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EP 0 616 852 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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05.08.1998 Patentblatt 1998/32 |
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Anmeldetag: 14.03.1994 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)6: B02C 18/00 |
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Aktenvernichter mit schrankartigem Unterbau und haubenartigem Aufsatz
Document shredder with a cabinet-type base and a load-type top
Destructeur de documents comportant une embase de type armoire et un dessus de type
capot
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB |
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Priorität: |
22.03.1993 DE 4309102
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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28.09.1994 Patentblatt 1994/39 |
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Patentinhaber: Schwelling, Hermann |
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88682 Salem (DE) |
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Erfinder: |
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- Schwelling, Hermann
88682 Salem (DE)
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Vertreter: Fürst, Siegfried et al |
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Patent- und Rechtsanwälte
Hansmann & Vogeser
Nördliche Ringstrasse 10 73033 Göppingen 73033 Göppingen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 3 505 074 GB-A- 2 169 524
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DE-C- 3 808 486
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Akten- bzw. Schriftgutvernichter nach dem Oberbegriff
des Patentanspruches 1.
[0002] Bekannt ist ein derartiger Dokumenten-Shredder beispielsweise aus der GB-A-2 169524
. Dieses Gerät bietet durch seinen nach oben trichterförmig offenen und mit seinem
Bodenblech schräg zum Walzeneinzugsspalt hin gerichteten Einfüllschacht allerdings
wenig Schutz für die Bedienungsperson gegen Unfälle durch Eindringen loser Bekleidungsteile
in den Schacht und ebenso auch keinen Schutz gegen Belästigung durch aus dem Schneidwerksspalt
austretenden Staub und Maschinengeräusche.
[0003] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, durch eine spezielle Ausgestaltung
bzw. einen entsprechenden Aufbau der Kopfseite des Gehäuseoberteils mehrere wesentliche
Benutzungsfunktionen, die bislang bei entsprechenden Geräten zudem noch weitestgehend
fehlten, in einer gemeinsamen Bauform zu vereinen. Es sind dies im einzelnen:
a.) Schutz der Bedienungsperson vor Gefährdungen, Verletzungen und Schäden, die aus
dem unbeabsichtigen Eindringen von lose geschnittenen Kleidungsteilen, insbesondere
der Ärmel, herunterhängender Krawatten oder Schals bzw. Schmuckketten o.ä. in den
Schneidwalzeneinzugsspalt entstehen können,
und
b.) Schutz des gleichen Personenkreises sowie unbeteiligter Dritter gegen aus dem
Schnittgutzuführkanal vom Schneidwerk her austretenden Staub sowie Schneidwerksgeräusche.
[0004] Gelöst wird die den zuvor aufgeführten Kriterien gemeinsame Aufgabe durch die im
Patentanspruch 1 angegebenen baulichen Mittel und Maßnahmen. Die Unteransprüche beinhalten
hierzu vorteilhafte Weiterbildungen, die zudem in den Zeichnungen dargestellt und
anhand dieser Darstellungen im folgenden noch näher erläutert sind.
[0005] Es zeigen in weitestgehend schematischer Darstellung:
- Fig. 1
- einen neuen Schriftgutvernichter in perspektivischer Darstellung in seinem Grundaufbau,
- Fig. 2
- eine Querschnittsdarstellung der wesentlichsten Bauteile und
- Fig. 3
- eine Weiterbildung zu Fig. 2.
[0006] Die Darstellung in Fig. 1 zeigt in Verbindung mit der Fig. 2 im Grundaufbau einen
Akten- bzw. Schriftgutvernichter mit schrankartigem Unterbau 4c, 4d und einem die
Schneidwalzen 1, 2 abdeckenden, haubenartigen Aufsatz 4, der einen sich konisch zum
Walzeneinzugsspalt 3 hin verjüngenden Schnittgutzuführkanal 5 aufweist und bei dem
die obere Begrenzungskante K
1 des Kanals K in vertikaler Projektion VP gesehen seitlich versetzt a zum Schneidwalzeneinzugsspalt
3 liegt.
[0007] Neu bei einem solchen Gerät und der Lösung der Aufgabenteile a.) und b.) erforderlich
ist nun vor allem, daß der in seinem Querschnitt trichterförmige Kanal K vom Schnittgutzuführspalt
5 aus auf seiner Unterseite K
2 einen zunächst annähernd waagerechten Verlauf hat und bogenförmig in den weitestgehend
vertikal gerichteten Walzeneinzugsspalt 3 einmündet, und die von der Oberseite 4a
des Aufsatzes 4 ausgehend, die vordere Kanalbegrenzungskante K
1 enthaltende Kanalwand 6c durch eine, ein separates Bauteil darstellende, Nasenleiste
6 gebildet ist. Der annähernd waagerechte Verlauf der Kanalunterseite K
2 bewirkt, daß ungewollt nichts von den unter a.) erwähnten Teilen in den Walzeneinzugsspalt
rutschen kann, während die Ausbildung der Nasenleiste 6 als separates und somit abnehmbares
Bauteil nicht nur den Zugang zum Schneidwerk bei Verstopfungen u.dgl. gewährleistet,
sondern durch die Formgebung auch noch geräuschdämmend wirkt.
[0008] In spezieller baulicher Ausgestaltung ist dabei vorgesehen, daß die Nasenleiste 6
als austauschbares, in eine korrespondierende Aussparung 7 des Gehäuseoberteils 4
ein- und darin festsetzbares Bauteil ausgebildet ist, wobei die Nasenleiste 6 Elemente
6a und 6b zum Einstecken bzw. Einklipsen in den haubenartigen Aufsatz 4 aufweist und
allseits bündig zur Oberseite 4a des letzteren 4 verläuft; denkbar sind hierbei auch
noch zusätzliche Festsetzschrauben 8 für den sitzfesten Anschluß der Nasenleiste 6
an einen entsprechenden Flansch 4b o. dgl. im inneren des Aufsatzes 4.
[0009] Abgesehen von den rein technischen Vorteilen der zuvor beschriebenen Nasenleisten-Ausgestaltungen
ist auch noch die Möglichkeit gegeben, durch eine gegenüber dem Gehäuseoberteil 4
farblich, materialmäßig und/oder oberflächenstrukturmäßig unterschiedliche Ausgestaltung
der jeweiligen Nasenleiste 6, beispielsweise in sogenannten Trendfarben, dem jeweiligen
Einrichtungsstil am Standort entsprechende Farbakzente innenarchitektonischer Art
zu setzen und diese Akzente auch durch einfaches Austauschen zu wechseln.
[0010] Aus Fig. 3 ist letztlich noch die Anordnung der das Schneidwerk 1, 2 bei Materialzufuhr
startenden Photozelle 11a, 11b bzw. eines entsprechenden Sensors o. dgl. im unteren
Bereich des Zuführkanals "K" nahe dem Walzeneinzugspalt 3 zu sehen. Diese vorteilhafte
Bauweise erbringt dabei durch die weit vorgezogene Nasenleisten-Vorderkante K
1 eine gute Lichtabschirmung der Photozelle bei hellen sonnigen Standplätzen und verhindert
dabei ein selbsttätiges Starten des Schneidwerks "S" infolge von starker bzw. direkter
Sonneneinstrahlung. In spezieller baulicher Ausgestaltung ist dabei letztlich noch
vorgesehen, daß die Elemente der Photozelle 11a und 11b in Buchsen 13 und 14 von Zuführkanal
"K" und Flansch 4b eingesetzt sind und die Nasenleiste 6 im Bereich der Photozelle
11b mit einer Aussparung 12 versehen ist.
Bezugsziffernverzeichnis
[0011]
- 1
- Schneidwalze
- 2
- Schneidwalze
- 3
- Walzeneinzugsspalt
- 4
- Gehäuseoberteil
- 4a
- Oberseite
- 4b
- Flansch
- 4c
- Frontseitige Tür
- 4d
- Seitenwandung
- 5
- Schnittgutzuführspalt
- 6
- Nasenleiste (Fig. 1 bis 3)
- 6a
- Einklips- bzw. "Snap in"-Element
- 6b
- Einklips- bzw. "Snap in"-Element
- 6c
- Vordere Kanalbegrenzungswand
- 7
- Aussparung in Pos. 4
- 8
- Befestigungsschraube
- 9
- Ablagebereich
- 9a
- seitliche Führungsfläche
- 10
- Ein- und Ausschalter
- 10a
- Lüftungsschlitze
- 11a
- Photozellenelement
- 11b
- Photozellenelement
- 12
- Aussparung
- 13
- Buchse
- 14
- Buchse in Pos. 6
- a
- seitlicher Versatz
- K
- Zuführkanal
- K1
- Begrenzung
- K2
- waagerechter Verlauf
- VP
- Vertikal-Projektion
- E
- Stellfläche
1. Aktenvernichter mit schrankartigem Unterbau (4c, 4d) und einem die Schneidwalzen (1,
2) abdeckenden, haubenartigen Aufsatz (4), der einen sich konisch zum Walzeneinzugsspalt
(3) hin verjüngenden Schnittgutzuführkanal (5) aufweist und bei dem die obere Begrenzungskante
(K1) des Kanals (K) in vertikaler Projektion (VP) gesehen seitlich versetzt (a) zum Schneidwalzeneinzugsspalt
(3) liegt,
dadurch gekennzeichnet,
daß der in seinem Querschnitt trichterförmige Kanal (K) vom Schnittgutzuführspalt
(5) aus auf seiner Unterseite (K2) einen zunächst annähernd waagerechten Verlauf hat und bogenförmig in den weitestgehend
vertikal gerichteten Walzeneinzugsspalt (3) einmündet, und die von der Oberseite (4a)
des Aufsatzes (4) ausgehende, die vordere Kanalbegrenzungskante (K1) enthaltende Kanalwand (6c) durch eine, ein separates Bauteil darstellende, Nasenleiste
(6) gebildet ist.
2. Aktenvernichter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Nasenleiste (6) als austauschbares, in eine korrespondierende Aussparung (7)
des Gehäuseoberteils (4) ein- und darin festsetzbares Bauteil ausgebildet ist.
3. Aktenvernichter nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Nasenleiste (6) Elemente (6a und 6b) zum Einstecken bzw. Einklipsen in den
haubenartigen Aufsatz (4) aufweist und allseits bündig zur Oberseite (4a) des letzteren
(4) verläuft.
4. Aktenvernichter nach Anspruch 3,
gekennzeichnet durch
zusätzliche Festsetzschrauben (8) für den sitzfesten Anschluß der Nasenleiste (6)
an einen entsprechenden Flansch (4b) o. dgl. im inneren des Aufsatzes (4).
5. Aktenvernichter nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch
Anordnung der das Schneidwerk (1, 2) bei Materialzufuhr startenden Photozelle (11a,
11b) bzw. eines entsprechenden Sensors o. dgl. im unteren Bereich des Zuführkanals
(K) nahe dem Walzeneinzugsspalt (3).
6. Aktenvernichter nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Elemente der Photozelle (11a und 11b) in Buchsen (13 und 14) von Zuführkanal
(K) und Flansch (4b) eingesetzt sind und die Nasenleiste (6) im Bereich der Photozelle
(11b) mit einer Aussparung (12) versehen ist.
1. Document shredder with cabinet-like substructure (4c, 4d) and a hoodlike attachment
(4), which covers the cutting rollers (1, 2) and has a cut stock feed channel (5)
conically tapering towards the roller intake gap (3) and in which the upper boundary
edge (K1) of the channel (K) lies laterally offset (a) relative to the cutting roller intake
gap (3) as seen in vertical projection (VP), characterised thereby that the channel
(K), which is funnel-shaped in its cross-section, has an initially approximately horizontal
course from the cut stock feed gap (5) to its underside (K2) and opens curvilinearly into the largely vertically directed roller intake gap (3),
and the channel wall (6c), which goes out from the upper side (4a) of the attachment
(4) and comprises the forward channel boundary edge (K1), is formed by a cap strip (6) representing a separate component.
2. Document shredder according to claim 1, characterised thereby that the cap strip (6)
is constructed as a removable component insertable into a corresponding recess (7)
of the housing upper part (4) and fixable therein.
3. Document shredder according to claim 2, characterised thereby that the cap strip (6)
comprises elements (6a and 6b) for the plugging or clipping into the hoodlike attachment
(4) and runs all round flushly relative to the upper side (4a) of the latter (4).
4. Document shredder according to claim 3, characterised by additional fixing screws
(8) for connection in seating-fast manner of the cap strip (6) to a corresponding
flange (4b) or the like in the interior of the attachment (4).
5. Document shredder according to one or more of the preceding claims, characterised
by arrangement of the photocell (11a, 11b) or of a corresponding sensor or the like,
which starts the cutting mechanism (1, 2) in the case of feed of material, in the
lower region of the feed channel (K) near the roller intake gap (3).
6. Document shredder according to claim 5, characterised thereby that the elements of
the photocell (11a and 11b) are inserted in sleeves (13 and 14) of feed channel (K)
and flange (4b) and the cap strip (6) is provided in the region of the photocell (11b)
with a recess (12).
1. Destructeur de documents comportant une embase (4c, 4d) de type armoire et un dessus
(4) de type capot, qui recouvre les cylindres de coupe (1, 2) et présente un canal
(K) d'alimentation de produit à découper qui se rétrécit coniquement vers l'emprise
(3) de chargement des cylindres, et dans lequel l'arête de délimitation supérieure
(K1) du canal (K) se trouve, vu en projection verticale (VP), en décalage latéral (a)
par rapport à l'emprise (3) de chargement des cylindres,
caractérisé en ce que le canal (K), qui présente une forme de section en entonnoir, possède sur
son côté inférieur (K2), à partir de la fente (5) d'alimentation de produit à découper, une allure initialement
environ horizontale, puis débouche par un coude dans l'emprise (3) de chargement des
cylindres orientée essentiellement à la verticale, et la paroi (6c) du canal, partant
du côté supérieur (4a) du dessus et contenant l'arête de délimitation antérieure (K1) du canal, est formée par une baguette de talon (6) constituant une pièce séparée.
2. Destructeur de documents selon la revendication 1, caractérisé en ce que la baguette de talon (6) est réalisée sous la forme d'une pièce remplaçable,
qui peut être introduite et immobilisée dans un évidement correspondant (7) de la
partie supérieure de carter (4).
3. Destructeur de documents selon la revendication 2, caractérisé en ce que la baguette de talon (6) présente des éléments (6a et 6b) pour l'emboîter
ou encore le clipser dans le dessus (4) de type capot, et s'étend de tous côtés en
affleurement avec le côté supérieur (4a) du dessus (4).
4. Destructeur de documents selon la revendication 3, caractérisé par des vis d'immobilisation supplémentaires (8) pour le raccordement en assise fixe
de la baguette de talon (6) à une bride correspondante (4b) ou analogue à l'intérieur
du dessus (4).
5. Destructeur de documents selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé par la disposition de la cellule photoélectrique (11a, 11b) mettant en marche le
dispositif de coupe (1, 2) lors de l'apport de matériau, ou d'un capteur correspondant
ou analogue, dans la région inférieure du canal d'alimentation (K) à proximité de
l'emprise (3) de chargement des cylindres.
6. Destructeur de documents selon la revendication 5, caractérisé en ce que les éléments (11a et 11b) de la cellule photoélectrique sont insérés dans
des douilles (13 et 14) du canal d'alimentation (K) et de la bride (4b), et la baguette
de talon (6) est pourvue d'un évidement (12) dans la région de la cellule photoélectrique
(11b).

