[0001] Die Erfindung betrifft einen Intrusionsmelder gemäss dem Oberbegriff des Patentanspruch
1.
[0002] Solche Intrusionsmelder sind schon in verschiedenen Ausführungen auf dem Markt erhältlich.
Sie dienen zur Erkennung von Bewegungen von eingedrungenen Objekten oder Personen
innerhalb eines bestimmten Raumes. Es handelt sich dabei hauptsächlich um zwei Arten
von Meldern, den sogenannten Passiv-Infrarotmeldern und den Ultraschallmeldern. Es
werden auch Kombinationen dieser beiden Detektionsprinzipien verwendet. Die Melder
sind Teil eines Systems, welches neben den Meldern noch aus einer Signalempfangszentrale
und akustischen Warngeräten besteht. Die Melder sind über ein Leitungsnetz mit einer
Zentrale verbunden. Diese Intrusionsmelder bestehen im allgemeinen aus einem zweiteiligen
Gehäuse, welches einen Bewegungssensor, wie zum Beispiel einen Infrarotsensor oder
einen Ultraschallsensor, und eine Auswerteschaltung umschliesst. Das Gehäuse weist
ausserdem ein Eintrittsfenster auf, durch welches die Infrarotstrahlen bzw. die Ultraschallwellen
zum Sensor im Gehäuseinnern gelangen können. Das zweiteilige Gehäuse besteht aus einem
Boden- und einem Deckelteil, welche üblicherweise durch eine Schraube an der Seite
des Gehäuses oder durch einen Schnappverschluss miteinander verbunden werden.
[0003] Eines der Hauptprobleme bei der Anwendung solcher Melder besteht darin eine Sabotage
zu verhindern. Hierunter versteht man jeden Versuch einen Melder oder seine Verbindung
mit der Zentrale durch direkte oder indirekte Eingriffe oder Manipulationen ausser
Betrieb zu setzen. Um eine solche Sabotage zu verhindern, weisen manche Melder zusätzlich
einen Schalter auf, welcher ein Signal auslöst, wenn der Deckelteil vom Bodenteil
getrennt wird. Dieses Signal wird durch die Auswerteschaltung zum Beispiels als Störung
an die Zentrale oder akustisches Warnsignal wiedergegeben. Andere Melder, wie in US-Patent
4,451,733 beschrieben, sind mit einem Deckelschalter ausgestattet. Diese Schalter
sind bezüglich den beiden Gehäuseteilen so angeordnet, dass beim Abheben des Deckelteils
vom Bodenteil bis zu einer bestimmten Höhe der Schalter betätigt wird und ein Signal
an die Auswerteschaltung abgegeben wird. Diese Schalter dienen somit dazu, ein unbefugtes
Oeffnen des Gehäuses und allenfalls das Sabotieren des Melders zu erschweren.
[0004] Ein Nachteil solcher Schutzschalter besteht darin, dass es dennoch möglich ist, den
Melder zu sabotieren, ohne dass der Schalter betätigt wird. Dies kann durch teilweises
Lösen der Schrauben bzw. Abhebens des Deckels erfolgen, so dass ein schmaler Luftspalt
zwischen den beiden Gehäuseteilen entsteht, ohne dass der Schalter anspricht. Durch
den schmalen Spalt können Substanzen, wie zum Beispiel Schaum oder Farbe, in das Melderinnere
eingeführt werden, so dass der Sensor oder das Eintrittsfenster des Melders verdeckt
wird und so der Melder unempfindlich gemacht wird.
[0005] Eine Methode, eine Sabotage eines Passiv-Infrarotmelders durch Abdeckung des Sensors
oder des Eintrittsfensters zu verhindern, ist in EP 0,189,536 beschrieben. Hier ist
eine Strahlungsquelle am Gehäusedeckel befestigt, mit welcher die Durchlässigkeit
des Eintrittsfensters sowie des Strahlungspfads bis zum Sensor überwacht wird.
[0006] Ein wichtiger Bestandteil der Massnahmen, welche eine Sabotage verhindern können,
ist die korrekte Installierung der Melder. Es kommt wiederholt vor, dass ein Melder
nicht korrekt verschlossen wird und deshalb die Sabotageschutzvorrichtung nicht einwandfrei
funktioniert. Jedoch ist eine korrekte Verschliessung des Meldergehäuses abhängig
von der Sorgfalt des Installationspersonals. Diese kann an den gegenwärtig auf dem
Markt erhältlichen Meldern nur durch einen Test von der Zentrale aus oder visuell
aus der Nähe kontrolliert werden. Ein solcher visueller Test aus der Nähe kann jedoch
beschwerlich oder sogar unmöglich sein, wenn der Melder an einem schwer erreichbaren
oder erhöhten Ort montiert ist. Die Erfindung setzt sich die Aufgabe, die genannten
Nachteile der bekannten Intrusionsmelder zur Verhinderung der Sabotage zu verringern,
insbesondere die Kontrolle der korrekten Verschliessung der Melder zu erleichtern
und Sabotageversuche zu erschweren.
[0007] Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass der Gehäusedeckel eine Verriegelungsvorrichtung
enthält, welche den Deckelteil fest mit dem Bodenteil verbindet, wobei eine feste
Verriegelung durch eine Lichtanzeige an einer Oeffnung in der Verriegelungsvorrichtung
klar sichtbar ist.
[0008] In der Verriegelungsvorrichtung ist eine Oeffnung angebracht, welche bei Betätigung
der Verriegelung sich bewegt. Unter dem Gehäusedeckel befindet sich eine Lichtquelle.
Werden der Gehäusedeckel und der Gehäuseboden durch Betätigung der Verriegelungsvorrichtung
miteinander fest verbunden, wird zugleich die Oeffnung über die Lichtquelle gebracht.
Das von ihr ausgehende Licht gelangt durch die Oeffnung nach aussen und ist auch aus
einer Distanz für das Auge sichtbar. Sind die beiden Gehäuseteile nicht miteinander
fest verbunden so befindet sich die Oeffnung nicht über der Lichtquelle. In diesem
Fall ist von aussen kein Licht sichtbar.
[0009] Vorzugsweise besteht die Verriegelungsvorrichtung aus einem drehbaren Schraubverschluss.
Dadurch kann das Gehäuse beispielsweise durch eine 90°-Drehung des Schraubverschlusses
geschlossen werden und die Oeffnung über die Lichtquelle bewegt werden. Anstelle eines
Drehverschlusses kann auch ein Schiebeverschluss eingesetzt werden, welcher ebenfalls
die Oeffnung über die Lichtquelle bringt, sobald die beiden Gehäuseteile miteinander
fest verbunden sind.
[0010] Soll weiter verhindert werden, dass nach korrekter Verriegelung des Gehäuses durch
den Fachmann dieses durch Laien geöffnet wird, kann der Schraubverschluss mit einer
Sicherheitsschraube versehen werden, dessen Lösung nur durch entsprechendes Spezialwerkzeug
möglich ist. Die Lichtquelle kann unmittelbar unter dem Gehäusedeckel angeordnet sein.
Sie kann jedoch in einer weiteren Ausführungsform auch senkrecht zum Gehäusedeckel
versenkt sein oder seitlich angeordnet sein. Um das Licht zur Oeffnung zu führen,
können ein Lichtleiter oder optische Bauteile wie Spiegel, Prismen oder Linsen eingesetzt
werden.
[0011] Um eine Sabotage des Melders durch Oeffnen des Melders und Verändern des Inneren
des Melders weiter zu erschweren, kann die Verriegelungsvorrichtung mit einem Schaltelement
verbunden werden, welches im Fall einer unrechtmässigen Oeffnung der Verriegelung
betätigt wird und ein Störsignal an die Zentrale leitet. Zu diesem Zeitpunkt sind
die Gehäuseteile noch nicht voneinander getrennt, so dass kein Spalt zwischen ihnen
besteht, durch welchen das Innere des Melders verändert werden könnte. Somit wird
die Störung schon beim Versuch den Melder zu öffnen sowohl bei der Zentrale als auch
durch die Lichtquelle gemeldet bevor eine Sabotage stattfinden konnte.
[0012] Die Erfindung wird anhand der in den Figuren 1 bis 4 wiedergegebenen Ausführungsbeispiele
näher erläutert:
Figur 1 zeigt einen Längsschnitt durch einen Passiv-Infrarotmelder gemäss vorliegender
Erfindung, bei dem die Verriegelungsvorrichtung drehbar ist.
Figur 2 zeigt die Vorderansicht eines Passiv-Infrarotmelders gemäss Figur 1.
Figur 3 zeigt einen Längsschnitt durch eine andere Ausführungsform eines Passiv-Infrarotmelders,
bei dem die Verriegelungsvorrichtung schiebbar ist.
Figur 4 zeigt einen Längsschnitt durch eine weitere Ausführung eines Passiv-Infrarotmelders,
bei dem die Verriegelungsvorrichtung einen Lichtleiter enthält.
[0013] Das Gehäuse 1 des Intrusionsmelders besteht aus einem Deckel 2 und einem Boden 3.
Auf der Vorderseite des Deckels 2 befindet sich ein Schraubverschluss 4, welche den
Deckel 2 mit dem Boden 3 verriegelt. Im Schraubverschluss 4 ist eine Oeffnung 5 angeordnet,
welche sich mit dem Schraubverschluss bewegt, wenn dieser betätigt wird.
[0014] Der Schraubverschluss 4 wird mit einem Kreuzschlitzschraubendreher durch eine 90°-Drehung
in die "offene" bzw. "geschlossene" Position gebracht, wobei in der "offenen" Position
der Deckel nicht mit dem Boden verriegelt ist bzw. in der "geschlossenen" Position
der Deckel mit dem Boden verriegelt ist. Unter dem Deckel 2 ist eine Lichtquelle 6
auf einer Leiterplatte 7 so angeordnet, dass sie unter der Oeffnung 5 im Schraubverschluss
4 liegt, wenn dieser in der "geschlossenen" Position ist. In dieser "geschlossenen"
Position gelangt das Licht von der Lichtquelle 6 durch die Oeffnung 5 nach aussen.
Ist der Schraubverschluss 4 in der "offenen'' Position befindet sich die Oeffnung
5 nicht über der Lichtquelle 6, sodass kein Licht nach aussen gelangt.
[0015] In einer anderen Ausführung, in Figur 3 dargestellt, befindet sich ein Schiebeverschluss
8. Der Schiebeverschluss 8 wird zum Beispiel mit einem Stift durch Schieben in die
"offene" bzw. "geschlossene" Position gebracht. Der Schiebeverschluss 8 enthält ebenfalls
eine Oeffnung 5, welche sich mit dem Schiebeverschluss 8 bewegt, wenn dieser betätigt
wird. Eine Lichtquelle 6 ist unter dem Deckel 2 auf einer Leiterplatte 7 so angeordnet,
dass sie unter der Oeffnung 5 im Schiebeverschluss 8 liegt, wenn dieser sich in der
"geschlossenen" Position befindet.
[0016] Sollte es aus Kontruktions- oder Platzgründen ungünstig sein, die Lichtquelle 6 unmittelbar
unter dem Deckel 2 anzubringen, darf sie auch tiefer senkrecht oder auch seitlich
unter dem Deckel angeordnet sein, wie in Figur 4 dargestellt. Um das Licht von der
Lichtquelle 6 zur Oeffnung 5 zu führen, ist ein Lichtleiter 9 im Schraubverschluss
4 so angeordnet, dass dieser in der Oeffnung 5 endet. Zwecks Bündelung des Lichts,
welches aus dem Lichtleiter 9 durch die Oeffnung 5 austritt, ist das Ende des Lichtleiters
9 linsenförmig oder kegelförmig ausgebildet. Die Bündelung bewirkt, dass das Licht
aus noch grösserer Distanz mit dem Auge noch sichtbar ist.
[0017] Im weiteren ist ein Schaltelement 10 derart angebracht, dass es ein Signal an die
Zentrale sendet, sobald der Schraubverschluss 4 in die "offene" Position gebracht
worden ist. An der Zentrale wird das Signal als Störung oder Alarm gemeldet. Somit
wird ein Versuch, das Gehäuse 1 zu öffnen, schon bei der Betätigung des Schraubverschlusses
4 eine Störungsmeldung oder einen Alarm auslösen bevor der Deckel 2 entfernt oder
vom Boden 3 um eine Spaltweite abgehoben werden kann.
[0018] Mit dieser Erfindung können als Sicherheitsmassnahme die einzelnen Intrusionsmelder
auf die fachgerechte Verriegelung ihrer Gehäuse durch eine einfache visuelle Kontrolle
der aufgeleuchteten Oeffnung an der Verriegelungsvorrichtung aus, einer Entfernung
geprüft werden. Die Kontrolle kann ebenfalls von der Zentrale aus durch Prüfung des
Zustandes des Schaltelementes 10 durchgeführt werden.
[0019] Sollte während der Unscharfstellung der Anlage, zum Beispiel während des Tages, eine
Sabotage eines Intrusionsmelders durch Oeffnen, Sabotieren und Wiederverschliessen
des Gehäuses erfolgt sein, kann diese entdeckt werden, indem die Zentrale mit einer
Memory-Funktion ausgestattet ist. Diese speichert das Störsignal, welches durch Betätigung
des Schaltelementes 10 ausgelöst wurde, und löst bei der Scharfstellung der Anlage
eine Störmeldung aus.
1. Intrusionsmelder mit einem von einem Gehäuse (1) umschlossenen Bewegungssensor und
einer Auswerteschaltung, welche ein Signal abgibt, wenn sich das Ausgangssignal des
Bewegungssensors in einer vorbestimmten Weise ändert, wobei das Gehäuse (1) aus einem
Deckel (2) und einem Boden (3) besteht, wovon der Deckel (2) eine Verriegelungsvorrichtung
(4) enthält, welche den Deckel (2) mit dem Boden (3) fest verbindet und im Gehäuseinnern
eine Lichtquelle vorhanden ist dadurch gekennzeichnet , dass die Verriegelungsvorrichtung
(4) eine bewegbare Oeffnung (5) aufweist, durch die bei korrekter Verriegelung vom
Deckel (2) und Boden (3) die im Gehäuseinnern angebrachte Lichtquelle (6) von aussen
sichtbar ist.
2. Intrusionsmelder gemäss Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelungsvorrichtung
(4) drehbar ist.
3. Intrusionsmelder gemäss Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelungsvorrichtung
aus einem Schieber (8) besteht.
4. Intrusionsmelder gemäss einem der Patentansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
dass die Verriegelungsvorrichtung (4) eine Sicherheitsschraube aufweist, welche sich
nur mittels entsprechenden Spezialwerkzeugs lösen lässt.
5. Intrusionsmelder gemäss einem der Patentansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
dass die Lichtquelle (6) unter dem Deckel (2) des Gehäuses (1) versenkt oder seitlich
bezüglich der Verriegelungsvorrichtung (4) verschoben angeordnet ist und ein Lichtleiter
(9) das von der Lichtquelle (6) ausgehende Licht zur Oeffnung (5) in der Verriegelungsvorrichtung
(4) leitet.
6. Intrusionsmelder gemäss einem der Patentansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
dass die Lichtquelle (6) versenkt oder von der Verriegelungsvorrichtung (4) seitlich
verschoben angeordnet ist und das von der Lichtquelle (6) ausgehende Licht durch Spiegel,
Linsen oder Prismen zur Oeffnung (5) in der Verriegelungsvorrichtung (4) geleitet
wird.
7. Intrusionsmelder gemäss einem der Patentansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
dass ein Schaltelement (10) vorgesehen ist, welches bei Oeffnung der Verriegelungsvorrichtung
ein Alarmsignal auslöst.