[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Vertikalführung von Münzen.
[0002] Vorrichtungen zur Vertikalführung von Münzen sind als sogenannten Münzenlifte bekannt.
Hierbei werden die sortierten oder unsortierten Münzen in großen Mengen aus Cassetten,
Containern und Säcken in größere Aufnahmebehälter geschüttet und mittels eines umlaufenden
Schneckenförderers oder eines umlaufenden Baggerförderers in kleineren oder größeren
Mengen Vertikal aufwärts gefördert und über eine sich an das obere Ende der vertikalen
Fördervorrichtung anschließende Rutsche wieder ausgegeben. Herkömmliche Vorrichtungen
zur Vertikalförderung von Münzen dienen somit ausschließlich zum Transport einer größeren
Menge sortierter oder unsortierter Münzen aus einer niedrigen, zum Einschütten der
Münzen leicht zugänglichen Ebene in eine zur Weiterverarbeitung der Münzen erforderliche
größere Höhe, wobei Höhenunterschiede von 1 bis 2 m überbrückt werden können.
[0003] Nachteilig bei den bekannten Vorrichtung zur Vertikalförderung von Münzen ist somit,
daß die Münzen aus dem oberen Auslaß der vertikalen Fördervorrichtung in gleicher
Weise ausgebracht werden, wie diese am unteren Ende in den Aufnahmebehälter eingebracht
worden sind. Eine Weiterverarbeitung der Münzen zum Zwecke des Erkennens der Wertigkeit,
zum Zählen, zur Aussortierung von Fremdmünzen oder zur Sortierung von Münzen nach
Zugehörigkeit zu einem Münzenkollektiv erfolgt somit erst in einer weiteren Münzenzähl-
und Münzensortiermaschiner bekannter Bauart, die am oberen Ende der vertikalen Fördervorrichtung
aufgestellt ist. Nachteilig ist ferner, daß die Münzenlifte bekannter Bauart, insbesondere
die Baggerförderer, ein großes Bauvolumen aufweisen.
[0004] Der Erfindung liegt von daher die Aufgabe zugrunde, die Vorrichtung zur Vertikalförderung
von Münzen dahingehend zu verbessern, daß mit der Vertikalförderung zugleich eine
Verarbeitung der Münzen erfolgen kann, wie z.B. Erkennen der Wertigkeit, Zählen, Aussortieren
nach Wertigkeit und/oder Münzenkollektiv, Aussortieren von Fremdmünzen und dgl..
[0005] Die Lösung dieser Aufgabe ergibt sich aus den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruches
1. Die Vorrichtung zur Vertikalförderung von Münzen umfaßt somit eine Führungs- und
Umlenkbahn zur flachliegenden Förderung von Münzen aus einer im unteren Bereich der
Vorrichtung angeordneten Einrichtung zum vereinzelten Zuführen der flachliegend geförderten
Münzen zu der am oberen Ende der vertikalen Führungsbahn angeordneten Einrichtung
zur Übergabe der geförderten Münzen. Der vertikalen Fördervorrichtung von Münzen ist
somit eine Vorrichtung zum Vereinzeln der Münzen zugeordnet, die anschließend einzeln
und in flach liegender Förderweise über die horizontale und vertikale Führungsbahn
und über die diese verbindende Umlenkbahn zur oberen Übergabeeinrichtung gefördert
werden. Somit erfolgt bereits während der Förderung der Münzen eine Verarbeitung der
Münzen, indem diese nach dem Vereinzeln in ihrer Wertigkeit ermittelt, nach Münzenkollektiv
oder Münzensorte sortiert und nach Fremdmünzen überprüft werden können, wobei nicht
gewünschte Münzenkollektive, nicht gewünschte Münzen und Fremdmünzen bereits vor der
Vertikalförderung aussortiert werden können. Die am oberen Ende der vertikalen Führungsbahn
in der Übergabeeinrichtung ankommenden Münzen sind somit in gewünschter Weise verarbeitet,
d.h. in ihrer Wertigkeit erkannt und gezählt und/oder nach Wertigkeit und Zugehörigkeit
zu einem Münzenkollektiv sortiert.
[0006] In besonders bevorzugter Weise schließt sich am oberen Ende der vertikalen Führungsbahn
eine obere kreibogenförmige Umlenkbahn mit einer anschließenden oberen horizontalen
Führungsbahn an, wobei der oberen Umlenkbahn und der oberen Führungsbahn Rollen und
Umlenkrollen zur Führung des mindestens einen Transportriemens zugeordnet sind. In
der Ebene der Oberseite des wieder horizontal geführten Transportriemens ist eine
weitere Führungsbahn mit dieser zugeordnetem Transportriemen vorgesehen, der oberhalb
der weiteren Führungsbahn verläuft. Bei dieser Ausführungsform können die Münzen in
regelloser Folge über die vertikale Fördervorrichtung gefördert und erst im oberen
Bereich behandelt werden, wobei die Ausscheidung von Fremdmünzen bereits am Anfang
der unteren horizontalen Führungsbahn erfolgen kann und die Aussortierung nach Wertigkeit
erst im oberen Bereich der horizontalen Führungsbahn erfolgt. Hier ist z.B. eine Ausgabe
von Münzen verschiedener Wertigkeiten getrennt möglich, z.B. Münzen der Wertigkeit
DM 1,--, 2,-- und 5,--.
[0007] Bei dieser bevorzugten Ausführungsform können das Erkennen, das Zählen, das Vorsortieren
und das Aussortieren von Fremdmünzen sowohl unten als auch oben oder sogar unten und
oben erfolgen, womit eine Doppelfunktion für die Vorrichtung gegeben ist. Es stehen
bei dieser Ausführungsform zwei vollständig getrennte Systeme zur Verarbeitung der
Münzen zur Verfügung, die zwischen beiden Systemen vertikal aufwärts gefördert werden.
Fällt das eine System aus, so bleibt das andere System vollständig und unabhängig
in Funktion.
[0008] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0009] Die Erfindung ist nachfolgend anhand von vier in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen
einer Vorrichtungen zur Vertikalförderung von Münzen näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Draufsicht auf die untere horizontale Führungsbahn bei geschnittener vertikaler
Führungsbahn,
- Fig. 2
- die Ansicht der Vorrichtung in der ersten Ausführungsform,
- Fig. 3
- die Ansicht der zweiten Ausführungsform der Vorrichtung mit oberer zweiter horizontaler
Führungsbahn,
- Fig. 4
- ein vergrößertes Detail aus Fig. 3,
- Fig. 5
- eine Draufsicht auf die obere Führungsbahn nach Fig. 3 oder 4 und
- Fig. 6 und Fig. 7
- Ansichten des oberen Endes der Vorrichtung in der dritten und vierten Ausführungsform.
[0010] Die Vorrichtung zur Vertikalförderung von Münzen 2 umfaßt eine mit einem Vibrator
versehene Geldschale 1 zum Aufschütten der sortierten oder unsortierten Münzen 2 aus
Kassetten, Containern oder Säcken, einen an die Geldschale 1 anschließenden, in Gegenuhrzeigerrichtung
rotierenden Drehteller 3 mit einem Schalthebel 34 zur Feststellung einer Überfüllung
des Drehtellers 3, eine anschließende untere horizontale Führungsbahn 4, eine vertikale
Führungsbahn 5, eine diese verbindende, viertelkreisförmige Umlenkbahn 6 und einen
Transportriemen 7. Die untere horizontale Führungsbahn 4, die Umlenkbahn 6 und die
vertikale Führungsbahn 5 bestehen aus Bandstahl oder anderem Werkstoff mit beidseits
aufgebrachten Führungsschienen 8, deren Abstand etwas größer ist als der Durchmesser
der größten zu fördernden Münze 2. Auf die Führungsschienen 8 sind Führungen 9 aufgeschraubt,
deren Innenkanten in einem geringeren Abstand voneinander stehen als der Abstand der
Innenkanten der Führungsschienen 8. Es wird somit zwischen den Führungsbahnen 4,5
bzw. der Umlenkbahn 6, den Führungsschienen 8 und den Führungen 9 ein C- bzw. U-förmiger
Führungskanal 10 für die Münzen 2 gebildet.
[0011] Der Transportriemen 7, insbesondere Zahnriemen, wird mit seinem ziehenden Trum zwischen
den Führungsschienen 8 und den Führungen 9 geführt, wozu eine Anzahl von Rollen 11
vorgesehen ist, die an den Enden federbelasteter Führungsarme 13 gelagert sind, die
an vertikalen und horizontalen Gestellteilen 12,14 befestigt und mit den horizontalen
und vertikalen Führungsbahnen 4,5 verbunden sind. Der Transportriemen 7 ist am Anfang
der unteren horizontalen Führungsbahn 4 um eine Umlenkrolle 15 und am oberen Ende
der vertikalen Führungsbahn 5 um eine weitere Umlenkrolle 16 geführt, wobei der frei
zurücklaufende Trum des Transportriemens 7 parallel zu den Gestellteilen 12, 14 zurückgeführt
ist. Im Bereich der Umlenkbahn 6 sind an einem gestellfesten Dreieckslenker 17 zwei
Tragarme 18 für Doppelrollen 19 angelenkt, die gegen das rückkehrende Trum des Transportriemens
7 von außen drücken und es somit im Bereich der vierteilkreisförmigen Umlenkbahn 6
um etwa 90° umlenken, wie in Fig. 2 dargestellt.
[0012] Die vom Drehteller 3 in die untere horizontale Führungsbahn 4, die in gleicher horizontaler
Ebene wie die Ebene des Drehtellers 3 liegt, zugeführten Münzen 2 passieren am Anfang
der horizontalen Führungsbahn 4 ein Kugellager 20 und eine Zähleinrichtung 21, die
als Lichttastkopf ausgebildet ist, und werden sodann der unteren horizontalen Führungsbahn
4 zugeführt, wobei die Münzen 2 vom unteren Trum des Förderriemens 2 ergriffen und
auf der unteren horizontalen Führungsbahn 4 zwischen den Führungsschienen 8 geführt
werden. Da die Haftreibung zwischen dem Transportriemen 7 und den Münzen 2 größer
ist als die Gleitreibung zwischen den Münzen 2 und den Führungsbahnen 4,5 sowie der
Umlenkbahn 6, werden die Münzen 2 nahezu schlupffrei erst horizontal geführt, dann
im Bereich der viertelkreisförmigen Umlenkbahn 6 in eine vertikale Richtung umgelenkt
und dann entlang der vertikalen Führungsbahn 5 vertikal aufwärts gefördert, wobei
aufgrund der grösseren Haftreibung zwischen Münze 2 und Transportriemen 7 und der
geringeren Gleitreibung zwischen Münze 2 und Führungs- und Umlenkbahnen 4 bis 6 eine
problemlose Vertikalförderung der Münzen 2 bis zum oberen Ende der vertikalen Führungsbahn
5 erfolgt. Hier ist innerhalb einer das obere Ende der vertikalen Führungsbahn 5 überdeckenden
Auswurfhaube 22 ein Münzenleitblech 23 vorgesehen, das die Münzen 2 nach der vertikalen
Aufwärtsförderung zur weiteren Verarbeitung einem Münzenauswurf 35 zuführt.
[0013] Im Bereich der unteren horizontalen Führungsbahn 4 kann mittels der Zähleinrichtung
21 eine Erkennung und Zählung sowie Vorsortierung der Münzen 2 erfolgen, so daß z.B.
nur 1,-- DM-Münzen oder 2,-- DM-Münzen oder 5,-- DM-Münzen befördert werden, wogegen
alle Münzen 2 anderer Wertigkeiten umgehend aussortiert werden. Mit der Zähleinrichtung
21 ist es möglich, eine Stopmenge, z.B. 100 Münzen zu DM 1,-- abzuzählen und vertikal
auszubringen. Selbstverständlich ist eine Aussortierung von mittels der Zähleinrichtung
21 erkannter Fremdmünzen möglich.
[0014] In der in den Fig. 3 bis 5 dargestellten zweiten Ausführungsform der Vorrichtung
zur Vertikalförderung von Münzen 2 schließt sich am oberen Ende der vertikalen Führungsbahn
5 eine weitere viertelkreisförmige Umlenkbahn 24 mit einer anschließenden oberen horizontalen
Führungsbahn 25 an, wobei im Bereich der Umlenkbahn 24 ein weiterer Dreiecklenker
17 mit Tragarmen 18 und Doppelrollen 19 zur weiteren Umlenkung des Transportriemens
7 vorgesehen ist, wohingegen die obere Umlenkrolle 16 an das Ende der oberen horizontalen
Führungsbahn 25 verlegt ist. Der Transportriemen 7 wird auch im Bereich der oberen
Umlenkbahn 24 und der oberen horizontalen Führungsbahn 25 über dort angebrachte Rollen
11 geführt. Die Ausbildung der oberen Umlenkbahn 24 entspricht der Ausbildung der
unteren Umlenkbahn 6. Die Ausbildung der oberen horizontalen Führungsbahn 25 entspricht
der Ausbildung der unteren horizontalen Führungsbahn 4. Im Bereich der oberen horizontalen
Führungsbahn 25 ist ferner ein weiteres Gestellteil 26 zur Halterung der Führungsarme
13 für die Rollen 11 vorgesehen, wobei das obere Gestellteil 26 ebenfalls mit der
oberen horizontalen Führungsbahn 25 mechanisch fest verbunden ist.
[0015] Oberhalb der oberen horizontalen Führungsbahn 25 und in deren Endbereich ist eine
obere Sortierstrecke 27 mit einem weiteren, um Umlenkrollen 28 geführten und mittels
Rollen 29 gelagerten Transportriemen 30 angeordnet, wobei die Gleitschiene 36 der
oberen Sortierstrecke 27 in Längsrichtung eingeschlitzt ist und in dem nicht näher
dargestellten Schlitz den oberen Trum des Transportriemens 7 der oberen horizontalen
Führungsbahn 25 aufnimmt. Die Oberseite des oberen Trums des Transportriemens 7 der
oberen horizontalen Führungsbahn 25 und die Oberseite der Gleitschiene 36 liegen in
einer Ebene. Die auf dem Transportriemen 7 liegenden Münzen 2 werden somit am Ende
der oberen horizontalen Führungsbahn 25 auf die Gleitschiene 36 der oberen Sortierstrecke
27 mittels des oberen Transportriemens 30 übernommen. Die Übernahme erfolgt im Bereich
einer Schikane 31, welche in Fig. 5 dargestellt ist, bei welcher die inneren Seitenkanten
der Führungsschienen 8 derart ungleichmäßig verlaufen, daß die ankommenden Münzen
2 unter Wirkung des oberen Transportriemens 30 gegen eine Führungskante 32 der oberen
Sortierstrecke 27 gedrückt werden. Hier ist eine weitere Erkennungseinrichtung 33
für die Münzen 2 vorgesehen, die somit nicht nur erkannt, sondern auch gezählt und
vorsortiert werden können. Eine erneute Fremdgeldaussortierung und die Vorgabe einer
Stopmenge sind möglich.
[0016] Die in den Fig. 3 bis 5 dargestellte zweite Ausführungsform ermöglicht somit sowohl
eine Erkennungsbehandlung der Münzen 2 im Bereich der unteren horizontalen Führungsbahn
4 als auch eine Erkennungsbehandlung der Münzen 2 im Bereich der oberen Sortierstrecke
27, wodurch eine doppelte Sicherheit der Erkennung, Zählung und Sortierung der Münzen
2 gegeben ist. Sofern eines der Erkennungssysteme ausfällt, kann das andere Erkennungssystem
noch vollständig arbeiten.
[0017] Anstelle eines einzigen Transportriemens 7 für die horizontale und vertikale Führung
der Münzen 2 können auch mehrere einzelne Transportriemen eingesetzt werden, die jeweils
nur Teilbereich der Förderbahnen bedecken, wobei die Förderriemen sich überlappen
müssen.
[0018] Die Umlenkwinkel im Bereich der viertelkreisförmigen Umlenkungen 5, 24 können anstelle
der vorgesehenen 90° auch kleiner oder größer als 90° ausgeführt werden.
[0019] Die Vorrichtung zur Vertikalführung von Münzen umfaßt in der in Fig. 6 dargestellten
dritten Ausführungsform in gleicher Weise wie die in den Fig. 1 bis 5 dargestellte
erste bzw. zweite Ausführungsform die untere horizontale Führungsbahn 4 gemäß Fig.
1 mit Geldschale 1 und Drehteller 3 sowie die vertikale Führungsbahn 5 mit zwei seitlichen
Führungsschienen 8 und den um die obere Umlenkrolle 16 umlaufenden Transportriemen
7 zur Vertikalführung der Münzen 2 in Richtung Pfeiles 44 auf der Vorderseite der
Förderbahn 5. Im Gegensatz zur in Fig. 3 bis 5 dargestellten zweiten Ausführungsform
erstreckt sich bei der dritten Ausführungsform gemäß Fig. 6 die obere horizontale
Führungsbahn 37 mit ihren beiden randständigen Führungsschienen 38,39 auch in vertikaler
Richtung wie die vertikale Führungsbahn 5, aber abgeknickt um einen Winkel von 90°
und auf der Rückseite einer die Führungsbahn 37 bildenden Platte 46, wogegen die vertikale
Führungsbahn 5 sich auf der Vorderseite einer Platte 47 befindet. Die Ebene der oberen
Führungsbahn 37 ist somit um einen Betrag versetzt zur Ebene der vertikalen Führungsbahn
5 angeordnet, der etwas größer als die Dicke der zu fördernden Münzen 2 ist. Die Münzen
2 werden somit in vertikaler Ausrichtung von der Vorderseite der Führungsbahn 5 auf
die Rückseite der Führungsbahn 37 übergeben, wie es in Fig. 6 durch die gestrichelten
Linien gezeigt ist und nachfolgend noch näher erläutert werden wird.
[0020] Auf der Rückseite der Platte 47 ist der Transportriemen 30 parallel zur oberen horizontalen
Führungsbahn 37 angeordnet und um zwei Umlenkrollen 28 herumgeführt, die um vertikale
Achsen 40 umlaufen, und kreuzt den Transportriemen 7 auf der Vorderseite der vertikalen
Führungsbahn 5. Ein um jeweils 45° gegenüber der vertikalen Führungsbahn 5 und der
oberen horizontalen Führungsbahn 37 abgewinkeltes Verbindungsstück 41 verbindet die
vertikale Führungsbahn 5 mit der oberen horizontalen Führungsbahn 37, wobei die seitlichen
Führungsschienen 42 als unter 45° abgewinkelte Verbindungsstücke zwischen den vertikalen
Führungsschienen 8 auf der Vorderseite der Führungsbahn 5 und den horizontalen Führungsschienen
38,39 auf der Rückseite der Führungsbahn 37 ausgebildet und angeordnet sind. Ein Einschnitt
48 im Verbindungsstück 41 ermöglicht die Führung des Untertrums des Transportriemens
7 ohne Behinderung durch die obere horizontale Führungsbahn 37. Auf diese Weise können
die flach auf der Vorderseite der Platte 47 der vertikalen Führungsbahn 5 zwischen
den Führungsschienen 8 mittels des Transportriemens 7 vertikal aufwärts geförderten
Münzen 2 im Bereich des Verbindungsstückes 41 in ihrer Bewegungsrichtung um 90° umgelenkt
und der oberen horizontalen Führungsbahn 37 mit dem oberen Transportriemen 30 übergeben
werden, der die Münzen 2 im Bereich der oberen horizontalen Führungsbahn 37 auf der
Rückseite der Platte 46 entlang der dort angebrachten unteren Führungsschiene 39 in
Richtung des Pfeiles 45 horizontal, jedoch in vertikaler Stellung stehend fördert.
Unmittelbar vor dem Verbindungsstück 41 und im Bereich des Verbindungsstückes 41 sind
zwei mit federbelasteten Rollen versehene Andrückelemente 43 angeordnet, die den jeweils
zur Führungsbahn 5 bzw. 37 gerichteten Trum der Transportriemen 7 bzw. 30 von der
Vorder- bzw. Rückseite her gegen die durchgehend ebene Führungsbahn 5, 37 drückt,
so daß die zwischen dem unteren Trum und der jeweiligen Führungsbahn 5, 37 flach geförderten
Münzen 2 angepreßt und von der vertikalen Führungsbahn 5 auf die obere horizontale
Führungsbahn 37 in Vertikaler Stellung übergeben werden können. Am Ende der oberen
horizontalen Führungsbahn 37 sind nicht dargestellte Einrichtungen zum Erkennen der
Wertigkeit und zum Zählen der Münzen (2) und/oder zum Vorsortieren und Fördern der
Münzen (2) nach Wertigkeit und/oder zum Aussortieren von Fremdmünzen angeordnet.
[0021] Die Vorrichtung zur Vertikalführung von Münzen 2 ist bezüglich der in der Fig. 7
dargestellten vierten Ausführungsform in gleicher Weise wie die in der Fig. 6 dargestellte
dritte Ausführungsformen ausgebildet. Die obere horizontale Führungsbahn 49 mit ihren
beiden randständigen Führungsschienen 50,51 erstreckt sich auch in vertikaler Richtung
wie die vertikale Führungsbahn 5 und abgeknickt um einen Winkel von 90° aber auf der
Vorderseite einer die Führungsbahn 49 bildenden Platte 52, wobei die vertikale Führungsbahn
5 sich ebenfalls auf der Vorderseite derselben Platte 52 befindet.
[0022] Parallel zur oberen horizontalen Führungsbahn 49 ist der Transportriemen 30 auf der
Vorderseite der Platte 52 um zwei Umlenkrollen 28 angeordnet, die um vertikale Achsen
40 umlaufen und von denen eine dicht am vertikalen Transportriemen 5 angeordnet ist,
um eine sichere Übergabe der Münzen 2 zu gewährleisten. Die beiden Führungsschienen
8 der vertikalen Führungsbahn 5 gehen in die untere bzw. obere Führungsbahn 50,51
der oberen horizontalen Führungsbahn 49 über, wobei ein großer Krümmungsradius R auf
der Außenseite und ein kleiner Krümmungsradius r auf der Innenseite in die obere Führungsbahn
51 bzw. die untere Führungsbahn 50 überleiten. Hinter den Radien R,r befindet sich
in Bewegungsrichtung der Münzen 2 gemäß Pfeil 45 eine Schikane 53 (siehe Schikane
31 in Fig.5) aus einer die obere Führungsbahn 51 unterbrechenden, gegen die untere
Führungsbahn 50 gerichteten Nase 54 und einer dieser gegenüberliegenden Mulde 55.
Die Schikane 53 dient dazu, die entlang des Radius R mittels des vertikalen Transportriemens
5 geförderten Münzen 2 unmittelbar nach deren Übergabe auf den oberen horizontalen
Transportriemen 30 gegen die untere Führungsschiene 50 der oberen horizontalen Führungsbahn
49 zu drücken, damit die Münzen 2 dort eine Bezugskante finden, die für die weitere
Verarbeitung der Münzen notwendig ist.
[0023] Am oberen Ende der vertikalen Führungsbahn 5 und am Anfang der oberen horizontalen
Führungsbahn 49 unmittelbar hinter der Schikane 53 sind federende Andrückrollen umfassende
Andrückelemente 43 angeordnet, um den jeweiligen Untertrum der Transportriemen 7,30
gegen die Führungsbahnen 5 bzw. 49 zu drücken.
[0024] Mit den vier Ausführungsformen der Erfindung können die Münzen 2 am oberen Ende der
vertikalen Führungsbahn 5 entweder nach vorne oder hinten flachliegend oder nach links
oder rechts hochkantstehend gefördert werden. Eine Weiterförderung und/oder Zählung
der Münzen 2 ist somit in beliebiger Lage möglich.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0025]
- 1
- Geldschale
- 2
- Münze
- 3
- Drehteller
- 4
- untere horizontale Führungsbahn
- 5
- vertikale Führungsbahn
- 6
- untere Umlenkbahn
- 7
- Transportriemen
- 8
- Führungsschiene
- 9
- Führung
- 10
- Führungskanal
- 11
- Rolle
- 12
- Gestellteil
- 13
- Führungsarm
- 14
- Gestellteil
- 15
- Umlenkrolle
- 16
- Umlenkrolle
- 17
- Dreieckslenker
- 18
- Tragarm
- 19
- Doppelrolle
- 20
- Kugellager
- 21
- Zähleinrichtung
- 22
- Auswurfhaube
- 23
- Münzenleitblech
- 24
- obere Umlenkbahn
- 25
- obere horizontale Führungsbahn
- 26
- Gestellteil
- 27
- Sortierstrecke
- 28
- Umlenkrolle
- 29
- Rolle
- 30
- Transportriemen
- 31
- Schikane
- 32
- Führungskante
- 33
- Erkennungseinrichtung
- 34
- Schalthebel
- 35
- Münzenauswurf
- 36
- Gleitschiene
- 37
- obere horizontale Führungsbahn
- 38
- Führungsschiene
- 39
- Führungsschiene
- 40
- Achse
- 41
- Verbindungsstück
- 42
- 45°-Führungsschiene
- 43
- Andrückelement
- 44
- Pfeil
- 45
- Pfeil
- 46
- Platte
- 47
- Platte
- 48
- Ausschnitt
- 49
- obere horizontale Führungsbahn
- 50
- Führungsbahn
- 51
- Führungsbahn
- 52
- Platte
- 53
- Schikane
- 54
- Nase
- 55
- Mulde
1. Vorrichtung zur Vertikalförderung von Münzen (2), dadurch gekennzeichnet, daß eine untere horizontale und eine vertikale Führungsbahn (4 bzw.5) und eine diese
verbindende, etwa kreisbogenförmige Umlenkbahn (6) für eine Flachförderung der Münzen
(2) vorgesehen sind, daß mindestens ein Transportriemen (7) um im Abstand zu den Führungsbahnen
(4,5) und zur Umlenkbahn (6) angeordnete Rollen (11) und Umlenkrollen (15,16) derart
geführt ist, daß ein im wesentlichen konstanter Förderspalt von der Dicke der zu fördernden
Münzen (2) zwischen den Führungs- und Umlenkbahnen (4,5,6) und dem mindestens einen
Transportriemen (7) gebildet ist, und daß am Anfang der unteren horizontalen Führungsbahn
(4) eine Einrichtung zum vereinzelten Zuführen der flachliegend geförderten Münzen
(2) und am oberen Ende der vertikalen Führungsbahn (5) eine Einrichtung zur Übergabe
der geförderten Münzen (2) angeordnet sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zum vereinzelten
Zuführen unsortierter Münzen (2) am Anfang der unteren horizontalen Führungsbahn (4)
Einrichtungen zum Erkennen (21) der Wertigkeit und zum Zählen der Münzen (2) und/oder
zum Vorsortieren und Fördern der Münzen (2) nach Wertigkeit und/oder zum Aussortieren
von Fremdmünzen aufweist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zur
Übergabe der unsortiert geförderten Münzen (2) am Ende der vertikalen Führungsbahn
(5) aus einer Auswurfhaube (22) mit an diese anschließendem Münzenleiblech (23) gebildet
ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß am oberen Ende der
vertikalen Führungsbahn (5) eine weitere kreisbogenförmige Umlenkbahn (24) mit einer
anschließenden oberen horizontalen Führungsbahn (25) und mit diesen zugeordneten Rollen
(29) und Umlenkrollen (28) zur Führung des mindestens einen Transportriemens (7) angeordnet
sind und daß in der Ebene der Oberseite des oberen horizontal geführten Transportriemens
(7) eine obere Sortierstrecke (27) mit einem dieser zugeordneten Transportriemen (30)
vorgesehen ist, der oberhalb der oberen Führungsbahn (25) verläuft.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4,dadurch gekennzeichnet, daß der oberen Sortierstrecke
(27) Einrichtungen (33) zum Erkennen der Wertigkeit und zum Zählen der zugeführten
Münzen (2) und/oder zum Sortieren der Münzen (2) nach Wertigkeit und/oder zum Aussortieren
von Fremdmünzen zugeordnet sind.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine obere
horizontale Führungsbahn (37) unter einem rechten Winkel zur auf der Vorderseite einer
Platte (47) angeordneten vertikalen Führungsbahn (5) auf der Rückseite einer Platte
(46) angeordnet und mit oberer und unterer Führungsschiene (38,39) versehen und mit
einem unter 45° angeordneten Verbindungsstück (41) mit zwei seitlichen Führungsschienen
(42) verbunden ist, wobei die Ebenen der beiden Platten (46,47) um einen Betrag voneinder
versetzt angeordnet sind, der größer ist als die Dicke der zu fördernden Münzen (2),
und daß der obere Transportriemen (30) auf der Rücksiete der Platte (46) um Umlenkrollen
(28) mit vertikaler Achse (40) herumgeführt und parallel zur oberen horizontalen Führungsbahn
(37) angeordnet ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine obere
horizontale Führungsbahn (49) unter einem rechten Winkel zur vertikalen Führungsbahn
(5) mit gleicher Führungsebene für die Münzen (2) angeordnet ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß am Anfang der oberen horizontalen
Führungsbahn (49) eine Schikane (53) für die Münzen (2) angeordnet ist, die aus einer
Nase (54) in der oberen Führungsbahn (51) und einer Mulde (55) in der unteren Führungsbahn
(50) gebildet ist.