[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Drallauslaß mit einer Ausblasplatte und
in dieser vorgesehenen Auslaßöffnungen für Warm- und/oder Kaltluft und mit zumindest
einer, jeder Auslaßöffnung zugeordneten individuell zu regelnden Luftstrahlleitlamelle,
welche sich zwischen zwei Lagerscheiben erstreckt, sowie ein nach diesem Verfahren
hergestellten Drallauslaß.
[0002] Derartige Deckenauslässe sind beispielsweise aus der DE-OS 38 32 O52 und der DE-OS
40 26 932 bekannt. Im ersten Fall sind in die Auslaßöffnungen Lagerscheiben eingesetzt,
im zweiten Fall sind aus den Auslaßöffnungen Lagerscheiben nach oben abgebogen. In
beiden Fällen erstreckt sich eine Drehachse zwischen zwei Lagerscheiben, wobei um
diese Drehachse jeweils eine Luftstrahlleitlamelle angeordnet ist.
[0003] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Halterung dieser Luftstrahlleitlamellen
sowohl in technischer als auch ästhetischer Hinsicht zu verbessern.
[0004] Zur Lösung dieser Aufgabe führt, daß die Lagerscheibe oder ein Teil von ihr eine
andere Farbgebung aufweist als die Luftstrahlleitlamelle und/oder die Ausblasplatte.
[0005] Von unten her sind je nach Drehung der Luftstrahlleitlamelle mehr oder weniger große
Bereiche der Lagerscheibe einsehbar. Das bedeutet, daß diese Lagerscheiben sehr stark
das ästhetische Aussehen des Drallauslasses beeinflussen können, falls sie eine unterschiedliche
Färbung aufweisen. Um die Farbunterschiede zu erhöhen, bietet es sich an, die Auslaßplatte
und die Luftstrahlleitlamelle in einer gleichen Farbe auszugestalten, beispielsweise
in weiss. Erfolgt dann die Färbung der Lagerscheiben in einer anderen Farbe, beispielsweise
einem speziellen Grün, Rot, Gold od.dgl., so bietet dieser Drallauslaß einen hervorragenden
ästhetischen Eindruck.
[0006] Sofern die Lagerscheibe einstückig aus der Auslaßplatte herausgeformt ist oder als
separater Teil mit der Ausblasplatte verbunden ist, genügt es, diese Lagerscheibe
selbst, beispielsweise durch Tauchen, einzufärben.
[0007] Bevorzugt wird aber die vorliegende Erfindung bei Lagerscheiben angewendet, welche
in Auslaßöffnungen eingesetzt sind, wobei in eine Platte jeweils seitlich eine Nut
zur Aufnahme von Randkanten der Auslaßöffnung eingeformt ist. Eine derartige Lagerscheibe
ist aus der DE-OS 38 32 052 bekannt. Diese Lagerscheibe hat vor allem den Vorteil,
daß ein Teil von ihr nach unten aus der Auslaßplatte austritt, so daß bei einer unterschiedlichen
Farbgebung ein größerer Bereich gezeigt ist.
[0008] Der ästhetische Eindruck wird noch dann wesentlich verbessert, wenn von der Platte
unterhalb der Nuten, d.h. außerhalb der Ausblasplatte ein Randstreifen abgekantet
ist. Im Gegensatz zu einer Randkante der Lagerscheibe kann der Randstreifen sehr gut
mit einer anderen Farbe belegt sein und stellt sich nach unten als ein Farbbalken
dar.
[0009] Ferner wird durch diesen Randstreifen die Halterung der Lagerscheibe in der Auslaßöffnung
wesentlich verbessert.
[0010] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele sowie anhand der Zeichnung; diese zeigt
in
Fig. 1 eine Draufsicht auf einen erfindungsgemäßen Deckendrallauslasses;
Fig. 2 einen vergrößert dargestellten Teilquerschnitt durch den Deckendrallauslaß
gem. Fig. 1 entlang Linie II-II;
Fig. 3 einen vergrößert dargestellten Teillängsschnitt durch einen Deckendrallauslaß
gem. Fig. 1 entlang Linie III-III.
[0011] Ein erfindungsgemäßer Deckendrallauslaß besteht gem. Fig. 1 aus einem etwa quadratischen
Gehäuse 1. Dieses Gehäuse 1 besitzt eine Ausblasplatte 2 sowie einen darauf nicht
näher gezeigten, aufgesetzten, aus Seitenwänden bestehenden Rahmen.
[0012] Die Ausblasplatte 2 ist mit schlitzförmigen Auslaßöffnungen 3 durchsetzt, deren geometrische
Ausgestaltung und Anordnung im Rahmen der Erfindung ohne Bedeutung ist. Lediglich
bevorzugt wird die ziffernblattartige Anordnung gezeigt.
[0013] Jeder Auslaßöffnung 3 ist, wie in den Figuren 2 und 3 angedeutet, eine Luftstrahlleitlamelle
4 zugeordnet. Dabei sitzt jede Luftstrahlleitlamelle 4 auf einer Drehachse 5, welche
sich zwischen zwei Lagerscheiben 6a und 6b erstreckt. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel
besteht jede Luftstrahlleitlamelle 4 aus einem Kunststoffhohlprofil und besitzt im
Innern einen durch zwei Stege 7 und 8 gebildeten Kanal 9, in dem die Drehachse 5 ruht.
Hierdurch kann die Luftstrahlleitlamelle 4 um die Drehachse 5 gedreht werden und Positionen
einnehmen, wie sie in Fig 3 strichpunktiert dargestellt sind. Je nachdem kann so ein
Leiten des jeweiligen aus einer bestimmten Auslaßöffnung 3 austretenden Luftstrahls
erfolgen.
[0014] In Fig. 1 ist ferner ersichtlich, daß eine einer Auslaßöffnung 3 zugeordnete Luftstrahlleitlamelle
4 aus mehreren Teilen bestehen kann, welche separat wiederum um die Drehachse 5 oder
eine eigene Drehachse drehbar sind. Hierdurch ist für jede Auslaßöffnung 3 auch eine
individuelle Luftstrahlleitung gewährleistet. Dementsprechend ist für jede Auslaßöffnung
3 eine entsprechende Anzahl von Lagerscheiben 6 vorgesehen.
[0015] Jede Lagerscheibe 6 weist eine im wesentlichen rechteckige Platte 10 auf, die allerdings
auch eine andere geometrische Ausgestaltung haben kann. Beidseits in die Platte 10
ist eine Nut 11 bzw. 12 eingeformt, welche das Einsetzen der Lagerscheibe 6 in die
Ausblasplatte 2 erleichtert. Die Lagerscheibe 6 braucht nur mit ihrer Längsachse etwa
parallel zur Achse der Auslaßöffnung 3 in diese eingeführt und dann um 90° gedreht
zu werden, wobei Randkanten 13 und 14 der Auslaßöffnung 3 bzw. der Ausblasplatte 2
in den Nuten 11 und 12 aufgenommen werden.
[0016] Wesentlich bei der vorliegenden Erfindung ist, daß die Lagerscheibe 6 bzw. zumindest
die Platte 10 eine andere Farbe aufweist als beispielsweise die Luftstrahlleitlamelle
4 und/oder die Ausblasplatte 2.
[0017] Um hier die Farbunterschiede noch zu erhöhen, ist von der Lagerscheibe 6 nach den
Nuten 11 und 12 ein Randstreifen 15 abgekantet, der zum einen verhindert, daß die
Lagerscheibe 6 nach dem Einsetzen in die Aulaßöffnung 3 kippen kann, zum anderen aber
eine Auftragsfläche für die unterschiedliche Farbe darstellt, so daß die unterschiedliche
Färbung von unten her auch bei einem Deckendrallauslaß sichtbar ist, der in relativ
hohen Räumen eingesetzt wird.
1. Drallauslaß mit einer Ausblasplatte (2) und in dieser vorgesehenen Auslaßöffnungen
(3) für Warm- und/oder Kaltluft und mit zumindest einer, jeder Auslaßöffnung (3) zugeordneten
individuell zu regelnden Luftstrahlleitlamelle (4), welche sich zwischen zwei Lagerscheiben
(6a, 6b) erstreckt,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Lagerscheibe (6a, 6b) oder ein Teil (15) von ihr eine andere Farbgebung aufweist
als die Luftstrahlleitlamelle (4) und/oder die Ausblasplatte (2).
2. Drallauslaß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerscheibe (6a, 6b)
einstückig aus der Ausblasplatte (2) herausgeformt ist.
3. Drallauslaß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerscheibe (6a, 6b)
in die Auslaßöffnung (3) eingesetzt ist, wobei in eine Platte (10) jeweils seitlich
eine Nut (11, 12) zur Aufnahme einer Randkante (13, 14) der Auslaßöffnung (3) eingeformt
ist.
4. Drallauslaß nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß von der Platte (10) unterhalb
der Nuten (11, 12) ein Randstreifen (15) abgekantet ist.
5. Verfahren zum Herstellen eines Drallauslasses mit einer Ausblasplatte (2) und in dieser
vorgesehenen Auslaßöffnungen (3) für Warm- und/oder Kaltluft, und mit zumindest einer,
jeder Auslaßöffnung (3) zugeordneten individuell zu regelnden Luftstrahlleitlamelle
(4) , welche sich zwischen zwei Lagerscheiben (6a, 6b) erstreckt,
dadurch gekennzeichnet,
daß zumindest ein Teil der Lagerscheibe (6a, 6b) vor dem Einsetzen der Luftstrahlleitlamelle
(4) mit einem anderen Farbauftrag versehen wird, als die Ausblasplatte (2) und/oder
die Luftstrahlleitlamelle (4).
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerscheibe (6a, 6b) aus
der Ausblasplatte (2) herausgeformt wird und sodann mit einem anderen Farbauftrag
als die Ausblasplatte (2) und/oder die Luftstrahlleitlamelle (4) versehen wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß zur Ausbildung der Lagerscheiben
(6a, 6b) in eine Platte (10) jeweils seitlich eine Nut (11, 12) zur Aufnahme einer
Randkante (13, 14) der Auslaßöffnung (3) eingeformt wird, sodann die Lagerscheibe
(6a, 6b) mit einem anderen Farbauftrag als die Ausblasplatte und/oder die Luftstrahlleitlamellen
(4) versehen und sodann in die Auslaßöffnung (3) eingesetzt wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichent, daß vor dem Farbauftrag von der
Platte (10) unterhalb der Nuten (11, 12) ein Randstreifen (15) abgekantet wird.