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EP 0 613 161 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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27.11.1996 Patentblatt 1996/48 |
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Anmeldetag: 18.02.1994 |
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Tastatur mit wenigstens einer Doppeltaste
Keyboard with at least one double key
Clavier avec au moins une touche double
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE ES FR GB IT LI NL SE |
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Priorität: |
26.02.1993 DE 4306046
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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31.08.1994 Patentblatt 1994/35 |
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Patentinhaber: Siemens Nixdorf
Informationssysteme Aktiengesellschaft |
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33102 Paderborn (DE) |
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Erfinder: |
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- Gut, Bernhard, Dipl.-Ing. (FH)
D-86551 Aichach (DE)
- Dubois, Dieter, Dipl.-Ing. (FH)
D-86199 Augsburg (DE)
- Wandinger, Franz, Dipl.-Ing. (FH)
D-81825 München (DE)
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Vertreter: Fuchs, Franz-Josef, Dr.-Ing. et al |
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Postfach 22 13 17 80503 München 80503 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 087 369 DE-A- 3 433 743
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EP-A- 0 267 541
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Tastatur gemäß den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs
1.
[0002] Bei bekannten Tastaturen sind vorzugsweise am Rand des alphanumerischen Tastenfeldes
Sondertasten angeordnet, die sich durch ihre größere Tastenkappenfläche von den üblichen
Einzeltasten unterscheiden. Durch diese Maßnahme wird für den Benutzer der Tastatur
sofort erkennbar, daß mit den größer gestalteten Tasten Sonderfunktionen ausgelöst
werden können. Aber auch häufig benützte Tasten, wie z.B. die Leerzeichentaste, werden
großflächig ausgeführt, weil dadurch die Betätigung dieser Taste wesentlich erleichtert
wird.
[0003] Sehr häufig weisen derartige Sondertasten eine mehrere nebeneinander angeordneten
Einzeltasten entsprechende Länge auf, damit das durch die Einzeltasten vorgegebene
Rastermaß eingehalten wird.
[0004] Diese auch als Mehrfachtasten bezeichneten Sondertasten unterscheiden sich von den
Einzeltasten im allgemeinen durch eine, ausgehend vom mittig angeordneten Tastenstößel,
beidseitig symmetrisch verlängerte Tastenkappe. Um bei einer außermittigen Betätigung
einer derartigen Mehrfachtaste ein Kippen der Tastenkappe und damit ein Verkanten
des Stößels in seiner Führung zu unterbinden, ist es beispielsweise aus der DE-A 34
33 743 bekannt, die Tastenkappe zusätzlich an beiden Enden über spezielle Ausgleichsbügel
zu stützen.
[0005] Es sind auch bereits Mehrfachtasten mit, bezogen auf die Tastenkappe, asymmetrischer
Funktionstaste bekannt, bei denen auf den Ausgleichsbügel verzichtet wird. Bei derartigen
Mehrfachtasten, beispielsweise Doppeltasten, wird der zweite, nicht genutzte Führungsdom
in die Tastenführung mit einbezogen, derart, daß in diesem zweiten Führungsdom ein
mit axialen Führungssstegen versehener Hilfsstößel geführt wird. Dabei kann jedoch
auch hier nicht ausgeschlossen werden, daß Tastenstößel und Hilfsstößel bei einer
außermittigen Betätigung der Doppeltaste verkanten, so daß die einwandfreie Funktion
dieser Doppeltaste nicht immer gewährleistet ist.
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine in einer Tastatur
der eingangs genannten Art verwendete Doppeltaste so auszubilden, daß auch bei außermittiger
Betätigung der Tastenkappe ein Verklemmen der Taste mit hoher Wahrscheinlichkeit verhindert
werden kann.
[0007] Die Lösung dieser Aufgabe ergibt sich erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale
des Anspruchs 1. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
angegeben.
[0008] Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung näher
erläutert. Dabei zeigen
Figur 1,2 einen Ausschnitt aus dem Gehäuseoberteil einer Tastatur im Bereich einer
Doppeltaste in Vorderansicht und in Draufsicht,
Figuren 3,4 die Ansichten aus Figur 1 und 2 einschließlich der erfindungswesentlichen
Komponenten der Doppeltaste.
[0009] Die Figuren 1 und 2 zeigen einen Ausschnitt aus einem Tastaturgehäuse im Bereich
einer Doppeltaste. Sie zeigen zwei Führungsdome 1,2 eines auf einem Gehäuseoberteil
3 vorgesehenen Tastenfeldes mit mehreren Einzel-, Doppel- und Mehrfachtasten. Die
beiden Führungsdome 1,2 sind einer in der Zeichnung nicht dargestellten Doppeltaste
zugeordnet, deren Tastenkappe die beiden Führungsdome 1,2 überdeckt. In einem der
beiden Führungsdome 1,2, beispielsweise im Führungsdom 1, ist der einzige Tastenstößel
der Doppeltaste geführt. Der zweite Führungsdom 2 bleibt deshalb leer und ohne Funktion.
Zwischen den beiden Führungsdomen 1,2 ist eine im Gehäuseoberteil 3 etwa rechteckförmige
Aussparung 4 vorgesehen, die teils von den einander zugewandten Seitenflächen im Sockelbereich
der beiden Führungsdome, teils von senkrecht dazu stehenden Querwänden 5,6 begrenzt
wird. Diese derart eingerahmte Aussparung 4 bildet das Gegenelement für ein an der
Tastenkappe befestigtes und zwischen die Führungsdome 1,2 eintauchendes Führungselement.
Schmale, in Steckrichtung des Führungselements verlaufende Stege 7,8, die sowohl an
den Seitenflächen der Führungsdome 1,2 als auch an den Querwänden 5,6 vorgesehen sind
und die etwas in die Aussparung 4 hineinragen, sorgen für eine geringe Reibung zwischen
Führungselement und Gegenelement. Dieser geringe Reibungseffekt wird zusätzlich noch
durch die Verwendung von gut gleitendem Material für das Führungselement, das ebenfalls
Gleitstege aufweisen kann unterstützt. An den einander zugewandten Seiten der Führungsdome
1,2 sind je zwei Führungsnuten 9 vorgesehen, in die laschenartige Stützelemente des
Führungselements eingreifen, wodurch die exakte Führung der Doppeltaste zusätzlich
unterstützt wird.
[0010] Einzelheiten des im Zusammenhang mit den Figuren 1 und 2 bereits erwähnten Führungselements
sind den Figuren 3 und 4 entnehmbar. Sie zeigen das als Vierkant-Hohlprofil ausgebildete
Führungselement 10, das an der auf beide Führungsdome 1,2 übergreifenden Tastenkappe
11 befestigt ist. Die Figur 3 zeigt aus Gründen der besseren Übersichtlichkeit nur
einen Teil der Tastenkappe 11 und zwar nur den mittleren Bereich, an welchem das Führungselement
10 befestigt ist. Der ebenfalls an der Tastenkappe 11 befestigte Tastenstößel für
den Führungsdom 1 ist ebenfalls nicht dargestellt. An den beiden Schmalseiten des
als Vierkant-Hohlprofil ausgebildeten Führungselements 10 sind seitlich abstehende,
laschenartige Stützelemente 12 vorgesehen, die mit ihren freien Enden in die Führungsnuten
9 der beiden Führungsdome 1 und 2 eingreifen. Wie die Figur 4 zeigt, bildet das Vierkantprofil
zusammen mit dem Stützelement 12 eine symmetrische Anordnung, die einen einem Doppel-T-Träger
ähnlichen Querschnitt aufweist. Durch die zweifache Führung des in der Tastenmitte
angeordneten Führungselementes 10, einerseits mittels der Stützelemente 12 an den
beiden Führungsdomen 1,2 und andererseits in der Aussparung 4 wird sichergestellt,
daß der asymmetrisch angeordnete Tastenstößel der Doppeltaste selbst bei außermittiger
Betätigung der Tastenkappe nicht verkanten kann.
1. Tastatur mit einer Vielzahl von auf einem Gehäuseoberteil in Führungsdomen (1,2) federnd
bewegbaren Tastenstößeln, die mit die Führungsdome übergreifenden Tastenkappen (11)
verbunden sind, wobei wenigstens eine Tastenkappe (11), deren Tastenstößel einem Führungsdom
(1,2) zugeordnet ist, derart vergrößert ist, daß sie als Doppeltaste zwei Führungsdome
(1,2) überdeckt,
dadurch gekennzeichnet, daß an der Tastenkappe (11) der Doppeltaste ein in den Raum zwischen zwei Führungsdomen
(1,2) eintauchendes stiftförmiges Führungselement (10) befestigt ist, das sowohl an
den beiden Führungsdomen als auch in einem zwischen den beiden Führungsdomen vorgesehenen
Gegenelement am Gehäuseoberteil (3) geführt ist.
2. Tastatur nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß am stiftförmigen Führungselement (10) in Richtung der beiden Führungsdome (1,2)
seitlich abstehende laschenartige Stützmittel (12) vorgesehen sind, die jeweils in
Führungsnuten (9) in den beiden Führungsdomen (1,2) eingreifen.
3. Tastatur nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß das am Gehäuseoberteil (3) vorgesehene Gegenelement aus einer lochartigen Aussparung
(4) besteht, die teils von den einander zugewandten Seitenflächen der beiden Führungsdome
(1,2), teils von senkrecht dazu stehenden Querwänden (5,6) umrahmt ist.
4. Tastatur nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß an den Seitenflächen der Führungsdome (1,2), an den Querwänden (5,6) der Aussparung
(4) und/oder am stiftförmigen Führungselement (10) jeweils Gleitstege (7,8) vorgesehen
sind.
5. Tastatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das Führungselement (10) als Vierkant-Hohlprofil ausgebildet ist.
6. Tastatur nach einem der Ansprüche 2 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die laschenartigen Stützelemente (12) zusammen mit dem Vierkant-Hohlprofil die
Form eines Doppel-T bilden.
7. Tastatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das stiftförmige Führungselement aus einem gut gleitenden Material besteht.
1. Keyboard having a multiplicity of key plungers which can be moved resiliently in guide
domes (1, 2) on a housing top part and are connected to key caps (11) engaging over
the guide domes, at least one key cap (11), the key plunger of which is assigned to
a guide dome (1, 2), being enlarged in such a way that it covers two guide domes (1,
2) as a double key, characterized in that a guide element (10) in the form of a pin
is fastened to the key cap (11) of the double key, which guide element (10) descends
into the space between two guide domes (1, 2) and is guided both on the two guide
domes and in a mating element, provided between the two guide domes, on the housing
top part (3).
2. Keyboard according to Claim 1, characterized in that lug-like supporting means (12),
which project laterally in the direction of the two guide domes (1, 2) and each engage
in guide grooves (9) in the two guide domes (1, 2), are provided on the guide element
(10) in the form of a pin.
3. Keyboard according to Claim 1 or 2, characterized in that the mating element provided
on the housing top part (3) is composed of a hole-like recess (4), which is framed
partly by the mutually facing side surfaces of the two guide domes (1, 2) and partly
by transverse walls (5, 6) which are perpendicular with respect thereto.
4. Keyboard according to Claim 3, characterized in that sliding webs (7, 8) are provided
in each case on the side surfaces of the guide domes (1, 2), on the transverse walls
(5, 6) of the recess (4) and/or on the guide element (10) in the form of a pin.
5. Keyboard according to one of the preceding claims, characterized in that the guide
element (10) is designed as a rectangular hollow profile.
6. Keyboard according to one of Claims 2 to 5, characterized in that the lug-like supporting
elements (12) together with the rectangular hollow profile form the shape of a double
T.
7. Keyboard according to one of the preceding claims, characterized in that the guide
element in the form of a pin is composed of a material which slides well.
1. Clavier comportant une pluralité de tiges-poussoirs de touche, élastiquement mobiles
dans des dômes de guidage (1, 2) sur une partie supérieure de bâti et reliées à des
capuchons de touche (11), qui recouvrent les dômes de guidage, dans lequel au moins
un capuchon de touche (11), dont la tige-poussoir de touche est associée à un dôme
de guidage (1, 2), est agrandi de telle manière qu'il recouvre deux dômes de guidage
(1, 2), en tant que touche double,
caractérisé par le fait qu'un élément de guidage (10), en forme de tige passant
dans l'espace compris entre deux dômes de guidage (1, 2), est fixé au capuchon de
touche (11) de la touche double et qu'il est guidé aussi bien sur les deux dômes de
guidage qu'à la partie supérieure de bâti (3) dans un élément antagoniste, prévu entre
les deux dômes de guidage.
2. Clavier selon la revendication 1,
caractérisé par le fait qu'il est prévu, sur l'élément de guidage (10) en forme
de tige, des moyens de support (12) en forme de languette faisant saillie latéralement
en direction des deux dômes de guidage (1, 2) et qui pénètrent respectivement dans
des rainures de guidage (9) ménagées dans les deux dômes de guidage (1, 2).
3. Clavier selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé par le fait que l'élément antagoniste, prévu à la partie supérieure
de bâti (3), consiste en un évidement (4) du type trou, qui est encadré en partie
par les faces latérales, tournées l'une vers l'autre, des deux dômes de guidage (1,
2) et en partie par des parois transversales (5, 6) qui s'étendent perpendiculairement
à ces faces.
4. Clavier selon la revendication 3,
caractérisé par le fait qu'il est prévu sur les faces latérales des dômes de guidage
(1, 2), sur les parois transversales (5, 6) de l'évidement (4) et/ou sur l'élément
de guidage (10) en forme de tige, respectivement des barrettes à glissement (7, 8).
5. Clavier selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par le fait que l'élément de guidage (10) est réalisé sous la forme
d'un profilé creux à quatre pans.
6. Clavier selon l'une des revendications 2 à 5,
caractérisé par le fait que les éléments d'appui (12) en forme de languette se
présentent, en association avec le profilé creux à quatre pans, sous la forme d'un
double T.
7. Clavier selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par le fait que l'élément de guidage en forme de tige est en un matériau
glissant bien.
