(19)
(11) EP 0 617 243 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
28.09.1994  Patentblatt  1994/39

(21) Anmeldenummer: 94104361.4

(22) Anmeldetag:  19.03.1994
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5F24H 9/02
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE FR IT LI NL

(30) Priorität: 22.03.1993 DE 9304243 U

(71) Anmelder: VIESSMANN WERKE GmbH & CO.
D-35107 Allendorf/Eder (DE)

(72) Erfinder:
  • Schneider, Gerhard
    D-35108 Allendorf (DE)
  • Hartel, Manfred
    D-35066 Frankenberg (DE)

(74) Vertreter: Wolf, Günter, Dipl.-Ing. 
Patentanwälte Amthor u. Wolf, An der Mainbrücke 16
D-63456 Hanau
D-63456 Hanau (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Heizkesselumschliessungsgehäuse


    (57) Die Erfindung betrifft ein Heizkesselumschließungsgehäuse in Kastenform mit frontseitig oben angeordnetem Reglergehäuse (2), wobei das Umschließungsgehäuse (1) den Brenner (B) des Heizkessels mit umfaßt. Nach der Erfindung ist das Heizkesselumschließungsgehäuse derart ausgebildet, daß mindestens das auf der Brenneraufschwenkseite (S) befindliche, den Brennerunterbringungsraum (3) begrenzenden Teile (4) der Seitenwände (5) des Gehäuses (1) abschwenkbar oder abnehmbar ausgebildet und das den oberen Vorderrand (3') des Brennerunterbringungsraumes (3) bildende Reglergehäuse (2) hochschwenkbar auf dem Umschließungsgehäuse (1) angeordnet ist. Dadurch kann der Brenner (B) problemlos und auf einfache Weise für Wartungsdienstarbeiten freigestellt werden, und zwar ohne Kopfanstoßgefährdung des den Wartungsdienst Ausführenden.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Heizkesselumschließungsgehäuse in Kastenform mit frontseitig oben angeordnetem Reglergehäuse, wobei das Umschließungsgehäuse den Anordnungsbereich des Brenners am Heizkessel mit umfaßt.

    [0002] Heizkesselumschließungsgehäuse der genannten Art sind hinlänglich bekannt und in Benutzung, so daß es diesbezüglich keines besonderen druckschriftlichen Nachweises bedarf. Die Vorderwand des Gehäuses ist dabei abschwenkbar oder auch abnehmbar dem Gehäuse zugeordnet, um im Bedarfsfall an den Brenner herankommen zu können. Die Zugriffsmöglichkeit zum Brenner ist damit zwar gegeben, will man aber auch an die Brennkammerseite des Brenners heran, muß auch die Seitenwand des Gehäuses abgenommen werden, zu der hin der Brennkammerverschluß aufschlägt. Handelt es sich dabei um kleinere Heizkessel mit entsprechend kleinem Umschließungsgehäuse, besteht außerdem Verletzungsgefahr am oben den Brennerraum überdeckenden Reglergehäuse.

    [0003] Der Erfindung liegt demgemäß die Aufgabe zugrunde, ein Heizkesselumschließungsgehäuse der eingangs genannten Art auf einfache Weise dahingehend zu verbessern, daß der vom Gehäuse mitumschlossene Brenner besser zugänglich wird, insbesondere aber die Anstoßgefährdung des Kopfes eines den Wartungsdienst Ausführenden am Reglergehäuse bzw. am brennerseitigen Rand der Gehäusedeckfläche auf einfache Weise beseitigt werden kann.

    [0004] Diese Aufgabe ist mit einem Heizkesselumschließungsgehäuse der gattungsgemäßen Art nach der Erfindung durch die im Kennzeichen des Patentanspruches 1 angeführten Merkmale gelöst. Eine weitere Lösung ergibt sich nach Anspruch 4.

    [0005] Bevorzugt werden jedoch die Ausführungsformen nach den Ansprüchen 2 und 3, da hierbei keine entsprechend lange Kabelschlaufenzugabe vorgesehen werden muß, was der Fall ist, wenn nur das Reglergehäuse zurückgeklappt werden kann.

    [0006] Durch diese erfindungsgemäße Ausbildung ist der Brennerunterbringungsraum problemlos freistellbar und damit der Brenner bzw. die Brennkammer des Heizkessels für Wartungsarbeiten ohne Gefährdung für den den Wartungsdienst Ausführenden zugänglich.

    [0007] Das erfindungsgemäße Heizkesselumschließungsgehäuse wird nachfolgend anhand der zeichnerischen Darstellung der bevorzugten Ausführungsform näher erläutert.

    [0008] Es zeigt schematisch
    Fig. 1
    perspektivisch das Umschließungsgehäuse;
    Fig. 2
    das Umschließungsgehäuse mit hochgestellter Deckfläche und Reglergehäuse und
    Fig. 3
    perspektivisch die Ausführungsform gemäß der zweiten Lösung.


    [0009] Wie aus Fig. 1 ersichtlich, sitzt oben auf der Deckfläche 6 des Gehäuses 1 das Reglergehäuse 2, und der Brennerunterbringungsraum 3 wird vom Gehäuse 1 bzw. dessen Wandungen mit umschlossen. Die Vorderwand 4', die den Brennerunterbringungsraum 3 nach vorn abschließt, ist nur zum Teil dargestellt.

    [0010] Die den Brennerunterbringungsraum 3 begrenzenden Teile 4 der Seitenwände 5 des Gehäuses 1 sind dabei abschwenkbar oder abnehmbar ausgebildet, und das Reglergehäuse 2 ist hochschwenkbar am Umschließungsgehäuse 1 angeordnet, und zwar in bevorzugter Ausführungsform gemäß Fig. 2 derart, daß die am hinteren Teil des Gehäuses 1 in geeigneter Weise angelenkte Deckfläche 6 insgesamt hochschwenkbar und mittels einer Stütze 7 in ausreichender Hochstellung abstützbar ist. Möglich ist aber auch, das das Reglergehäuse 2 tragende Teil 6' der Deckfläche 6 an dieser längs der Linie 6'' hochschwenkbar anzulenken.

    [0011] Die Maßgabe, daß mindestens eines der den Brennerunterbringungsraum begrenzenden Teile 4 der Seitenwände 5 abschwenkbar oder abnehmbar ausgebildet sein soll, ist so zu verstehen, daß dafür das Teil 4 einer Seitenwand 5 infrage kommt, der sich auf der Brenneraufschwenkseite S der Brennkammerverschlußtür befindet.

    [0012] Sofern der den Brennerunterbringungsraum 3 umschließende Gehäuseteil 1' mit einer Bodenwand 4'' versehen ist, sind die Seitenwände 4 mit Lüftungsschlitzen 8 versehen. Die den Brenner B tragende Brennkammerverschlußtür, die an der Brenneraufschwenkseite S angelenkt ist, ist mit 9 bezeichnet.

    [0013] Die Ausführungsform nach Fig. 3, mit der das gleiche erreichbar ist, ist derart ausgebildet, daß die den Brennerunterbringungsraum 3 umschließenden Wände 4, 6' einschließlich der Vorderwand 4' insgesamt abschwenk- oder abnehmbar dem Gehäuse 1 zugeordnet sind und das Reglergehäuse 2 um die Tiefe T des den Brennerunterbringungsraum 3 umschließenden Gehäuseteiles 1' zurückversetzt auf der Deckfläche 6 des Umschließungsgehäuse 1 angeordnet ist.


    Ansprüche

    1. Heizkesselumschließungsgehäuse in Kastenform mit frontseitig oben angeordnetem Reglergehäuse (2), wobei das Umschließungsgehäuse (1) den Brenner (B) des Heizkessels mit umfaßt,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß mindestens das auf der Brenneraufschwenkseite (S) befindliche, den Brennerunterbringungsraum (3) begrenzende Teil (4) der Seitenwände (5) des Gehäuses (1) abschwenkbar oder abnehmbar ausgebildet und das den oberen Vorderrand (3') des Brennerunterbringungsraumes (3) bildende Reglergehäuse (2) hochschwenkbar auf dem Umschließungsgehäuse (1) angeordnet ist.
     
    2. Gehäuse nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß mindestens ein Teil (6') der Deckfläche (6) des Umschließungsgehäuses (1), auf dem das Reglergehäuse (2) sitzt, hochschwenkbar ausgebildet ist.
     
    3. Gehäuse nach Anspruch 2,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß der hochschwenkbare Teil (6') der Deckfläche (6) oder diese selbst mit einer Stütze (7) in Hochstellung am Umschließungsgehäuse (1) abstützbar ausgebildet ist.
     
    4. Heizkesselumschließungsgehäuse in Kastenform mit frontseitig oben angeordnetem Reglergehäuse (2), wobei das Umschließungsgehäuse (1) den Brenner (B) des Heizkessels mit umfaßt,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die den Brennerunterbringungsraum (3) umschließenden Wände (4, 6') einschließlich der Vorderwand (4') insgesamt abschwenk- oder abnehmbar dem Gehäuse (1) zugeordnet sind und das Reglergehäuse (2) um die Tiefe (T) des den Brennerunterbringungsraum (3) umschließenden Gehäuseteiles (1') zurückversetzt auf der Deckfläche (6) des Umschließungsgehäuses (1) angeordnet ist.
     




    Zeichnung