[0001] Die Erfindung betrifft ein Steuergerät nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Zweckmäßig dient es zur Einstellung elektrischer und/oder ähnlicher Leistungsverbraucher
auf unterschiedliche Betriebsstufen. Zu diesem Zweck kann ein Stellglied unmittelbar
und/oder über ein Zwischengetriebe oder dgl. mittelbar von Hand auf unterschiedliche
Leistungsstufen oder dgl. einstellbar sein, wobei wenigstens ein ggf. größter Teilweg
des zugehörigen Stellweges eine im wesentliche stufenlose bzw. annähernd kontinuierliche
Einstellung ermöglicht.
[0002] Ein solches Steuergerät kann z.B. nach der EP-PS 57 460 ausgebildet sein und etwa
parallel frei ausragende sowie im wesentlichen fest miteinander verbundene Arme aufweisen,
von denen einer an einem Stellelement des Stellgliedes läuft und der andere mindestens
einen bewegbaren Schaltkontakt trägt, wobei eine langgestreckte Steuerbeheizung oder
dgl. schräg bis rechtwinklig zu diesen Armen und wie diese benachbart zum Umfang des
Stellelementes liegen kann. Die Steuerbeheizung oder dgl. kann aber auch nach der
europäischen Patentanmeldung 268 098 bzw. der EP-PS 194 512 etwa parallel zu den Armen,
auf deren vom Stellelement abgekehrten Seite und/oder auf der vom Arm abgekehrten
Seite des Stellgliedes liegen.
[0003] Ein zweiter, ebenfalls vom Stellglied zur allpoligen Abschaltung zu betätigender
Kontakt bzw. dessen Schaltarm kann im Bereich der davon abgekehrten Seite des Stellgliedes
etwa parallel oder gemäß der deutschen Patentanmeldung 26 25 716 schräg zu den zuerst
genannten Armen liegen. Die Steuerbeheizung mit zugehörigem Arbeits-Dehnstab kann
statt streifen- bzw. plattenförmig auch entsprechend der DE-PS 24 22 686 stabförmig
ausgebildet sein. Anstatt das Steuergerät zur Steuerung mindestens eines Heizwiderstandes
zu verwenden, der zur Beheizung einer verhältnismäßig hohen thermischen Kapazität,
wie einer Elektrokochplatte, einer Backofenbeheizung oder dgl., vorgesehen ist, kann
das Steuergerät gemäß der europäischen Patentanmeldung 339 269 auch zum Betrieb von
Geräten mit wesentlich geringerer Kapazität oder von im wesentlichen kapazitätslosen
Geräten, wie einer Microwellenbeheizung oder dgl. verwendet werden.
[0004] Statt zur Leistungssteuerung bzw. zusätzlich dazu kann das Steuergerät auch gemäß
der DE-OS 38 44 472 als Regler ausgebildet sein, der mit einem ggf. zu einem hydraulischen
Ausdehnungssystem gehörenden Fühler Betriebswerte des Verbrauchers aufnimmt und mit
dem Stellglied auf unterschiedliche Betriebswerte begrenzt werden kann, wobei das
Stellglied ggf. zusätzlich zur Drehbewegung eine axiale Stellbewegung ausführt. Eine
ähnliche Ausbildung zeigt auch die DE-OS 36 19 243. Das Steuergerät kann des weiteren
entsprechend der EP-PS 177 811 lediglich zur Betätigung einer Signaleinrichtung oder
dgl. unmittelbar am Stellglied elektrische Leiterbahnen aufweisen, die mit einem Schleifkontakt
zusammenwirken bzw. kann es als Vorsatzschalter ausgebildet sein, der ggf. an der
Außenseite des Gehäuses eines Steuergerätes für die Betriebszustände anzuordnen und
mit dessen Stellglied mitlaufend zu kuppeln ist. Auch kann das Steuergerät entsprechend
der DE-OS 41 24 668 im wesentlichen frei von Versorgungsleitungen und/oder Unterbrechern
sein bzw. eine Zwischenverbindung zwischen zwei gesonderten Schaltgeräten oder ähnlichen
Baueinheiten ggf. mit zugehöriger Kupplungsverbindung für Stellglieder bilden. Das
Stellglied kann als Schieber und/oder Stellwelle vorgesehen sein, dessen Stellbewegung
durch Anschlagbegrenzung nur hin- und hergehend möglich ist oder in gleicher Bewegungsrichtung
über den gesamten Stellbereich hinaus fortgeführt werden kann, wie das bei einem über
mehr als 360° drehbaren Stellglied der Fall ist. Auf die Merkmale und Wirkungen der
obengenannten Schriften wird zur Einbeziehung in die vorliegende Erfindung Bezug genommen.
[0005] Bei derartigen Steuergeräten kann die jeweilige Zwischenstellung wegen der stufenlosen
Einstellbarkeit meist nur anhand einer der Betätigungshandhabe zugehörigen Skala bestimmt
werden, was umständlich sein und zu Ablesefehlern führen kann.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Steuergerät zu schaffen, bei welchem
Nachteile bekannter Ausbildungen bzw. der beschriebenen Art vermieden sind und das
insbesondere eine einfache Bestimmung der Größe des bei jedem Einstellvorgang zurückgelegten
Stellweges und/oder bevorzugter Zwischenstellungen ermöglicht, ggf. bei baulich einfacher
Ausbildung und hoher Funktionssicherheit.
[0007] Zur Lösung dieser Aufgabe sind die Merkmale des Patentanspruches 1 geeignet und/oder
Mittel vorgesehen, mit denen beim Erreichen, Überlaufen bzw. Verlassen einer oder
mehrerer Zwischenstellungen ein durch die Bedienungsperson ohne Blick auf die Betätigungshandhabe
wahrnehmbares Signal abgegeben wird, das vorzugsweise unabhängig von der Bewegung
bzw. vom Stillstand der Betätigungshandhabe sehr kurzzeitig ist. Statt eines optischen,
akustischen oder ähnlichen Signales bzw. zusätzlich dazu ist zweckmäßig mindestens
ein Signal ein von der Bedienungsperson durch Tastsinn wahrnehmbares Signal, das zweckmäßig
über die Betätigungshandhabe auf die dieses berührende Hand der Bedienungsperson übertragen
wird. Dadurch kann die Bedienungsperson trotz im Grunde stufenloser Einstellmöglichkeit
anhand von Signalimpulsen feststellen, wieviel Zwischenstellungen sie bei einem Einstellvorgang
erreicht, verlassen bzw. Überfahren hat und welche Einstellung danach jeweils vorliegt.
[0008] Das Signal könnte zwar eine quer zur Stellrichtung hin- und hergehende, ggf. axiale,
Bewegung der Betätigungshandhabe oder ein entsprechend auf die Handhabe wirkender
Schnappimpuls sein, jedoch ist es vorteilhaft, wenn die Handhabe hinsichtlich des
durch die Meldeeinrichtung abgegebenen Signales in dieser Querrichtung sowie wenigstens
während dieser Einstellung starr gelagert, bzw. im wesentlichen spielfrei gehalten
ist und der Signalimpuls in und/oder entgegen Stellrichtung wirkt, z.B. durch einen
entsprechenden Schnappimpuls. Dieser kann für das Erreichen, Verlassen bzw. Überfahren
der jeweiligen Zwischenstellung eine Erhöhung oder eine Verringerung des der Betätigung
entgegenwirkenden Widerstandsmomentes sein, und zwar um einen Faktor, der zwei bis
sechsfach, insbesondere etwa vierfach, größer als dieses Widerstandsmoment ist. Zweckmäßig
unterscheiden sich dabei die Signale bei den drei Vorgängen, ggf. durch Wechsel des
Vorzeichens der Veränderung des Widerstandsmomentes beim Erreichen und Verlassen einer
Zwischenstellung sowie beim Überfahren der Zwischenstellung dadurch, daß zwei Signalimpulse
der zuletzt genannten Art unmittelbar aneinander anschließend zu einem Wechselsignal
zusammengefaßt sind.
[0009] Insbesondere wenn die Meldeeinrichtung nach Art einer Rast- bzw. Schnappeinrichtung
arbeitet, ist es zweckmäßig, wenn die Schnappkraft so gering ist, daß durch sie das
Stellglied selbst dann nicht bewegt wird, wenn es sich nur sehr geringfügig außerhalb
der zugehörigen Zwischenstellung befindet und die Schnappglieder, ggf. über Schrägflächen,
bereits ineinander greifen. Dadurch ist auch in diesem Bereich eine stufenlose Verstellung
und eine sichere Selbsthaltung im jeweils eingestellten Zustand möglich, obwohl z.B.
bei einem drehbaren Stellglied die Anordnung auch so vorgesehen sein kann, daß bei
Annäherung an die genaue Zwischenstellung um wenige Winkelgrade eine selbsttätige
Überführung des Stellgliedes in diese genaue Zwischenstellung durch die Schnapp- bzw.
Rastkraft erfolgt.
[0010] Der Impulsgeber der Meldeeinrichtung liegt zweckmäßig innerhalb eines Gehäuses des
Steuergerätes, wobei das mit dem Stellglied bzw. der Betätigungshandhabe mitlaufende
Arbeitsglied dieses Impulsgebers starr mit dem Stellglied und/oder der Handhabe verbunden
sein kann. Dieses Arbeitsglied kann durch eine mit Impulsnocken versehene, jedoch
im generellen Verlauf im wesentlichen stetig ansteigende Nockenkurve zur Leistungssteuerung
oder dgl. gebildet sein, während das damit zusammenwirkende weitere Arbeitsglied durch
den an dieser Kurve laufenden Läufer gebildet ist, der die jeweils gewünschte Leistungsstufe
abgreift und verstellend auf einen Leistungskontakt oder dgl. wirkt. Diese Nockenkurve
kann eine Mantel- und/oder Stirnkurve sein, wobei die Impulsnocken so ausgebildet
sind, daß sie auf die Leistungseinstellung keinen oder allenfalls einen vernachlässigbar
kleinen Einfluß haben. Zusätzlich oder stattdessen kann das erstgenannte Arbeitsglied
aber auch unmittelbar anschließend bzw. im Abstand benachbart zur Steuerkurve für
die Betriebszustände vorgesehen und in der anhand dieser Steuerkurve beschriebenen
Weise mit Impulsnocken versehen sein.
[0011] Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Meldeeinrichtung unmittelbar auch als Betätigungseinrichtung
für eine weitere Schaltfunktion des Steuergerätes vorgesehen ist, z.B. zum Öffnen
und Schließen eines Kontaktpaares für die allpolige Abschaltung. Diese Schaltfunktion
wird zweckmäßig durch das Erreichen, Verlassen bzw. Überlaufen der jeweiligen Zwischenstellung
nicht beeinflußt. In einer bestimmten Zwischenstellung jedoch, insbesondere in der
Aus-Stellung des Steuergerätes, kann hier über die Meldeeinrichtung mindestens ein
Schaltvorgang ausgelöst werden, wobei dann die Meldeeinrichtung durch federnde Rastung
eine schnappende Festsetzung der Steuerkurve bzw. des Stellelementes für die Betriebszustände
bewirkt, das selbst über seinen Läufer oder dgl. keiner unmittelbaren Rastung ausgesetzt
ist, sondern aus dieser Stellung in beiden entgegengesetzten Stellrichtungen rastfrei
herausbewegt werden könnte. In einer Zwischenstellung, die unmittelbar an diese Aus-Stellung
anschließt und z.B. die Einstellung auf die niedrigste Leistungsstufe darstellt, kann
jedoch das Stellelement sowohl unmittelbar durch seinen Läufer als auch zusätzlich
durch die Meldeeinrichtung gerastet sein. Das Signal beim Erreichen, Verlassen und/oder
Überfahren der Aus-Stellung oder dgl. unterscheidet sich zweckmäßig von dem entsprechenden
Signal bezüglich mindestens einer weiteren Zwischenstellung, wobei vorteilhaft die
diesem Signal zugehörige Änderung des Widerstandsmomentes größer als bei mindestens
einer weiteren Zwischenstellung ist. Dadurch ist die Aus-Zwischenstellung hinsichtlich
des Signales gegenüber den übrigen Zwischenstellungen hervorgehoben, und sie kann
lediglich anhand des Signales als Bezugsbasis für Einstellvorgänge herangezogen werden.
[0012] Der jeweilige Nocken des Stellelementes bzw. des mit diesem mitlaufenden Arbeitsgliedes
der Meldeeinrichtung kann durch eine Vertiefung und/oder eine Erhöhung gebildet sein.
Um den jeweils zugehörigen Läufer am Grundkörper vormontieren und erst danach das
Arbeitsglied, das Stellelement bzw. das Stellglied im wesentlichen ungehindert montieren
zu können, geht zweckmäßig ein Nocken, insbesondere der der Aus-Stellung oder dgl.
zugehörige Nocken, bis zu einer quer zu ihm liegenden Stirnfläche durch, an der er
eine ggf. schräge Einführfläche bildet, um den zugehörigen Läufer bei der Montage
dadurch in Eingriff mit diesem Nocken zu bringen, daß der Läufer entgegen seiner gegen
den Nocken gerichteten Federkraft selbsttätig zurückgedrückt wird.
[0013] Wenigstens eine Nockenflanke einer oder der meisten von vorzugsweise insgesamt vier
bis achtzehn, insbesondere etwa sieben Zwischenstellungen geht vorteilhaft sehr flach
bzw. unter großem stumpfem Winkel von mehr als 90 bzw. 100 bis 150 bzw. 170° in die
anschließenden, im wesentlichen rast- bzw. steigungsfreien Kurvenabschnitte über,
wobei diese Steigung zum Scheitel des jeweiligen Rastnockens zweckmäßig gegen Null
abnimmt, z.B. durch bogenförmige Krümmung. Dadurch kann die auf das Stellglied durch
die Meldeeinrichtung verstellend wirkende Kraft auch dann unterhalb der entgegenwirkenden
Reibungskraft gehalten werden, wenn der Läufer der Meldeeinrichtung bereits in Eingriff
mit einer solchen Flanke steht. Die Scheitelhöhe des jeweiligen Nockens kann dabei
unter einem bzw. einem halben Millimeter liegen bzw. kann die Nockenbreite gegenüber
der Nockentiefe oder Nockenhöhe 4- bis 6-mal größer sein. Demgegenüber ist die der
Aus-Stellung zugehörige Nockenhöhe vorteilhaft wesentlich bzw. mehrfach, z.B. 8- bis
15-fach größer. Auch ein oder beide Flankenwinkel dieses Nockens sind gegenüber denen
der übrigen Zwischenstellungen steiler. Diejenige Flanke, die einer Zwischenstellung
zugehörig unmittelbar zum Aus-Nocken führt, kann unter einem kleineren oder einem
größeren Winkel als Flanken der übrigen Zwischenstellungen und gegenüber diesen auch
über eine größere oder kleinere Höhe ansteigen, so daß auch beim Überführen von der
letzten Zwischenstellung in die Aus-Stellung ein unterscheidbar anderes Signal abgegeben
wird.
[0014] Diese und weitere Merkmale gehen außer aus den Ansprüchen auch aus der Beschreibung
und den Zeichnungen hervor, wobei die einzelnen Merkmale jeweils für sich allein oder
zu mehreren in Form von Unterkombinationen bei einer Ausfuhrungsform der Erfindung
und auf anderen Gebieten verwirklicht sein und vorteilhafte sowie für sich schutzfähige
Ausführungen darstellen können, für die Schutz beansprucht wird. Ein Ausführungsbeispiel
der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird im folgenden näher erläutert.
In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- einen Ausschnitt eines erfindungsgemäßen Steuergerätes in perspektivischer Darstellung,
- Fig. 2
- das Steuergerät gemäß Fig. 1 in einer weiteren perspektivischen Ansicht und geringfügig
abgewandelter Ausbildung,
- Fig. 3
- einen Ausschnitt der Fig. 2 im Schnitt,
- Fig. 4
- das Stellglied des Steuergerätes gemäß den Figuren 1 bis 3 in teilweise geschnittener
Ansicht,
- Fig. 5
- das Stellglied gemäß Fig. 3 in Ansicht von unten,
- Fig. 6
- das Stellglied gemäß Fig. 3 in Ansicht von oben,
- Fig. 7
- einen Ausschnitt der Meldeeinrichtung gemäß Fig. 1 in Axialansicht und
- Fig. 8
- das Schaltbild des Steuergerätes gemäß den Figuren 1 bis 7.
[0015] Das Steuergerät 1 weist einen gehäuseförmigen Grundkörper 2 mit einem annähernd rechteckigen
Gehäusemantel 3 und zwei etwa parallelen Stirnwänden 4, 5 auf, von denen eine Wandung
4 als gesonderter plattenförmiger Deckel bzw. als Montageplatine für im wesentlichen
alle Funktionsteile des Steuergerätes ausgebildet ist. Als Montageplatine kann gemäß
Fig. 2 aber auch eine einteilig mit dem Gehäusemantel 3 ausgebildete Wandung 4 vorgesehen
sein. Um eine zu den Stirnwänden 4, 5 quer liegende Stellachse ist ein im wesentlichen
innerhalb des Gehäuses liegende Stellglied 6 mit zwei Lager- bzw. Steckzapfen 7, 8
drehbar gelagert, die in Lageröffnungen der Stirnwände 4, 5 eingreifen. Die Stirnwand
5 ist mit Befestigungsgliedern zur Befestigung des Steuergerätes an der Innenseite
einer Geräteplatine so versehen, daß über deren Vorderseite eine Steckwelle 9 vorsteht,
die in eine Öffnung des zugehörigen Steckzapfens 8 bzw. des Stellgliedes 6 drehschlüssig
eingesetzt ist und zur ebenfalls drehschlüssigen Befestigung einer außerhalb des Gehäuses
liegenden Handhabe 11 in Form eines in der Achse 10 liegenden Drehknopfes dient. Über
den anderen Steckzapfen 7 steht ein über die Außenseite der zugehörigen Stirnwand
4 vorstehendes Kupplungsglied 12 zur drehschlüssigen Verbindung mit einer Anschlußwelle
vor, die z.B. ein Stellglied eines an den Grundkörper 2 anzuflanschenden Verbindungs-
bzw. Zusatzgerätes bilden kann, das auch eine Meldeeinrichtung aufnehmen kann.
[0016] Das im wesentlichen bzw. bis auf die Steckwelle 9 wenigstens an den Außenflächen
aus einem nichtmetallischen Werkstoff mit guten Gleiteigenschaften, z.B. Kunststoff,
bestehende Stellglied 6 bildet unmittelbar im Anschluß an den Steckzapfen 8 bzw. an
die Innenseite der Stirnwand 5 ein Stellelement 13 in Form einer Steigungskurve, an
der ein am Grundkörper 2 gesondert gelagerter Läufer 14 unter federnder Anpreßkraft
geführt ist. Die um die Achse 10 angeordnete und auf diese Achse 10 bezogene Kurve
des Stellelementes 13 weist einen höchsten Nocken 15 und im Anschluß an dessen beide
Flanken jeweils einen Nocken 16, 17 und zwischen diesen über den größten Teil ihres
Umfanges eine stufenlose Steigungsbahn 18 auf. Diese bestimmt durch Verstellung des
Läufers 14 die jeweilige Betriebsstufe einer Steuereinrichtung, z.B. eines Leistungsschalters
20, wobei ein Bereich benachbart zur Vertiefung die Rastvertiefung 16 die niedrigste
und die Rastvertiefung 17 die höchste Betriebsstufe bestimmt, während der Nocken 15
die Abschaltung des anzuschließenden Verbrauchers bewirkt.
[0017] Ein bewegbarer Kontakt des als Schnappschalter ausgebildeten Leistungsschalters 20
ist an einem feststehend an der Stirnwand 4 angeordneten Schaltersockel 19 gelagert
und einem ebenfalls entsprechend feststehend angeordneten Festkontakt zugeordnet.
In Einschaltstellung des Steuergerätes 1 wird der Leistungsschalter 20 über ein Arbeitsbimetall
21 und eine Steuerbeheizung 22 taktend gesteuert, wobei sich die relative Einschaltdauer
in Abhängigkeit von der Stellung des Stellelementes 13 dadurch ändert, daß der mit
dem Arbeitsbimetall 21 um eine zur Achse 10 etwa parallele Achse an der Stirnwand
4 gelagerte Läufer 14 ein Übertragungsglied des thermoplastischen Gliedes 21 oder
dgl. mehr oder weniger gegen einen Federarm des bewegbaren Kontaktes andrückt und
diesen dadurch mehr oder weniger nahe an seinen Schaltpunkt heranführt.
[0018] Auf der vom Leistungsschalter 20 abgekehrten Seite des Stellgliedes 6 sind Kontaktanordnungen
eines Trennkontaktes 23 für eine zweite Zuleitung oder dgl. und eines Signalkontaktes
24 vorgesehen, der z.B. zur Steuerung einer Signaleinrichtung oder dgl. dient. Der
bewegbare Kontakt des Signalkontaktes 24 wird über einen Mitnehmer 25 vom bewegbaren
Kontakt des Trennkontaktes 23 mitgenommen, der seinerseits über eine vom Stellelement
13 gesonderte Steuerkurve so gesteuert wird, daß er wie der Signalkontakt 24 bei Wirksamkeit
aller Kurvenabschnitte 16 bis 18 in seiner einen, z.B. geschlossenen, Betriebsstellung
steht, während er bei Wirksamkeit des Kurvenabschnittes 15 in seiner anderen Betriebsstellung
steht. Der bewegbare Kontakt des Trennkontaktes 23 ist ähnlich wie der bewegbare Kontakt
des Signalkontaktes 24 über einen bewegbaren Tragteil an einem an der Stirnwand 4
befestigten Sockel 26 gelagert. Der Sockel 26 weist einen zusätzlichen Übertragungsteil
in Form einer Feder 27, eines Armes oder dgl. auf, der mit dem Tragteil bewegt wird
und den Mitnehmer 25 bewegt. Bezogen auf eine zu einer Außenseite des Gehäusemantels
3 parallele Axialebene 28 der Achse 10 liegt die den Schalter 20 einschließende Steuerungsanordnung
auf der einen Seite und die die Kontakte 23, 24 einschließende Steuerungsanordnung
auf der anderen Seite. Die genannten Sockel 19, 26 sowie weitere Sockel sind jeweils
in Durchgangsöffnungen der Stirnwand 4 so eingesetzt, saß sie an deren Außenseite
Anschlußglieder 29, z.B. Flachsteckzungen, für Geräte- und Zuführleitungen bilden.
[0019] Mit der Kontaktanordnung für den Trennkontakt 23 ist eine Meldeeinrichtung 30 integriert,
deren Signale über das Stellglied 6 und den Steckzapfen 7 in Drehrichtung auf die
Handhabe 11 nach Art von Schnappimpulsen mechanisch wirken. Die Meldeeinrichtung 30
weist zwei ununterbrochen unter Federkraft in Eingriff miteinander stehende Arbeitsglieder
31, 32, nämlich ein starr bzw. einteilig mit dem Stellelement 13 ausgebildetes Arbeitsglied
31 in Form einer Steuerkurve und ein gesondert davon an der Stirnwand 4 gelagertes
Arbeitsglied 32 in Form eines an der Kurve 31 gleitend laufenden Läufers 32 auf, der
gegen die Achse 10 federbelastet ist.
[0020] Das Arbeitsglied 31 ist über einen etwa dem gemeinsamen Bogenwinkel der Kurvenabschnitte
16 bis 18 entsprechenden Bogenwinkel im wesentlichen als steigungsfreie bzw. zylindrische
Umfangskurve 33 ausgebildet, die allerdings von im wesentlichen gleichen Zwischennocken
34 unterbrochen ist und an ihren Enden an Grenznocken 36 anschließt, zwischen denen
eine Ruhenocke 35 liegt. Die nach Art von Mikrorasten wirkenden Nocken 34, 36 sind
hier Vertiefungen, während der Läufer 32 ein entsprechender Vorsprung ist, jedoch
könnten auch beide einander zugehörigen Schnapp- bzw. Rastglieder jeweils die Negativform
der dargestellten Form haben. Die ebenfalls als Vertiefung ausgebildete Ruhenocke
35 hat eine wesentlich größere Nockentiefe als die übrigen Nocken und bestimmt daher
eine nur durch vielfach höhere Kraft zu überwindende Raststellung. Das Arbeitsglied
31 kann mit dem Stellglied 6 aus jeder Stellung in beiden entgegengesetzten Richtungen
gedreht werden, so daß jeweils beide Flanken jeder Nocke den Läufer 32 überlaufen
können.
[0021] Die jeweilige Zwischennocke 34 ist im Querschnitt bogen- bzw. teilkreisförmig und
erstreckt sich gegenüber ihrer Krümmungsachse über einen Bogenwinkel von weniger als
90° bzw. zwischen 70° und 80°. Jede der gleich ausgebildeten Zwischennocken 34 grenzt
mit zwei beiderseits ihres tiefsten Scheitels 37 liegenden Flanken 38 scharfwinklig
flach an die Umfangskurve 33 an, wobei im Übergangsbereich ihre stumpfe Flankensteigung
53 gegenüber dieser Umfangskurve 33 größer als 120° bzw. 130° ist. Der stumpfe Flankenwinkel
54 zwischen ihren beiden Flanken 38 liegt ebenfalls etwa in dieser Größenordnung,
wobei die Zwischennocke 34 etwa symmetrisch zu der zu ihrem Scheitel 37 gehenden Mittelebene
ist. Dadurch bilden die Zwischennocken 34 flach kuhlenförmige Vertiefungen, an denen
der Läufer 32 jeweils über die gesamte Nockenbreite ganzflächig bzw. bis an die Übergänge
in die Umfangskurve 33 anliegen kann.
[0022] Die zur Ruhenocke 35 benachbarten Flanken 43, 44 sind um die Achse 10 wesentlich
länger als die Flanken 38, wobei die der Flanke 43 zugehörige Grenznocke 36 die höchste
Betriebsstufe und die der Flanke 44 zugehörige Grenznocke 36 die niedrigste Betriebsstufe
bestimmt. Die Flankensteigung der an die Umfangskurve 33 anschließenden Flanke der
Grenznocke 36 sowie auch deren Scheitelausbildung entspricht derjenigen der Zwischennocke
34. Die Flankensteigung 56 der Grenzflanke 44 ist mit etwa 150° flacher als die der
Flanke 38, während die entsprechende Flankensteigung der demgegenüber kürzeren Grenzflanke
43 an ihrem äußersten Ende gegenüber der jeweiligen Flanke 38, 44 kleiner sein kann.
Die auf die Achse 10 bezogene, etwa gleich große Flankenhöhe der Grenzflanken 43,
44 ist größer als die Nockenhöhe der Umfangskurve 33, wobei die Grenzflanke 43 mit
der zugehörigen Flanke 41 und die Grenzflanke 44 mit der zugehörigen Flanke 42 der
Ruhenocke 35 jeweils einen etwa spitzwinkligen Nockenhöcker 39 bzw. 40 begrenzt.
[0023] Die Flanken 41, 43 gehen über einen annähernd spitzen Höckerscheitel 45 und die Flanken
42, 44 über einen stärker abgerundeten Höckerscheitel 46 ineinander über, wobei beide
Höckerscheitel 45, 46 etwa gleiche und gegenüber der Umfangskurve 33 größere Nockenhöhe
haben. Die an den Höckerscheitel 46 angrenzende Flankensteigung 55 der degressiv ansteigenden
Flanke 42 ist steiler als die der degressiv ansteigenden Flanke 41, der progressiv
ansteigenden Flanke 38 bzw. 43 und der annähernd linear ansteigenden Flanke 44, wobei
die Flankensteigungen der beiden Flanken 41, 43 etwa gleich groß sein können. Dadurch
sind die Nocken 35, 36 und die Nockenhöcker 39, 40 im Gegensatz zu den Zwischennocken
34 jeweils assymetrisch zu ihrer Scheitel- bzw. Mittelebene ausgebildet.
[0024] Der Flankenwinkel 57 des Nockenhöckers 39, 40 liegt unter 90° in einem Bereich zwischen
65° und 80°, wobei ein Nockenhöcker 39 spitzwinkliger als der andere Nockenhöcker
40 sein kann. Der kleinste Flankenwinkel der Grenznocke 36 kann kleiner oder größer
als der Flankenwinkel 54 sein und sich so auf beiden Seiten der Ruhenocke 35 z.B.
dadurch unterscheiden, daß der Flankenwinkel der zum Nockenhöcker 39 gehörenden Grenznocke
36 kleiner als der Flankenwinkel mindestens einer Zwischennocke 34 sowie der anderen
Grenznocke 36 ist; entsprechendes gilt auch für den größten Flankenwinkel der Ruhenocke
35. Deren Nockenscheitel ist einschließlich der anschließenden Flankenabschnitte ähnlich
wie anhand der Zwischennocke 34 ausgebildet, wodurch die Flanke 41, 42 zwischen diesem
Nockenscheitel und dem Höckerscheitel 45, 46 S-förmig geschwungen ist. In Stellrichtung
ist die dem Abstand zwischen den Nockenhöckern 45, 46 entsprechende wirksame Breite
der Nocke 35 mindestens zwei- oder drei- bis vierfach größer als die Nockenbreite
der Nocke 34. Die entsprechenden Nockenbreiten der Nocken 36 sind etwa um die Hälfte
kleiner als die der Nocke 35, jedoch etwa um ein Drittel größer als die Nocke 34,
wobei die zur Flanke 43 gehörende Nocke 36 schmaler als die andere Grenznocke 36 ist.
[0025] Der Läufer 32 weist eine eng an den Nockenscheitel sowie eine oder beide anschließenden
Flanken 38 angepaßte, konvex bzw. teilkreisförmig gekrümmte Lauffläche auf und ist
durch einen annähernd U-förmig aus einem streifenförmigen Schwenk- bzw. Signalarm
50 quer zur Streifenebene herausgeformten Vorsprung gebildet, dessen U-Schenkel weniger
als viertelkreisförmig gekrümmt einteilig in den jeweils anschließenden Armabschnitt
übergehen. Beide Armabschnitte bilden jeweils gemeinsam oder unabhängig voneinander
wirkende bzw. bewegbare Biegefedern, von denen die eine vom Sockel 26 bis zum Läufer
32 reicht und zu dessen Anpressung dient, während die andere vom Läufer 32 bis zum
Trennkontakt 23 reicht und für den federnden Kontaktdruck von dessen bewegbaren Kontakt
dient. Der den Läufer 32 führende Armabschnitt kann dadurch gegenüber dem den Trennkontakt
23 führenden Armabschnitt trotz ansonsten etwa gleicher Querschnitte bzw. Länge eine
wesentlich größere Federkraft haben, daß er im wesentlichen starr oder über ein federndes
Zwischenglied an der Feder 27 abgestützt ist, z.B. in dem Bereich, in dem diese Feder
27 auf den Mitnehmer 25 wirkt.
[0026] In der Aus-Stellung gemäß Fig. 7 liegt der Nockenhöcker 45, 46 mit geringstem Spaltabstand
unmittelbar benachbart zur zugehörigen Flachseite des wie der Läufer 32 aus einem
federnden Metall bestehenden Signalarmes 50 und zu den konkaven Übergangsflächen zum
Läufer 32. Durch die unterschiedliche Ausbildung der Flanken 41, 42 kann entweder
die wirksame unterschiedliche Hebellänge des Signalarmes 50 so berücksichtigt werden,
daß bei Stellbewegungen in beiden Stellrichtungen etwa der gleiche Signalimpuls abgegeben
wird oder es können hierfür unterschiedliche Signalimpulse vorgesehen sein. Zum Beispiel
ist aus der Ruhe- bzw. Aus-Stellung ein kleinerer Stellweg mit einem höheren Widerstandsmoment
zur Erreichung des Höckerscheitels 46 als zur Erreichung des Höckerscheitels 45 erforderlich.
Die Überwindung des Höckerscheitels 45 gibt einen stärkeren Schnappimpuls als die
des Höckerscheitels 46. Beim Überführen zur Aus-Stellung von der jeweiligen Grenznocke
36 bedarf die Überwindung der Grenzflanke 44 eines größeren Stellweges mit etwa gleichbleibend
geringerem Widerstandsmoment als die Überwindung der Grenzflanke 43, die ein zunehmendes
Widerstandsmoment bewirkt.
[0027] Sobald der Läufer 32 den jeweiligen Höckerscheitel 45, 46 überlaufen hat, drückt
er federnd so gegen die zugehörige Flanke 41, 42, daß das Stellglied 6 in seine genaue
Aus-Stellung gedreht und darin in Stellrichtung spielfrei gehalten wird. Bei Lage
des Läufers 32 in der Grenznocke des Nockenhöckers 40 liegt zweckmäßig der Läufer
14 etwa in der Rastnocke 16, während bei Eingriff des Läuferscheitels in den Höckerscheitel
46 der Läufer 14 zweckmäßig am zugehörigen Anfang des steigungsfreien Abschnittes
der Aus-Nocke 15 liegt. Bei Lage des Läufers 32 in der anderen Grenznocke 36 dagegen
kann der Läufer 14 bereits benachbart zur Nocke 17 an der Steigungsbahn 18 liegen,
während beim Entlanggleiten des Läufers 32 an der Flanke 41 die Nocke 17 durchlaufen
wird, so daß diese Nocke 17 keine Rastnocke darstellt. Nach Überlaufen des Höckerscheitels
45, 46 zur Ein-Stellung wird das Stellglied 6 unter den wirksamen Federkräften jeweils
selbsttätig soweit verstellt, bis der Läufer 32 den Nockengrund der Grenznocke 36
erreicht hat.
[0028] Der den Läufer 14 tragende, im Betrieb in sich im wesentlichen federsteife und nur
durch die Federarme des Schalters 20 gegen das Stellelement 13 federbelastete Läuferarm
51 übergreift auf der von der Stirnwand 4 abgekehrten Seite die Kontaktsockel des
Schalters 20, den Sockel 26 und/oder den Signalarm 50, so daß sich eine sehr kompakte
Bauweise ergibt. Die Federarme des Schalters 20, der Schaltersockel 19 und der Läufer
32 bzw. der Signalarm 50, die in einer gegenüber dem Stellelement 13 zur Stirnwand
4 axial versetzten Ebene liegen, werden vom Stellelement 13 übergriffen. Zwischen
diesem und dem im größten Durchmesser kleineren Arbeitsglied 31 bildet das Stellglied
6 einen Zwischenabschnitt 52, dessen halber Durchmesser kleiner als die kleinste Radialerstreckung
des Stellelementes 13 und größer als die größte Radialerstreckung des Arbeitsgliedes
31 ist.
[0029] Der unmittelbar an das Arbeitsglied 31 anschließende Steckzapfen 7 hat gegenüber
der kleinsten Radialerstreckung des Arbeitsgliedes 31 im Bereich der Zwischennocke
34 einen kleineren halben Durchmesser, so daß sich zwischen allen genannten Abschnitten
jeweils eine annähernd ringförmige Stirnschulter ergibt. Diese ist zwischen den Nockenhöckern
39, 40 durch eine axiale Einführfläche 47 unterbrochen, welche praktisch eine etwa
axiale Fortsetzung der Ruhenocke 35 bildet und zu der vom Arbeitsglied 31 abgekehrten
Stirnfläche 49 des Steckzapfens 7 in eine schräge Einführfläche 48 übergeht, die in
Axialansicht auf das zugehörige Ende des Stellgliedes 6 frei liegt. Beim axialen Heranfahren
des Stellgliedes 6 gegen die Stirnwand 4 läuft dadurch zunächst die Einführfläche
48 auf den Läufer 32 auf und drückt diesen entgegen seiner Federkraft radial nach
außen zurück, so daß dieser auf die Einführfläche 47 gleitet, bis das Stellelement
13 im Bereich der Nocke 15 mit seiner Stirnfläche auf den Läufer 14 aufläuft, wobei
der Läufer 32 bereits einen ersten Abschnitt der Ruhenocke 35 erreicht haben kann.
Durch eine kleine Drehbewegung des Stellgliedes 6 entgegen der Rückstellkraft des
eingreifenden Läufers 32 kann die Nocke 16 in den Bereich des Läufers 14 gebracht
und dadurch das Stellglied 6 vollends in seine axiale Betriebsstellung überführt werden.
Dadurch kann die Montage in einfacher Weise mit einem Handhabungsautomaten durchgeführt
werden, wobei das Stellglied 6 nach den Kontaktanordnungen und der Meldeeinrichtung
30 montiert wird.
[0030] Die erfindungsgemäße Ausbildung ermöglicht ein sehr genaues und zwischen den Grenznocken
36 über die Umfangskurve 33 im wesentlichen stufenloses Einstellen, wobei die Kontakte
23, 24 etwa zwischen der Hälfte der Höhe der Flanken 41, 42 und über die Höckerscheitel
45, 46 sowie über alle restlichen Umfangsabschnitte 33, 34, 36 des Arbeitssgliedes
31 in ihre, ggf. geschlossene, Betriebsstellung überführt und ununterbrochen in dieser
Stellung gehalten sind. Bei Durchlaufen der Zwischenstellungen 34 werden an der Handhabe
11 leichtere und beim Durchlaufen der Grenzstellungen 36 stärkere Schnapperschütterungen
fühlbar.
[0031] Erfindungsgemäß ist das Steuergerät insbesondere für thermisch verhältnismäßig massearme
Verbraucher 58, wie Strahlungsheizkörper vorgesehen. Die Steuerbeheizung ist gemäß
Fig. 8 parallel zum Verbraucher 58, bzw. zwischen dem Festkontakt des Trennkontaktes
23 und dem Federarm des Schalters 20, nämlich über das Betätigungsglied 21, geschaltet
und betätigt den Schalter 20 zwischen Öffnung und Schließung taktend. Statt mehrerer
Heizkreise weist der Verbraucher 58 bevorzugt nur einen einzigen Heizkreis bzw. Heizwiderstand
auf.
[0032] Es können auch mehrere gleich oder verschieden ausgebildete Steuergeräte zu einer
Steuergerät-Baueinheit zusammengefaßt sein, von denen jeweils mindestens eines keine
Meldeeinrichtung aufweisen kann, während gesondert betätigbare Steuergeräte unterschiedliche
oder gleiche Meldeeinrichtungen aufweisen können.
1. Steuergerät, insbesondere Leistungs-Steuergerät für Elektro-Wärmegerate, mit mindestens
einem Grundkörper (2), dadurch gekennzeichnet, daß es wenigstens ein über einen Stellweg
betätigbares Stellglied (6) aufweist.
2. Steuergerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein manuell betätigbares
Stellglied (6) mindestens über einen Teilweg eines Stellgliedes im wesentlichen stufenlos
einstellbar und/oder wenigstens eine Meldeeinrichtung (30) zur im wesentlichen skalenfreien
Signalisierung mehrerer Zwischenstellungen (34 bis 36) eines Stellgliedes (6) wenigstens
auf einem Teilweg des Stellweges vorgesehen ist, daß insbesondere für das Erreichen
wenigstens einer Zwischenstellung (34 bis 36) bzw. für das Verlassen wenigstens einer
Zwischenstellung ein Signal vorgesehen ist, wobei vorzugsweise sowohl für das Erreichen
als auch für das Verlassen und/oder für das Überfahren der jeweiligen Zwischenstellung
jeweils ein Signal vorgesehen ist und insbesondere mindestens zwei Signale unterschiedlich
sind.
3. Steuergerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein Signal
einer Meldeeinrichtung (30) ein an einer Betätigungshandhabe (11) manuell fühlbares
mechanisches Signal, insbesondere ein Bewegungssignal und/oder ein Impulssignal durch
sprungartige Änderung eines der Betätigung eines Stellgliedes (6) entgegenwirkenden
Betätigungs-Widerstandsmomentes ist und daß vorzugsweise ein Signal bei Annäherung
an eine Zwischenstellung (34 bis 36) eine Verringerung des Widerstandsmomentes bzw.
bei Entfernen von einer Zwischenstellung eine Erhöhung des Widerstandsmomentes gegenüber
dem Betriebs-Widerstandsmoment außerhalb einer Zwischenstellung ist, wobei insbesondere
hinsichtlich wenigstens einer Zwischenstellung (34) die Änderung höchstens dem etwa
zwei- bis vierfachen des Betriebs-Widerstandsmomentes entspricht.
4. Steuergerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine
Meldeeinrichtung (30) einem Stellglied (6) in mindestens einer Zwischenstellung (34)
bzw. gegen Bewegungen in beiden entgegengesetzten Stellrichtungen ein etwa gleich
großes Widerstandsmoment entgegensetzt, daß insbesondere eine Meldeeinrichtung (30)
mindestens eine Zwischenstellung (35, 36) eines Stellgliedes (6) hinsichtlich mindestens
einer Stellrichtung selbstzentrierend sichert und daß vorzugsweise eine Meldeeinrichtung
(30) unter Federdruck bewegbar ineinander greifende Arbeitsglieder (31, 32) bzw. eine
Nockenkurve (31) sowie einen an dieser geführten Läufer (32) aufweist, und/oder daß
eine Meldeeinrichtung (30) zur Betätigung mindestens eines Kontakt-Paares (23, 24),
wie eines nur in Abhängigkeit vom Stellweg eines Stellgliedes (6) in und aus einer
Betriebsstellung bewegbaren Kontaktes, vorgesehen ist, daß insbesondere ein Kontakt-Paar
in und außerhalb der jeweiligen Zwischenstellung (34, 36) im wesentlichen in derselben
Betriebsstellung bleibt und daß vorzugsweise eine Meldeeinrichtung (30) eine Zwischenstellung
(35) bestimmt, in der sie wenigstens ein Kontakt-Paar (23, 24) in einer Aus-Stellung
hält bzw. aus der ein Stellglied (6) in wenigstens einer Stellrichtung gegen ein gegenüber
mindestens einer weiteren Zwischenstellung (34, 36) größeres Widerstandsmoment bewegbar
ist.
5. Steuergerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens
ein Arbeitsglied (32) einer Meldeeinrichtung (30) mindestens einen bewegbaren Kontakt
trägt, daß insbesondere ein Kontakt an einem Kontaktträger, wie einer Feder, einem
Arm oder dgl. vorgesehen ist, der auch ein Arbeitsglied (32) einer Meldeeinrichtung
(30) aufweist und daß vorzugsweise ein Arbeitsglied (32) einer Meldeeinrichtung (30)
einteilig mit einem Kontaktträger ausgebildet ist bzw. daß ein Kontakt in mindestens
einer Zwischenstellung (34, 36) in derselben Betriebsstellung bleibt wie anschließend
an diese Zwischenstellung, und/oder daß wenigstens ein erstes Arbeitsglied (32) einer
Meldeeinrichtung (30) auf einer von einer Kontaktanordnung (20) zur ggf. taktenden
Steuerung der Leistung etwa abgekehrten Seite eines weiteren Arbeitsgliedes (31) einer
Meldeeinrichtung (30) liegt , daß insbesondere ein von einem Stellglied (6) zu bewegendes
Stellelement (14) zur Steuerung der Leistung einen in Eingriff mit dem Stellglied
(6) stehenden sowie ein bewegbares Arbeitsglied (50) einer Meldeeinrichtung (30) bzw.
einen Kontaktsockel (19) der Kontaktanordnung (20) berührungsfrei übergreifenden Stellarm
(51) aufweist und daß vorzugsweise ein ein bewegbares Arbeitsglied (32) einer Meldeeinrichtung
(30) tragender Schwenkarm (50) im wesentlichen entgegengesetzt zu einem einen Kontakt
zur Steuerung der Leistung tragenden Kontaktarm annähernd frei ausragt.
6. Steuergerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens
eines von mindestens zwei bewegbar ineinander greifenden Arbeitsgliedern (31, 32)
einer Meldeeinrichtung (30) und/oder ein zugehöriger Lagerabschnitt (7) mindestens
eine Montage-Einführfläche (47, 48) aufweist, daß insbesondere eine Einführfläche
(47) durch eine im wesentlichen kontinuierliche Verlängerung einer Nockenfläche (35)
für eine einer Ruhestellung des Steuergerätes zugehörige Stellung einer Meldeeinrichtung
(30) gebildet ist und daß vorzugsweise eine Einführfläche (48) durch eine zur Einführrichtung
schräge Gleitfläche für einen Läufer (32) einer Meldeeinrichtung (30) gebildet und/oder
in Stellrichtung gegenüber mindestens einer Nockenfläche (34, 36) für eine weitere
Zwischenstellung einer Meldeeinrichtung (30) versetzt ist.
7. Steuergerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens
ein Stellelement (13) zur im wesentlichen stufenlosen Leistungssteuerung vorgesehen
ist, daß insbesondere ein Arbeitsglied (31) einer Meldeeinrichtung (30) am selben
Stellglied (6) wie ein Stellelement (13) angeordnet ist bzw. axial benachbart zu einem
Stellelement (13) liegt und daß vorzugsweise mindestens ein Arbeitsglied (31, 32)
einer Meldeeinrichtung (30) unmittelbar benachbart zu einer Stirnwand (4) eines Grundkörpers
(1) bzw. zu einer ein Arbeitsglied (32), Steuerkontakte (20, 23, 24) od.dgl. tragenden
Montageplatine liegt, und oder daß ein Arbeitsglied (31) einer Meldeeinrichtung (30)
unmittelbar feststehend an einem wenigstens in Stellrichtung im wesentlichen spielfrei
mit einer Betätigungshandhabe (11) zu verbindenden Stellglied (6), wie einer Stellwelle,
angeordnet ist, daß insbesondere ein Arbeitsglied (31) einer Meldeeinrichtung (30)
im wesentlichen einteilig mit einem Stellelement (13) zur Leistungssteuerung ausgebildet
ist und daß vorzugsweise ein Stellglied (6) zwischen einem Arbeitsglied (31) einer
Meldeeinrichtung (30) und einem Stellelement (13) zur Leistungssteuerung einen Zwischenabschnitt
(52) aufweist.
8. Steuergerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens
ein mit einem Stellglied (6) mitlaufendes Stellelement (13) zur Leistungssteuerung
in mindestens einer Stellung wenigstens ein Arbeitsglied (31, 32) einer Meldeeinrichtung
(30) und/oder eine Kontaktanordnung (20) übergreift, daß insbesondere ein Stellelement
(13) näher bei der Betätigungshandhabe (11) als wenigstens ein zu ihm benachbartes
Arbeitsglied (31, 32) einer Meldeeinrichtung (30) liegt und daß vorzugsweise ein Arbeitsglied
(31) einer Meldeeinrichtung (30) mit beiderseits liegenden Steckzapfen (7, 8) in einander
mit Abstand gegenüberliegenden Wandungen (4, 5) eines Grundkörpers (2) gelagert ist.
9. Steuergerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein
mit einem Stellglied (6) mitlaufendes Arbeitsglied (31) einer Meldeeinrichtung (30)
auf mindestens einer Seite eines Rastgliedes (35) für eine Stellung von mindestens
einer höheren und/oder steileren Rastflanke (41, 42) als mindestens ein weiteres Rastglied
(34, 36) für wenigstens eine weitere Zwischenstellung begrenzt ist, daß insbesondere
mindestens eine Rastflanke (41, 42) über einen annähernd spitzen Nockenscheitel (45,
46) in eine weitere Rastflanke (43, 44) eines benachbarten Rastgliedes (36) für eine
unmittelbar benachbarte Zwischenstellung übergeht und daß vorzugsweise mindestens
ein Rastglied (35, 36) beiderseits von unterschiedlich steilen Rastflanken (41, 42;
43, 38; 44, 38) und/oder unterschiedlich spitzen Nockenscheiteln (45), 46) begrenzt
ist.
10. Steuergerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein
mit einem Stellglied (6) mitlaufendes Arbeitsglied (31) einer Meldeeinrichtung (30)
wenigstens eine Rastvertiefung (34 bis 36) mit stumpfwinkliger Flankensteigung (53,
55, 56) von mindestens 100° und höchstens 160° aufweist, daß insbesondere mindestens
eine Rastvertiefung (34 bis 36) einen stumpfen Flankenwinkel (54) von mindestens 110°
und höchstens 150° aufweist und daß vorzugsweise die Breite mindestens einer Rastvertiefung
(34) mindestens dem vierfachen und höchstens dem siebenfachen ihrer Tiefe von weniger
als einem Millimeter entspricht.