[0001] Die Erfindung betrifft einen Staubsaugerschlauch gemäß dem Oberbegriff des ersten
Anspruchs.
[0002] Bei einem bekannten Staubsaugerschlauch dieser Art (DE 38 18 337 A1) ist ein Griffstück
mit einem Rohrstutzen vorgesehen, auf den einendig ein elastischer Saugschlauch aufgeschoben
ist. Auf dem Außenmantel des Rohrstutzens befinden sich in Umfangsrichtung verlaufende
Rippen, die am Innenmantel des Saugschlauchs anliegen. Die zwischen den Rippen liegenden
abgesenkten Abschnitte vergrößern den Toleranzausgleichbereich, in welchem der Durchmesser
des Saugschlauchs schwanken kann. Um den Saugschlauch am Rohrstutzen zusätzlich festhalten
zu können, ist der Saugschlauch im Überdeckungsbereich von einer steifen Muffe eng
umschlossen, die axial in zwei Halbschalen geteilt ist. Die Muffe greift dabei zumindest
an ihrem dem Schlauch zugewandten Ende in eine Ringvertiefung des gewellten Saugschlauchs
ein. Die Muffe übernimmt dadurch eine Sicherungsfunktion gegen Abziehen des Saugschlauchs
in axialer Richtung.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einem Staubsaugerschlauch gemäß dem
Oberbegriff des ersten Anspruchs Maßnahmen zu treffen, durch welche bei einfachem
Aufbau eine unkomplizierte Befestigung des Saugschlauchs mit optimaler Haltefunktion
ermöglicht wird.
[0004] Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt gemäß der Erfindung durch die kennzeichnenden Merkmale
des ersten Anspruchs.
[0005] Bei einer Ausgestaltung eines Staubsaugerschlauchs gemäß der Erfindung kann der elastische,
insbesondere aus Kunststoff gefertigte Saugschlauch bei der angestrebten Passung zwischen
dem Rohrstutzen und dem Innenmantel des Saugschlauchs auf den Außenmantel des Rohrstutzens
unter Drehen aufgeschoben werden, wobei sich der Saugschlauch beim Auftreffen auf
die radial überstehenden Rippen elastisch aufweitet. Nach dem Aufbringen zieht sich
der Innenmantel des Saugschlauchs aufgrund seiner Elastizität im Bereich der steilen
Flanke der betreffenden Rippe radial nach innen, so daß der Saugschlauch an der betreffenden
Rippe verhakt ist. Sind mehrere Rippen vorgesehen, tritt dieses Verhaken an entsprechend
vielen Stellen ein. Vorzugsweise ist der Saugschlauch dabei mit einer schraubengangförmig
ausgebildeten Wellung versehen, die auch vom Innenmantel her offen ist. Dann ist es
zweckmäßig, auf dem Außenmantel des Rohrstutzens wenigstens eine Zusatzrippe vorzusehen,
die von innen in die wellung eingreift. Diese Zusatzrippe erhöht den Kraftschluß zwischen
dem Rohrstutzen und dem Saugschlauch gegen axiales Abziehen. Dabei können sich die
Zusatzrippen mit einer der Steigung der schraubengangförmigen wellung entsprechenden
Neigung in Umlaufrichtung erstrecken, so daß keine Punktbelastung zwischen den Zusatzrippen
und der damit in Eingriff tretenden Wellenwandung gegeben ist. Die Zusatzrippen unterstützen
das Aufschrauben des Saugschlauchs auf den Rohrstutzen, wobei die flachen Flanken
der sägezahnförmigen Rippen in Aufschraubrichtung des Saugschlauchs ansteigen. Bei
den im Betrieb eines Saugschlauchs in der Regel auftretenden Drehkräften wird so mit
Hilfe der Zusatzrippen der Saugschlauch entweder fester gegen einen am Außenmantel
vorgesehenen Anschlag geschraubt oder in Gegendrehrichtung durch den Eingriff mit
den sägezahnförmigen Rippen am Abschrauben gehindert. Die Zusatzrippen können in Umlaufrichtung
unterbrochen sein und erstrecken sich insbesondere über weniger als ein Viertel des
Rohrstutzens-Umfangs. Sie sind zudem zweckmäßigerweise in Umfangsrichtung gegenüber
den sägezahnförmigen Rippen versetzt, so daß sie sich in Achsrichtung nicht überdecken
und dadurch in einfacher Weise aus einem Kunststoff-Spritzwerkzeug einfach in axialer
Richtung entformen lassen. Als Anschlag für den Saugschlauch kann dabei ein am Außenmantel
angesetzter elastischer Scharniersteg dienen, der außerdem mit einem parallel zu axial
gerichteten Rippen verlaufenden Schenkel versehen sein kann, dessen lichter Abstand
von der Rippe um einige Zehntel mm kleiner als die Höhe der Wellen des Saugschlauchs
ist. Der Saugschlauch erfährt dadurch im Bereich der Rippen eine radial nach innen
gerichtete geringfügige Pressung, die den Eingriff mit den steilen Flanken der Rippen
verbessert. An das freie Ende des Scharnierstegs kann ein mit Abstand parallel zum
Rohrstutzen verlaufender Griffteil angeformt sein, wobei die Verbindungsstelle des
Scharnierstegs mit dem Griffteil mit axialem Abstand von beiden Enden des Griffteils
liegt. Der Griffteil ist dann nach Art eines Zangenschenkels im mittleren Bereich
um den Scharniersteg schwenkbar. Dabei kann der zum freien Ende des Rohrstutzens weisende
Griffteilschenkel eine radial gerichtete Rastnase tragen, die mit einer angepaßten
Nut an einem Einlaßstutzen eines Staubsaugergehäuses in der Weise zusammenwirken kann,
daß bei angestecktem Saugschlauch die Rastnase den Rohrstutzen gegen axiales Herausziehen
aus dem Einlaßstutzen sichert. Der andere, zum Saugschlauch weisende Griffteilschenkel
liegt dabei im statischen Ruhezustand mit radialem Abstand vom Saugschlauch und kann
durch manuelles Niederdrücken zum Saugschlauch hin so verschwenkt werden, daß der
die Rastnase tragende Griffteilschenkel aus der Nut am Staubsaugergehäuse ausgehoben
wird.
[0006] Die Erfindung ist nachfolgend anhand der Zeichnungen eines Ausführungsbeispiels näher
erläutert.
[0007] Es zeigen:
Fig. 1 eine teilweise aufgeschnittene Darstellung eines Staubsaugerschlauchs im Bereich
eines Rohrstutzens mit angedeutetem Griffteil,
Fig. 2 die Anordnung nach Fig. 1 in einer um 90o um die Längsachse gedrehten Darstellung,
Fig. 3 eine Querschnittsdarstellung entlang der Linie A-A der Fig.1,
Fig. 4 eine Querschnittsdarstellung entlang der Linie B-B der Fig. 2.
[0008] Ein Staubsaugerschlauch für die Verbindung eines Saugmundstücks mit einem bei 1 angedeuteten
Staubsaugergehäuse weist einen elastischen, gewellten Saugschlauch 2 auf, in den von
einem Ende her ein an sich steifer Rohrstutzen 3 über eine Teillänge eingeführt ist.
Der Außenmantel des Rohrstutzens 3 weist im Überdeckungsbereich mit dem Saugschlauch
2 einen Durchmesser auf, der dem des Saugschlauch-Innenmantels entspricht. Der über
das Ende des Saugschlauchs hinausstehende Abschnitt 4 des Rohrstutzens 3 greift in
einen am Staubsaugergehäuse 1 vorgesehenen, im Durchmesser angepaßten Einlaßstutzen
5 ein und ist darin lösbar gehalten. Im Überdeckungsbereich mit dem Saugschlauch 2
befinden sich auf dem Außenmantel des Rohrstutzens 3 radial überstehende, über den
Umfang verteilt und insbesondere diametral angeordnete Rippen 6, die sich in Richtung
der Stutzenlängsachse 7 auf dem Außenmantel erstrecken und im Querschnitt sägezahnförmig
ausgebildet sind. Die Rippen 6 erstrecken sich von einem radial auf dem Außenmantel
des Rohrstutzens angeordneten Anschlag 8 in den Saugschlauch 2 hinein, wobei ihre
Länge unterschiedlich ist. Am Anschlag 8 liegt auch das betreffende Ende des Saugschlauchs
2 an.
[0009] Außer den axial verlaufenden Rippen 6 befindet sich auf dem Außenmantel des Rohrstutzens
3 wenigstens eine, vorliegend zwei diametral zueinander versetzte Zusatzrippen 9,
die ebenfalls über den Außenmantel radial hinausragen und dabei von innen in die ausgebauchten
Wellen 10 des Saugschlauchs 2 eingreifen. Dabei ist die Wellung des Saugschlauchs
2 schraubengangförmig ausgebildet, so daß der Rohrstutzen 3 beim Einsetzen in den
Saugschlauch 2 zunächst soweit eingeschoben werden kann, bis vorliegend eine der Rippen
6 in den Innenmantel des Saugschlauchs 2 eintaucht und anschließend der freie Rand
des Saugschlauchs in axialer Richtung an die vornliegende Zusatzrippe 9 anschlägt.
Danach kann der Rohrstutzen entweder weiter axial eingeschoben oder vorzugsweise in
den Saugschlauch 2 eingeschraubt werden. Dabei gelangen die axial versetzten Zusatzrippen
9 nacheinander in Eingriff mit den innenliegenden Wandungen der Wellen 10 und folgen
denselben beim weiteren Drehen. Während des Einschiebens oder Eindrehens rutscht der
Innenmantel des Saugschlauchs 2 über die sägezahnförmigen Rippen 6, bis das Ende am
Anschlag 8 anliegt. Die flachen Flanken 11 der Rippen 6 steigen dabei in Aufschraubrichtung
des Saugschlauchs 2 an. Aufgrund der Elastizität des Saugschlauchs senkt sich sein
Innenmantel im Bereich der steil abfallenden Flanken 12 der Rippen 6 radial nach innen
ab, so daß sich die steilen Flanken 12 im Innenmantel verhaken. Hierdurch ist eine
automatische Rückdrehsicherung erreicht. Gegen freies axiales Abziehen dienen dabei
die in Umlaufrichtung sich erstreckenden Zusatzrippen 9, die sich in den zugehörigen
Innenwandungen der Wellen 10 abstützen. Der Saugschlauch 2 ist damit ohne zusätzliche
Hilfsmittel mit dem Rohrstutzen verbunden, wobei die Montage dieser Teile in unkomplizierter
Weise ausführbar ist. Insbesondere erübrigt sich die Anwendung von Klebern, für deren
Aufbringen besondere Montagehilfen erforderlich sind und die Gefahr von Verschmutzungen
gegeben ist.
[0010] Für eine optimale Führung erstrecken sich die Zusatzrippen mit einer der Steigung
der schraubengangförmigen Wellen 10 entsprechenden Neigung in Umlaufrichtung und sind
jeweils durch einen Spalt 13 in zwei Teilrippen unterteilt. Hierdurch ergibt sich
eine zusätzliche Sicherung gegen nachträgliches Verdrehen im Saugschlauch 2, nachdem
dessen Innenwandungen an allen nach innen abfallenden Flanken radial einsinken und
zum Verhaken beitragen. Außerdem sind die axial verlaufenden Rippen 6 und die in Umfangsrichtung
verlaufenden Zusatzrippen 9 in Umlaufrichtung überdeckungsfrei versetzt, so daß der
Rohrstutzen insgesamt in einem lediglich in Richtung der Achse 7 auseinanderzufahrenden
Spritzwerkzeug hergestellt werden kann. Die Rippen 6,9 erstrecken sich daher über
weniger als ein Viertel des Rohrstutzen-Umfangs.
[0011] An den Anschlag 8 ist noch ein elastischer Scharniersteg 14 angeformt, der mit einem
parallel zur axial gerichteten Rippe 6 und benachbart dazu verlaufenden Schenkel versehen
ist, dessen lichter Abstand von der Rippe 6 etwas kleiner als die Höhe der Wellen
des Saugschlauchs 2 ist. Der Abstand ist dabei so bemessen, daß der Scharniersteg
die benachbarten Wellen geringfügig um einige Zehntel mm radial zusammendrückt, wodurch
einerseits der Reibungsschluß verbessert und das Absenken des Saugschlauchs im Bereich
der steilen Flanke 12 der zugehörigen Rippe 6 unterstützt wird. Andererseits wird
dieser Scharniersteg durch die elastische Gegenkraft der Wellen 10 mit einer elastischen,
nach außen gerichteten Kraftkomponente unterstützt. Der Scharniersteg 14 ist mit einem
parallel zum Rohrstutzen 3 verlaufenden Griffteil 15 verbunden, der mit Abstand parallel
zum Rohrstutzen 3 bzw. zu den Wellen des Saugschlauchs 2 verläuft. Die Verbindungsstelle
16 des Scharnierstegs 14 mit dem Griffteil 15 ist von beiden Enden des Griffteils
15 beabstandet. Der Griffteil 15 ist dadurch nach Art eines Zangenschenkels verschwenkbar
gehalten. Der zum freien Ende des Rohrstutzens 3 weisende Griffteilschenkel 15a weist
eine radial nach innen gerichtete Rastnase 17 auf, die in eine angepaßte umlaufende
Nut 18 am Einlaßstutzen 5 des Staubsaugergehäuses 1 in der in Fig. 1 dargestellten
statischen Betriebsruhelage eingreift. Durch manuellen Druck auf den zum Saugschlauch
weisenden Griffschenkelteil 15b senkt sich derselbe zum Saugschlauch 2 hin ab, so
daß die Rastnase 17 am vorderen Schenkelteil 15a radial nach außen schwenkt und den
Eingriff mit der Nut 18 löst. Der Staubsaugerschlauch kann dadurch vom Staubsaugergehäuse
1 abgenommen werden, wobei der Rohrstutzen-Abschnitt aus dem Einlaßstutzen 5 gelöst
wird. Durch die Eigenelastizität des Scharnierstegs 14 und ggf. seine elastische Unterstützung
durch die Wellen 10 kehrt der Griffteil 15 jeweils wieder in seine Betriebsruhelage
zurück. Der Rohrstutzen 3, der Griffteil 15 und die Rastnase 17 können so als einstückiges
Bauteil ausgebildet werden. Dabei trägt dieses Bauteil auch die für eine leichte Montage
und eine betriebssichere Verbindung mit dem Saugschlauch 2 erforderlichen Sicherungsmittel
6,9. Vorzugsweise ist der Griffteil aus zwei spiegelbildlich aufgebauten Halbschalen
gebildet, die den benachbarten Endabschnitt des Saugschlauchs 2 umschließen und zwischen
denen lediglich in axialer Richtung erforderliche Spalte belassen sind und die zwei
voneinander unabhängige Zangenschenkel bilden können.
1. Staubsaugerschlauch mit einem Griffstück und einem auf einen Rohrstutzen des Griffstücks
einendig aufgeschobenen Saugschlauch sowie mit auf dem Außenmantel des Rohrstutzens
vorgesehenen Rippen, die mit dem Innenmantel des Saugschlauchs in Eingriff stehen,
wobei der Durchmesser des Rohrstutzens dem des Innenmantels angepaßt ist, dadurch
gekennzeichnet, daß wenigstens eine der Rippen (6) über den Durchmesser des Rohrstutzens
übersteht, im Querschnitt sägezahnförmig ausgebildet ist und sich in Achsrichtung
des Rohrstutzens (3) erstreckt.
2. Staubsaugerschlauch nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens zwei über
den Umfang des Rohrstutzens (3) verteilt angeordnete Rippen (6) vorgesehen sind.
3. Staubsaugerschlauch nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Saugschlauch
(2) eine schraubengangförmig ausgebildete Wellung (10) aufweist und daß auf dem Außenmantel
des Rohrstutzens (3) wenigstens eine Zusatzrippe (9) vorgesehen ist, die innen in
die Wellung (10) eingreift.
4. Staubsaugerschlauch nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet,
daß sich die Zusatzrippe (9) über weniger als ein Viertel des Rohrstutzen-Umfangs
erstreckt und in Umfangsrichtung unterbrochen ist.
5. Staubsaugerschlauch nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet,
daß am Außenmantel wenigstens ein elastischer Scharniersteg (14) mit einem parallel
zur axial gerichteten Rippe (6) verlaufenden Schenkel vorgesehen ist, desser lichter
Abstand von der Rippe (6) etwas kleiner als die Höhe der Wellen (10) des Saugschlauchs
(2) ist.
6. Staubsaugerschlauch nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß am Scharniersteg
(14) ein mit Abstand parallel zum Rohrstutzen (3) verlaufender Griffteil (15) sitzt,
wobei die Verbindungsstelle (16) des Scharnierstegs (14) mit dem Griffteil (15) mit
axialem Abstand von dessen Enden liegt und daß der zum freien Ende des Rohrstutzens
(3) weisende Griffteilschenkel (15a) eine radial gerichtete Rastnase (17) trägt und
der zum Saugschlauch (2) weisende Griffteilschenkel (15b) mit radialem Abstand vom
Saugschlauch (2) liegt.
7. Staubsaugerschlauch nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet,
daß die axial verlaufenden Rippen (6) unterschiedlich lang ausgebildet sind.
8. Staubsaugerschlauch nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet,
daß die axial verlaufenden Rippen (6) und die in Umfangsrichtung verlaufenden Zusatzrippen
(9) in Umfangsrichtung überdeckungsfrei versetzt sind.
9. Staubsaugerschlauch nach Anspruch 3 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet,
daß die flachen Flanken (11) der Rippen (6) in Aufschraubrichtung des Saugschlauchs
(2) ansteigen.
10. Staubsaugerschlauch nach Anspruch 3 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet,
daß sich die Zusatzrippen (9) mit einer der Steigung der schraubengangförmigen Wellung
(10) entsprechenden Neigung in Umlaufrichtung erstrecken.