie fluchtenden Schließlage
stehende Fahrzeugtüre entgegen dem Dichtungsdruck vermittels der Drehfallen an beiden
Enden und gleichmäßig in ihre zur Fahrzeugkarosserie fluchtende voll eingerastete
Schließstellung zu bringen und ist darüberhinaus in einer rein mechanischen Ausführungsform
mit einem geringstmöglichen Herstellungs-und Montageaufwand realisierbar. Insbesondere
gelangen bei der erfindungsgemäßen Türschließeinrichtung beide Drehfallen mit dem
jeweils zugehörigen Schließbolzen oder Schließbügel in eine einer Fang-oder Vorraststellung
eintsprechende Eingriffslage, sobald die Fahrzeugtüre in eine vor der Türöffnung der
Fahrzeugkarosserie liegende Stellung eingefahren bzw. eingeschwenkt ist. Darüberhinaus
können beide Drehfallen Teile eines Türschlosses sein, dahingehend, daß am hinteren
Ende der Fahrzeugtüre ein Hauptschloß und am vorderen Ende der Türe ein Zweit-oder
Nebenschloß angeordnet ist.
[0006] In einer bevorzugten mechanischen Verwirklichungsform der Erfindung ist vorgesehen,
daß wenigstens die treibende Schloßfalle als Gabelfalle und die andere, insbesondere
die geschleppte Drehfalle als Klinke ausgebildet ist, wobei die beiden Drehfallen
jeweils einen eine Fang- oder Vorraststellung und einen eine Schließ-bzw.Hauptraststellung
der Türe markierenden Eingriffsbereich aufweisen.
[0007] Eine besonders bevorzugte Ausgestaltung besteht dabei darin, daß die die Gabelöffnung
der treibenden Schloßfalle begrenzenden Gabelzinken ungleich lang ausgebildet sind,
wobei der den kürzeren Gabelzinken überragende Bereich des längeren Gabelzinkens die
Vorrast- oder Fangstellung der Fahrzeugtüre markiert, während der kürzere Gabelzinken
mit seiner Rückenfläche die Schließ-bzw. Hauptraststellung der Fahrzeugtüre markiert.
Hierbei ist mindestens der die Schloßfalle bildenden, treibenden Gabelfalle eine sie
sowohl in in der Fang-oder Voraststellung und in der Schließstellung gegen eine Rückdrehbewegung
sichernde, vorzugsweise manuell ausrastbare Sperrklinke zugeordnet, in der Weise,
daß die Gabelfalle und die Sperrklinge einander gegenüberliegend um feststehende Achsen
und gegensinnig schwenkbar gelagert sind, und die Sperrklinke mit dem Gabelende der
Schloßfalle dahingehend zusammenwirkt, daß die Sperrklinke bei in der Fang- oder Vorraststellung
befindlicher Schloßfalle mit dem freien Ende deren längeren Gabelzinkens und bei in
der Schließ-oder Hauptraststellung befindlicher Gabelfalle mit der Rückenfläche deren
kürzeren Gabelzinkens im Eingriff steht.
[0008] Um eine Sicherung der Schloßfalle in ihrer durch die Sperrkinke verriegelten Hauptraststellung
gegen ein unbeabsichtigtes Rückdrehen zu gewährleisten ist dabei zweckmäßigerweise
weiter vorgesehen, daß an der Rückenfläche des kürzeren Gabelzinkens der Schloßfalle
eine Rastnase zur Eingriffssicherung für die Sperrklinke angeordnet ist.
[0009] Diese Sicherung der Schloßfalle in ihrer Hauptraststellung ist insbesondere dort
vorteilhaft, wo weiter vorgesehen ist, die getriebene Drehfalle mit der treibenden
Schloßfalle über wenigstens ein, zumindest Zuggkräfte übertragendes Koppelglied wie
Koppelstange, Drahtzug oder Bowdenzug in Antriebsverbindung steht, da auf diese Weise
beide Drehfallen in ihrer jeweiligen Hauptraststellung verriegelbar sind, selbst wenn,
wie gemäß einemweiteren Merkmal der Erfindung, vorgesehen ist, daß wenigstens die
treibende Schloßfalle in Richtung auf ihre Lösestellung mit einer Federkraft beaufschlagt
ist. Diese Federkraftbeaufschlagung der Schloßfalle hat den Vorteil, daß ein Lösen
der Türverriegelung sowohl aus der Fang-bzw. Vorraststellung als auch aus der Schließ-bzw.
Haupotraststellung allein durch ein Verstellen der Sperrklinke automatisch erreicht
wird und somit die Betätigung in einfachster Weise erfolgen kann.
[0010] Im Hinblick auf den doch sehr erheblichen Dichtungsdruck der Fahrzeugtüre und ferner
auch im Hinblick auf mögliche Reibungsverluste in der Antriebskoppelung der beiden
Drehfallen ist vorteilhafterweise jedoch vorgesehen, daß beide Drehfallen, die treibende
Schloßfalle und die getriebene Drehfalle in Richtung auf ihre Lösestellung mit einer
insbesondere durch jeweils eine gegen den Türkörper abgestützten Zugfeder aufgebrachten
Federkraft beaufschlagt sind. In Verbindung mit der Zuordnung einer in Richtung auf
deren Lösestellung gerichteten Federbelastung wenigstens einer der beiden Drehfallen
ist wenigstens einer der beiden Drehfallen ein ihre Öffnungsendlage begrenzender feststehender
Anschlag zugeordnet.
[0011] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind beide beide Drehfallen jeweils
mit einem einen Hebelarm bildenden Fortsatz ausgestattet und stehen über zwei zueinander
kreuzweise angeordnete Zugglieder, insbesondere Bowdenzüge oder Drahtzüge miteinander
in Antriebsverbindung, wobei jedes Zugglied jeweils den Hebelarm der einen mit dem
Fallenteil der anderen Drehfalle verbindet.
[0012] Abweichend von der vorgenannten Ausführungsform kann in einer einfacheren, weil weniger
Einzelteile benötigenden Ausführungsform aber auch vorgesehen sein, die beiden Drehfallen
über lediglich ein Druck-und Zugkräfte übertragendes Koppelglied miteinander in Antriebsverbindung
stehen, derart daß die Übertragung einer Bewegung in beiden Bewegungsrichtungen durch
das gleiche Koppelungsmittel erfolgt.
[0013] Hinsichtlich der Ausbildung der Betätigungsmittel läßt die erfindungsgemäße Gestaltung
einer Türschließeinrichtung eine große Gestaltungsfreiheit, wobei sich einer erste
und einfachste Ausdildung dadurch ergibt, daß die Sperrklinke mittels eines manuell
betätigbaren Türgriffes verstellbar ist.
Nach einer anderen Ausgestaltungsform der Erfindung ist vorgesehen, daß die Schloßfalle
und/oder die Sperrklinke mittels eines motorischen, insbesondere elektromotorischen
Antriebes von der Fang-oder Vorraststellung und die Hauptrast-oder Schließstellung
bzw. in die Verriegelungs-oder Lösestellung verstellbar ist.
[0014] Schließlich besteht noch eine besondere Ausgestaltungsform der Erfindung darin, daß
wenigstens der der Schloßfalle zugeordnete Schließbolzen bzw. Schließbügel in einer
vertikalen Führung verschiebbar an der Türsäule gehalten und vermittels eines motorischen,
insbesondere elektromotorischen, Antriebes aus einer Fang-oder Vorraststellung der
Gabelfalle in eine der Hauptrast-oder Schließstellung der Gabelfalle entsprechende
Lage und umgekehrt verstellbar ist.
[0015] Die Erfindung ist in der nachfolgenden Beispielsbeschreibung anhand einiger in der
Zeichnung dargestellter Ausführungsbeispiele im Einzelnen beschrieben.
In der Zeichnung zeigt die
- Figur 1
- eine schematische Darstellung einer ersten Ausführungform einer Türschließeinrichtung
in Vorrast- und Hauptraststellung;
- Figur 2
- eine ebenfalls schematische Darstellung einer gegenüber derjenigen nach Figur 1 erweiterten
Ausführungform einer Türschließeinrichtung in Vorrast- und Hauptraststellung;
- Figur 3
- eine gleichfalls schematische Darstellung einer zweiten Ausführungform einer Türschließeinrichtung
in Ausgangslage, Vorrast- und Hauptraststellung;
- Figur 4
- eine schematische Darstellung einer hilfskraftbetriebenen Ausführungform einer Türschließeinrichtung
in Vorrast- und Hauptraststellung;
- Figur 5
- eine Variante zur Ausführungsform nach Figur 4.
[0016] Das in der Zeichnung dargestellte Ausführungsbeispiel geht von einer im Einzelnen
nicht gezeigten, vermittels eines aus wenigstens einem Tragteil und wenigstens einem
Steuerteil bestehenden Gelenkparallelogrammes an einer ihrerseits gleichfalls nicht
im Einzelnen gezeigten Fahrzeugkarosserie angeschlagenen Kraftwagentür, welche dieser
Anlenkungscharakteristik entsprechend im Verlauf sowohl ihrer Öffnungs-als auch ihrer
Schließbewegung eine von einer Querbewegung überlagerte Schwenkbewegung ausführt,
aus, wobei an den beiden eine Türöffnung in der Fahrzeugkarosserie begrenzenden Türsäulen
jeweils ein feststehender Schließbolzen 1 bzw. 2 angeordnet ist. Türseitig ist im
Bereich des vorderen Endes der Fahrzeugtüre eine erste Drehfalle 3 und im Bereich
des hinteren Endes der Fahrzeugtüre eine zweite Drehfalle 4 jeweils um eine feststehende
und quer zur Schwenkachse der Fahrzeugtüre ausgerichtete Achse 5 bzw. 6 schwenkbar
angelenkt. Dabei ist die erste Drehfalle 3 als Gabelfalle ausgebildet und bildet gleichzeitig
die Schloßfalle des Türschlosses, während die zweite Drehfalle 4 als Klinke ausgebildet
ist. Die beiden Drehfallen 3 und 4 stehen über Drahtzüge 60 und 7 in einer zwangsweisen
gegenseitigen Antriebsverbindung, wobei die Schloßfalle 3 die treibende und die Drehfalle
4 die geschleppte Drehfalle ist. Zur Herstellung günstiger Kraftverhältnisse sind
dabei ferner beide Drehfallen mit einem einen Hebelarm bildenden Fortsatz 8 versehen
und greifen die kreuzweise angeordneten Drahtzüge jeweils einerseits am Hebelarm 8
der einen und am Fallenteil 9 bzw. 10 der anderen Drehfalle 3 bzw. 4 an, derart, daß
die Drehfalle 4 bei einer Schwenkbewegung der die Schloßfalle bildenden Drehfalle
3 zwangsweise synchron und gleichsinnig verstellt wird. Die die Schloßfalle bildende
Gabelfalle 3 weist zwei ungleich lange Gabelzinken 11 und 12 auf, wobei der erste
längere Gabelzinken 11 bereits bei in einer zu ihrer Schließlage parallelen vor der
Türöffnung der Fahrzeugkarosserie liegenden Stellung der Fahrzeugtüre mit dem zugehörigen
Schließbolzen 1 in Anlage kommt und in dieser Stellung die Vorraststellung einnimmt.
Gleichzeitig damit kommt aber auch der an der anderen Türsäule angeordnete Schließbolzen
2 mit dem Klinkenbereich der zweiten Drehfalle in Eingriff, wobei die Klinke so gestaltet
ist, daß der Schließbolzen hierbei nur mit einem einen Vorrastbereich markierenden
Teil der Klinke 4 in Anlage gelangt. Im Verlauf der weiteren Zuziehbewegung der Fahrzeugtüre
gelangt dann die die Schloßfalle bildende Drehfalle 3 in eine Hauptrast-oder Schließstellung
und schleppt dabei aufgrund ihrer Koppelung mit dieser auch die zweite Drehfalle 4
in eine Verriegelungsstellung. Zugleich mit dieser weiteren Schwenkbewegung der beiden
Drehfallen 3 und 4 wird die Fahrzeugtüre entgegen dem Dichtungsdruck in ihre zur Fahrzeugkarosserie
fluchtende und verriegelte Schließendlage gezogen. Der zweiten Drehfalle 4 ist bei
dem in der Figur 1 dargestellten Ausführungsbeispiel eine Zugfeder 13 zugeordnet,
welche die Drehfalle 4 und infolge deren Koppelung mit dieser auch die die Schloßfalle
bildende Drehfalle 3 in Richtung auf ihre Freigabestellung beaufschlagt. Bei dem in
der Figur 2 gezeigten Ausführungsbeispiel hingegen ist sowohl der ersten, die Schloßfalle
bildenden Drehfalle 3 als auch der zweiten Drehfalle 4 jeweils eine eigene in Richtung
auf ihre Freigabestellung wirkende Zugfeder 13 bzw. 14 zugeordnet. Wenigstens der
die Schloßfalle bildenden Drehfalle 3 ist dabei ein ihre Schwenkbeweglichkeit in Richtung
Freigabestellung begrenzender, am Türkörper feststehend angeordneter Anschlag 20 zugeordnet,
wobei dieser Anschlag 20 mit dem an die Drehfalle 3 angeschlossenen Hebelarm 8 zusammenwirkt.
In den abgewandelten Ausführungsformen ist auch der zweiten Drehfalle 4 jeweils ein
ihre Schwenkbeweglichkeit in Richtung freigabestellung begrenzender Anschlag 20 zugeordnet,
wobei dieser Anschlag 20 mit dem Fallenteil der Drehfalle 4 zusammenwirkt.
[0017] Bei der in der Figur 3 dargestellten Ausfürhungsform ist die Lage der beiden Drehfallen
3 und 4 zunächst in der Vorrast-bzw. Fangstellung durch eine Sperrklinke 15 gegen
eine Rückdrehung gesichert, welche der die Schloßfalle bildenden als Gabelfalle ausgebildeten
Drehfalle 3 gegenüberliegend und zu dieser gegensinnig drehbar an einer feststehenden
Achse 16 gelagert ist und bei in der Fang- oder Vorraststellung befindlichen Drehfallen
3 und 4 mit dem freien Ende des längeren Gabelzinkens 11 formschlüssig zusammenwirkt.
Beim Einfahren der Fahrzeugtüre in ihre zur Fahrzeugkarosserie fluchtende Schließlage
und der damit einhergehenden weiteren Verschwenkbewegung der Schloßfalle 3 gelangt
dann die Sperrklinke 15 mit der Rückenfläche 17 des kürzeren zweiten Gabelzinkens
12 der die Schloßfalle bildenden Gabelfalle 3 in formschlüssigen Eingriff und sichert
nunmehr die beiden Drehfallen 3 und 4 in ihrer Hauptraststellung. An der Rückenfläche
17 des kürzeren Gabelzinkens 12 ist ferner eine Nase 18 vorgesehen, die ein unbeabsichtigtes
Ausrasten der Sperrklinke 15, z.B. unter der Wirkung von Erschütterungen infolge des
Fahrbetriebes verhindert. Wie insbesondere aus der Darstellung der Figur 3 ersichtlich
kann die Sperrklinke 15 zwecks gewollter Freigabe der Fahrzeugtüre, insbesondere zum
Öffnen derselben, mit einem Türgriff oder dergl. Auslösegriff 21 gekoppelt sein.
[0018] Bei der in den Figuren 4 und 5 dargestellten Ausführungsform ist der der als Gabelfalle
ausgebildeten Schloßfalle 3 zugeordnete Schließbolzen 1a vermittels eines in der Zeichnung
nicht besonders dargestellten motorischen Antriebes entlang einer in der Türsäule
vorgesehenen vertikalen Schlitzführung in vertikaler Richtung verstellbar, derart,
daß mittels einer abwärts gerichteten vertikalen Verstellung des Schließbolzens 1a
die als Gabelfalle ausgebildete Schloßfalle 3 aus der Fang-oder Vorraststellung in
die Schließ-oder Hauptraststellung bewegt wird. Infolge ihrer zwangsweisen Antriebskoppelung
mit der Schloßfalle 3 wird dabei auch die zweite Drehfalle 4 entsprechend verstellt.
Bei einer umgekehrten Verstellung des Schließbolzens 1a werden die beiden Drehfallen
3 und 4 wieder in ihre Fang-oder Vorraststellung zurückbewegt.
Abweichend von der in der Figur 4 dargestellten Ausführungsform ist bei der in der
Figur 5 dargestellten Ausführungsform vorgesehen, daß nicht nur der die Schloßfalle
bildenden Drehfalle 3 sondern auch der zweiten Drehfalle 4 eine in Richtung auf ihre
Freigabestellung wirkende Rückzugsfeder 13 bzw. 14 zugeordnet ist.
1. Türschließeinrichtung für Kraftwagentüren, welche vermittels eines insbesondere aus
wenigstens einem Tragteil und wenigstens einem Steuerteil bestehenden Gelenkparallelogrammes
derart an der Fahrzeugkarosserie aufgehängt sind, daß sie beim Öffnen und Schließen
eine von einer Querbewegung überlagerte Schwenkbewegung ausführen und mit einer aus
einem vorzugsweise an der Karosserie befestigten Schließbügel oder Schließbolzen,
sowie einer mit diesem zusammenwirkenden eine Vorrast- und eine Hauptraststellung
aufweisenden Schloßfalle bestehenden Schließeinrichtung ausgestattet sind, dadurch
gekennzeichnet, daß an beiden die Türöffnung in der Fahrzeugkarosserie begrenzenden
Türsäulen jeweils ein feststehender Schließbügel oder Schließbolzen und an beiden
Stirnenden der Türe je eine Drehfalle angeordnet ist, wobei eine erste Drehfalle durch
die Schloßfalle eines Türschlosses gebildet und mit der zweiten Drehfalle in Antriebsverbindung
steht, derart, daß die Schloßfalle die treibende und die andere die geschleppte Drehfalle
ist.
2. Türschließeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens die
treibende Schloßfalle als Gabelfalle und die andere, insbesondere die geschleppte
Drehfalle als Klinke ausgebildet ist.
3. Türschließeinrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden
Drehfallen jeweils einen eine Fang- oder Vorraststellung und einen eine Schließ-bzw.Verriegelungsstellung
der Türe markierenden Eingriffsbereich aufweisen.
4. Türschließeinrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die die Gabelöffnung
der treibenden Schloßfalle begrenzenden Gabelzinken ungleich lang ausgebildet sind,
wobei der den kürzeren Gabelzinken überragende Bereich des längeren Gabelzinkens die
Vorrast- oder Fangstellung der Türe markiert.
5. Türschließeinrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens
der Gabelfalle eine sie sowohl in in der Fang-oder Voraststellung und in der Schließstellung
gegen eine Rückdrehbewegung sichernde, insbesondere manuell ausrastbare Sperrklinke
zugeordnet ist.
6. Türschließeinrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Gabelfalle
und die Sperrklinge einander gegenüberliegend um feststehende Achsen und gegensinnig
schwenkbar gelagert sind, und die Sperrklinke mit dem Gabelende der Schloßfalle zusammenwirkt.
7. Türschließeinrichtung nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrklinke
bei in der Fang- oder Vorraststellung befindlicher Schloßfalle mit dem freien Ende
deren längeren Gabelzinkens und bei in der Schließ-oder Hauptraststellung befindlicher
Gabelfalle mit der Rückenfläche deren kürzeren Gabelzinkens im Eingriff steht.
8. Türschließeinrichtung nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß an der Rückenfläche
des kürzeren Gabelzinkens der Schloßfalle eine Rastnase zur Eingriffssicherung für
die Sperrklinke angeordnet ist.
9. Türschließeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß
die getriebene Drehfalle mit der treibenden Schloßfalle über wenigstens ein, zumindest
Zuggkräfte übertragendes Koppelglied wie Koppelstange, Drahtzug oder Bowdenzug in
Antriebsverbindung steht.
10. Türschließeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß
wenigstens die treibende Schloßfalle in Richtung auf ihre Lösestellung mit einer Federkraft
beaufschlagt ist.
11. Türschließeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß
beide Drehfallen, die treibende Schloßfalle und die getriebene Drehfalle in Richtung
auf ihre Lösestellung mit einer insbesondere durch eine Zugfeder aufgebrachten Federkraft
beaufschlagt sind.
12. Türschließeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß
in Verbindung die der Anordnung einer Federbelastung wenigstens einer der beiden Drehfallen
ein ihre Öffnungsendlage begrenzender feststehender Anschlag zugeordnet ist.
13. Türschließeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß
beide Drehfallen jeweils mit einem einen Hebelarm bildenden Fortsatz ausgestatet und
über zwei zueinander kreuzweise angeordnete Zugglieder, insbesondere Bowdenzüge oder
Drahtzüge miteinander in Antriebsverbindung stehen, wobei jedes Zugglied jeweils den
Hebelarm der einen mit dem Fallenteil der anderen Drehfalle verbindet.
14. Türschließeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß
die beiden Drehfallen über lediglich ein Druck und Zugkräfte übertragendes Koppelglied
miteinander in Antriebsverbindung stehen.
15. Türschließeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß
die Sperrklinke mittels eines manuell betätigbaren Türgriffes verstellbar ist.
16. Türschließeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß
die Schloßfalle oder die Sperrklinke mittels eines motorischen, insbesondere elektromotorischen
Antriebes von der Fang-oder Vorraststellung und die Hauptrast-oder Schließstellung
verstellbar ist.
17. Türschließeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß
der Schließbolzen bzw. der Schließbügel in einer vertikalen Führung verschiebbar an
der Türsäule gehalten und vermittels eines motorischen, insbesondere elektromotorischen,
Antriebes aus einer der Fang-oder Vorraststellung der Gabelfalle in eine der Hauptrast-oder
Schließstellung der Gabelfalle entsprechende Lage verstellbar ist.