[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Entsorgung von ausgedienten
Umreifungsbändern aus Kunststoff.
[0002] Umreifungsbänder aus Kunststoff werden zu Transportzwecken eingesetzt und dabei verwendet,
um Verpackungsbehälter, wie Holzkisten, Pappkartons oder dergleichen gegen unbeabsichtigtes
Öffnen während des Transports zu sichern, oder um eine Mehrzahl von Transportbehältern
beispielsweise auf einer Transportpalette zusammen- oder festzuhalten. Umreifungsbänder
werden ferner eingesetzt, um schwerere Maschinenteile auf Transportpaletten gegen
Verrutschen zu sichern, um bündelweise transportierte Gegenstände wie Rohre, Baustahlmatten,
Briketts und vieles andere mehr zusammenzuschnüren oder um zusammengerollt transportierte
Gegenstände, beispielsweise Teppiche oder andere Bodenbeläge zusammenzuhalten. Dabei
werden die Umreifungsbänder mittels einer Spannvorrichtung um die zu sichernden, zusammenzuhaltenden
oder miteinander zu verbindenden Verpackungsbehälter oder Gegenstände herumgespannt.
Die früher zumeist verwendeten Umreifungsbänder aus dünnem Stahlblech wurden in den
letzten Jahren zunehmend durch Umreifungsbänder aus Polypropylen oder aus anderen
Kunststoffen ersetzt. Die jeweils beim Empfänger bzw. Abnehmer der transportierten
Güter anfallenden ausgedienten Umreifungsbänder werden entweder nach einem Umschmelzen
wiederverwertet, oder aber nach dem Durchtrennen dem Abfall zugeführt. Da sich die
aus Polypropylen bestehenden Umreifungsbänder quer zu ihrer Längsrichtung nur schlecht
falten oder knicken lassen und zudem eine hohe Elastizität aufweisen, benötigen sie
allerdings in einem Sammel- oder Abfallbehälter verhältnismaßig viel Platz und sind
zudem in größerer Menge nur schlecht handhabbar.
[0003] Ausgehend hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine
Vorrichtung der eingangs genannten Art zu entwickeln, um die Handhabung der ausgedienten
Umreifungsbänder zu verbessern, und gegebenenfalls ihre Wiederverwertung zu erleichtern.
[0004] Bezüglich des Verfahrens wird diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die
Umreifungsbänder im wesentlichen in radialer Richtung der zylindrischen Bahn mindestens
eines rotierenden Schneidmessers zugeführt und in kurze Stücke geschnitten werden.
Die Umreifungsbänder können dadurch für eine Wiederverwertung sortenrein, d. h. ohne
Fremdstoffe in einem unterhalb der Bahn der Schneidmesser angeordneten Behälter auf
engem Raum gesammelt und zwischengelagert werden.
[0005] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung werden die Umreifungsbänder
der zylindrischen Bahn des Schneidmessers so in ihrer Längsrichtung von außen her
zugeführt, daß die Umreifungsbänder zwischen dem rotierenden Schneidmesser und einem
stationären Statormesser zerschnitten werden, wobei die Schneidkante des Schneidmessers
in geringem Abstand an einer Messerkante des Statormessers vorbeigeführt wird. Eine
weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht dabei vor, daß die Schneidkante
und die Messerkante leicht gegeneinander geneigt sind, so daß die Umreifungsbänder,
wie bei einem Durchtrennen mit einer Schere, fortlaufend stetig über die Breitseitenflächen
der Umreifungsbänder hinweg durchtrennt werden, wobei das Abscheren jeweils punktförmig
erfolgt und kontinuierlich über die Breitseitenflächen fortschreitet. Gleichzeitig
erfolgt der Vorschub der Umreifungsbänder vorteilhaft mit gleichförmiger Geschwindigkeit,
so daß die Umreifungsbänder schräg zu ihrer Längsrichtung durchtrennt werden. Durch
diese Maßnahmen wird erreicht, daß die auf die Bauteile der Vorrichtung ausgeübten
Reaktionskräfte geringer sind und daß die das Schneidmesser tragende Messerwelle runder
läuft.
[0006] Um sicherzustellen, daß die Umreifungsbänder beim Auftreffen des Schneidmessers nicht
ausweichen, sieht eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung vor, daß die
Umreifungsbänder vor Erreichen der Bahn des Schneidmessers geführt werden. Die Führung
für die Umreifungsbänder wird dabei vorteilhafterweise durch ein außerhalb der Bahn
des rotierenden Schneidmessers angeordnetes Statormesser sowie eine dem Statormesser
gegenüberliegende Führungsfläche gebildet, die mit dem Statormesser einen sich in
radialer Richtung auf das Schneidmesser zu verengenden Führungsschlitz bildet, wobei
das Statormesser beim Auftreffen des Schneidmessers auf das Umreifungsband gleichzeitig
als Widerlager für dasselbe dient.
[0007] Zur Erleichterung des Bedienvorganges sieht eine bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung
vor, daß die Umreifungsbänder beim Einführen in eine Einführöffnung eines Gehäuses
der Vorrichtung von einer motorisch antreibbaren Einzugsvorrichtung erfaßt und von
dieser der Bahn des Schneidmessers mit gleichbleibender Geschwindigkeit zugeführt
werden.
[0008] Um zu verhindern, daß zum Zusammenhalten der Umreifungsbänder dienende Metallklammern
oder dergleichen Fremdkörper zu einer Beschädigung des Schneidmessers führen, sieht
eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung vor, daß der Einzug der Umreifungsbänder
automatisch gestoppt wird, wenn die Dicke der Fremdkörper einen vorgegebenen Wert
übersteigt.
[0009] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung werden die Umreifungsbänder
zum Einziehen von zwei gegeneinander angepreßten Einzugsrollen erfaßt, von denen mindestens
eine motorisch angetrieben wird. Die Einzugsrollen werden entsprechend der Stärke
der Umreifungsbänder auseinandergedrückt, wobei beim Überschreiten eines vorgegebenen
gegenseitigen Abstands, z.B. beim Passieren einer Stahlklammer oder dergleichen zwischen
den Einzugsrollen die gegenseitige Anpressung der Einzugsrollen vorzugsweise bis zu
einem erneuten manuellen Inbetriebsetzen aufgehoben und damit der Einzug des Umreifungsbandes
unterbrochen wird.
[0010] Im Hinblick auf die Vorrichtung wird die erfindungsgemäße Aufgabe dadurch gelöst,
daß mindestens ein auf einer Kreisbahn rotierendes Schneidmesser vorgesehen ist, dem
die Umreifungsbänder im wesentlichen in radialer Richtung zuführbar sind. Die Schneidmesser
können um eine vertikale Drehachse rotieren, eine bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung
sieht allerdings vor, daß die Drehachse horizontal ausgerichtet ist, wodurch es insbesondere
erleichtert wird, mehrere Umreifungsbänder gleichzeitig den Schneidmessern zuzuführen,
da die Umreifungsbänder in diesem Fall mit nach oben und unten weisenden Breitseitenflächen
nebeneinander in den Führungsschlitz eingeführt werden können, dessen Breite hier
vorteilhafterweise ein Mehrfaches des Breite der Umreifungsbänder beträgt.
[0011] In beiden Fällen ist der Antrieb der Schneidmesser zweckmäßig oberhalb der Kreisbahn
der Schneidmesser angeordnet, so daß er weder den Einzug der Umreifungsbänder behindert,
noch durch die kleingeschnittenen Umreifungsbandstücke verschmutzt werden kann.
[0012] Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß die Schneidkante
des Schneidmessers im wesentlichen in axialer Richtung, d. h. parallel zur Drehachse
ausgerichtet ist und zum Zerschneiden der Umreifungsbänder mit der Messerkante des
Statormessers zusammenwirkt, die vorzugsweise gegenüber der Schneidkante geneigt ist.
Der vorteilhafterweise verstellbare Neigungswinkel zwischen der Schneidkante und der
Messerkante beträgt zweckmäßig zwischen 1 und 10 Grad, vorzugsweise etwa 5 Grad. Prinzipiell
kann auch die Messerkante in axialer Richtung ausgerichtet und die Schneidkante gegenüber
der Messerkante um einige Grad geneigt sein. Bei mehreren Schneidmessern ist die zuerst
genannte Alternative allerdings weniger aufwendig.
[0013] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung werden die Umreifungsbänder
vor Erreichen der Bahn des Schneidmessers geführt, wobei die Führung zweckmäßig mindestens
teilweise durch einen sich in Richtung auf die Bahn des Schneidmessers zu verengenden
Führungsschlitz gebildet wird. Kurz vor Erreichen der Kreisbahn der Schneidmesser
wird die Umreifungsbandführung vorteilhafterweise in Drehrichtung durch eine ein Widerlager
bildende Seitenfläche des Statormessers gebildet, gegen die sich das Umreifungsband
beim Auftreffen des Schneidmessers mit seiner Breitseitenfläche anlegen kann.
[0014] Um eine Unwucht einer die Schneidmesser tragenden Messerwelle zu vermeiden, sieht
eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung vor, daß mehrere Schneidmesser in regelmäßigen
Winkelabständen voneinander jeweils im gleichen Abstand von der Drehachse auf der
Messerwelle angeordnet sind. Ein Nachschleifen stumpf gewordener Schneidmesser wird
gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung dadurch vereinfacht,
daß die Schneidmesser lösbar auf der Messerwelle angeordnet sind.
[0015] Bei Vorrichtungen mit vertikaler Drehachse ist die Messerwelle gemäß einer weiteren
vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung einseitig an ihrem oberen Ende in einem
Radial/Axiallager gelagert und wird unmittelbar von der Abtriebswelle eines Elektromotors
oder über einen Riementrieb angetrieben. Demgegenüber kann die Messerwelle bei Vorrichtungen
mit horizontaler Drehachse an beiden Stirnenden gelagert sein. Von dem die Messerwelle
antreibenden Elektromotor wird zweckmäßig weiter mindestens eine von zwei hinter einer
Einführöffnung für die Umreifungsbänder angeordneten und gegeneinander anpreßbaren
Einzugsrollen angetrieben, welche die mit ihrem vorderen Ende durch die Einführöffnung
zugeführten Umreifungsbänder erfassen und nach innen zur Kreisbahn des Schneidmessers
transportieren.
[0016] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist unterhalb der Kreisbahn
des Schneidmessers ein Sammelbehälter lösbar befestigbar, der zweckmäßig als Sack
oder als Beutel ausgebildet ist, und dessen oberen Rand an einer unteren Auslaßöffnung
eines die gesamte Schneidvorrichtung einschließenden Gehäuses lösbar befestigbar ist.
[0017] Um eine mögliche Verletzungsgefahr bei unsachgemäßer Handhabung auszuschließen, sieht
eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung vor, daß zwischen dem Sammelbehälter
und der Bahn des Schneidmessers ein Greifschutz angeordnet ist, der verhindert, daß
bei abgenommenem Sammelbehälter mit der Hand von unten her in die Bahn des Schneidmessers
eingegriffen werden kann. Um ein Abnehmen des Greifschutzes zu erschweren, ist dieser
zweckmäßig fest mit der Gehäusewand verbunden und mit mindestens einer Durchtrittsöffnung
für die kleingeschnittenen Umreifungsbandstücke versehen.
[0018] Das Gehäuse ist dabei in vorteilhafter Weise so ausgebildet, daß es nach oben durch
einen Deckel verschließbar ist, auf welchem der Antriebsmotor oder ein mit dem Antriebsmotor
verbundenes Getriebe angeflanscht ist, und in welchem bei vertikaler Drehachse die
Messerwelle und die Einzugsrollen gelagert sind. Zwischen dem Dekkel und dem Gehäuse
kann ein Kontaktschalter angeordnet sein, so daß der Antrieb des Motors beim Öffnen
des Deckels automatisch abgeschaltet wird.
[0019] Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung sieht eine Sicherheitsvorrichtung
vor, die beim Einziehen eines Fremdkörpers, beispielsweise einer zwei Enden eines
Umreifungsbandes miteinander verbindenden Stahlklammer den Einzug der Umreifungsbänder
automatisch unterbricht und so verhindert, daß die Schneidmesser durch den Fremdkörper
beschädigt werden. Da die Abmessungen fast aller Fremdkörper größer sind, als die
Stärke der Umreifungsbänder, sieht eine weitere bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung
vor, daß die Sicherheitsvorrichtung den Einzug der Umreifungsbänder unterbricht, wenn
der Abstand zwischen den Einzugsrollen ein vorgegebenes Maß übersteigt.
[0020] Eine derartige Sicherheitsvorrichtung kann nicht nur bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
sondern allgemein zum Unterbrechen eines Fördervorganges eingesetzt werden, wobei
dann das zu fördernde Gut zwischen zwei Rollen hindurch bewegbar ist, die einen variablen
Abstand aufweisen, wobei bei Überschreiten eines vorgegebenen Sollabstands zwischen
den Rollen der Fördervorgang unterbrochen wird.
[0021] Dabei sieht eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung vor, daß eine der
Einzugsrollen auf einem verschiebbaren oder verschwenkbaren Arm gelagert ist, der
unter Vergrößerung des Abstands zwischen den Einzugsrollen entgegen der Kraft einer
Feder verschoben oder verschwenkt wird und bei Überschreiten eines vorgegebenen Schwenkweges
automatisch in dieser Schwenkstellung arretiert wird. Die auf dem Arm gelagerte Einzugsrolle
wird so nicht länger gegen die andere Einzugsrolle angepreßt, wodurch der Einzug,
unmittelbar nachdem der Fremdkörper die Einzugsrollen passiert hat bzw. schom beim
Passieren der Einzugsrollen unterbrochen wird. Der Abstand der Einzugsrollen von der
Bahn des Schneidmessers ist dabei zweckmäßigerweise so groß gewählt, daß der Fremdkörper
zu diesem Zeitpunkt mit seinem vorderen Ende die Bahn des Schneidmessers noch nicht
erreicht hat.
[0022] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß ein die Gehäusewand
durchsetzender Einführtrichter für die Umreifungsbänder zusammen mit der Einzugsrolle
verschiebbar oder verschwenkbar ist, so daß bei Ausüben einer Druckkraft auf eine
Fläche des Einführtrichters der Abstand zwischen den Einzugsrollen vergrößert und
damit der Einzug ebenfalls sofort unterbrochen wird.
[0023] Im folgenden wird die Erfindung anhand dreier in der Zeichnung in schematischer Weise
dargestellter Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1:
- eine Vorderansicht einer ersten erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Entsorgen von ausgedienten
Umreifungsbändern,
- Fig. 2:
- eine Seitenansicht der Vorrichtung aus Figur 1,
- Fig. 3:
- einen Querschnitt durch die Vorrichtung aus den Figuren 1 und 2 entlang der Linie
A - A der Figur 1,
- Fig. 4:
- eine Draufsicht auf die Vorrichtung,
- Fig. 5:
- eine teilweise geschnittene Seitenansicht einer zweiten erfindungsgemäßen Vorrichtung,
- Fig. 6:
- eine Draufsicht auf das Gehäuse der Vorrichtung aus Figur 5 ohne Antriebsmotor,
- Fig. 7:
- eine Ansicht von unten her auf die Schneidmesser und die Einzugsvorrichtung der Vorrichtung
aus den Figuren 5 und 6,
- Fig. 8:
- eine geschnittene Seitenansicht der Vorrichtung aus den Figuren 5 bis 7 entlang der
Linie A - A der Figur 7,
- Fig. 9:
- eine teilweise geschnittene Seitenansicht der Vorrichtung aus den Figuren 5 bis 8
entlang der Linie B - B der Figur 8,
- Fig. 10:
- eine teilweise geschnittene Seitenansicht einer dritten erfindungsgemäßen Vorrichtung,
- Fig. 11:
- eine Draufsicht von oben auf das Schneidmesser und eine Einzugsrolle der Vorrichtung
aus Fig. 10,
- Fig. 12:
- eine Vorderseitenansicht des Einzugstrichters der Vorrichtung aus Fig. 10 und 11,
- Fig. 13:
- eine Seitenansicht des Einführtrichters aus Fig. 12.
[0024] Die in der Zeichnung dargestellte Vorrichtung zum Entsorgen von ausgedienten Umreifungsbändern
aus Polypropylen oder einem anderen Kunststoffmaterial besteht im wesentlichen aus
einem zylindrischen, von einem Ständer (2) getragenen Gehäuse (4), einer im Inneren
des Gehäuses (4) angeordneten Schneidvorrichtung (6), mit der die Umreifungsbänder
in kleine Stücke zerschnitten werden, einer Einzugsvorrichtung (8), durch welche die
Umreifungsbänder der Schneidvorrichtung (6) zugeführt werden, einem Antriebsmotor
(10) zum Antreiben der Schneidvorrichtung (6) und der Einzugsvorrichtung (8), sowie
einem unterhalb des Gehäuses (4) lösbar befestigbaren Sammelbehälter (12).
[0025] Die Schneidvorrichtung (6) besteht im wesentlichen aus einer motorisch angetriebenen,
eine Mehrzahl von Schneidmessern (18) tragenden Messerwelle (14), deren Drehachse
(22) bei den in den Figuren 1 bis 9 dargestellten Ausführungsbeispielen vertikal ausgerichtet
ist, wohingegen das in den Figuren 10 bis 13 dargestellte Ausführungsbeispiel eine
horizontale Drehachse (22) aufweist. Bei den zuerst genannten Ausführungsbeispielen
ist die Messerwelle (14) einseitig nach unten überstehend in einem das Gehäuse (4)
auf seiner oberen Stirnseite verschließenden Deckel (5) gelagert und weist bei dem
in den Figuren 1 bis 4 dargestellten Ausführungsbeispiel in gleichmäßigen Winkelabständen
über den äußeren Umfang der Messerwelle (14) überstehende Messerböcke (16) auf, die
jeweils ein Schneidmesser (18) tragen. Demgegenüber ist die Messerwelle (14) bei dem
in den Figuren 5 bis 9 dargestellten Ausführungsbeispiel an ihrem unteren Ende mit
einem Messerteller (11) versehen, über welchen mehrere in gleichmäßigen Winkelabständen
angeschweißte Messerböcke (16) nach unten überstehen, an denen jeweils ein Schneidmesser
(18) mit Halteschrauben lösbar befestigt ist. Bei dem in den Figuren 9 bis 13 dargestellten
Ausführungsbeispiel stehen zwei zur Messerwelle (14) konzentrische Haltescheiben (9)
im Abstand voneinander radial über diese über, wobei die Schneidmesser (18) zwischen
den Haltescheiben (9) angeordnet und in Schlitzausnehmungen (7) am Umfang der Haltescheiben
(9) starr eingesetzt sind. Die Schneidmesser (18) sind stets derart befestigt, daß
ihre keilförmig geschliffene Schneidkante (20) in Drehrichtung weist und beim Drehen
der Messerwelle (14) eine zylindrische Bahn beschreibt.
[0026] Bei dem in den Figuren 5 bis 9 dargestellten Ausführungsbeispielen sind die Schneidmesser
(20) selbst spiegelsymmetrisch ausgebildet und weisen zwei Schneidkanten (20) auf,
so daß sie bei Verschleiß einer Schneidkante (20) einmal um 180 Grad gedreht und erneut
an den Messerböcken (16) befestigt werden können.
[0027] Die Schneidmesser (18) weisen jeweils eine in Drehrichtung weisende Breitseitenfläche
(21) auf, von welcher die abgeschnittenen Umreifungsbandstücke tangential nach außen
gegen die Innenseite der zylindrischen Gehäusewand (23) bzw. gegen einen Greifschutz
(72) (Fig. 10) geschleudert werden, so daß die Messerböcke (16) selbst keinem Verschleiß
unterliegen.
[0028] Die Schneidmesser (18) sind bei den in den Figuren 1 bis 4 und 10 bis 13 dargestellten
Ausführungsbeispielen jeweils bezüglich der Drehachse "schräg gestellt", d. h. ihre
Schneidkante (20) schließt auf der zylindrischen Bahn einen spitzen Neigungswinkel
mit den zur Drehachse (22) parallelen Geraden ein. Bei dem Ausführungsbeispiel in
Figur 10 und 11 wird die Schrägstellung dadurch erreicht, daß die Schlitzausnehmungen
(7) der beiden Haltescheiben (9) winkelversetzt angeordnet sind. Bei dem in den Figuren
1 bis 4 dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Neigungswinkel zudem veränderbar,
da die Schneidmesser (18) dort jeweils um eine bezüglich der Drehachse (22) radiale
Verstellachse kippbar auf den Messerböcken (16) festgeschraubt sind. Die schräg gestellten
Schneidmesser wirken mit einem außerhalb der zylindrischen Bahn der Schneidkanten
(20) angeordneten Statormesser (17) zusammen, dessen Messerkante (15) parallel zur
Drehachse (22) ausgerichtet ist.
[0029] Demgegenüber sind die Schneidkanten (20) der Schneidmesser (18) bei dem in den Figuren
5 bis 9 dargestellten Ausführungsbeispiel parallel zur Drehachse (22) ausgerichtet
und wirken dort mit einem Statormesser (17) zusammen, das derart auf einer Messerhalterung
(19) befestigt ist, daß seine in geringem radialem Abstand außerhalb der Bahn der
Schneidkanten (20) angeordnete Messerkante gegenüber den Schneidkanten (20) um etwa
5° geneigt ist.
[0030] Der zwischen den Schneidkanten (20) der Schneidmesser (18) und der Messerkante (15)
des Statormessers (17) gebildete Winkel bewirkt, daß die radial zugeführten Umreifungsbänder
wie mit einer Schere über ihre Breitseiten hinweg durchschnitten werden, wobei der
Punkt, an dem sich die Schneidkante (20) und die Messerkante (15) schneiden, beim
Drehen der Messerwelle (14) kontinuierlich über die Breitseitenflächen der Umreifungsbänder
wandert. Die Umreifungsbänder werden dadurch je nach dem Verhältnis zwischen der Umdrehungsgeschwindigkeit
der Schneidmesser und der Einzugsgeschwindigkeit mehr oder weniger schräg abgeschnitten.
[0031] Die Messerwelle (14) wird von dem als Elektromotor ausgebildeten, auf dem Deckel
(5) des Gehäuses (4) angebrachten Antriebsmotor (10) angetrieben. Bei dem in den Figuren
1 bis 4 dargestellten Ausführungsbeispiel erfolgt der Antrieb der Messerwelle (14)
über einen Riementrieb (24). Die Abtriebswelle des Elektromotors durchsetzt dort den
Deckel (5) im Abstand von dem Radial/Axiallager der Messerwelle (14) und trägt im
Gehäuseinneren eine Riemenscheibe (26). Der Riementrieb (24) ist oberhalb der Schneidebene
der Schneidmesser (18) angeordnet und weist einen Keilriemen (25) auf, der jeweils
in eine im Querschnitt trapezförmigen Umfangsnut der Riemenscheibe (26) und einer
in gleicher Höhe wie diese angeordneten, auf den Messerböcken (16) aufliegenden und
mit diesen fest verbundenen Ringscheibe (29) der Schneidvorrichtung (6) eingreift.
Demgegenüber ist die Messerwelle (14) bei dem in den Figuren 5 bis 9 dargestellten
Ausführungsbeispiel in Verlängerung der Abtriebswelle des Elektromotors angeordnet
und starr mit dieser gekuppelt, während bei dem in den Figuren 10 bis 13 dargestellten
Ausführungsbeispiel ein am Antriebsmotor (10) angeflantschtes Winkelgetriebe (27)
auf dem Deckel (5) des Gehäuses (4) befestigt ist, wobei eine zur Drehachse (22) parallele
horizontale Abtriebswelle (31) des Winkelgetriebes über einen Riementrieb (24) mit
der Messerwelle (18) verbunden ist.
[0032] Die Einzugsvorrichtung (8) besteht im wesentlichen aus zwei in entgegengesetzter
Drehrichtung angetriebenen, gegeneinander anpreßbaren Einzugsrollen (30,32), die die
mit ihrem vorderen Ende in einen Einführtrichter (34) auf der Umfangsfläche des Gehäuses
(4) eingeführten Umreifungsbänder erfassen und in Richtung auf die Bahn der Schneidmesser
(18) zu bewegen. Die Einzugsrollen (30, 32) weisen jeweils eine zur Drehachse (22)
der Messerwelle (18) parallele Drehachse auf, so daß die Umreifungsbänder mit zur
Drehachse (22) parallelen Breitseitenflächen eingezogen werden.
[0033] Der Antrieb beider Einzugsrollen (30, 32) erfolgt bei dem in den Figuren 1 bis 4
dargestellten Ausführungsbeispiel unmittelbar durch einen weiteren Riementrieb (28).
Dessen oberhalb des Keilriemens (25) angeordneter Keilriemen (49) ist dort von einer
auf der Messerwelle (14) befestigten Riemenscheibe nacheinander über jeweils eine
Riemenscheibe am oberen Ende der Einzugsrollen (30, 32) geführt. Die beiden Einzugsrollen
(30, 32) werden durch Federkraft gegeneinander angepreßt, so daß sich ihr Abstand
an die Materialstärke des eingezogenen Umreifungsbands anpassen kann. Zum Ausgleich
einer dadurch bewirkten Verlängerung bzw. Verkürzung des Weges des Keilriemens (49)
ist dieser zusätzlich über eine Spannrolle (46) geführt, die ebenfalls unter der Einwirkung
einer Federkraft senkrecht zu ihrer Drehachse verschiebbar gelagert ist.
[0034] Im Unterschied dazu wird bei den in den Figuren 5 bis 13 dargestellten Ausführungsbeispielen
jeweils nur eine der beiden Einzugsrollen (32) von einem Riemenantrieb (24, 28) angetrieben.
Bei dem Ausführungsbeispiel der Figuren 5 bis 9 ist die andere Einzugsrolle (30) auf
einer um eine Schwenkachse (54) verschwenkbaren Schwinge (56) schwenkbar gelagert.
Eine auf die Schwinge (56) einwirkende Druckfeder (58) bewirkt, daß die auf der Schwinge
(56) gelagerte Einzugsrolle (30) gegen die angetriebene Einzugsrolle (32) angepreßt
wird. Im Deckel (5) des Gehäuses ist ein Arretierungsorgan (60) in vertikaler Richtung
verschiebbar gelagert, dessen unteres Ende auf der Oberseite der Schwinge (56) gleitet
und bei Überschreiten eines vorgegebenen Schwenkwinkels an einer vertikalen Begrenzungsfläche
(61) der Schwinge (56) entlang nach unten gleitet, so daß die Schwinge (56) in ihrer
Schwenklage arretiert wird. Zum Lösen der Arretierung weist das Arretierungsorgan
(60) einen nach oben über den Gehäusedeckel (5) überstehenden Handgriff (62) auf,
an welchem es nach oben gezogen werden kann. Neben der Druckfeder (58) ist ein nicht
dargestellter Anschlag vorgesehen, der den Schwenkwinkel der Schwinge (56) auf einen
vorgegebenen Wert begrenzt.
[0035] Weiter ist bei diesem Ausführungsbeispiel auch der Einführtrichter (34) auf der Schwinge
(56) montiert, so daß bei Druck auf die radial nach außen gerichtete Begrenzungsfläche
(64) des Einführtrichters (34) der Abstand zwischen den Einzugsrollen (30,32) vergrößert
und damit der Einzug unmittelbar unterbrochen werden kann.
[0036] Bei dem Ausführungsbeispiel der Figuren 10 bis 13 ist die obere Einzugsrolle (32)
gemeinsam mit der Messerwelle (18) auf einem Tragrahmen (57) im Gehäuse (4) ortsfest
gelagert und wird gemeinsam mit der Messerwelle (18) vom Riementrieb (24) angetrieben,
der von der Abtriebswelle (31) des Winkelgetriebes (27) über eine auf der Messerwelle
(18) befestigte Riemenscheibe zur Einzugsrolle (32) und von dort über eine Spannrolle
(59) zur Abtriebswelle zurückgeführt ist. Die untere, auf einem Arm (61) angeordnete
Einzugsrolle (30) ist dort zusammen mit dem Einführtrichter (34) im Gehäuse (4) in
vertikaler Richtung verschiebbar gelagert, wobei eine auf den Arm (61) einwirkende
Druckfeder (58) ein Anpressen der unteren Einzugsrolle (30) gegen die angetriebene
Einzugsrolle (32) bewirkt. Durch Einführen eines Fremdkörpers mit einer die Bandstärke
der Umreifungsbänder um ein vorgegebenes Maß überschreitenden Dicke zwischen die beiden
Einzugsrollen (30, 32) wird die Einzugsrolle (30) nach unten gedrückt, und rastet
in einer Stellung ein, in der der Kontakt zwischen den beiden Einzugsrollen (30, 32)
aufgehoben ist. Ein weiteres Einziehen des Umreifungsbands, nachdem der Fremdkörper
die Einzugsrollen (30, 32) passiert hat, wird dadurch verhindert. Gleichzeitig gewährleistet
der zusammen mit der Einzugsrolle (30) verschiebbar gelagerte Einführtrichter (34),
daß durch Nachuntendrücken des Einführtrichters der Abstand zwischen den Einzugsrollen
(30, 32) vergrößert und damit der Einzug unterbrochen werden kann.
[0037] Der Einführtrichter (34) wird durch zwei nach innen über die zylindrische Gehäusewand
(36) überstehende jeweils von gegenüberliegenden Seitenrändern einer rechteckigen
Ausnehmung (38) der Gehäusewand (36) keilförmig aufeinanderzu gerichteten Leitblechen
(40, 41) gebildet, wobei der Spalt (42) zwischen den inneren Enden der Leitbleche
(40, 41) so eng bemessen ist, daß die Umreifungsbänder nur so eingeführt werden können,
daß die Einzugsrollen (30, 32) mit deren Breitseitenflächen in Eingriff treten. Um
ein gleichzeitiges Einführen mehrerer Umreifungsbänder zu ermöglichen, weist der in
den Figuren 12 und 13 dargestellte Einführtrichter (34) mehrere senkrecht zum Spalt
(42) angeordnete Unterteilungen (47) auf, die verhindern, daß sich zwei schräg eingeführte
Umreifungsbänder zwischen den Einzugsrollen (30, 32) überlagern, wodurch der Einzug
wie bei Passieren eines Fremdkörpers unterbrochen werden könnte.
[0038] Zwischen den Einzugsrollen (30,32) und der Bahn der Schneidmesser (18) ist eine Führung
(43) angeordnet, die einen schmalen Schlitz (45) aufweist, in welchem das innere,
von den Einzugsrollen (30,32) freigegebene Ende des jeweils eingezogenen Umreifungsbands
geführt wird, bis es in geringem radialen Abstand von der Kreisbahn der Schneidmesser
(18) aus dem Schlitz (45) austritt. Der Schlitz (45) ist dabei sowohl nach den Seiten,
als auch nach oben und unten durch Führungsflächen begrenzt, wodurch verhindert wird,
daß sich das eingezogene Umreifungsband beim Auftreffen des Schneidmessers (18) umbiegt
und ausweicht oder sich aus der Bahn der Schneidkanten heraus bewegt. Die jeweils
in Drehrichtung der Messerwelle (14) angeordnete Begrenzung des Schlitzes (45) dient
zudem als Widerlager für das Umreifungsband im Augenblick des Auftreffens des Schneidmessers
(18).
[0039] Bei dem in den Figuren 1 bis 4 dargestellten Ausführungsbeispiel ist das Gehäuse
(4) so ausgebildet, daß sich sein Oberteil (48) um ein dem Einführtrichter (34) gegenüberliegendes
und etwas unterhalb desselben angeordnetes Scharnier (nicht dargestellt) gegenüber
dem mit dem Ständer (2) fest verbundenen Unterteil (50) um eine horizontale Schwenkachse
nach oben zu aufklappen läßt. Ein nicht dargestellter Kontaktschalter verhindert,
daß der Antriebsmotor (10) bei offenem Gehäuse (4) eingeschaltet werden kann. Bei
aufgeklapptem Oberteil (48) ist sowohl die Schneidvorrichtung (6) als auch die Einzugsvorrichtung
(8) von unten her leicht zugänglich, so daß die Schneidmesser (18) ohne Schwierigkeiten
verstellt oder ausgetauscht bzw. problemlos Wartungsarbeiten an den Einzugsrollen
(30, 32), den Riementrieben (18,28) und den Lagern durchgeführt werden können.
[0040] Demgegenüber ist bei dem in den Figuren 5 bis 9 dargestellten Ausführungsbeispiel
die zylindrische Gehäusewand einteilig ausgebildet und weist eine nach oben offene
Schlitzausnehmung (70) auf, in welche beim Aufsetzen des Gehäusedeckels (5) der Einführtrichter
(34) eingreift. Auch hier kann ein Kontaktschalter vorgesehen sein, der ein Einschalten
des Antriebsmotors (10) bei offenem Gehäuse (4) verhindert.
[0041] Unterhalb der Bahn der Schneidmesser (18) ist bei diesem Ausführungsbeispiel weiter
ein Greifschutz (72) angeordnet, der mit der Gehäusewand verschweißt ist. Der Greifschutz
(72) weist die Gestalt eines Kegels mit nach oben gerichteter Spitze auf und ist an
seinem Umfang durch Schlitzausnehmungen (74) von der Gehäusewand (23) getrennt, so
daß die kleingeschnittenen Umreifungsbandstücke am Kegel herabgleiten und nach unten
in den Sammelbehälter (12) fallen können. Der Greifschutz (72) soll dabei bei einer
unsachgemäßen Handhabung ein Eingreifen von unten her in die Bahn der Schneidmesser
(18) verhindern.
[0042] Bei dem in Figur 10 dargestellten Ausführungsbeispiel ist ebenfalls ein Greifschutz
(72) vorgesehen, der unterhalb und auf der den Einzugsrollen (30, 32) entgegengesetzten
Seite der Messerwelle (14) angeordnet ist und im unteren Teil seiner Rückwand eine
Austragsöffnung (73) für die kleingeschnittenen Umreifungsbandstücke aufweist.
[0043] Der zum Auffangen der kleingeschnittenen Umreifungsbandstücke dienende Kunststoffsack
(12) wird zum Befestigen mit seinem oberen Rand von unten her über die Außenfläche
des Gehäuses (4) gestülpt und anschließend mittels eines unter Festklemmen des Randes
gegen die Außenfläche des Gehäuses (4) anlegbaren Spannbügels (52) oder eines unter
Zugspannung stehenden gummielastischen Spannseils lösbar befestigt.
1. Verfahren zum Entsorgen von ausgedienten Umreifungsbändern aus Kunststoff, dadurch
gekennzeichnet, daß die Umreifungsbänder im wesentlichen in radialer Richtung einer
zylindrischen Bahn mindestens eines rotierenden Schneidmessers (18) zugeführt und
in kurze Stücke geschnitten werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Umreifungsbänder schräg
zu ihre Längsrichtung durchtrennt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Umreifungsbänder
der zylindrischen Bahn des Schneidmessers (18) mit gleichförmiger Geschwindigkeit
zugeführt werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Umreifungsbänder
motorisch in die Bahn des Schneidmessers (18) eingezogen werden.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Zufuhr
der Umreifungsbänder beim Zuführen eines Fremdkörpers automatisch unterbrochen wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Umreifungsbänder
zwischen zwei vor der Bahn des Schneidmesser (18) angeordnete, gegeneinander anpreßbare
Einzugsrollen (30, 32) eingeführt werden, von denen mindestens eine motorisch angetrieben
wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Einzug der Umreifungsbänder
bei Überschreiten eines vorgegebenen Abstands zwischen den Einzugsrollen (30, 32)
unterbrochen wird.
8. Vorrichtung zum Entsorgen von ausgedienten Umreifungsbändern, dadurch gekennzeichnet,
daß die Umreifungsbänder einer zylindrischen Bahn mindestens eines rotierenden Schneidmessers
(18) im wesentlichen in radialer Richtung zuführbar sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, gekennzeichnet durch mindestens ein außerhalb der Bahn
des rotierenden Schneidmessers (18) angeordnetes ortsfestes Statormesser (17) mit
einer in geringem radialem Abstand von der Schneidkante (20) des Schneidmessers (18)
angeordneten Messerkante (15).
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Messerkante (15) und
die Schneidkante (20) gegeneinander geneigt sind.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Neigungswinkel zwischen
der Schneidkante (20) und der Messerkante (15) zwischen 1 und 10 Grad, vorzugsweise
etwa 5 Grad beträgt.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Neigungswinkel
verstellbar ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 12, gekennzeichnet durch einen zwischen
einem Sammelbehälter (12) und der Bahn des Schneidmessers (18) angeordneten Greifschutz
(72).
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, gekennzeichnet durch eine zwischen
einer Einführöffnung für die Umreifungsbänder und der Bahn des Schneidmessers (18)
angeordnete, motorisch angetriebene Einzugsvorrichtung (8).
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Einzugsvorrichtung (8)
mindestens zwei Einzugsrollen (30, 32) umfaßt, von denen mindestens eine unmittelbar
antreibbar ist.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Einzugsrollen (30,32)
gegeneinander anpreßbar sind.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 17, gekennzeichnet durch eine beim Zuführen
eines Fremdkörpers eine weitere Zufuhr der Umreifungsbänder automatisch unterbrechende
Sicherheitsvorrichtung.
18. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Sicherheitsvorrichtung
die weitere Zufuhr unterbricht, wenn der Abstand zwischen den Einzugsrollen (30, 32)
ein vorgegebenes Maß übersteigt.
19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß eine der
Einzugsrollen (30) verschwenkbar oder verschiebbar gelagert ist.
20. Vorrichtung nach Anspruch 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet, daß eine der Einzugsrollen
(30) bei Überschreiten eines vorgegebenen Abstands automatisch in ihrer Lage arretierbar
ist.
21. Vorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Arretierung manuell
lösbar ist.
22. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß ein motorischer
Einzug der Umreifungsbänder durch Ausüben einer Druck- oder Zugkraft auf einen Einführtrichter
(34) unterbrochen werden kann.
23. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 22, gekennzeichnet durch einen zusammen
mit einer Einzugsrolle (30) verschiebbar oder verschwenkbar gelagerten Einführtrichter
(34) für die Umreifungsbänder.
24. Vorrichtung nach Anspruch 22 oder 23, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand zwischen
zwei Einzugsrollen (30, 32) bei Ausüben einer Druckkraft auf den Einführtrichter (34)
vergrößert wird.