[0001] Die Erfindung betrifft ein Schnurlos-Telekommunikationsendgerät, insbesondere ein
Schnurlos-Telefon gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
[0002] Schnurlos-Telekommunikationsendgeräte, wie z. B. Schnurlos-Telefone, Mobilfunkgeräte
etc., benötigen für die schnurlose Nachrichtenübertragung im MHz- oder GHz-Frequenzbereich
Antennen. Für den Einsatz in solchen Schnurlos-Telekommunikationsendgeräten haben
sich insbesondere Inverted-F-Antennen als geeignet erwiesen, deren Abmessungen sich
im wesentlichen aus den vorgegebenen Resonanzfrequenzen ergeben. Derartige Antennen
sind z. B. aus der Druckschrift: "Small Antennas" von K. Fujimoto, A. Henderson, K.
Hirasawa und J. R. James; Research Studies Press LTD, 1987, Seiten 116 bis 151 bekannt.
[0003] Aus der Druckschrift "IEEE Transactions on Antennas and Propagation, Vol. AP-32,
Nr. 4, April 1984, Seiten 385 und 386 sind Dipol-Antennen beschrieben, die zur Verkürzung
der axialen Länge entweder zickzack- (Figur 1) oder mäanderförmig (Figur 5) ausgebildet
sind.
[0004] Aus der DE-A1-31 29 045 ist ein Peilantennensystem unter Verwendung von Vertikalstrahlern
mit geringer Bauhöhe und Rundumempfangscharakteristik bekannt. Zur Erzielung einer
geringen Bauhöhe bei noch ausreichender Antennenempfindlichkeit sind die Strahler
der Peilanlage jeweils als ein in zwei- oder dreidimensionalen Auslenkungen um die
Vertikalachse verlaufender elektrischer Leiter, beispielsweise als Wendelstrahler
oder als ein mäanderförmig verlaufender elektrischer Leiter, ausgebildet. Die Mäander-Ausführungsform
ist dabei vorzugsweise als gedruckte Streifenleitung auf einem isolierenden Trägermaterial
ausgeführt.
[0005] Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe besteht darin, ein Schnurlos-Telekommunikationsendgerät,
insbesondere ein Schnurlos-Telefon kompakt aufzubauen.
[0006] Diese Aufgabe wird ausgehend von dem im Oberbegriff des Patentanspruches 1 definierten
Schnurlos-Telekommunikationsendgerät durch die in dem kennzeichnenden Teil des Patentanspruches
1 angegebenen Merkmale gelöst.
[0007] Dadurch, daß der lange Abschnitt des Antennenleiters zwischen der Speisestelle und
dem freien Ende zumindest annähernd mäanderförmig gefaltet ist, ist eine Antennenanordnung
realisierbar, die gegenüber einer herkömmlichen Inverted-F-Antenne und bei im wesentlichen
gleichbleibenden elektrischen Eigenschaften eine deutlich verkürzte Längenausdehnung
aufweist. Dadurch kann die Antenne in das Gehäuse integriert werden, so daß insbesondere
die bei bekannten Geräten herausragenden Antennenkomponenten besser vor Beschädigungen
geschützt sind.
[0008] Die Integration der Antennenanordnung in das Schnurlos-Telekommunikationsendgerät
wird dadurch erleichtert, daß die Ebene, in welcher der mäanderförmige Teil des Antennenleiters
verläuft, zumindest annähernd parallel zur Grundplatte verläuft (einfachere Dimensionierung
der Antenne).
[0009] Darüber hinaus wird der kompakte Aufbau des Schnurlos-Telekommunikationsgerätes noch
dadurch verbesssert, daß die Antennenanordnung flach ausgebildet ist, also der Abstand
vom Antennenleiter zur Grundplatte (Bauhöhe der Antenne) klein ist.
[0010] Vorteilhaft ist es, wenn der Antennenleiter aus Draht gefertigt ist. Ein an sich
bekannter Aufbau aus Draht bietet sich besonders bei kleinen Fertigungsstückzahlen
an, da der Aufbau schnell und einfach erfolgen kann.
[0011] Günstig ist es, wenn der Antennenleiter in an sich bekannter Weise aus Blech gefertigt
ist. Eine Antenne aus Blech kann maschinell gestanzt und anschließend gebogen werden.
Diese Lösung ist besonders bei hohen Stückzahlen und hoher Automatisierung der Fertigung
vorteilhaft.
[0012] Günstig ist es ferner, wenn der Antennenleiter aus leitend beschichtetem Kunststoff
besteht, wodurch die Fertigung der Antenne in einem Arbeitsgang mit dem Kunststoffgehäuse
ermöglicht wird.
[0013] Vorteilhaft ist es weiterhin, wenn der Antennenleiter in an sich bekannter Weise
in gedruckter Schaltungstechnik ausgeführt ist. Dadurch wird die automatisierte Fertigung
hoher Stückzahlen begünstigt.
[0014] Die Erfindung wird anhand von drei Figuren näher erläutert. Es zeigen:
Figur 1 ein Beispiel einer aus Messingblech gefertigten Antenne,
Figur 2 die Eingangsimpedanz einer Antenne nach Figur 1 in Abhängigkeit von der Frequenz
und
Figur 3 die Feldverteilung im Fernfeld bei einer Antenne nach Figur 1.
[0015] Die in Figur 1 dargestellte beispielhafte Antenne besteht aus 0,3 mm dickem Messingblech,
das gemäß der Darstellung A der Figur geformt ist und gemäß den Darstellungen B und
C gebogen ist.
[0016] Die dargestellte Antenne wurde für den Einsatz in einem Schnurlostelefon bemessen.
Dazu ist eine Mittenfrequenz von ca. 932 MHz und eine Bandbreite von 45 MHz notwendig.
Die Bandbreite ist definiert für ein Stehwellenverhältnis von VSWR ≦ 2. Für die Frequenz
von 932 MHz beträgt λ/4 = 80 mm. Bei einer Bauhöhe der Antenne von 4 mm beträgt die
Längenausdehnung L einer herkömmlichen Inverted-F-Antenne

[0017] Im Gegensatz dazu beträgt die Längenausdehnung der erfindungsgemäßen Antenne lediglich
56,5 cm, wodurch der Einbau in das Kunststoffgehäuse eines sehr kompakten Schnurlostelefones
möglich ist.
[0018] Figur 2 zeigt die berechnete Eingangsimpedanz der Antenne nach Figur 1 zwischen einer
Startfrequenz f
s von 850 MHz und einer Endfrequenz f
e von 1300 MHz mit Meßwerten im Abstand von jeweils 25 MHz. Die Darstellungsform ist
ein Smith-Diagramm wie es beispielsweise im Telefunken-Laborbuch, Band 2; 2. Ausgabe,
1962 beschrieben ist. Die Impedanzwerte wurden auf 50 Ohm normiert. Der Bereich mit
einem Stehwellenverhältnis VSWR ≦ 2 ist durch einen Kreis K gekennzeichnet.
[0019] Bei dem beschriebenen Beispiel liegen die Impedanzwerte für Frequenzen von ca. 940
MHz bis 990 MHz innerhalb dieses Kreises. Bei Einbau der Antenne in ein Kunststoffgehäuse
bewirkt die relative Dielektrizitätskonstante desselben über die Verringerung der
Lichtgeschwindigkeit eine effektive Verlängerung der Antenne, wodurch ein Bereich
von etwa 910 MHz bis 960 MHz innerhalb des Kreises K liegt. Die Antenne entspricht
somit den oben beschriebenen Anforderungen an eine Antenne für ein Schnurlostelefon.
[0020] Figur 3 zeigt in drei Diagrammen die Strahlungscharakteristik einer Antenne nach
Figur 1. Die Lage der drei Darstellungsebenen yz, zx, xy zur Antenne ist in den Darstellungen
B und C der Figur 1 gekennzeichnet. In den drei, bei Antennen üblichen, Darstellungen
werden jeweils die Werte der beiden Komponenten Eφ und Eϑ des elektrischen Feldstärkevektors
in einem Punkt auf einer Kugeloberfläche dargestellt.
[0021] φ ist der Winkel zwischen der zx-Ebene und der durch die z-Achse und den Punkt auf
der Kugeloberfläche bestimmten Ebene, auf welche die Feldkomponente Eφ senkrecht steht.
ϑ ist der Winkel zwischen der z-Achse und dem Zeiger vom Ursprung des Koordinatensystems
zu dem Punkt auf der Kugeloberfläche. Die zweite Feldkomponente Eϑ steht senkrecht
auf diesen Zeiger in der durch Punkt und z-Achse bestimmten Ebene. Die beiden Kurven
zeigen dann jeweils die auf den idealen Isotropstrahler bezogenen Feldkomponenten
Eφ und Eϑ in den 3 Hauptebenen yz, zx und xy des Koordinatensystems.
[0022] Die Ergebnisse zeigen eine relativ gute Isotropieeigenschaft der Antenne, die somit
auch in dieser Hinsicht den Anforderungen an Antennen für Schnurlostelefone entspricht.
1. Schnurlos-Telekommunikationsendgerät, insbesondere Schnurlos-Telefon, mit einer Antennenanordnung,
die einen annähernd L-förmigen Antennenleiter aufweist, dessen kurzer Abschnitt (E)
an seinem freien Ende mit einer in dem Kommunikationsendgerät angeordneten Grundplatte
verbunden ist und dessen langer Abschnitt (F) in einem bestimmten Abstand vom Knickpunkt
des Antennenleiters mit einer Speisestelle (S) versehen ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
a) die Antennenanordnung in das Schnurlos-Telekommunikationsgerät integriert ist,
b) die Antennenanordnung flach ausgebildet ist,
c) der lange Abschnitt (F) des Antennenleiters zwischen der Speisestelle (S) und dem
freien Ende zumindest annähernd mäanderförmig gefaltet ist und
d) die Ebene, in welcher der mäanderförmige Teil des Antennenleiters verläuft, zumindest
annähernd parallel zur Grundplatte verläuft.
2. Schnurlos-Telekommunikationsendgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Antennenleiter aus Draht gefertigt ist.
3. Schnurlos-Telekommunikationsendgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Antennenleiter aus Blech gefertigt ist.
4. Schnurlos-Telekommunikationsendgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Antennenleiter aus leitend beschichtetem Kunststoff besteht.
5. Schnurlos-Telekommunikationsendgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Antennenleiter in gedruckter Schaltungstechnik ausgeführt ist.
1. Cordless telecommunication terminal, in particular cordless telephone, having an antenna
arrangement which has an approximately L-shaped antenna conductor, whose short section
(E) is connected at its free end to a baseplate arranged in the communication terminal,
and whose long section (F) is provided, at a specific spacing from the bend of the
antenna conductor, with a feed point (S), characterized in that
a) the antenna arrangement is integrated into the cordless telecommunication device,
b) the antenna arrangement is of flat design,
c) the long section (F) of the antenna conductor, between the feed point (S) and the
free end, is folded in an at least approximately serpentine shape and
d) the plane, in which the serpentine part of the antenna conductor runs, runs at
least approximately parallel to the baseplate.
2. Cordless telecommunication terminal according to Claim 1, characterized in that the
antenna conductor is produced from wire.
3. Cordless telecommunication terminal according to Claim 1, characterized in that the
antenna conductor is produced from sheet metal.
4. Cordless telecommunication terminal according to Claim 1, characterized in that the
antenna conductor comprises conductively coated plastic.
5. Cordless telecommunication terminal according to Claim 1, characterized in that the
antenna conductor is implemented in printed circuit technology.
1. Terminal de télécommunication sans fil, notamment téléphone sans fil, comportant un
dispositif d'antenne, qui a un conducteur d'antenne ayant une forme approximativement
en L, dont le tronçon court (E) est relié par l'extrémité libre à une embase prévue
dans le terminal de communication et dont le tronçon long (F) est muni, à une distance
déterminée du coude du conducteur d'antenne, d'un point (S) d'alimentation, caractérisé
en ce que
a) le dispositif d'antenne est intégré au terminal de télécommunication sans fil,
b) le dispositif d'antenne a une forme plate,
c) le tronçon long (F) du conducteur d'antenne est plié, entre le point (S) d'alimentation
et l'extrémité libre, au moins approximativement une forme sinueuse et
d) le plan, dans lequel la partie de forme sinueuse du conducteur d'antenne s'étend,
s'étend au moins approximativement parallèlement à l'embase.
2. Terminal de télécommunication sans fil suivant la revendication 1, caractérisé en
ce que le conducteur d'antenne est fabriqué en fil métallique.
3. Terminal de télécommunication sans fil suivant la revendication 1, caractérisé en
ce que le conducteur d'antenne est fabriqué en tôle.
4. Terminal de télécommunication sans fil suivant la revendication 1, caractérisé en
ce que le conducteur d'antenne est en matière plastique revêtue d'un matériau conducteur.
5. Terminal de télécommunication sans fil suivant la revendication 1, caractérisé en
ce que le conducteur d'antenne est fabriqué suivant la technique des circuits imprimés.