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(11) |
EP 0 619 635 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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15.10.1997 Patentblatt 1997/42 |
| (22) |
Anmeldetag: 31.03.1994 |
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Sammelhalter für Kabel oder Rohre
Holder for a plurality of cables or tubes
Pièce de soutien pour plusieurs câbles ou tubes
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE DK ES FR GB GR IE IT LI NL PT SE |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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SI |
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Priorität: |
08.04.1993 DE 4311765
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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12.10.1994 Patentblatt 1994/41 |
| (73) |
Patentinhaber: Schnabl, Ludwig |
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A-3133 Traismauer (AT) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Schnabl, Ludwig
A-3133 Traismauer (AT)
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| (74) |
Vertreter: Jaeger, Klaus, Dr. et al |
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Jaeger, Böck & Köster,
Patentanwälte,
Pippinplatz 4a D-82131 Gauting D-82131 Gauting (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-U- 9 108 817
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FR-A- 2 188 709
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Sammelhalter, insbesondere aus Kunststoff, für Kabel
oder Rohre oder dergleichen nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Insbesondere betrifft
die Erfindung einen Sammelhalter, der einen Rastmechanismus aufweist und mit anderen
Installationselementen kombinierbar ist.
[0002] Sammelhalter werden beim Verlegen von Kabeln oder Rohren recht häufig angewandt,
da sie den Vorteil bieten, daß ein Installationselement mehrere Kabel bzw. Rohrleitungen
aufnehmen kann und daß auch bei möglicherweise notwendigen Nachrüstungen die Installationsmaterialien
durch die bereits vorhandenen Sammelhalterungen geführt werden können, was eine recht
große Zeiteinsparung mit sich bringt. Weiterhin hat die Führung von Installationselementen
durch Sammelhalter den Vorteil, daß nur geringe bzw. begrenzte Wand- oder Deckenbereiche
von Installationsmaterialien überzogen werden.
[0003] Aus dem Stand der Technik sind eine Vielzahl von Sammelhaltern bzw. von Schellen
bekannt, die Rohre bzw. Kabel aufnehmen und an Wänden bzw. Decken von zu installierenden
Räumlichkeiten entlangführen. Bekannt sind hier beispielsweise Bügelschellen, die
zum Sammeln von Kabeln oder Rohren übereinander angeordnet werden können. Hierbei
können Bügelschellen unterschiedlichen Durchmessers ineinandergerastet werden. Diese
ineinanderrastbaren Bügelschellen weisen jedoch den Nachteil auf, daß bei jeder Neuinstallation
die hinzuzufügende Bügelschelle recht aufwendig in die schon vorhandenen Bügelschellen
eingerastet werden muß. Zum anderen ist diese Art der Sammelhalterung sehr materialintensiv,
da an jeder Festlegungsstelle eine neue Bügelschelle aufgerastet werden muß.
[0004] Weiterhin sind aus der DE-U- 91 08 817 Kabelsammelhalterungen bzw. Kabelschellen
bekannt, welche die gesammelten Kabel bzw. Rohre in einem Bügel aufnehmen. Diese Bügel
sind schließbar und können unterschiedliche geometrische Formen aufweisen. Insbesondere
weisen diese schließbaren Bügel Ringform oder in etwa rechteckige Form auf. Zur Formstabilisierung
sind derartige bekannte Sammelhalter profiliert ausgestaltet, wobei der bewegliche
Bügelteil, der zur Freigabe der Halteröffnung bewegbar angelenkt ist, weniger verstärkt
ausgestaltet ist. Das Schließen derartiger bekannter Bügelschellen bzw. Sammelhalterungen
erfolgt durch Einrasten eines Hakens in eine Einrastöse. Das hakenartige Einrastelement
ist dabei formkomplementär der Einrastöse gegenüberliegend angeordnet und wird bei
Schließen des Ringes unter Zusammendrücken von zwei federnden Hakenteilen in die Öse
eingeführt. Um ein Herausgleiten des Hakens aus der Einrastöse zu verhindern, ist
auf dem oberen Ösenschenkel ein Vorsprung angeordnet, welcher die Einrastöse hintergreift
und den Haken in der Einrastöse arretiert. Zum Öffnen dieser Bügelverbindung ist es
notwendig, die federnd miteinander verbundenen Hakenteile aufeinander zuzubewegen,
insbesondere so weit, daß beide Hakenschenkel aufeinander liegen und der Vorsprung
so weit nach unten gedrückt wird, daß er aus der die Öse hintergreifenden Stellung
herausgelöst wird. Zum Lösen dieser Hakenverbindung ist es also notwendig, den oberen
Hakenschenkel senkrecht auf den unteren Hakenschenkel zu drücken und durch eine leichte
Zugbewegung in Verbindung mit der senkrechten Druckbewegung den Vorsprung aus der
arretierten Stellung herauszulösen, um die Montageöffnung freizugeben.
[0005] Nachteilig an dieser Hakenverbindung ist insbesondere, daß es häufig vorkommt, daß
die senkrechte Druckkraft, die auf den federnden Hakenschenkel aufgebracht wird, um
die Verbindung zu öffnen, zu gering ist und sich der Vorsprung sehr schwer aus dem
Hintergriff der Öse herauslösen läßt, so daß es oftmals doch mehrerer Versuche bedarf,
diesen Rastmechanismus zu öffnen.
[0006] Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
einen Sammelhalter zu entwickeln, der einen Rastmechanismus bzw. eine Bügelverbindung
aufweist, die einfach und schnell handhabbar ist und die insbesondere auch durch das
Montagepersonal mit einer Hand zuverlässig geöffnet und geschlossen werden kann.
[0007] Diese Aufgabe wird durch einen Sammelhalter nach der Lehre des Anspruchs 1 gelöst.
[0008] Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0009] Der Sammelhalter weist in seiner einfachsten Ausführung einen Rastmechanismus auf,
der als hakenförmig gekrümmtes Formteil ausgebildet ist, das sich nach außen hin,
also von der Sammelhalterung weg, bewegbar ausgestaltet ist. Dieses hakenförmig gekrümmte
Formteil weist zwei Hakenschenkel auf, von denen ein Hakenschenkel mit dem beweglich
angelenkten Schenkel des Grundkörpers der Sammelhalterung verbunden ist. An diesem
Hakenschenkel ist ein zweiter Hakenschenkel federnd angelenkt, der sich keilförmig
unter Ausbildung einer Rastnase in Öffnungsrichtung verdickt. Dieser verdickte keilförmige
Hakenschenkel ist über ein Filmscharnier mit einem im wesentlichen halbrunden , der
Form des Widerlagers entgegengesetzt ausgestalteten, Öffnungshebel des Rastmechanismus
verbunden. Dieser Rastmechanismus ist am beweglichen Schenkel des Grundkörpers so
angeordnet, daß die Einrastöffnung, die ebenfalls am Grundkörper angeordnet ist, genau
in dessen Bewegungslinie liegt, so daß bei einer Bewegung des beweglichen Schenkels
in Richtung Grundkörper der Rastmechanismus durch ein formkomplementäres Einrastfenster
aufgenommen wird.
[0010] Der den Rastmechanismus tragende Schenkel des Grundkörpers ist beweglich am Grundkörper
so angeordnet, daß die Beweglichkeit durch eine Art Scharnier, also ineinandergreifende
miteinander verbundene Formelemente, oder durch ein Filmscharnier an der Verbindungsstelle
zum formstabilen Grundkörper gegeben ist. Der Grundkörper ist zur Gewährleistung einer
notwendigen Formstabilität in sich stabil ausgestaltet, insbesondere durch entsprechend
verstärkte Bügelteile. Diese Formstabilität kann durch eine entsprechende Stärke des
umlaufenden Kunststoffbügels gegeben sein, der Kunststoffbügel kann ebenso durch parallel
zueinander verlaufende formkomplementäre Kunststoffbügel gestaltet sein, die durch
Verstärkungsrippen miteinander verbunden sind.
[0011] Am verstärkten Grundkörper des Sammelhalters ist dem Rastmechanismus gegenüberliegend,
in Bewegungsrichtung, also in Schließrichtung auf der Bewegungslinie des beweglichen
Schenkels liegend, eine dem Rastmechanismus formkomplementäre Einrastöffnung mit einem
Einrastfenster zur Aufnahme des Rastmechanismus angeordnet. Über dieser Einrastöffnung
ist zwischen Einrastöffnung und Grundkörper ein im wesentlichen halbrunden ausgebildetes
Widerlager angeordnet. Dieses Widerlager überspannt den gesamten äußeren Winkel zwischen
Grundkörper und Einrastfenster. Das Widerlager kann so ausgestaltet sein, daß es die
gesamte Breite des Grundkörpers, also die gesamte Breite des Einrastfensters überspannend
einteilig ausgeführt ist, das Widerlager kann ebenso mehrteilig in Form von voneinander
beabstandeten einzelnen Widerlagern verschiedener Breiten ausgeführt sein. Das den
Winkel zwischen Grundkörper und Einrastfenster überspannende Widerlager kann einteilig
in sich geschlossen ausgeführt sein, es können aber im Widerlager auch Entlastungsausnehmungen
eingeformt sein, die der Aufnahme von Entlastungskeilen, welche formkomplementär zu
den Entlastungsausnehmungen auf dem Öffnunghebel angeordnet sind und bei Schließen
des Rastmechanismus in diese Entlastungsausnehmungen eingreifen, dienen. Diese Entlastungskeile
haben die Funktion, die sich keilförmig verdickende Rastnase, die beim Schließen des
Rastmechanismus das Einrastfenster an seinem oberen Rastösensteg hintergreift zu entlasten
und die Stabilität der Rastverbindung nochmals zu sichern. In Abhängigkeit von der
Größe des Sammelhalters und der Größe der zu tragenden Installationsmaterialien, sowie
in Abhängigkeit vom Gewicht dieser Installationsmaterialien können mehrere Entlastungsausnehmungen
am Widerlager und mehrere dazu formkomplementäre Entlastungskeile am Rastmechanismus
angeordnet sein.
[0012] Am Widerlager sind Verstärkungsrippen ein- oder angeformt. Diese Verstärkungsrippen
können den gesamten Widerlagerbereich zwischen Grundkörper und Einrastöffnung überziehen
und je nach Breite des Widerlagers auch sowohl links als auch rechts über die Widerlagerbreite
hinausragen.
[0013] Zum Öffnen des Rastmechanismus ist an dem sich keilförmig verdickenden Hakenschenkel
über ein Filmscharnier ein öffnungshebel angelenkt bzw. angeformt. Der Öffnungshebel
ist dabei der Form des Widerlagers entgegengesetzt ausgestaltet, insbesondere jedoch
halbrund ausgebildet, so daß beim Öffnen des Rastmechanismus Öffnungshebel und Widerlager
gegeneinander abrollen. Zum Öffnen des Rastmechanismus wird der Öffnungshebel mit
leichtem Druck gegen das Widerlager gepreßt, so daß durch diesen Druck der Öffnungshebel
nach Art eines zweiseitigen Hebels am Widerlager anliegt. Dabei werden die auf den
Öffnungshebel ausgeübten nach oben verlaufenden Druckkräfte umgeleitet und bewirken
eine Verformung des Filmscharniers nach Art einer Abknickung an der dünnsten Filmscharnierstelle.
Diese Abknickung erfolgt bei gleichzeitiger Aushebelung der Rastnase aus der Hintergriffstellung
bzw. Einraststellung hinter dem oberen Rastösensteg. Beim Aushebeln der Rastnase aus
dem oberen Rastösensteg gleitet der Öffnungshebel auf dem Widerlager nach oben und
führt die ausgehebelte Rastnase aus dem Einrastfenster heraus. Zu Beginn des Öffnungsvorganges
des Rastmechanismus, bei dem der Öffnungshebel gegen das Widerlager gedrückt wird
und das Ein/Abknicken des Filmscharniers beginnt, zieht das Filmscharnier aufgrund
der Hebelwirkung die beiden federnd miteinander verbundenen Hakenschenkel des Rastmechanismus
gegeneinander, was gleichzeitig ein Aushebeln der Rastnase bewirkt und den unteren
Hakenschenkel welcher den unteren Rastösensteg übergreift leicht in Richtung des oberen
Rastösensteges drückt, so daß beide Hakenschenkel ohne sich zu verklemmen oder zu
verkeilen aus dem Einrastfenster herausgleiten. Die beidseitige Hebelwirkung, die
durch Anlegen des Öffnungshebels an das Widerlager auf den Rastmechanismus ausgeübt
wird, bewirkt, daß durch relativ geringe Druckkraft der Rastmechanismus schnell und
einfach geöffnet wird. Diese Aufwärtsbewegung des Öffnungshebels gegen das Widerlager
hat den Vorteil, daß insbesondere bei Deckeninstallationen lediglich ein geringer
Druck von unten genügt, um die Montageöffnung der Sammelhalterung freizugeben. Ein
Öffnen dieses Rastmechanismus ist durch die Hebelwirkung derart einfach und unkompliziert
geworden, daß sogar ein leichter Druck mit einem Werkzeug gegen den Öffnungshebel
schon den Rastmechanismus ausklinken läßt, ohne daß er sich verklemmt.
[0014] Am Grundkörper des Sammelhalters ist mindestens ein Befestigungselement zur Festlegung
des Halters bei der Installation angeformt. Insbesondere ist dieses Befestigungselement
nach Art eines Spreizdübels ausgestaltet, so daß der Sammelhalter auf recht einfache
Weise in eine vorbereitete Bohrung eingeschoben werden kann und in dieser festen Halt
erlangt. Am Grundkörper des Sammelhalters sind Ausnehmungen bzw. Durchbrüche eingeformt,
durch welche Befestigungselemente hindurchgeführt werden können und eine Festlegung
des Sammelhalters entweder zusätzlich zur Festlegung über den Spreizdübel oder gewünschtenfalls
auch ohne Spreizdübel ermöglichen.
[0015] Am Grundkörper des Sammelhalters können weitere Befestigungselemente, wie zusätzliche
Sammler oder Schellen, die eine große Variationsvielfalt der zu verwendenden Installationsmaterialien
ermöglichen, angeformt sein.
[0016] Im einfachsten Fall besteht der Sammelhalter aus einem Grund-körper mit einem beweglichen
Schenkel und einem Rastmechanismus. Der Sammelhalter kann aber auch so ausgestaltet
sein, daß mindestens zwei Sammelhalter symmetrisch zueinander angeordnet sind. Insbesondere
weist diese symmetrische Sammelhalteranordnung einen gemeinsamen Grundkörperrücken
auf, an dem mindestens zwei bewegliche Schenkel mit Rastmechanismus und entsprechend
komplementären Einrastöffnungen angeordnet sind. Bei der Anordnung von mehreren beweglichen
Schenkeln an einander symmetrischen Grundkörpern können beide Grundkörper Festlegungselemente
aufweisen, es kann auch an der Symmetrieachse der Grundkörperrücken ein Festlegungselement
nach Art eines Spreizdübels angeordnet sein. Möglich ist auch die Festlegung dieses
sogenannten Doppelsammlers durch zusätzliche Festlegungselemente, die durch Ausnehmungen
bzw. Bohrungen im Grundkörper geführt werden.
[0017] Gleichzeitig können am beweglichen Schenkel des formstabilen Grundkörpers unterhalb
des Rastmechanismus an der Innenseite des Bügelschenkels Zapfen angeformt sein. Insbesondere
sind diese Zapfen vom unteren Hakenschenkel des Rastmechanismus derart beabstandet
angeordnet, daß der untere Rastösensteg beim Einrasten des hakenförmigen Formteiles
zwischen den unteren Hakenschenkel und den innen am beweglichen Bügelschenkel angeordneten
Zapfen geführt wird. In Abhängigkeit von der Größe der Ausführungsform des Sammlers
können an der Innenseite des beweglichen Bügelschenkels auch mehrere Zapfen nebeneinander
so angeordnet werden, daß sie eine regelrechte Führungsbahn für den unteren Rastösensteg
bilden.
[0018] Die Einrastöffnung, welche aus Einrastfenster und oberem sowie unterem Rastösensteg
besteht, die über seitliche Stege miteinander verbunden sind und am Grundkörper sich
in Richtung Anlenkpunkt des beweglichen Schenkels erstreckend angeordnet sind, neigt
sich leicht in Richtung des Grundkörpers, ist also mit anderen Worten in Richtung
Grundkörper leicht abgewinkelt am Grundkörper angeformt. Diese abgewinkelte Anformstellung
bringt den Vorteil mit sich, daß der Rastmechanismus schnell und einfach schließbar
ist und im geschlossenen Zustand der bewegliche Schenkel annähernd parallel zum Grundkörper
verläuft was der gesamten Installation eine sehr gute Optik vermittelt und den doch
leicht geneigt am Grundkörper angelenkten beweglichen Schenkel in geschlossener Stellung
nahezu geradlinig, bzw. parallel zum Grundkörper angeordnet, erscheinen läßt.
[0019] Am Grundkörper des Sammelhalters kann gleichzeitig eine Anreihschiene angeordnet
sein, über welche weitere Installationselemente problemlos an den Grundkörper des
Sammelhalters angekoppelt werden können.
[0020] Im folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels in Verbindung mit
den beiliegenden Zeichnungen näher erläutert.
[0021] Es zeigt:
- Fig. 1
- die schematische Darstellung eines Sammelhalters mit beweglich angelenktem Schenkel
in geöffneter und geschlossener Position;
- Fig. 2
- die schematische Darstellung eines Doppelsammelhalters; zwei symmetrisch zueinander
einstückig angeordnete Sammelhalter und;
- Fig. 3
- die schematische Darstellung eines Sammelhalters mit Entlastungskeil und Entlastungsausnehmung
in geöffneter und geschlossener Position des beweglichen Schenkels.
[0022] In Fig. 1 ist ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Sammelhalterung in
Form eines Einzelsammlers dargestellt. Der Einzelsammler besteht aus einem Grundkörper
15 mit einer Anreihschiene 16. Am Grundkörper 15 ist über den Anlenkpunkt 17 ein beweglicher
Schenkel 5 angelenkt. Dieser bewegliche Schenkel 5 trägt den Rastmechanismus 1, der
aus einem gekrümmten Formteil 2 besteht, das über den Hakenschenkel 3 mit dem beweglichen
Schenkel 5 verbunden ist. Am Hakenschenkel 3 ist federnd ein Hakenschenkel 4 angelenkt.
Dieser Hakenschenkel 4 verdickt sich keilförmig unter Ausbildung der Rastnase 6 in
Öffnungsrichtung des beweglichen Schenkels 5. Am Hakenschenkel 4 ist mittig an der
Rastnase 6 über die gesamte Hakenschenkelbreite 4 über ein Filmscharnier 7 ein halbrunder,
der Form des Widerlagers entgegengesetzt ausgestalteter, Öffnungshebel 8 angeformt.
Das Filmscharnier 7 ist dabei mittig an der Rastnase 6 so angelenkt, daß die keilförmige
Rastnase 6 in Schließrichtung wiederum keilförmig abgeschrägt ist, so daß die Rastnase
6 in Schließrichtung und in Richtung auf das Filmscharnier zu abgeschrägt ist. Unterhalb
des Hakenschenkels 3, mittig am beweglichen Schenkel 5, ist ein Zapfen 9, beabstandet
vom Hakenschenkel 3, angeordnet. Dem Rastmechanismus 1 gegenüberliegend, auf der Bewegungslinie
des Schenkels 5 in Schließrichtung, ist ein Rastfenster 10 angeordnet. Das Rastfenster
10 besteht aus einem unteren Rastösensteg 12 und einem oberen Rastösensteg 11. Die
Rastösenstege 11 und 12 sind über seitliche Stege miteinander verbunden. Das Rastösenfenster
10 ist am Grund-körper 15 in Richtung des Grundkörpers 15 leicht abgewinkelt angeformt.
Zwischen Rastfenster 10 und Grundkörper 15 erstreckt sich das Widerlager 13. Das Widerlager
13 überspannt den gesamten äußeren Winkel zwischen Grundkörper 15 und Rastfenster
10 und ist im wesentlichen halbrund ausgebildet. Das Widerlager 13 ist mittig am Grundkörper
15 angeformt und weist eine Breite von annähernd 20% der Breite des Öffnungshebels
8 auf. Im unteren Viertel wird das Widerlager 13 rechtwinklig von einer Verstärkungsrippe
geschnitten, die sich beidseitig des Widerlagers 13 über annähernd die Hälfte der
Breite des Öffnungshebels 8 erstreckt.
[0023] Zum Schließen des Rastmechanismus 1 wird der bewegliche Schenkel 5 in Richtung auf
den Grundkörper 15 gedrückt, so daß das gekrümmte Formteil 2 in das formkomplementär
ausgestaltete Rastfenster 10 eindringt. Beim Eindringen des gekrümmten Formteiles
in das Rastfenster 10 werden die federnd miteinander verbundenen Hakenschenkel 3 und
4 leicht aufeinanderzugedriickt, bis die Rastnase 6 hinter den oberen Rastösensteg
11 des Rastfensters 10 einrastet. Der untere Rastösensteg 12 wird über den Zapfen
9 zwischen dem Hakenschenkel 3 und den Zapfen 9 festgelegt. Zum Öffnen der Rastverbindung
wird der öffnungshebel 8 mit leichtem Druck gegen das Widerlager 13 angedrückt, so
daß die über die beidseitigen Hebel wirkenden Druckkräfte das Filmscharnier 7 faltend
verformen, wobei die Rastnase 6 aus dem Hintergriff des oberen Rastösensteges 11 herausgehebelt
wird und sich durch Abrollen des Öffnungshebels 8 auf dem Widerlager 13 während des
Andrückens leicht und einfach aus dem Rastfester 10 herausgelöst wird.
[0024] Fig. 2 zeigt in schematischer Darstellung eine Doppelsammelhalterung, die im wesentlichen
die gleichen Bestandteile wie der vorab beschriebene Sammelhalter aufweist. Der Grundkörper
15 ist bei dem vorliegenden Doppelsammelhalter jedoch durch den gemeinsamen Grundkörperrücken
18 ersetzt, der wiederum in zwei Grundkörper 15 und 15' übergeht, an denen bewegliche
Schenkel 5 und 5' über eine Art verstärktes Filmscharnier 17 und 17' beweglich angeformt
sind. Der bewegliche Schenkel 5' ist dabei einmal in geöffneter und einmal in Einrastposition
schematisch dargestellt.
[0025] Fig. 3 zeigt eine Sammelhalterung ähnlich der Sammelhalterung aus Fig. 1 mit im wesentlichen
gleichem Aufbau. Der Sammelhalter in Fig. 3 weist in Veränderung zur Fig. 1 auf dem
Öffnunghebel 8 einen Entlastungskeil 20 auf, der bei geschlossenem Rastmechanismus
in die Entlastungsausnehmung 19 des Widerlagers 13 einrastet und der Stabilisierung
der Rastverbindung dient.
1. Sammelhalter, insbesondere aus Kunststoff, für Kabel oder Rohre, mit einem im wesentlichen
formstabilen, nach einer Seite hin offenen, verschließbaren Grundkörper (15), an dem
ein Schenkel (5) beweglich angelenkt ist, welcher an seinem dem Anlenkpunkt (17) gegenüberliegenden
Ende einen lösbaren Rastmechanismus (1) aufweist, der zum Schließen der Sammelhalterung
in ein formkomplementäres Einrastfenster (10) eingreift,
und daß der Rastmechanismus (1) ein hakenförmig gekrümmtes, sich nach aussen öffnendes
Formteil (2) aufweist, dessen einer Hakenschenkel (3) mit dem beweglich angelenkten
Schenkel (5) verbunden ist und dessen anderer Hakenschenkel (4) sich keilförmig unter
Ausbildung einer Rastnase (6) verdickt,
daß am Grundkörper (15), dem Rastmechanismus gegenüberliegend, über der Einrastöffnung
des den Rastmechanismus (1) aufnehmenden Einrastfensters (10) ein im wesentlichen
halbrund ausgebildetes Widerlager (13) angeordnet ist und
daß in über ein Filmscharnier (7) mit dem die Rastnase (6) bildenden Hakenschenkel
(4) verbundener Öffnungshebel (8) im wesentlichen halbrund, der Form des Widerlagers
entgegengesetzt ausgestaltet ist, so daß Widerlager (13) und Öffnungshebel (8) zum
Öffnen des Rastmechanismus (1) gegeneinander abrollen.
2. Sammelhalter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Widerlager (13) zumindest im wesentlichen den gesamten äußeren Winkel zwischen
Grundkörper (15) und Einrastfenster (10) überspannt.
3. Sammelhalter nach den Ansprüchen 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß am Widerlager (13) eine Entlastungsausnehmung (19) zur Aufnahme eines Entlastungskeiles
(20) eingeformt ist und/oder Verstärkungsrippen ein- und/oder angeformt sind.
4. Sammelhalter nach den Ansprüchen 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß auf dem Öffnungshebel (8) ein Entlastungskeil (20) der Entlastungsausnehmung (19)
formkomplementär so angeordnet ist, daß der Entlastungskeil (20) bei geschlossenem
Rastmechanismus (1) in diese Entlastungsausnehmung (19) eingreift.
5. Sammelhalter nach einem der vorgenannten Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß am Grundkörper (15) des Sammelhalters mindestens ein Befestigungselement, insbesondere
nach Art eines Spreizdübels (14), zur Festlegung des Sammelhalters angeformt ist und
eine Anreihschiene (16) zum Ankoppeln weiterer Installationselemente angeformt ist
oder weitere Befestigungselemente angeformt sind.
6. Sammelhalter nach den Ansprüchen 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens zwei Sammelhalter symmetrisch zueinander, einstückig, insbesondere
mit einem gemeinsamen Grundkörperrücken (18), angeordnet sind.
7. Sammelhalter nach einem der vorgenannten Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden Hakenschenkel (3) und (4) federnd spreizend zur Bildung des hakenförmigen
Formteiles (2) miteinander verbunden und die keilförmige verdickte Rastnase (6) des
Hakenschenkels (4) so angeordnet ist, daß sie beim Einbringen des Rastmechanismus
(1) in das Einrastfenster (10) deren oberen Steg hintergreift.
8. Sammelhalter nach einem der vorgenannten Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß unterhalb des hakenförmigen Formteiles (2) von diesem beabstandet innen am Bügelschenkel
(5) mindestens ein Zapfen (9) so angeformt ist, daß der so gebildete Zwischenraum
den unteren Rastösensteg (12) des Einrastfensters aufnimmt.
9. Sammelhalter nach einem der vorgenannten Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Einrastfenster (10) am formstabilen Grundkörper (15) sich in Richtung Anlenkpunkt
(17) des beweglichen Schenkels (5) erstreckend, diesem im wesentlichen gegenüberliegend,
leicht in Richtung Grundkörper (15) abgewinkelt, angeformt ist.
1. A holder, more particularly of plastic, for a plurality of cables or tubes, comprising
a substantially dimensionally stable main member (15) which is open on one side but
closable, an arm (5) being movably articulated on said main element and having at
its end remote from the point of articulation (17) a releasable detent mechanism (1)
which, to close the holder, engages in an engagement window (10) of matching shape,
and in that the detent mechanism (1) comprises a shaped member (2) which is curved
in the form of a hook and opens outwardly and one limb (3) of which is connected to
the movably articulated limb (5) and the other limb (4) of the hook is thickened in
the form of a wedge to form a detent lug (6), in that a substantially semi-circular
abutment (13) is provided on the main element (15) opposite the detent mechanism above
the engagement aperture of the engagement window (10) receiving the detent mechanism
(1) and in that an opening lever (8) connected via an integral hinge (7) to the hook
limb (4) forming the detent lug (6) is made substantially semi-circular in opposition
to the shape of the abutment so that the abutment (13) and the opening lever (8) roll
relatively to one another for the purpose of opening the detent mechanism (1).
2. A holder according to claim 1, characterised in that the abutment (13) at least substantially
spans the entire outer angle between the main element (15) and the engagement window
(10).
3. A holder according to claims 1 and 2, characterised in that a relief recess (19) is
formed on the abutment (13) to accommodate a relief wedge (20) and/or reinforcing'ribs
are formed in and/or on the abutment.
4. A holder according to claims 1 to 3, characterised in that a relief wedge (20) of
the relief recess (19) is so disposed on the opening lever (8) with matching shape
that the relief wedge (20) engages in said relief recess (19) when the detent mechanism
(1) is closed.
5. A holder according to any one of the preceding claims 1 to 4, characterised in that
at least one fixing element, more particularly after the style of an expanding dowel
(14), is integrally formed on the main element (15) of the holder to fix the latter
and an attachment rail (16) for coupling other installation elements is integrally
formed or other fixing elements are integrally formed.
6. A holder according to any one of claims 1 to 5, characterised in that at least two
holders are arranged symmetrically to one another integrally, particularly with a
common main element spine (18).
7. A holder according to any one of the preceding claims 1 to 6, characterised in that
the two hook limbs (3, 4) are interconnected so as to resiliently expand to form the
hook-shaped part (2) and the detent lug (6) having the wedge-shaped thickening on
the hook limb (4) is so disposed that on introduction of the detent mechanism (1)
into the engagement window (10) it engages behind the upper web thereof.
8. A holder according to any one of the preceding claims 1 to 7, characterised in that
at least one stud (9) is so formed beneath the hook-shaped part (2) spaced therefrom
inside the limb (5) that the resulting intermediate space accommodates the bottom
detent eye web (12) of the engagement window.
9. A holder according to any one of the preceding claims 1 to 8, characterised in that
the engagement window (10) is integrally formed on the dimensionally stable main element
(15) extending in the direction of the point of articulation (17) of the movable limb
(5), substantially opposite the latter, with a slight bend in the direction of the
main element (15).
1. Support multiple, en particulier en matière plastique, pour des câbles ou des tubes,
comportant un corps de base (15) de forme essentiellement stable, refermable, ouvert
d'un côté, corps sur lequel s'articule un bras mobile (5) qui présente, à son extrémité
opposée au point d'articulation (17), un mécanisme de blocage (1) libérable, qui,
pour fermer la fixation multiple, s'engage dans une fenêtre d'encliquetage (10), de
forme complémentaire,
caractérisé
en ce que le mécanisme de blocage (1) présente une pièce de forme (2) coudée, formant
crochet, dont une des branches (3) du crochet est relié au bras mobile (5) articulé
et dont l'autre branche de crochet (4) qui s'épaissit en forme de coin en formant
un nez de blocage (6),
en ce que, sur le corps de base (15), en face du mécanisme de blocage, est disposé
un contre-appui (13), réalisé essentiellement en demi-rond, au-dessus de l'ouverture
d'encliquetage de la fenêtre d'encliquetage (10) recevant le mécanisme de blocage
(1),
et en ce qu'un levier d'ouverture (8), relié par l'intermédiaire d'un film-charnière
(7), à la branche de crochet (4) formant le nez de blocage (6), est réalisé essentiellement
en demi-rond, avec une forme inverse à celle du contre-appui, de telle façon que le
contre-appui (13) et le levier d'ouverture (8) roulent l'un sur l'autre pour l'ouverture
du mécanisme de blocage (1).
2. Support multiple suivant la revendication 1, caractérisé en ce que le contre-appui
(13) recouvre essentiellement au moins la totalité de l'angle extérieur entre le corps
de base (15) et la fenêtre d'encliquetage (10).
3. Support multiple suivant les revendications 1 et 2, caractérisé en ce que, sur le
contre-appui (13), est formé un évidement de dégagement (19) destiné à recevoir un
coin de dégagement (20) et/ou que des nervures de renfort sont formées à leur intérieur
et/ou sur eux.
4. Support multiple suivant les revendications 1 à 3, caractérisé en ce que, sur le levier
d'ouverture (8), est disposé un coin de dégagement (20) présentant une forme complémentaire
à l'évidement de dégagement (19), de telle façon que le coin de dégagement (20) fasse
prise dans cet évidement de dégagement (19) quand le mécanisme de blocage (1) est
fermé.
5. Support multiple suivant l'une des revendications précédentes 1 à 4, caractérisé en
ce que, sur le corps de base (15) du support multiple, est formé au moins un organe
de fixation, en particulier du genre cheville à expansion (14), destiné à maintenir
le support multiple, et en ce qu'un rail d'enfilage (16), destiné à l'accouplement
avec d'autres organes d'installation, est formé sur le corps de base (15), ou que
d'autres organes de fixation sont formés sur le corps de base (15).
6. Support multiple suivant les revendications 1 à 5, caractérisé en ce qu'au moins deux
supports multiples sont disposés symétriquement l'un par rapport à l'autre, en formant
une seule pièce, en particulier avec un dos commun (18) du corps de base.
7. Support multiple suivant l'une des revendications précédentes 1 à 6, caractérisé en
ce que les deux branches de crochet (3) et (4) sont reliées l'une à l'autre avec une
expansion élastique, pour former la pièce de forme (2) en crochet, et que le nez de
blocage (6) de la branche de crochet (4), s'épaississant en forme de coin, est disposé
de façon que, lors de l'introduction du mécanisme de blocage (1) dans la fenêtre d'encliquetage
(10), ce nez fasse prise par derrière sur sa barre supérieure.
8. Support multiple suivant l'une des revendications précédentes 1 à 7, caractérisé en
ce qu'en dessous de la pièce de forme (2) en crochet, à une certaine distance de celle-ci,
à l'intérieur du bras d'étrier (5), est formé au moins un ergot (9), de façon que
l'espace intermédiaire ainsi formé reçoive la barre inférieure (12) de l'oeillet de
blocage de la fenêtre d'encliquetage (10).
9. Support multiple suivant l'une des revendications précédentes 1 à 8, caractérisé en
ce que la fenêtre d'encliquetage (10) est formée sur le corps de base (15), de forme
stable, en s'étendant en direction du point d'articulation (17) du bras mobile (5),
essentiellement à l'opposé de celui-ci, en formant un léger angle vers le corps de
base (15).