[0001] Die Erfindung betrifft eine Lamellenjalousie, insbesondere für Dachfenster, deren
Lamellen in schnurförmigen Tragleitern hängen, mittels einer Wendevorrichtung in ihrer
Neigung verstellbar sind, mit ihren Enden in seitlichen Schienen geführt sind und
von einer heb- und senkbaren Hubstange unterfaßt werden, wobei das Hubwerk aus einer
motorisch in beide Richtungen drehbaren Antriebswelle besteht, die an ihren beiden
Enden ein Zahnrad aufweist, das mit einem zwischen Umlenkrollen angeordneten Treibriemen
in Eingriff steht, an denen die Hubstange befestigt ist.
[0002] Bei Lamellenjalousien ist es allgemein bekannt, die Lamellen in schnurförmige Tragleitern
einzuhängen, deren Zugbänder bzw. Holme an einer Wendevorrichtung hängen, mit der
die Neigung der Lamellen einstellbar ist. Die Lamellen werden von einer Hubstange
unterfaßt, die mittels einer Antriebsvorrichtung hochgezogen oder herabgelassen wird,
wobei die Lamellen im hochgezogenen Zustand flach auf der Hubstange gestapelt sind
und im herabgelassenen Zustand mit Abstand in den Stufen der Tragleitern hängen. Bei
einer aus der DE-OS 38 01 560 bekannten Lamellenjalousie ist als Antriebsvorrichtung
eine von einem elektrischen Motor antreibbare Welle angeordnet, auf der auf Lagerböcken
drehbar gelagerte Wickeltrommeln befestigt sind. Den Wickeltrommeln zugehörige Aufzugsbänder
führen durch in den Lamellen vorgesehene Öffnungen, und sind mit ihrem unteren Ende
an der Hubstange bzw. unteren Lamelle befestigt. Durch Antrieb der Welle in die eine
oder andere Drehrichtung werden die Aufzugsbänder auf- oder abgewickelt. Der auf dem
Ende der Antriebswelle angeordneten Motor erfordert viel Platz. Bei einer in der DE-OS
17 84 707 beschriebenen Ausführung erfolgt der Antrieb über eine an ihren Enden mit
einem Zahnrad versehene, von Hand in beide Richtungen drehbare Welle, wobei die Zahnräder
mit einem an den Seiten zwischen Umlenkrollen angeordnete Treibriemen in Eingriff
stehen, an den die Hubstange befestigt ist. Aus der EP 0 369 068 Al ist eine Lamellenjalousie
mit einer Antriebswelle bekannt, deren Enden jeweils über eine Kupplung mit einem
Zahnrad verbunden sind, das einen gelochten Aufziehgurt treibt, an dem die Hubstange
befestigt ist. Die Kupplung bewirkt bei einer Änderung der Drehrichtung einen Leerlauf
der Antriebswelle bis zu 1 ½ Umdrehungen ehe das Zahnrad mitgedreht wird, wobei eine
mit der Antriebswelle verbundene Wendevorrichtung mit Hilfe von Wendeschnüren die
Lamellen kippt und deren Neigung verändert. Die Kupplung besteht aus drei drehbeweglich
ineinanderliegenden hülsenförmigen Teilen, welche den Leerlauf begrenzende Anschläge
aufweisen. Da für das Wenden der Lamellen in der Regel mehrere auf die Jalousiebreite
verteilte Wendeschnüre notwendig sind, müssen entsprechend viel Wendevorrichtungen
mit der Antriebswelle verbunden werden, wie es beispielsweise in der US-PS 33 10 099
beschrieben ist.
[0003] Alternativ zu Lamellenjalousien finden Rollos Anwendung, bei denen ein Tuch auf eine
unter Federspannung stehende Wickelrolle aufgewickelt und mit einer Zugstange abrollbar
ist. Bei der aus der FR-A 25 97 919 bekannten Ausführung wird die Zugstange mittels
seitlich in Schienen geführter Zahnstangenkabel angetrieben, die von einer innerhalb
der Wickelrolle angeordneten Rohrmotor angetrieben werden, der drehfest am Fensterrahmen
befestigt ist und mit einer Rutschkupplung versehen ist, die über eine zentrische
Welle sowie eine den Rohrmotor umhüllende Hohlwelle mit je einem mit einem Zahnstangenkabel
in Eingriff stehenden Zahnrad verbunden ist. Für den Antrieb von Lamellenjalousien
ist die in einer Wickelrolle angeordnete Motor- und Getriebeeinheit jedoch ungeeignet,
weil eine Wendevorrichtung fehlt und es für eine solche Zuordnung in dieser Druckschrift
keine Hinweise gibt.
[0004] Schließlich sind für Fenster sogenannte Faltvorhänge bekannt, die an einer oberen
Schiene befestigt sind und von einer Hubstange beim Hochziehen zusammengefaltet werden.
In der in EP 0 362 923 A1 beschriebenen Ausführung ist die Hubstange an Treibriemen
befestigt, die zwischen Umlenkrollen angeordnet sind. Die oberen Umlenkrollen sind
an den Enden einer Antriebswelle befestigt, die über ein Zahnradgetriebe mit einem
parallel unter der Antriebswelle angeordneten rohrförmigen Motor verbunden ist.
[0005] Die bekannten unterschiedlichen Antriebssysteme für Lamellenjalousien, Rollos und
Faltvorhänge erfordern bisher systemeigene Konstruktionen mit getrennter Fertigung
für jedes System. Es ist bisher weder möglich, mit einem Antrieb für eine Lamellenjalousie
ein Rollotuch aufzuwickeln oder einen Faltvorhang anzubringen noch die Wickelrolle
eines Rollos mit einer Lamellenjalousie oder einem Faltvorhang zu bestücken.
[0006] Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine dem Oberbegriff des Anspruchs
1 entsprechende Lamellenjalousie mit einem verbesserten Antrieb für das Hubwerk und
die Wendevorrichtung zu versehen und die Antriebsvorrichtung so auszubilden, daß sie
wahlweise mit einer Lamellenjalousie oder einem Rollotuch oder einem Faltvorhang ausgerüstet
werden kann.
[0007] Diese Aufgabe wird durch die im Kennzeichen des Anspruchs 1 aufgeführten Merkmale
gelöst.
[0008] Die erfindungsgemäß vorgesehene äußere Rohrwelle bildet in vorteilhafter Weise eine
Wendevorrichtung für einen beliebige Anzahl von Tragleitern. Während bisher bei breiteren
Jalousien jeder Tragleiter eine eigene Wendevorrichtung zugeordnet werden mußte, sind
bei der Erfindung alle Tragleitern an der äußeren Rohrwelle angebracht, die sich zwischen
den seitlichen Antriebszahnrädern über die gesamte Breite der Jalousie erstreckt und
in Verbindung mit einer Rutschkupplung, einem Drehbegrenzungsanschlag am Fensterrahmen
und eine um etwa 180° begrenzten Leerlaufkupplung der Antriebszahnräder eine einheitliche
Wendevorrichtung bildet. Bei Betätigung des Motors in der einen oder in der anderen
Richtung werden die Zahnräder erst mitgenommen, wenn die zentrische Welle bzw. Hohlwelle
gegen die Anschläge stößt. Doch wird in dieser Drehphase die Rohrwelle von der Rutschkupplung
solange mitgedreht, bis diese von dem am Fensterrahmen befestigten Anschlag gehalten
wird. Durch das Mitdrehen der Rohrwelle werden aber die daran befestigten Holme der
Tragleitern auf der einen oder anderen Seite angezogen, wobei die Lamellen um etwa
180° verschwenkbar sind. Mit dieser Ausbildung kann zunächst die Hubstange in jede
gewünschte Lage gebracht und durch gesteuertes, anschließendes Rückdrehen die geeignete
Lamellenneigung erhalten werden. Zur Bildung der Anschläge ist vorzugsweise am äußeren
Ende der zentrischen Welle bzw. Hohlwelle ein scheibenförmiger Mitnehmer befestigt,
der einen die Anschläge bildenden bogenförmigen Ausschnitt aufweist, in den ein am
Zahnrad angebrachter Mitnehmerstift eingreift. Gleichzeitig deckt die Rohrwelle die
zylinderförmige Motor-und Getriebeeinheit sowie die der Wendevorrichtung zugehörige
Rutschkupplung gehäuseartig ab und trägt zu einer kompakten und in sich geschlossenen
Bauweise der Lamellenjalousie sowie zu einer geringen Bauhöhe bei. Die Verwendung
der für Rollos bekannten zylinderförmigen Motor- und Getriebeeinheit nutzt den Vorteil
einer platzsparenden Ausbildung auch für Lamellenjalousien.
[0009] Durch eine geringfügige Abwandlung bzw. Ergänzung läßt sich die für Lamellenjalousien
bestimmte Baueinheit auch für Rollos oder Faltvorhänge verwenden. Zur Verwendung für
Rollos können die Zahnräder fest auf der zentrischen Welle bzw. Hohlwelle befestigt
werden. Hierfür weist der Mitnehmer zusätzlich einen kleinen Ausschnitt auf und ist
für eine spielfreie Kupplung mit diesem auf den Mitnehmerstift des Zahnrades aufsteckbar.
Mit dieser Fixierung ist die Antriebsvorrichtung für ein Rollo geeignet, wobei lediglich
zwischen der zentrischen Welle und der Rohrwelle noch eine Torsionsfeder anzuordnen
und auf der Rohrwelle ein auf- und abwickelbares, mit der Hubstange verbundenes Rollo
zu befestigen ist. Bei dieser Ausführung werden die Zahnräder sofort mitgedreht, und
die Hubstange mitgenommen. Gleichzeitig wird die Torsionsfeder gespannt und schließlich
die Rohrwelle mitgedreht. Diese Spannkraft bleibt erhalten und trägt dafür Sorge,
daß das Rollo gespannt bleibt und beim Hochziehen der Hubstange das Rollo aufwickelt.
Anders als bei den bekannten Springrollos wird die Feder nicht über den Weg der Hubstange
fortlaufend aufgebaut, sondern nur eine die Haltekraft überwindende Wickelspannung
gebildet und im wesentlichen unverändert erhalten.
[0010] Zur Ausbildung als Faltvorhang sind die Zahnräder ebenfalls in der vorgenannten Weise
fest auf der zentrischen Welle bzw. Hohlwelle befestigt, während an der Rohrwelle
ein mit der Hubstange verbundener Faltvorhang befestigt ist. Bei dieser Ausführung
hängt der Faltvorhang an der nicht mitdrehenden Rohrwelle und das Schließen und Öffnen
des Faltvorhangs erfolgt allein über die Hubstange, auf der sich der Vorhang beim
Anheben unter Faltenbildung auflegt.
[0011] Der Gegenstand der Erfindung ist in der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt;
es zeigt
- Fig. 1
- eine mit einer erfindungsgemäß ausgebildeten Antriebsvorrichtung ausgerüstete Lamellenjalousie
in einer Ansicht,
- Fig. 2
- den Gegenstand der Fig. 1 in einem Schnitt nach Linie I-I,
- Fig. 3
- den Gegenstand der Fig. 2 in einem Schnitt nach Linie II-II,
- Fig. 4
- die beiden Enden der der Antriebsvorrichtung zugehörigen Antriebswelle in einem Längsschnitt
nach Linie III-III der Fig. 1, jedoch untereinander dargestellt,
- Fig. 5
- den Gegenstand der Fig. 4 in einer Draufsicht auf das Stirnende,
- Fig. 6
- den Gegenstand der Fig. 4 in einem Schnitt nach Linie IV-IV und
- Fig. 7
- den Gegenstand der Fig. 5, jedoch mit arretiertem Anschlag.
[0012] Die Lamellenjalousie 1 besteht aus einer Vielzahl Lamellen 2, die zwischen Stufen
von zwei oder mehreren aus Kordel o. dgl. bestehenden Tragleitern 3 angeordnet sind.
Im herabgelassenen Zustand hängen die Lamellen 2 mit Abstand in den Stufen der Tragleitern
3, während sie im hochgezogenen Zustand flach gestapelt auf einer Hubstange 4 liegen
(vgl. Fig. 1). Die Tragleitern 3 sind mit ihrem oberen Enden an einer Rohrwelle 5
befestigt, durch deren Verdrehung sich die Lamellenneigung einstellen läßt. Die in
am Fensterrahmen 6 angebrachten Schienen 7 geführten Enden der Hubstange 4 sind an
je einem endlosen, als Zahnflachriemen ausgebildeten Treibriemen 8 befestigt, von
denen jeder über eine obere und eine untere Umlenkrolle 9,10 läuft, von denen die
obere Umlenkrolle 9 mit einem Ritzel 11 verbunden ist, das in ein einer Antriebswelle
12 auf beiden Seiten zugeordnetes Zahnrad 13 eingreift. Durch Verdrehen der Zahnräder
13 wird die an den beiden Treibriemen 8 befestigte Hubstange 4 je nach Drehrichtung
abgesenkt oder angehoben. Wie die Fig. 2 und 3 zeigen, ist an den Enden der Hubstange
4 ein Führungsstück 14 angebracht, das einerseits zwischen zwei Schenkeln 15 der Schiene
7 läuft und anderseits über einen Stift 16 mit einem am Treibriemen 8 befestigten
Mitnehmer 17 verbunden ist. Für eine einfache Montage sind die Umlenkrollen 9,10 jeweils
in einem Paßstück gelagert, daß auf das betreffende Ende eines Schenkels 19 der Schiene
7 aufsteckbar ist.
[0013] Die auf die Zahnräder 13 einwirkende Antriebseinheit wird von der die Wendevorrichtung
bildenden Rohrwelle 5 eingefaßt und abgedeckt. Sie besteht aus einer zylinderförmigen
Motor- und Getriebeeinheit 20, die mittels eines Lagerbolzens 21 und eines Kantstifts
22 drehfest am Fensterrahmen 6 befestigt ist (vgl. Fig. 4 unterer Teil) und welche
eine Bohrung 23 für die Durchführung eines den Elektromotor versorgenden Stromkabels
24 besitzt. Die Abtriebsseite der Motor- und Getriebeeinheit 20 ist mit einer Kupplung
25 versehen, die einerseits über eine zentrische Welle 26 mit dem auf der linken Seite
dargestellten Zahnrad 13 und anderseits über eine die Motor- und Getriebeeinheit 20
umhüllende Hohlwelle 27 mit dem auf der rechten Seit dargestellten Zahnrad 13 verbunden
ist. Das Ende der zentrischen Welle 26 ist mittels eines Druckstifts 28 drehbar in
einem am Fensterrahmen 6 angebrachten Lager 29 befestigt. Der Druckstift 28 ist zum
Zwecke eines seitlichen Einführens entgegen der Kraft einer Feder 30 axial eindrückbar.
Das Zahnrad 13 ist auf dem hülsenförmigen Ende 31 zwischen zwei Anschlägen 32,33 um
einen Winkel von etwa 180° drehbar gelagert. Die Anschläge 32,33 werden von einem
auf dem hülsenförmigen Ende 31 befestigten Mitnehmer 34 gebildet, der einen die Anschläge
bildenden bogenförmigen Ausschnitt 35 aufweist, in den ein am Zahnrad 13 angebrachter
Mitnehmerstift 36 eingreift (vgl. Fig. 5). Außerdem hat der scheibenförmige Mitnehmer
34 noch einen kleinen Ausschnitt 37. Wird der Mitnehmer 34 so auf das hülsenförmige
Ende 31 aufgesteckt, daß der Mitnehmerstift 36 in diesem kleinen Ausschnitt 37 liegt,
wird das Zahnrad 13 ohne Spiel mitgedreht. In gleicher Weise ist auch die Hohlwelle
27 bzw. deren hülsenförmigens Ende 38 über einen gleich ausgebildeten Mitnehmer 34
mit dem anderen Zahnrad 13 verbunden, welches also je nach der Aufstecklage des Mitnehmers
34 entweder ein Drehspiel von etwa 180° erhält oder fest mit dem Ende 38 verbunden
ist.
[0014] Zu der Antriebsvorrichtung gehört weiterhin eine zwischen der zentrischen Welle 26
und der äußeren Rohrwelle 5, die mittels Lagerbuchsen 39 auf den hülsenförmigen Enden
31 bzw. 38 drehbar gelagert ist, angeordnete Rutschkupplung 40. Die gegeneinander
drehbeweglichen Teile der Rutschkupplung 40 sind an der zentrischen Welle 26 bzw.
an der äußeren Rohrwelle 5 fixiert. Schließlich ist Bestandteil der Antriebsvorrichtung
ein die Drehung der Rohrwelle 5 auf etwa 180° begrenzender Anschlag 41, der aus einem
auf der Rohrwelle 5 befestigten, mit einem Anschlagstift 42 versehenen Ringkörper
43 und einem am Fensterrahmen 6 befestigten, mit einer bogenförmigen Nut 44 versehenen
Bauteil 45 besteht. Der Anschlagstift 42 gleitet in der Nut 44, deren Enden den Drehwinkel
von etwa 180° begrenzen (vgl. Fig. 4 und 6).
[0015] Die Wirkung der Antriebsvorrichtung ist folgende: In der Ausgangsstellung befindet
sich die Lamellenjalousie 1 in der sogenannten hochgezogenen - oder richtiger ausgedrückt
- in der von der Hubstange 4 hochgehobenen Lage. Um sie herunterzulassen wird die
Motor- und Getriebeeinheit 20 eingeschaltet, so daß die hülsenförmigen Enden 31 bzw.
38 der zentrischen Welle 26 bzw. Hohlwelle 27 gedreht werden. Die Zahnräder 13 werden
jedoch zunächst solange nicht mitgedreht, bis die Anschläge 32 der Mitnehmer 34 gegen
die nehmerstifte 36 anschlagen. In dieser Phase wird die Hubstange 4 noch nicht abgesenkt,
jedoch dreht die Rutschkupplung 41 die äußere Rohrwelle 5 mit, so daß die Lamellen
2 in ihre verdeckende Lage gekippt werden. Durch den Anschlag 41 wird die Drehbewegung
der Rohrwelle 5 schließlich begrenzt. Nun werden auch die Zahnräder 13 mitgedreht
und die Hubstange 4 über die Treibriemen 8 abgesenkt. Durch Abschalten des Motors
kann die Hubstange 4 in jeder Hublage fixiert werden. In jeder Hublage kann die Lamellenneigung
verstellt werden, indem die Motor- und Getriebeeinheit im umgekehrten Drehsinn betätigt
wird. Wegen des Spiels zwischen Mitnehmer 34 und Zahnrädern 13 bleibt die Hubstange
4 stehen, während die Rohrwelle 5 - nun in der anderen Drehrichtung - gedreht wird
und die Lamellen 2 über die Tragleitern 3 zurückgekippt werden. Hierbei ist eine Steuerung
in jede Kipplage möglich. Soll die Lamellenjalousie wieder hochgehoben werden, findet
das Arbeitsspiel mit umgekehrter Antriebs- und Drehrichtung statt.
[0016] Die vorstehend für eine Lamellenjalousie erläuterte Antriebsvorrichtung läßt sich
durch eine geringfügige Abwandlung bzw. Ergänzung auch für Rollos verwenden. Hierfür
ist der obere Rand eines Rollos an der äußeren Rohrwelle 5 und der untere Rand des
Rollos an der Hubstange 4 befestigt. An den Zahnrädern 13 sind die Mitnehmer 34 so
an den Enden 31 bzw. 38 der zentrischen Welle 26 bzw. Hohlwelle 27 befestigt, daß
der Mitnehmerstift 36 in dem kleinen Ausschnitt 37 liegt und eine spielfreie Mitnahme
der Zahnräder 13 erfolgt. Außerdem ist zwischen der axialen Welle 26 und der Rohrwelle
5 eine Torsionsfeder angeordnet, die einerseits auf einem kegelförmigen Ansatz 46
(vgl. Fig. 4), anderseits an einem mit einem ähnlichen Ansatz versehenen und an der
Rohrwelle 5 befestigten, in der Zeichnung nicht dargestellten Befestigungsring angebracht
ist. Der Anschlag 41 wird bei dieser Anwendung nicht benötigt. Beim Herablassen des
Rollos werden die Zahnräder 13 sofort mitgedreht und die Hubstange 4 wird herabgeführt.
Gleichzeitig wird aber auch die äußere Rohrwelle 5 mitgedreht, wobei in der Torsionsfeder
eine Spannkraft aufgebaut wird. Die Spannkraft bleibt erhalten und trägt dafür Sorge,
daß das Rollo gespannt bleibt und beim Hochziehen bzw. Zurückziehen der Hubstange
das Rollo aufwickelt.
[0017] Schließlich läßt sich die Antriebsvorrichtung auch für Faltvorhänge verwenden. Hierfür
sind die Zahnräder 13 durch den Mitnehmer 34 ebenfalls fest auf der zentrischen Welle
26 bzw. Hohlwelle 27 befestigt. Das obere Ende des Faltvorhanges ist an der nicht
mitgedrehten äußeren Rohrwelle 5 befestigt während das untere Ende mit der Hubstange
verbunden ist. Bei dieser Verwendung hängt der Faltenvorhang an der äußeren Rohrwelle
5 und das Auf- oder Zusammenfalten des Faltenvorhanges erfolgt allein über die Hubstange
4, auf der sich der Vorhang beim Anheben unter Faltenbildung auflegt.
Bezugszeichenliste
[0018]
- 1
- Lamellenjalousie
- 2
- Lamellen
- 3
- Tragleitern
- 4
- Hubstange
- 5
- Rohrwelle
- 6
- Fensterrahmen
- 7
- Schienen
- 8
- Treibriemen
- 9
- Umlenkrolle
- 10
- Umlenkrolle
- 11
- Ritzel
- 12
- Antriebswelle
- 13
- Zahnräder
- 14
- Führungsstück
- 15
- Schenkel
- 16
- Stift
- 17
- Mitnehmer
- 18
- Paßstück
- 19
- Schenkel
- 20
- Motor- und Getriebeeinheit
- 21
- Lagerbolzen
- 22
- Kantstift
- 23
- Bohrung
- 24
- Stromkabel
- 25
- Kupplung
- 26
- zentrische Welle
- 27
- Hohlwelle
- 28
- Druckstift
- 29
- Lagerhülse
- 30
- Feder
- 31
- hülsenförmiges Ende von 26
- 32
- Anschlag
- 33
- Anschlag
- 34
- Mitnehmer
- 35
- Ausschnitt
- 36
- Mitnehmerstift
- 37
- Ausschnitt
- 38
- hülsenförmiges Ende von 27
- 39
- Lagerbuchse
- 40
- Rutschkupplung
- 41
- Anschlag
- 42
- Anschlagstift
- 43
- Ringkörper
- 44
- Nut
- 45
- Bauteil
- 46
- kegelförmiger Ansatz
1. Lamellenjalousie, insbesondere für Dachfenster, deren Lamellen (2) in schnurförmigen
Tragleitern (3) hängen, mittels einer Wendevorrichtung in ihrer Neigung verstellbar
sind, mit ihren Enden in seitlichen Schienen (7) geführt sind und von einer heb- und
senkbaren Hubstange (4) unterfaßt werden, wobei das Hubwerk aus einer in beide Richtungen
drehbaren Antriebswelle (12) besteht, die an ihren beiden Enden je ein Zahnrad (13)
aufweist, das mit einem zwischen Umlenkrollen (9,10) angeordneten Treibriemen (8)
in Eingriff steht, an dem jeweils ein Ende der Hubstange befestigt ist, dadurch gekennzeichnet,
daß
(a) zwischen den Zahnrädern (13) auf den Enden (31,38) der Antriebswelle (26,27) eine
Rohrwelle (5) drehbar gelagert ist, an der die Tragleitern (3) der Lamellen (2) befestigt
sind, deren Drehbarkeit durch einen am Fensterrahmen (6) befestigten Anschlag (41)
auf etwa 180° begrenzt ist und die über eine Rutschkupplung (40) mit der Antriebswelle
(26) verbunden ist,
(b) die Zahnräder (13) an den Enden (31,38) der Antriebswelle (26,27) zwischen zwei
Anschlägen (32,33) um einen Winkel von etwa 180° drehbeweglich gelagert sind und
(c) innerhalb der Rohrwelle (5) eine zylinderförmige Motor- und Getriebeeinheit (20)
angeordnet ist, die mittels einer Kupplung (25) einerseits über eine zentrische Welle
(26) mit dem einen Zahnrad (13) und anderseits über eine die Motor- und Getriebeeinheit
(20) umhüllende Hohlwelle (27) mit dem anderen Zahnrad (13) verbunden ist.
2. Lamellenjalousie nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am äußeren Ende der
zentrischen Welle (26) bzw. Hohlwelle (27) ein scheibenförmiger Mitnehmer (34) befestigt
ist, der einen die Anschläge (32,33) bildenden bogenförmigen Ausschnitt (35) aufweist,
in den ein am Zahnrad (23) angebrachter Mitnehmerstift (36) eingreift.
3. Lamellenjalousie nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der
Anschlag (41) aus einem auf der Rohrwelle (5) befestigten, mit einem Anschlagstift
(42) versehenen Ringkörper (43) und einem am Fensterrahmen (6) befestigten Bauteil
(45) mit einer bogenförmigen Nut (44) besteht, in welcher der Anschlagstift (42) gleitet
und deren Enden den Drehwinkel von etwa 180° begrenzen.
4. Lamellenjalousie nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Rutschkupplung (40) aus zwei hülsenförmigen gegeneinander drehbeweglichen Teilen besteht,
von denen das innere Teil an der zentrischen Welle (26) und das äußere Teil an der
Rohrwelle (5) fixiert ist.
5. Lamellenjalousie nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der
Mitnehmer (34) zusätzlich einen kleinen Ausschnitt (37) aufweist und für eine spielfreie
Kupplung mit diesem auf den Mitnehmerstift (36) des Zahnrades (13) aufsteckbar ist.
1. A slatted blind, particularly for roof windows, having slats (2) which are suspended
in loop-like supports (3), have a slope adjustable by a tilter, are guided at their
end in lateral rails (7), and are gripped underneath by a lifting rod (4) which can
be raised an lowered, the lifting mechanism comprising a drive shaft (12) rotatable
in both direction and provided at each end with a gearwheel (13) which engages a driving
belt (8) disposed between guide pulleys (9, 10) an secured to a respective end of
the lifting rod, characterised in that
(a) a tubular shaft (5) is rotatably mounted on the end (31, 38) of the drive shaft
(26, 27) between the gearwheels (13) and is secured to the supports (3) of the slats
(2), the rotation of which is limited to about 180° by an abutment (41) secured to
the window frame (6) and which are connected to the drive shaft (26) by a slipping
clutch (40),
(b) the gearwheels are mounted on the ends (31, 38) of the guide shaft (26, 27) so
as to be movable in rotation through an angle of about 180° between two abutments
(32, 33), and
(c) a cylindrical motor and gear unit (20) is disposed inside the tubular shaft (5)
and is connected by a clutch (25) on the one hand to one gearwheel (13) via a central
shaft (26) and on the other hand to the other gearwheel (13) via a hollow shaft (27)
which surround the motor and gear unit (20).
2. A slatted blind according to claim 1, characterised in that a disc-shaped driver (34)
is secured to the outer end of the central shaft (26) or hollow shaft (27) and has
an arcuate cut-out (35) constituting the abutments (32, 33) and engaging a driver
pin (36) on the gearwheel (23).
3. A slatted blind according to claim 1 or 2, characterised in that the abutment (41)
comprises an annular member (43) secured to the tubular shaft (5) and having an abutment
pin (42) and also comprises a component (45) secured to the window frame (6) and formed
with an arcuate groove (44) in which the abutment pin (42) slides and the ends of
which define the angle of rotation of about 180°.
4. A slatted blind according to any of claim 1 or 3, characterised in that the slipping
clutch (40) comprises two sleeve-like parts rotatable relatively to one another, the
inner part being fixed to the central shaft (26) and the outer part to the tubular
shaft (5).
5. A slatted blind according to any of claim 1 or 4, characterised in that the driver
(34) has an additional small cut-out (37) and for coupling without clearance can be
fitted on the driver pin (36) of the gearwheel (13) by means of said cut-out (37).
1. Store à lamelles, notamment pour une lucarne, dont les lamelles (2) sont suspendues
dans des échelles (3) de cordes de support, dont l'inclinaison peut être réglée au
moyen d'un dispositif de renversement, dont les extrémités sont guidées dans des rails
(7) latéraux et sont prises par le dessous par une barre (4) de levage pouvant être
levée et abaissée, le dispositif de levage étant constitué d'un arbre d'entraînement,
qui peut tourner dans les deux sens, qui comporte à chacune de ses deux extrémités
une roue dentée (13), laquelle est en prise avec une courroie (8) d'entraînement montée
entre des poulies (9,10) de renvoi, une extrémité de la barre de levage étant fixée
à la courroie (8) d'entraînement, caractérisé en ce que
a) un arbre (5) tubulaire, auquel les échelles (3) de support des lamelles (2) sont
fixées, dont la possibilité de rotation est limitée à à peu prés 180° par une butée
(41) fixée au cadre (6) de la fenêtre et qui est reliée à l'arbre (26) d'entraînement
par l'intermédiaire d'un accouplement (40) à glissement, est monté tournant entre
les roues dentées (13) aux extrémités (31,38) de l'arbre (26,27) d'entraînement,
b) les roues dentées (13) aux extrémités (31,38) de l'arbre (26,27) d'entraînement
sont montées de manière à être mobiles en rotation d'un angle d'à peu prés 180° entre
deux butées (32,33),
c) il est monté dans l'arbre (5) tubulaire une unité (20) de moteur et de transmission
cylindrique, qui est reliée au moyen d'un accouplement (25) , d'une part à l'une (13)
des roues dentées par l'intermédiaire d'un arbre (26) central et d'autre part à l'autre
roue dentée par l'intermédiaire d'un arbre (27) creux entourant l'unité (20) de moteur
et de transmission.
2. Store à lamelles suivant la revendication 1, caractérisé en ce qu'un toc (34) d'entraînement
en forme de disque, comportant une échancrure (35), qui forme les butées (32,33) et
dans laquelle s'engage une tige (36) d'entraînement montée sur la roue dentée (23),
est fixée à l'extrémité extérieure de l'arbre (26) central ou de l'arbre creux (27).
3. Store à lamelles suivant la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la butée (41)
est constituée d'un corps (43) annulaire fixé à l'arbre tubulaire (5) et muni d'une
broche (42) de butée et d'une partie (45) constitutive fixée au cadre (6) de la fenêtre
et comportant une rainure (44) cintrée, dans laquelle la tige (42) de butée glisse
est dont les extrémités délimitent l'angle de rotation d'à peu prés 180°.
4. Store à lamelles suivant l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'accouplement
(40) à glissement est constitué de deux parties en forme de douille mobiles en rotation
l'une contre l'autre, parmi lesquelles la partie intérieure est fixée à l'arbre central
(26) et la partie extérieure est fixée à l'arbre (5) tubulaire .
5. Store à lamelles suivant l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le
toc (34) d'entraînement comporte en supplément une petite échancrure (37) et peut
être monté sur la tige (36) d'entraînement de la roue dentée (13) pour un accouplement
sans jeu cette échancrure.