(19)
(11) EP 0 620 085 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
19.10.1994  Patentblatt  1994/42

(21) Anmeldenummer: 94105297.9

(22) Anmeldetag:  06.04.1994
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5: B25C 1/00, B25C 1/04
(84) Benannte Vertragsstaaten:
DE IT SE

(30) Priorität: 16.04.1993 DE 9305760 U

(71) Anmelder: Joh. Friedrich Behrens AG
D-22926 Ahrensburg (DE)

(72) Erfinder:
  • Jänkel, Bernd, Ing.
    D-22926 Ahrensburg (DE)

(74) Vertreter: Dipl.-Ing. H. Hauck, Dipl.-Ing. E. Graalfs, Dipl.-Ing. W. Wehnert, Dr.-Ing. W. Döring, Dr.-Ing. N. Siemons 
Postfach 30 24 30
20308 Hamburg
20308 Hamburg (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Auslösesicherung an einem Eintreibgerät für Befestigungsmittel


    (57) Auslösesicherung an einem Eintreibgerät, mit Arbeitszylinder, am Arbeitskolben befestigtem Eintreibstößel, Steuerventilanordnung für Kolbenbewegung zum unteren Totpunkt und zum oberen Totpunkt Kolbenrückholkammer, die über eine erste Öffnung nahe dem unteren Totpunkt und eine zweite Öffnung im Abstand zum unteren Totpunkt mit dem Arbeitszylinder verbunden ist, Mündungswerkzeug mit einem Eintreibkanal, mit einer Öffnung zu einem Magazin, Tasteinrichtung mit einem in Aufsetzrichtung verschieblichen Tastkopf und damit gekoppelten Tastschieber mit einer Auflagefläche quer zu seiner Verschieberichtung, Auslöser zum Verschieben der Ventilstange mit einem schwenkbaren Ventilhebel und einem daran befestigten Schalthebel, wobei das freie Schalthebelende vor Betätigen der Tasteinrichtung und vor Betätigen des Auslösers von der Auflagefläche unterstützt ist, bei Betätigung der Tasteinrichtung und anschließender Betätigung des Auslösers von der Auflagefläche unterstützt bleibt, so daß der Schalthebel die Ventilstange betätigt, und bei Betätigung des Auslösers ohne Betätigung der Tasteinrichtung von der Auflagefläche abrutscht, ohne daß der Schalthebel die Ventilstange verschiebt, wobei der Tasteinrichtung eine Verriegelungseinrichtung zugeordnet ist, welche die Tasteinrichtung bei Betätigung der Ventilstange verriegelt und die Tasteinrichtung bei Freigabe der Ventilstange entriegelt.




    Beschreibung


    [0001] Gegenstand der Erfindung ist eine Auslösesicherung an einem mit Druckluft betriebenen Gerät zum Eintreiben von Befestigungsmitteln nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.

    [0002] Die Erfindung bezieht sich auf Eintreibgeräte, die ein Befestigungsmittel schlagartig in ein Werkstück eintreiben. Der Schlagimpuls wird von einem Kolben bewirkt, der durch plötzliches Beaufschlagen mit Druckluft einen Arbeitshub ausführt. Dabei werden hohe Schlagenergien wirksam, die ein Befestigungsmittel über weite Strecken fortschleudern, wenn das Gerät nicht mit einem Mündungswerkzeug auf dem Werkstück aufgesetzt ist. Eine Gefährdung von Personen durch frei herumfliegende Befestigungsmittel wird durch Auslösesicherungen vermieden, die heute bei Eintreibgeräten vorgeschrieben sind. Diese haben an der Austrittsöffnung des Mündungswerkzeuges einen Tastkopf, der beim Aufsetzen des Eintreibgerätes auf ein Werkstück betätigt wird. Erst bei betätigtem Tastkopf ist ein Auslösen eines Eintreibvorgangs durch Betätigen eines Fingerauslösers möglich.

    [0003] Aus der DE-AS 26 01 836 ist eine Auslösesicherung an einem Eintreibgerät bekannt, bei der die Steuerventilanordnung für die Kolbenbewegung eine Ventilstange hat, deren Betätigung einen Arbeitshub und deren Entlastung einen Rückhub des Arbeitskolbens auslöst. Einem Ende der Ventilstange ist ein Auslöser für Fingerbetätigung zugeordnet, der einen schwenkbar an einem Gerätegehäuse gelagerten Ventilhebel aufweist. Am freien Ende des Ventilhebels ist ein Schalthebel schwenkbar gelagert, der unterhalb der Schwenklagerung des Ventilhebels ein freies Schalthebelende hat. Das freie Schalthebelende liegt bei vertikal ausgerichtetem Gerät auf einer Auflagefläche eines Tastschiebers auf, der mit dem Tastkopf verbunden ist. Ist der Tastkopf durch Aufsetzen auf einem Werkstück betätigt, so ist der Tastschieber mit dem aufliegenden Schwenkhebelende zur Schwenklagerung des Ventilhebels hin verschoben. Bei einer anschließenden Auslöserbetätigung durch Schwenken des Ventilhebels trifft der Schalthebel auf die Ventilstange auf und verschiebt diese um ihren Betätigungshub. Hierdurch wird der Eintreibvorgang ausgelöst. Sitzt Jedoch das Mündungswerkzeug mit dem Tastkopf nicht auf einem Werkstück auf, so ist der Tastschieber infolge Schwerkrafteinwirkung in eine untere Position verschoben. Der darauf abgestützte Schwenkhebel läßt sich durch Verschwenken des Ventilhebels nicht in Berührung mit der Ventilstange bringen. Ohne Betätigung des Tastkopfes kann also bei diesem Gerät kein Eintreibvorgang ausgelöst werden.

    [0004] In der Praxis hat das bekannte Eintreibgerät den Nachteil, daß der Eintreibvorgang auch durch Aufsetzen des Tastkopfes auf ein Werkstück ausgelöst werden kann, wenn zugleich der Schwenkhebel betätigt ist (sog. "Touchen"). Bei der Anwendung wird deshalb vielfach der Auslöser dauerhaft betätigt und der Eintreibvorgang ausschließlich durch Aufsetzen auf das Werkstück kontrolliert. Dies kann zu gefährlichen Fehlauslösungen führen, wenn der Tastkopf durch unbeabsichtigte Berührung bzw. Beschleunigung betätigt wird und hierdurch einen Schußvorgang auslöst. Nach neueren Vorschriften ist diese einfache Auslösesicherung nicht mehr in allen Anwendungsfällen zulässig.

    [0005] Bei einer weiterentwickelten Auslösesicherung liegt der Schalthebel nur mit einem kurzen Endbereich auf der Auflagefläche des Tastschiebers auf. Der Schalthebel ist über eine Druckfeder an der Ventilstange abgestützt und der Tastschieber wird von einem Pneumatikkolben mit Federunterstützung in unbetätigtem Zustand in einer unteren Position gehalten. Bei Betätigung des Tastkopfes wird der Tastschieber mit dem Schalthebelende entgegen der Wirkung des Pneumatikkolbens angehoben. Ein anschließendes Betätigen des Ventilhebels führt zu einer Betätigung der Ventilstange durch den Schalthebel und löst den Eintreibvorgang aus. Wird Jedoch der Ventilhebel bei unbetätigtem Tastkopf geschwenkt, rutscht das freie Ende des Schalthebels von der Auflagefläche ab neben den Tastschieber. Dort bleibt das Ende auf einer gehäusefesten Fläche liegen, ohne bei einem Verschwenken des Ventilhebels angehoben zu werden. Infolgedessen gelangt der Schalthebel nicht in Berührung mit der Ventilstange und kann keinen Eintreibvorgang auslösen. Eine Auslösung ohne vorherige Betätigung der Tasteinrichtung ist also nicht möglich. Der Anwender kann den Einschußvorgang nicht bei dauerhaft betätigtem Auslöser durch bloßes Aufsetzen des Mündungswerkzeuges steuern. Bei diesem Eintreibgerät treten jedoch häufig Fehlfunktionen auf. Nach einem Eintreibvorgang kann häufig keine weitere Auslösung durch bloße Auslöserbetätigung bewirkt werden.

    [0006] Gleiches gilt, wenn das Gerät bei betätigtem Auslöser vom Werkstück abgezogen wird. Dann muß das Gerät vom Werkstück abgehoben, der Auslöser losgelassen und erneut betätigt werden, um ein weiteres Befestigungsmittel abzugeben.

    [0007] Davon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Auslösesicherung an einem Eintreibgerät für Befestigungsmittel zu schaffen, bei der jeder Eintreibvorgang eine Auslöserbetätigung erfordert, wobei außer der Auslöserbetätigung keine Auslösevorbereitungen erforderlich sind.

    [0008] Die Lösung der Aufgabe ist im Anspruch 1 angegeben. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen enthalten.

    [0009] Der Erfindung liegen folgende Erkenntnisse über die Rückstoßeffekte beim Eintreibvorgang zugrunde: Bedingt durch den hohen Eintreibimpuls kann das Eintreibgerät kurzfristig vom Werkstück abheben, wobei die Rückstelleinrichtung die Tasteinrichtung in ihre Ausgangsposition zurückbewegt. Dabei ist der Auslöser betätigt, weil der Rückschlag Sekundenbruchteile nach dem Auslösen des Eintreibvorganges erfolgt. Während der Rückbewegung des Tastschiebers kann jedoch der federbelastete Schalthebel von der Auflagefläche neben den Schieber rutschen. Beim Wiederaufsetzen des Gerätes bewegt sich der Schieber seitlich an dem freien Schalthebelende vorbei, so daß dieses auf der gehäusefesten Fläche liegen bleibt. Wird nun das Eintreibgerät ohne Absetzen des Mündungswerkzeuges an eine neue Eintreibstelle verschoben, so kann der Eintreibvorgang nicht durch bloßes Betätigen des Auslösers bewirkt werden. Das freie Schalthebelende behält nämlich seine unterste Position bei, die keine Ventilstangenbetätigung beim Verschwenken des Ventilhebels erlaubt. Ein weiterer Eintreibvorgang setzt das Abheben des Gerätes vom Werkstück und die damit verbundene Verschiebung des Tastschiebers in die untere Position voraus. Ferner muß der Benutzer den Ventilhebel loslassen, so daß das freie Schalthebelende auf die Auflagefläche des Tastschiebers zurückkehrt. Dann ist das Mündungswerkzeug aufzusetzen, wodurch das freie Schalthebelende wieder in seine angehobene Position gelangt. Schließlich kann der Einschuß durch Auslöserbetätigung bewirkt werden.

    [0010] Demnach kommt es darauf an, während des Abhebens des Mündungswerkzeuges vom Werkstück infolge des Rückstoßes eine Rückbewegung der Tasteinrichtung nach unten zu verhindern. Generell ist zu verhindern, daß die Tasteinrichtung in ihre Ausgangslage zurückkehrt, wenn das Eintreibgerät bei betätigter Ventilstange vom Werkstück abgehoben wird, was auch vom Benutzer willkürlich vorgenommen werden kann. Deshalb ist nach der Erfindung der Tasteinrichtung eine Verriegelungseinrichtung zugeordnet, welche die Tasteinrichtung bei Betätigung der Ventilstange in Betätigungsposition verriegelt und die Tasteinrichtung bei Freigabe der Ventilstange wieder entriegelt. Hat also die Auslöserbetätigung zu einem Eintreibvorgang geführt, wird die Tasteinrichtung in ihrer Betätigungsposition festgehalten, bis der Auslöser in Vorbereitung eines neuen Eintreibvorganges wieder freigegeben wird. Hierdurch ist gewährleistet, daß das freie Schalthebelende auf der Auflagefläche des Tastschiebers liegen bleibt. Zugleich ist sichergestellt, daß die Auslösung eines weiteren Schusses nur bei Betätigung der Tasteinrichtung möglich ist.

    [0011] Die Verriegelungseinrichtung kann einen mit dem Tastschieber gekoppelten Verriegelungskolben in einem Verriegelungszylinder haben, wobei eine Steuerleitung den Verriegelungskolben für eine Verriegelung in Betätigungsrichtung des Tastschiebers mit Arbeitsdruck belastet und bei Entriegelung belüftet. Dafür kann die Steuerleitung mit der Kolbenrückholkammer verbunden sein, die während des Arbeitshubes des Kolbens Arbeitsdruck annimmt und nach dem Kolbenrückhub belüftet wird. Der Strömungswiderstand der Steuerleitung wird so eingestellt, daß der Verriegelungskolben rechtzeitig mit einem ausreichenden Arbeitsdruck beaufschlagt ist, bevor der Rückstoß eine Rückbewegung der Tasteinrichtung in ihre Ausgangsposition ermöglicht.

    [0012] Für eine rechtzeitige Ansteuerung des Verriegelungskolbens kann die Steuerleitung über eine dritte Öffnung im Abstand zum unteren Totpunkt mit dem Arbeitszylinder verbunden sein. Eine weitere Variante sieht vor, die Steuerleitung mit einem Hilfsventil an der Ventilstange zu verbinden, wodurch die Verriegelung enger an die Ventilstangenbetätigung gekoppelt wird.

    [0013] Für eine Rückstellung der Tasteinrichtung in Ausgangsposition ist bevorzugt eine Druckfeder vorgesehen, die entgegen Betätigungsrichtung des Tastschiebers auf den Verriegelungskolben einwirkt.

    [0014] Der Tastschieber kann eine im Querschnitt C-förmige Aufnahme haben, deren untere Begrenzung die Auflagefläche für das freie Schalthebelende bildet und deren obere Begrenzung mit dem Verriegelungskolben verbunden ist. Die solchermaßen ausgestaltete Aufnahme kann auch das Schwenklager des Ventilhebels aufnehmen. Bevorzugt ist neben dem Tastschieber eine unverschiebliche Stützfläche für das freie Schalthebelende angeordnet, die vor Betätigung der Tasteinrichtung mit der Auflagefläche fluchtet. Wenn das freie Schalthebelende von der Auflagefläche abrutscht, wird es von der Stützfläche auf einer Höhe gehalten, in der es nach Loslassen des Auslösers und unbetätigter Tasteinrichtung ohne weiteres auf die Auflagefläche zurückgelangen kann.

    [0015] Schließlich sieht eine praktische Ausgestaltung vor, daß zwischen Schalthebel und Ventilstange eine Druckfeder angeordnet ist, die den Schalthebel stets in einer definierten Position hält. Die Druckfedern von Verriegelungskolben und Schalthebel bewirken gemeinsam, daß das Eintreibgerät in beliebiger Ausrichtung zur Vertikalen eingesetzt werden kann.

    [0016] Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung der zugehörigen Zeichnungen, die bevorzugte Ausgestaltungen zeigen. In den Zeichnungen zeigen:
    Fig. 1
    ein Eintreibgerät für Klammern, Nägel oder dergleichen mit Verriegelungsluft aus der Kolbenrückholkammer im Ruhezustand und im Längsschnitt durch den Vorderbereich;
    Fig. 2
    dasselbe Gerät während des Arbeitshubes des Arbeitskolbens in derselben Schnittdarstellung;
    Fig. 3
    ein Eintreibgerät mit Verriegelungsluft aus einer dritten Öffnung des Arbeitszylinders im Ruhezustand und im Längsschnitt durch den Vorderbereich;
    Fig. 4
    dasselbe Gerät während des Arbeitshubes des Arbeitskolbens in demselben Schnitt;
    Fig. 5
    Eintreibgerät mit Verriegelungsluft aus einem Hilfsventil an der Ventilstange im Ruhezustand und in einem Längsschnitt durch den Vorderbereich;
    Fig. 6
    Tasteinrichtung und Auslöser desselben Gerätes in vergrößertem Teilschnitt;
    Fig. 7
    dasselbe Gerät während des Arbeitshubes des Arbeitskolbens in einem Längsschnitt durch den Vorderbereich;
    Fig. 8
    Tasteinrichtung und Auslöser gemäß Fig. 7 in vergrößertem Teilschnitt.


    [0017] Bei der nachfolgenden Beschreibung verschiedener Ausführungsformen sind übereinstimmende Geräteteile mit identischen Bezugsziffern versehen. Insoweit hat die Beschreibung für sämtliche Ausführungsformen Gültigkeit.

    [0018] Sämtliche Eintreibgeräte haben ein Gehäuse 1 mit einem Gehäusegriff 2 und einem Gehäusekopf 3 am vorderen Ende. Unten am Arbeitskopf ist jeweils ein Mündungswerkzeug 4 befestigt. Dem Mündungswerkzeug 4 werden Befestigungsmittel von einem Magazin 5 zugeführt. Außerdem ist eine Tasteinrichtung 6 vorgesehen, die mit einem Tastkopf 7 das untere Ende des Mündungswerkzeuges 4 überragt. Schließlich ist ein schwenkbarer Auslöser 8 für Fingerbetätigung vorhanden.

    [0019] Im Gehäusegriff 2 ist ein Druckluftvorratsraum 9 vorhanden, der sich in einen oberen Teil des Gehäusekopfes 3 erstreckt und an den eine Druckluftquelle anschließbar ist. Im Gehäusekopf 3 befindet sich ein Arbeitszylinder 10, in dem ein Arbeitskolben 11 angeordnet ist. Der Arbeitskolben 11 ist an seinem unteren Ende mit einem Eintreibstößel 12 verbunden, der in einem Eintreibkanal 13 des Mündungswerkzeuges 4 geführt ist. Das Magazin 5 führt - durch eine nicht gezeigte Öffnung - jeweils ein Befestigungsmittel dem Eintreibkanal 13 zu. Aus seinem oberen Totpunkt ist der Kolben 11 bis zu einem elastischen Bremsring 14 im unteren Totpunkt bewegbar, wobei er ein Befestigungsmittel in eine Unterlage eintreibt. Dafür hat der Eintreibkanal 13 am unteren Ende des Mündungswerkzeuges 4 eine Austrittsöffnung 15.

    [0020] Für die schlagartige Bewegung des Kolbens 11 vom oberen zum unteren Totpunkt und für dessen Rückbewegung vom unteren zum oberen Totpunkt ist eine Steuerventilanordnung 16 vorgesehen. Diese hat im wesentlichen eine Ventilstange 17 und eine Ventilanordnung 18, die oberhalb des Arbeitszylinders 10 angeordnet ist. Die Steuerventilanordnung 16 hat die Funktion, bei Betätigung der Ventilstange durch axiales Verschieben nach oben den Druckluftvorratsraum 9 mit dem Arbeitszylinder 10 oberhalb des Arbeitskolbens 11 zu verbinden, um diesen vom oberen Totpunkt in den unteren Totpunkt zu treiben. Außerdem hat die Steuerventilanordnung 16 die Funktion, bei Rückbewegung der Ventilstange 17 nach unten bis zur Anlage ihres Bundes 19 an einem Anschlag den Arbeitszylinder 10 oberhalb des Arbeitskolbens 11 mit Atmosphäre zu verbinden, so daß unterhalb des Arbeitskolbens befindliche Luft aus einer Kolbenrückholkammer 20 den Arbeitskolben vom unteren in den oberen Totpunkt zurücktreibt. Die DE-AS 26 01 836 beschreibt eine Steuerventilanordnung, die diese Funktionen aufweist und für die Verwirklichung der Erfindung geeignet ist. Die Steuerventilanordnung gemäß Zeichnung gehört ebenfalls zum Stande der Technik und wird deshalb nachfolgend nur hinsichtlich ihrer wichtigsten Merkmale erläutert.

    [0021] Die Ventilstange 17 hat eine Rückstellfeder 21, die diese nach Entlastung in ihre Ausgangsstellung zurückbewegt. Unten ist die Ventilstange 17 durch eine Abdichtbuchse 22 des Gehäuses geführt. Oben bildet sie mit einer Buchse 23 ein Hilfsventil 24. Bei unbetätigter Ventilstange (Fig. 1, 3, 5) verbindet das Hilfsventil den Druckluftvorratsraum 9 mit einem Steuerraum 25 oberhalb des Arbeitszylinders 10. Bei betätigter Ventilstange 17 (Fig. 2, 4, 7) verbindet das Hilfsventil 24 den Steuerraum 25 über einen Abluftraum 26 und ein Filter 27 mit Atmosphäre.

    [0022] Der Steuerrad 25 ist unten von einem Steuerkolben 28 und oben von einer Gehäusewand 29 begrenzt. Die Gehäusewand 29 hat eine abdichtende Durchführung für einen rohrförmigen Ansatz 30 des Steuerkolbens 19. Außerdem ist eine Schraubenfeder 31 zwischen oberer Gehäusewand 29 und Steuerkolben 28 abgestützt. Schließlich ist in einer Aufnahme eines Gehäusedeckels 32 ein hülsenförmiges Ventilsitzelement 33 abdichtend geführt.

    [0023] Vor Betätigung der Ventilstange 17 bewirkt der durch das Hilfsventil 24 auf die Oberseite des Steuerkolbens 28 ausgeübte Arbeitsdruck zusammen mit einer etwaigen Vorspannung der Schraubenfeder 31, daß der Ventilkolben entgegen einem auf seinen äußeren Randumfang von unten wirkenden Arbeitsdruck mit seinem unteren Rand abdichtend gegen den Oberrand des Arbeitszylinders 10 gedrückt wird (Fig. 1, 3 und 5). Bei Betätigung der Ventilstange 17 wird hingegen die Oberseite des Steuerkolbens 28 belüftet, so daß er von dem unterseitig wirkenden Arbeitsdruck in eine obere Position bewegt wird, in der er dichtend an der oberen Gehäusewand 29 und mit seinem Ansatz 30 dichtend am Ventilsitzelement 33 anliegt. Dann ist der Raum des Arbeitszylinders oberhalb des Kolbens 11 nicht mehr über den Abluftraum 26 mit Atmosphäre verbunden, so daß Druckluft aus dem Druckluftvorratsraum 9 den Kolben zum Bremsring 14 hintreibt (Fig. 2, 4, 7).

    [0024] Bei der Bewegung des Arbeitskolbens 11 zum unteren Totpunkt wird die Kolbenrückholkammer 20 über eine zweite Öffnung 34 des Arbeitszylinders 10 in einem Abstand vom unteren Totpunkt mit Druckluft gefüllt. Über eine erste Öffnung 35 nahe dem unteren Totpunkt steht der Kolbenrückholraum 20 mit der unteren Seite des Arbeitskolbens 11 in Verbindung.

    [0025] Die Luft im Kolbenrückholraum 20 vermag dem Arbeitskolben 11 erst von seiner unteren in die obere Totpunktlage zurückzutreiben, wenn der Arbeitszylinder 10 oben wieder vom Druckluftvorratsraum 9 getrennt und belüftet wird. Hierzu ist die Ventilstange 17 zu entlasten, so daß sie in ihre Ausgangsposition mit dem Bund 19 im Anschlag an der Durchführung 22 zurückkehrt. Dann ist der Druckluftvorratsraum 9 über das Hilfsventil 24 an die Oberseite des Steuerkolbens 28 gelegt. Zusammen mit der Kraft der zusammengedrückten Schraubenfeder 31 bewirkt der oberseitige Druck entgegen des unterseitig wirkenden Arbeitsdruckes eine Rückstellung des Arbeitskolbens 28 in die Ausgangslage (Fig. 1, 3, 5). Dabei folgt das Ventilsitzelement 33 der Bewegung des rohrförmigen Ansatzes 30, bis es von einem oberen Rand der oberen Gehäusewand 29 zurückgehalten wird. Hierdurch werden Druckluftverluste aufgrund einer Abströmung durch den Ansatz 30 und Abluftraum 26 verhindert. Liegt jedoch der Steuerkolben 28 abdichtend auf der Oberkante des Arbeitszylinders 10 auf, kann Restluft durch Ansatz 30 und den Abluftraum 26 entweichen, wobei das Ventilsitzelement 33 in seine obere Ausgangslage zurückkehrt.

    [0026] Ferner ist allen gezeichneten Varianten gemeinsam, daß die Tasteinrichtung 6 vom Tastkopf 7 ausgehend einen Bügel 36 aufweist, der zu einem Tastschieber 37 geführt ist. Der Tastschieber 37 hat einen Längsschlitz 38, der auf einem gehäusefesten Bolzen 39 geführt ist. Oben hat der Tastschieber 37 eine C-förmige Aufnahme 40, deren untere Begrenzung eine Auflagefläche 41 bildet. Eine obere Begrenzung 42 der Aufnahme 40 ist fest mit einem Schaft 43 eines Verriegelungskolbens 44 verbunden. Der Kolbenschaft 43 ist durch eine Gehäuseabdichtung 45 geführt. Der Verriegelungskolben 44 ist abdichtend in einem Verriegelungszylinder 46 geführt. Im Verriegelungszylinder 46 ist der Kolben 44 über eine Schraubenfeder 47 abgestützt. Der Verriegelungszylinder 46 weist eine Entlüftungsbohrung 48 auf. Auf der anderen Kolbenseite mündet eine Steuerleitung 49 im Verriegelungszylinder 46.

    [0027] Der Auslöser 8 hat einen Ventilhebel 50, der in der Aufnahme 40 des Tastschiebers 37 eine Schwenklagerung 51 aufweist. Nahe dem freien Ende des Ventilhebels 50 ist in diesem ein Schalthebel 52 gelagert. Der Schalthebel 52 erstreckt sich in entgegengesetzter Richtung zum Ventilhebel 50 und hat ein kurzes, abgekröpftes freies Schalthebelende 53. In allen Zeichnungen liegt das freie Schalthebelende 53 auf der Auflagefläche 41 des Tastschiebers 37 auf.

    [0028] Neben dem Tastschieber 37 ist eine Stützfläche 54 in Form eines oben horizontal abgewinkelten Bleches angeordnet.

    [0029] Die Stützfläche 54 fluchtet bei unbetätigter Tasteinrichtung 7 mit der Auflagefläche 41.

    [0030] Zwischen dem Schalthebel 52 und dem unteren Ende der Ventilstange 17 ist eine Schraubenfeder 55 abgestützt.

    [0031] Die Steuerleitung 49 ist bei der Variante der Fig. 1 und 2 mit der Kolbenrückholkammer 20 direkt verbunden. Bei der Variante gemäß den Fig. 3 und 4 ist die Steuerleitung 49 zu einer dritten Bohrung 56 des Arbeitszylinders 10 geführt, die weiter als die Bohrung 34 vom Bremsring 14 beabstandet ist.

    [0032] Bei der Version gemäß Fig. 5 bis 8 ist die Steuerleitung 49 zu einem weiteren Hilfsventil 57 geführt, das am unteren Ende der Ventilstange 17 angeordnet ist.

    [0033] Gemäß Fig. 6 hat das Hilfsventil 57 eine Buchse 58, wobei zwischen Buchse und Gehäuse 1 ein Ringkanal 59 ausgebildet ist, in den die Steuerleitung 49 mündet. Der Ringkanal 59 ist über Bohrungen 60 mit einem Ringspalt 61 verbunden, der zwischen einem verjüngten Abschnitt der Ventilstange 17 und der Buchse 58 ausgebildet ist. Auf dem Ventilstangenabschnitt sitzen O-Ringe 62, 63, von denen jeweils einer mit einer zugeordneten Dichtfläche der Buchse 58 in Abdichtung gelangt. Außen ist die Buchse 58 über weitere O-Ringe 64, 65 beidseits des Ringkanals 59 gegenüber dem Gehäuse 1 abgedichtet.

    [0034] Bei unbetätigter Ventilstange 17 ist somit die Steuerleitung 49 über das Hilfsventil 57 mit der Atmosphäre verbunden. Bei Betätigung wird die Ventilstange 17 nach oben verschoben, wodurch die Steuerleitung 49 mit dem Druckluftspeicherraum 9 verbunden wird.

    [0035] Bei allen gezeichneten Gerätevarianten ist durch Betätigen des Ventilhebels 50 kein Eintreibvorgang auslösbar, wenn die Tasteinrichtung 6 mit ihrem Tastkopf 7 nicht auf ein Werkstück aufgesetzt ist. Wird der Tastkopf 7 nämlich nicht nach oben bewegt, verbleibt der Tastschieber 37 in seiner untersten Position gemäß Fig. 1, 3 und 5, so daß der Schalthebel 52 beim Schwenken des Ventilhebels 50 nach oben mit seinem freien Schalthebelende 53 von der Auflagefläche 41 auf die Stützfläche 54 rutscht. Der Schwenkweg des Ventilhebels 50 reicht dann nicht aus, den Schalthebel 52 von unten gegen die Ventilstange 17 zu drücken und diese zu betätigen.

    [0036] Wird jedoch zunächst das Mündungswerkzeug 4 auf ein Werkstück aufgesetzt, wobei der Tastkopf 7 in Höhe der Austrittsöffnung 5 verschoben wird, so wird auch das freie Schalthebelende 53 ein Stück nach oben bewegt. Voraussetzung dafür ist, daß der Schalthebel 52 bei Beginn der Betätigung der Tasteinrichtung 6 auf der Auflagefläche 41 aufliegt. Bei einer anschließenden Betätigung des Auslösers 8 wird der Schalthebel 52 gegen das untere Ende der Ventilstange 17 gezwungen, wodurch der oben beschriebene Arbeitshub des Arbeitskolbens 11 ausgelöst wird. Dabei wird der Verriegelungskolben 44 durch die jeweiligen Steuerleitungen 49 so belastet, daß der Tastschieber in seiner oberen Position gehalten wird. Gemäß Fig. 2 wird dies über den Druck in der Kolbenrückholkammer 20 erreicht, der sich während des Kolbenhubes aufbaut. Gemäß Fig. 4 wird die Verriegelung etwas früher vom Druck im Arbeitszylinder 10 bewirkt. Gemäß Fig. 7 und 8 bringt das zweite Hilfsventil 57 in direkter Folge der Betätigung der Ventilstange 17 den Aufbau des Druckes auf den Verriegelungskolben 44 zustande.

    [0037] Solange nach Verriegelung der Tasteinrichtung 6 der Auslöser 8 betätigt bleibt, bleibt die Verriegelung bestehen. Erst nach Loslassen des Auslösers 8 kehrt die Ventilstange 17 aufgrund der Rückstellfeder 21 in ihre Ausgangslage zurück und der Kolben 11 strebt in der oben beschriebenen Weise seinem oberen Totpunkt zu. Dann fällt der Druck in der Rückholkammer 20 bzw. in dem Arbeitszylinder 10 unterhalb des Kolbens 11 ab und wird das zweite Hilfsventil 57 wieder mit Atmosphäre verbunden. Infolgedessen fällt der Druck unterhalb des Verriegelungskolbens 44 auf Atmosphärenniveau und die Verriegelung der Tasteinrichtung 6 wird aufgehoben. Dann wird diese von der Schraubenfeder 47 in ihre Ausgangsposition zurückgezwungen.

    [0038] Bei einem rückstoßbedingten Emporschnellen während des Eintreibvorgangs verhindert die Verriegelung der Tasteinrichtung 6, daß der Schalthebel 52 von der Auflagefläche 41 rutscht und bei einer anschließenden Betätigung des Auslösers 8 die Ventilstange 17 nicht auslöst. Ebenso wird erfindungsgemäß erreicht, daß ein Abheben des Gerätes von einem Werkstück bei betätigtem Auslöser 8 einer weiteren Einzelauslösung nach anschließendem Wiederaufsetzen nicht entgegensteht.


    Ansprüche

    1. Auslösesicherung an einem mit Druckluft betriebenen Gerät zum Eintreiben von Befestigungsmitteln, mit einem Arbeitszylinder (10), in dem ein Arbeitskolben (11) zwischen einem oberen und einem unteren Totpunkt beweglich ist, einem am Arbeitskolben befestigten Eintreibstößel (12), einer Steuerventilanordnung (18), die bei Betätigung einer Ventilstange (17) einen Arbeitshubraum oberhalb des Arbeitskolbens für Kolbenbewegung zum unteren Totpunkt mit Druckluft und bei Entlastung der Ventilstange für Kolbenbewegung zum oberen Totpunkt mit Atmosphäre verbindet, einer den Arbeitszylinder umgebenden Kolbenrückholkammer (20), die über eine erste Öffnung (35) nahe dem unteren Totpunkt und eine zweite Öffnung (34) im Abstand zum unteren Totpunkt mit dem Arbeitszylinder verbunden ist, einem Mündungswerkzeug (4) mit einem den Eintreibstößel führenden Eintreibkanal (13), mit einer in den Bewegungsbereich des Eintreibstößels mündenden Öffnung zu einem Magazin (5) für Befestigungsmittel, einer Tasteinrichtung (6) mit einem unterhalb der Abgabeöffnung (15) des Mündungswerkzeuges erstreckten und in Aufsetzrichtung verschieblichen Tastkopf (7) und einem damit gekoppelten Tastschieber (37) mit einer Auflagefläche (41) quer zu seiner Verschieberichtung, einem Auslöser (8) zum Verschieben der Ventilstange (17) mit einem schwenkbaren Ventilhebel (50) und einem daran der Ventilstange zugewandt befestigten Schalthebel (52), der nahe dem freien Ventilhebelende schwenkbar gelagert ist und nahe dem schwenkgelagerten Ventilhebelende ein freies Schalthebelende (53) hat, wobei das freie Schalthebelende vor Betätigen der Tasteinrichtung (6) durch Verschieben des Tastkopfes (7) beim Aufsetzen auf ein Werkstück und vor Betätigen des Auslösers (8) durch Schwenken des Ventilshebels (50) zur Ventilstange (17) hin von der Auflagefläche (41) unterstützt ist, bei Betätigung der Tasteinrichtung (6) und anschließender Betätigung des Auslösers (8) von der Auflagefläche unterstützt bleibt, so daß der Schalthebel (52) die Ventilstange (17) betätigt, und bei Betätigung des Auslösers (8) ohne Betätigung der Tasteinrichtung (6) von der Auflagefläche (41) abrutscht, ohne daß der Schalthebel (52) die Ventilstange (17) verschiebt, dadurch gekennzeichnet, daß der Tasteinrichtung (6) eine Verriegelungseinrichtung (44, 46) zugeordnet ist, welche die Tasteinrichtung bei Betätigung der Ventilstange (17) in Betätigungsposition verriegelt und die Tasteinrichtung bei Freigabe der Ventilstange entriegelt.
     
    2. Auslösesicherung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Tastschieber (37) mit einem verschieblichen Verriegelungskolben (44) in einem Verriegelungszylinder (46) gekoppelt ist und eine Steuerleitung (49) den Verriegelungskolben bei Verriegelung in Betätigungsrichtung des Tastschiebers (37) mit Arbeitsdruck belastet und bei Entriegelung belüftet.
     
    3. Auslösesicherung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerleitung (49) mit der Kolbenrückholkammer (20) verbunden ist.
     
    4. Auslösesicherung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerleitung (49) über eine dritte Öffnung (56) im weiteren Abstand als die zweite Öffnung (34) vom unteren Totpunkt mit dem Arbeitszylinder (10) verbunden ist.
     
    5. Auslösesicherung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerleitung (49) mit einem Hilfsventil (57) an der Ventilstange (17) verbunden ist.
     
    6. Auslösesicherung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine Druckfeder (47) entgegen Betätigungsrichtung des Tastschiebers (37) auf den Verriegelungskolben (44) einwirkt.
     
    7. Auslösesicherung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Tastschieber (37) oben eine im Querschnitt C-förmige Aufnahme (40) hat, deren untere Begrenzung die Auflagefläche (41) für das freie Schalthebelende (53) bildet und deren obere Begrenzung (42) mit dem Verriegelungskolben (44) verbunden ist.
     
    8. Auslösesicherung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahme (40) das Schwenklager (51) des Ventilhebels (50) aufnimmt.
     
    9. Auslösesicherung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß neben dem Tastschieber (37) eine unverschiebliche Stützfläche (54) für das freie Schalthebelende (53) angeordnet ist, die vor Betätigung der Tasteinrichtung (6) mit der Auflagefläche (41) fluchtet.
     
    10. Auslösesicherung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Schalthebel (52) und Ventilstange (17) eine Druckfeder (55) angeordnet ist.
     




    Zeichnung




























    Recherchenbericht