[0001] Die Erfindung betrifft eine Kraftstoffversorgung für eine mehrzylindrige Verbrennungskraftmaschine
mit Kraftstoffeinspritzanlage, umfassend einen Kraftstoffmengenteiler mit einem rohrförmigen
Verteilergehäuse und zumindest einem Kraftstoffzulaufanschluß sowie zumindest einem
Kraftstoffrücklaufanschluß, wobei der Kraftstoffmengenteiler eine Anzahl von ersten
Aufnahmebohrungen aufweist, die der Zahl der Einspritzventile entspricht und wobei
im Bereich von einer stirnseitigen Begrenzung des Verteilergehäuses eine zweite Aufnahmebohrung
angeordnet ist.
[0002] Eine derartige Kraftstoffversorgung ist aus der DE-OS 41 11 988 bekannt. Der vorbekannte
Kraftstoffmengenteiler ist für Verbrennungskraftmaschinen vorgesehen, deren Zylinder
in Reihe zueinander angeordnet sind. Ein Hinweis darauf, daß und in welcher Weise
ein derartiger Kraftstoffmengenteiler bei Verbrennungskraftmaschinen zur Anwendung
gelangen kann, die zumindest zwei Zylinderreihen aufweisen, ist der Druckschrift nicht
zu entnehmen.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Kraftstoffversorgung der eingangs
genannten Art derart weiterzuentwickeln, daß sie einen möglichst einfachen und kostengünstigen
Aufbau aufweist und bei Verbrennungskraftmaschinen zur Anwendung gelangen kann, die
zumindest zwei Zylinderreihen aufweisen.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale von Anspruch
1 gelöst. Auf vorteilhafte Ausgestaltungen nehmen die Unteransprüche Bezug.
[0005] Im Rahmen der vorliegenden Erfindung ist es vorgesehen, daß zur Kraftstoffversorgung
einer Verbrennungskraftmaschine mit zumindest zwei Zylinderreihen für jede Zylinderreihe
ein Kraftstoffmengenteiler zur Anwendung gelangt, daß die Kraftstoffmengenteiler übereinstimmend
ausgebildet sind und durch eine Verbindungsleitung kraftstoffleitend miteinander verbunden
und in einer Reihenschaltung angeordnet sind und daß in der zweiten Aufnahmebohrung
von einem der beiden Kraftstoffmengenteiler ein Druckregelventil und in der zweiten
Aufnahmebohrung des anderen Kraftstoffmengenteilers ein Druckprüfanschluß aufgenommen
ist. Eine derartige Anordnung von Kraftstoffmengenteilern ist dann besonders vorteilhaft,
wenn die beiden Zylinderreihen einen Zylinderwinkel von mehr als 60° bilden. Bei Verwendung
von zwei Kraftstoffmengenteilern, die kraftstoffleitend miteinander verbunden sind,
ist es vorteilhaft, wenn beide Teile völlig identisch sind. Schon bei der Herstellung
ist es wesentlich günstiger, nur einen Kraftstoffmengenteiler herzustellen, der zur
Kraftstoffversorgung einer Verbrennungskraftmaschine mehrmals zur Anwendung gelangt.
Die Verwendung identischer Teile ist dadurch möglich, daß die Aufnahmen für den zur
Anwendung gelangenden Druckregler und den erforderlichen Druckprüfanschluß übereinstimmend
ausgeführt sind und daß der speziell ausgebildete Druckprüfanschluß ein Durchströmen
des Kunststoffs ermöglicht. Neben dem Vorteil, daß zur Herstellung der identischen
Kraftstoffmengenteiler nur ein Spritzgießwerkzeug benötigt wird, ist die Verwendung
von zwei identischen Kraftstoffmengenteilern auch aus logistischer Sicht und im Reparaturfall
von Vorteil. Die Lagerhaltung wird durch diese Ausgestaltung wesentlich vereinfacht.
[0006] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung können die Kraftstoffmengenteiler aus einem
kraftstoff- und wärmebeständigen polymeren Werkstoff bestehen. Die Ausbildung der
Kraftstoffmengenteiler mit ihren ersten und zweiten Aufnahmebohrungen kann einfach
realisiert werden, wenn zur Herstellung ein polymerer Werkstoff verwendet wird, und
die Kraftstoffmengenteiler durch Spritzgießen hergestellt werden. Neben der im Vergleich
zu Kraftstoffmengenteilern aus einem metallischen Werkstoff vereinfachten Herstellbarkeit
ist die Gewichtsreduzierung von hervorzuhebender Bedeutung.
[0007] Die Kraftstoffmengenteiler sind derart ausgebildet, daß sie vom Zulaufanschluß in
Richtung des Rücklaufanschlusses gleichsinnig kraftstoffdurchfolssen sind. Das Druckregelventil
und der Druckprüfanschluß weisen übereinstimmende Anschlußbereiche zur Montage im
Kraftstoffmengenteiler auf, wobei der Druckprüfanschluß in der zweiten Aufnahmebohrung
des in Kraftstoff- Strömungsrichtung ersten Kraftstoffmengenteilers und das Druckregelventil
in der zweiten Aufnahmebohrung des zweiten Kraftstoffmengenteilers flüssigkeitsdicht
angeordnet sind. Bei der Anordnung des Druckregelventils ist darauf zu achten, daß
alle Einspritzventile durch die Druckregelung beeinflußbar sind. Daraus ergibt sich,
daß der Druckprüfanschluß im Bereich zwischen dem Kraftstoffzulaufanschluß und in
Strömungsrichtung vor dem Druckregelventil angeordnet sein muß. Der Druckprüfanschluß
ist dazu vorgesehen, daß Abweichungen des Druckes innerhalb der Kraftstoffversorgung,
die einen bestimmten Schwellwert überschreiten, beispielsweise auf einem Anzeigegerät
zur Anzeige gebracht werden. Für die Fehlersuche ist der Druckprüfanschluß daher erforderlich.
[0008] Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Kraftstoffversorgung ist nachfolgend
in den Zeichnungen schematisch dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben.
[0009] In Fig. 1 sind zwei völlig übereinstimmende Kraftstoffmengenteiler in einer Draufsicht
schematisch dargestellt, wobei die Kraftstoffmengenteiler durch eine Verbindungsleitung
mit zwei Anschlußflanschen kraftstoffleitend verbunden ist.
[0010] In Fig. 2 ist der in Strömungsrichtung erste Kraftstoffmengenteiler in längsgeschnittener
Darstellung gezeigt.
[0011] In Fig. 3 ist der in Strömungsrichtung zweite Kraftstoffmengenteiler ebenfalls längsgeschnitten
dargestellt.
[0012] In Fig. 1 ist ein Ausschnitt aus einem Kraftversorgungssystem gezeigt, das zur Kraftstoffeinspeisung
einer hier nicht dargestellten Verbrennungskraftmaschine mit zwei Zylinderreihen zur
Anwendung gelangt. In diesem Ausführungsbeispiel handelt es sich um ein V-6 Triebwerk
mit einem Zylinderwinkel von 90°. Abweichungen davon, sowohl in der Anzahl der Zylinder
als auch in der Größe des Zylinderwinkels sind von den Gegebenheiten des Anwendungsfalles
abhängig und von der beanspruchten Kraftstoffversorgung umfaßt. Jeder der Kraftstoffmengenteiler
1.1, 1.2 ist mit einem rohrförmigen Verteilergehäuse 2 versehen, wobei jeder der Kraftstoffmengenteiler
1 einen Kraftstoffzulaufanschluß und einen Kraftstoffrücklaufanschluß 3, 4 aufweist.
In den ersten Aufnahmebohrungen 5 sind während der bestimmungsgemäßen Verwendung Einspritzventile
aufgenommen. Zur Regelung des Druckes innerhalb des Kraftstoffsystems ist ein Druckregelventil
9 im Bereich der stirnseitigen Begrenzung 6 des in Strömungsrichtung 12 zweiten Verteilergehäuses
2 vorgesehen, das in der zweiten Aufnahmebohrung 7 des Kraftstoffmengenteilers 1.2
befestigt ist. In Fig. 1 ist außerdem eine strichpunktiert dargestellte Verbindungsleitung
8 gezeigt, die durch Anschlußflansche 13 den Kraftstoffrücklaufanschluß 4 des ersten
Kraftstoffmengenteilers 1.1 mit dem Kraftstoffzulaufanschluß 3 des zweiten Kraftstoffmengenteiler
verbindet. Außerdem sind in der Draufsicht gemäß Fig. 1 Haltestege 14 zu erkennen,
die einstückig mit dem Kraftstoffmengenteiler 1 ausgebildet sind und Befestigungsbohrungen
zur Befestigung der Kraftstoffmengenteiler 1 am Zylinderkopf der Verbrennungskraftmaschine
aufweisen.
[0013] In Fig. 2 ist der erste Kraftstoffmengenteiler 1.1 aus Fig. 1 in längsgeschnittener
Darstellung gezeigt. In Strömungsrichtung 12 schließen sich an den Kraftstoffzulaufanschluß
3 die ersten Aufnahmebohrungen 5 zur Befestigung der Einspritzventile an. Der Kraftstoffmengenteiler
1 ist auf der dem Kraftstoffzulaufanschluß 3 abgewandten Seite durch einen Deckel
15 dichtend verschlossen. Bevor der Kraftstoff den ersten Kraftstoffmengenteiler 1.1.
durch den Kraftstoffrücklaufanschluß 4 verläßt, passiert er die zweite Aufnahmebohrung
7, in die ein Druckprüfanschluß eingesetzt ist. Der Anschlußbereich 11 des Druckprüfanschlusses
10 ist im wesentlichen genau so ausgebildet, wie der Anschlußbereich 11 des Druckregelventils
9 und dichtend in der zweiten Aufnahmebohrung 7 angeordnet. Der zweite Kraftstoffmengenteiler
1.2 aus Fig. 3 unterscheidet sich vom Kraftstoffmengenteiler 1.1 aus Fig. 2 nicht.
In der zweiten Aufnahmebohrung 7 ist allerdings anstelle des Druckprüfanschlusses
10 aus Fig. 2 ein Druckregelventil 9 angeordnet, das sich in Strömungsrichtung 12
zwischen vor dem Kraftstoffrücklaufanschluß 4 befindet.
[0014] In den Fig. 2 und 3 ist zu erkennen, daß sowohl das Druckregelventil 9 als auch der
Druckprüfanschluß 10 jeweils durch eine Klammer 16 in der zweiten Aufnahmebohrung
7 der Kraftstoffmengenteiler 1 gehalten sind.
1. Kraftstoffversorgung für eine mehrzylindrige Verbrennungskraftmaschine mit Kraftstoffeinspritzanlage,
umfassend einen Kraftstoffmengenteiler mit einem rohrförmigen Verteilergehäuse und
zumindest einem Kraftstoffzulaufanschluß sowie zumindest einem Kraftstoffrücklaufanschluß,
wobei der Kraftstoffmengenteiler eine Anzahl von ersten Aufnahmebohrungen aufweist,
die der Zahl der Einspritzventile entspricht und wobei im Bereich von einer stirnseitigen
Begrenzung des Verteilergehäuses eine zweite Aufnahmebohrung angeordnet ist, dadurch
gekennzeichnet, daß zur Kraftstoffversorgung einer Verbrennungskraftmaschine mit zumindest
zwei Zylinderreihen für jede Zylinderreihe ein Kraftstoffmengenteiler (1) zur Anwendung
gelangt, daß die Kraftstoffmengenteiler (1) übereinstimmend ausgebildet sind und durch
eine Verbindungsleitung (8) kraftstoffleitend miteinander verbunden und in einer Reihenschaltung
angeordnet sind und daß in der zweiten Aufnahmebohrung (7) von einem der beiden Kraftstoffmengenteiler
(1) ein Druckregelventil (9) und in der zweiten Aufnahmebohrung (7) des anderen Kraftstoffmengenteilers
(1) ein Druckprüfanschluß (10) aufgenommen ist.
2. Kraftstoffversorgung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kraftstoffmengenteiler
(1) aus einem kraftstoff- und wärmebeständigen polymeren Werkstoff bestehen.
3. Kraftstoffversorgung nach Anspruch 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kraftstoffmengenteiler
(1) vom Kraftstoffzulaufanschluß (3) in Richtung des Kraftstoffrücklaufanschlusses
(4) gleichsinnig kraftstoffdurchflossen sind.
4. Kraftstoffversorgung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Druckregelventil
(9) und der Druckprüfanschluß (10) übereinstimmende Anschlußbereiche (11) zur Montage
in den Kraftstoffmengenteilern (1) aufweisen und daß der Druckprüfanschluß (10) in
der zweiten Aufnahmebohrung (7) des in Kraftstoff- Strömungsrichtung (12) ersten Kraftstoffmengenteilers
(1.1) und das Druckregelventil (9) in der zweiten Aufnahmebohrung (7) des zweiten
Kraftstoffmengenteilers (1.2) flüssigkeitsdicht angeordnet sind.