[0001] Die Erfindung betrifft eine Montageliege mit einem durch Rollen getragenen umlaufend
geschlossenen Rohrrahmen, der über eine Teillänge abgewinkelt ist und auf mit dem
Rohrrahmen fest verbundenen Querstreben eine Körperauflage und Kopfauflage mit Abstand
zum Rohrrahmen fest trägt.
[0002] Bei einer bekannten Montageliege (Gm 92 08 615) sind die Körperauflage und die Kopfauflage
mit relativ großem Abstand voneinander auf den Querstreben des Rohrrahmens angeordnet.
Dies bringt als Nachteil, daß zwischen Körperauflage und Kopfauflage eine Kaminwirkung
mit Bodenzugluft entsteht, die auf den aufliegenden Benutzer auftrifft. Hierdurch
ist der Benutzer behindert und gesundheitlich beeinträchtigt. Außerdem stößt der Benutzer
der bekannten Montageliege bei Lageänderungen auf der Montageliege an eine oberhalb
der Kopfauflage am Rohrrahmen ausgebildete Schweißnaht an, die bei der Herstellung
des Rohrrahmens anfällt und verletzt sich an dieser.
[0003] Es ist Aufgabe der Erfindung Maßnahmen zum Schutze gegen Bodenzugluft und zum verletzungsfreien
Gebrauch der Montageliege zu schaffen.
[0004] Der Erfindung gemäß ist diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Körperauflage und die
Kopfauflage mit den einander zugewandten Randflächen aneinander anstoßend ausgebildet
sind und gemeinsam eine durchgehende Auflagefläche für den Körper und den Kopf des
Benutzers bilden. Durch den Fortfall von Abständen oder Spalten zwischen den beiden
Auflagen ist die Bildung einer gegen den Benutzer geführten Kaminwirkung durch Bodenzugluft
ausgeschlossen, so daß mit der Montageliege ein behinderungsfreies und gegen Gesundheitsschäden
freies Arbeiten ermöglicht ist.
[0005] Es versteht sich, daß die Körperauflage und die Kopfauflage mit gleichen Dicken und/oder
Breiten ausgebildet sein können. Es ist auch möglich, die Kopfauflage mit größerer
Dicke oder Breite als die Körperauflage auszuführen. Schließlich ist auch denkbar,
die Kopfauflage in der Breite kleiner als die Breite der Körperauflage zu gestalten.
Letztlich ist auch denkbar die Körperauflage und die Kopfauflage einstückig auszubilden.
[0006] In Ausgestaltung der Montageliege ist vorgesehen, daß die Körperauflage und die Kopfauflage
durch plattenförmige Trägerkörper aus wasser-, kraft- und schmierstoffresistenten
Werkstoffen, z.B. Schicht- bzw. Siebholz mit auf den Trägerkörpern aufgelegten druckstabilen
Isolierstoffmatten, insbesondere aus einem FCKW-freien Werkstoff und einem über den
Isolierstoffmatten und den Trägerkörpern greifenden, unterseitig an den Trägerkörpern
fixierten Bezüge gebildet sind. Als zweckmäßig hat sich erwiesen, wenn die Bezüge
aus schwer entflammbaren, benzin- und ölfesten Werkstoffen gebildet sind. Abgesehen
davon, daß diese Werkstoffe einen Sicherheitseffekt gegen Verbrennungen für den Benutzer
erbringen, besteht auch die Möglichkeit zur problemlosen Reinigung, z.B. vermittels
Dampfstrahlern. Bevorzugt können die Bezüge durch einen Karbonfaserwerkstoff gebildet
sein.
[0007] In weiterer Ausgestaltung ist vorgesehen, den Rohrrahmen aus einem geraden Rohrabschnitt
zu biegen und die beiden stirnseitigen Enden des Rohrabschnitts miteinander durch
Kleben aneinander gleichachsig festzulegen. Es besteht aber auch die Möglichkeit,
den aus einem geraden Rohrabschnitt biegbaren Rohrrahmen an den beiden stirnseitigen
Enden des Rohrabschnitts durch Materialverschmelzung, z.B. Schweißen oder Löten, miteinander
fest zu verbinden, wobei bevorzugt die Verbindungsstelle an dem der Kopfauflage abgewandten
Ende am Rohrrahmen ausgebildet ist. Bei letztgenannter Ausführung ist ein Anstoßen
des Kopfes des Benutzers an durch Schweißnähte hergeleiteten Verdickungen ausgeschlossen,
wodurch eine verletzungsfreie Benutzung der Montageliege sicher gewährleistet ist.
Eine besonders ergonomische Gestaltung der Montageliege ist noch dadurch erreichbar,
wenn der Neigungswinkel der Kopfauflage zur Ebene der Körperauflage etwa 20° Grad
beträgt. Der vorgeschlagene Neigungswinkel erlaubt längere Benutzungen der Montageliege
ohne Ermüdungserscheinungen für den Benutzer.
[0008] Schließlich ist noch vorgesehen, die als Träger der Auflagen dienenden Querstreben
durch Flachstreifen aus einem metallischen Werkstoff zu bilden und mit dem Rohrrahmen
fest, z.B. Schweißen, Kleben, Löten, zu verbinden. Es besteht aber auch die Möglichkeit,
die Querstreben durch aus Flachstreifen geprägten Formteilen zu erstellen, wobei die
Prägungen in den Flachstreifen zur Stabilisation auch von dünnen Flachstreifen vorteilhaft
beitragen.
[0009] Fernerhin kann der Rohrrahmen zur leichten Handhabung der Montageliege durch frei
lenkbare Kugel- oder Walzenrollen getragen sein. Hierbei können die Kugel- oder Walzenrollen
aus einem insbesondere säurefesten, benzin- und ölfesten Werkstoff gebildet sein.
Die Verwendung von Kugel- oder Walzenrollen ergibt vorteilhaft niedrige Bauhöhen für
die Montageliege, wodurch der Arbeitsbereich unter der Arbeitsfläche vorteilhaft erweitert
ist.
[0010] Außerdem ist noch vorgesehen, durch unterschiedliche Anordnung der Querstreben am
Rohrrahmen verschiedene Arbeitshöhen für die Körperauflage und die Kopfauflage zu
schaffen. Hierzu können die Querstreben unterhalb, in der Längsmittelebene oder oberhalb
der Längsmittelebene des Rohrrahmens fest am Rohrrahmen angreifen. Es versteht sich,
daß als Werkstoff für den Rohrrahmen und Querstegen beliebig geeignete Werkstoffe,
insbesondere metallische Werkstoffe, wie Aluminium in Anwendung gebracht werden können.
Es ist aber auch denkbar den Rohrrahmen und die Querstege durch einen geeigneten Kunststoff
zu erstellen.
[0011] Die Erfindung ist anhand eines Ausführungsbeispiels in der Zeichnung verdeutlicht.
Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Montageliege in Seitenansicht,
- Fig. 2
- eine Montageliege der Fig. 1 in Draufsicht,
- Fig. 3
- eine weitere Montageliege in Seitenansicht,
- Fig. 4
- eine Montageliege in Vorderansicht,
- Fig. 5
- ein Teilstück einer Montageliege teilweise im Schnitt, vergrößert,
- Fig. 6
- einen Teilschnitt einer Montageliege mit geprägter Querstrebe, vergrößert,
- Fig. 7
- einen weiteren Teilschnitt einer Montageliege mit geprägter Querstrebe, vergrößert
und
- Fig. 8
- einen Schnitt nach der Linie VI-VI der Fig. 7.
[0012] Die Montageliege weist einen umlaufend in sich geschlossenen Rohrrahmen 1 aus einem
metallischen Werkstoff, z.B. Aluminium, auf. Der Rohrrahmen 1 ist durch frei verschwenkbare
Rollen- oder Walzenkörper 2 getragen, die unterseitig an mit dem Rohrrahmen 1 fest
verbundenen Querstreben 3 und 4 frei drehbar angeordnet sind. Mit 5 ist eine weitere
Querstrebe bezeichnet, die an einem abgewinkelten Teil 1' (Fig. 1 und 3) des Rohrrahmens
1 fest angreift. Die Querstreben 3 und 4 tragen eine Körperauflage 6 und die Querstrebe
5 trägt eine Kopfauflage 7. Die Körperauflage 6 und die Kopfauflage 7 sind im Bereich
ihrer einander zugewandten Randflächen 6',7' aneinander anstoßend ausgebildet und
bilden so eine durchgehende Auflagefläche für den Körper und den Kopf des Benutzers.
Die Körperauflage 6 und die Kopfauflage 7 sind beim Ausführungsbeispiel der Fig. 1
bis 4 mit jeweils gleichen Breiten ausgeführt, weisen jedoch verschieden große Dicken
auf. Es versteht sich, daß die Körperauflage 6 und Kopfauflage 7 beliebig, z.B. verschiedene
Breiten oder gleiche Dicken aufweisen können. Vermittels des Rohrrahmens 1 ist die
Montageliege rundum erfaßbar und auf Bodenflächen verschiebbar. Die Walzenkörper 2
tragen dabei vorteihaft zur Verringerung der Bauhöhe der Montageliege bei.
[0013] Die Körperauflage 6 und die Kopfauflage7 sind, wie dies insbesondere die Fig. 3 und
5 erkennen lassen, jeweils aus einem plattenförmigen Trägerkörper 8,8', z.B. aus Schicht-
oder Siebholz gebildet, auf denen Matten 9,9' aus einem FCKW-freien Schaumstoff aufgelegt
sind. Die Matten 9,9' und die Trägerkörper 8,8' werden durch Bezüge 10 aneinander
fixiert, wozu die Bezüge 10 mit ihren Randkanten unterseitig an den Trägerkörpern
8,8', z.B. durch Heftklammern 11, festgelegt sind.
[0014] Während beim Ausführungsbeispiel die Unterseite der Trägerkörper 8,8' jeweils einen
Bezug aufweisen, besteht auch die Möglichkeit, den unterseitigen Bezug in Fortfall
zu bringen und die über die Randkanten greifenden Bezüge 10 unmittelbar an den Trägerkörpern
8,8' anzuheften. Die Bezüge 10 können aus Karbonfasern, die schwer entflammbar, benzin-
und ölfest sind, gefertigt sein. Die dieser Art ausgebildeten Bezüge 10 sind problemlos
zu reinigen. Abweichend sind die Querstreben 3,4 und 5 der Fig. 6 bis 8 durch Flachteile
gebildet, die durch Prägungen 11 Formteile ergeben. Die dieser Art gebildeten Querstreben
sind gegen Verbiegungen wiederstandsfähig und vorteilhaft aus dünnwandigen Materialien
herstellbar. Das Gewicht der Montageliege ist somit vermittels dieser Querstreben
verringerbar. Es versteht sich, daß die Prägungen 11 auch abweichend gegenüber den
Darstellungen in Fig. 6 bis 8 ausgeführt sein können.
1. Montageliege mit einem durch Rollen getragenen umlaufend geschlossenen Rohrrahmen,
der über eine Teillänge abgewinkelt ist und auf mit dem Rohrrahmen fest verbundenen
Querstreben eine Körperauflage und eine Kopfauflage mit Abstand zum Rohrrahmen fest
trägt, dadurch gekennzeichnet, daß die Körperauflage (6) und die Kopfauflage (7) mit
den einander zugewandten Randflächen (6',7') aneinander anstoßend ausgebildet sind
und gemeinsam eine durchgehende Auflagefläche für Körper und Kopf bilden.
2. Montageliege nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Körperauflage (6) und
die Kopfauflage (7) mit gleichen Dicken und/oder Breiten ausgebildet sind.
3. Montageliege nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kopfauflage (7) mit
größerer Dicke und/oder Breite als die Körperauflage (6) ausgebildet ist.
4. Montageliege nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kopfauflage (7) in der
Breite gleich oder kleiner als die Breite der Körperauflage (6) ist.
5. Montageliege nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Körperauflage (6) und
die Kopfauflage (7) einstückig ausgebildet sind.
6. Montageliege nach Anspruch 1,2,3,4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Körperauflage
(6) und die Kopfauflage (7) durch plattenförmige Trägerkörper (8,8') aus wasser-,
kraft- und schmierstoffresistenten Werkstoff, z.B. Schicht- bzw. Siebholz, auf den
Trägerkörpern aufgelegten druckstabilen Isolierstoffmatten (9,9'), insbesondere aus
einem FCKW-freien Werkstoff und einem über den Isolierstoffmatten und den Trägerkörpern
greifenden, unterseitig an den Trägerkörpern (8,8') fixierten Bezügen (10) gebildet
sind.
7. Montageliege nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Bezüge (10) aus schwer
entflammbaren, benzin- und ölfesten Werkstoffen gebildet sind.
8. Montageliege nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Bezüge (10) durch Karbonfaserwerkstoff
gebildet sind.
9. Montageliege nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Rohrrahmen (1) aus einem
geraden Rohrabschnitt gebogen ist und die beiden stirnseitigen Enden des Rohrabschnitts
miteinander durch Kleben verbunden sind.
10. Montageliege nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Rohrrahmen (1) aus einem
geraden Rohrabschnitt gebogen ist, daß die beiden stirnseitigen Enden des Rohrabschnitts
durch Materialverschmelzung, z.B. Schweißen oder Löten, miteinander fest verbunden
sind und daß die Verbindungsstelle an dem der Kopfauflage (7) abgewandten Ende am
Rohrrahmen (1) ausgebildet ist.
11. Montageliege nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Neigungswinkel der Kopfauflage
(7) zur Ebene der Körperauflage (6) etwa 20° Grad beträgt.
12. Montageliege nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Querstreben (3,4,5)
durch Flachstreifen aus einem metallischen Werkstoff gebildet und mit dem Rohrrahmen
(1) durch Schweißen, Kleben, Löten fest verbunden sind.
13. Montageliege nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Querstreben (3,4,5)
durch aus Flachstreifen geprägten Formteilen gebildet sind.
14. Montageliege nach Anspruch 1,9 und 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Rohrrahmen
(1) durch frei lenkbare Kugel- oder Walzenrollen (2) getragen ist.
15. Montageliege nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Kugel- oder Walzenrollen
(2) aus einem säurefesten, benzin- und ölfesten Werstoff gebildet sind.
16. Montageliege nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Querstreben (3,4,5)
unterhalb, oder in der Längsmittelebene des Rohrrahmens (1) bzw. oberhalb der Längsmittelebene
des Rohrrahmens (1) fest am Rohrrahmen (1) angeordnet sind.