[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Kalibrierung von Münzprüfern nach Oberbegriff
von Anspruch 1 und eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
[0002] Solche Münzprüfer werden beispielsweise zum Erkennen von zugelassenen Münzen in Dienstleistungsautomaten
verwendet. Das Erkennen erfolgt durch Messung eines oder mehrerer Münzparameter und
deren Vergleich mit entsprechenden im Speicher des Münzprüfers gespeicherten Referenzwerten.
Eine Münze wird akzeptiert, sofern alle gemessenen Parameter innerhalb der vorgegebenen
Akzeptanzbereiche eines zugelassenen Münztypes liegen, anderenfalls wird die Münze
zurückgewiesen.
[0003] Die von baugleichen Münzprüfern ermittelten Messwerte hängen nicht nur vom Münztyp
ab (Streuung um den Nominalwert wegen Fabrikationstoleranz, Abnützung), sondern auch
von den Fabrikationstoleranzen des Münzprüfers selbst, die sich als systematische
Fehler bemerkbar machen. Es ist deshalb notwendig, einen neuen (oder revidierten,
oder reparierten) Münzprüfer vor der Verwendung in einem Münzautomaten zu kalibrieren,
d.h. für jeden zugelassenen Münztyp mit dem Münzprüfer eine Reihe von Messwerten zu
ermitteln, aufgrund deren mit Mitteln der Statistik die beiden Eckwerte eines Akzeptanzbereichs
bestimmt und im Speicher des Münzprüfers abgelegt werden, zwischen denen die Messwerte
dieses Münztyps liegen müssen, damit der Münzprüfer eine Münze als echt erkennt. Mit
dem Münzprüfer ermittelte Akzeptanzbereiche nicht zugelassener ähnlicher Münzen können
jedoch die Eckwerte des Akzeptanzbereichs jeder zugelassenen Münze einschränken. Die
Nachteile dieses Verfahrens sind der grosse Aufwand für die Kalibrierung, da jeder
neue, revidierte oder reparierte Münzprüfer für jeden zugelassenen Münztyp mit einem
ausgewählten Satz einer grossen Anzahl von Münzen getestet werden muss, sowie die
praktische Undurchführbarkeit einer Anpassung der im Felde eingesetzten Münzprüfer
an einen neuen Münztyp.
[0004] Aus der WO 80/01963 oder der US-A-4 538 719 ist bekannt, die Mittelwerte und die
Akzeptanzbereiche der Messwerte von Prüfobjekten im Betrieb mittels der Messwerte
der akzeptierten Münzen laufend neu auszurechnen, um Einflüsse auf die Empfindlichkeit
des Münzprüfers, wie Alterung der Münzprüferkomponenten der im Umlauf befindlichen
Münzen, zu eliminieren.
[0005] Es ist weiterhin bekannt, wie in EP-A-0 072 189 beschrieben, die Anzahl von Messungen
dadurch zu reduzieren, dass zur Kalibrierung eines Münzprüfers zwei genau bekannte,
nicht münzenähnliche Prüflinge ("Tokens") anstelle eines Satzes von echten Münzen
verwendet werden und dass aufgrund der mit den beiden Prüflingen mit einem speziellen
Testgerät erhaltenen Messresultate die Akzeptanzbereiche berechnet werden.
[0006] Weiterhin sind auch von DE-A 37 14 298 und GB -A-2 199 978 on-line Verfahren zur
Kalibrierung von Münzprüfern bekannt, bei welchen für abgespeicherte Akzeptanzbereiche
aufgrund von Messungen eingeworfener Münzen Korrekturwerte ermittelt und gespeichert
werden. Dabei sind solche Korrekturen aber entweder nur getrennt für jeden Münztyp
oder nur für vorausbestimmte Münztypen durchführbar. Es besteht deshalb ein Bedürfnis,
im Feld alle Münzbereiche on-line gleichzeitig korrigieren zu können, und zwar aufgrund
weniger Münzen irgendwelcher normalerweise vorhandenen Münzen.
[0007] Die Lösung dieser Aufgabe besteht in einem Verfahren, gekennzeichnet durch die Merkmale
von Anspruch 1.
[0008] Der Vorteil des erfinderischen Verfahrens besteht darin, dass für jeden zu kalibrierenden
Münzprüfer nur wenige on-line Messungen getätigt werden müssen, was den Zeit- und
Personalaufwand stark reduziert. Zudem ist die Anwendung des Verfahrens im Feld ermöglicht,
da normale Münzen eines zugelassenen Münztyps gebraucht werden können. Bevorzugte
Varianten sind in den abhängigen Ansprüchen beschrieben.
[0009] Ein Akzeptanzbereich A wird durch einen Mittelwert M der Messwerte und eine maximale
positive und negative Abweichung (p·e) gegeben, d.h. A = [M-p·e,M+p·e], wobei p einen
Toleranzfaktor und e die Streuung der Messwerte bedeuten. Entsprechend werden die
Akzeptanzbereiche des Referenzprüfers für jeden Münztyp bestimmt, sowie der erweiterte
Akzeptanzbereich A
e durch die Extremwerte der Akzeptanzbereiche der Musterprüfer. Zur zuverlässigen Eichung
des Referenzprüfers und der Musterprüfer werden jeweils vorzugsweise mindestens 32,
bzw. 8 Münzen jedes Münztyps gemessen. Das Verfahren ist speziell für die Bestimmung
der Akzeptanzbereiche von dem Münzdurchmesser entsprechenden Messparametern geeignet.
[0010] In bevorzugten Formen des Verfahrens wird das Abweichen des Messverhaltens des Serie-Münzprüfers
vom Referenzprüfer dadurch ermittelt, dass die Differenz zwischen dem Mittelwert X
m der Messwerte der kleinen Anzahl von Münzen eines beliebigen Münztyps m und dem entsprechenden
abgespeicherten Mittelwert M
m des Referenzprüfers bestimmt wird. Eine Korrektur wird vorzugsweise nur dann durchgeführt,
wenn die Differenz X
m - M
m einen Grenzwert D überschreitet. Die Korrektur besteht entweder darin, dass

oder dass

für alle Akzeptanzbereiche A
n neu berechnet und abgespeichert wird.
[0011] Ein wesentlicher Vorteil des Verfahrens besteht darin, dass das Abweichen des Messverhaltens
des zu kalibrierenden Serie-Münzprüfers nur durch die Messung von 2 bis 5 zum gleichen
Münztyp m gehörenden, gewöhnlichen Münzen bestimmt werden kann.
[0012] Die Erfindung umfasst ferner einen Münzprüfer, gekennzeichnet durch die Merkmale
von Anspruch 11. Der erfindungsmässige Vorteil besteht darin, dass Mittel zur Kalibrierung
im Münzprüfer eingebaut sind, durch die aufgrund weniger Messungen die im Datenspeicher
vorhandenen Akzeptanzbereiche A
n neu berechnet und abgespeichert werden können. Die Mittel zur Kalibrierung umfassen
vorzugsweise Mittel zur Auslösung der Kalibrierung sowie zugehörige Prozessor- und
Speichermittel. Die Speicher sind vorzugsweise als PROMs(EPROM,EEPROM) ausgeführt.
[0013] Bevorzugten Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen beschrieben.
[0014] Die Erfindung wird anhand der Fig. 1-4 am Beispiel der Durchmesserprüfung dargestellt
:
Fig. 1 zeigt eine Wahrscheinlichkeitsverteilung des dem Münzdurchmesser entsprechenden
Parameters, gemessen an einem beliebigen Münzprüfer,
Fig 2. zeigt das Flussdiagramm des erfinderischen Verfahrens,
Fig. 3 zeigt die Beziehung zwischen dem Akzeptanzbereich A eines Referenz-Münzprüfers
und den Akzeptanzbereichen einer Gruppe von Musterprüfern, sowie dem resultierenden
erweiterten Akzeptanzbereich Ae.
Fig 4. zeigt in schematischer Form den erfinderischen Münzprüfer mit den zugehörigen
Messstellen in einem Telephonautomat und den wesentlichen Komponenten.
[0015] Im folgenden werden die bestehenden Zusammenhänge im Detail erklärt und ein bevorzugtes
erfinderisches Verfahren beschrieben.
[0016] Die Fig. 1 zeigt eine Häufigkeitsverteilung von dem Münzdurchmesser entsprechenden
Parametermessungen V
i, z.B. bei einem Referenz-Münzprüfer, für eine Anzahl Münzen K gleichen Typs. Elementare
statistische Methoden erlauben, daraus einen empirischen Mittelwert M und eine empirische
Standardabweichung e zu berechnen :


[0017] Ein möglicher, aufgrund dieser Werte definierbarer Akzeptanzbereich A für Münzen
des vorgegebenen Typs ist das Intervall [M-p·e, M+p·e], wobei p ein zu wählender Toleranzfaktor
ist. p wird dabei so gewählt, dass möglichst alle Messwerte in den Akzeptanzbereich
A fallen und dass sich benachbarte Akzeptanzbereiche für verschiedene Münztypen nicht
überschneiden. Ein typischer Wert für p ist 3 oder 4.
[0018] Das erfinderische Verfahren gliedert sich in zwei Phasen. In einer ersten, off-line
Phase geht man von von einer Auswahl baugleicher Münzprüfer aus und wählt daraus einen
Referenzmünzprüfer und J (J z. B. gleich 10) Musterprüfer aus.
[0019] Die Zahl der zu identifizierenden Münztypen sei N (N z.B. für die Schweiz bis 6:
-.10, -.20, -.50, 1.-, 2.-, 5.-). Obwohl die Münzen normalerweise einer Währung angehören,
kann der Satz von Münztypen natürlich auch verschiedene Währungen umfassen, solange
die verschiedenen Münzen durch die im Münzprüfer zur Verfügung stehenden Messvorrichtungen
unterscheidbar sind. Für jeden Münztyp werden eine relativ grosse Zahl K
1 (K
1 z. B. gleich 8, 16, 32, 64, usw.) der Münzen bereitgestellt zur Ausmessung des Referenzprüfers
und zur Bestimmung seines Akzeptanzbereichs für jeden Münztyp n. Für das Ausmessen
der Musterprüfer werden für jeden Münztyp n geringere Mengen K
2 notwendig sein, z.B. halb so viele wie für den Referenzprüfer.
[0020] Gemäss dem Flussdiagramm in Fig.2 bestimmt man, nach Bereitstellung des Referenzprüfers
und der J Musterprüfer sowie der N Münzsätze von je K Münzen beim Start zuerst in
Block 10 in einem ersten Messschritt für jeden Münztyp n, (n=1,...,N) die K
1 Messwerte V
nk der K
1 Münzen am Referenzprüfer, und berechnet daraus in Block 11 den Mittelwert M
n und die Streuung S
n. Entsprechend werden für jeden der J Musterprüfer in Block 12 die Messwerte W
jnk der K
2 Münzen zur Berechnung der Mittelwerte B
nj und der zugehörigen Streuungen S
nj bestimmt. Wie die Praxis zeigt, sind die Streuungen sowohl für alle Münztypen als
auch für alle baugleichen Münzprüfer nur wenig verschieden und können vereinfachend
gleich e gesetzt werden (Block 13).
[0021] Diese Messungen und Berechnungen werden für jeden Münztyp n durchgeführt.
[0022] Im Block 13 werden nun für jeden Münztyp aufgrund der vorhandenen Messwerte die Akzeptanzbereiche
für den Referenzprüfer und ein für alle Musterprüfer gültiger Akzeptanzbereich, der
erweiterte Akzeptanzbereich A
en, bestimmt. Für den n-ten Münztyp ist der Akzeptanzbereich A
n des Referenzprüfers gleich

und für den erweiterten Akzeptanzbereich A
en gilt

wobei


und der Toleranzfaktor p, wie oben erklärt, so gewählt wird, dass möglichst viele
Messwerte innerhalb des erweiterten Akzeptanzbereichs A
en liegen und gleichzeitig zwischen benachbarten erweiterten Akzeptanzbereichen A
en kein Ueberlappen auftritt. Diese Grundwerte werden in einem Datenspeicher für Referenzwerke
des Münzprüfers abgespeichert.
[0023] Soweit die erste, off-line Phase des erfinderischen Verfahrens. Die Gesamtheit der
im erfindungsmässigen Verfahren zum voraus bestimmten Werte besteht deshalb aus den
N Mittelwerten M
n des Referenzprüfers, dem Wert (p·e),und den 2N Grenzwerten der erweiterten Akzeptanzbereiche
A
en für jeden Münztyp, W
nmin und W
nmax. Diese Werte werden im Datenspeicher für Referenzwerte, z.B. einem EPROM, jedes zum
Einbau bereiten Münzprüfers diesen Typs, Serie-Münzprüfer genannt, gespeichert.
[0024] Die zweite, on-line Phase des erfinderischen Verfahrens wird auf die Serie-Münzprüfer
angewandt, z.B. nach Einbau eines neuen Münzprüfers in den Münzautomaten, aber auch
nach Reparaturen und Revisionen, und besteht darin, wie in Block 14 dargestellt, Messwerte
V
mi von ein paar wenigen, z.B. M=2 bis 5, zu einem Münztyp m gehörenden Münzen zu bestimmen.
Die im Münzprüfer eingebauten Auswertemittel bestimmen den Mittelwert X
m, solange alle Messwerte innerhalb eines der gespeicherten erweiterten Akzeptanzbereiche
A
en liegen, und vergleichen ihn mit dem für den Münztyp m abgespeicherten Mittelwert
M
m. Gemäss Block 15, falls die absolute Differenz X
m - M
m grösser als D ist, werden die Mittelwerte des Serie-Münzprüfers und die spezifischen
Akzeptanzbereiche A
n neu nach Block 16 gerechnet und im Datenspeicher des Serie-Münzprüfers abgespeichert.
Vorzugsweise besteht die Neuberechnung in einer simplen konstanten Korrektur für alle
Münztypen n, d.h. die neuen Mittelwerte berechnen sich aus den alten wie folgt:

[0025] Wird die Rechnung in Integer-Mode ausgeführt wird, werden Aenderungen, die unter
dem Grenzwert D≤1 liegen, nicht verarbeitet. Die Praxis zeigt, dass die konstante
Korrektur genau genug ist. Eine alternative Korrekturberechnung, die aber aufwendigere
Integer-Multiplikationen erfordert, benützt die Formel

[0026] Durch die neue Berechnung der Mittelwerte M
n und deren Abspeicherung sind die Akzeptanzbereiche A
n angepasst und damit der Serie-Münzprüfer kalibriert. Die erweiterten Akzeptanzbereiche
A
en werden nicht angepasst. Nach dieser on-line Kalibrierung ist der Serie-Münzprüfer
funktionsbereit.
[0027] Vorzugsweise fügt sich jetzt im normalen Betrieb ein, wie z.B.von WO 80/01963, vorbekanntes
adaptives Verfahren zur weiteren Anpassung der Mittelwerte an, das die Alterung des
Münzprüfers und der Münzen korrigiert.
[0028] Eine Umkalibrierung oder Anpassung an einen anderen Münzsatz erfolgt durch Austausch
des Datenspeichers, der die in der off-line Phase für diesen Münzensatz ermittelten
Grundwerte des Referenzprüfers und die erweiterten Akzeptanzbereiche A
en der Musterprüfer enthält. Die Endkalibrierung erfolgt durch die oben beschriebene
zweite oder on-line Phase. Sie kann im Feld ohne Benutzung einer Servicewerkstatt
erfolgen.
[0029] Fig. 3 zeigt in graphischer Darstellung für den Münztyp n das Messverhalten der J
Musterprüfer im Vergleich zum Referenzprüfer. Für bessere Uebersichtlichkeit ist J
hier gleich 3 gewählt. Auf der Ordinate ist der Akzeptanzbereich für den Referenzprüfer
aufgetragen, auf der Abszisse diejenigen der Musterprüfer. Die Extremwerte W
nmin und W
nmax aller Akzeptanzbereiche [B
nj-p·S
nj, B
nj+p·S
nj] der J Musterprüfer definieren für diesen Münztyp n den erweiterten Akzeptanzbereich
A
en, wobei S
nj durch e ersetzt werden kann. In der Annahme, dass die J Musterprüfer die Gesamtheit
der baugleichen Serie-Münzprüfer eines Münzprüfertyps gut repräsentieren, erlaubt
der erweiterte Akzeptanzbereich A
en eine Grob-Prüfung für den Münztypn unabhängig vom spezifischen Münzprüfer.
[0030] Der Zusammenhang zwischen den Akzeptanzbereichen A
n und denen der Musterprüfer kann auch durch die Winkel α
j charakterisiert werden, indem tg (α
j) gleich M
n/B
nj ist und dieser Winkel α
j für alle n ungefähr der gleiche ist. Die Grenzwerte W
nmin und W
nmax können dann auch mit Hilfe der Winkel α
j berechnet werden.
[0031] Es ist im Zusammenhang mit Fig 2. auch klar, dass die Wahl des Referenzprüfers unter
den Musterprüfern vorgenommen werden kann, wenn das Messverhalten aller vorgewählten
Münzprüfer nach jeweils K
2 Messungen schon bekannt ist, damit der Referenzprüfer möglichst im Mittelbereich
der Musterprüfer liegt. Dies heisst, dass die Messschleife für die Werte V
nk effektiv nicht vor der für die Werte W
njk durchlaufen werden muss, sondern dass die Reihenfolge der Blöcke 11 und 12 umgekehrt
werden kann.
[0032] Die Zahlenwerte sind vorzugsweise normalisiert. Die Normalisierung bezweckt einerseits
die Anpassung der Messwerte an die in einem Mikroprozessor zur Verfügung stehenden
2 Zahlbereiche (z.B. [1, 256] oder [1, 4096]), und anderseits die teilweise Ausschaltung
des Alterungseffekts der Messvorrichtung und des Oszillators. Falls der eigentliche
Messwert V kleiner ist als der bei Nichtvorhandensein einer Münze in Luft gemessenen
Parametermesswert,V
L, wird der Quotient V/V
L mit dem Maximalwert des zur Verfügung stehenden Zahlenbereichs (z.B. 4096) multipliziert:

[0033] Die wesentlichen Elemente des erfindungsgemässen Münzprüfers 1 zur Durchführung des
Verfahrens sind in Fig. 4 dargestellt. Solche Münzprüfer 1 sind Einheiten, die mit
dem Münzkanal in einen Münzautomaten (z.B. Telephonautomaten) einbaubar sind.
[0034] Die für das Verfahren wesentlichen Bestandteile sind eine oder mehrere Messvorrichtungen
2 und 3, ein damit verbundener Mikroprozessor 4 zur Auswertung der Messwerte, zum
Erkennen von zugelassenen Münzen und zur Steuerung des Verfahrens, sowie mit diesen
Mitteln verbundene, nicht flüchtige Datenspeicher 5 und Mittel 6 zum Auslösen der
Kalibrierung des Münzprüfers 1. Das Mittel 6 umfasst Teile 8 des Mikroprozessors 4
zum Erfassen von Kalibriersignalen 7 und den Referenzdatenspeicher 9 mit den Referenzwerten,
die nach dem erfindungsgemässen Verfahren bestimmt wurden. Die Mittel 2 bis 7 sind
in Fig. 4 nur schematisch dargestellt.
[0035] Die am Münzkanal 10 angeordneten Messvorrichtungen umfassen beispielsweise einen
Detektor 2 zur induktiven Prüfung der Legierung und der Dicke einer Münze 11 und einen
Detektor 3 zur Messung des Durchmessers der Münze 11 mittels elektromagnetischen Hochfrequenzwellen.
Der erste Detektor 2 misst mit seiner Sekundärspule die Abschwächung und Phasenverschiebung
des Eingangssignals, dessen Frequenz ungefähr bei 4 kHz liegt, provoziert durch die
Präsenz der Münze 11. Der zweite Detektor 3 misst die Frequenzverschiebung oder die
Abschwächung eines mit ungefähr 60 kHz betriebenen Oszillators durch die Anwesenheit
der Münze 11 im Feld. Die Messung der Abschwächung am ersten Detektor wird z.B. bei
stationärer Münze 11 ausgeführt, die Messungen der Phasenverschiebung am ersten Detektor
sowie am zweiten Detektor werden beim Vorbeirollen der Münze 11 im Münzkanal 10 ausgeführt.
Diese beim Vorbeirollen der Münzen ausgeführten Messungen bestehen effektiv aus einer
Serie von zeitlich gestaffelten Messungen, deren Extremwert dem zu verarbeitenden
Messwert entspricht. Solche zweite Detektoren 3 können auch bei höheren Frequenzen
(bis 20 MHz) arbeiten.
[0036] Im Normalbetrieb vergleicht der Prozessor 4 die gemessenen, normalisierten Parameterwerte
mit den zugehörigen im ersten Datenspeicher 5 abgespeicherten Akzeptanzbereichen und
entscheidet die Annahme der geprüften Münze 11 als Münze vom Typ n, falls die Messwerte
beider Messvorrichtungen in die entsprechenden Akzeptanzbereiche fallen. Falls eine
solche Zuordnung nicht möglich ist, wird die Münze 11 zurückgewiesen. Die Messwerte
werden vorzugsweise dazu verwendet, die abgespeicherten Referenzmittelwerte adaptiv
anzupassen.
[0037] Der Kalibrierteil 7 des Prozessors 4 kann zum Kalibrieren aktiviert werden. Danach
werden zwei bis fünf Münzen 11 eines einzigen Münztyps m in den Münzautomaten eingegeben
und von den Messvorrichtungen 2 und 3 gemessen. Die Messwerte werden vom Prozessor
4 normalisiert und mit den im Speicher 5 abgespeicherten Werten verglichen. Falls
die absolute Differenz zwischen dem adhoc ermittelten Mittelwert X
m und dem abgespeicherten Mittelwert M
m den Grenzwert D überschreitet, werden die Mittelwerte M
n und die Akzeptanzbereiche A
n nach einem der oben beschriebenen Verfahren neu gerechnet und im Referenzdatenspeicher
9 abgespeichert. Damit ist die Kalibrierung zu Ende und der Prozessor 4 im Kalibrierzustand
deaktiviert sich. Der Münzprüfer 1 ist jetzt betriebsbereit.
[0038] Sind mehrere Messvorrichtungen 2,3 längs des Münzkanals 10 angeordnet, die für die
Erkennung der Münze 11 notwendig sind, läuft das oben beschriebene Verfahren für jede
Messvorrichtung 2,3 unabhängig aber gleichzeitig ab.
1. Verfahren zur Kalibrierung von Münzprüfern (1) eines zur Erkennung von mehreren Münztypen
bestimmten Münzprüfertyps, wobei jeder Münzprüfer (1) mindestens eine Messvorrichtung
(2,3), Mittel (4) zur Auswertung von Messwerten und zur Erkennung von zugelassenen
Münzen (11) sowie einen Datenspeicher (5) aufweist und wobei die Erkennung darauf
beruht, dass ein oder mehrere Münzparametermesswerte (V) mit im Datenspeicher abgespeicherten
Akzeptanzbereichen (A
n) verglichen werden, bestehend aus
- Messung des oder der zur Erkennung verwendbaren Münzparameter an einer repräsentativen
Menge (K) von zugelassenen Münzen (11) für jeden Münztyp n, 1≤n≤N,
- Bestimmung und Abspeicherung von Akzeptanzbereichen (An) im Datenspeicher des Münzprüfers (1) für jeden Münztyp n,
gekennzeichnet durch
- Messung des oder der Münzparameter für eine repräsentative Menge (K1) von Münzen (11) für jeden Münztyp n und Bestimmen entsprechender Akzeptanzbereiche
(An=Mn±e·p) mit einem Referenzprüfer des gleichen Münzprüfertyps,
- Messung des oder der Münzparameter für eine repräsentative Menge (K2) von Münzen (11) für jeden Münztyp n und Bestimmen entsprechender Akzeptanzbereiche
(Bnj±e·p) mit einer Gruppe von J Musterprüfern des gleichen Münzprüfertyps,
- Bestimmen eines erweiterten Akzeptanzbereichs (Aen) aus den Akzeptanzbereichen (Bnj±e·p) der J Musterprüfer für jeden Münztyp n dergestalt, dass möglichst viele Münzparametermesswerte
innerhalb des erweiterten Akzeptanzbereichs (Aen) liegen und gleichzeitig zwischen benachbarten erweiterten Akzeptanzbereichen (Aen) kein Ueberlappen auftritt,
- Abspeichern der Akzeptanzbereiche (An) des Referenzprüfers und der erweiterten Akzeptanzbereiche (Aen) für jeden Münztyp n im Datenspeicher (5) eines zu kalibrierenden Serie-Münzprüfers
(1),
- Messung einer kleinen Anzahl von Münzen (11) eine beliebigen Münztyps m, 1≤m≤N,mit
dem Serie-Münzprüfer (1), wobei die Messwerte nur dann ausgewertet werden, wenn alle
Messwerte innerhalb eines der gespeicherten erweiterten Akzeptanzbereiche (Aen) liegen,
- Bestimmen einer Abweichung des Messverhaltens des Serie-Münzprüfers von dem des
Referenzprüfers für den Münztyp m und hieraus abgeleitete Bestimmung einer allfälligen
Korrektur für alle Münztypen n,
- Abspeichern von korrigierten Akzeptanzbereichen für alle Münztypen n im Datenspeicher
(5) des Serie-Münzprüfers.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Akzeptanzbereich A für
einen Münzparameter durch einen Mittelwert M des Münzparameters und durch eine maximale
Abweichung (p·e) gegeben ist, d.h.

wobei e die statistische Abweichung des Münzparameters und p ein Toleranzfaktor ist.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zum Bestimmen der Akzeptanzbereiche
des Referenzprüfers, für jeden Münztyp n, K1 Münzen gemessen und ein Mittelwert Mn und eine Abweichung Sn berechnet werden, und dass zur Bestimmung der Akzeptanzbereiche von J Musterprüfern,
für jeden Münztyp n, K2 Münzen gemessen und Mittelwerte Bnj berechnet werden.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der erweiterte Akzeptanzbereich
A
en für einen Münzparameter, für jeden Münztyp n, durch die zwei Extremwerte aller Akzeptanzbereiche
[B
nj-e·p,B
nj+e·p] der J Musterprüfer gegeben ist

wobei

5. Verfahren nach Anspruch 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass die Bestimmung der Abweichung
des Messverhaltens des Serie-Münzprüfers darin besteht, die Differenz zwischen dem
Mittelwert X
m der in den erweiterten Akzeptanzbereich A
en fallenden Messwerte der kleinen Anzahl von Münzen des Münztyps m und dem entsprechenden
abgespeicherten Mittelwert M
m des Referenzprüfers zu bestimmen, und dass zur Korrektur die Mittelwerte zum Berechnen
der Akzeptanzbereiche wie folgt geändert und abgespeichert werden:
6. Verfahren nach Anspruch 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass die Bestimmung der Abweichung
des Messverhaltens des Münzprüfer darin besteht, den Quotienten vom Mittelwert X
m der Messwerte der kleinen Anzahl von Münzen und des entsprechenden abgespeicherten
Mittelwerts M
m des Referenzprüfers zu bestimmen, und dass die Korrektur darin besteht, die Mittelwerte
zum Berechnen der Akzeptanzbereiche wie folgt geändert und abgespeichert werden:
7. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Akzeptanzbereiche
nur neu berechnet werden, wenn die absolute Differenz (Xm-Mm) grösser ist als D.
8. Verfahren nach Anspruch 1-6, dadurch gekennzeichnet, dass die kleine Anzahl von Münzen
für die Kalibrierung der Serie-Münzprüfer (1) bis 5 beträgt.
9. Verfahren nach Anspruch 3-8, dadurch gekennzeichnet, dass für jeden Münztyp n die
repräsentative Menge K1 von Münzen für den Referenzprüfer mindestens 32 Münzen, und K2 für die Musterprüfer mindestens 8 Münzen beträgt.
10. Verfahren nach Anspruch 1-9, dadurch gekennzeichnet, dass die abgespeicherten Mittelwerte
und die Akzeptanzbereiche im Betrieb laufend adaptiv angepasst werden.
11. Münzprüfer (1) zur Erkennung von mehreren Münztypen n, zum Anordnen an einen Münzkanal
(10) eines Münzautomaten, mit mindestens einer Messvorrichtung (2;3) zum Messen von
Münzparametern, mindestens einem Datenspeicher (5) zur Speicherung von Referenzwerten,
mit Mitteln (4) zur Auswertung von Messwerten und für die Erkennung von zugelassenen
Münzen (11) und mit Mitteln (6) zum Kalibrieren der Messvorrichtung (2;3), die einen
Auslöser der Kalibrierung (7), Mittel (8) zur Berechnung und Abspeicherung angepasster
Akzeptanzbereiche für jeden Münztyp n, sowie einen Datenspeicher (9) zur Speicherung
der angepassten Akzeptanzbereiche umfassen, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel
zur Kalibrierung (6) Messwerte einer kleinen Anzahl eingegebener Münzen eines beliebigen
Münztypes m auswerten, um eine Abweichung des Messverhaltens des Münzprüfers (1),
von dem des Referenzprüfers festzustellen und alle Akzeptanzbereiche für alle Münztypen
n neu zu berechnen und im Datenspeicher (9) abzuspeichern.
12. Münzprüfer nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (4) Mittel zum
Normalisieren der Messwerte V an einer Münze (11) mit dem Messwert VL im Leerzustand des Münzkanals (10) und mit dem Maximalwert I des in den Mitteln (4)
zur Verfügung stehenden Integerbereichs umfassen.
13. Münzprüfer nach den Ansprüchen 11-12, dadurch gekennzeichnet, dass die Mitteln (4)
zur Auswertung von Messwerten Mittel zur Selbstanpassung während des Betriebs enthalten.
1. Method for the calibration of coin testers (1) of a coin-tester type intended for
the recognition of a plurality of coin types, each coin tester (1) having at least
one measuring device (2, 3), means (4) for the evaluation of measured values and for
the recognition of permitted coins (11) and a data memory (5), and the recognition
being based on a comparison of one or more measured coin-parameter values (V) with
acceptance ranges (A
n) stored in the data memory, consisting of
- the measurement of the coin parameter or coin parameters, which can be used for
recognition, on a representative quantity (K) of permitted coins (11) for each coin
type n, 1≤n≤N,
- the determination and storage of acceptance ranges (An) in the data memory of the coin tester (1) for each coin type n,
characterized by
- the measurement of the coin parameter or coin parameters for a representative quantity
(K1) of coins (11) for each coin type n and the determination of corresponding acceptance
ranges (An=Mn±e.p) by means of a reference tester of the same coin-tester type,
- the measurement of the coin parameter or coin parameters for a representative quantity
(K2) of coins (11) for each coin type n and the determination of corresponding acceptance
ranges (Bnj±e.p) by means of a group of J sample testers of the same coin-tester type,
- the determination of an extended acceptance range (Aen) from the acceptance ranges (Bnj±e.p.) of the J sample testers for each coin type n, such that as many measured coin-parameter
values as possible come within the extended acceptance range (Aen) and simultaneously no overlap occurs between adjacent extended acceptance ranges
(Aen),
- the storage of the acceptance ranges (An) of the reference tester and of the extended acceptance ranges (Aen) for each coin type n in the data memory (5) of a series coin tester (1) to be calibrated,
- the measurement of a small number of coins (11) of any coin type m, 1≤m≤N, by means
of the series coin tester (1), the measured values being evaluated only when all the
measured values come within one of the stored extended acceptance ranges (Aen),
- the determination of a deviation of the measurement behaviour of the series coin
tester from that of the reference tester for the coin type m and the determination
derived from this of a relevant correction for all coin types n,
- the storage of corrected acceptance ranges for all coin types n in the data memory
(5) of the series coin tester.
2. Method according to Claim 1, characterized in that the acceptance range A for a coin
parameter is given by an average value M of the coin parameter and by a maximum deviation
(p·e), that is to say

e being the statistical deviation of the coin parameter and p being a tolerance factor.
3. Method according to Claim 2, characterized in that, to determine the acceptance ranges
of the reference tester, for each coin type n, K1 coins are measured and an average value Mn and a deviation Sn are calculated, and in that, to determine the acceptance ranges of J sample testers,
for each coin type n, K2 coins are measured and average values Bnj are calculated.
4. Method according to Claim 3, characterized in that the extended acceptance range A
en for a coin parameter is given, for each coin type n, by the two extreme values of
all the acceptance ranges [B
nj-e·p, B
nj+e·p] of the J sample testers

in which

5. Method according to Claim 1 to 4, characterized in that the determination of the deviation
of the measurement behaviour of the series coin tester involves determining the difference
between the average value X
m of the measurement values of the small number of coins of the coin type m coming
into the extended acceptance range A
en and the corresponding stored average value M
m of the reference tester, and in that, for correction, the average values for calculating
the acceptance ranges are changed as follows and are stored:
6. Method according to Claim 1 to 4, characterized in that the determination of the deviation
of the measurement behaviour of the coin tester involves determining the quotient
of the average value X
m of the measured values of the small number of coins and the corresponding stored
average value M
m of the reference tester, and in that the correction involves changing the average
values for calculating the acceptance ranges as follows and storing them:
7. Method according to Claim 5 or 6, characterized in that the acceptance ranges are
recalculated only when the absolute difference (Xm-Mm) is greater than D.
8. Method according to Claims 1 to 6, characterized in that the small number of coins
for the calibration of the series coin testers (1) is 2 to 5.
9. Method according to Claims 3 to 8, characterized in that, for each coin type n, the
representative quantity K1 of coins for the reference tester is at least 32 coins, and K2 for the sample testers is at least 8 coins.
10. Method according to Claims 1 to 9, characterized in that the stored average values
and the acceptance ranges are continuously matched adaptively during operation.
11. Coin tester (1) for the recognition of a plurality of coin types n, for arrangement
on a coin channel (10) of a coin-operated machine, with at least one measuring device
(2; 3) for the measurement of coin parameters, with at least one data memory (5) for
the storage of reference values, with means (4) for the evaluation of measured values
and for the recognition of permitted coins (11), and with means (6) for the calibration
of the measuring device (2; 3), which comprise an initiator of the calibration (7),
means (8) for the calculation and storage of adapted acceptance ranges for each coin
type n and a data memory (9) for the storage of the adapted acceptance ranges, characterized
in that the calibration means (6) evaluate measured values from a small number of
introduced coins of any coin type m, in order to establish a deviation of the measurement
behaviour of the coin tester (1) from that of the reference tester and to recalculate
all the acceptance ranges for all coin types n and store them in the data memory (9).
12. Coin tester according to Claim 11, characterized in that the means (4) comprise means
for the standardization of the measured values V on a coin (11) with the measured
value VL in the empty state of the coin channel (10) and with the maximum value I of the integer
range available in the means (4).
13. Coin tester according to Claims 11 to 12, characterized in that the means (4) for
the evaluation of measured values contain means for self-adaptation during operation.
1. Procédé pour le calibrage de contrôleurs de pièces de monnaie (1) d'un type de contrôleur
de pièces de monnaie destiné à reconnaître plusieurs types de pièce de monnaie, dans
lequel chaque contrôleur de pièces de monnaie (1) présente au moins un dispositif
de mesure (2, 3), des moyens (4) pour exploiter des valeurs mesurées et pour reconnaître
des pièces de monnaie autorisées (11) ainsi qu'une mémoire (5) et dans lequel la reconnaissance
est basée sur le fait qu'une ou plusieurs des valeurs mesurées (V) des paramètres
de pièces de monnaie est (sont) comparée(s) avec des domaines d'acceptabilité (A
n) enregistrés dans la mémoire, comprenant
- la mesure du ou des paramètre(s) de pièces de monnaie à utiliser pour la reconnaissance,
sur une quantité représentative (K) de pièces de monnaie autorisées (11) pour chaque
type de pièce de monnaie n, avec 1 ≤ n ≤ N,
- la détermination et l'enregistrement de domaines d'acceptabilité (An) dans la mémoire du contrôleur de pièces de monnaie (1) pour chaque type de pièce
de monnaie n,
caractérisé par
- la mesure du ou des paramètre(s) de pièces de monnaie pour une quantité représentative
(K1) de pièces de monnaie (11) pour chaque type de pièce de monnaie n et la détermination
de domaines d'acceptabilité correspondants (An = Mn ± e.p) avec un contrôleur de pièces de monnaie de référence du même type de pièce
de monnaie,
- la mesure du ou des paramètre(s) de pièces de monnaie pour une quantité représentative
(K2) de pièces de monnaie (11) pour chaque type de pièce de monnaie n et la détermination
de domaines d'acceptabilité correspondants (Bnj ± e.p) avec un groupe de J contrôleurs d'échantillons du même type de pièces de monnaie,
- la détermination d'un domaine d'acceptabilité élargi (Aen) à partir des domaines d'acceptabilité (Bnj ± e.p) des J contrôleurs d'échantillons pour chaque type de pièce de monnaie n, de
telle façon qu'un nombre aussi élevé que possible de valeurs mesurées des paramètres
de pièces de monnaie soient situés à l'intérieur du domaine d'acceptabilité élargi
(Aen) et en même temps qu'il ne se produise pas de recouvrement entre des domaines d'acceptabilité
élargis (Aen) voisins,
- l'enregistrement des domaines d'acceptabilité (An) du contrôleur de pièces de monnaie de référence et des domaines d'acceptabilité
élargis (Aen) pour chaque type de pièce de monnaie n dans la mémoire (5) d'un contrôleur de pièces
de monnaie de série (1) à calibrer,
- la mesure d'un petit nombre de pièces de monnaie (11) d'un type quelconque de pièce
de monnaie m, avec 1 ≤ m ≤ N, avec le contrôleur de pièces de monnaie de série (1),
les valeurs mesurées n'étant alors exploitées que si toutes les valeurs mesurées sont
situées à l'intérieur d'un des domaines d'acceptabilité élargis (Aen) enregistrés dans la mémoire,
- la détermination d'une déviation du comportement de mesure du contrôleur de pièces
de monnaie de série par rapport à celui du contrôleur de pièces de monnaie de référence
pour le type de pièce de monnaie m et la détermination qui en découle d'une correction
générale pour tous les types de pièces de monnaie n,
- l'enregistrement de domaines d'acceptabilité corrigés pour tous les types de pièce
de monnaie n dans la mémoire (5) du contrôleur de pièces de monnaie de série.
2. Procédé suivant la revendication 1, caractérisé en ce que le domaine d'acceptabilité
A pour un paramètre de pièce de monnaie est donné par une valeur moyenne M du paramètre
de pièce de monnaie et par une déviation maximale (p.e), c'est-à-dire

où e représente la déviation statistique du paramètre de pièce de monnaie et p un
facteur de tolérance.
3. Procédé suivant la revendication 2, caractérisé en ce que, pour la détermination des
domaines d'acceptabilité du contrôleur de pièces de monnaie de référence, pour chaque
type de pièce de monnaie n, on mesure K1 pièces de monnaie et on calcule une valeur moyenne Mn et une déviation Sn, et en ce que, pour la détermination des domaines d'acceptabilité de J contrôleurs
d'échantillons, pour chaque type de pièce de monnaie n, on mesure K2 pièces de monnaie et on calcule des valeurs moyennes Bnj.
4. Procédé suivant la revendication 3, caractérisé en ce que le domaine d'acceptabilité
élargi A
en pour un paramètre de pièce de monnaie est donné, pour chaque type de pièce de monnaie
n, par les deux valeurs extrêmes de tous les domaines d'acceptabilité (B
nj - e.p, B
nj + e.p) des J contrôleurs d'échantillons, soit

où

5. Procédé suivant les revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la détermination de
la déviation du comportement de mesure du contrôleur de pièces de monnaie de série
consiste à déterminer la différence entre la valeur moyenne X
m des valeurs mesurées du petit nombre de pièces de monnaie du type de pièce de monnaie
m tombant dans le domaine d'acceptabilité élargi A
en et la valeur moyenne enregistrée correspondante M
m du contrôleur de pièces de monnaie de référence, et en ce que, pour la correction,
les valeurs moyennes sont, pour le calcul des domaines d'acceptabilité, modifiées
et enregistrées comme suit :

où 1 ≤ m ≤ N.
6. Procédé suivant les revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la détermination de
la déviation du comportement de mesure du contrôleur de pièces de monnaie consiste
à déterminer le quotient entre la valeur moyenne X
m des valeurs mesurées du petit nombre de pièces de monnaie et la valeur moyenne enregistrée
correspondante M
m du contrôleur de pièces de monnaie de référence, et en ce que la correction consiste
à modifier et à enregistrer comme suit les valeurs moyennes pour le calcul des domaines
d'acceptabilité :

où 1 ≤ m ≤ N.
7. Procédé suivant la revendication 5 ou 6, caractérisé en ce que les domaines d'acceptabilité
ne sont à nouveau calculés que lorsque la différence absolue (Xm - Mm) est plus grande que D.
8. Procédé suivant les revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le petit nombre de
pièces de monnaie pour le calibrage du contrôleur de pièces de monnaie de série (1)
vaut de 2 à 5.
9. Procédé suivant les revendications 3 à 8, caractérisé en ce que, pour chaque type
de pièce de monnaie n, la quantité représentative K1 de pièces de monnaie pour le contrôleur de pièces de monnaie de référence vaut au
moins 32 pièces de monnaie, et K2 pour les contrôleurs d'échantillons vaut au moins 8 pièces de monnaie.
10. Procédé suivant les revendications 1 à 9, caractérisé en ce que les valeurs moyennes
enregistrées et les domaines d'acceptabilité peuvent être adaptés par adaptation continue
en cours de fonctionnement.
11. Contrôleur de pièce de monnaie (1) destiné à reconnaître plusieurs types de pièce
de monnaie n, à disposer dans un canal à pièces de monnaie (10) d'un automate à monnayeur,
avec au moins un dispositif de mesure (2; 3) pour la mesure de paramètres de pièces
de monnaie, au moins une mémoire (5) pour enregistrer des valeurs de référence, avec
des moyens (4) pour l'exploitation de valeurs mesurées et pour la reconnaissance de
pièces de monnaie autorisées (11) et avec des moyens (6) pour calibrer le dispositif
de mesure (2; 3), qui comprennent un déclencheur du calibrage (7), des moyens (8)
pour le calcul et l'enregistrement de domaines d'acceptabilité adaptés pour chaque
type de pièce de monnaie n, ainsi qu'une mémoire (9) pour l'enregistrement des domaines
d'acceptabilité adaptés, caractérisé en ce que les moyens de calibrage (6) exploitent
des valeurs mesurées d'un petit nombre de pièces de monnaie introduites d'un type
quelconque de pièce de monnaie m, pour constater une déviation du comportement de
mesure du contrôleur de pièces de monnaie (1) par rapport à celui du contrôleur de
pièces de monnaie de référence, et à nouveau calculer et enregistrer dans la mémoire
(9) tous les domaines d'acceptabilité pour tous les types de pièces de monnaie n.
12. Contrôleur de pièce de monnaie suivant la revendication 11, caractérisé en ce que
les moyens (4) comprennent des moyens pour la normalisation des valeurs mesurées V
sur une pièce de monnaie (11) avec la valeur mesurée VL dans l'état vide du canal à pièces de monnaie (10) et avec la valeur maximale I du
domaine de nombres entiers disponible dans les moyens (4).
13. Contrôleur de pièce de monnaie suivant l'une quelconque des revendications 11 et 12,
caractérisé en ce que les moyens (4) pour l'exploitation de valeurs mesurées contiennent
des moyens pour l'auto-adaptation pendant le fonctionnement.