[0001] Die Erfindung betrifft pulverförmige, schütt- und rieselfähige Tensidmischungen,
die Alkylsulfat, Alkylglykosid und anorganisches Trägermaterial enthalten, ein Verfahren
zu ihrer Herstellung sowie ihre Verwendung als Vorgemische zur Herstellung von partikelförmigen
Wasch- und Reinigungsmitteln.
[0002] In der US-amerikanischen Patentschrift US 4 536 319 werden granulare Waschmittel
beschrieben, die 2 bis 30 Gew.-% bestimmter Alkylpolysaccharide, anionische Cotenside,
wasserlösliche Salze und bis zu 55 Gew.-% Alumosilikat enthalten. Bevorzugte Aniontenside
sind dort Alkylbenzolsulfonate. Unter Einsatz von anderen Aniontensiden, insbesondere
Alkylsulfaten, erhält man nach dem dort vorgeschlagenen Herstellungsverfahren durch
Sprühtrocknung Pulverprodukte, die ein nicht vollständig befriedigendes Rieselvermögen
aufweisen.
[0003] Aus der zum Stand der Technik gemäß Art. 54(3) EPÜ gehörenden internationalen Patentanmeldung
WO-A-92/13938 sind pulverförmige Tensidmischungen bekannt, die durch Sprühtrocknen
unter Verwendung von Trocknungsgasen mit Temperaturen unter 250 °C erhalten werden.
Sie enthalten 15 Gew.-% bis 50 Gew.-% Alkylsulfat, 1 Gew.-% bis 5 Gew.-% Alkylglykosid
und 45 Gew.-% bis 80 Gew.-% anorganisches Trägermaterial, wobei das Gewichtsverhältnis
von Alkylsulfat zu Alkylglykosid 25 : 1 bis 8 : 1 beträgt.
[0004] Aus der internationalen Patentanmeldung WO 87/02053 ist ein Verfahren zur Herstellung
teilchenförmiger Waschmittel durch Trocknen einer 40- bis 80 - prozentigen wäßrigen
Aufschlämmung bekannt, die, bezogen auf entstehenden Feststoff, 2 bis 60 Gew.-% Tenside,
die zu mindestens 0,1 Gew.-% aus Alkylglykosiden bestehen, wobei die Gesamtmenge an
Alkylglykosiden höchstens 2 Gew.-% beträgt, 5 bis 70 Gew.-% Buildersubstanzen und
bis zu 40 Gew.-% wasserlösliche Füllstoffe enthält. In derartigen Aufschlämmungen
wirken die Alkylglykoside als Viskositätserniedriger. Bevorzugt eingesetzte Tenside
sind anionische Tenside, insbesondere solche vom Typ der Alkylbenzolsulfonate, und
nichtionische Tenside, insbesondere ethoxylierte Fettalkohole. Der Entzug des Wassers
aus der Aufschlämmung wird vorzugsweise durch Sprühtrocknen erreicht.
Der Einsatz von Alkylbenzolsulfonat in Wasch- und Reinigungsmitteln wird in neuerer
Zeit wegen der Erdöl-Basis dieses Tensids in Frage gestellt.
[0005] Als umweltverträglichere Tenside mit vergleichbar guten Reinigungseigenschaften kommen
zum Beispiel Sulfatierungsprodukte von aus nachwachsenden Rohstoffen zugänglichen
Verbindungen, insbesondere Fettalkoholen, in Betracht. Während allerdings alkylbenzolsulfonathaltige
wäßrige Aufschlämmungen problemlos bei den in derartigen Verfahren üblichen Temperaturen,
normalerweise etwa 250 °C bis 350 °C, sprühgetrocknet werden können, besteht bei wäßrigen
Aufschlämmungen, welche vergleichbare Mengen an anderen Tensiden, insbesondere Alkylsulfaten
enthalten, die Gefahr der Selbstentzündung.
[0006] Es bestand daher die Aufgabe, ein Verfahren zu entwickeln, welches die Herstellung
alkylbenzolsulfonatfreier pulverförmiger Tensidmischungen durch Sprühtrocknen einer
wäßrigen tensidhaltigen Aufschlämmung erlaubt, ohne daß es bei der Herstellung zur
Selbstentzündung des Sprühtrocknungsproduktes kommt, wobei die pulverförmigen Erzeugnisse
schütt- und rieselfähig sein sollen.
[0007] Diese Aufgabe wird durch das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung pulverförmiger
Tensidmischungen, enthaltend Alkylsulfat, Alkylglykosid und anorganisches Trägermaterial,
durch Trocknen fließfähiger, wäßriger, tensidhaltiger Mischungen gelöst, das im wesentlichen
darin besteht, daß man eine Menge von 2 bis 15 Gewichtsteilen Alkylsulfat der Formel
I,
R
1-OSO
3X (I)
in der R
1 einen Alkylrest mit 10 bis 20 C-Atomen und X ein Alkali-, Ammonium- oder Alkyl- beziehungsweise
Hydroxyalkyl-substituiertes Ammoniumion bedeuten, eine Menge von 1 bis 5 Gewichtsteilen
Alkylglykosid der Formel II,
R
2-O(G)
n (II)
in der R
2 einen Alkylrest mit 8 bis 22 C-Atomen, G eine Glykoseeinheit und n eine Zahl von
1 bis 10 bedeuten, wobei das Gewichtsverhältnis von Alkylsulfat zu Alkylglykosid 8:1
bis 1:1, vorzugsweise 5:1 bis 2:1, beträgt, und eine Menge von 20 bis 100 Gewichtsteilen
eines im wesentlichen anorganischen phosphatfreien Trägermaterials, welches Alkalicarbonat
und Alkalialumosilikat im Gewichtsverhältnis 2:1 bis 1:3 enthält, mit so viel Wasser
mischt, daß eine bei Temperaturen unter 95 °C fließfähige und pumpbare Mischung mit
einer Viskosität von 3 000 mPa·s bis 15 000 mPa·s, gemessen bei 60 °C bis 95 °C, entsteht,
und dieser durch Sprühtrocknung unter Verwendung von Trocknungsgasen mit Temperaturen
unter 250 °C das Wasser soweit entzieht, daß ein pulverförmiges, rieselfähiges Produkt
entsteht, wobei das Gewichtsverhältnis von Alkylsulfat zu Alkylglykosid nicht 8 :
1 beträgt, wenn Alkylsulfat der Formel I in einer Menge von 15 Gewichtsteilen enthalten
ist. Dies ist in der Regel bei Wassergehalten im Pulverprodukt von nicht mehr als
20 Gew.-%, insbesondere von 5 Gew.-% bis 15 Gew.-% der Fall. In Formulierungen, in
denen das Trägermaterial einen Teil des Wassers als Kristallwasser bindet, bezieht
sich der Rest-Wassergehalt auf das freie, nicht im Kristallgitter gebundene Wasser.
[0008] Vorzugsweise wird das Verfahren derart ausgeführt, daß man 3 bis 10 Gewichtsteile
Alkylsulfat gemäß Formel I, 2 bis 3 Gewichtsteile Alkylglykosid gemäß Formel II und
25 bis 80 Gewichtsteile des anorganischen Trägermaterials mit so viel Wasser mischt,
daß eine mindestens 35 Gew.-%, insbesondere 40 Gew.-% bis 50 Gew.-% Wasser enthaltende
Mischung entsteht.
[0009] Das phosphatfreie im wesentlichen anorganische Trägermaterial besteht vorzugsweise
zu 40 Gew.-% bis 60 Gew.-% aus Alkalialumosilikat, insbesondere Zeolith NaA und/oder
NaX, zu 20 Gew.-% bis 40 Gew.-% aus Alkalicarbonat, bis zu 20 Gew.-% aus weiteren
anorganischen Salzen, insbesondere Alkalisilikaten, Alkalihydrogencarbonaten und/oder
Alkalichloriden, und zu nicht mehr als 20 Gew.-% aus organischem Material, insbesondere
Alkalipolycarboxylat. Die genannten weiteren anorganischen Salze sind in dem Trägermaterial
insbesondere in Mengen von 1 Gew.-% bis 10 Gew.-% enthalten, wobei das Trägermaterial
frei von Alkalisilikat mit einem Molverhältnis SiO
2 zu Alkalioxid bis zu 2 ist und der Anteil an Alkalisilikat mit einem Molverhältnis
SiO
2 zu Alkalioxid über 2 nicht mehr als 5 Gew.-%, jeweils bezogen auf gesamtes Trägermaterial,
beträgt. Das Trägermaterial ist vorzugweise ebenfalls frei von Alkalisulfaten. Im
Rahmen der Erfindung geeignete Alumosilikate weisen keine Teilchen mit einer Korngröße
über 30 µm auf und bestehen vorzugsweise zu wenigstens 80 Gew.-% aus Teilchen mit
einer Größe unter 10 µm. Ihr Calciumbindevermögen, das nach den Angaben der deutschen
Patentschrift DE 24 12 837 bestimmt werden kann, liegt im Bereich von 100 bis 200
mg CaO pro Gramm. Bei den erwähnten Polycarboxylaten handelt es sich um bekannte Cobuildersubstanzen
in Form polymerer Polycarbonsäuren beziehungsweise deren wasserlöslicher Salze, insbesondere
Alkalisalze, welche durch Polymerisation von Acrylsäure-, Methacrylsäure- und/oder
Maleinsäure-Monomeren beziehungsweise deren Salzen erhältlich sind. Derartige Substanzen
sind in dem Trägermaterial vorzugsweise in Mengen von 1 Gew.-% bis 15 Gew.-%, insbesondere
von 5 Gew.-% bis 13 Gew.-%, jeweils bezogen auf gesamtes Trägermaterial, enthalten.
Bevorzugtes Alkalimetall ist bei allen genannten Inhaltsstoffen Natrium.
[0010] Die Sprühtrocknung der wäßrigen Aufschlämmungen erfolgt in üblicherweise dafür vorgesehenen
Anlagen, sogenannten Sprühtürmen, in deren oberem Teil die Aufschlämmung durch Druckdüsen
zu feinen Tröpfchen versprüht wird, die sich unter Einwirkung der Schwerkraft in den
unteren Teil des Sprühturms bewegen und dabei mit heißen Trocknungsgasen in Kontakt
kommen, die im Gleichstrom oder vorzugsweise im Gegenstrom zu den zu trocknenden Partikeln
geführt werden. Dabei ist darauf zu achten, daß die Temperatur der Trocknungsgase
nicht so hoch liegt, daß die Temperatur der sprühgetrockneten Partikel über die Selbstentzündungstemperatur
dieser Partikel steigt. Im Rahmen der Erfindung bedeutet dies, daß die Temperatur
der Trocknungsgase einen Wert von 250 °C nicht überschreitet und vorzugsweise im Bereich
von 120 °C bis 240 °C, insbesondere von 140 °C bis 210 °C liegt, wobei die Trocknungsgastemperatur
an der heißesten Stelle des Trockenturms, dem sogenannten Ringkanal, gemessen wird.
[0011] Bei der Zubereitung der zu den erfindungsgemäßen Mischungen führenden Aufschlämmungen
ist die Einarbeitung wäßriger, in der Regel 30- bis 60- gewichtsprozentiger Alkylglykosid-Pasten,
wie sie im Rahmen der Alkylglykosid-Herstellung und gegebenenfalls anschließendem
Bleichen üblicherweise anfallen, möglich. Ebenso kann die Alkylsulfat-Komponente und
insbesondere die Träger-Komponente als wäßrige Lösung oder Aufschlämmung eingesetzt
werden. Um die leichte Fließ- und Pumpfähigkeit der zu versprühenden Aufschlämmung
bei Temperaturen unter 95 °C, insbesondere 60 °C bis 80 °C, zu gewährleisten, hat
es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn mindestens etwa 35Gew.-%, vorzugsweise 40 bis
50Gew.-% Wasser in der zu trocknenden Aufschlämmung vorhanden ist. Dabei ist als weiterer
Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens die mit Werten im Bereich von 3 000 mPa·s
bis 15 000 mPa·s bei Temperaturen in dem genannten Bereich überraschend niedrige Viskosität
der zu den erfindungsgemäßen pulverförmigen Tensidmischungen führenden Aufschlämmungen
gegenüber Aufschlämmungen, die statt Alkylsulfat die gleiche Menge Alkylbenzolsulfonat
enthalten, zu werten.
[0012] Die durch das erfindungsgemäße Verfahren hergestellten erfindungsgemäßen pulverförmigen,
schütt- und rieselfähigen Tensidmischungen enthalten 12 Gew.-% bis 25 Gew.-% Alkylsulfat
der Formel I,
R
1-OSO
3X (I)
in der R
1 einen Alkylrest mit 10 bis 20 C-Atomen und X ein Alkali-, Ammonium- oder Alkyl- beziehungsweise
Hydroxyalkyl-substituiertes Ammoniumion bedeuten, 2 Gew.-% bis 10 Gew.-% Alkylglykosid
der Formel II,
R
2-O(G)
n (II)
in der R
2 einen Alkylrest mit 8 bis 22 C-Atomen, G eine Glykoseeinheit und n eine Zahl von
1 bis 10 bedeuten, wobei das Gewichtsverhältnis von Alkylsulfat zu Alkylglykosid 8:1
bis 1:1 beträgt, 45 Gew.-% bis 70 Gew.-% eines im wesentlichen anorganischen Trägermaterials,
welches Alkalicarbonat und Alkalialumosilikat im Gewichtsverhältnis 2:1 bis 1:3 enthält,
nicht über 5 Gew.-%, insbesondere 0,1 Gew.-% bis 3 Gew.-% weiteres Tensid, nicht über
1 Gew.-%, insbesondere 0,01 Gew.-% bis 0,5 Gew.-% optischen Aufheller, nicht über
2 Gew.-%, insbesondere 0,1 Gew.-% bis 1 Gew.-% Schauminhibitor, nicht über 3 Gew.-%,
insbesondere 0,5 Gew.-% bis 2 Gew.-% Vergrauungsinhibitor, nicht über 5 Gew.-%, insbesondere
0,1 Gew.-% bis 2 Gew.-% Komplexbildner für Schwermetalle und bis zu 20 Gew.-% Wasser,
wobei das Gewichtsverhältnis von Alkylsulfat zu ALkylglykosid nicht 8 : 1 beträgt,
wenn Alkylsulfat der Formel I in einer Menge von 15 Gew.-% enthalten ist.
[0013] Als für den Einsatz in den erfindungsgemäßen alkylbenzolsulfonatfreien Tensidmischungen
geeignete Alkylsulfate kommen die Verbindungen der Formel I, in der R
1 einen Alkylrest mit 10 bis 20 C-Atomen und X ein Alkali-, Ammonium- oder Alkyl- beziehungsweise
Hydroxyalkyl-substituiertes Ammoniumion bedeuten, in Frage. Besonders geeignet sind
die Derivate der Fettalkohole mit insbesondere 12 bis 18 C-Atomen und deren verzweigtkettiger
Analogen, der sogenannten Oxoalkohole. Die Alkylsulfate können in bekannter Weise
durch Reaktion der entsprechenden Alkoholkomponente mit einem üblichen Sulfatierungsreagenz,
insbesondere Schwefeltrioxid oder Chlorsulfonsäure, und anschließende Neutralisation
mit Alkali-, Ammonium- oder Alkyl- beziehungsweise Hydroxyalkyl-substituierten Ammoniumbasen
hergestellt werden.
[0014] Die zur Einarbeitung in die erfindungsgemäßen Tensidmischungen geeigneten Alkylglykoside
sind Verbindungen der allgemeinen Formel II, in der R
2 einen Alkylrest mit 8 bis 22 C-Atomen, G eine Glykoseeinheit und n eine Zahl zwischen
1 und 10 bedeuten. Derartige Alkylglykoside und ihre Herstellung werden zum Beispiel
in den europäischen Patentanmeldungen EP 92 355, EP 301 298, EP 357 969 und EP 362
671 oder der US-amerikanischen Patentschrift US 3 547 828 beschrieben. Bei der Glykosidkomponente
((G)
n in Formel II) derartiger Alkylglykoside handelt es sich um Oligo- oder Polymere aus
natürlich vorkommenden Aldose- oder Ketose-Monomeren, zu denen insbesondere Glucose,
Mannose, Fruktose, Galaktose, Talose, Gulose, Altrose, Allose, Idose, Ribose, Arabinose,
Xylose und Lyxose gehören. Die aus derartigen glykosidisch verknüpften Monomeren bestehenden
Oligomere werden außer durch die Art der in ihnen enthaltenen Zucker durch deren Anzahl,
den sogenannten Oligomerisierungsgrad, charakterisiert. Der Oligomerisierungsgrad
(n in Formel II) nimmt als analytisch zu ermittelnde Größe im allgemeinen gebrochene
Zahlenwerte an; er liegt bei Werten zwischen 1 und 10, bei den vorzugsweise eingesetzten
Alkylglykosiden unter einem Wert von 1,5, insbesondere zwischen 1,2 und 1,4. Bevorzugter
Monomer-Baustein ist wegen der guten Verfügbarkeit Glucose.
[0015] Der Alkylteil (R
2 in Formel II) der in den erfindungsgemäßen Tensidmischungen enthaltenen Alkylglykoside
stammt bevorzugt ebenfalls aus leicht zugänglichen Derivaten nachwachsender Rohstoffe,
insbesondere aus Fettalkoholen, obwohl auch deren verzweigtkettige Isomere, insbesondere
sogenannte Oxoalkohole, zur Herstellung verwendbarer Alkylglykoside eingesetzt werden
können. Brauchbar sind demgemäß insbesondere die primären Alkohole mit linearen Octyl-,
Decyl-, Dodecyl-, Tetradecyl-, Hexadecyl- oder Octadecylresten sowie deren Gemische.
Besonders geeignete Alkylglykoside enthalten einen Kokosfettalkylrest, das heißt Mischungen
mit im wesentlichen R
1=Dodecyl und R
1=Tetradecyl. Die Alkylglykoside können herstellungsbedingt geringe Mengen, beispielsweise
1 bis 2 %, an nicht umgesetztem freiem Fettalkohol enthalten, was sich nicht nachteilig
auf die Eigenschaften der damit hergestellten Pulverprodukte auswirkt.
[0016] Derartige Alkylglykoside sind in den erfindungsgemäßen Tensidmischungen in Mengen
von 2 Gew.-% bis 10 Gew.-%, vorzugsweise von 3 Gew.-% bis 8 Gew.-% enthalten, wobei
das Gewichtsverhältnis von Alkylsulfat zu Alkylglykosid 8:1 bis 1:1, vorzugsweise
5:1 bis 2:1 beträgt.
[0017] Darüberhinaus können die erfindungsgemäßen Gemische weitere Tenside, vorzugsweise
nichtionische Tenside und/oder Aniontenside und unter diesen insbesondere Fettsäureseifen
mit 8 bis 22 C-Atomen, vorzugsweise 12 bis 18 C-Atomen, und Tenside des Sulfat- oder
Sulfonat-Typs, in Mengen von vorzugsweise nicht über 5 Gew.-%, insbesondere von 0,1
Gew.-% bis 3 Gew.-%, jeweils bezogen auf gesamte Tensidzubereitung, enthalten. Zu
den zusätzlich brauchbaren Tensiden vom Sulfat-Typ gehören die sulfatierten Alkoxylierungsprodukte
der genannten Alkohole, sogenannte Ethersulfate. Vorzugsweise enthalten derartige
Ethersulfate 2 bis 30, insbesondere 4 bis 10, Ethylenglykol-Gruppen pro Molekül. Zu
den geeigneten Aniontensiden gehören auch die durch Umsetzung von Fettsäureestern
mit Schwefeltrioxid und anschließender Neutralisation erhältlichen α-Sulfoester, insbesondere
die sich von Fettsäuren mit 8 bis 22 C-Atomen, vorzugsweise 12 bis 18 C-Atomen, und
linearen Alkoholen mit 1 bis 6 C-Atomen, vorzugsweise 1 bis 4 C-Atomen, ableitenden
Sulfonierungsprodukte.
[0018] Zu den in Frage kommenden nichtionischen Tensiden gehören die Alkoxylate, insbesondere
die Ethoxylate und/oder Propoxylate von linearen oder verzweigtkettigen Alkoholen
mit 10 bis 22 C-Atomen, vorzugsweise 12 bis 18 C-Atomen. Der Alkoxylierungsgrad der
Alkohole liegt dabei zwischen 1 und 20, vorzugsweise zwischen 3 und 10. Sie können
in bekannter Weise durch Umsetzung der entsprechenden Alkohole mit den entsprechenden
Alkylenoxiden hergestellt werden. Geeignet sind insbesondere die Derivate der Fettalkohole,
obwohl auch deren verzweigtkettige Isomere, insbesondere sogenannte Oxoalkohole, zur
Herstellung verwendbarer Alkoxylate eingesetzt werden können. Brauchbar sind demgemäß
insbesondere die Ethoxylate primärer Alkohole mit linearen Dodecyl-, Tetradecyl-,
Hexadecyl- oder Octadecylresten sowie deren Gemische. Außerdem sind entsprechende
Ethoxylierungs- und/oder Propoxylierungsprodukte von Alkylaminen, vicinalen Diolen
und Carbonsäureamiden, die hinsichtlich des Alkylteils den genannten Alkoholen entsprechen,
verwendbar.
[0019] Zusätzlich können die erfindungsgemäßen Zubereitungen in geringen Mengen, vorzugsweise
insgesamt nicht über 5 Gew.-%, weitere in Wasch- und Reinigungsmitteln übliche Bestandteile
enthalten, die unter den Sprühtrocknungsbedingungen stabil sind. Zu diesen fakultativen
Bestandteilen gehören insbesondere Komplexbildner für Schwermetalle, beispielsweise
Aminopolycarbonsäuren, Aminohydroxypolycarbonsäuren, Polyphosphonsäuren und/oder Aminopolyphosphonsäuren,
Vergrauungsinhibitoren, beispielsweise Celluloseether, Schauminhibitoren, beispielsweise
Organopolysiloxane oder Paraffine, und optische Aufheller, beispielsweise Stilbendisulfonsäurederivate.
Vorzugsweise sind in den erfindungsgemäßen Tensidmischungen nicht über 1 Gew.-%, insbesondere
0,01 Gew.-% bis 0,5 Gew.-% optische Aufheller, insbesondere Verbindungen aus der Klasse
der substituierten 4,4'-Bis-(2,4,6-triamino-s-triazinyl)-stilben-2,2'-disulfonsäuren,
nicht über 5 Gew.-%, insbesondere 0,1 Gew.-% bis 2 Gew.-% Komplexbildner für Schwermetalle,
insbesondere Aminoalkylenphosphonsäuren und deren Salze, nicht über 3 Gew.-%, insbesondere
0,5 Gew.-% bis 2 Gew.-% Vergrauungsinhibitoren und nicht über 2 Gew.-%, insbesondere
0,1 Gew.-% bis 1 Gew.-% Schauminhibitoren enthalten, wobei sich die genannten Gewichtsanteile
auf die gesamte Tensidmischung beziehen.
[0020] Die erfindungsgemäßen pulverförmigen Tensidmischungen werden insbesondere als schütt-
und rieselfähiges Vorprodukte für die Herstellung von partikelförmigen Wasch- oder
Reinigungsmitteln verwendet.
[0021] Zur Verwendung als Vorgemische für die Herstellung pulverförmiger Wasch-und Reinigungsmittel
sollten die erfindungsgemäßen Pulver mittlere Korngrößen von vorzugsweise 0,2 mm bis
0,4 mm aufweisen und weitgehend frei von Teilchen mit Durchmessern über 2 mm oder
unter 50 µm sein. Diese Grenzen werden von den durch Sprühtrocknen erhaltenen Tensidmischungen
normalerweise eingehalten, ansonsten können Partikel außerhalb dieses Größenbereichs
durch einfaches Aussieben entfernt und in den Herstellungsprozeß zurückgeführt werden.
Vorzugsweise liegt die Schüttdichte der erfindungsgemäßen Pulverprodukte zwischen
400 und 600 Gramm pro Liter. Gewünschtenfalls kann ihr Litergewicht durch im Prinzip
übliches Nachverdichten erhöht werden, falls sie zur Herstellung von Wasch- oder Reinigungsmitteln
mit hohem Litergewicht, sogenannten Schwerpulvern, verwendet werden sollen.
[0022] Die erfindungsgemäßen Zubereitung sind rieselfähige, freifließende Pulver, die ihre
vorteilhaften Eigenschaften auch bei längerer Lagerung nicht verlieren. Sie sind auch
aufhellerfrei hellfarbig, von akzeptablem Geruch und zeigen keine Neigung zum Verklumpen.
Im Gegensatz dazu wurde bei Pulvern, die statt Alkylsulfat gleiche Mengen an Alkylbenzolsulfonat
enthielten, starkes Verklumpen festgestellt. Derartige Produkte waren überdies unakzeptabel
braun gefärbt, auch wenn nur relativ geringe Mengen Alkylglykosid, beispielsweise
3 Gew.-% oder darunter, in ihnen enthalten war. Um so mehr überraschen die unerwartet
positiven Eigenschaften der erfindungsgemäßen Tensidmischungen.
[0023] Zur Herstellung von Reinigungs- oder Waschmitteln können die erfindungsgemäßen Tensidmischungen
in im Prinzip bekannter Weise mit sonstigen in derartigen Mitteln üblichen pulverförmigen
oder pulverförmig konfektionierbaren Bestandteilen vermischt werden, zu denen insbesondere
Bleichmittel, Bleichaktivatoren, Enzyme, Schauminhibitoren, optische Aufheller, Vergrauungsinhibitoren,
beispielsweise Celluloseether und Abrasivstoffe, beispielsweise Quarzmehl, gehören.
Auch das Aufsprühen von flüssigen, verflüssigten oder gelösten Inhaltsstoffen, beispielsweise
Flüssigenzymen, Farbstoffen, Duftstoffen oder weiteren Tensiden, insbesondere nichtionischen
Tensiden, auf die erfindungsgemäßen Pulver ist in im Prinzip bekannter Weise möglich.
Vorzugsweise werden die erfindungsgemäßen Tensidmischungen in Mengen von 50 Gew.-%
bis 80 Gew.-%, insbesondere von 65 Gew.-% bis 75 Gew.-%, jeweils bezogen auf gesamtes
Mittel, bei der Herstellung von Reinigungs- oder Waschmitteln verwendet. Insbesondere
zur Herstellung von Reinigungsmitteln ist es möglich, daß der Rest auf 100 Gew.-%
aus Abrasivstoffen besteht. Zusätzliches, insbesondere nichtionisches Tensid, ist
in derartigen Wasch- oder Reinigungsmitteln, unter Ausschluß der eventuell in der
erfindungsgemäßen Tensidmischung enthaltenen Menge, vorzugsweise in Mengen nicht über
5 Gew.-%, insbesondere von 0,5 Gew.-% bis 2 Gew.-%, jeweils bezogen auf gesamtes Mittel,
enthalten.
[0024] Zu den geeigneten Schauminhibitoren gehören langkettige Seifen, insbesondere Behenseife,
Fettsäureamide, Paraffine, Wachse, Mikrokristallinwachse, Organopolysiloxane und deren
Gemische, die darüberhinaus mikrofeine, gegebenenfalls silanierte oder anderweitig
hydrophobierte Kieselsäure enthalten können. Derartige Schauminhibitoren sind vorzugsweise
an granulare, wasserlösliche Trägersubstanzen gebunden, wie beispielsweise in der
deutschen Offenlegungsschrift DE 34 36 194, den europäischen Patentanmeldungen EP
262 588, EP 301 414, EP 309 931 oder der europäischen Patentschrift EP 150 386 beschrieben.
In unter Verwendung erfindungsgemäßer Tensidmischungen hergestellten Wasch- oder Reinigungsmitteln
sind derartige Schauminhibitoren, bezogen auf die genannten Aktivsubstanzen, vorzugsweise
in Mengen nicht über 1 Gew.-%, insbesondere von 0,1 Gew.-% bis 1 Gew.-%, jeweils bezogen
auf gesamtes Mittel und unter Einschluß der eventuell in der erfindungsgemäßen Tensidmischung
enthaltenen Menge, enthalten.
[0025] Die als weitere Bestandteile derartiger Mittel in Betracht kommenden Bleichmittel
sind die in Waschmitteln in der Regel verwendeten Perverbindungen wie Perborat, das
als Tetra- oder Monohydrat vorliegen kann, Percarbonat, Perpyrophosphat und Persilikat,
die in der Regel als Alkalisalze, insbesondere als Natriumsalze, vorliegen. Derartige
Bleichmittel sind in unter Verwendung erfindungsgemäßer Tensidmischungen hergestellten
Wasch- oder Reinigungsmitteln vorzugsweise in Mengen nicht über 25 Gew.-%, insbesondere
von 12 Gew.-% bis 20 Gew.-%, jeweils bezogen auf gesamtes Mittel, enthalten.
[0026] Die Komponente der Bleichaktivatoren umfaßt die üblicherweise verwendeten N- oder
O-Acylverbindungen, beispielsweise mehrfach acylierte Alkylendiamine, insbesondere
Tetraacetylethylendiamin, acylierte Glykolurile, insbesondere Tetraacetylglykoluril,
N-acylierte Hydantoine, Hydrazide, Triazole, Urazole, Diketopiperazine, Sulfurylamide
und Cyanurate, außerdem Carbonsäureanhydride, insbesonder Phthalsäureanhydrid, Carbonsäureester,
insbesondere Natrium-isononanoyl-phenolsulfonat, und acylierte Zuckerderivate, insbesondere
Pentaacetylglukose. Die Bleichaktivatoren können zur Vermeidung der Wechselwirkung
mit den Perverbindungen bei der Lagerung in bekannter Weise mit Hüllsubstanzen überzogen
beziehungsweise granuliert worden sein, wobei mit Hilfe von Carboxymethylcellulose
granuliertes Tetraacetylethylendiamin mit mittleren Korngrößen von 0,01 mm bis 0,8
mm, wie es beispielsweise nach dem in der europäischen Patentschrift EP 037 026 beschriebenen
Verfahren hergestellt werden kann, besonders bevorzugt ist. In unter Verwendung erfindungsgemäßer
Tensidmischungen hergestellten Wasch- oder Reinigungsmitteln sind derartige Bleichaktivatoren
vorzugsweise in Mengen nicht über 10 Gew.-%, insbesondere von 2 Gew.-% bis 8 Gew.-%,
jeweils bezogen auf gesamtes Mittel, enthalten.
[0027] Als Enzyme kommen solche aus der Klasse der Proteasen, Lipasen, Amylasen und Cellulasen
sowie deren Gemische in Frage, die auch bei den Temperaturbedingungen der Weißwäsche
stabil und aktiv sind. Vorzugsweise werden aus Pilzen oder Bakterienstämmen, wie Bacillus
subtilis, Bacillus licheniformis, Bacillus lentus und Streptomyces griseus gewonnene
enzymatische Wirkstoffe eingesetzt. Die verwendeten Enzyme können in bekannter Weise
an Trägerstoffen adsorbiert, in Hüllsubstanzen eingebettet und/oder mit Hilfe von
Trägersubstanzen granuliert worden sein, um sie leichter handhabbar zu machen und
gegen vorzeitige Inaktivierung zu schützen. Derartige Enzyme, insbesondere Proteasen,
sind in unter Verwendung erfindungsgemäßer Tensidmischungen hergestellten Wasch- oder
Reinigungsmitteln vorzugsweise in Mengen nicht über 2 Gew.-%, insbesondere von 0,4
Gew.-% bis 1,2 Gew.-%, jeweils bezogen auf gesamtes Mittel, enthalten.
[0028] Die unter Verwendung der erfindungsgemäßen Tensidmischungen hergestellten Wasch-
und Reinigungsmittel sind lagerstabil, rieselfähig und farbstabil. Als weiterer Vorteil
ist zu werten, daß bei Einsatz der erfindungsgemäßen Tensidmischungen auf das Zumischen
weitgehend inerter Füllsalze, insbesondere Alkalisulfat, verzichtet werden kann.
Beispiele
Beispiel 1
Durch Zusammenmischen von Wasser, Na-Polycarboxylat, Zeolith und der Hälfte der Gesamtmenge
des Alkylsulfates, Zugabe des Natriumcarbonats und anschließendes Vermischen mit einer
Mischung aus dem restlichen
[0029] Alkylsulfat, dem Natriumsilikat und dem Alkylglykosid, wobei der Zeolith in Form
einer ca. 50-gewichtsprozentigen wäßrigen Aufschlämmung, das Alkylglykosid als ca.
50-gewichtsprozentige wäßrige Lösung und das Natriumsilikat in Form einer ca. 35-gewichtsprozentigen
Wasserglas-Lösung eingesetzt wurde, wurde aus den in Tabelle 1 angegebenen Rohstoffen
eine wäßrige Aufschlämmung erzeugt, die 44 Gew.-% Wasser enthielt. Dieser Slurry,
der bei 60 °C bis 80 °C Viskositäten von 4500 mPa.s bis 6400 mPa.s aufwies, wurden
auf Temperaturen von etwa 60 °C bis 80 °C erwärmt und unter
Tabelle 1:
| Pulverzusamnensetzung [Gew.-%] |
| |
M1 |
| Alkylglykosida) |
7 |
| Alkylsulfatb) |
14 |
| Natriumcarbonat |
21 |
| Zeolith Na-A |
34 |
| Natriumsilikatc) |
1 |
| Polycarboxylatd) |
8 |
| Wasser |
15 |
| a) C12/14-Alkylglucosid, Polymerisationsgrad 1,4 |
| b) Lineares C16/18-Alkylsulfat (Sulfopon(R) T, Hersteller Henkel) |
| c) Verhältnis SiO2 zu Na2O : 3,0 |
| d) Acrylsäure/Maleinsäure-Copolymer, Na-Salz (Sokalan(R) CP 5, Hersteller BASF) |
einem Druck von 40 bar in einem Trockenturm versprüht, wobei Heißluft (Temperatur
145 °C bis 160 °C im Ringkanal) im Gegenstrom geführt wurde.
[0030] Dabei wurde das in Tabelle 1 durch seine Zusammensetzung charakterisierte rieselfähige
Pulver
M1 mit einer mittleren Korngröße um 0,5 mm erhalten, das frei von Teilchen über 1,8
mm Durchmesser war, Staubanteile von 0,15 Gew.-% aufwies und eine Schüttdichte von
540 Gramm pro Liter besaß.
[0031] Zum Vergleich wurde aus den gleichen Mengen der gleichen Rohstoffe wie bei Produkt
M1 unter ansonsten gleichen Bedingungen ein Pulver hergestellt, welches nur die Hälfte
der angegebenen Menge an Alkylglykosid aus der versprühten Aufschlämmung enthielt
und dem die restliche Alkylglykosid-Menge durch Aufsprühen einer hochkonzentrierten
wäßrigen Lösung dieses Inhaltsstoffes zugegeben wurde. Dieses Produkt wies trotz erhöhter
Neigung zur Verklumpung auch deutlich höhere Staubanteile als Produkt
M1 auf.
Beispiel 2
[0032] Durch einfaches Vermischen der in der nachfolgenden Tabelle angegebenen Menge des
erfindungsgemäßen Pulvers mit üblichen Waschmittelinhaltsstoffen wurde das Waschmittel
W1 hergestellt. Dieses wies in Waschversuchen unter Anwendungsbedingungen (Trommelwaschmaschine
Miele W 716, 3,5 kg normal verschmutzte Wäsche, Wasserhärte 16 °d, Dosierung 98 g
Waschmittel) im Durchschnitt über alle Anschmutzungen sowohl bei 30 °C als auch bei
60 °C und 90 °C eine Waschkraft auf, die mindestens das Niveau eines zu Vergleichszwecken
getesteten handelsüblichen Vollwaschmittels mit einer Fettalkylpolyethoxylat/Alkylbenzolsulfonat-Tensidkomponente
erreichte. Vor allem bei Kosmetik-Anschmutzungen schnitt das erfindungsgemäße Mittel
deutlich besser ab.
Tabelle 2:
| Waschmittelzusammensetzung [Gew.-%] |
| |
W1 |
| M1 |
71 |
| Natriumperborata) |
16 |
| TAEDb) |
6 |
| Proteasec) |
1 |
| Schauminhibitord) |
6 |
| a) Monohydrat |
| b) Tetraacetylethylendiamin-Granulat, hergestellt gemäß europäischer Patentschrift EP
037 026 |
| c) Protease-Granulat (BLAP(R) 140, Hersteller Biozym) |
| d) 10 Gew.-% Paraffin enthaltendes Schauminhibitor-Konzentrat, Rest Na-Sulfat, Na-Silikat
und Na-Carboxymethylcellulose, hergestellt gemäß europäischer Patentanmeldung EP 309
931 |
1. Verfahren zur Herstellung pulverförmiger Tensidmischungen, enthaltend Alkylsulfat,
Alkylglykosid und anorganisches Trägermaterial, durch Trocknen fließfähiger, wäßriger,
tensidhaltiger Mischungen, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Menge von 2 bis 15
Gewichtsteilen Alkylsulfat der Formel I,
R1-OSO3X (I)
in der R1 einen Alkylrest mit 10 bis 20 C-Atomen und X ein Alkali-, Ammonium- oder Alkyl- beziehungsweise
Hydroxyalkyl-substituiertes Ammoniumion bedeuten, eine Menge von 1 bis 5 Gewichtsteilen
Alkylglykosid der Formel II,
R2-O(G)n (II)
in der R2 einen Alkylrest mit 8 bis 22 C-Atomen, G eine Glykoseeinheit und n eine Zahl von
1 bis 10 bedeuten, wobei das Gewichtsverhältnis von Alkylsulfat zu Alkylglykosid 8:1
bis 1:1 beträgt, und eine Menge von 20 bis 100 Gewichtsteilen eines im wesentlichen
anorganischen phosphatfreien Trägermaterials, welches Alkalicarbonat und Alkalialumosilikat
im Gewichtsverhältnis 2:1 bis 1:3 enthält, mit so viel Wasser mischt, daß eine bei
Temperaturen unter 95 °C fließfähige und pumpbare Mischung mit einer Viskosität von
3 000 mPa·s bis 15 000 mPa·s, gemessen bei 60 °C bis 80 °C, entsteht, und dieser durch
Sprühtrocknung unter Verwendung von Trocknungsgasen mit Temperaturen unter 250 °C
das Wasser soweit entzieht, daß ein pulverförmiges, rieselfähiges Produkt entsteht,
wobei das Gewichtsverhältnis von Alkylsulfat zu Alkylglykosid nicht 8:1 beträgt, wenn
Alkylsulfat der Formel I in einer Menge von 15 Gewichtsteilen enthalten ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man 3 bis 10 Gewichtsteile
Alkylsulfat gemäß Formel I, 2 bis 3 Gewichtsteile Alkylglykosid gemäß Formel II und
25 bis 80 Gewichtsteile des anorganischen Trägermaterials mit so viel Wasser mischt,
daß eine mindestens 35 Gew.-%, insbesondere 40 Gew.-% bis 50 Gew.-% Wasser enthaltende
Mischung entsteht.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Gewichtsverhältnis
von Alkylsulfat zu Alkylglykosid 5:1 bis 2:1 beträgt.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man Trocknungsgase
mit Temperaturen von 120 °C bis 240 °C, insbesondere von 140 °C bis 210 °C einsetzt.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das anorganische
Trägermaterial 40 Gew.-% bis 60 Gew.-% Alkalialumosilikat, insbesondere Zeolith NaA
und/oder NaX, 20 Gew.-% bis 40 Gew.-% Alkalicarbonat, bis zu 20 Gew.-% weitere anorganische
Salze und nicht mehr als 20 Gew.-% organisches Material, insbesondere Polycarboxylat,
enthält.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das anorganische
Trägermaterial zusätzlich zu Alkalialumosilikat und Alkalicarbonat 1 Gew.-% bis 10
Gew.-%, jeweils bezogen auf gesamtes Trägermaterial, AlkalihydrogencarDonat, Alkalichlorid
oder Alkalisilikat oder ein Gemisch aus diesen enthält, wobei das Trägermaterial frei
von Alkalisilikat mit einem Molverhältnis SiO2 zu Alkalioxid bis zu 2 ist und der Anteil an Alkalisilikat mit einem Molverhältnis
SiO2 zu Alkalioxid über 2 nicht mehr als 5 Gew.-%, bezogen auf gesamtes Trägermaterial,
beträgt.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das anorganische
Trägermaterial zusätzlich zu Alkalialumosilikat und Alkalicarbonat 1 Gew.-% bis 15
Gew.-%, insbesondere 5 Gew.-% bis 13 Gew.-%, jeweils bezogen auf gesamtes Trägermaterial,
wasserlösliches Salz polymerer Polycarbonsäuren enthält, welche durch Polymerisation
von Acrylsäure-, Methacrylsäure- und/oder Maleinsäure-Monomeren beziehungsweise deren
Salzen hergestellt werden können.
8. Pulverförmige, schütt- und rieselfähige Tensidmischung, die durch Sprühtrocknen unter
Verwendung von Trocknungsgasen mit Temperaturen unter 250 °C einer gießfähigen wäßrigen
Mischung ihrer Bestandteile erhalten wird, und die
12 bis 25 Gew.-% Alkylsulfat der Formel I,
R
1-OSO
3X (I)
in der R
1 einen Alkylrest mit 10 bis 20 C-Atomen und X ein Alkali-, Ammonium- oder Alkyl- beziehungsweise
Hydroxyalkyl-substituiertes Ammoniumion bedeuten,
2 bis 10 Gew.-% Alkylglykosid der Formel II,
R
2-O(G)
n (II)
in der R2 einen Alkylrest mit 8 bis 22 C-Atomen, G eine Glykoseeinheit und n eine Zahl von
1 bis 10 bedeuten, wobei das Gewichtsverhältnis von Alkylsulfat zu Alkylglykosid 8:1
bis 2:1 beträgt,
45 bis 70 Gew.-% eines im wesentlichen anorganischen Trägermaterials, welches Alkalicarbonat
und Alkalialumosilikat im Gewichtsverhältnis 2:1 bis 1:3 enthält,
nicht über 5 Gew.-%, insbesondere 0,1 Gew.-% bis 3 Gew.-% weiteres Tensid,
nicht über 1 Gew.-%, insbesondere 0,01 Gew.-% bis 0,5 Gew.-% optischen Aufheller,
nicht über 2 Gew.-%, insbesondere 0,1 Gew.-% bis 1 Gew.-% Schauminhibitor,
nicht über 3 Gew.-%, insbesondere 0,5 Gew.-% bis 2 Gew.-% Vergrauungsinhibitor,
nicht über 5 Gew.-%, insbesondere 0,1 Gew.-% bis 2 Gew.-% Komplexbildner für Schwermetalle
und
bis zu 20 Gew.-% Wasser enthält, wobei das Gewichtsverhältnis von Alkylsulfat zu
Alkylglykosid nicht 8:1 beträgt, wenn Alkylsulfat der Formel I in einer Menge von
15 Gew.-% enthalten ist.
9. Tensidmischung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß sie 3 bis 8 Gew.-% Alkylglykosid
gemäß Formel II, 52 bis 65 Gew.-% Trägermaterial und 5 bis 15 Gew.-% Wasser enthält.
10. Tensidmischung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Alkylsulfat
der Formel I einen Alkylrest R1 mit 12 bis 18 C-Atomen besitzt.
11. Tensidmischung nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das
Alkylglykosid der Formel II ein Alkylglucosid ist und einen Oligomerisierungsgrad
n unter 1,5, insbesondere von 1,2 bis 1,4, besitzt.
12. Verwendung einer pulverförmigen, schütt- und rieselfähigen Tensidmischung, die durch
Sprühtrocknen unter Verwendung von Trocknungsgasen mit Temperaturen unter 250 °C einer
gießfähigen wäßrigen Mischung ihrer Bestandteile erhalten wird, und die
10 bis 30 Gew.-% Alkylsulfat der Formel I,
R
1-OSO
3X (I)
in der R
1 einen Alkylrest mit 10 bis 20 C-Atomen und X ein Alkali-, Ammonium- oder Alkyl- beziehungsweise
Hydroxyalkyl-substituiertes Ammoniumion bedeuten,
2 bis 10 Gew.-% Alkylglykosid der Formel II,
R
2-O(G)
n (II)
in der R2 einen Alkylrest mit 8 bis 22 C-Atomen, G eine Glykoseeinheit und n eine Zahl von
1 bis 10 bedeuten, wobei das Gewichtsverhältnis von Alkylsulfat zu Alkylglykosid 8:1
bis 1:1 beträgt,
45 bis 70 Gew.-% eines im wesentlichen anorganischen Trägermaterials, welches Alkalicarbonat
und Alkalialumosilikat im Gewichtsverhältnis 2:1 bis 1:3 enthält,
nicht über 5 Gew.-%, insbesondere 0,1 Gew.-% bis 3 Gew.-% weiteres Tensid,
nicht über 1 Gew.-%, insbesondere 0,01 Gew.-% bis 0,5 Gew.-% optischen Aufheller,
nicht über 2 Gew.-%, insbesondere 0,1 Gew.-% bis 1 Gew.-% Schauminhibitor,
nicht über 3 Gew.-%, insbesondere 0,5 Gew.-% bis 2 Gew.-% Vergrauungsinhibitor,
nicht über 5 Gew.-%, insbesondere 0,1 Gew.-% bis 2 Gew.-% Komplexbildner für Schwermetalle
und
bis zu 20 Gew.-% Wasser enthält,
wobei das Gewichtsverhältnis von Alkylsulfat zu Alkylglykosid nicht 8:1 beträgt,
wenn Alkylsulfat der Formel I in einer Menge von 15 Gew.-% enthalten ist, als schütt-
und rieselfähiges Vorgemisch zur Herstellung von partikelförmigen Wasch- oder Reinigungsmitteln.
13. Verwendung einer pulverförmigen Tensidmischung gemäß einem der Ansprüche 8 bis 11
als schütt- und rieselfähiges Vorgemisch zur Herstellung von partikelförmigen Wasch-
oder Reinigungsmitteln.
14. Verwendung nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß das entstehende Mittel
50 Gew.-% bis 80 Gew.-%, insbesondere 65 Gew.-% bis 75 Gew.-% Tensidmischung gemäß
einem der Ansprüche 8 bis 11,
bis zu 25 Gew.-%, insbesondere 12 Gew.-% bis 20 Gew.-% Bleichmittel,
bis zu 10 Gew.-%, insbesondere 2 Gew.-% bis 8 Gew.-% Bleichaktivator,
bis zu 1 Gew.-%, insbesondere 0,1 Gew.-% bis 1 Gew.-% Schauminhibitor,
bis zu 2 Gew.-%, insbesondere 0,4 Gew.-% bis 1,2 Gew.-% Enzym,
bis zu 50 Gew.-%, insbesondere 25 Gew.-% bis 35 Gew.-% Abrasivstoff, und
bis zu 5 Gew.-%, insbesondere 0,5 Gew.-% bis 2 Gew.-% zusätzliches, insbesondere nichtionisches
Tensid enthält.
1. Procédé de fabrication de mélanges pulvérulents de tensioactifs, contenant de l'alkylsulfate,
de l'alkylglycoside et une matière porteuse inorganique, par séchage de mélanges de
tensioactifs aqueux, coulants, caractérisé en ce que l'on mélange 2 à 15 parties en
poids d'alkylsulfate de la formule I,
R1-OSO3X (I)
dans laquelle R1 représente un radical alkyle comportant 10 à 20 atomes de C et X correspond à un
ion de métal alcalin, d'ammonium ou d'ammonium à substitution alkyle ou hydroxyalkyle,
une quantité de 1 à 5 parties en poids d'alkylglycoside de la formule II,
R2-O(G)n (II)
dans laquelle R2 représente un radical alkyle comportant 8 à 22 atomes de C, G correspond à une unité
d'ose et n est un nombre de 1 à 10, l'alkylsulfate et l'alkylglycoside étant entre
eux dans un rapport pondéral compris entre 8:1 et 1:1, de préférence entre 5:1 et
2:1, et une quantité de 20 à 100 parties en poids d'une matière porteuse sans phosphates
essentiellement inorganique, qui contient du carbonate de métal alcalin et de l'aluminosilicate
de métal alcalin dans un rapport pondéral de 2:1 à 1:3, avec autant d'eau que nécessaire
pour obtenir un mélange coulant et pompable aux températures inférieures à 95 °C,
présentant une viscosité de 3 000 à 15 000 mPa.s, déterminée entre 60 et 80 °C, et
que l'on extrait l'eau de celui-ci par séchage par pulvérisation en utilisant des
gaz de séchage à des températures inférieures à 250 °C, jusqu'à ce que l'on obtienne
un produit pulvérulent coulant, l'alkylsulfate et l'alkylglycoside étant entre eux
dans un rapport pondéral n'atteignant pas 8:1, si l'alkylsulfate de la formule I est
contenu dans une proportion de 15 parties en poids.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'on mélange 3 à 10 parties
en poids d'alkylsulfate conforme à la formule 1, 2 à 3 parties en poids d'alkylglycoside
selon la formule II et 25 à 80 parties en poids de la matière porteuse inorganique
avec autant d'eau que nécessaire pour obtenir un mélange contenant au moins 35 % en
poids, en particulier 40 à 50 % en poids d'eau.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'alkylsulfate et l'alkylglycoside
sont entre eux dans un rapport pondéral de 5:1 à 2:1.
4. Procédé selon une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'on utilise des
gaz de séchage à des températures de 120 à 240 °C, en particulier de 140 à 210 °C.
5. Procédé selon une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la matière porteuse
inorganique contient 40 à 60 % en poids d'aluminosilicate de métal alcalin, en particulier
de la zéolithe NaA et/ou NaX, 20 à 40 % en poids de carbonate de métal alcalin, jusqu'à
20 % en poids d'autres sels inorganiques et pas plus de 20 % en poids de matière organique,
en particulier du polycarboxylate.
6. Procédé selon une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la matière porteuse
inorganique contient en plus de l'aluminosilicate de métal alcalin et du carbonate
de métal alcalin, 1 à 10 % en poids - dans chaque cas par rapport à la totalité de
la matière porteuse - d'hydrogénocarbonate de métal alcalin, de chlorure de métal
alcalin ou de silicate de métal alcalin ou un mélange de ceux-ci, la matière porteuse
étant exempte de silicate de métal alcalin avec un rapport molaire entre le SiO2 et l'oxyde de métal alcalin allant jusqu'à 2 et la proportion de silicate de métal
alcalin avec un rapport molaire entre le SiO2 et l'oxyde de métal alcalin supérieur à 2 ne dépassant pas 5 % en poids, par rapport
à la totalité de la matière porteuse.
7. Procédé selon une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que la matière inorganique
porteuse contient en plus de l'aluminosilicate de métal alcalin et du carbonate de
métal alcalin, 1 à 15 % en poids, en particulier de 5 à 13 % en poids, dans chaque
cas par rapport à la totalité de la matière porteuse inorganique, de sel soluble dans
l'eau d'acides polycarboxyliques polymères, qui peuvent être fabriqués par polymérisation
de monomères d'acide acrylique, méthacrylique et/ou maléique ou de sels de ceux-ci.
8. Mélange pulvérulent de tensioactifs, déversable et coulant, qui est obtenu par séchage
par pulvérisation, en utilisant des gaz de séchage à des températures inférieures
à 250 °C, d'un mélange aqueux versable de ses constituants, et qui contient
12 à 25 % en poids d'alkylsulfate de la formule I,
R
1-OSO
3X (I)
dans laquelle R
1 représente un radical alkyle comportant 10 à 20 atomes de C et X correspond à un
ion de métal alcalin, d'ammonium ou d'ammonium à substitution alkyle ou hydroxyalkyle,
2 à 10 % en poids d'alkylglycoside de la formule II,
R
2-O(G)
n (II)
dans laquelle R
2 représente un radical alkyle comportant 8 à 22 atomes de C, G correspond à une unité
d'ose et n est un nombre de 1 à 10, l'alkylsulfate et l'alkylglycoside étant entre
eux dans un rapport pondéral compris entre 8:1 et 1:1,
45 à 70 % en poids d'une matière porteuse essentiellement inorganique, qui contient
du carbonate de métal alcalin et de l'aluminosilicate de métal alcalin dans un rapport
pondéral de 2:1 à 1:3,
pas plus de 5 % en poids, en particulier 0,1 à 3 % en poids d'un autre tensioactif,
pas plus de 1 % en poids, en particulier 0,01 à 0,5 % en poids d'un agent de blanchiment
optique,
pas plus de 2 % en poids, en particulier 0,1 à 1 % en poids d'un inhibiteur de mousse,
pas plus de 3 % en poids, en particulier 0,5 à 2 % en poids d'un inhibiteur de ternissement,
pas plus de 5 % en poids, en particulier 0,1 à 2 % en poids d'un complexant pour les
métaux lourds, et
jusqu'à 20 % en poids d'eau, l'alkylsulfate et l'alkylglycoside étant entre eux dans
un rapport pondéral n'atteignant pas 8:1 si l'alkylsulfate de la formule I est contenu
dans une proportion de 15 % en poids.
9. Mélange de tensioactifs selon la revendication 8, caractérisé en ce qu'il contient
3 à 8 % en poids d'alkylglycoside selon la formule II, 52 à 65 % de matière porteuse
et 5 à 15 % en poids d'eau.
10. Mélange de tensioactifs selon la revendication 8 ou 9, caractérisé en ce que l'alkylsulfate
de la formule I possède un radical alkyle R1 comportant 12 à 18 atomes de C.
11. Mélange de tensioactifs selon une des revendications 8 à 10, caractérisé en ce que
l'alkylglycoside de la formule II est un alkylglucoside et qu'il possède un degré
d'oligomérisation n inférieur à 1,5, en particulier de 1,2 à 1,4.
12. Utilisation, comme prémélange déversable et coulant pour la fabrication de produits
de lavage ou de nettoyage sous forme granulaire, d'un mélange pulvérulent de tensioactifs,
déversable et coulant, qui est obtenu par séchage par pulvérisation, en utilisant
des gaz de séchage à des températures inférieures à 250 °C, d'un mélange aqueux versable
de ses constituants, et qui contient
10 à 30 % en poids d'alkylsulfate de la formule I,
R
1-OSO
3X (I)
dans laquelle R
1 représente un radical alkyle comportant 10 à 20 atomes de C et X correspond à un
ion de métal alcalin, d'ammonium ou d'ammonium à substitution alkyle ou hydroxyalkyle,
2 à 10 % en poids d'alkylglycoside de la formule II,
R
2-O(G)
n (II)
dans laquelle R
2 représente un radical alkyle comportant 8 à 22 atomes de C, G correspond à une unité
d'ose et n est un nombre de 1 à 10, l'alkylsulfate et l'alkylglycoside étant entre
eux dans un rapport pondéral compris entre 8:1 et 1:1,
45 à 70 % en poids d'une matière porteuse essentiellement inorganique, qui contient
du carbonate de métal alcalin et de l'aluminosilicate de métal alcalin dans un rapport
pondéral de 2:1 à 1:3,
pas plus de 5 % en poids, en particulier 0,1 à 3 % en poids d'un autre tensioactif,
pas plus de 1 % en poids, en particulier 0,01 à 0,5 % en poids d'un agent de blanchiment
optique,
pas plus de 2 % en poids, en particulier 0,1 à 1 % en poids d'un inhibiteur de mousse,
pas plus de 3 % en poids, en particulier 0,5 à 2 % en poids d'un inhibiteur de ternissement,
pas plus de 5 % en poids, en particulier 0,1 à 2 % en poids d'un complexant pour les
métaux lourds, et
jusqu'à 20 % en poids d'eau,
l'alkylsulfate et l'alkylglycoside étant entre eux dans un rapport pondéral n'atteignant
pas 8:1 si l'alkylsulfate de la formule I est contenu dans une proportion de 15 %
en poids.
13. Utilisation, comme prémélange déversable et coulant pour la fabrication de produits
de lavage ou de nettoyage sous forme granulaire, d'un mélange pulvérulent de tensioactifs
selon une des revendications 8 à 11.
14. Utilisation selon la revendication 12 ou 13,
caractérisée en ce que le produit obtenu contient
50 à 80 % en poids, en particulier, 65 à 75 % en poids d'un mélange de tensioactifs
selon une des revendications 8 à 11,
jusqu'à 25 % en poids, en particulier 12 à 20 % en poids, d'agent de blanchiment
jusqu'à 10 % en poids, en particulier, 2 à 8 % en poids d'activateur de blanchiment,
jusqu'à 1 % en poids, en particulier, 0,1 à 1 % en poids d'inhibiteur de mousse,
jusqu'à 2 % en poids, en particulier, 0,4 à 1,2 % en poids d'enzyme,
jusqu'à 50 % en poids, en particulier, 25 à 35 % en poids, de matière abrasive et
jusqu'à 5 % en poids, en particulier 0,5 à 2 % en poids de tensioactif, en particulier,
non ionique supplémentaire.
1. A process for the production of powder-form surfactant mixtures comprising alkylsulfate,
alkylglycoside and an inorganic carrier material by drying free-flowing, aqueous surfactant-containing
mixtures, characterized in that a quantity of 2 to 15 parts by weight of alkylsulfate
corresponding to formula (I):
R1-OSO3X (I)
in which R1 is an alkyl radical containing 10 to 20 carbon atoms and X is an alkali metal, ammonium
or alkyl- or hydroxyalkyl-substituted ammonium ion, a quantity of 1 to 5 parts by
weight of akylglycoside corresponding to formula (II):
R2-O(G)n (II)
in which R2 is an alkyl radical containing 8 to 22 carbon atoms, G is a glycose unit and n is
a number of 1 to 10, the ratio by weight of alkylsulfate to alkylglycoside being 8:1
to 1:1, and a quantity of 20 to 100 parts by weight of a substantially inorganic phosphate-free
carrier material containing alkali metal carbonate and alkali metal alumosilicate
in a ratio by weight of 2:1 to 1:3, are mixed with water in such a quantity that a
mixture flowable and pumpable at temperatures below 95°C with a viscosity of 3,000
mPa.s to 15,000 mPa.s, as measured at 60°C to 95°C, is formed and the water is subsequently removed from
the mixture by spray drying using drying gases with temperatures below 250 °C to such
an extent that a powder-form flee-flowing product is formed, with the proviso that
the ratio by weight of alkylsulfate to alkylglycoside is not 8:1 if 15 parts by weight
of alkylsulfate corresponding to formula (I) are present.
2. A process as claimed in claim 1, characterized in that 3 to 10 parts by weight of
alkylsulfate corresponding to formula (I), 2 to 3 parts by weight of alkylglycoside
corresponding to formula (II) and 25 to 80 parts by weight of the inorganic carrier
material are mixed with water in such a quantity that a mixture containing at least
35% by weight and more particularly 40% by weight to 50% by weight of water is formed.
3. A process as claimed in claim 1 or 2, characterized in that the ratio by weight of
alkylsulfate to alkylglycoside is 5:1 to 2:1.
4. A process as claimed in any of claims 1 to 3, characterized in that drying gases with
temperatures of 120°C to 240°C and, more particularly, 140°C to 210°C are used.
5. A process as claimed in any of claims 1 to 4, characterized in that the inorganic
carrier material comprises 40% by weight to 60% by weight of alkali metal alumosilicate,
more particularly zeolite NaA and/or NaX, 20% by weight to 40% by weight of alkali
metal carbonate, up to 20% by weight of other inorganic salts and no more than 20%
by weight of organic material, more particularly polycarboxylate.
6. A process as claimed in any of claims 1 to 5, characterized in that, in addition to
alkali metal alumo-silicate and alkali metal carbonate, the inorganic carrier material
comprises 1% by weight to 10% by weight, based on the carrier material as a whole,
of alkali metal hydrogen carbonate, alkali metal chloride or alkali metal silicate
or a mixture thereof the carrier material being free from alkali metal silicate with
a molar ratio of SiO2 to alkali metal oxide of up to 2 and the percentage content of alkali metal silicate
with a molar ratio of SiO2 to alkali metal oxide of more than 2 being no more than 5% by weight, based on the
carrier material as a whole.
7. A process as claimed in any of claims 1 to 6, characterized in that, in addition to
alkali metal alumosilicate and alkali metal carbonate, the inorganic carrier material
comprises 1% by weight to 15% by weight and, more particularly, 5% by weight to 13%
by weight, based on the carrier material as a whole, of water-soluble salt of polymeric
polycarboxylic acids which may be produced by polymerization of acrylic acid, methacrylic
acid and/or maleic acid monomers or salts thereof.
8. A powder-form, pourable and free-flowing surfactant mixture which is obtained by spray
drying of a pourable aqueous mixture of its constituents using drying gases with temperatures
below 250 °C and which comprises
10 to 30% by weight of alkylsulfate corresponding to formula (I):
R
1-OSO
3X (I)
in which R
1 is an alkyl radical containing 10 to 20 carbon atoms and X is an alkali metal, ammonium
or alkyl- or hydroxyalkyl-substituted ammonium ion,
2 to 10% by weight of an alkylglycoside corresponding to formula (II):
R
2-O(G)
n (II)
in which R2 is an alkyl radical containing 8 to 22 carbon atoms, G is a glycose unit and n is
a number of to 10,
the ratio by weight of alkylsulfate to alkylglycoside being 8:1 to 2:1,
45 to 70% by weight of a substantially inorganic carrier material containing alkali
metal carbonate and alkali metal alumosilicate in a ratio by weight of 2:1 to 1:3,
no more than 5% by weight and, more particularly, 0.1% by weight to 3% by weight of
other surfactant,
no more than 1% by weight and, more particularly, 0.01% by weight to 0.5% by weight
of optical brightener,
no more than 2% by weight and, more particularly, 0.1% by weight to 1% by weight of
foam inhibitor,
no more than 3% by weight and, more particularly, 0.5% by weight to 2% by weight of
redeposition inhibitor,
no more than 5% by weight and, more particularly, 0.1% by weight to 2% by weight of
complexing agent for heavy metals and
up to 20% by weight of water,
with the proviso that the ratio by weight of alkylsulfate to alkylglycoside is not
8:1 if 15% by weight of alkylsulfate corresponding to formula (I) are present.
9. A surfactant mixture as claimed in claim 8, characterized in that it comprises 12
to 25% by weight of alkylsulfate corresponding to formula (I), 3 to 8% by weight of
alkylglycoside corresponding to formula (II), 52 to 65% by weight of carrier material
and 5 to 15% by weight of water.
10. A surfactant mixture as claimed in claim 8 or 9, characterized in that the alkylsulfate
corresponding to formula (I) has an alkyl radical R1 with 12 to 18 carbon atoms.
11. A surfactant mixture as claimed in any of claims 8 to 10, characterized in that the
alkylglycoside corresponding to formula (II) is an alkylglucoside and has a degree
of oligomerization n below 1.5 and, more particularly, from 1.2 to 1.4.
12. The use of a powder-form, pourable and flee-flowing surfactant mixture which is obtained
by spray drying of a pourable aqueous mixture of its constituents using drying gases
with temperatures below 250 °C and which comprises
10 to 30% by weight of alkylsulfate corresponding to formula (I):
R
1-OSO
3X (I)
in which R
1 is an alkyl radical containing 10 to 20 carbon atoms and X is an alkali metal, ammonium
or alkyl- or hydroxyalkyl-substituted ammonium ion,
2 to 10% by weight of an alkylglycoside corresponding to formula (II):
R
2-O(G)
n (II)
in which R2 is an alkyl radical containing 8 to 22 carbon atoms, G is a glycose unit and n is
a number of 1 to 10,
the ratio by weight of alkylsulfate to alkylglycoside being 8:1 to 1:1,
45 to 70% by weight of a substantially inorganic carrier material containing alkali
metal carbonate and alkali metal alumosilicate in a ratio by weight of 2:1 to 1:3,
no more than 5% by weight and, more particularly, 0.1% by weight to 3% by weight of
other surfactant,
no more than 1% by weight and, more particularly, 0.01% by weight to 0.5% by weight
of optical brightener,
no more than 2% by weight and, more particularly, 0.1% by weight to 1% by weight of
foam inhibitor,
no more than 3% by weight and, more particularly, 0.5% by weight to 2% by weight of
redeposition inhibitor,
no more than 5% by weight and, more particularly, 0.1% by weight to 2% by weight of
complexing agent for heavy metals and
up to 20% by weight of water,
with the proviso that the ratio by weight of alkylsulfate to alkylglycoside is not
8:1 if 15% by weight of alkylsulfate corresponding to formula (I) are present, as
a pourable and free-flowing compound for the production of particulate detergents
or cleaning products.
13. The use of a powder-form surfactant mixture according to one of claims 8 to 11 as
pourable and free-flowing pre-mixture in the production of particulate detergents
or cleaning products.
14. The use claimed in claim 12 or 13, characterized in that the detergent or cleaning
product formed comprises
50% by weight to 80% by weight and, more particularly, 65% by weight to 75% by weight
of the surfactant mixture claimed in any of claims 8 to 11,
up to 25% by weight and, more particularly, 12% by weight to 20% by weight of bleaching
agent,
up to 10% by weight and, more particularly, 2% by weight to 8% by weight of bleach
activator,
up to 1% by weight and, more particularly, 0.1% by weight to 1% by weight of foam
inhibitor,
up to 2% by weight and, more particularly, 0.4% by weight to 1.2% by weight of enzyme,
up to 50% by weight and, more particularly, 25% by weight to 35% by weight of abrasive
and
up to 5% by weight and, more particularly, 0.5% by weight to 2% by weight of additional
surfactant, more particularly nonionic surfactant.