[0001] Die Erfindung betrifft eine Kappe für ein Schreibgerät, an der ein Klipp mit einer
etwa rechtwinklig abstehenden Halteöse, welche in der Kappe von einem Stift durchgriffen
wird, befestigt ist.
[0002] Eine derartige Kappe, wie sie beispielsweise für Füllhalter, Kugelschreiber etc.
verwendet werden kann, ist aus der DE-AS 1 561 847 bekannt. Die bekannte Kappe ist
mit einem Klipp versehen, der einen von der Längsrichtung des Klipps etwa rechtwinklig
abstehenden Haltering aufweist. Die Kappe hat an der Spitze eine Kopfschraube, die
in die Spitze der Kappe eingeschraubt wird und die Öffnung des Halterings durchgreift,
um dadurch den Haltering in der Kappe festzuspannen. Falls der Klipp gewechselt werden
soll, muß die Kopfschraube gelöst und vollständig von der Kappe entfernt werden, danach
der neue Klipp aufgesetzt, die Kopfschraube durch die Ringöffnung durchgesteckt und
anschließend an der Kappe wieder festgezogen werden. Für einen Benutzer, der den Klipp
an der Kappe des Schreibgerätes gegen einen anderen austauschen möchte, ist dieser
Vorgang bei der bekannten Konstruktion relativ aufwendig.
[0003] Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Kappe für ein Schreibgerät zu schaffen, an der
ein Klipp lösbar so befestigt ist, daß ein Benutzer den Klipp leicht gegen einen anderen
austauschen kann.
[0004] Zur Lösung dieser Aufgabe dienen die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 in
Verbindung mit dessen Oberbegriff. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind
Gegenstand der Unteransprüche.
[0005] Der Klipp wird in der Kappe mit seiner im wesentlichen rechtwinklig abstehenden Halteöse
durch einen durch die Öse hindurchgreifenden Stift gehalten. Erfindungsgemäß weist
die Kappe seitlich eine Ausnehmung auf, in die die Halteöse einschiebbar ist. Der
Stift hat in Längsrichtung einen Hauptteil und einen Abschnitt, der gegenüber dem
Hauptteil eine reduzierte Ausdehnung quer zur Längsrichtung des Stiftes hat. Der Stift
ist in Längsrichtung so verschiebbar, daß entweder der Hauptteil oder der Abschnitt
mit reduzierter Querausdehnung die Öffnung der Halteöse durchgreift. Die Halteöse
weist an dem vom Klipp abgewandten Bereich ihres Umfangs einen offenen Ausschnitt
auf, dessen Breite größer als die Querausdehnung des Abschnitts und kleiner als die
des Hauptteils des Stiftes ist. Auf diese Weise kann die Halteöse durch die Ausnehmung
in der Kappe eingeschoben und mit ihrem offenen Ausschnitt über den Stift, nämlich
über den Abschnitt mit reduzierter Querausdehnung, geschoben und an dem Stift verriegelt
werden, indem dieser in Längsrichtung so verschoben wird, daß der Hauptteil die Öffnung
der Halteöse durchgreift. Der Stift ist mit einer Federkraft beaufschlagt, die ihn
in eine Ruhestellung drückt, in der der Hauptteil in der Öffnung der Halteöse liegt.
Dadurch ist der Klipp mit seiner Halteöse in der Ruhestellung des Stiftes an dem Hauptteil
des Stiftes verriegelt, da der offene Ausschnitt der Halteöse eine geringere Breite
als der Hauptteil des Stiftes hat. Zum Wechseln des Klipps wird der Stift gegen die
Federkraft so verschoben, daß der Abschnitt des Stiftes mit reduzierter Querausdehnung
die Halteöse durchgreift, wodurch die Halteöse mit ihrem offenen Ausschnitt von dem
Stift abgezogen werden kann.
[0006] In einer vorteilhaften Ausgestaltung sind der Hauptteil und der Abschnitt des Stiftes
mit reduzierter Querausdehnung zylindrisch geformt und koaxial zueinander angeordnet,
und die Öffnung der Halteöse ist kreisförmig. Dabei ist die Querausdehnung, d.h. der
Außendurchmesser, des Abschnitts kleiner als die Breite des offenen Ausschnitts der
Halteöse, während der Außendurchmesser des Hauptteils größer als die Breite des offenen
Ausschnitts der Halteöse ist. In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist der
Außendurchmesser des Hauptteils nur geringfügig kleiner als der Innendurchmesser der
Öffnung der Halteöse, um so für einen spielfreien Sitz der Halteöse auf dem Stift
zu sorgen.
[0007] In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist der Stift in einer zentralen Bohrung in
der Kappe geführt ist und an dem Stift ein Kopf befestigt ist, der über die Spitze
der Kappe hinausragt.
[0008] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung grenzt der Abschnitt mit reduzierter
Querausdehnung an den Kopf an, und der Hauptteil schließt an das vom Kopf abgewandte
Ende des Abschnitts mit reduzierter Querausdehnung an. Zwischen dem Kopf und einer
Anschlagfläche in der Bohrung der Kappe setzt eine Schraubenfeder an, die den Kopf
und den damit verbundenen Stift nach außen drückt. Der Benutzer kann den Klipp leicht
entfernen, indem er auf den Kopf an der Spitze der Kappe drückt und dadurch den Abschnitt
mit reduzierter Querausdehnung in den Bereich der Halteöse verschiebt. Anschließend
kann der Klipp mit dem offenen Umfangsausschnitt der Halteöse von dem Abschnitt des
Stiftes abgezogen werden. Der neu einzusetzende Klipp wird in entsprechender Weise
mit seiner Halteöse über den Abschnitt des Stiftes geschoben und anschließend der
Kopf des Stiftes wieder losgelassen, so daß der Stift in seine Ruhestellung zurückkehrt
und die Halteöse von dem Hauptteil des Stifts durchgriffen und auf diese Weise an
der Kappe verriegelt wird.
[0009] Die Erfindung wird im folgenden anhand eines Ausführungsbeispiels in den Zeichnungen
näher beschrieben; es zeigen:
- Figur 1
- einen Querschnitt durch eine Kappe eines Schreibgerätes;
- Figur 2
- einen Querschnitt durch die Haltekappe entlang der Linie II-II aus Figur 1; und
- Figur 3
- eine perspektivische Ansicht eines Klipps.
[0010] Das in Figur 1 dargestellte Ausführungsbeispiel zeigt eine Kappe 2 mit einem daran
befestigten Klipp 4, der sich in Längsrichtung über die Außenfläche der Kappe 2 erstreckt.
Der Klipp 4 weist an einem Ende eine im wesentlichen rechtwinklig abstehende Halteöse
6 auf, die seitlich in eine Ausnehmung 3 in der Kappe 2 eingeschoben ist. In Figur
3 ist eine perspektivische Darstellung des Klipps 4 gezeigt. Der Klipp 4 hat einen
länglichen Bereich, der über der Außenfläche der Kappe 2 liegen soll. Von dem länglichen
Bereich steht etwa rechtwinklig die Halteöse 6 ab, die eine Öffnung 5 aufweist. Die
Halteöse 6 weist in ihrem vorderen Bereich, mit dem sie in die Ausnehmung der Kappe
2 eingeschoben wird, einen Ausschnitt 7, 7' auf, so daß ein offener Umfangsbereich
an der Öffnung 5 der Halteöse 6 gebildet wird.
[0011] Die Kappe 2 hat im vorderen Bereich eine zentrale Bohrung 8 auf, die nahe der Spitze
zu einer Bohrung 10 mit größerem Durchmesser erweitert ist. In den Bohrungen 8, 10
der Kappe 2 ist ein Stift geführt, der in Längsrichtung einen Hauppteil 14 und einen
Abschnitt 12 mit reduzierter Querausdehnung aufweist. In dem Ausführungsbeispiel sind
der Hauptteil 14 und der Abschnitt 12 zylindrisch, wobei der Abschnitt 12 eine reduzierte
Querausdehnung, d.h. in diesem Fall einen reduzierten Außendurchmesser gegenüber dem
Hauptteil 14 hat. Der Abschnitt 12 ist koaxial an dem Hauptteil 14 angesetzt. An dem
Abschnitt 12 des Stiftes ist ein Kopf 16 befestigt, der über die Spitze der Kappe
2 hinausragt. Zwischen dem Kopf 16 und einer Anschlagfläche 11 der erweiterten Bohrung
10 greift eine Schraubenfeder 20 an, die den Stift mit einer nach außen wirkenden
Kraft beaufschlagt.
[0012] Aufgrund der Federkraft wird der Stift in eine Ruhestellung gezogen, in der der Hauptteil
14 in der Öffnung 5 der Halteöse 6 liegt und der Hauptteil 14 mit seiner Stirnseite
an einer vorderen Anschlagfläche 9 in der Bohrung 8 anliegt. Durch den Eingriff des
Hauptteils 12 mit der Halteöse 6 wird die Halteöse 6 und damit der Klipp 4 gegen Bewegungen
quer zur Längsrichtung an dem Stift festgesetzt. In dem Ausführungsbeispiel sind der
Hauptteil 14 und der Abschnitt 12 des Stiftes zylindrisch und die Öffnung 5 der Halteöse
6 kreisförmig, wie im Querschnitt in Figur 2 zu erkennen ist; dabei ist der Außendurchmesser
des Hauptteils 14 nur gringfügig kleiner als der Innendurchmesser der Öffnung 5 der
Halteöse 6, um dadurch einen spielfreien Sitz der Halteöse 6 an dem Hauptteil 14 des
Stiftes zu gewährleisten.
[0013] In Figur 2 ist der Verriegelungsmechanismus für den Klipp im Querschnitt entlang
der Linie II-II aus Figur 1 gezeigt. Die Halteöse 6 des Klipps 4 ist mit ihrem offenen
Umfangsausschnitt 7, 7' über den Abschnitt 12 des Stiftes geschoben. Der Abschnitt
12 hat eine Ausdehnung quer zur Einschubrichtung der Halteöse 6, d.h. einen Außendurchmesser,
der kleiner ist als die freie Breite des offenen Umfangsausschnitts 7, 7'. Auf diese
Weise kann die Halteöse 6 quer zur Längsrichtung des Stiftes über den Abschnitt 12
geschoben werden, so daß der Stift die Öffnung 5 der Halteöse 6 durchgreift. Durch
Verschieben des Stiftes wird der Hauptteil 14 mit größerem Durchmesser in den Bereich
der Öffnung 5 der Halteöse 6 gebracht, wodurch diese in Richtung quer zur Längsrichtung
des Stiftes verriegelt wird, da der Durchmesser des zweiten Abschnitts 14 größer ist
als der offene Umfangsausschnitt 7, 7' der Halteöse.
[0014] Zum Auswechseln des Klipps 4 drückt der Benutzer auf den Kopf 16 und verschiebt dadurch
den Stift so weit aus seiner Ruhestellung, daß der Abschnitt 12 mit reduziertem Durchmesser
im Bereich der Halteöse 6 liegt. Der Klipp 4 kann dann in Querrichtung von dem Stift
abgezogen werden, indem der offene Ausschnitt 7, 7' den Abschnitt 12 mit reduziertem
Durchmesser passiert, und die Haltöse 6 seitlich aus der Ausnehmung 3 von der Kappe
2 abgezogen werden. Entsprechend führt der Benutzer dann einen neuen gewünschten Klipp
mit dessen Halteöse 6 seitlich in die Ausnehmung 3 in die Kappe 2 ein, wobei der Kopf
16 des Stiftes gedrückt gehalten wird, schiebt die Halteöse 6 mit ihrem offen Umfangsausschnitt
7, 7' über den Abschnitt 12 des Stiftes und läßt anschließend den Kopf 16 los, so
daß die Federkraft den Stift in seine Ruhestellung und damit den Hauptteil 14 in die
Öffnung 5 der Halteöse 6 zieht und dadurch den neuen Klipp an der Kappe verriegelt.
[0015] Es ist ersichtlich, daß die Funktion des Verriegelungsmechanismus auch mit anderen
Gestaltungen des Abschnitts 12 und des Hauptteils 14 des Stiftes realisiert werden
kann. In dem bevorzugten Ausführungsbeispiel sind der Abschnitt 12 und der Hauptteil
14 des Stiftes zylindrisch und die Öffnung 5 in der Halteöse 6 kreisförmig. Es können
aber auch Gestaltungen verwendet werden, bei denen der Abschnitt 12 und der Hauptteil
14 des Stiftes im Querschnitt beispielsweise rechteckig oder polygonal sind, wobei
lediglich sichergestellt sein muß, daß der Hauptteil eine größere Ausdehnung quer
zur Einschubrichtung der Halteöse als der offene Umfangsbereich der Halteöse hat,
so daß der Hauptteil beim Durchgriff durch die Öffnung der Halteöse diese in Einschubrichtung
verriegelt, während die Querausdehnung des anderen Abschnitts quer zur Einschubrichtung
der Halteöse kleiner sein muß als die Ausdehnung des offenen Umfangsbereiches, damit
die Halteöse mit ihrem offenen Umfangsbereich über den Abschnitt geschoben werden
kann. Entsprechend wäre bei einem polygonalen Querschnitt des Hauptteils 14 die Öffnung
5 der Halteöse 6 komplementär zur Querschnittsform des Hauptteils 14 mit geringfügig
größeren Abmessungen gestaltet, so daß es zu einem spielfreien, formschlüssigen Eingriff
des zweiten Abschnitts 14 in die Öffnung 5 der Halteöse 6 kommt.
[0016] Grundsätzlich können der Abschnitt mit reduzierter Querausdehnung und der Hauptteil
in Längsrichtung des Stiftes auch umgekehrt angeordnet sein. Zum Wechsel muß der Stift
dann entgegen der Federkraft nach außen, in Richtung aus der Kappe herausgezogen werden,
um den Abschnitt mit dem geringeren Durchmesser in den Bereich der Halteöse zu bringen.
In diesem Fall drückt die Federkraft den Stift in die Kappe hinein und den Hauptteil
des Stiftes in die Öffnung der Halteöse.
1. Kappe für ein Schreibgerät, an der ein Klipp mit einer etwa rechtwinklig abstehenden
Halteöse, die in der Kappe von einem Stift durchgriffen wird, befestigt ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
- die Kappe (2) seitlich eine Ausnehmung (3) aufweist, in die die Halteöse (6) einschiebbar
ist,
- der Stift einen Hauptteil (14) und einen Abschnitt (12) aufweist, der gegenüber
dem Hauptteil (14) eine reduzierte Ausdehnung quer zur Längsrichtung des Stiftes hat,
und der Stift in Längsrichtung so verschiebbar ist, daß entweder der Hauptteil (14)
oder der Abschnitt (12) mit reduzierter Querausdehnung die Öffnung (5) der Halteöse
(6) durchgreift,
- die Halteöse (6) an dem vom Klipp (4) abgewandten Bereich ihres Umfangs einen offenen
Ausschnitt (7, 7') aufweist, dessen Breite größer als die Querausdehnung des Abschnitts
(12) und kleiner als die des Hauptteils (12) des Stiftes ist, und
- der Stift mit einer Federkraft beaufschlagt ist, die ihn in eine Ruhestellung bringt,
in der der Hauptteil (14) in der Öffnung (5) der Halteöse (6) liegt.
2. Kappe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Hauptteil (14) und der Abschnitt (12) des Stiftes zylindrisch geformt und
koaxial zueinander angeordnet sind und daß die Öffnung (5) der Halteöse (6) kreisförmig
ist.
3. Kappe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Außendurchmesser des Hauptteils (14) nur geringfügig kleiner als der Innendurchmesser
der Öffnung (5) der Halteöse (6) ist, so daß ein spielfreier Sitz der Halteöse auf
dem Stift gebildet ist.
4. Kappe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Stift in einer zentralen Bohrung (8, 10) in der Kappe geführt ist und daß
an dem Stift ein Kopf (16) befestigt ist, der über die Spitze der Kappe (2) hinausragt.
5. Kappe nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Abschnitt (12) mit reduzierter Querausdehnung an den Kopf (16) angrenzt und
der Hauptteil (14) an das von dem Kopf (16) abgewandte Ende des Abschnitts (12) anschließt,
und daß zwischen dem Kopf (16) und einer Anschlagfläche (11) in der Bohrung der Kappe
eine Schraubenfeder (20) ansetzt, die den Kopf (16) und den damit verbundenen Stift
nach außen drückt.