[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Herstellen von tragbaren,
rohrartigen Paketen, aus je mindestens einem Druckereiprodukt, insbesondere einer
Zeitung oder Zeitschrift, und einem Halteelement, gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
[0002] Eine Einrichtung, die die Merkmale des Oberbegriffs des Anspruchs 1 aufweist, ist
aus der US-A-4,748,793 bekannt. Sie weist einen um seine Längsachse drehbaren Wellenstummel
auf, von dem in axialer Richtung zwei Finger abstehen. Die Längsachsen der Finger
befinden sich zusammen mit der mittig zwischen ihnen verlaufenden horizontalen Drehachse
in einer Achsenebene. Im Stillstand verläuft diese in vertikaler Richtung, so dass
das zu verarbeitende Druckereiprodukt in etwa horizontaler Richtung von Hand zwischen
die Finger eingeführt werden kann. Dabei wird das Druckereiprodukt, eine Zeitung,
mit seinem den Falz gegenüberliegenden Rand an einen zur Längsachse parallelen Anschlag
in Anlage gebracht, so dass auf der anderen Seite der Achsenebene das Druckereiprodukt
mit einem schmalen Randbereich über die Finger vorsteht. Unterhalb der Finger ist
ein Gegenelement angeordnet, das parallel zur Drehachse verlaufende Andrückwalzen
aufweist. Zum Rollen des Druckereiprodukts werden die Finger um die Drehachse gedreht,
so dass nach einer halben Umdrehung das Druckereiprodukt um den einen, dem Gegenelement
zugewandten Finger gebogen ist und mit seinem, dem Falz zugewandten Endbereich flach
auf der Oberseite des dem Anschlag zugewandten Teils des Druckereiprodukts anliegt.
Beim Weiterdrehen werden nun diese beiden aneinanderanliegenden Produktebereiche um
den anderen Finger gebogen und dann der verbleibende Teil des Druckereiproduktes beim
Weiterdrehen der Finger aufgerollt. Oberhalb der Finger befindet sich eine Liefereinrichtung
zum Zuführen eines folienartigen Halteelementes. Diese weist einen schwenkbar gelagerten
Speisearm auf, der den Randabschnitt einer ab einer Vorratsrolle abgewickelten Folienbahn
von oben in den Spalt zwischen den einander zugewandten Teilen des bereits teilweise
gerollten Druckereiprodukts einführt. Die Folienbahn wird dann zusammen mit dem Druckereiprodukt
aufgerollt, wobei über ein Tänzerrollenpaar eine gewünschte Zugspannung in der Folie
aufgebaut und aufrechterhalten wird. Nachdem die Zeitung fertiggerollt ist, wird die
Rolle mit der Folienbahn weiter umwickelt und beim Zurückschwenken des Speisearms
wird mittels eines Heizdrahtes die Folienbahn durchtrennt, so dass der aufgerollte
Endabschnitt eine Hülle für das Druckereiprodukt bildet. Zum Trennen des fertigen
Paketes von den Fingern werden die Andrückwalzen, die die Zeitung beim Rollen gegen
die Finger drücken, vom Paket weggeschwenkt und dieses vom Wickeldorn in axialer Richtung
von Hand abgezogen. Diese bekannte Einrichtung verlangt Handbedienung und eine erhebliche
Zeit zum Herstellen des Paketes.
[0003] Eine Einrichtung zum Aufrollen von in Schuppenformation anfallenden Druckereiprodukten
und Umwickeln der aufgerollten Druckereiprodukte mit einem folienartigen Halteelement
zu einem tragbaren Paket, ist aus der EP-A-0 313 781 und der entsprechenden US-A-4,909,015
bekannt. Mittels eines Bandförderers werden die Druckereiprodukte in Schuppenformation
einer Wickelstelle zugeführt, wo sie mittels eines umschlingenden Bandes auf einen
Wickeldorn aufgewickelt werden. Von unten mündet eine Liefereinrichtung für die Folienbahn
in den Zuführweg der Druckereiprodukte. Von einer drehbar abgestützten Vorratsrolle
verläuft die Folienbahn um eine ortsfeste Umlenkwalze zu einer im Start/Stopp-Betrieb
angetriebenen Förderwalze. Zwischen dieser und dem Zuführweg der Druckereiprodukte
befindet sich ein dauernd umlaufend angetriebenes Förderband, an welchem die Folienbahn
bereichsweise anliegt, um diese zu Spannen und unter Zugspannung zu halten. Weiter
liegt an der Folienbahn zwischen der Vorratsrolle und der Umlenkwalze eine Gewichtswalze
an, um die Folienbahn gespannt zu halten. Beim Zuführen der Druckereiprodukte zum
Wickeldorn wird dem Endbereich der Schuppenformation die Folienbahn mit im wesentlichen
gleicher Geschwindigkeit wie die Fördergeschwindigkeit mitgegeben, indem die Förderwalze
mit dem Antrieb verbunden wird. Ein Heizdraht durchtrennt dann die Folienbahn, so
dass der abgetrennte Abschnitt nach dem Aufrollen um die aufgewickelten Druckereiprodukte
diese umhüllt, um das Paket zusammenzuhalten und gegen Umwelteinflüsse zu schützen.
Das fertige Paket wird dann mittels eines Ausstossers ab dem Wickeldorn gestossen.
Diese bekannte Einrichtung ist zum Aufrollen von in Schuppenformation anfallenden
Druckereiprodukten ausgebildet.
[0004] Weitere Vorrichtungen zum Aufwickeln von in Schuppenformation anfallenden Druckereiprodukten
und Umhüllen der aufgerollten Druckereiprodukte mit einem Halteelement zu tragbaren
Paketen, sind aus der EP-A-0 474 999 bzw. der entsprechenden US-A-5,101,610 und der
EP-A-0 243 906 bzw. der entsprechenden US-A-Nr. 4,811,548 bekannt.
[0005] Eine Einrichtung zum Aufrollen eines einzelnen Druckereiprodukts zusammen mit einem
folienartigen Halteelement zu einem rohrartigen tragbaren Paket, ist in der älteren
EP-A-0 568 844 beschrieben. Diese weist einen geschlitzten Wickeldorn auf, so dass
die dadurch gebildeten Finger unwesentlich weiter voneinander entfernt sind als die
Dicke des aufzuwickelnden Druckereiproduktes. Dieses wird mittels Bandförderer in
horizontaler Richtung zwischen die Finger eingefahren, wobei dem Druckereiprodukt
ein Abschnitt einer Folienbahn mitgegeben wird, welche die Vorlaufkante des Druckereiproduktes
umgreift und über die nachlaufende Kante vorsteht. Das Druckereiprodukt wird soweit
in den Spalt eingeführt, dass die Vorlaufkante etwa beim Spaltende liegt. Der Wickeldorn
liegt auf einer Bandförderanordnung auf, welche beim Drehen des Wickeldorns als Gegenelement
wirkt und das Druckereiprodukt um den einen Finger biegt und dann beim Rollen an die
Aussenseite des Wickeldorns andrückt. Sobald der über die Nachlaufkante des Druckereiproduktes
vorstehende Abschnitt des Halteelements aufgewickelt ist, wird der Wickeldorn in axialer
Richtung aus dem so gebildeten Paket ausgefahren und das Paket weggefördert, indem
die Bandförderanordnung weiter angetrieben ist und eine auf dem Paket anliegende bändchenförderartige
Andrückeinrichtung stillgesetzt wird.
[0006] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine gattungsgemässe Einrichtung zu schaffen,
die für den automatischen Betrieb geeignet ist und eine grosse Verarbeitungskapazität
aufweist.
[0007] Diese Aufgabe wird mit einer Einrichtung gelöst, die die Merkmale im Anspruch 1 aufweist.
[0008] Die Einrichtung gemäss vorliegender Erfindung eignet sich insbesondere zum Verarbeiten
von Zeitungen oder Zeitschriften, die einzelweise oder in wenigen Exemplaren versandtbereit
verpackt werden. Sie ist zum Verarbeiten von einzelnen, vielblättrigen dicken Druckereiprodukten
besonders geeignet. Sie eignet sich aber auch zum Verarbeiten von einzelnen dünneren
Druckereiprodukten oder einigen deckungsgleich aufeinanderliegenden, dünnen Druckereiprodukten.
Die Druckereiprodukte werden einzelweise oder deckungsgleich aufeinanderliegend mittels
einer Fördereinrichtung zwischen zwei Finger eingeführt, so dass sie etwa symmetrisch
zur Drehachse angeordnet sind. Zwei einander bezüglich der Drehachse etwa gegenüberliegende
Gegenelemente wirken mit den Fingern beim Drehen der Finger und Gegenelemente relativ
zueinander zusammen, um jede Hälfte des Druckereiprodukts um einen der Finger zu biegen.
Durch diese Massnanme sind nur wenige Umdrehungen der Finger notwendig, um das Druckereiprodukt
in die rohrartige Form zu bringen. Vorzugsweise sind dabei die Finger soweit voneinander
beabstandet, dass das in die rohrartige Form gebrachte Druckereiprodukt in etwa einen
S-förmigen Querschnitt aufweist. Um das Druckereiprodukt in der rohrartigen Form zu
behalten, wird am Druckereiprodukt ein Halteelement angebracht. Es kann sich dabei
um ein folienartiges Hüllelement handeln, das das Druckereiprodukt umfangsseitig vollständig
umgibt, um es auch gegen Umwelteinflüsse zu schützen. Es ist aber auch möglich, das
in die rohrartige Form gebrachte Druckereiprodukt zu umschnüren oder zu umgreifen.
[0009] Besonders bevorzugte Ausbildungsformen der erfindungsgemässen Einrichtung sind in
den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0010] Die Ansprüche 9 bis 11 betreffen eine Ausbildungsform der erfindungsgemässen Einrichtung
mit einer besonders geeigneten Liefereinrichtung für ein folienartiges Halteelement,
das mit einer bestimmten Geschwindigkeit gefördert und dann mit grösserer Geschwindigkeit
nachgezogen wird.
[0011] Die vorliegende Erfindung wird nun anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
näher beschrieben. Es zeigen rein schematisch:
- Fig. 1
- in Ansicht eine Vorrichtung zum Verarbeiten von Druckereiprodukten mit einer Einrichtung
zum Herstellen von tragbaren rohrartigen Paketen und einer Einrichtung zum Bilden
von Bündeln aus mehrerer dieser Pakete;
- Fig. 2
- in Seitenansicht und weiter vereinfacht die Einrichtung gemäss Fig. 1;
- Fig. 3
- bezüglich Fig. 1 vergrössert und teilweise geschnitten die Einrichtung zum Herstellen
der tragbaren, rohrartigen Pakete;
- Fig. 4
- in Seitenansicht und teilweise geschnitten die Antriebseinrichtung zum Verschieben
der Finger in axialer Richtung;
- Fig. 5
- in Draufsicht und teilweise geschnitten einen Teil der Einrichtung gemäss Fig. 4;
- Fig. 6 bis 8
- den in der Fig. 5 mit VI bezeichnete Bereich vergrössert, zu verschiedenen Zeitpunkten
eines Arbeitszyklus;
- Fig. 9 bis 16
- stark vereinfacht die Einrichtung gemäss Fig. 3 zu acht verschiedenen Zeitpunkten
eines Arbeitszyklus;
- Fig. 17
- in perspektivischer Darstellung das mit der Einrichtung gemäss Fig. 3 bis 16 hergestellte
Paket;
- Fig. 18
- in perspektivischer Darstellung einen Teil eines Druckereiprodukts und des Halteelementes,
das seitlich über das Druckereiprodukt vorsteht; und
- Fig. 19 und 20
- in Ansicht, teilweise geschnitten und bezüglich Fig. 1 vergrössert die Liefereinrichtung
für das folienartige Halteelement, wobei Fig. 19 den oberen und Fig. 20 den unteren
Teil zeigt.
[0012] Die Fig. 1 und 2 zeigen eine in einem Maschinengestell 10 angeordnete Paketherstelleinrichtung
12, welche aus mittels einer Fördereinrichtung 14 zugeführten Druckereiprodukten 16
und von einer Liefereinrichtung 18 angelieferten, folienartigen Halteelementen tragbare,
rohrartige Pakete 20 bildet.
[0013] Unterhalb der Paketherstelleinrichtung 12 ist ein erster Stapelschacht 22 einer Stapeleinrichtung
angeordnet, in den die Pakete 20 von der Paketherstelleinrichtung 12 fallengelassen
werden. Unterhalb dem ersten Stapelschacht 22 befindet sich ein zweiter Stapelschacht
24, dem die im ersten Stapelschacht 22 gesammelten Pakete 20 übergeben werden. Dem
zweiten Stapelschacht 24 ist ein Ausstosser 26 zugeordnet, mittels welchem die Pakete
20 aus dem zweiten Stapelschacht 24 gestossen und einer Umbänderungseinrichtung 28
zugeführt werden. Diese legt ein Band 30 um die Pakete 20, so dass diese zusammen
mit dem Band 30 ein stabiles, zum Transport geeignetes und einfach handhabbares Bündel
32 bilden.
[0014] Die Paketherstelleinrichtung 12 wird weiter unten näher beschrieben. Für den Moment
genügt es zu wissen, dass mit ihr einzelne Druckereiprodukte 16 oder einige deckungsgleich
aufeinanderliegende Druckereiprodukte 16 S-förmig gefaltet und mit einem folienartigen
Halteelement 34 zu einem tragbaren, rohrartigen Paket 20 umhüllt werden, wie dies
Fig. 17 zeigt. Die Paketherstelleinrichtung 12 gibt derartige Pakete 20 nacheinander
aus und lässt sie von oben in den ersten Stapelschacht 22 fallen, wobei die Längserstreckung
aller Pakete 20 in gleicher Richtung verläuft,
[0015] Der erste Stapelschacht 22 ist durch zwei gabelartige Stapelschachtwände 36 begrenzt,
die an ihrem oberen Ende um Horizontalachsen 38 schwenkbar gelagert sind. Die Horizontalachsen
38 verlaufen parallel zueinander und in Richtung der Längserstreckung der von der
Paketherstelleinrichtung 12 gelieferten Pakete 20. Die die Stapelschachtwände 36 bildenden
Zinken 36' sind am unteren Ende der Stapelschachtwand 36 je in Richtung gegen die
andere Stapelschachtwand 36 gebogen, so dass sie gleichzeitig den Boden 40 des ersten
Stapelschachtes 22 bilden. Die Zinken 36' sind mittels eines Zylinder-Kolbenaggregates
42 aus einer in der Fig. 1 mit ausgezogenen Linien angedeuteten Stapelstellung 44
um die Horizontalachsen 38 voneinander weg in eine strichpunktiert angedeutete Entleerstellung
44' verschwenkbar. In Stapelstellung 44' ist der erste Stapelschacht 22 unten durch
die den Boden 40 bildenden Teile der Zinken 36' verschlossen, wogegen in Offenstellung
44' der erste Stapelschacht 22 unten offen ist und die freien Enden der Zinken 36'
sich in etwa über den Stapelschachtwänden 46 des zweiten Stapelschachtes 24 befinden.
Diese Stapelschachtwände 46 und der Boden 48 des zweiten Stapelschachtes 24 sind durch
ortsfeste Bleche oder durch Rollenbahnen gebildet. Im Fall von Rollenbannen verlaufen
die Rollen rechtwinklig zur Längserstreckung der Pakete 20. Die im zweiten Stapelschacht
24 gestapelten Pakete 20 werden mittels des in Pfeilrichtung 26' (Fig. 2), beispielsweise
mittels eines Kolbenzylinderaggregates angetriebenen Ausstossers 26 aus dem zweiten
Stapelschacht 24 ausgestossen und der Umbänderungseinrichtung 28 zugeführt. Diese
weist der besseren Uebersichtlichkeit halber nicht gezeigte, mit den Stapelschachtwänden
26 und dem Boden 48 fluchtende Stützelemente auf, um die noch nicht umbänderten gestapelten
Pakete 20 zusammenzuhalten. Die Umbändorungseinrichtung 28 ist allgemein bekannter
Bauart und legt um die Pakete 20 das Band 30. Die Bündel 32 werden mittels allgemein
bekannter Fördermittel zur Weiterverarbeitung von der Umbänderungseinrichtung 28 weggefördert.
[0016] Die Funktionsweise ist wie folgt: Bei in Stapelstellung 44 verschwenkten Zinken 36'
werden die mit hoher Frequenz anfallenden Pakete 20 im ersten Stapelschacht 22 gestapelt.
Befinden sich eine vorbestimmte Anzahl Pakete 20 im ersten Stapelschacht 22 werden
die Zinken 36' mittels des Zylinder-Kolbenaggregates 42 in die Entleerstellung 44'
überführt, wodurch die Pakete 20 in den zweiten Stapelschacht 24 fallen. Dies benötigt
nur kurze Zeit und die Zinken 36' werden sofort wieder in die Stapelstellung 44 zurückverschwenkt,
so dass die nachfolgend anfallenden Pakete 22 wiederum im ersten Stapelschacht 22
gestapelt werden. Sobald wiederum eine bestimmte Anzahl Pakete 20 im ersten Stapelschacht
22 vorhanden sind, wird dieser wieder in gleicher Art und Weise in den zweiten Stapelschacht
24 entleert. Während nun die nachfolgenden angelieferten Pakete 20 im ersten Stapelschacht
22 gestapelt werden, wird der zweite Stapelschacht 24 mittels des Ausstossers 26 entleert.
Ist der Ausstosser 26 in seine in der Fig. 2 gezeigte Ausgangsstellung zurückgezogen,
kann nun der erste Stapelschacht 22 wieder in den zweiten Stapelschacht 24 entleert
werden. Durch das Uebereinanderanordnen von zwei Stapelschächten 22,24 steht somit
genügend Zeit zur Verfügung, den unteren zweiten Stapelschacht 24 zu entleeren, ohne
dass dabei die Herstellung der Pakete 20 unterbrochen werden muss. Weiter kann die
Fallhöhe der Pakete 20 auf ein Minimum reduziert werden, so dass sie beim Fallen und
Stapeln ihre Ausrichtung nicht verlieren. Eine hohe zuverlässige Verarbeitungsgeschwindigkeit
ist dadurch gewährleistet.
[0017] Es ist selbstverständlich auch denkbar, die Umbänderungseinrichtung 28 durch eine
allgemein bekannte Umschnürungseinrichtung zu ersetzen. Es wäre auch möglich, die
gestapelten Pakete 20 wiederum mit einer Folie zu umhüllen. Es wäre auch denkbar,
die Stapelschachtwände 36 fest anzuordnen und den Boden 40 durch Schieberplatten zu
bilden.
[0018] Anhand der Fig. 3 bis 8 wird nun die Paketherstelleinrichtung 12 näher beschrieben.
Zwei Fingerpaare 50 sind an einander gegenüberliegenden Seiten eines Schachtes 52
an je einem am Maschinengestell 10 drehbar gelagerten Lagerteil 54 angeordnet. Die
Längsachsen 56',56'' aller vier Finger 56 verlaufen parallel zur Drehachse 54' der
Lagerteile 54 und liegen zusammen mit dieser in einer Achsenebene 58. Die beiden Finger
56 der Fingerpaare 50 sind symmetrisch zur Drehachse 54' angeordnet und begrenzen
eine spaltartige Oeffnung, in die das zu verarbeitende Druckereiprodukt 16 einführbar
ist.
[0019] Die stabartigen Finger 56 durchgreifen den betreffenden Lagerteil 54, sind an diesem
in axialer Richtung verschiebbar, in Drehrichtung aber mitnahmefest gelagert. Die
Lagerteile 54 sind über einen Zahnriementrieb 60 mit einem Servomotor 62 verbunden.
Auf der dem Schacht 52 abgewandten Seite der Lagerteile 54 sind die Finger 56 an einem
Mitnahmeteil 64 befestigt, der frei drehbar in axialer Richtung aber mitnahmefest
mit einer Verschiebevorrichtung 66 verbunden ist. Diese dient dazu, die Finger 56
in Richtung der Drehachse 54' aus dem Schacht 52 herauszuziehen und wieder in diesen
hineinzustossen. Das Herausziehen der Finger 56 aus dem Schacht 52 erfolgt mit grosser
Geschwindigkeit. Zur Abbremsung dieser Bewegung ist auf der dem Schacht 52 abgewandten
Seite des Mitnahmeteils 64 eine Bremseinrichtung 68 angeordnet, die zwei in Richtung
der Drehachse 54' hintereinander angeordnete Federn 70,70' aufweist. Diese stützen
sich mit ihren einander zugewandten Enden an einem Mitnahmeelement 72 ab, das auf
einem Mitnahmeschaft 74 fest sitzt. Die erste Feder 70 weist gegenüber der zweiten
Feder 70' eine steilere Federcharakteristik auf und ist auf der dem Mitnahmeteil 64
zugewandten Seite des Mitnahmeelements 72 angeordnet. Auf dem Mitnahmeschaft 74 sitzt
frei beweglich ein Anschlagkörper 76, an dem sich die erste Feder 70 abstützt und
der mit dem Mitnahmeteil 64 zum Zusammenwirken bestimmt ist. Die zweite Feder 70'
stützt sich mit ihrem vom Mitnahmeelement 72 entfernten Ende an einem ebenfalls auf
dem Mitnahmeschaft 74 ebenfalls freibeweglich sitzenden Stützkörper 78 ab, der seinerseits
am Maschinengestell 10 frei drehbar in Richtung der Drehachse 54' aber fest abgestützt
ist.
[0020] Der Mitnahmeschaft 74 durchdringt den Mitnahmeteil 64, greift in eine Oeffnung im
Lagerteil 54 ein und trägt am diesseitigen Ende eine Mitnahmeplatte 80, an der Kunststoffhülsen
82 befestigt sind, die von den Fingern 56 ihrerseits durchgriffen sind. Die Kunststoffhülsen
82 sind im Lagerteil 54 in Richtung der Drehachse 54' verschiebbar gelagert, wobei
die Kunststoffhülsen 82 in ihrer in den Fig. 5,6 und 7 gezeigten Arbeitsstellung in
das Innere des Schachtes 52 vorstehen und in ihrer in der Fig. 8 gezeigten Rückzugstellung
in das Lagerteil 54 zurückgezogen sind.
[0021] Weiter ist am Mitnahmeteil 64 ein Signalkörper 84, beispielsweise ein Magnet oder
ein in radialer Richtung vorstehender Keil befestigt, der mit einem am Maschinengestell
10 angeordneten Sensor 86 zusammenwirkt, um an eine nicht gezeigte Steuerung ein Signal
abzugeben, wenn die Achsenebene 58 in horizontaler Richtung verläuft (vergleiche Fig.
3).
[0022] Die Verschiebevorrichtung 66 weist, wie dies insbesondere aus den Fig. 3 und 4 ersichtlich
ist, zwei je an einem Führungsschaft 88 gelagerte Schlitten 90 auf, wovon der eine
mit dem oberen und der andere mit dem unteren Trum eines endlosen Antriebsriemens
92 fest verbunden ist. Der um Umlenkrollen 94 geführte Antriebsriemen ist mit einem
reversierbaren Servomotor 96 verbunden. Der obere und untere Trum verlaufen parallel
zu den übereinander angeordneten Führungsschäften 88 und treiben die Schlitten 90
somit in entgegengesetzten Richtungen an. Die beiden Schlitten 90 sind je über eine
Mitnahmestange 98 mit einem Zwischenschlitten 100 verbunden, der auf einem mit dem
betreffenden Führungsschaft 88 gleichachsig angeordneten weiteren Führungsschaft 102
sitzt. Dieser ist in Richtung der Drehachse gesehen ausserhalb des Schachtes 52 angeordnet.
Die Zwischenschlitten 100 sind je über ein rechtwinklig zur Drehachse 54' verlaufendes
Verbindungselement 104 mit einem an einem dritten Führungsschaft 106 gelagerten Führungsschlitten
108 verbunden, von dem seinerseits eine Mitnahmetraverse 110 absteht, mit welcher
der Mitnahmeteil 64 verbunden ist.
[0023] Der Drehantrieb der Finger 56 erfolgt somit vom Servomotor 62 über den Zahnriementrieb
60 und den Lagerteil 54, der die Finger 56 drehfest mitnimmt. Um die Finger 56 in
den Schacht 54 einzufahren, treibt der reversierbare Servomotor 96 den Antriebsriemen
92 im Gegenuhrzeigersinn an (Fig. 4). Dadurch werden die Schlitten 90 aus ihrer mit
ausgezogenen Linien gezeigten Trennstellung in Richtung der Pfeile 90' in die strichpunktiert
angedeutete Aktivstellung verschoben. Dadurch werden auch die Finger 56 aus ihrer
in der Fig. 8 gezeigten Trennstellung ausserhalb des Schachtes 52 in die in den Fig.
4 und 6 angedeutete Aktivstellung innerhalb des Schachtes 52 verbracht. Zum Zurückziehen
der Finger 56 in die Trennstellung wird der reversierbare Servomotor 96 im Uhrzeigersinn
angetrieben. Dabei werden vorerst nur die Finger 56 entgegen der Pfeilrichtung 90'
zurückgezogen, bis sie die in der Fig. 7 gezeigte Stellung erreichen. In dieser Stellung
schlägt auch der Mitnahmeteil 64 am Anschlagkörper 76 an. Beim Weiterbewegen werden
die Federn 70,70' zusammengedrückt, wobei infolge der unterschiedlichen Federkonstante
die Feder 70' stärker komprimiert wird. Dies hat die Mitnahme des Mitnahmeelementes
72 und des Mitnahmeschaftes 74 zur Folge. Dieser wiederum zieht die Kunststoffhülsen
82 zurück in das Innere des Lagerteils 54, wie dies Fig. 8 zeigt. In Trennstellung
stehen somit weder die Finger 56 noch die Kunststoffhülsen 82 in den Schacht 52 vor.
Die Bremseinrichtung 68 bremst somit die in Richtung der Drehachse 54' bewegte Masse
ab und steuert gleichzeitig die Kunststoffhülsen 82. Beim Zurückverschieben der Finger
56 in die Aktivstellung werden auch die Kunststoffhülsen 82 entsprechend der Verlängerung
der Feder 70' in Richtung gegen den Schacht 52 verschoben.
[0024] Der Schacht 52 ist beidseitig der Drehachse 54' durch Schachtwände 112 begrenzt.
Diese sind je durch vier endlose Riemen 114 aus elastischem Material gebildet, wie
dies auch aus Fig. 4 hervorgeht. Auf der in der Fig. 3 rechts der Drehachse 54' gelegenen
Seite, ist weiter ein elastischer Förderriemen 116 vorgesehen, der in axialer Richtung
zwischen den beiden mittleren der vier Riemen 114 angeordnet ist. Sind die Finger
56 in ihre Aktivstellung in den Schacht 52 eingefahren, sind sie soweit voneinander
beabstandet, dass sie in axialer Richtung je über die entsprechenden zwei Riemen 114
vorstehen, aber ausserhalb des Bereichs des Förderriemens 116 enden. Am eingangsseitigen
oberen Ende und ausgangsseitigen unteren Ende des Schachtes 52 sind die der rechten
Schachtwand 112 zugeordneten Riemen und der Förderriemen 116 je um gleichachsig gelagerte
Rollen 118 umgelenkt, wobei eingangsseitig die dem Förderriemen 116 zugeordnete Rolle
118' im Durchmesser grösser ist als die den Riemen 114 zugeordneten Rollen 118. Die
die ausgangsseitigen Rollen 118 tragende Welle 120 ist an einem Schlittenteil 122
gelagert, der mittels eines Zylinder-Kolbenaggregates 124 in horizontaler Richtung
rechtwinklig zur Drehachse 54' in Richtung des Pfeiles 124' aus der in ausgezogenen
Linien dargestellten Faltstellung in die strichpunktiert angedeutete Auswurfstellung
zurückziehbar ist. Um ein Verkanten des Schlittenteils 122 zu verhindern, sitzen auf
der Welle 120 beiderends drehfest Zahnräder 126, die mit ortsfest am Maschinengestell
10 befestigten Zahnstangen 126' kämmen. Auf der dem Schacht 52 abgewandten Seite sind
die Riemen 114, von der Welle 120 her gesehen, S-förmig um entsprechende Walzen 128
umgelenkt und verlaufen von dort zurück zu den eingangsseitigen Rollen 118. Der Förderriemen
116 ist ebenfalls S-artig umgelenkt, wobei er aber, von der Welle 120 her gesehen,
zwischen der ersten und dritten Walze 128 eine Antriebsrolle 130 umgreift. Diese ist,
wie strichpunktiert angedeutet, mit einem Antriebsmotor 132 verbunden und im Gegenuhrzeigersinn
über einen Freilauf angetrieben.
[0025] In ähnlicher Art und Weise sind die die linke Schachtwand 112 bildenden Riemen 114
eingangs- und ausgangsseitig des Schachtes 52 um Rollen 118 umgelenkt. Die die ausgangsseitigen
Rollen 118 tragende Welle 120' ist in gleicher Art und Weise wie die Welle 120 an
einem zweiten Schlittenteil 122 gelagert. Dieser ist auf denselben beidseitig und
ausserhalb des Schachtes 52 verlaufenden Führungschienen 133 gelagert, wie der rechts
der Drehachse 54' angeordnete andere Schlittenteil 122. Auch auf der Welle 120' sitzen
beiderends Zahnräder 126, die mit entsprechenden Zahnstangen 126' kämmen, um ein Verkanten
des Schlittenteils 122 zu verhindern, wenn dieser mittels des Zylinder-Kolbenaggregates
124'' aus der in ausgezogenen Linien dargestellten Faltstellung in die strichpunktiert
angedeutete Auswurfstellung und wieder zurück verschoben wird. Von der Welle 120'
gesehen, sind die Riemen 114 wiederum S-förmig um Walzen 128 geführt, wobei die ersten
und dritten Walzen 128, sowie die eingangsseitigen Rollen 118 an Wellen 134 gelagert
sind, die an einem Schlittenelement 136 abgestützt sind. Dieses ist entlang seitlichen
Führungsschienen 133' in horizontaler Richtung rechtwinklig zur Drehachse 54' mittels
eines nicht gezeigten Zylinder-Kolbenaggregates verschiebbar. In ausgezogenen Linien
ist das Schlittenelement 136 in Andrückstellung gezeigt, in welcher eine auf der eingangsseitigen
Welle 134 sitzende, frei drehbar gelagerte Andrückwalze 138 am Förderriemen 116 bzw.
an einem Druckereiprodukt anliegt. Der Durchmesser der Andrückwalze 138 ist dabei
grösser als der Durchmesser der Rollen 118. Strichpunktiert ist das Schlittenelement
136 in zurückgezogener Einführstellung gezeigt, in welcher die Andrückwalze 138 vom
Förderriemen 116 beabstandet ist. Ein Verkanten des Schlittenelementes 136 wird auch
hier dadurch verhindert, dass auf einer der Wellen 134 beiderends Zahnräder 126 sitzen,
die wiederum mit Zahnstangen 126' kämmen. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt,
dass die Riemen 114 und die Andrückwalze 138 frei drehbar gelagert sind.
[0026] Die Fördereinrichtung 14 ist als Bandförderer ausgebildet, wobei miteinander zusammenwirkende
Förderbänder 140 einen Förderspalt 142 begrenzen, in den die in horizontaler Richtung
und Förderrichtung F zugeführten Druckereiprodukte 16 einlaufen und in eine mit dem
Schacht 52 fluchtende und im wesentlichen in vertikaler Richtung verlaufende Einführebene
142 umgelenkt werden. Wird mittels im Bereich der Fördereinrichtung 14 angeordneten
Sensorelementen 144 ein Druckereiprodukt 16 erkannt, dessen Vorlaufkante 146 nicht
rechtwinklig zur Förderrichtung F verläuft, werden die auslaufseitigen Förderbänder
140 der Fördereinrichtung 14 aus der mit ausgezogenen Linien gezeigten Betriebsstellung
mittels des Zylinder-Kolbenaggregates 148 in eine strichpunktiert angedeutete Umleitstellung
verschwenkt, in welcher das betreffende Druckereiprodukt 16 auf ein Ablenkblech 150
ausgeworfen wird, um es so auszuschleusen. Die Druckereiprodukte 16, deren Vorlaufkanten
146 rechtwinklig zur Förderrichtung F verlaufen, werden mittels der Fördereinrichtung
14 von oben in den Schacht 52 eingeführt.
[0027] Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass die Fördereinrichtung 14, wie mit strichpunktierten
Linien angedeutet, ebenfalls vom Antriebsmotor 132 her angetrieben ist.
[0028] Zwischen dem ausgangsseitigen Ende der Fördereinrichtung 14 und dem oberen eingangsseitigen
Ende des Schachtes 52 mündet die Liefereinrichtung 18 in den Bewegungspfad der Druckereiprodukte
16. Diese weist ein in Zuführrichtung Z und mit einer Geschwindigkeit v
2, die grösser ist als die Fördergeschwindigkeit v
1 der Fördereinrichtung 14, umlaufend angetriebenes Zuführband 152 auf. Dieses ist
ausgangsseitig um eine Umlenkwalze 154 geführt, so dass das Zuführband 152 dem Bewegungspfad
der Druckereiprodukte 16 tangiert. Die eingangsseitige Umlenkwalze 154' ist ebenfalls
mit dem Antriebsmotor 132 verbunden. Der obere Trum des Zuführbandes 152 gleitet über
ein Stützblech 156 und oberhalb des Zuführbandes 152 ist eine Andrückrolle 158 gelagert,
um die auf dem oberen Trum des Zuführbandes 152 anliegende Folienbann 160 gegen das
Zuführband 152 zu drücken.
[0029] Dem Zuführband 152 ist eine über eine nicht sichtbare Kupplungs-/Bremseinheit mit
dem Antriebsmotor 132 verbundene erste Förderwalze 164 vorgeschaltet, siehe auch Fig.
19. Diese Kupplungs-/Bremseinheit wird von einer pneumatischen Zylinder-Kolbeneinheit
162 über ein in Fig. 19 gestrichelt dargestelltes Gestänge geschaltet. Die Folienbahn
160 verläuft von einer Umlenkwalze 166 etwa tangential über die erste Förderwalze
164 zum Zuführband 152. Mit der ersten Förderwalze 164 wirkt eine mittels eines Steuerelements
168 liftbare Andrückwalze 170 zusammen, um die Folienbähn 160 gesteuert an die erste
Förderwalze 164 anzupressen.
[0030] Wie Fig. 20 zeigt, wird die Folienbahn 160 ab einer drehbar gelagerten Vorratsrolle
172 abgewickelt. Von dieser verläuft die Folienbahn 160 etwa in vertikaler Richtung
nach oben zu einer Umlenkwalze 174, von wo sie schlaufenartig in Richtung schräg nach
unten zu einer ersten Laufwalze 176 verläuft. Von dort ist die Folienbahn 160 zu einer
zweiten Förderwalze 178 geführt, die sie um etwa 180° umgreift. Zwischen dieser zweiten
Förderwalze 178 und der Umlenkwalze 166 umgreift die Folienbahn 160 schlaufenartig
eine zweite Laufwalze 180. Die beiden Laufwalzen 176,180 sind in vertikalen Führungsorganen
182 frei verschiebbar gelagert und je mit Federn 184 verbunden, die eine flache Federcharakteristik
aufweisen, um die Folienbahn 160 mit etwa konstanter Kraft zu spannen. Weiter sind
die Laufwalzen 176,180 beiderends an Laschen 186 angelenkt, die andernends mit dem
freien Ende eines Hebels 190 verbunden sind, wobei die Hebel 190 ihrerseits drehfest
auf entsprechenden Wellen 192,192' sitzen. Dadurch wird ein Verkanten der Laufwalzen
176,180 verhindert. Mit der Welle 192' wirkt ein Lagesensor 194 zusammen, der an die
Steuerung ein Signal abgibt, wenn sich die zweite Laufwalze 180 im unteren Endbereich
des betreffenden Führungsorgans 182 befindet. Die Steuerung sorgt für die Verbindung
der zweiten Förderwalze 178 über eine Kupplungs-/Bremseinheit mit dem Antriebsmotor
132, wenn der Lagesensor 194 kein Signal abgibt. Die Kupplungs-/Bremseinheit wird
von einer pneumatischen Zylinder-Kolbeneinheit 196 über ein in Fig. 19 gestrichelt
dargestelltes Gestänge geschaltet. Dadurch ist sichergestellt, dass die der zweiten
Laufwalze 180 zugeordnete Vorratsschlaufe der Folienbann 160 automatisch immer nachgespeist
wird. Die Folienbahn 160 wird mittels einer weiteren Andrückwalze 170' dauernd an
die zweite Förderwalze 178 angedrückt. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass
die mit der Folienbann 160 zusammenwirkenden Walzen eine Oberfläche aufweisen, die
das Haften der selbsthaftenden Folienbann 160 an den Walzen verhindert.
[0031] Zwischen der Einmündung der Liefereinrichtung 18 in den Bewegungspfad der Druckereiprodukte
16 und dem Schacht 52 ist eine mittels eines Zylinder-Kolbenaggregats 198 betätigbare
Schneideinrichtung 200 angeordnet, um den jeweils ein Halteelement 34 bildende Abschnitt
der Folienbahn 160 von dieser abzutrennen. Das im Querschnitt U-förmige Gegenmesser
der Schneideinrichtung 200 (Fig. 3) ist mit dem Schlittenelement 136 verschiebbar.
[0032] Schlussendlich sind mit 202 Sensororgane bezeichnet, um beim Einführen des zu verarbeitenden
Druckereiproduktes 16 in den Schacht 52 die Lage der Vorlaufkante 146 zu erkennen.
Weiter sind unterhalb des Schachtes 52 weitere Sensororgane 204 vorhanden, die ein
Signal an die Steuerung abgeben, wenn die Längserstreckung des Paketes 20 beim Herausfallen
aus dem Schacht 52 nicht mehr in etwa horizontaler Richtung verlaufen sollte.
[0033] Die Fig. 9 bis 16 zeigen den Bereich des Schachtes 52 der Paketherstelleinrichtung
12 stark vereinfacht. Es sind dieselben Bezugzeichen wie in den anderen Figuren benützt.
Zum Einführen eines Druckereiproduktes 16 in den Schacht 52 wird das Schlittenelement
136 in die in der Fig. 3 strichpunktiert angedeutete Einführstellung zurückgezogen.
Das bei der Einmündung der Liefereinrichtung 18 angeordnete Sensororgan 202 erzeugt
ein Signal beim Vorbeilaufen der Vorlaufkante 146, wonach nach einer kurzen Verzögerungszeit
das Schlittenelement 136 in die Anpressstellung verschoben wird. Dadurch drückt die
Andrückwalze 138 das Druckereiprodukt 16 an den ebenfalls mit der Fördergeschwindigkeit
v
1 angetriebenen Förderriemen 116. Das Druckereiprodukt 16 ist somit immer gehalten,
auch wenn es die Fördereinrichtung 14 verlassen hat. Die Schlittenteile 122 befinden
sich in Faltstellung, wobei der Abstand der Rollen 118 am unteren Ende des Schachtes
52 grösser ist als die Dicke des zu verarbeitenden Druckereiproduktes 16, so dass
dieses sich durch den betreffenden Spalt frei bewegen kann. Das Druckereiprodukt läuft
zwischen die stillstehenden Finger 56 ein, wobei die Achsenebene 58 rechtwinklig zur
etwa senkrechten Einführebene 142 verläuft. Das beim Schacht 52 angeordnete Sensororgan
202 gibt ebenfalls an die Steuerung ein Signal ab, um die Position des Druckereiproduktes
16 beim Einführen zu kontrollieren. Da die Steuerung die Fördergeschwindigkeit v
1, die Dimension des Druckereiproduktes 16 und die Zeit kennt, zu welcher die Vorlaufkante
146 bei den Sensororganen 202 durchläuft, schaltet sie den Servomotor 62 zum Drehen
der Finger 56 um die Drehachse 54' ein, sobald das Druckereiprodukt 16 eine zur Drehachse
54' etwa symmetrische Lage erreicht hat (Fig. 9). In dieser Lage verläuft somit die
Achsenebene mittig durch das Druckereiprodukt 16. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt,
dass beim Einführen eines Druckereiproduktes 16 die Fingerpaare 50 sich in Aktivstellung
befinden, so dass die Riemen 114 bezüglich der Drehachse 54' auf der Aussenseite der
Finger 56 an diesen anliegen. Der Förderriemen 116 liegt nicht an den Fingern 56 an.
[0034] Sobald das Druckereiprodukt 16 zu etwa zwei Dritteln bei der Einmündung der Liefereinrichtung
18 vorbeigelaufen ist, wird die erste Förderwalze 164 über die Kupplungs-/Bremseinheit
mit dem Antriebsmotor 132 verbunden, wodurch nun der Bereich der Folienbahn 160 zwischen
deren freiem Ende bei der Schneideinrichtung 200 und der zweiten Laufwalze 180 äusserst
schnell auf die Fördergeschwindigkeit v
1 beschleunigt und so der vorlaufende Endbereich dem Druckereiprodukt 16 mitgegeben
wird. Nachdem das freie Ende der Folienbahn 160 in den Schacht 52 eingelaufen ist,
wird die Andrückwalze 170 angehoben, so dass die Folienbahn 160 beim Falten des Druckereiproduktes
16 und Aufwickeln um das gefaltete Druckereiprodukt 16 mit höherer Geschwindigkeit,
unbeeinflusst von der ersten Förderwalze 164 nachgezogen werden kann.
[0035] Die Fig. 10 bis 16 zeigen die Lage der Finger 56, ausgehend von der Fig. 9 nach jeweils
einer Drehung um 90° im Uhrzeigersinn um die Drehachse 54'. Wie dies die Fig. 10 und
11 zeigen, durchgreift der in der Fig. 9 oberhalb der Drehachse 54' angeordnete Teil
des Druckereiproduktes 16 nun den Spalt, der durch den nun oberhalb bzw. rechts der
Drehachse 54', zur besseren Erkennung schraffiert angedeuteten Fingern 56 und dem
Förderriemen 116 und den Riemen 114 rechts der Drehachse 54' begrenzt ist, wodurch
dieser Produkteteil durch das Einwirken der genannten elastischen Riemen 114,116 um
den betreffenden Finger 56 gebogen wird. In gleicher Art und Weise durchgreift der
andere Produkteteil den Spalt zwischen dem anderen, in den Fig. 9 bis 16 nicht schraffiert
gezeichneten Finger und den Riemen 114 links der Drehachse 54'. Dieser Produkteteil
wird in gleicher Art und Weise um den betreffenden Finger 56 gebogen. Ein Luftstrahl
206 sorgt dafür, dass beim Biegen des Druckereiproduktes um den schraffiert gezeigten
Finger 56 das freie Ende der Folienbähn 160 an der aussenliegenden Seite des Druckereiproduktes
16 haften bleibt. Etwa gleichzeitig mit dem Drehbeginn der Finger 56 wird das Schlittenelement
136 in die Einführstellung zurückgezogen, da beim Falten des Druckereiprodukts 16
die rechts und die links des Schachtes 52 angeordneten Riemen 114,116 in Gegenuhrzeigersinn
umlaufen. Die freie Lagerung der Riemen 114 sowie der Antrieb des Förderriemens 116
über einen Freilauf gewährleisten nun, dass sich diese Riemen 114,116 mit gleicher
Geschwindigkeit bewegen können wie der an ihnen anliegende Teil des Druckereiproduktes
16. Weiter ist zu beachten, dass die Folienbahn 160 mit keinem der Finger 56 in Berührung
kommt.
[0036] Wie Fig. 12 zeigt, ist das Druckereiprodukt 16 nach ca. einer Dreiviertelumdrehung
der Finger 56 bereits S-förmig gefaltet und in die rohrartige Form gebracht. Ein Weiterdrehen
der Finger 56 ist aber notwendig, um den Abschnitt der Folienbann 160 soweit auf das
gefaltete Druckereiprodukt 16 aufzuwickeln, dass dieses vollständig umhüllt ist.
[0037] Wie Fig. 13 zeigt, trennt die Schneideinrichtung 200 den das Halteelement 34 bildende
Abschnitt von der Folienbahn 160 ab, sobald diese um eine entsprechende Länge nachgezogen
ist. Im vorliegenden Fall nach etwa einer Drehung der Finger 56 um etwa 360°. Beim
Weiterdrehen der Finger 56 wird nun auch der verbleibende Teil des Halteelementes
34 um das Druckereiprodukt 16 gewickelt und mittels der Riemen 114 und dem Förderriemen
116 an dieses angedrückt (vergleiche Fig. 14 und 15).
[0038] Sobald das Halteelement 34 das Druckereiprodukt 16 vollständig umhüllt, nach ca.
eindreiviertel Umdrehungen der Finger 56, werden die Kolben-Zylinderaggregate 124,124''
aktiviert, um die Schlittenteile 122 in die Auswurfstellung zurückzuziehen. Der Verlauf
des Förderriemens 116 und der Riemen 114 ist in der Fig. 16 strichpunktiert angedeutet;
diese liegen dann am gebildeten Paket 20 nicht mehr an. Zum Trennen der Finger 56
vom Paket 20 wird der reversierbare Servomotor 96 im Uhrzeigersinn angetrieben (Fig.
4), um die Finger 56 mit hoher Geschwindigkeit in Richtung der Drehachse 54' aus dem
Bereich des Schachtes 52 in die Trennstellung zurückzuziehen (Fig. 8). Das Paket 20
fällt nun in den ersten Stapelschacht 22. Der Servomotor 96 wird sofort wieder reversiert,
um die Finger 56 in ihre Aktivstellung zurückzubringen. Weiter wurde der Servomotor
62 sofort abgeschaltet, sobald das Halteelement 34 vollständig aufgewickelt war und
die Achsenebene 58 in horizontaler Richtung verläuft. Sobald die Finger die Aktivstellung
erreicht haben, verschieben die Kolben-Zylinderaggregate 124,124'' die Schlittenteile
122 wieder in die Faltstellung. Es kann nun das nächste Druckereiprodukt 16 in den
Schacht 52 eingeführt werden. Die vorstehend nacheinander beschriebenen Abläufe können
sich zeitlich ganz oder teilweise überlappen.
[0039] Fig. 17 zeigt ein Paket 20 mit dem S-förmig gefalteten Druckereiprodukt 16 und dem
folienartigen Halteelement 34. In Längserstreckung des rohrartigen Paketes 20 gesehen,
hat das Halteelement 34 die gleiche Abmessung wie das Druckereiprodukt 16. Um dieses
aber besser schützen zu können, ist es auch möglich, zum Bilden des Halteelementes
34 eine Folienbahn 160 zu verwenden, die breiter ist als die entsprechende Dimension
des Druckereiproduktes 16, wie dies in der Fig. 18 angedeutet ist. Die Folienbahn
160 steht dabei beidseitig über das Druckereiprodukt 16 vor. Da die Folienbahn 160
unter Zugspannung gehalten ist, hat nun der seitlich über das Druckereiprodukt 16
vorstehende Teil beim und nach dem Aufwickeln die Tendenz, sich in radialer Richtung
gegen Innen zu biegen. In diesem Fall verhindern die Kunststoffhülsen 82, dass das
Halteelement 34 die Finger 56 berühren und sich an diesen festkleben kann.
[0040] Beim Vorschieben der Folienbahn 160 mit grosser Geschwindigkeit wird vorerst, unter
Anheben der zweiten Laufwalze 180, die betreffende Vorratsschlaufe verkürzt, in der
Fig. 19 strichpunktiert angedeutet. Sobald nun der Lagesensor 194 dies erkennt, wird
die zweite Förderwalze 178 angetrieben, um die genannte Vorratsschlaufe wieder zu
vergrössern. Dadurch wird die erste Laufwalze 176 angehoben (in der Fig. 20 strichpunktiert
angedeutet). Die betreffende Feder 184 sorgt nun aber dafür, dass von der Vorratsrolle
172 Folie nachgezogen und abgewickelt wird. Einerseits sorgen die Federn 184 dafür,
dass die Folienbähn 160 immer gespannt ist und andererseits verhindern sie beim schnellen
Beschleunigen und Fördern der Folienbahn 160 Ueberbeanspruchungen.
[0041] Im gezeigten Beispiel sind die Finger 56 soweit voneinander beabstandet, dass das
Druckereiprodukt 16 im wesentlichen nur S-förmig gefaltet wird. Bei in Förderrichtung
gesehen längeren Druckereiprodukten 16 oder bei näher beieinander angeordneten Fingern
56 ist es auch möglich, dass die ausserhalb der S-förmigen Faltung noch verbleibenden
Teile der Druckereiprodukte aufgewickelt werden. Da aber das Druckereiprodukt 16 in
etwa symmetrisch zur Drehachse 54' positioniert wurde, wird zum Verbringen der Druckereiprodukte
16 in die rohrartige Form immer eine minimale Anzahl von Umdrehungen der Finger 56
benötigt.
[0042] Es ist auch denkbar, jeweils nur einen der beiden Schlittenteile 122 in die Auswurfstellung
zu verbringen. Dadurch kann ein gleichmässiges Auffüllen des ersten Stapelschachtes
22 erzielt werden.
[0043] Ergänzend sei erwähnt, dass durch das symmetrische, S-förmige Falten des Druckereiprodukts
16 der Verzug des Druckereiproduktes 16 infolge seiner Dicke verkleinert und sogar
ganz ausgeglichen wird. Dies bedeutet auch, dass bei Druckereiprodukten 16, deren
Vorlaufkante 146 durch eine Falzkante gebildet wird, beim beschriebenen Falten keine
gegenseitige Verschiebung der Blätter des Produktes an der der Falzkante gegenüberliegenden
offenen Seitenkante auftritt.
[0044] Vorteilhafterweise werden die gefalteten, gebundenen oder geklebten Druckereifertigprodukte
mit dem Falz bzw. dem Klebrand voraus in den Schacht 51 eingeführt.
1. Einrichtung zum Herstellen von tragbaren, rohrartigen Paketen (20) aus je mindestens
einem Druckereiprodukt (16), insbesondere einer Zeitung oder Zeitschrift, und einem
das Druckereiprodukt zusammenhaltenden Halteelement (34), mit zwei Fingern (56), deren
Längsachsen (56') parallel zu einer zwischen ihnen verlaufenden Drehachse (54') sind
und die zusammen mit dieser etwa in einer Achsenebene (58) angeordnet sind, zwischen
die das zu verarbeitende Druckereiprodukt (16) im wesentlichen in einer quer zur Achsenebene
(58) verlaufenden Einführebene (142) einführbar ist, einem bezüglich der Drehachse
(54') ausserhalb der Finger (56) angeordneten Gegenelement (112), das dazu bestimmt
ist, nach dem Einführen des Druckereiprodukts (16) beim Drehen der Finger (56) und
des Gegenelements (112) relativ zueinander um die Drehachse (54'), mit dem jeweils
sich vorbeibewegenden Finger (56) einen Spalt zu begrenzen, durch den das Druckereiprodukt
(16) hindurchverläuft und so das Druckereiprodukt (16) um die Finger (56) zu biegen
und in die rohrartige Form zu bringen, und Mitteln (18) zum Zuführen und Anbringen
des das Druckereiprodukt (16) in der rohrartigen Form zusammenhaltenden Halteelements
(34), gekennzeichnet durch eine Fördereinrichtung (14) die dazu bestimmt ist, das
Druckereiprodukt (16) zwischen die Finger (56) einzuführen, Mittel zum Positionieren
des Druckereiprodukts (16) etwa symmetrisch zur Drehachse (54') und zwei bezüglich
der Drehachse (54') etwa einander gegenüberliegende Gegenelemente (112), die je mit
einem der Finger (56') einen Spalt bilden, um den auf der einen Seite der Achsenebene
(58) angeordneten Teil des Druckereiprodukts (16) um den einen Finger (56) und den
anderen Teil um den andern Finger (56'') zu biegen, wobei die Finger (56) in einem
Schacht (52) angeordnet sind dessen Schachtwände die Gegenelemente (112), bieden,
die mit den Fingern (56) zusammenwirken, und die durch elastische oder nachgebbar
gespannte, rechtwinklig zur Drehachse (54') verlaufende Riemen (114, 116) gebildet
sind, die in Richtung rechtwinklig zur Drehachse (54') gesehen, an beiden Schachtenden
um Umlenkwalzen (118, 118') geführt sind und die ausgangsseitig des Schachtes (52)
angeordneten Umlenkwalzen (118) zum Herausleiten des Paketes (20) aus dem Schacht
(52) voneinander wegbewegbar sind.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Förderrichtung (F) der
Fördereinrichtung (14) zum Einführen des Druckereiprodukts (16) zwischen die Finger
(56) rechtwinklig zur Drehachse (54') verläuft.
3. Einrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch zwei koaxiale, in Richtung der Drehachse
(54') beabstandete Fingerpaare (50), zwischen die das Druckereiprodukt (16) einführbar
ist, und die zum Trennen vom in die rohrartige Form gebrachten Druckereiprodukt (16)
in axialer Richtung auseinanderfahrbar sind.
4. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehachse
(54') in horizontaler Richtung verläuft und die Fördereinrichtung (14) dazu ausgebildet
ist, die Druckereiprodukte (16) von oben zwischen die Finger (56) einzuführen.
5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die ausgangsseitig
des Schachtes (52) angeordneten Umlenkwalzen (118) zum Herausleiten des Paketes (20)
aus dem Schacht (52) mindestens soweit voneinander beabstandet sind, dass das Druckereiprodukt
lose zwischen diesen durchführbar ist.
6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Fördereinrichtung
(14) ein in Förderrichtung (F) umlaufend angetriebenes, an beiden Schachtenden um
Umlenkrollen (118,118') geführtes Förderband (116) aufweist, das eingangsseitig des
Schachtes (52) mit einem, vorzugsweise walzenartigen Andrückelement (138) zusammenwirkt,
um mit diesem einen Förderspalt für das Druckereiprodukt (16) zu bilden.
7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass zum Einführen der Vorlaufkante
(146) des Druckereiprodukts (16) zwischen das Förderband (116) und das Andrückelement
(138), diese voneinanderwegbewegbar sind.
8. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement
(34) ein Abschnitt einer Folienbann (160) aus Kunststoff ist und die Mittel (18) zum
Zuführen des Halteelements (34) eine in den Förderweg des Druckereiproduktes (16)
einmündende Liefereinrichtung aufweist, die den Anfang des Halteelements (34) der
nachlaufenden Hälfte des Druckereiproduktes (16) mit etwa der Fördergeschwindigkeit
(v1) der Fördereinrichtung (14) mitgibt.
9. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, gekennzeichnet durch eine Fördereinrichtung
(14) zum Zuführen des Druckereiprodukts (16) zum Schacht (52) und eine in die Bewegungsbahn
des Druckereiprodukts (16) einmündende Liefereinrichtung (18) für das von einem Abschnitt
einer von einer Vorratsrolle (172) abgewickelten Folienbahn (160) aus Kunststoff gebildete
Halteelement (34) mit einer Lageranordnung für die Vorratsrolle (172), einer im Start/Stop-Betrieb
angetriebenen Förderwalze (164) für die Folienbahn (160), zwischen der Lageranordnung
und der Förderwalze (164) angeordnete Mittel (184) zum Spannen der Folienbahn (160)
und eine der Förderwalze (164) nachgeschaltete Trenneinrichtung (200) zum Abtrennen
des Halteelements (34) von der Folienbahn (160), wobei zwischen der Lageranordnung
und der Förderwalze (164) eine weitere Förderwalze (178) für die Folienbann (160)
angeordnet ist, zwischen diesen Förderwalzen (164,178) sowie zwischen der weiteren
Förderwalze (178) und der Lageranordnung die Folienbahn (160) zum Bilden von Vorratsschlaufen
um vorgespannte Laufwalzen (176,178) umgelenkt ist, und die weitere Förderwalze (178)
in Abhängigkeit von der Lage der zwischen den Förderwalzen (164,178) angeordneten
Laufwalze (180) angetrieben ist.
10. Einrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Förderwalze (164) mit
einer etwa der Fördergeschwindigkeit (v1) der Fördereinrichtung (14) entsprechenden
Umfangsgeschwindigkeit antreibbar ist, und zwischen der Förderwalze (164) und der
Bewegungsbahn des Druckereiprodukts (16) ein mit grösserer Geschwindigkeit (v2) angetriebener
Bandförderer (152) vorhanden ist, an dem die Folienbahn (160) unter Zugspannung anliegt.
11. Einrichtung nach Anspruch 9 oder 10, gekennzeichnet durch eine gesteuerte Andrückwalze
(170) zum zeitweisen Andrücken der Folienbahn (160) an die Förderwalze (164).
1. A device for manufacturing portable tubular packages (20) out of at least one printed
product (16) each, in particular a newspaper or magazine, and with a holding element
(34) holding the printed product together, with two fingers (56) whose longitudinal
axes (56') are parallel to an axis of rotation (54') extending between them and which,
together with the said axis of rotation are arranged approximately in an axial plane
(58), between which the printed product (16) to be processed can be introduced substantially
in an insertion plane (142) extending transversely to the axial plane (58), a cooperating
element (112) arranged outside the fingers (56) relative to the axis of rotation (54'),
which element is intended, after the printed product (16) has been introduced, to
delimit together with the finger (56) moving past at the time, a gap through which
the printed product (16) passes as the fingers (56) and the cooperating element (112)
rotate relative to one another round the axis of rotation (54'), and thus to bend
the printed product (16) round the fingers (56) and to bring it into its tubular shape,
and means (18) for feeding and attaching the holding element (34) holding the printed
product (16) together in its tubular shape, characterized by a conveyor device (14)
which is intended to introduce the printed product (16) between the fingers (56),
means for positioning the printed product (16) approximately symmetrically to the
axis of rotation (54'), and two cooperating elements (112) lying approximately opposite
one another relative to the axis of rotation (54') which each form with one of the
fingers (56') a gap, so as to bend the part of the printed product (16) arranged on
one side of the axial plane (58) round one finger (56), and the other part round the
other finger (56''), in which arrangement the fingers (56) are arranged in a well
(52) the well walls whereof form the cooperating elements (112) which cooperate with
the fingers (56) and which are formed by belts (114, 116) tensioned in an elastic
or yielding mode and run at right angles to the axis of rotation (54'), which as viewed
in a direction at right angles to the axis of rotation (54') are carried at both ends
of the well (52) round guide rollers (118, 118'), and the guide rollers (118) arranged
at the outlet side of the well (52) can be moved away from one another for guiding
the package (20) out of the well (52).
2. A device according to claim 1, characterized in that the conveyance direction (F)
of the conveyor device (14) for introducing the printed product (16) between the fingers
(56) extends at right angles to the axis of rotation (54').
3. A device according to claim 2, characterized by two coaxial finger pairs (50) interspaced
in the direction of the axis of rotation (54'), between which the printed product
(16) can be introduced and which can be moved away from one another in the axial direction
for their separation from the printed product (16) brought into its tubular shape.
4. A device according to one of claims 1 to 3, characterized in that the axis of rotation
(54') extends in a horizontal direction and that the conveyor device (14) is designed
so as to introduce the printed products (16) between the fingers (56) from the top.
5. A device according to one of claims 1 to 4, characterized in that for guiding the
package (20) out of the well (52), the guide rollers (118) arranged at the outlet
side of the well (52) are interspaced from one another, at least to the extent that
the printed product can be loosely carried through between them.
6. A device according to one of claims 1 to 5, characterized in that the conveyor device
(14) has a conveyor belt (116) carried at both well ends round guide rollers (118,
118') and driven in circulation in the conveyance direction (F), which belt cooperates
at the inlet side of the well (52) with a preferably cylinder-type pressing-on element
(138), so as to form together therewith a conveyance gap for the printed product (16).
7. A device according to claim 6, characterized in that for introducing the leading edge
(146) of the printed product (16) between the conveyor belt (116) and the pressing-on
element (138), these can be moved away from one another.
8. A device according to one of claims 1 to 7, characterized in that the holding element
(34) is a section of a sheet web (160) made of a plastic material, and the means (18)
for feeding the holding element (34) have a delivery device leading into the conveyance
path of the printed product (16), which delivery device gives the start of the holding
element (34) along with the trailing half of the printed product (16) at approximately
the conveyance speed (v1) of the conveyor device (14).
9. A device according to one of claims 1 to 8, characterized by a conveyor device (14)
for feeding the printed product (16) to the well (52), and a delivery device (18)
for the holding element (34) formed by a section of a sheet web (160) made of a plastic
material wound off from a stock roll (172), leading into the movement path of the
printed product (16), with a mounting arrangement for the stock roll (172), a conveyor
roller (164) for the sheet web (160), driven in a start/stop mode, means (184) arranged
between the mounting arrangement and the conveyor roller (164) for tensioning the
sheet web (160), and a separating device (200) disposed down the line from the conveyor
roller (164) for separating the holding element (34) from the sheet web (160), in
which arrangement a further conveyor roller (178) for the sheet web (160) is arranged
between the mounting arrangement and the conveyor roller (164), the sheet web (160)
is deflected between these conveyor rollers (164, 178) as well as between the additional
conveyor roller (178) and the mounting arrangement round prestressed rollers (176,
178) so as to form stock loops, and the additional conveyor roller (178) is driven
in dependence of the position of the roller (180) arranged between the conveyor rollers
(164, 178).
10. A device according to claim 9, characterized in that the conveyor roller (164) can
be driven at a peripheral speed corresponding approximately to the conveyance speed
(v1) of the conveyor device (14), and that between the conveyor roller (164) and the
movement path of the printed product (16) there is provided a belt conveyor (152)
driven at a higher speed (v2), where on the sheet web (160) bears, being subjected
to tension.
11. A device according to claim 9 or 10, characterized by a controlled pressing-on roller
(170) for the intermittent pressing on of the sheet web (160) onto the conveyor roller
(164).
1. Dispositif pour produire des paquets tubulaires (20) portables, respectivement composés
d'au moins un produit imprimé (16), d'un journal ou d'une revue en particulier, et
d'un élément de retenue (34) maintenant le produit imprimé, avec deux doigts (56),
dont les axes longitudinaux (56') sont parallèles à un axe de rotation (54') situé
entre ces derniers et sont à peu près disposés avec cet axe dans un plan axial (58),
doigts entre lesquels peut être introduit le produit imprimé à traiter (16) dans un
plan d'introduction (142) situé essentiellement transversale au plan axial (58), avec
un contre-élément (112), disposé à l'extérieur des doigts (56) par rapport à l'axe
de rotation (54') et destiné, après l'introduction du produit imprimé (16) et lors
de la rotation mutuelle des doigts (56) et du contre-élément (112) autour de l'axe
(54'), à délimiter avec chaque doigt (56) passant l'un devant l'autre une fente, au
travers de laquelle passe le produit imprimé (16), et à plier ainsi le produit imprimé
(16) autour des doigts (56) et à l'amener dans la forme tubulaire, et avec des moyens
(18) pour amener et appliquer l'élément de retenue (34) maintenant le produit imprimé
(16) dans la forme tubulaire, caractérisé par un dispositif de transport (14) destiné
à introduire le produit imprimé (16) entre les doigts (56), par des moyens pour positionner
le produit imprimé (16) d'une manière à peu près symétrique par rapport à l'axe de
rotation (54'), et par deux contre-éléments (112), à peu près en vis-à-vis par rapport
à l'axe de rotation (54') et formant respectivement une fente avec l'un des doigts
(56'), pour plier la partie du produit imprimé (16), disposée sur l'un des côtés du
plan axial (58) autour de l'un des doigts (56), et l'autre partie autour de l'autre
doigt (56''), les doigts (56) étant prévus dans une cage (52), dont les parois forment
les contre-éléments (112), concourent avec les doigts (56), et sont formées par des
courroies (114, 116) tendues, élastiques ou flexibles, situées à la perpendiculaire
de l'axe de rotation (54'), ces courroies, vu à la perpendiculaire de l'axe de rotation
(54'), étant guidées sur les deux extrémités de la cage autour de cylindres de renvoi
(118, 118'), et les cylindres de renvoi (118), disposés côté sortie de la cage (52),
pouvant être écartés l'un de l'autre pour chasser le paquet (20) de la cage (52).
2. Dispositif suivant la revendication 1, caractérisé en ce que le sens de transport
(F) du dispositif de transport (14) se situe, pour l'introduction du produit imprimé
(16) entre les doigts (56), à la perpendiculaire de l'axe de rotation (54').
3. Dispositif suivant la revendication 2, caractérisé par deux paires de doigts coaxiales
(50), distantes en direction de l'axe de rotation (54'), entre lesquelles peut être
introduit le produit imprimé (16), et qui peuvent être écartées l'une de l'autre dans
le sens axial pour séparer le produit imprimé (16), amené dans la forme tubulaire.
4. Dispositif suivant l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'axe de
rotation (54') se situe dans le sens horizontal, et en ce que le dispositif de transport
(14) est réalisé pour introduire à partir du haut les produits imprimés (16) entre
les doigts (56).
5. Dispositif suivant l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que les cylindres
de renvoi (118), disposés côté sortie de la cage (52) en vue d'extraire le paquet
(20) de la cage (52), sont au moins suffisamment distants l'un de l'autre pour que
le produit imprimé puisse passer d'une manière lâche entre ces derniers.
6. Dispositif suivant l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le dispositif
de transport (14) présente une bande transporteuse (116), entraînée en rotation dans
le sens de transport (F), guidée autour de cylindres de renvoi (118, 118') sur les
deux extrémités de la cage, et concourant côté entrée de la cage (52) avec un élément
de pression (138), en forme de cylindre de préférence, pour former avec ce dernier
une fente de transport pour le produit imprimé (16).
7. Dispositif suivant la revendication 6, caractérisé en ce que la bande transporteuse
(116) et l'élément de pression (138) peuvent être écartés l'un de l'autre, pour introduire
le bord avant (146) du produit imprimé (16) entre ces derniers.
8. Dispositif suivant l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que l'élément
de retenue (34) est une découpe d'une feuille (160) en matière plastique, et en ce
que les moyens (18) présentent, pour amener l'élément de retenue (34), un dispositif
de livraison débouchant dans la trajectoire de transport du produit imprimé (16),
et qui fournit le début de l'élément de retenue (34) à la moitié suivante du produit
imprimé (16), à peu près à la vitesse (v1) du dispositif de transport (14).
9. Dispositif suivant l'une des revendications 1 à 8, caractérisé par un dispositif de
transport (14) pour amener le produit imprimé (16) à la cage (52), et par un dispositif
de livraison (18), débouchant dans la trajectoire du produit imprimé (16) et prévu
pour l'élément de retenue (34), formé par une découpe d'une feuille (160) de matière
plastique déroulée d'un rouleau de réserve (172), avec un agencement de palier pour
le rouleau de réserve (172), un cylindre de transport (164) exploité en arythmique
pour la feuille (160), des moyens (184), disposés entre l'agencement de palier et
le cylindre de transport (164), pour tendre la feuille (160), et un dispositif de
séparation (200), monté en aval du cylindre de transport (164), pour séparer l'élément
de retenue (34) de la feuille (160), un autre cylindre de transport (178) pour la
feuille (160) étant disposé entre l'agencement de palier et le cylindre de transport
(164), la feuille (160) étant déviée, pour la formation de boucles de réserve, autour
de cylindres de roulement (176, 178) prétendus, entre ces cylindres de transport (164,
178), ainsi qu'entre l'autre cylindre de transport (178) et l'agencement de palier,
et l'autre cylindre de transport (178) étant entraîné en fonction de la position du
cylindre de roulement (180), disposé entre les cylindres de transport (164, 178).
10. Dispositif suivant la revendication 9, caractérisé en ce que le cylindre de transport
(164) est entraînable à une vitesse périphérique, à peu près correspondante à la vitesse
(v1) du dispositif de transport (14), et en ce qu'un convoyeur à courroie (152), entraîné
à une vitesse supérieure (v2) et sur lequel s'applique la feuille (160) sous l'effet d'une contrainte de traction,
est prévu entre le cylindre de transport (164) et la trajectoire du produit imprimé
(16).
11. Dispositif suivant l'une des revendications 9 et 10, caractérisé par un cylindre de
pression (170) commandé, pour presser temporairement la feuille (160) sur le cylindre
de transport (164).