[0001] Die Erfindung betrifft einen Brandmelder gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1.
[0002] Brandmelder dieser Art sind allgemein bekannt. Sie dienen zum Schutze von Menschenleben
und Sachwerten in Brandmeldeanlagen zur Früherkennung von Bränden. Solche Brandmeldeanlagen
bestehen im allgemeinen aus einer Signalzentrale und in den zu schützenden Objekten
verteilt angeordneten Brandmeldern.
[0003] Die Brandmelder enthalten brandspezifische Sensoren, elektronische Verstärker und
Einrichtungen zur Uebertragung von Informationen zur Signalzentrale. Konstruktiv besteht
ein Brandmelder in der Regel aus dem eigentlichen Brandmelder (Meldereinsatz), welcher
die Sensoren und die Elektronik enthält und einem Meldersockel (Fassung), welcher
in dem zu überwachenden Raum fest montiert ist und in den der Meldereinsatz eingesetzt
wird. Auf diese Weise ist es möglich die Meldereinsätze zur Revision zu entfernen
und wieder einzusetzen.
[0004] In Anbetracht der hohen Anforderungen, die an die Zuverlässigkeit von Brandmeldanlagen
gestellt werden, ist es dringend erforderlich, Schwachstellen in solchen Anlagen nach
Möglichkeit zu eliminieren. Eine solche Schwachstelle ist zweifellos die Verbindung
Meldereinsatz/Fassung, da von ihr in hohem Maße die Funktionstüchtigkeit der gesamten
Brandmeldeanlage abhängt. Daher ist es verständlich, daß sich die Hersteller solcher
Anlagen bemühen, die Zuverlässigkeit der Verbindung Meldereinsatz/Fassung durch gute
konstruktive Lösungen sicherzustellen.
[0005] An die Verbindung Meldereinsatz/Fassung werden u.a. folgende Anforderungen gestellt:
- Zuverlässiger elektrischer Kontakt
- Schutz der Kontakte gegen Verschmutzung und Korrosion
- sichere mechanische Befestigung
- gutes äußeres Design (Aussehen)
[0006] Die letzte Forderung wird insbesondere deshalb erhoben, weil die Melder oft an Orten
installiert werden, wo die Ästhetik des Designs eine Rolle spielt. Hierzu gehören
Theater, Museen und historische Bauten.
[0007] Um ein formschönes Design mit einem guten Schutz gegen Verschmutzung der Kontakte
zu kombinieren, wurde u.a. im deutschen Gebrauchsmuster DE-U1-92'10'858 vorgeschlagen,
den Meldereinsatz so zu gestalten, daß er im eingesetzten Zustand die Fassung voll
abdeckt. Dies hat zusätzlich noch den Vorteil, daß sich Farbänderungen der Fassung
durch Alterung nicht nachteilig auf das Aussehen des Melders auswirken, wenn beispielsweise
nach einiger Zeit der Meldereinsatz ersetzt wird.
[0008] Als Nachteil einer solchen Konstruktion muß der Umstand betrachtet werden, daß es
bei allen Meldern, bei denen der Meldereinsatz die Melderfassung vollständig abdeckt,
schwierig ist zu erkennen, ob der Einsatz richtig in der Fassung sitzt. Dies ist jedoch
für alle Brandmelder, die aus Fassung und Einsatz bestehen, eine unabdingbare Voraussetzung.
Nicht korrekt eingesetzte Meldereinsätze sind a priori Fehler- und Störungsquellen
und geben heute häufig zu Reklamationen Anlaß.
[0009] Diesem Problem wurde in der Vergangenheit eindeutig nicht genug Rechnung getragen.
Eine Kontrolle der richtigen Position des Meldereinsatzes nach erfolgtem Einsetzen
durch geschultes Fachpersonal wurde erst später als unumgänglich erkannt. Der hiermit
verbundene erhöhte Aufwand muß im Interesse der Funktionstüchtigkeit des Gesamtsystems
in Kauf genommen werden, selbst wenn hierdurch die Installationskosten erhöht werden.
[0010] Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, die Nachteile der Brandmelder des Standes
der Technik zu beheben und insbesondere einen Brandmelder der eingangs erwähnten Art
zu schaffen, der eine am Meldereinsatz angebrachte Verschlußvorrichtung aufweist,
welche sowohl die mechanische Arretierung des Meldereinsatzes bewirkt als auch ein
klares Erkennen der richtigen Endposition des Meldereinsatzes, auch aus einer Entfernung
von einigen Metern, erlaubt. Hierdurch wird die Kontrolle wesentlich erleichtert und
der damit verbundene Aufwand auf ein Minimum reduziert.
[0011] Diese Aufgabe wird bei einem Brandmelder der eingangs genannten Art durch die kennzeichenden
Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen und Ausgestaltungen
der Erfindung sind in den abhängigen Patentansprüchen definiert.
[0012] Im folgenden wird die Erfindung an Hand der in den Figuren dargestellten bevorzugten
Ausführungsform näher erläutert. Es zeigen
- Figur 1
- eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Brandmelders mit einer Verschlußvorrichtung
in offenem Zustand,
- Figur 2
- einen Querschnitt durch einen Brandmelder gemäß Figur 1, entlang der Linie A...A,
- Figur 3
- eine Seitenansicht eines Brandmelders gemäß Figur 1 mit geschlossener Verschlußvorrichtung,
- Figur 4
- einen Querschnitt durch einen Brandmelder gemäß Figur 3 entlang der Linie B...B.
[0013] Figur 1 zeigt einen Brandmelder mit einer Fassung 1 und einem Meldereinsatz 2, welcher
aus einem beweglichen Ring 3 und einem Unterteil 4 besteht. Der Ring 3 ist innerhalb
eines bestimmten Winkelbereichs gegenüber dem Unterteil 4 des Meldereinsatzes 2 frei
beweglich. Der Meldereinsatz 2 wird durch eine Verschlußvorrichtung mit der Fassung
1 verriegelt. An der Außenseite des Rings 3 ist ein erstes Markierungselement 5 und
an der Außenseite des Unterteils 4 des Meldereinsatzes 2 ist ein zweites Markierungselement
6 so angeordnet, daß im offenen unverriegelten Zustand des Brandmelders das erste
Markierungselement 5 vom zweiten Markierungselement 6 um einen bestimmten Winkel klar
verschoben ist.
[0014] Die Verriegelungsvorrichtung besteht aus drei Führungsnocken 7 und einem Arretierungsnocken
8, welche an der Innenseite des Rings 3 angeordnet sind. Ferner weist die Fassung
1 drei den Führungsnocken 7 zugehörigen Führungskulissen 9 sowie einen dem Arretierungsnocken
8 zugehörigen Haltenocken 10 auf. Um den Meldereinsatz 2 durch die Verschlußvorrichtung
mit der Fassung 1 zu verriegeln, wird zunächst der Meldereinsatz 2 bezüglich der Fassung
1 in eine Fügestellung gebracht, welche in Figur 2 dargestellt ist. Hierzu werden
die drei Führungsnocken 7 in die ihnen zugehörigen Führungskulissen 9 eingefügt. Die
Verschlußvorrichtung wird betätigt, indem der Ring 3 um einen bestimmten Winkel gedreht
wird und die Führungsnocken entlang den Führungskulissen sich bewegen. Die Verriegelung
wird vervollständigt, indem der Arretierungsnocken 8 über den Haltenocken 10 gebracht
wird. In dieser Position, wie in Figur 3 und 4 dargestellt, liegen das erste Markierungselement
5 und das zweite Markierungselement 6 in einer geraden Linie. Eine vollständige und
korrekte Verriegelung ist mittels dieser Markierungselemente aus einer Entfernung
von mehreren Metern gut sichtbar.
[0015] Abwandlungen der vorbeschriebenen Brandmelderkonstruktion sind im Rahmen der Erfindung
gemäß den Ansprüchen möglich und dem Fachmann geläufig.
1. Brandmelder bestehend aus einem Meldereinsatz (2) und einer Fassung (1), in die der
Meldereinsatz (2) eingesetzt werden kann und bei dem im eingesetzten Zustand der Meldereinsatz
(2) die Fassung (1) völlig abdeckt, dadurch gekennzeichnet, daß der Meldereinsatz
(2) eine bewegliche Verschlußvorrichtung (3) aufweist, mit welcher der Meldereinsatz
(2) gegenüber der Fassung (1) mechanisch arretiert wird und welche ein erstes Markierungselement
(5) enthält, das in der Endposition des Meldereinsatzes (2) gegenüber einem zweiten
am Unterteil (4) des Meldereinsatzes (2) angebrachten Markierungselement (6) in eine
eindeutige Position gebracht wird, wodurch die korrekte Endposition des Meldereinsatzes
(2) gegenüber der Fassung (1) von außen erkennbar ist.
2. Brandmelder gemäß Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschlußvorrichtung
aus einem Ring (3) besteht, der am oberen Ende des Meldereinsatzes (2) angebracht
ist.
3. Brandmelder gemäß einem der Patentansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Markierungselemente (5, 6) aus Formgebungselementen bestehen, welche zwecks Erkennung
der Endposition des Meldereinsatzes (2) nebeneinander oder übereinander positioniert
werden.
4. Brandmelder gemäß Patentanspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Formgebungselemente
(5, 6) aus vorstehenden Rippen bestehen.
5. Brandmelder gemäß einem der Patentansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Markierungselemente (5, 6) sich farblich vom Meldereinsatz unterscheiden.
6. Brandmelder gemäß einem der Patentansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Verschlußvorrichtung (3) Mittel aufweist, die so angeordnet und konstruiert sind,
daß sie einen elektrischen Kontakt betätigen können, der bei Erreichung der Endposition
des Meldereinsatzes (2) ein Signal erzeugt.
7. Brandmelder gemäß Patentanspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß weitere Mittel vorgesehen
sind, die so eingerichtet sind, daß das Signal zur Zentrale übertragen wird.
8. Brandmelder gemäß einem der Patentansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß weitere
Mittel vorgesehen sind, die so eingerichtet sind, daß durch den elektrischen Kontakt
am Meldereinsatz (2) ein optisches Signal erzeugt wird.