[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Materialwickel, insbesondere Umreifungsmittelwickel,
mit einem Wickelkern und darauf befindlichem Umreifungsmittel für Maschinen zum Umreifen
von Packstücken, wobei dem Umreifungsmittel zur Markierung seines wickelkernnahen
Anfangsabschnitts eine Reflektionsfläche zur, insbesondere fotoelektrischen, Abtastung
zugeordnet ist.
[0002] In der älteren, DE-Patentanmeldung P 41 38 800.3 (veröffentlicht am 27.05.93) ist
im Zusammenhang mit einem Verfahren und einer Vorrichtung zur Vermeidung von umreifungsmittelbedingten
Betriebsunterbrechungen an Maschinen zum Umreifen von Packstücken ein automatischer,
sogenannter "fliegender Umreifungsmittelwechsel" vorgesehen, derart, daß an der Maschine
zwei jeweils aus einem Umreifungsmittelwickel mit Wickelkern bestehende Umreifungsmittelvorräte
bereitgehalten sind. Während das Umreifungsmittel von dem einen Umreifungsmittelwickel
abgezogen und von der Maschine verarbeitet wird, befindet sich der zweite Um-reifungsmittelvorrat
in Warteposition. Damit beim Aufbrauch des gegenwärtig verarbeiteten Umreifungsmittels
automatisch Umreifungsmittel vom wartenden Umreifungsmittelvorrat verarbeitet werden
kann, sind den Wickelkernen der Umreifungsmittelwickel jeweils eine mittels Fotozellen
abgetastete Reflektionsfläche zugeordnet. Leert sich nun der eine Umreifungsmittelwickel,
ändert sich bezüglich der ihm zugeordneten Fotozelle das Reflektionsverhalten, sobald
deren Strahl auf die Reflektionsfläche trifft. Beim Verfahren und Gegenstand der genannten
Patentanmeldung führt diese Umreifungsmittelendemeldung zur Auslösung verschiedener
Maschinenbefehle insbesondere dahingehend, daß der Rest des augenblicklich verarbeiteten
Umreifungsmittels aus der Maschine herausgezogen wird und Umsteuermittel geschaltet
werden, die die automatische Umreifungsmittel-Zuführung vom bereitgehaltenen Umreifungsmittelwickel
bewirken.
[0003] Ähnliche Einrichtungen sind zu vergleichbaren Zwecken auf dem gattungsfremden Gebiet
von Garnspulhülsen bekannt. So beschreibt etwa die DE-OS 24 03 732 einen Reflexbelag,
der mit Hilfe eines optisch-elektronischen Schußfühlers abgetastet wird, um nach dem
Abweben einer Spule einen automatischen Spulenwechsel herbeizuführen. Bei welchem
Bewicklungszustand der Spulenwechsel erfolgt, ist nicht näher erläutert. Die CH-PS
666 471 beschreibt die Auswertung einer nur noch aus wenigen Garnlagen bestehenden
Bewicklung mittels eines Reflexionssignals, welches offenbar die durchscheinend gewordenen
Garnlagen durchdringt. Das Ergebnis einer solchen Überwachung des Bewicklungszustands
der Garnspule ist stark von der transluzenten Eigenschaft des Wickels abhängig, also
sowohl vom Material des Garns als auch von dem garnspezifischen Spulen-Bewicklungszustand.
Diese Faktoren führen dazu, daß die Signale sehr unterschiedliche Meldungen erzeugen.
Bei vielen Garnen wird deshalb das Signal deshalb zu spät oder derart früh erscheinen,
daß die Maschine bereits abschaltet, wenn noch eine beträchtliche Garnrestmenge bevorratet
ist, die nun zu unverwertbarem Ausschuß wird.
[0004] Aus der Veröffentlichung PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 10 no. 77 (M-464) (2134)
vom 26. März 1986 & JP-A-60 218266, von der die Erfindung im Oberbegriff des unabhängigen
Patentanspruchs ausgeht, ist das Material ein elektrischer Draht, dessen erste, wickelkernnahe
Lage über den auf dem Wickelkernmantel aufgeklebten Reflektionsstreifen mit z.B. weißer
Oberfläche gewickelt ist. Der Verbrauch an Draht wird mittels fotoelektrischer Abtastung
des Klebestreifens erfaßt, wobei die Starke des empfangenen Reflektionssignals umso
mehr zunimmt, je größer der vom ablaufenden Draht freigelegte Anteil der Reflektionsfläche
wird. Eine besondere Anordnung oder Zuordnung des reflektierenden Klebestreifens zum
Drahtmaterial ist nicht vorgesehen.
[0005] Der Erfindung liegt im wesentlichen die Aufgabe zugrunde, bei einem Umreifungsmittelwickel
das Umreifungsmittel mit optimalem Nutzen zu verbrauchen, insbesondere also einen
Umreifungsmittelwickel für Maschinen zum Umreifen von Packstücken, verfügbar zu machen,
der einen besonders sparsamen Umreifungsmittelverbrauch bei maximaler Betriebssicherheit
der das Umreifungsmittel vom Umreifungsmittelwickel verbrauchenden Maschine garantiert.
Zudem soll der Klebestreifens in besonders geschickter Art und Weise angeordnet sein.
[0006] Die Erfindung löst diese Aufgabe durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 und ist
gekennzeichnet durch eine Zuordnung der Reflektionsfläche zum wickelnahen Anfangsabschnitt
des Umreifungsmittels derart, daß bei Freikommen der Reflektionsfläche durch das verbrauchte
Umreifungsmittel der noch auf dem Wickelkern befindliche Anfangsabschnitt eine Länge
aufweist, die für eine Packstück-Umreifung ausreicht und dadurch, daß mittels des
Klebestreifens zugleich der Anfang des Umreifungsmittels an den Wickelkern angeheftet
ist.
[0007] Die Erfindung lehrt somit einmal, die Umreifungsmittelende-Kennung dann und erst
dann wirksam werden zu lassen, wenn noch ein für eine weitere Umreifung hinreichend
langer Umreifungsmittelabschnitt vorhanden ist, und zum anderen, diesen an sich verfügbaren
Abschnitt jedoch nicht mehr aufzubrauchen. Damit ist nämlich einerseits sichergestellt,
daß eine Maschinenstörung etwa wegen eines für eine Packstück-Umreifung nicht mehr
hinreichenden Umreifungsmittelrestes ausgeschlossen ist und zugleich andererseits,
daß lediglich eine optimierte Minimallänge nicht mehr verwertbaren Umreifungsmittelmaterials
übrigbleibt. Abgesehen vom Kostenaspekt ist letzter Vorteil vor allem auch wegen eventueller
Recyclingprobleme von besonderer Bedeutung. Als Umreifungsmittel wird nämlich meist
thermisch verschweißbares Kunststoffband verwendet.
[0008] Da die Erfindung als Reflektionsflächenträger einen Klebestreifen vorsieht, mit dem
zugleich der Anfang des Umreifungsmittels am Wickelkern angeheftet ist, erfüllt der
reflektierende Klebestreifen einen äußerst vorteilhaften, neuen Doppelzweck. Man heftete
zwar schon bislang Umreifungsmittelenden an Wickelkerne mittels Selbstklebeetiketten
an, ohne diese jedoch in andere Aufgaben einzubinden oder in irgendeiner bestimmten
Weise auf eine Umreifungsmittelrestlänge auszurichten.
[0009] Aus PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 8 no. 194 (E-264) (1631) vom 6. September 1984
ist es bekannt, eine Reflektionsfläche derart wickelkernnah anzubringen, daß das reflektierte
Signal dann vorliegt, wenn sich noch Material für einen Bearbeitungsvorgang auf dem
Wickelkern befindet. Einerseits aber ist die Reflektionsfläche auf dem Material selbst
- hier Kopierpapier - aufgedruckt und kann daher andererseits nicht Bestandteil eines
Klebebandes sein, mit dem zugleich der Materialanfang am Wickelkern fixiert ist.
[0010] Die US-A 2 987 267 z.B. zeigt diesbezüglich lediglich die Fixierung des Garnendes
an einer Garnspule. Der Klebestreifen und das von ihm fixierte Ende des Garns liegen
in jedem Betriebszustand außerhalb des Wickels. Eine Überwachung des Bewicklungszustandes
ist nicht vorgesehen und wäre auch gar nicht möglich.
[0011] Nach der erfindungsgemäßen Lehre ist es selbstverständlich, daß das Umreifungsmittelende
so auf dem Wickelkern aufgebracht und sein Ende an einer solchen Stelle befestigt
ist, daß sichergestellt ist, daß die Umreifungsmittelendekennung rechtzeitig, also
vor Aufbrauch des letzten, für eine vollständige Umreifung nicht mehr ausreichenden
Umreifungsmittelrestes möglich wird.
[0012] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
im einzelnen erläutert.
[0013] Die Zeichnung zeigt in schematischer Ansicht einen Wickelkern 10 mit darauf befindlichem
Restvorrat 11 an Umreifungsmittel 12 und mit einem auf den Wickelkern 10 aufgebrachten
Klebestreifen 13 mit reflektierender Außenfläche 14, der gleichzeitig dazu dient,
den Umreifungsmittelanfang an den Wickelkern 10 anzuheften.
[0014] Durch Abziehen des Umreifungsmittels 12 vom Wickelkern 10 wird die reflektierende
Oberfläche 14 des Selbstklebestreifens 13 freigelegt, und es kann durch Abtastung
mittels einer Fotozelle od. dgl. ein Maschinenbefehl ausgeführt werden.
[0015] Die Restumreifungsmittellänge des restlichen Umreifungsmittelwickels 11 ist so bemessen,
daß er noch für eine vollständige Umreifung ausreichen könnte. Dann wird mit Sicherheit
gewährleistet, daß der nicht dargestellte Umreifungsmittelabschnitt für die letzte
voraufgegangene Umreifung garantiert ausgereicht hat.
[0016] Der Klebestreifen 13 - und somit auch der Anfang des Umreifungsmittels 12 - ist beim
gezeigten Ausführungsbeispiel etwa in der Längsmitte des Wickelkerns 10 angeordnet,
um sicherzustellen, daß, wenn der Umreifungsmittelanfang von der darüber liegenden
Umreifungsmittelwicklung freigelegt wird, sich noch hinreichend viel Umreifungsmittel
12 auf dem Wickelkern 10 befindet. Der aus der Zeichnung ersichtliche Restvorrat 11
an Umreifungsmittel 12 verbleibt somit noch auf dem Wickelkern 10, nachdem die Umreifungsmittelendeerkennung
wirksam geworden ist.
[0017] Unabhängig vom Anbringungsort des Anfangs des Umreifungsmittels 11 könnte sich der
reflektierende Klebestreifen 13 selbstverständlich auch über die gesamte axiale Länge
des Wickelkerns 10 erstrecken, wenngleich es natürlich sinnvoll ist, die Länge dieses
Klebestreifens schon aus Kostengründen gering zu halten.
[0018] Für die Reflektoren 13 kommt bevorzugt ein handelsüblicher selbstklebender Reflexstoff
in Betracht, wie er beispielsweise von der 3M
1 Deutschland GmbH unter der Produktbezeichnung "Scotchlite
1 Photoelectric Diamond Grade 2000X" vertrieben wird. Dieser Reflexstoff auf Mikroprismenbasis
zeichnet sich insbesondere durch weitwinklige Rückstrahleigenschaften aus.
1 '3M' und 'Scotchlite' sind eingetragene Marken der Minnesota Mining and Manufacturing
Company, St. Paul, Minnesota, USA
1. Materialwickel, insbesondere Umreifungsmittelwickel, mit einem Wickelkern und darauf
befindlichem Material (12) für Maschinen zur Bearbeitung des Materials (12), insbesondere
Umreifungsmittel für Maschinen zum Umreifen von Packstücken, wobei zur Feststellung
eines Restbestands an Material (12) auf der Außenseite des Wickelkerns (10) eine fotoelektrisch
abtastbare Reflektionsfläche (14) als Teil eines auf der Außenseite eines auf den
Wickelkern (10) aufgebrachten Klebestreifens (13) angebracht ist, gekennzeichnet durch eine Zuordnung der Reflektionsfläche (14) zum wickelnahen Anfangsabschnitt des Materials
(12) derart, daß bei Freikommen der Reflektionsfläche durch das verbrauchte Material
der noch auf dem Wickelkern (10) befindliche Anfangsabschnitt (11) eine Länge aufweist,
die für eine Bearbeitung ausreicht und dadurch, daß mittels des Klebestreifens zugleich
der Anfang des Materials (12) an den Wickelkern (10) angeheftet ist.
2. Materialwickel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Klebestreifen aus
einem Kürzungsabschnitt eines selbstklebenden Reflektorbandes besteht.
1. Roll of material, in particular roll of strapping means, comprising a winding core
and material (12) situated thereon for machines (12) for processing the material (12),
in particular strapping means for machines for strapping packages, a photoelectrically
scannable reflecting surface (14) being provided as part of an adhesive tape (13)
applied to the outer surface of the winding core (10) in order to determine the quantity
of material (12) remaining on the outer surface of the winding core (10), characterised
in that the reflecting surface (14) is associated with the leading-end portion of
the material (12) close to the roll in such a manner that, when the reflecting surface
is freed as the material is used, the leading-end portion (11) still situated on the
winding core (10) has a length sufficient for processing and in that the leading end
of the material (12) is simultaneously affixed to the winding core (10) by means of
the adhesive tape.
2. Roll of material according to claim 1, characterised in that the adhesive tape consists
of a shortened portion of a self-adhesive reflector tape.
1. Bobine de matériau, en particulier bobine de moyen de cerclage, comprenant un mandrin
de bobine et, disposé dessus, un matériau (12) destiné à des machines de traitement
du matériau (12), en particulier un moyen de cerclage pour des machines à cercler
des colis, une surface réflectrice à détection photoélectrique (14) faisant partie
d'une bande adhésive (13) appliquée sur la face extérieure du mandrin (10) de la bobine
et servant à détecter la présence d'un reste de matériau (12) sur la face extérieure
du mandrin (10) de la bobine, caractérisée en ce que la surface réflectrice (14) se
trouve au niveau de la portion initiale de matériau (12) proche de la bobine, de façon
que, lorsque la surface réflectrice est découverte au fur et à mesure de l'utilisation
du matériau, la portion initiale (11) subsistant sur le mandrin (10) de la bobine
présente une longueur suffisante pour un traitement, et en ce que le début du matériau
(12) est également fixé au mandrin (10) de la bobine à l'aide de la bande adhésive.
2. Bobine de matériau selon la revendication 1, caractérisée en ce que la bande adhésive
est constituée d'une portion raccourcie d'un ruban réfléchissant autocollant.