[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Ablösen von Tapeten oder dgl.
von einem Träger mittels Wasserdampf, bestehend aus einem Dampfgenerator und einer
mit diesem über einen flexiblen Dampfschlauch verbundenen Dampfplatte zur Ausbringung
des Dampfes, wobei der Dampfgenerator einen befüllbaren durch einen mit einem Tragegriff
versehenen Deckel verschließbaren Kessel und ein elektrisches Heizelement zum Erhitzen
des in diesem befindlichen Wassers aufweist.
[0002] Durch die WO 90/13771 ist ein Tapetenablösegerät dieser Art bekannt. Die Grifföffnung
des zum Transport des Dampfgenerators vorgesehenen, in dessen Deckel integrierten
Tragegriffes ist hierbei nur durch eine Zwischenwand von dem Dampfraum des Kessels
getrennt, so daß der Tragegriff zwangsläufig mit aufgeheizt wird und Verbrennungen
bei einer Berührung der Zwischenwand mitunter unvermeidbar sind. Des weiteren ist
die Gefahr, daß insbesondere bei Altern einer zwischen dem Kessel und dem Deckel angeordneten
Dichtung die Verbindung zwischen diesen Teilen undicht wird und somit heißer Dampf
aus dem Kessel ausströmt, sehr groß. Auch ist von Nachteil, daß aus dem unmittelbar
neben dem Tragegriff in den Deckel eingesetzten Sicherheitsventil bei einem entsprechenden
Überdruck im Dampfgenerator der heiße Dampf nach allen Seiten und somit auch in Richtung
des Tragegriffes abströmt. Verbrühungen durch den heißen Dampf sind somit, sofern
sich eine Person in der Nähe des Dampfgenerators befindet, nahezu unvermeidbar. Und
da das Sicherheitsventil von oben ungeschützt in dem Deckel angeordnet ist, kann dieses
durch abgelöste Tapetenteile leicht verkleben und in seiner Funktion beeinträchtigt
werden. Bei Verwendung der bekannten Vorrichtung ist somit die Gefahr, daß aufgrund
der hohen Betriebstemperatur des Arbeitsmediums und insbesondere des dieses erzeugenden
Dampfgenerators Arbeitsunfälle in Kauf zu nehmen sind, außerordentlich groß, zumal
die Wandungen des Kessels und des Deckels glattflächig ausgebildet sind, und demnach
kein Berührungsschutz gegeben ist. Auch sind Betriebsstörungen, bedingt durch die
ungünstige Anordnung des Sicherheitsventils, nahezu unvermeidbar.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es daher, die Vorrichtung zum Ablösen von Tapeten der vorgenannten
Gattung derart zu verbessern, daß es bei bestimmungsgemäßem Einsatz nahezu ausgeschlossen
ist, daß ein Benutzer des Gerätes mit aufgeheizten Bauteilen oder heißem Dampf in
Berührung kommen kann. Verbrennungen und Verbrühungen sollen demnach zuverlässig vermieden
werden, auch sollen eine einfache und sichere Bedienbarkeit sowie eine hohe Betriebssicherheit
gegeben sein. Der dazu erforderliche Bauaufwand soll gering gehalten werden, dennoch
soll stets ein wirksamer Schutz vor Verletzungen durch heißen Dampf oder Berühren
aufgeheizter Teile gewährleistet sein.
[0004] Gemäß der Erfindung wird dies bei einer Vorrichtung zum Ablösen von Tapeten der vorgenannten
Art dadurch erreicht, daß der an dem Deckel des Dampfgenerators vorgesehene Tragegriff
thermisch von dem Deckel getrennt an diesem befestigt ist.
[0005] Zweckmäßig ist es hierbei, den Tragegriff durch einen oder mehrere zwischen diesem
und dem Deckel des Dampfgenerators vorgesehene, vorzugsweise ein- oder beidseitig
offene Zwischenräume thermisch von dem Deckel getrennt anzuordnen und den in Form
eines Bügels ausgebildeten Tragegriff über mindestens zwei etwa senkrecht zu dessen
Längsrichtung verlaufende Stege an dem Deckel anzuformen.
[0006] Der Tragegriff sollte ferner in Form eines stumpfwinkligen Dreieckes ausgebildet
sein, dessen erster Schenkel von dem äußeren Rand des Deckels etwa parallel und mit
Abstand zu diesem nach innen verlaufend angeordnet ist, dessen zweiter Schenkel an
dem Ende des ersten Schenkels angeformt ist und unter einem von diesen eingeschlossenen
stumpfen Winkel absteht und dessen dritter Schenkel als Griffstück gestaltet ist,
das mit den freien Enden des ersten und zweiten Schenkels des Tragegriffs verbunden
ist.
[0007] Des weiteren ist es angebracht, an dem Tragegriff im Anschluß an dessen zweiten Schenkel
ein mit dem Innenraum des Kessels verbundenes Dampfsammel-Gehäuse anzuformen, das
in Richtung des Tragegriffes im Querschnitt dreieckförmig gestaltet sein und dessen
dem Tragegriff zugekehrte Wand parallel zu dessen zweiten Schenkel und mit Abstand
zu diesem verlaufen sollte, derart, daß zur thermischen Trennung des Tragegriffes
von dem Gehäuse zwischen diesem eine oder mehrere vorzugsweise ein- oder beidseitig
offene Zwischenräume gebildet sind.
[0008] Die dem Tragegriff abgewandte Wand des Gehäuses kann ferner mit einem vorzugsweise
als Anschluß für den Dampfschlauch ausgebildeten Einfüllstutzen versehen sein.
[0009] Nach einer Weiterbildung ist es des weiteren vorteilhaft, den Tragegriff mit einem
vorzugsweise auswechselbar in dessen dem Gehäuse diametral gegenüberliegenden Endbereich
eingesetzten den Innenraum des Kessels mit der Atmosphäre selbsttätig verbindbaren
Überdruckventil zu versehen, dem eine etwa senkrecht zur Längsachse des Kessels radial
nach außen gerichtete Auslaßöffnung, die zwischen dem Deckel des Kessels und dem ersten
Schenkel des Tragegriffes vorgesehen, in ein an dem Deckel angeformtes Ansatzstück
eingearbeitet und durch den Tragegriff überdeckt ist, zugeordnet sein sollte.
[0010] Zweckmäßig ist es ferner, den Deckel mit der Wandung des Kessels fest zu verbinden,
beispielsweise auf dieser aufzuschweißen, und den Kessel und/oder den Deckel im Bereich
der Verbindungsstelle jeweils mit einem angeformten umlaufenden und mit Abstand zu
diesem angeordneten Ring bzw. Ansatz zu versehen. Außerdem sollte der Kessel auf seiner
Außenmantelfläche ganz oder teilweise mit mit seitlichem Abstand zueinander angeordneten
angeformten Wärmeschutzrippen ausgestattet sein.
[0011] Das Heizelement des Kessels sollte in einer in dessen Boden eingeformten kegel- oder
U-förmig gestalteten Mulde angeordnet sein.
[0012] Die an den Dampfgenerator anschließbare Dampfplatte sollte aus einer Arbeitsplatte
und einem von dieser ebenfalls thermisch getrennten Griffbügel bestehen.
[0013] Dies kann in der Weise bewerkstelligt werden, daß der Griffbügel durch einen oder
mehrere zwischen diesem und der Arbeitsplatte vorgesehene vorzugsweise ein- oder beidseitig
offene vorzugsweise durch Stege gebildete Zwischenräume thermisch von dieser getrennt
angeordnet ist.
[0014] Der Griffbügel der Dampfplatte sollte des weiteren in Form eines stumpfwinkligen
Dreieckes ausgebildet sein, dessen erster Schenkel etwa parallel zum Gehäuse der Arbeitsplatte
und mit Abstand zu dieser verlaufend angeordnet ist und dessen zweiter Schenkel am
vorderen und dessen dritter als Griffstück ausgebildeter Schenkel am hinteren Ende
des ersten Schenkels angeformt und unter einem stumpfen Winkel miteinander verbunden
sind, wobei der erste Schenkel des Griffbügels sich über die axiale Länge der Arbeitsplatte
erstreckt und die Wände des Gehäuses im vorderen und hinteren Endbereich jeweils in
Fluchtrichtung des zweiten und dritten Schenkels des Griffbügels verlaufend ausgebildet
sein sollten.
[0015] Die Griffstücke des an dem Deckel angeformten Tragegriffes und/oder des an der Arbeitsplatte
angeformten Griffbügels sollten zusätzlich auf der Innenseite ganz oder teilweise
mit vorzugsweise durch eingearbeitete Freisparungen gebildete Kühlrippen versehen
sein, auch sollten die Griffstücke des an dem Deckel angeformten Tragegriffes und/oder
des an der Arbeitsplatte angeformten Griffbügels in Längsrichtung ganz oder teilweise
konvex gekrümmt oder im Querschnitt auf der Innenseite ganz oder teilweise konvex
gekrümmt ausgebildet sein.
[0016] Der den Dampfgenerator mit der Dampfplatte verbindende Dampfschlauch sollte jeweils
mittels einer vorzugsweise auf ihren Außenmantelflächen mit in Umfangs- oder Achsrichtung
verlaufenden mit Wärmeschutzrippen versehenen Überwurfmutter mit dem Dampfgenerator
und/oder der Arbeitsplatte lösbar verbindbar sein.
[0017] Wird eine Vorrichtung zum Ablösen von Tapeten nach der Erfindung ausgebildet, so
ist die Gewähr gegeben, daß bei bestimmungsgemäßem Gebrauch deren zu berührende Bauteile
nicht in einer unzulässigen Weise erhitzt werden können, und daß ein Benutzer nicht
unmittelbar mit erhitzten Bauteilen in Berührung kommt. Die Verletzungsgefahr durch
Verbrühen und/oder Verbrennen ist demnach gering. Vor allem aber ist sichergestellt,
daß aus dem Überdruckventil austretender heißer Dampf nicht in den Bereich des Tragegriffes
gelangen kann, das Überdruckventil ist vielmehr durch den Deckel abgedeckt und der
heiße Dampf strömt somit seitlich zwischen diesem und dem Kessel ab. Und da der Anschluß
des Dampfschlauches als Einfüllstutzen ausgebildet ist, ist der Dampfgenerator beim
Befüllen des Kessels auch leicht zu handhaben. Bei einfacher konstruktiver Ausgestaltung
ist demnach ein Gerät geschaffen, das betriebssicher und einfach zu bedienen ist und
das trotz des zu verarbeitenden heißen Mediums auch gefahrlos eingesetzt werden kann.
[0018] In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer gemäß der Erfindung ausgebildeten
Vorrichtung zum Ablösen von Tapeten dargestellt, das nachfolgend im einzelnen erläutert
ist. Hierbei zeigt:
- Figur 1
- die aus einem Dampfgenerator und mit diesem verbundener Dampfplatte bestehende Vorrichtung,
in Seitenansicht,
- Figur 2
- den Dampfgenerator der Vorrichtung nach Figur 1, in einem Axialschnitt,
- Figur 3
- den Dampfgenerator nach Figur 2, in Seitenansicht,
- Figur 4
- die Dampfplatte der Vorrichtung nach Figur 1, in einem Axialschnitt,
- Figur 5
- einen Schnitt nach der Linie V - V der Figur 4,
- Figur 6
- die Dampfplatte nach Figur 4, in Draufsicht, und
- Figur 7
- die zur Verbindung des Dampfgenerators mit der Dampfplatte vorgesehenen Dampfleitung,
in einem Axialschnitt.
[0019] Die in Figur 1 dargestellte und mit 1 bezeichnete Vorrichtung dient zum Ablösen von
Tapeten oder dgl. von einem Träger mittels heißem Dampf und besteht im wesentlichen
aus einem Dampfgenerator 2 und einer Dampfplatte 3 zur Ausbringung des Dampfes, die
über eine flexible Dampfleitung 4 an dem Danmpfgenerator 2 angeschlossen ist. Durch
den aus der Dampfplatte 3 austretenden in dem Dampfgenerator 2 erzeugten heißen Dampf
werden die Tapeten aufgeweicht und von der Wand abgelöst, so daß sie z. B. mit Hilfe
einer Spachtel leicht entfernt werden können.
[0020] Der Dampfgenerator 2 besteht, wie dies insbesondere den Figuren 2 und 3 zu entnehmen
ist, aus einem Kessel 11 und einem mit diesem fest verbundenen Deckel 21, der mit
einem integrierten Tragegriff 31 versehen ist. Außerdem ist in dem Deckel 21 ein Überdruckventil
41 eingesetzt, dem eine von dem Deckel 21 abgedeckte und radial nach außen gerichtete
Auslaßöffnung 27 zugeordnet ist. Die Dampfplatte 3 ist hierbei durch eine Arbeitsplatte
51 und einem an dieser angeformten Griffbügel 61 gebildet.
[0021] Der Kessel 11 des Dampfgenerators 2 weist eine zylindrische Wandung 12 sowie einen
in diese eingesetzten Boden 13 auf, in dem eine Mulde 15 für ein elektrisches Heizelement
16 vorgesehen ist. Mittels eines Steckers 17 ist das Heizelement 16 an eine Stromquelle
anschließbar. Außerdem ist der Kessel 11 mit Standfüßen 18 ausgestattet, und an der
Außenmantelfläche der Wandung 12 ist mit Abstand zu dieser ein Ring 19 angeformt.
Des weiteren sind, um eine unmittelbare Berührung der Wandung 12 auszuschließen, an
dieser mehrere mit Abstand übereinander angeordnete Wärmeschutzrippen 20 angebracht.
[0022] Der an dem Deckel 21 angeformte Tragegriff 31 ist thermisch von diesem getrennt.
Dazu sind zwischen dem Deckel 21 und dem Tragegriff 31 mehrere beidseitig offene Zwischenräume
23, 23' und 23'' vorgesehen, die durch senkrecht zur Längsrichtung des Tragegriffs
31 verlaufende Stege 22, 22' 22'' und 22''' gebildet sind. Ferner ist an dem Deckel
21 ein ringförmiger umlaufender Ansatz 24 vorgesehen, der mit dem Ring 19 des Kessels
11 fluchtet. Der Deckel 21 kann somit auf der Wandung 12 des Kessels 11 aufgeschweißt
werden, die Schweißverbindung ist aber durch den Ring 19 sowie den Ansatz 24 verdeckt.
[0023] Der Tragegriff 31 ist in Form eines stumpfwinkeligen Dreieckes ausgebildet und somit
aus drei Schenkeln 32, 33 und 34 zusammengesetzt. Der erste Schenkel 32 verläuft hierbei
von dem äußeren Ende des kreisförmigen Deckels 21 und mit Abstand zu diesem radial
nach innen, der zweite Schenkel 33 ist am Ende des ersten Schenkels 32 an diesem angeformt
und steht unter einem stumpfen Winkel von diesem ab. Der dritte Schenkel 34 ist als
Griffstück 34' gestaltet und verbindet den ersten Schenkel 32 mit dem zweiten Schenkel
33. Das Griffstück 34' ist konvex gekrümmt und auf der Innenseite mit durch Freisparungen
46 geschaffene Kühlrippen 47 versehen. Des weiteren ist im Anschluß an den zweiten
Schenkel 33 ein mit dem Innenraum 14 des Kessels 11 ständig verbundenes Dampfsammelgehäuse
35 angeformt.
[0024] Das Dampfsammelgehäuse 35 ist hierbei in Richtung des Tragegriffes 31 im Querschnitt
dreieckförmig gestaltet, und dessen dem Tragegriff 31 zugekehrte Wand 36 verläuft
mit Abstand zu dem zweiten Schenkel 33, so daß dieser ebenfalls durch einen beidseitig
offenen Zwischenraum 38 thermisch von dem Dampfsammelgehäuse 35 getrennt ist. Die
dem Tragegriff 31 abgewandte Wand 37 des Dampfsammelgehäuses 35 ist dagegen mit einem
Einfüllstutzen 39 versehen, der als Anschluß für den Dampfschlauch 4 ausgebildet ist
und ein Außengewinde 40 für diesen aufweist.
[0025] Das Überdruckventil 41, durch das der Innenraum 14 des Kessels 11 bei einem bestimmten
in diesem herrschenden Überdruck selbsttätig mit der Atmosphäre verbindbar ist, besteht
aus einem in einem in einer Ausnehmung 28 des Deckels 21 eingesetzten Einsatzstück
42 angeordneten Ventilkörper 43 und einer auf diesen einwirkenden sich an dem Einsatzstück
42 abstützenden Ventilfeder 44. Der Ventilkörper 43 ist hierbei in einem in den Deckel
21 eingeformten Ansatz 25 verschiebbar geführt, in den auch eine Bohrung 26 eingearbeitet
ist, so daß der in dem Innenraum 14 des Kessels 11 herrschende Druck ständig auf den
Ventilkörper 43 einwirken kann. Mittels einer Schraube 45, die in eine in den Deckel
21 eingearbeitete Bohrung 29 eingeschraubt ist, ist das Ansatzstück 42 in der Ausnehmung
28 arretiert.
[0026] Die in den Figuren 4, 5 und 6 dargestellte Dampfplatte 3 besteht aus der Arbeitsplatte
51 und dem Griffbügel 61, der durch mehrere zwischen diesem und der Arbeitsplatte
51 vorgesehenen, beidseitig offene Zwischenräume 65, 65', 65'' und 65''' thermisch
von dieser getrennt ist. Die Zwischenräume 65, 65', 65'' und 65''' sind wiederum durch
Stege 57, 57' und 57'' geschaffen.
[0027] Auch der Griffbügel 61 weist die Form eines stumpfen Dreiecks auf, dessen erster
Schenkel 62 parallel zu der Arbeitsplatte 51 verläuft und zur Bildung der Zwischenräume
65, 65', 65'' und 65''' mit Abstand zu dieser angeordnet ist. Der zweite Schenkel
63 ist am vorderen, der dritte Schenkel 64 am hinteren Ende des ersten Schenkels 62
angeformt. Unter einem stumpfen Winkel ist der zweite Schenkel 63 mit dem dritten
Schenkel 64, der als Griffstück 64' ausgebildet und mit durch eingearbeitete Freisparungen
66 gebildete Kühlrippen 67 versehen ist, verbunden. Das Gehäuse 52 der Arbeitsplatte
51 weist einen mit einem Außengewinde 54 versehenen Anschluß 53 für den Dampfschlauch
4 sowie eine Verteilerkammer 55 auf, aus der der zugeführte heiße Dampf in einen Dampfraum
56 einströmt. Der in dem Dampfraum 56 befindliche Dampf wirkt unmittelbar auf die
von der Arbeitsplatte 51 abgedeckte Tapete ein.
[0028] Der Dampfschlauch 4 ist gemäß Figur 7 aus einer flexiblen Schlauchleitung 71 und
zwei Überwurfmuttern 74 und 77 gebildet. Die mit Kühlrippen 75 ausgestattete Überwurfmutter
74 ist hierbei drehbar auf einem Dichtkonus 72 angeordnet, der mittels eines Nippels
73 mit der Schlauchleitung 71 verbunden ist. Die ebenfalls Kühlrippen 78 aufweisende
Überwurfmutter 77 ist dagegen auf einem Nippel 76 verdrehbar gehalten, der in die
Schlauchleitung 71 eingesetzt ist. Mit Hilfe der Überwurfmutter 74 kann somit der
Dampfschlauch 4 mit dem Dampfgenerator 2 und mit Hilfe der Überwurfmutter 77 mit der
Dampfplatte 3 leicht lösbar verbunden werden.
[0029] Ist das Heizelement 16 an eine Stromquelle angeschlossen und befindet sich in dem
Innenraum 14 des Kessels 11 Wasser, so wird dieses verdampft und der heiße Dampf wird
über die Dampfleitung 4 der Dampfplatte 3 zugeführt, mittels der der Dampf auf eine
abzulösende Tapete einwirken kann. Durch die Gestaltung des Kessels 11, des Deckels
21, des Tragegriffes 31 sowie der Arbeitsplatte 51 mit Griffstück 64' ist dabei nahezu
ausgeschlossen, daß ein Benutzer sich verbrennt oder verbrüht. Und zum Befüllen des
Innenraumes 14 des Kessels 11 ist lediglich die Dampfleitung 4 durch Lösen der Überwurfmutter
74 von dem Anschlußstutzen 39 zu entfernen, durch den sodann erneut Wasser in den
Kessel 11 eingebracht werden kann.
1. Vorrichtung (1) zum Ablösen von Tapeten oder dgl. von einem Träger mittels Wasserdampf,
bestehend aus einem Dampfgenerator (2) und einer mit diesem über einen flexiblen Dampfschlauch
(4) verbundenen Dampfplatte (3) zur Ausbringung des Dampfes, wobei der Dampfgenerator
(2) einen befüllbaren durch einen mit einem Tragegriff (31) versehenen Deckel (21)
verschließbaren Kessel (11) und ein elektrisches Heizelement (16) zum Erhitzen des
in diesem befindlichen Wassers aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
daß der an dem Deckel (21) des Dampfgenerators (2) vorgesehene Tragegriff (31) thermisch
von dem Deckel (21) getrennt an diesem befestigt ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Tragegriff (31) durch einen oder mehrere zwischen diesem und dem Deckel (21)
des Dampfgenerators (2) vorgesehene, vorzugsweise ein- oder beidseitig offene Zwischenräume
(23, 23', 23'') thermisch von dem Deckel (21) getrennt angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der in Form eines Bügels ausgebildete Tragegriff (31) über mindestens zwei etwa
senkrecht zu dessen Längsrichtung verlaufende Stege (22, 22', 22'', 22''') an dem
Deckel (21) angeformt ist.
4. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Tragegriff (31) in Form eines stumpfwinklingen Dreieckes ausgebildet ist,
dessen erster Schenkel (32) von dem äußeren Rand des Deckels (21) etwa parallel und
mit Abstand zu diesem nach innen verlaufend angeordnet ist, dessen zweiter Schenkel
(33) an dem Ende des ersten Schenkels (32) angeformt ist und unter einem von diesen
eingeschlossenen stumpfen Winkel absteht, und dessen dritter Schenkel (34) als Griffstück
(34') gestaltet ist, das mit den freien Enden des ersten und zweiten Schenkels (32,
33) des Tragegriffs (31) verbunden ist.
5. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß an dem Tragegriff (31) im Anschluß an dessen zweiten Schenkel (33) ein mit dem
Innenraum (14) des Kessels (11) verbundenes Dampfsammel-Gehäuse (35) angeformt ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Dampfsammel-Gehäuse (35) in Richtung des Tragegriffes (31) im Querschnitt
dreieckförmig gestaltet ist und daß dessen dem Tragegriff (31) zugekehrte Wand (36)
parallel zu dessen zweiten Schenkel (33) und mit Abstand zu diesem verläuft, derart,
daß zur thermischen Trennung des Tragegriffes (31) von dem Gehäuse (35) zwischen diesen
eine oder mehrere vorzugsweise ein- oder beidseitig offene Zwischenräume (38) gebildet
sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die dem Tragegriff (31) abgewandte Wand (37) des Gehäuses (35) mit einem vorzugsweise
als Anschluß für den Dampfschlauch (4) ausgebildeten Einfüllstutzen (39) versehen
ist.
8. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Tragegriff (31) mit einem vorzugsweise auswechselbar in dessen dem Dampfsammel-Gehäuse
(35) diametral gegenüberliegenden Endbereich eingesetzten den Innenraum (14) des Kessels
(11) mit der Atmosphäre selbsttätig verbindbaren Überdruckventil (41) versehen ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß dem Überdruckventil (41) eine etwa senkrecht zur Längsachse des Kessels (11) radial
nach außen gerichtete Auslaßöffnung (27) zugeordnet ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Auslaßöffnung (27) zwischen dem Deckel (21) des Kessels (11) und dem ersten
Schenkel (32) des Tragegriffes (31) vorgesehen, in ein an dem Deckel (21) angeformtes
Ansatzstück (25) eingearbeitet und durch den Tragegriff (31) überdeckt ist.
11. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Deckel (21) mit der Wandung (12) des Kessels (11) fest verbunden, beispielsweise
auf dieser aufgeschweißt ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Kessel (11) und/oder der Deckel (21) im Bereich der Verbindungsstelle jeweils
mit einem angeformten umlaufenden und mit Abstand zu diesem angeordneten Ring (19)
bzw. Ansatz (24) versehen sind.
13. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Kessel (11) auf seiner Außenmantelfläche ganz oder teilweise mit mit seitlichem
Abstand zueinander angeordneten angeformten Wärmeschutzrippen (20) versehen ist.
14. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Heizelement (16) des Kessels (11) in einer in dessen Boden (13) eingeformten
kegel- oder U-förmig gestalteten Mulde (15) angeordnet ist.
15. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Dampfplatte (3) aus einer Arbeitsplatte (51) und einem von dieser thermisch
getrennten Griffbügel (61) besteht.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Griffbügel (61) durch einen oder mehrere zwischen diesem und der Arbeitsplatte
(51) vorgesehene vorzugsweise ein- oder beidseitig offene vorzugsweise durch Stege
(57, 57', 57'') gebildete Zwischenräume (65, 65', 65'', 65''') thermisch von dieser
getrennt angeordnet ist.
17. Vorrichtung nach Anspruch 15 oder 16,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Griffbügel (61) der Dampfplatte (3) in Form eines stumpfwinkligen Dreieckes
ausgebildet ist, dessen erster Schenkel (62) etwa parallel zur Arbeitsplatte (51)
und mit Abstand zu dieser verlaufend angeordnet ist und dessen zweiter Schenkel (63)
am vorderen und dessen dritter als Griffstück (64') ausgebildeter Schenkel (64) am
hinteren Ende des ersten Schenkels (62) angeformt und unter einem stumpfen Winkel
miteinander verbunden sind.
18. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 15 bis 17,
dadurch gekennzeichnet,
daß der erste Schenkel (62) des Griffbügels (61) sich über die axiale Länge der Arbeitsplatte
(51) erstreckt und daß die Wände des Gehäuses (52) im vorderen und hinteren Endbereich
jeweils in Fluchtrichtung des zweiten und dritten Schenkels (63 bzw. 64) des Griffbügels
(61) verlaufend ausgebildet sind.
19. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 18,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Griffstücke (34'; 64') des an dem Deckel (31) angeformten Tragegriffes (31)
und/oder des an der Arbeitsplatte (51) angeformten Griffbügels (61) auf der Innenseite
ganz oder teilweise mit vorzugsweise durch eingearbeitete Freisparungen (46; 66) gebildete
Kühlrippen (47; 67) versehen sind.
20. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 19,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Griffstücke (34'; 64') des an dem Deckel (21) angeformten Tragegriffes (31)
und/oder des an der Arbeitsplatte (51) angeformten Griffbügels (61) in Längsrichtung
ganz ober teilweise konvex gekrümmt ausgebildet sind.
21. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 20,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Griffstücke (34'; 64') des an dem Deckel (21) angeformten Tragegriffes (31)
und/oder des an der Arbeitsplatte (51) angeformten Griffbügels (61) im Querschnitt
auf der Innenseite ganz oder teilweise konvex gekrümmt ausgebildet sind.
22. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 21,
dadurch gekennzeichnet,
daß der den Dampfgenerator (2) mit der Dampfplatte (3) verbindende Dampfschlauch (4)
jeweils mittels einer vorzugsweise auf ihren Außenmantelflächen mit in Umfangs- oder
Achsrichtung verlaufenden Kühlrippen (75 bzw. 78) versehenen Überwurfmutter (74 bzw.
77) mit dem Dampfgenerator (2) und/oder der Arbeitsplatte (51) lösbar verbindbar ist.