| (19) |
 |
|
(11) |
EP 0 617 680 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
25.11.1998 Patentblatt 1998/48 |
| (22) |
Anmeldetag: 19.08.1993 |
|
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
|
PCT/CH9300/209 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
|
WO 9404/411 (03.03.1994 Gazette 1994/06) |
|
| (54) |
KETTENGETRIEBE MIT VERÄNDERLICHEM ÜBERSETZUNGSVERHÄLTNIS UND ZAHNKETTE
CHAIN GEAR WITH VARIABLE TRANSMISSION RATIO AND LADDER CHAIN
ENGRENAGE A CHAINE A RAPPORT DE TRANSMISSION VARIABLE ET A CHAINE DENTEE
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE CH DE DK FR GB IT LI NL SE |
| (30) |
Priorität: |
21.08.1992 CH 2608/92
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
05.10.1994 Patentblatt 1994/40 |
| (73) |
Patentinhaber: BÄCHTIGER, Rolf |
|
CH-8966 Oberwil-Lieli (CH) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- BÄCHTIGER, Rolf
CH-8966 Oberwil-Lieli (CH)
|
| (74) |
Vertreter: Wächter, Roland |
|
Siemens Schweiz AG
Patente,
Postfach 8047 Zürich 8047 Zürich (CH) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 030 992 WO-A-93/07045 FR-A- 796 269 US-A- 4 961 719
|
EP-A- 0 185 799 DE-C- 32 784 US-A- 4 787 879
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Kettengetriebe und eine Kette nach dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1.
[0002] Zur weitgehend verschleissfreien und schlupflosen Kraftübertragung zwischen zwei
einen relativ grossen Abstand zueinander aufweisenden Wellen werden oft Kettengetriebe
verwendet. Dazu werden die Wellen mit Kettenrädern versehen, die über eine Kette miteinander
verbunden werden. Durch die Wahl der Durchmesser der verwendeten Kettenräder wird
das Übersetzungsverhältnis des Getriebes festgelegt. Kettengetriebe sind zudem robust
und kostengünstig und werden daher in verschiedensten Antriebssystemen, z. B. in Motorrädern,
Fahrrädern oder in verfahrenstechnischen Maschinen eingesetzt.
[0003] Dabei besteht meist der Bedarf, das Übersetzungsverhältnis verändern zu können. Bei
bekannten Kettenantrieben sind daher auf zumindest einer Welle mehrere Kettenräder
unterschiedlichen Durchmessers vorgesehen. Durch das Umlenken der Kette von einem
ersten zu einem zweiten Kettenrad lässt sich das Übersetzungsverhältnis bzw. das Verhältnis
der Durchmesser der über die Kette miteinander verbundenen Kettenräder daher stufenweise
verstellen. Dabei ist bekannt, dass die (Antriebs-) Kette immer genau rechtwinklig
zu beiden Wellen laufen soll und in sich nicht verdreht werden darf. Durch das in
den bekannten Kettengetrieben übliche Umlenken der Kette zwischen mehreren Kettenrädern
entstehen daher Kantenpressungen und ein starker Verschleiss in den Gelenken. Ferner
erfordert das Umlenken, das nur möglich ist, wenn die auf die Kette ausgeübte Zugkraft
stark reduziert wird, einen relativ grossen Kraftaufwand. Derartige Kettengetriebe
mit veränderbarem Übersetzungsverhältnis sind ferner zur Verwendung in automatischen
Getrieben schlecht geeignet.
[0004] Bei automatischen Kettengetrieben soll nämlich das Übersetzungsverhältnis unter ist
innerhalb kurzer Zeit selbsttätig derart ändern, dass das Antriebsdrehmoment innerhalb
vorgegebener Grenzen verbleibt. Ein Kettengetriebe mit veränderbarem Übersetzungsverhältnis
ist aus der EP-OS 0 116 731 bekannt. In diesem bekannten Getriebe, in dem das Übersetzungsverhältnis
durch die kontinuierliche Änderung des Durchmessers eines Kettenrades automatisch
verstellt wird, sind zwei miteinander verbundene äussere Platten vorgesehen, die über
eine Feder mit dem variablen Kettenrad verbunden sind. Das Kettenrad besteht aus mehreren
Zahnrädern, die je über einen Steg mit einem Endpunkt eines Sternenrades verbunden
sind. Jedes Zahnrad ist ferner beidseitig in Kanälen geführt, die in den beiden Platten
vorgesehenen sind und greift phasenweise in eine Antriebskette ein. Durch die Änderung
des über die Antriebskette auf das variable Kettenrad oder des über vorgesehene Pedalen
auf die Platten einwirkenden Drehmomentes werden die beiden Platten relativ zum Kettenrad
bzw. zum Sternrad verdreht, wodurch die Zahnräder radial innerhalb der Kanäle nach
innen oder nach aussen verschoben werden. Dadurch wird entsprechend der Drehmomentänderung
automatisch der Durchmesser des Kettenrades und proportional dazu das Übersetzungsverhältnis
geändert. (Ein ähnliches Kettengetriebe, bei dem jedoch eine manuelle Änderung des
Übersetzungsverhältnisses vorgesehen ist, ist ferner aus der EP-OS 0 130 984 bekannt.)
[0005] Nachteilig bei dem aus der EP-OS 0 116 731 bekannten Kettengetriebe bzw. Kettenrad
ist, dass von den vorhandenen sechs jeweils nur maximal vier Zahnräder gleichzeitig
in die Antriebskette eingreifen können. Da die Zahnräder ferner einen relativ kleinen
Durchmesser aufweisen, greift pro Zahnrad nur etwa ein Zahn fest in die Antriebskette
ein. Ferner ist es möglich, dass bei ungünstigem Durchmesser des Kettenrades einzelne
Zahnräder wohin die Antriebskette eingreifen, jedoch keine Zugkraft ausüben. Dies
ist insbesondere dann der Fall, wenn der Abstand der Eingriffspunkte der Zahnräder
nicht einem Vielfachen der Länge der Kettenglieder entspricht. Insgesamt wird die
Antriebskette daher jeweils von einem bis maximal vier Zähnen gezogen. Dadurch ist
es leicht möglich, dass die Antriebskette gelegentlich vom Kettenrad springt. Insbesondere
erhöht sich jedoch die Beanspruchung der in die Kette eingreifenden Zähne und der
einzelnen Kettenglieder, da die Belastung nicht mehr gleichmässig über viele Zähne
verteilt wird. Es ist daher anzunehmen, dass Verschleisserscheinungen bei diesem Kettengetriebe
relativ früh auftreten, wodurch ein erhöhter Wartungsaufwand notwendig wird. Da die
Antriebskette nur an wenigen Punkten des Kettenrades (in der Form eines Vielecks)
aufliegt, ändert ferner das auf dieses Rad übertragene Drehmoment bzw. die von diesem
Rad auf die Kette ausgeübte Zugkraft. Durch auftretende Schwingungen und Schläge ergibt
sich dabei eine Verschlechterung des Wirkungsgrades des Kettengetriebes.
[0006] Aus der EP-A-0 030 992 ist ein Getriebeglied mit veränderlichem Durchmesser bekannt,
das mit einem am Umfang angreifenden Übertragungselement zusammenwirkt. Um ein über
einen grösseren Teil des Umfangs erfolgendes formschlüssiges Kämmen mit dem Übertragungselement
sicherzustellen, ist eine am Umfang des Getriebegliedes abgestützte, flexible Zugkette
vorgesehen, deren wirksame Länge mit Hilfe eines innerhalb des Umfanges des Getriebegliedes
vorgesehenen Speichers In Abhängigkert von der Verstellung des wirksamen Durchmessers
um ein ganzzahliges Vielfaches der Zahn- bzw. Lochteilung des Zugmittels veränderbar
ist. Daraus resultiert eine stufenartige Veränderung des wirksamen Durchmessers des
Getriebegliedes, die insbesondere bei der automatischen Umschaltung des Übersetzungsverhältnisses
unter Last Probleme verursacht. Zur Verstellung im unbelasteten Zustand wird in der
EP-A-0 030 992 die Verwendung von zwei Zugketten empfohlen. Dadurch lassen sich die
zur Abstützung der Zugketten vorgesehene Stellkörper getrennt voneinander verschieben.
[0007] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Kettengetriebe zu
schaffen, dessen Übersetzungsverhältnis unter Last stufenlos änderbar ist.
[0008] Diese Aufgabe wird durch die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 angegebenen
Massnahmen gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in weiteren Ansprüchen
angegeben.
[0009] Als Zugmittel für das am Umfang des Getriebegliedes angreifende Übertragungselement
wird erfindungsgemäss eine mit Kettenzähnen versehene Zahnkette verwendet. Gemäss
der EP-A-0 030 992 ist jede Ausbildung des Zugmittels geeignet, sofern eine formschlüssige
Verbindung zwischen dem Zugmittel (Zahnkette) und dem Übertragungselement zustande
kommt. In der DE,C, 727 593, Fig. 3 ist eine derartige formschlüssige Verbindung zwischen
einem Zugmittel (Laschenkette) und einem Übertragungselement (mit Zähnen versehene
Triebkette) gezeigt. Da sich die Drehachsen der Verbindungsglieder der Laschenkette
und der Triebkette jedoch nicht decken, werden die Rollen der Laschenkette durch die
Zähne der Triebkette festgeklemmt, sobald das Kettenrad einen genügend kleinen Durchmesser
annimmt. Bei genügend grossem Durchmesser des Kettenrades liegen die Zähne der Triebkette
hingegen lose zwischen den Rollen der Laschenkette. Das in der DE,C, 727 593 gezeigte
Kettengetriebe kann daher nicht einwandfrei funktionieren. Aus der bereits früher
veröffentlichen FR-A-796 269 ist ein mit Kettengliedern versehener Zahnriemen bekannt,
der zum Ziehen einer Laschenkette vorgesehen ist. Die Drehachsen der formschlüssig
ineinandergreifenden Glieder der Laschenkette und des Zahnriemens sind deckungsgleich,
so dass das gegenseitige Verklemmen der Zähne des Zahnriemens mit den Rollen der Laschenkette
nicht auftritt. Bei dem aus der FR-A-796 269 bekannten Zahnriemen ist jedoch nur jedes
zweite Glied mit einem Zahn versehen. Dadurch tritt wiederum der aus der EP-A-0 116
731 bekannte Nachteil zutage, dass die Kraftübertragung vom Zugmittel auf das Übertragungsmittel
nicht zufriedenstellend erfolgt. Insbesondere bei kleinen Durchmessern des Kettenrades,
wenn entlang dem Umfang des Kettenrades nur wenige Glieder des Zugmittels vorhanden
sind und von den Zähnen des Zugmittels grosse Kräfte z.B. auf eine Laschenkette zu
übertragen sind, ist es notwendig, ein Zugmittel zu verwenden, bei welchem jedes Glied
mit einem Zahn versehen ist.
[0010] Durch die im Anspruch 9 angegebenen Massnahmen wird eine für das erfindungsgemässe
Kettengetriebe geeignetes Zugmittel bzw. eine Zahnkette geschaffen, die von den aus
der FR-A-796 269 oder der DE,C, 727 593 bekannten Nachteilen befreit ist. Diese erfindungsgemässe
Zahnkette ist jedoch auch für nicht stufenlos geschaltete Kettengetriebe vorteilhaft
anwendbar.
[0011] Das erfindungsgemässe Kettengetriebe weist ein Kettenrad mit veränderlichem Durchmesser
auf, bei dem eine kontinuierliche durch eine Zahnkette gebildete periphere Verzahnung
vorhanden ist. Die Antriebskette wird daher immer gleichmässig von vielen Zähnen dieser
Zahnkette erfasst und gezogen. Da die Zugkraft auf viele einzelne Kettenglieder und
Zähne verteilt ist und nicht nur von wenigen Elementen übertragen wird, ergibt sich
nur eine geringe Abnutzung dieser Teile. Das Herausspringen der Kette wird ferner
vermieden. Durch die besondere Gestaltung des variablen Kettenrades und der Zahnkette
wird eine Modulation der auf das Kettenrad einwirkenden Kräfte vermieden. Die Kraft
kann daher gleichmässig auf das angetriebene Rad übertragen werden, wodurch der Radfahrer
weniger ermüdet. Da die Rollen der Kette auf gleiche Weise wie bei einem normalen
Kettenzahnrad durch die Zähne der Verzahnungskette angetrieben werden, wird ferner
ein hoher Wirkungsgrad erreicht. Das Kettengetriebe, das einfach und kostengünstig
aufgebaut ist, erlaubt die stufenlose Veränderung des Übersetzungsverhältnisses. Die
Einstellung des gewünschten Übersetzungsverhältnisses ist zudem bei beliebiger in
der Kette vorhandener Zugkraft möglich. Die einzelnen Komponenten des Kettengetriebes
wirken dabei derart aufeinander ein, dass nur ein minimaler Materialverschleiss auftritt.
Insbesondere ergibt sich eine Erhöhung der Lebensdauer der Kettenräder und der (Antriebs-)
Kette. Die Lebensdauer der Kette wird insbesondere dadurch erhöht, dass diese niemals
Ruckweise belastet wird und immer rechtwinklig zu den getriebenen Wellen verläuft.
Die die Lebensdauer der Kette begrenzende bleibende Längung von ungefähr 3%, die durch
Recken und Abnutzung der Gelenke hervorgerufen wird, wird daher erst nach langer Betriebszeit
des Kettengetriebes erreicht. Das erfindungsgemässe Kettengetriebe eignet sich besonders
zum Einsatz als automatisches Getriebe für Motorräder und Fahrräder, bei denen im
allgemeinen nur eine stark begrenzte, vom Kettengetriebe auf das Antriebsrad zu übertragende
Antriebsleistung zur Verfügung steht und eine stetige optimale Anpassung des Übersetzungsverhältnisses
an die dauernd wechselnden Bedingungen (Steigungen, Beschleunigungen) speziell wichtig
ist. Besonders geeignet für diese Anwendungszwecke ist auch der mit dem erfindungsgemässen
Kettengetriebe realisierte Getriebe-Automat, bei dem das Übersetzungsverhältnis in
Abhängigkeit des bestehenden Lastdrehmomentes und dem zur Verfügung stehenden bzw.
dem gewünschten Antriebsdrehmoment selbsttätig eingestellt wird. Dadurch erhöht sich
der Komfort, der Wirkungsgrad und die Sicherheit im Umgang mit Geräten, die mit erfindungsgemässen
Kettengetrieben ausgerüstet sind. Zur Anpassung des Schaltverhaltens an die Wünsche
des Anwenders kann das Kettengetriebe auch als Halbautomat ausgeführt werden. Dabei
kann der Anwender z.B. das gewünschte Antriebsdrehmoment nicht nur vor, sondern vorzugsweise
auch während dem Betrieb einstellen und ändern. Es kann ferner vorgesehen sein, dass
der Schaltvorgang immer nur vom Anwender ausgelöst werden kann. D.h., falls der Anwender
das Antriebsdrehmoment bei steigender Last erhöht und das Übersetzungsverhältnis bis
zu einem bestimmten Zeitpunkt beibehalten will, kann er den Schaltvorgang beliebig
verzögern und erst bei einer ihm passenden Gelegenheit auslösen.
[0012] Das variable Kettenrad des erfindungsgemässen Kettengetriebes ist aufgrund der Verwendung
einer Zahnkette ferner auch zum Antrieb von Zahnrädern anstatt von Antriebsketten
sehr gut geeignet, was bei den oben beschriebenen Lösungen aus dem Stand der Technik
nicht möglich ist.
[0013] Die Erfindung wird nachfolgend anhand einer Zeichnung beispielsweise näher erläutert.
Dabei zeigt :
- Fig. 1
- ein mit einer Zahnkette sowie mit einer Spiralbahn- und einer Führungsbahnplatte versehenes
variables Kettenrad
- Fig. 2
- ein mit zwei variablen Kettenrädern versehenes Fahrrad
- Fig. 3
- ein mit einer Spiralfeder versehenes Kettenrad und Seitenansicht
- Fig. 4
- ein variables Kettenrad mit Rückzugsvorrichtungen für zwei Zahnketten
- Fig. 5
- eine mit mehreren Spiralbahnen und Segmenten versehene Spiralbahnplatte
- Fig. 6
- eine bevorzugte Ausgestaltung der Zahnkette
- Fig. 7
- eine bevorzugte Verbindung zwischen der Zahnkette und einem Segment
- Fig. 8
- ein variables Kettenrad mit Dämpfungs- bzw. Steuerelementen
[0014] Fig. 1 (siehe auch Fig. 3) zeigt ein Kettenrad VDR, das im wesentlichen aus einer
Spiralbahnplatte SBP und einer Führungsbahnplatte FBP besteht, die (bei der Verwendung
des Kettengetriebes als Getriebeautomat) über ein elastisches Element, z.B. die in
Fig. 3 gezeigte Spiralfeder SFR, miteinander verbunden sind. Der Spiralbahnplatte
SBP, die mit einer Antriebswelle W fest verbunden ist, ist eine Spiralbahn SB zugefügt,
deren Bahnradius proportional zu einer Drehung nach rechts abnimmt. Nebst derartigen
archimedischen Spiralen ist die Verwendung weiterer Spiralformen möglich. Z.B. können
auch Spiralbahnen SB vorgesehen sein, deren Steilheit kontinuierlich oder schrittweise
ändert. Die Spiralbahn SB kann mit der Spiralbahnplatte SBP verbunden oder vorzugsweise
in diese eingearbeitet sein. In der Führungsbahnplatte FBP sind acht Führungsbahnen
FB vorgesehen, von denen die Führungsbahn FB3 gezeigt ist. Ferner sind acht radial
ausgerichtete Segmente SE1, ..., SE8 vorgesehen, die Mittel (SN; Nse, Rse, Fse) aufweisen,
mit denen sie auf der einen Seite in die Spiralbahn SB und auf der anderen Seite in
die Führungsbahnen FB eingreifen können. Auf der Frontseite kann ein Segment SE z.B.
einen oder mehrere Nocken Nse, eine oder mehrere Rollen Rse oder einen Flügel Fse
aufweisen, mit denen in die Führungsbahnen FB eingegriffen wird. Vorzuziehen sind
Mittel (Rse), die reibungsfrei innerhalb der Führungsbahnen FB verschiebbar sind.
Auf der Rückseite der Segmente SE ist vorzugsweise nur ein Nocken SN (oder eine Rolle)
vorgesehen, der in die Spiralbahn SB eingreift. Vorzuziehen sind wiederum Mittel,
die reibungsfrei innerhalb der Spiralbahn SB verschiebbar sind. Die Segmente SE sind
in den Führungsbahnen FB in Abhängigkeit der Stellung der Spiralbahn SB stirnseitig
zwischen einem Umfang Umin und Umax verschiebbar. Die Stirnseiten der Segmente SE,
die vorzugsweise annähernd bogenförmig ausgebildet sind, werden ferner von mindestens
einer (teilweise gezeigten) Zahnkette ZK fast vollständig umschlossen, die von einem
nicht gezeigten Mechanismus (s. Fig. 4) spielfrei gehalten wird. D.h., bei einer Änderung
der Übersetzung bzw. des Durchmessers des von den Segmenten SE festgelegten Kreises,
dessen Umfang sich zwischen Umax und Umin bewegt, wird die Länge der Zahnkette ZK
entsprechend angepasst. Falls die Übersetzung nicht geändert wird, so werden alle
Glieder der Zahnkette ZK mit derselben Winkelgeschwindigkeit wie die Segmente SE um
das Zentrum des Kettenrades VDR bewegt. Die Kettenglieder KG oder die Segmente SE
weisen bevorzugt Rollen auf, mittels denen die Zahnkette ZK auf den Segmenten SE beim
Wechsel der Übersetzung abrollen und leicht nachgezogen werden kann. Durch die Zähne
ZKZ der Zahnkette ZK wird der eigentliche Zahnkranz des Kettenrades VDR gebildet,
der zum Ziehen einer Antriebskette AK oder eines Zahn- oder mit Rollen ZRR versehenen
-Rades ZR geeignet ist. Der durch die Zahnkette ZK gebildete Zahnkranz ist dabei unabhängig
von den Mitteln vorteihaft einsetzbar, durch die die Segmente SE radial bewegt werden.
Beispielsweise ist es möglich die Segmente SE durch Gestänge, Kipphebel oder Gewindestangen
zu bewegen, die beispielsweise von Zahnrädern angetrieben werden.
[0015] Das Kettenrad VDR, das, wie in Fig. 2 gezeigt, zur Anwendung in Fahrrädern gut geeignet
ist, weist folgenden Antriebsweg auf :
[0016] Von der fest mit der Spiralbahnplatte SBP verbundenen Antriebswelle W wird über die
Spiralfeder SFR (s. Fig. 3) ein Antriebsdrehmoment auf die Führungsbahnplatte FBP
übertragen. Von der Führungsbahnplatte FBP werden entsprechende Kräfte auf die in
die Führungsbahnen FB eingreifenden Rollen Rse (bzw. Nocken Nse, etc.) bzw. auf die
Segmente SE übertragen. Über die sich mit derselben Winkelgeschwindigkeit wie die
Segmente SE bewegende Zahnkette ZK wird dabei eine Zugkraft auf die Antriebskette
AK (oder ein Zahnrad) ausgeübt.
[0017] Die Segmente SE1, ..., SE8 sind bei Inbetriebnahme des Kettengetriebes radial maximal
nach aussen verschoben und stossen stirnseitig an den Kreisbogen Umax an. Die auf
die Zahnkette ZK ausgeübte Zugkraft ist in diesem Zustand daher am geringesten. Falls
diese Kraft nicht genügt, das Fahrrad (zügig) in Bewegung zu setzen, wird die Spiralbahnplatte
SBP und die Welle W relativ zur Führungsbahnplatte FBP gedreht, wodurch die Segmente
SE, die dem Lauf der Spiralbahn SB folgen, festgelegt durch die Führungsbahnen FB,
radial nach innen gezogen werden. Die Verschiebung der Segmente SE ist bei archimedischen
Spiralbahnen SB jeweils proportional zur relativen Verdrehung der Spiralbahnplatte
SBP und der Führungsbahnplatte FBP. D.h., je weiter die Spiralbahnplatte SBP der Führungshahnplatte
FBP voreilt, desto kleiner wird der Radius des durch die Segmente SE gebildeten Kreises.
Proportional zur Abnahme des Kreisradius steigt dabei die auf die Antriebskette AK
ausgeübte Zugkraft, wodurch das Fahrrad stärker beschleunigt wird. Sobald die von
der Spiralfeder SFR und der Antriebskette AK auf die Führungsbahnplatte FBP einwirkenden
Kräfte im Gleichgewicht sind, befinden sich die Spiralbahnplatte SBP und die Führungsbahnplatte
FBP im Gleichlauf. Falls z.B. nach Abschluss der Beschleunigungsphase die Gegenkraft
der Antriebskette AK abnimmt, wird die Führungsbahnplatte FBP durch die Spiralfeder
SFR nachgezogen, so dass sich die relative Verdrehung der Spiralbahnplatte SBP und
der Führungsbahnplatte FBP reduziert. Dadurch werden die Segmente SE wieder radial
nach aussen verschoben, wodurch sich das Übersetzungsverhältnis wieder erhöht. Durch
das Kettenrad VDR wird das Lastmoment daher jeweils dem gewählten über die Spiralfeder
SFR auf die Führungsbahnplatte FBP übertragenen Antriebsdrehmoment angepasst. Eine
grosse Änderung des Lastmomentes kann daher mit einer relativ kleinen Änderung des
Antriebsmomentes ausgeglichen werden.
[0018] Die Spiralfeder SFR, des in Fig. 3 in Front- und Seitenschnitt-Darstellung dargestellten
Kettenrades VDR ist einerseits über ein Verbindungselement VEW mit der Welle W sowie
der Spiralbahnplatte SBP und andererseits über eine Schraube SW mit der Führungsbahnplatte
FBP verbunden. Durch die Schraube SW wird dabei der Abstand eines mit der Spiralfeder
SFR verbundenen Endstücks MR von einem mit der Führungsbahnplatte FBP verbundenen
Element RG eingestellt. Dadurch lässt sich die Spiralfeder SFR bedarfsweise vorspannen.
D.h., die Spiralbahnplatte SBP und die Führungsbahnplatte FBP werden mit einer Vorspannkraft
relativ zueinander fixiert. Erst nach Überschreiten dieser Vorspannkraft durch Anlegen
eines entsprechend hohen Antriebsdrehmomentes wird diese Kraft überschritten und die
Spiralbahnplatte SBP relativ zur Führungshahnplatte FBP gedreht. Durch die Wahl von
Federn mit einer tieferen Federkonstante kann dabei die Kraft reduziert werden, die
benötigt wird, um die Spiralbahnplatte SBP relativ zur Führungshahnplatte FBP um einen
bestimmten Winkel zu verdrehen. D.h., das Antriebsdrehmoment muss nur geringfügig
erhöht werden, um eine starke Erhöhung des Lastmoments auszugleichen. Ferner kann
durch die Vorspannung natürlich auch festgelegt werden, in welchem Bereich das zu
erbringende Antriebsdrehmoment liegen soll. In Fig. 3 (Seitenschnitt) ist ferner der
Eingriff der Segmente SE1 und SE5 in die Führungsbahnen FB1 und FB5 der Führungsbahnplatte
FBP sowie in die Spiralbahn SB der Spiralbahnplatte SBP. Die Segmente SE1, SE5 weisen
zu diesem Zweck mit Rollen Rse versehene Nocken NFB bzw. NSB auf.
[0019] Falls der Umfang des durch die Segmente SE bestimmten Kreises, entlang dem die Zahnkette
ZK verläuft, ändert und die Zahnkette ZK spielfrei gehalten werden soll, muss der
der Umfangsänderung entsprechende Teil der Zahnkette ZK auf- oder abgewickelt werden.
Dazu ist die in Fig. 4 gezeigte Lösung geeignet, bei der zwei Zahnketten ZK1 und ZK2
mittels einem Verbindungselement VE1 bzw. VE2 lose oder fest mit dem Segment SE1 bzw.
SE4 verbunden und von einem Federelement FE1 bzw. FE2 über das Segment SE3 bzw. SE6
nach innen zurückgezogen und straff gespannt wird. Durch das Segment SE1 bzw. SE4
wird die Zahnkette ZK1 bzw. ZK2 daher im Uhrzeigersinn gezogen. Bei der bevorzugten
Verwendung von zwei oder mehrere Zahnketten ZK wird erreicht, dass eine der Zahnketten
ZK1 ; ZK2 bei jeder Umdrehung der Führungsbahnplatte FBP einmal aus dem Eingriff mit
der Antriebskette AK gelangt. Dadurch kann diese nicht mehr im Eingriff mit der Antriebskette
AK befindliche Zahnkette ZK1 oder ZK2 relativ zur Antriebskette AK verschoben werden,
wodurch ein problemloses neuerliches Ineinanderverzahnen der Antriebs und der Zahnkette
AK bzw. ZK ermöglicht wird (s. Fig. 7). Dazu sollte die Antriebskette AK nur etwa
in 1/5 bis 2/5 des von den Zahnkette (ZK) bestimmten Kreisumfangs eingreifen.
[0020] Bei der Änderung des Durchmessers des Kettenrades VDR entstehende Überlängen der
Antriebskette AK werden durch eine mit der Führungsbahnplatte FBP verbundene Umlenkrolle
UR aufgefangen, die z.B. in einer Führung URF mit konstanter Kraft nach unten gedrückt
wird. Durch die Umlenkrolle UR ist ferner vorgesehen, dass die Antriebskette AK nur
in einem vorgesehenen Winkel a in die Zahnkette ZK eingreift. Der Winkel a wird dabei
relativ Mein, z.B. 90°, gehalten, da Änderungen der Übersetzung oder zumindest das
Auf- und Abwickeln der Zahnkette ZK nicht zulässig sind, falls das frontseitige und
das rückseitige Ende der Zahnkette ZK gleichzeitig Im Eingriff mit der Antriebskette
AK sind. In Fig. 4 ist ersichtlich, dass die zweite Zahnkette ZK2 nach einer geringfügigen
weiteren Drehung des Kettenrades VDR aus dem Eingriff mit der Antriebskette AK gerät
und durch das Federelement FE2 neu positioniert werden kann.
[0021] In Fig. 5 ist eine Spiralbahnplatte SBP gezeigt, die acht Spiralbahnen SB1, ...,
SB8 aufweist, die im Vergleich zu der in Fig. 1 gezeigten Spiralbahn SB eine viel
grössere Steilheit aufweisen. Dies kann z. B. für bestimmte Spiralfedern SFR von Vorteil
sein. Natürlich können pro Spiralbahn SB auch zwei oder mehrere Segmente SE vorgesehen
sein. Vorzugsweise werden identische Segmente SE1, ..., SE8 verwendet, was zu einer
Reduktion der Produktionskosten führt. Die Segmentköpfe SK können ferner mit Schlitzen
SKS versehen sein, die annähernd parallel zur Zahnkette ZK verlaufen und in denen
ein in zwei Segmente SE eingreifender Schieber VSR vorgesehen ist, der zum Abstützen
der Zahnkette ZK zwischen den Segmenten SE vorgesehen ist. Bei der radialen Verschiebung
der Segmente SE nach innen wird dieser Schieber VSR in die entsprechenden Schlitze
SKS hineingeschoben. In Fig. 5 ist ferner ein Segment SE+ gezeigt, das eine Öffnung
SEo im Segmentkopf SK aufweist, durch die das rückseitige Ende ZKr der Zahnkette ZK
in das Innere des Kettenrades VDR gezogen werden kann. Das frontseitige Ende ZKf der
Zahnkette ZK ist in der gezeigten Ausführung mit demselben Segment SE+ fest verbunden.
Durch diese Lösung ergibt sich eine erhebliche Platzersparnis im Vergleich zu der
in Fig. 4 gezeigten Lösung.
[0022] In Fig. 6 ist ein Teil einer Zahnkette ZK dargestellt, die aus miteinander über Bolzen
VB verbundenen Kettengliedern KG1 und KG2 besteht. Jedes Kettenglied KG1, KG2 besteht
vorzugsweise aus zwei Laschen GS11, GS12 bzw. GS21, GS22, die in gleichem Abstand
einen parallel zu den Laschen GS11, GS12 bzw. GS21, GS22 vertaufenden Kettenzahn ZKZ1
bzw. ZKZ2 einschliessen und mit diesem einseitig über eine Platte PL1 bzw. PL2 verbunden
sind. Die miteinander verbundenen Laschen GS11, GS12 bzw. GS21, GS22 der Zahnkette
ZK entsprechen bezüglich der Abstände der Verbindungspunkte zumindest annähernd den
Laschen der Antriebskette AK (s. Fig. 7). Die Antriebskette AK wird daher von der
Zahnkette ZK derart aufgenommen, dass deren Zähne ZKZ1; ZKZ2 sich passend zwischen
die Rollen der Antriebskette AK einfügen. Die Rollen der Kette AK bzw. die Verbindungspunkte
der Kettenglieder liegen dabei annähernd konzentrisch zu den Bolzen VB. Die ineinandergreifenden
Teile der beiden Ketten AK und ZK weisen daher immer denselben Krümmungsradius auf.
[0023] Der Bolzen VB kann ferner über die Laschen GS11, GS12 bzw. GS21, GS22 hinausragen,
so dass er in der Führungsbahn FB und/oder der Spiralbahn SB geführt werden kann.
Das Kettenrad VDR wird dabei vorzugsweise durch zwei Spiralbahnplatten SBP gebildet,
die mit der Welle W verbunden sind und die die eingeschlossene Zahnkette ZK bzw. die
Kettenglieder KG1, KG2 beidseitig in mindestens je einer Spiralbahn SB führen. Die
Zahnkette ZK wird in diesem Fall vorzugsweise ohne zusätzliche Führungsbahnplatte
FBP direkt von einem mit der Welle W verbundenen elastischen Element, z.B. der Spiralfeder
SFR gezogen. Anstatt den Segmenten SE, wie in Fig. 3 gezeigt, würden daher die einzelnen
Kettenglieder KG1, KG2 in der Spiralbahn SB geführt und radial verschoben. Die Zahnkette
ZK wird dabei vorzugsweise ebenfalls durch ein elastisches Element (FE) gespannt.
[0024] Ferner kann um die herausragenden Teile der Bolzen auch ein Rad vorgesehen sein,
das auf den Segmenten SE abrollt. Weiterhin können Kettenglieder KG, die insbesondere
für kleinere Antriebsmomente vorgesehen sind, auch nur einseitig mit einer Lasche
GS versehen sein. Weiterhin können die Kettenglieder KG2 mit Nocken KGN versehen sein,
die bei einer maximal zulässigen gegenseitigen Verdrehung der Kettenglieder KG1 und
KG2 auf einen an den Kettengliedern KG1 vorgesehenen Anschlag KGNA auftreffen. Dadurch
wird ein Durchhängen oder eine Durchbiegung der Zahnkette ZK verhindert.
[0025] In Fig. 7 sind die ersten vier Glieder KG1, ...KG4 der Zahnkette ZK unmittelbar vor
dem Moment gezeigt, in dem sie in die Antriebskette AK eingreifen. Das erste Kettenglied
KG1 ist dabei über zwei parallel geführte Hebel PH mit einem Schieber SCH verbunden,
der in einer Ausnehmung SKF des Segmentkopfes SK geführt und über ein elastisches
Element, z.B. eine Feder ZF mit dem Segmentkopf SK verbunden ist. Durch die Feder
ZF wird der Schieber nach vorn gezogen, wodurch das erste Kettenglied KG1 vom Segmentkopf
SK abgehoben wird. Falls die Zahnkette ZK rückseitig nicht mehr im Eingriff mit der
Antriebskette ist (z.B. bei der Verwendung von zwei Zahnketten ZK) wird das abgehobene
Kettenglied KG1 durch die Antriebskette AK erfasst und in die richtige Position geführt.
Auch nach dem Wechsel des Übersetzungsverhältnisses wird dadurch ein sanftes Ineinandergreifen
der beiden Ketten AK und ZK ermöglicht. Durch die Antriebskette AK wird das erfasste
Kettenglied KG1 nach unten gedrückt, wonach der Schieber SCH bis zu einem in der Ausnehmung
SKF vorgesehenen Anschlag SKFA zurückgestossen und von diesem erfasst wird.
[0026] In Fig. 8 ist ein Kettenrad VDR gezeigt, bei dem die Führungsbahnplatte FBP und die
von der Welle W angetriebene Spiralbahnplatte SBP eng beieinander liegen, die verwendeten
Segmente SE sind durch Flügel Fse in den Führungsbahnen FB der Führungsbahnplatte
FBP geführt und greifen ferner mit einem Nocken SN in die in der Spiralbahnplatte
SBP vorgesehene Spiralbahn SB ein. Um ruckartige gegenseitige Verschiebungen der Platten
FBP und SBP zu vermeiden, sind darin Dämpfungselemente EM; VS dargestellt die vorzugsweise
alternativ verwendet werden. Z.B. kann eine viskose Schicht vorgesehen sein, die die
Platten SBP und FBP mit einander verbindet und die eine schnelle Relativbewegung der
Platten SBP und FBP verhindert. Ferner kann ein Elektromotor EM vorgesehen sein, der
mit einer der Platten (z.B. SBP) fest und mit der anderen Platte (z.B. FBP) über ein
Antriebsrad (z.B. Zahnrad EMZR) verbunden ist. Durch eine Relativbewegung beider Platten
SBP und FBP wird der Elektromotor EM daher über das Zahnrad EMZR in Bewegung gesetzt.
Durch die entsprechende Beschaltung des Elektromotors EM kann die Relativbewegung
der Platten nahezu beliebig gedämpft werden. Durch einen Kurzschluss des Elektromotors
EM über eine Diode kann z.B. vorgesehen sein, dass eine relative Vorwärtsbewegung
der Spiralbahnplatte SBP gedämpft und eine relative Rückwärtsbewegung der Spiralbahnplatte
SBP ungedämpft verläuft. Verschiedene Beschaltungen (Zuschaltung von Spannungsquellen
mit entsprechender, vorzugsweise variabler Grösse und Polarität, Kurzschlusswicklungen,
Widerständen und/oder Dioden) sind durch den Fahrer dabei vorzugsweise manuell z.B.
über einen Schalter SR einstellbar. Durch das Anlegen einer Spannung an die Wicklungen
des Elektromotors kann eine Relativbewegung der Platten FBP und SBP dabei gezielt
herbeigeführt oder zumindest unterstützt werden. Der Elektromotor EM wird in diesem
Fall als Steuerelement eingesetzt. Ferner kann vorgesehen sein, dass über das gezeigte
Zahnrad EMZR eine Betätigung eines hydraulischen Dämpfers bewirkt wird.
1. Kettengetriebe mit einem von einer Antriebswelle (W) angetriebenen Kettenrad (VDR),
das einen variablen Umfang aufweist, der durch wenigstens zwei radial verschiebbare
Segmente (SE) bestimmt wird, die von wenigstens zwei zum Ziehen einer Antriebskette
(AK) vorgesehenen Zahnketten (ZK1, ZK2) umschlossen sind, die gespannt gehalten werden,
dass dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebskette (AK) nur soweit in den Umfang des Kettenrades (VDR) eingreift,
dass sich jede der Zahnketten (ZK1, ZK2) während jeder Umdrehung des Kettenrades (VDR)
zeitweilig vollständig von der Antriebskette (AK) löst, dass das erste Kettenglied
(KG1 bzw. KG2) jeder Zahnkette (ZK1, ZK2) über ein erstes elastisches Element (ZF)
mit einem zugehörigen Segment (SE) verbunden und entlang dem Umfang des Kettenrades
(VDR) zumindest soweit verschiebbar ist, bis die jeweils von der Antriebskette (AK)
gelöste Zahnkette (ZK1 oder ZK2) wieder in die Antriebskette (AK) eingreifen kann
und dass jede der Zahnketten (ZK1; ZK2) durch ein zweites elastisches Element (FE1;
FE2), welches das Ende der gehaltenen Zahnkette (ZK1; ZK2) in das Innere des Kettenrades
hineinzieht, gespannt gehalten wird.
2. Kettengetriebe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der gewünschte Eingriff der Antriebskette (AK) in den Umfang des Kettenrades
(VDR) eingestellt wird, indem die Antriebskette (AK) über eine entsprechend positionierte
Umlenkrolle (UR) zu einem weiteren Kettenrad (VDR) oder einem festen Zahnrad geführt
wird.
3. Kettengetriebe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten und/oder die zweiten elastischen Elemente (ZF; FE1, FE2) Federelemente
sind.
4. Kettengetriebe nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten elastischen Elemente (ZF) bis zu einem im Segment (SE) vorgesehenen
Anschlag (SKFA) dehnbar sind, nach dessen Erreichen die Zahnkette (ZK1; ZK2) synchron
zum Kettenrad (VDR) dreht.
5. Kettengetriebe nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Kettenglied (KG1 bzw. KG2) jeder Zahnkette (ZK1; ZK2) über wenigstens
zwei Hebel (PH) mit einem Schieber (SCH) verbunden ist, der mit einem ersten elastischen
Element (ZF) gekoppelt und, begrenzt durch den Anschlag (SKFA), verschiebbar im Segment
(SE) gelagert ist.
6. Kettengetriebe nach einem der Ansprüche 1 - 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Welle (W) mit einer zumindest eine Spiralbahn (SB) aufweisenden Spiralbahnplatte
(SBP) verbunden ist, die relativ zu einer zumindest eine Führungsbahn (FB) aufweisenden
Führungsbahnplatte (FBP) drehbar ist und dass die Segmente (SE) in der Spiralbahn
(SB) und der Führungsbahn (FB) verschiebbar gelagert sind.
7. Kettengetriebe nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass Spiralbahnplatte (SBP) und die Führungsbahnplatte (FBP) über ein drittes elastisches
Element (SFR) miteinander verbunden sind.
8. Kettengetriebe nach einem der Ansprüche Anspruch 1 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass das das von der Welle (W) angetriebene bzw. das die Welle (W) antreibende Kettenrad
(VDR) derart mit Dämpfungselementen versehen ist, dass starke Änderungen der auf das
Kettenrad (VDR) einwirkenden Drehmomente nicht zu sprunghaften Änderungen des Durchmessers
des Kettenrades (VDR) führen.
9. Kettengetriebe nach einem der Ansprüche Anspruch 1 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Zahnketten (ZK1, ZK2) erste und zweite alternierend angeordnete und drehbar
miteinander verbundene Kettenglieder (KG1 bzw. KG2) aufweist, deren Laschen (GS11;
GS12 bzw. GS21; GS22) verbunden mit einer Basisplatte (PL1 bzw. PL2) ein U-Profil
bilden, wobei die mit einem Kettenzahn (ZKZ1 bzw. ZKZ2) versehene Basisplatte (PL1
bzw. PL2) und die auf jeder Seite durch Bolzen (VB1; VB2) miteinander verbundenen
Laschen (GS11; GS12 bzw. GS21; GS22) derart bemessen sind, dass jedes Kettenglied
(KG1 bzw. KG2) ein Glied der Rollenkette derart aufnehmen kann, dass dessen Rollen
beim Aufliegen auf den Flanken des Kettenzahnes (ZKZ1 bzw. ZKZ2) zumindest annähernd
konzentrisch zu den Bolzen (VB1, VB2) angeordnet sind.
10. Kettengetriebe nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Laschen (GS11, GS12 bzw. GS21, GS22) derart ausgestaltet sind, dass deren
Unterseite mit der daran anschliessenden Basisplatte (PL1 bzw. PL2) kürzer ist als
der Abstand zwischen den für die Durchführung der Bolzen (VB1, VB2) vorgesehenen Öffnungen.
1. Chain drive having a chain wheel (VDR) driven by a drive shaft (W), which chain wheel
has a variable circumference, which is determined by at least two radially displaceable
segments (SE), which are enclosed by at least two toothed chains (ZK1, ZK2) provided
in order to pull a driving chain (AK), which toothed chains are held under tension,
characterized in that the driving chain (AK) only engages so far into the circumference
of the chain wheel (VDR) that each of the toothed chains (ZK1, ZK2) is temporarily
completely released from the driving chain (AK) during each revolution of the chain
wheel (VDR), in that the first chain link (KG1 or KG2) of each toothed chain (ZK1,
ZK2) is connected by way of a first elastic element (ZF) to an associated segment
(SE) and is displaceable along the circumference of the chain wheel (VDR) at least
until the toothed chain (ZK1 or ZK2), in each case released from the driving chain
(AK), can again engage into the driving chain (AK), and in that each of the toothed
chains (ZK1; ZK2) is held under tension by a second elastic element (FE1; FE2) which
pulls the end of the supported toothed chain (ZK1; ZK2) into the inside of the chain
wheel.
2. Chain drive according to claim 1, characterized in that the desired engagement of
the driving chain (AK) into the circumference of the chain wheel (VDR) is adjusted
in that the driving chain (AK) is guided by way of an appropriately positioned deflection
roller (UR) to another chain wheel (VDR) or a fixed gearwheel.
3. Chain drive according to claim 1 or 2, characterized in that the first and/or the
second elastic elements (ZF; FE1, FE2) are spring elements.
4. Chain drive according to claim 1, 2 or 3, characterized in that the first elastic
elements (ZF) are extendable up to a stop (SKFA) provided in the segment (SE), and
after the stop is reached the toothed chain (ZK1; ZK2) rotates synchronously with
the chain wheel (VDR).
5. Chain drive according to claim 4, characterized in that the first chain link (KG1
or KG2) of each toothed chain (ZK1; ZK2) is connected by way of at least two levers
(PH) to a slide (SCH) which is coupled to a first elastic element (ZF) and, limited
by the stop (SKFA), is displaceably mounted in the segment (SE).
6. Chain drive according to one of claims 1 to 5, characterized in that the shaft (W)
is connected to a spiral-way plate (SBP) having at least one spiral-way (SB), the
spiral-way plate being rotatable relative to a guideway plate (FBP) having at least
one guideway (FB), and in that the segments (SE) in the spiral-way (SB) and the guideway
(FB) are displaceably mounted.
7. Chain drive according to claim 6, characterized in that the spiral-way plate (SBP)
and the guideway plate (FBP) are connected to each other by way of a third elastic
element (SFR).
8. Chain drive according to one of claims 1 or 7, characterized in that the chain wheel
(VDR) which is driven by the shaft (W) or which drives the shaft (W) is provided with
damping elements so that large changes of the torques acting on the chain wheel (VDR)
do not lead to sudden changes of the diameter of the chain wheel (VDR).
9. Chain drive according to one of claims 1 or 7, characterized in that the toothed chains
(ZK1, ZK2) have first and second chain links (KG1 and KG2) which are arranged alternately
and are rotatably connected to each other, the clips (GS11; GS12 and GS21; GS22) of
which, connected to a base plate (PL1 and PL2), form a U-section, with the base plate
(PL1 and PL2) which is provided with a sprocket (ZKZ1 and ZKZ2), and the clips (GS11;
GS12 and GS21; GS22) which are connected to each other on each side by bolts (VB1;
VB2) being dimensioned in such a way that each chain link (KG1 and KG2) can take up
a link of the roller chain in such a way that its rollers, when resting on the edges
of the sprocket (ZKZ1 and ZKZ2) are arranged at least approximately concentrically
with respect to the bolts (VB1, VB2).
10. Chain drive according to claim 9, characterized in that the clips (GS11, GS12 and
GS21, GS22) are constructed in such a way that their underside with the base plate
(PL1 and PL2) connected thereto is shorter than the distance between the openings
provided for leading the bolts (VB1, VB2) through.
1. Transmission par chaîne, comprenant une roue (VDR) à chaîne, entraînée par un arbre
(W) d'entraînement et dotée d'une circonférence variable qui est déterminée par au
moins deux segments (SE) radialement coulissants qui sont entourés par au moins deux
chaînes (ZK1, ZK2) dentées, prévues pour tirer une chaîne (AK) d'entraînement et maintenues
tendues, caractérisée en ce que la chaîne (AK) d'entraînement s'engage dans la circonférence de la roue
(VDR) à chaîne seulement suffisamment pour que chacune des chaînes (ZK1, ZK2) dentées,
au cours de chaque révolution de la roue (VDR) à chaîne, se dégage temporairement
totalement de la chaîne (AK) d'entraînement, en ce que le premier maillon (KG1 ou
KG2) de chaque chaîne (ZK1 ZK2) dentée est relié par l'intermédiaire d'un premier
élément (ZF) élastique à un segment (SE) associé et peut être coulissé, le long de
la circonférence de la roue (VDR) à chaîne, au moins suffisamment pour que la chaîne
(ZK1, ZK2) dentée respectivement dégagée de la chaîne (AK) d'entraînement puisse s'engager
à nouveau dans la chaîne (AK) d'entraînement, et en ce que chacune des chaînes (ZK1,
ZK2) dentées est maintenue tendue par un second élément (FE1, FE2) élastique, qui
tire à l'intérieur de la roue à chaîne l'extrémité de la chaîne (ZK1, ZK2) dentée
maintenue.
2. Transmission par chaîne suivant la revendication 1, caractérisée en ce que l'engagement souhaité de la chaîne (AK) d'entraînement dans la circonférence
de la roue (VDR) à chaîne est réglé par le fait que la chaîne (AK) d'entraînement
est guidée vers une autre roue (VDR) à chaîne, ou vers une roue dentée fixe, par l'intermédiaire
d'un galet (UR) de renvoi positionné en conséquence.
3. Transmission par chaîne suivant la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que les premiers et/ou les seconds éléments (ZF ; FE1, FE2) élastiques sont
des éléments de ressort.
4. Transmission par chaîne suivant la revendication 1, 2 ou 3, caractérisée en ce que les premiers éléments (ZF) élastiques sont extensibles jusqu'à une butée
(SKFA) prévue dans le segment (SE), la chaîne (ZK1, ZK2) dentée tournant en synchronisme
avec la roue (VDR) à chaîne une fois que cette butée est atteinte.
5. Transmission par chaîne suivant la revendication 4, caractérisée en ce que le premier maillon (KG1 ou KG2) de chaque chaîne (ZK1, ZK2) dentée est
relié par l'intermédiaire d'au moins deux leviers (PH) à un coulisseau (SCH), qui
est coupé à un premier élément (ZF) élastique et est monté dans le segment (SE) avec
possibilité de coulissement, limité par la butée (SKFA).
6. Transmission par chaîne suivant l'une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que l'arbre (W) est relié à une plaque (SBP) de voie spirale, pourvue d'au
moins une voie (SB) spirale et rotative par rapport à une plaque (FBP) de voie de
guidage pourvue d'au moins une voie (FB) de guidage, et en ce que les segments (SE)
sont montés à coulissement dans la voie (SB) spirale et la voie (FB) de guidage.
7. Transmission par chaîne suivant la revendication 6, caracterisée en ce que la plaque (SBP) de voie spirale et la plaque (FBP) de voie de guidage sont
mutuellement reliées par l'intermédiaire d'un troisième élément (SFR) élastique.
8. Transmission par chaîne suivant la revendication 1 ou 7, caractérisée en ce que la roue (VDR) à chaîne, entraînée par l'arbre (W) ou, selon le cas, entraînant
l'arbre (W), est dotée d'éléments d'amortissement de telle sorte que des fortes modifications
des couples de rotation agissant sur la roue (VDR) à chaîne n'engendrent pas de brusques
modifications du diamètre de la roue (VDR) à chaîne.
9. Transmission par chaîne suivant la revendication 1 ou 7, caractérisée en ce que la chaîne (ZK1, ZK2) dentée comporte des premiers et seconds maillons (KG1,
KG2) disposés en alternance et reliés entre eux à rotation, maillons dont les attaches
(GS11, GS12 ou GS21, GS22) forment un profil en U en étant assemblées à une plaque
(PL1 ou PL2) de base, la plaque (PL1 ou PL2) de base, pourvue d'une dent (ZKZ1 ou
ZKZ2) de chaîne, et les attaches (GS11, GS12 ou GS21, GS22), mutuellement reliées
de chaque côté par des tourillons (VB1, VB2), étant dimensionnées de telle façon que
chaque maillon (KG1, KG2) peut recevoir un maillon de la chaîne à rouleaux de telle
sorte que les rouleaux de cette dernière sont, lorsqu'ils reposent sur les flancs
de la dent (ZKZ1 ou ZKZ2) de chaîne, disposés au moins approximativement concentriquement
aux tourillons (VB1, VB2).
10. Transmission par chaîne suivant la revendication 9, caractérisée en ce que les attaches (GS11, GS12 ou GS21, GS22) sont configurées de telle sorte
que leur côté inférieur avec la plaque (PL1 ou PL2) qui s'y raccorde, est plus court
que la distance entre les ouvertures prévues pour le passage des tourillons (VB1,
VB2).