[0001] Die Erfindung betrifft eine Greiferwebmaschine mit wenigstens einem Greifer, der
an einem Greiferband angeordnet ist, das in ein Webfach einführbar und aus dem Webfach
herausziehbar ist, mit seitlich außerhalb des Webfaches angeordneten Führungsmitteln
für Führungsflächen des Greiferbandes und mit einer Mehrzahl von in das Webfach hineinbewegbaren
und aus dem Webfach herausbewegbaren Führungsmitteln für Führungsflächen des Greiferbandes.
[0002] Bei bekannten Greiferwebmaschinen (US-Patent 5 183 084) wird ein Schußfaden mit Hilfe
von zwei Greifern in ein Webfach eingebracht. Die Greifer sind beispielsweise auf
einem flexiblen Greiferband angebracht. Ein erster Greifer bringt den Schußfaden von
einer Seite her in das Fach bis zur Mitte, wo ein zweiter Greifer den Schußfaden übernimmt
und zur gegenüberliegenden Seite des Faches bringt. Die Greiferbänder werden mittels
Antrieben in das Webfach eingeführt und wieder herausgezogen, die ein mit dem Greiferband
zusammenarbeitendes Antriebsrad enthalten. Die Greiferbänder werden mittels Führungsblöcken
in Kontakt mit den Antriebsrändern gehalten. Seitlich außerhalb des Webfaches sind
zwischen dem Antriebsrad und dem Webfach Führungsmittel für das Greiferband angeordnet,
die mit Führungsflächen des Greiferbandes zusammenarbeiten und dieses auf das Webfach
ausrichten. Darüber hinaus ist eine Mehrzahl von in das Webfach hineinbewegbaren und
aus dem Webfach herausbewegbaren Führungsmitteln vorgesehen, die das Greiferband an
Führungsflächen innerhalb des Webfaches führen. Bei dieser Bauart unterliegen die
Führungsflächen der Greiferbänder einem raschen Verschleiß. Dieser Verschleiß hat
zur Folge, dar die Führung der Greiferbänder beeinträchtigt wird, so daß die Greiferbänder
schon beim Einführen in das Webfach keine eindeutige Position mehr erhalten.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einerseits den Verschleiß der Greiferbänder
zu verringern und andererseits die schädlichen Auswirkungen des Verschleißes zu reduzieren.
[0004] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die den seitlich außerhalb des Webfachs angeordneten
Führungsmitteln zugeordneten Führungsflächen des Greiferbandes und die den in das
Webfach hinein und hinaus bewegbaren Führungsmitteln zugeordneten Führungsflächen
des Greiferbandes sich an unterschiedlichen Stellen des Greiferbandes befinden.
[0005] Die Erfindung geht von der Erkenntnis aus, daß der Verschleiß im wesentlichen durch
die bewegbaren Führungsmittel verursacht wird. Diese bewegbaren Führungsmittel verfügen
einerseits nur über relativ kleine Führungsflächen, während sie andererseits nur sehr
schwer exakt ausgerichtet werden können, da sie individuell befestigt werden. Der
Verschleiß entsteht deshalb im wesentlichen durch nicht exakt ausgerichtete, bewegbare
Führungsmittel. Da gemäß der Erfindung die bewegbaren Führungsmittel nicht an den
gleichen Führungsflächen angreifen, an denen die außerhalb des Webfaches angeordneten
Führungsmittel angreifen, wird ein Verschleiß der diesen Führungsmittel zugeordneten
Führungsflächen weitgehend vermieden. Das Greiferband wird somit unabhängig von dem
Verschleiß der den bewegbaren Führungsmitteln zugeordneten Führungsflächen außerhalb
des Webfaches von den außerhalb des Webfaches angeordneten Führungsmitteln exakt geführt,
so daß eine exakte Einführung in das Webfach gewährleistet ist. Darüber hinaus werden
Schwingungen des Greiferbandes beim Einführen und bei dem Herausziehen aus dem Webfach
weitgehend vermieden, was ebenfalls den Verschleiß des Greiferbandes an den bewegbaren
Führungsmitteln verringert. Bevorzugt erstrecken sich die den außerhalb des Webfachs
angeordneten Führungsmitteln zugeordneten Führungsflächen im wesentlichen über die
gesamte Länge des Greiferbandes, so daß das Greiferband kontinuierlich geführt ist.
[0006] Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele.
- Fig. 1
- zeigt eine Frontansicht einer schematisch dargestellten, erfindungsgemäßen Webmaschine,
- Fig. 2
- einen Schnitt entlang der Linie II-II der Fig. 1 in größerem Maßstab,
- Fig. 3
- einen Schnitt entlang der Linie III-III der Fig. 1 in größerem Maßstab,
- Fig. 4
- einen vergrößerten Ausschnitt F4 der Fig. 3,
- Fig. 5
- einen vergrößerten Ausschnitt F5 der Fig. 2,
- Fig. 6
- eine Ansicht in Richtung des Pfeiles F6 der Fig. 3 in größerem Maßstab,
- Fig. 7
- einen Schnitt entlang der Linie VII-VII der Fig. 6,
- Fig. 8
- einen Schnitt parallel zu der Linie VII-VII der Fig. 6 im Bereich eines außerhalb
des Webfaches angeordneten Führungsmittels,
- Fig. 9
- einen Schnitt ähnlich Fig. 4 durch eine abgewandelte Ausführungsform,
- Fig.10
- einen Schnitt ähnlich Fig. 5 durch eine weitere abgewandelte Ausführungsform,
- Fig.11
- einen Schnitt im Bereich eines außerhalb des Webfachs angeordneten Führungsmittels
einer weiteren abgewandelten Ausführungsform und
- Fig.12
- einen Schnitt durch den Bereich eines außerhalb des Webfaches angeordneten Führungsmittels
einer Ausführungsform mit einem an einem Greifer angebrachten Führungsteil.
[0007] Die in Fig. 1 bis 3 dargestellte Greiferwebmaschine enthält zwei Greiferbänder (1).
Ein Greiferband (1) trägt einen Greifer (2), den sogenannten Gebergreifer, der einen
Schußfaden von einer Seite her bis zur Maschinenmitte transportiert. Das andere Greiferband
besitzt einen Greifer (3), einen sogenannten Nehmergreifer, der den Schußfaden übernimmt
und zur gegenüberliegenden Seite der Webmaschine transportiert. Im Bereich von Seitengestellen
(5) sind Antriebsmittel (4) für die Greiferbänder (1) vorgesehen. Diese Antriebsmittel
enthalten ein Antriebsrad (6), das beispielsweise über ein Getriebe synchron mit anderen
Elementen der Webmaschine angetrieben wird. Den Antriebsrädern (6) sind Führungsblöcke
(7) zugeordnet, die die Greiferbänder (1) an den Antriebsrädern halten. In den Seitengestellen
(5) ist eine Kammlade (8) gelagert, die ein Webblatt (9) trägt. Die Kammlade (8) ist
mit Antriebsmitteln (10) versehen, die mit den Antrieben (4) der Greiferbänder (1)
synchronisiert sind.
[0008] Zwischen den Antriebsrädern (6) und der Kammlade (8),d.h. seitlich außerhalb eines
Webfaches (14), sind Führungsmittel (11) angeordnet, die die Greiferbänder (1) zu
dem Webfach (14) führen. Diese Führungsmittel (11) sind bevorzugt stationär angeordnet.
Sie können jedoch auch mitsamt Antriebsmitteln (4) und Antriebsrädern (6) mit der
Kammlade (8) mitbewegbar angeordnet sein. Dies gilt für alle noch erläuterten Ausführungsbeispiele.
An der Kammlade (8) ist eine Mehrzahl Führungsmitteln (12) befestigt, die durch eine
Bewegung der Kammlade (8) in das Webfach (14) hinein und aus dem Webfach (14) herausbewegt
werden. Diese bewegbaren Führungsmittel dienen zur Führung des Greiferbandes innerhalb
des Webfaches. Sowohl für den Gebergreifer (2) als auch für den Nehmergreifer (3)
ist ein an dem jeweiligen Greiferband (1) befestigtes Führungsteil (13) vorgesehen,
das ebenfalls mit den bewegbaren Führungsmitteln (12) zusammen arbeitet.
[0009] Wie aus Fig. 2 und 3 zu ersehen ist, besitzt die Kammlade (8) eine Kammladenachse
(15), die ein Kammladenprofil (16) trägt. Auf dem Kammladenprofil (16) ist ein Webblatt
(9) mittels einer Klemmbefestigung (17) befestigt. An dem Kammladenprofil (16) ist
ein weiteres Profil (18) befestigt, an dem die in das Webfach und aus dem Webfach
(14) bewegbaren, einzelnen Führungsmittel (12) mittels Schrauben (21) befestigt sind.
Das Webfach (14) wird zwischen oberen Kettfäden (19) und unteren Kettfäden (20) mittels
nicht dargestellter Fachbildungseinrichtungen gebildet. Die Kettfäden (19, 20) laufen
zu dem Gewebe (22) hin zusammen. In Fig. 2 und 3 befindet sich die Kammlade in ihrer
hinteren Position, in der das Webfach vollständig geöffnet ist. In dieser Position
befinden sich die in das Webfach (14) hineinbewegten Führungsmittel (12) wenigstens
annähernd in einer Flucht mit dem außerhalb des Webfaches (14) stationär angeordneten
Führungsmittel (11). Die bewegbaren Führungsmittel (12) werden mittels der Kammladenbewegung
in das Webfach (14) gebracht und auch wieder aus diesem herausbewegt, wie in Fig.
2 links gestrichelt dargestellt ist. In der in Fig. 2 und 3 dargestellten Position
werden die Greiferbänder (1) mit dem Gebergreifer (2) und dem Nehmergreifer (3) zum
Einbringen eines Schußfadens in Richtung der Pfeile (A) (Fig. 1) hin- und herbewegt.
[0010] Die Führung der Greiferbänder (1) ist für den Nehmergreifer (2) und den Gebergreifer
(3) gleich ausgebildet, so daß es ausreicht, wenn Einzelheiten dieser Führung im nachstehenden
nur in Verbindung mit dem Greiferband (1) des Gebergreifers (2) erläutert werden.
[0011] Das Greiferband (1) weist Führungsflächen (23, 24, 25, 26) auf, die ausschließlich
mit den stationären Führungsmitteln (11) zusammenarbeiten, jedoch nicht mit den auf
der Kammlade (8) befestigten und in das Webfach (14) hinein- und herausbewegbaren
Führungsmitteln (12). Die Führungsflächen (23, 24, 25, 26) arbeiten mit dem seitlich
außerhalb des Webfachs (14) stationär angeordneten Führungsmittel (11) derart zusammen,
daß das Greiferband in zwei im wesentlichen senkrecht zueinander verlaufenden Querrichtungen
(B) und (C) geführt wird. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel dienen als Führungsflächen
(24, 26) die beiden Schmalseiten des Greiferbandes (1). Als weitere Führungsflächen
(23, 25) dienen Randbereiche der Oberseite und der Unterseite des Greiferbandes, die
sich in der Nähe einer Schmalseite befinden. Die stationären Führungsmittel (11) weisen
entsprechende Führungen (27, 28, 29, 30) auf.
[0012] Wie aus Fig. 4 zu ersehen ist, besteht zwischen dem im Bereich des Greifers (2) angeordneten
Führungsteil (13) und dem stationären Führungsmittel (11) ein relativ großes Spiel.
Dagegen besitzt das Führungsteil (13) mit seinen einander jeweils gegenüberliegenden
Führungsflächen (31,33; 32,34) ein recht geringes Spiel in der entsprechenden Führung
der bewegbaren Führungsmittel (12). Es ist somit möglich, die Greifer (2 oder 3) mittels
der Führungsmittel (12) exakt zu führen. Die beweglichen Führungsmittel (12) sind
darüber hinaus noch mit Führungen (37, 38) versehen, die mit Führungsflächen (35)
der Oberseite und (36) der Unterseite des Greiferbandes (1) zusammenarbeiten. Das
Greiferband ist somit ebenfalls in Richtung (B) quer zur Bewegungsrichtung des Greiferbandes
(1) mittels der Führungsmittel (12) geführt.
[0013] Da die Führungsflächen (23, 24, 25, 26) nicht mittels der in das Webfach (14) einführbaren
Führungsmittel (12) geführt werden, ist ihr Verschleiß gering. Dies hat zur Folge,
daß das Greiferband mittels der Führungen (27, 28, 29, 30) des stationären Führungsmittels
(11) ständig in einer eindeutigen Position geführt ist.
[0014] Da das Greiferband (1) ständig in zwei lotrecht zueinander laufenden Richtungen (B
und C) quer zur Bewegungsrichtung in dem stationären Führungsmittel (11) geführt wird,
ergibt sich der Vorteil, daß keine abrupten Bewegungen oder Schwingungen in dem Greiferband
(1) entstehen, wenn das Greiferband (1) und das Führungsteil (13) des Greifers (2
und 3) die stationären Führungsmittel (11) verlassen oder wieder zurückgeführt werden.
Ein Verschleiß an den Führungsflächen (35, 36), die den bewegbaren Führungsmitteln
(12) zugeordnet sind, hat keinen Einfluß auf die Führung des Greiferbandes (1) in
dem Führungsmittel (11) oder auf die Führung des Führungsteils (13) in den Führungsmitteln
(12). Die Verringerung der Schwingungen des Greiferbandes (1) führt auch zu dem Vorteil,
daß die Führungsflächen (35, 36) des Greiferbandes (1) und das Führungsteil (13) unter
der Wirkung der Führungen (37, 38) der Führungsmittel (12) einem geringeren Verschleiß
ausgesetzt sind. Da die Führungsflächen (23 bis 26) nicht von den Führungsmitteln
(12) im Webfach (14) geführt werden, ist eine größere Überlappung der Kammladenbewegung
mit der Greiferbewegung möglich. Die Greifer (2, 3) können bereits in das Webfach
(14) gebracht oder aus diesem zurückgezogen werden, wenn sich die Kammlade (8) noch
nicht oder nicht mehr in ihrer äußersten Position befinden. Dies ist möglich, ohne
daß im Bereich des Seitenrandes des Faches (14) auf bewegbare Führungsmittel (12)
verzichtet wird.
[0015] Die Anbringung des Führungsteils (13) im Bereich des Gebergreifers (2) an dem Greiferband
(1) ist in Fig. 6 bis 8 gezeigt. Im Bereich des Endes des Greiferbandes (1) ist eine
Aussparung eingefräst, in das das Führungsteil (13) eingesetzt ist. Dieses Führungsteil
(13) ist zusammen mit dem Gebergreifer (2) mittels Schrauben (65) und Muttern (66)
derart an dem Greiferband (1) befestigt, daß das Greiferband (1) zwischen Führungsteil
(13) und Gebergreifer (2) eingespannt ist. Der Nehmergreifer (3) ist in entsprechender
Weise an seinem Greiferband (1) befestigt. Das Führungsteil (13) reicht bis annähernd
zur Führungsfläche (25), jedoch endet es so, daß es außerhalb der Führungsfläche (25)
bleibt und daher die Führung (29) des stationären Führungsmittels (11) nicht berührt.
Das Greiferband (1) ist somit im Bereich der Führungsflächen (24, 25) nicht unterbrochen,
so daß sich keine Kettfäden zwischen dem Greiferband (1) und dem Führungsteil (13)
verhaken können, was zu Kettfadenbrüchen führen könnte. Dies ist insbesondere für
falsch getrennte Kettfäden wichtig, insbesondere für Kettfäden, die sich unterhalb
des Greiferbandes (1) befinden, jedoch eigentlich zu den oberen Kettfäden (19) gehören
und sich dort befinden sollten. Da die Führungsflächen (24, 25), die die Kettfäden
berühren können, nur einem geringen Verschleiß unterliegen, werden in diesem Bereich
Schädigungen der Kettfäden vermieden. Das Führungsteil (13) läßt auch die Führungsflächen
(23 und 26) frei. In Fig. 6 ist zu sehen, daß das Greiferband (1) mit Aussparungen
(39) versehen ist, die mit einer auf dem Antriebsrad (6) angeordneten Verzahnung zusammenarbeiten.
[0016] Bei der Ausführungsform nach Fig. 9 ist vorgesehen, daß das stationäre Führungsmittel
(11) Führungen (40, 41) aufweist, die mit den Führungsflächen (35, 36) des Greiferbandes
(1) zusammenarbeiten, die an sich den bewegbaren Führungsmitteln (12) zugeordnet sind.
Wenn die Führungsflächen (35, 36) des Greiferbandes (1), die den beweglichen Führungsmitteln
(12) zugeordnet sind, abgenutzt sind, wird das Greiferband (1) nach wie vor in den
beiden lotrecht zueinander verlaufenden Richtungen (B und C) quer zur Bewegungsrichtung
in dem stationären Führungsmittel (11) mittels der Führungen (27, 28, 29, 30) sicher
geführt. Die Führungen (40, 41) des stationären Führungsmittels (11) dienen nur zur
Erhöhung der Sicherheit.
[0017] Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 10 ist das Führungsteil (13) mit einer Längsrille
(42) versehen, der ein Steg (43) der Führungsmittel (12) zugeordnet sind. Bei dieser
Ausführungsform ist die Gefahr eines Festhakens von Kettfäden an den Führungsmitteln
verringert, die an sich bei bestimmten Bindungen und/oder falsch getrennten Kettfäden
besteht.
[0018] Bei abgewandelten Ausführungsformen wird vorgesehen, daß ein Führungsteil auf der
Oberseite des Greiferbandes (1) befestigt wird. In diesem Fall befindet sich dieses
Führungsteil dann zwischen dem Greiferband (1) und dem Greifer (2 oder 3). Die Führungsfläche
(30) des stationären Führungsmittels (11), die einer als Führungsfläche (26) dienenden
Flachseite des Greiferbandes (1) zugeordnet ist, ragt dann von der Unterseite des
Greiferbandes (1) ab.
[0019] Bei der Ausführungsform nach Fig. 11 ist das Greiferband (1) mit einer Längsnut (44)
versehen. Durch diese Längsnut (44) werden seitlich an dem Greiferband (1) zwei in
Längsrichtung verlaufende Profilierungen geschaffen, von denen eine zur Führung in
dem stationären Führungsmittel (11) und die andere zur Führung in den in das Webfach
(14) hineinbewegbaren Führungsmitteln (12) ausgenutzt werden. Das Greiferband (1)
wird mit den Führungsflächen (23, 24, 25) und einer Führungsfläche (45) der Seitenwand
der Längsnut (44) in dem außerhalb des Webfaches (14) angeordneten Führungsmittel
(11) geführt. Dieses Führungsmittel (11) ist mit entsprechenden Führungen (27, 28,
29, 46) versehen. Die Führungsflächen (23, 24, 25, 45) befinden sich dabei im Bereich
der dem Webblatt (9) zugewandten Seite (47) des Greiferbandes (1) und arbeiten nicht
mit den in das Webfach (14) einbringbaren Führungsmitteln (12) zusammen. Die in Längsrichtung
verlaufende Profilierung der gegenüberliegenden Seite (48) des Greiferbandes (1) ist
mit Führungsflächen (49, 50, 51, 52) versehen, die mit den in das Webfach (14) einbringbaren
Führungsmitteln (12) zusammenarbeiten. Auch hier dient eine Seitenwand der Längsnut
(44) als eine Führungsfläche (52).
[0020] Bei der Ausführungsform nach Fig. 12 wird das Greiferband (1) mit Führungsflächen
(23, 24, 25) durch Führungen (27, 28, 29) des stationären Führungsmittels (11) geführt.
Auf dem Profilelement (18) der Kammlade (8) ist eine Auflage (53) für die unteren
Kettfäden (20) angeordnet. Die Auflage (53) besteht aus einem weichen und/oder elastischen
Material. Die unteren Kettfäden (20) bilden zusammen mit der Auflage (53) eine Führung
für das Greiferband (1). Das Greiferband (1) ist mit Führungen (63, 64) von in das
Webfach (14) einbringbare Führungsmittel (12) geführt, die an dem Profilelement (18)
angebracht sind. Die Führungsflächen (23, 24, 25) arbeiten nicht mit den Führungsmitteln
(12) zusammen. An dem Greifer (2) ist eine Abstützung (54) angebracht, die mit dem
nicht dargestellten Webblatt (9) zusammen arbeitet. Die Abstützung (54) weist eine
Lasche auf, die zur Erhöhung der Führungssicherheit in nicht näher dargestellter Weise
mit dem stationären Führungsmittel (11) zusammen arbeitet.
1. Greiferwebmaschine mit wenigstens einem Greifer (2, 3), der an einem Greiferband (1)
angeordnet ist, das in ein Webfach (14) einführbar und aus dem Webfach herausziehbar
ist, mit seitlich außerhalb des Webfaches (14) angeordneten Führungsmitteln (11) für
Führungsflächen (23, 24, 25, 26, 45) des Greiferbandes (1) und mit einer Mehrzahl
von in das Webfach hineinbewegbaren und aus dem Webfach herausbewegbaren Führungsmitteln
(12) für Führungsflächen (35, 36; 49, 50, 51, 52) des Greiferbandes, dadurch gekennzeichnet,
daß die den außerhalb des Webfaches angeordneten Führungsmitteln (11) zugeordneten
Führungsflächen des Greiferbandes (1) und die den in das Webfach hinein und hinaus
bewegbaren Führungsmitteln (12) zugeordneten Führungsflächen des Greiferbandes (1)
sich an unterschiedlichen Stellen des Greiferbandes (1) befinden.
2. Greiferwebmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die in das Webfach
hinein und hinaus bewegbaren Führungsmittel (12) das Greiferband (1) an Paaren von
Führungsflächen (35, 36; 49, 51, 50, 52) führen.
3. Greiferwebmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Greiferband
(1) eine in Längsrichtung verlaufende Profilierung aufweist, die mit den außerhalb
des Webfaches angeordneten Führungsmitteln (11) zusammenarbeitende Führungsflächen
(23, 24, 25, 45) bildet.
4. Greiferwebmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das
Greiferband (1) eine in seiner Längsrichtung verlaufende Profilierung aufweist, die
mit den in das Webfach hinein und hinaus bewegbaren Führungsmitteln (12) zusammenarbeitende
Führungsfläche (49, 50, 51, 52) bildet.
5. Greiferwebmaschine nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Greiferband
(1) derart mit einer Längsnut (44) versehen ist, das zwei im wesentlichen symmetrisch
zu seiner Längsachse verlaufende Profilierungen vorhanden sind.
6. Greiferwebmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß im
Bereich des Greifers (2, 3) ein mit dem Greiferband (1) in das Webfach (14) einführbares
und wieder herausziehbares Führungsteil (13) angeordnet ist, das mit den in das Webfach
hinein und hinaus bewegbaren Führungsmitteln (12) zugeordneten Führungsflächen versehen
ist.
7. Greiferwebmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Führungsteil (13)
eine Führungsfläche für die in das Webfach hinein und hinaus bewegbaren Führungsmittel
(12) bildende, in Bewegungsrichtung des Greifers (2, 3) verlaufende Profilierung aufweist.
8. Greiferwebmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß seitlich
an dem Greifer (2, 3) ein an einem Webblatt (9) geführtes Führungsteil (54) angebracht
ist.
9. Greiferwebmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die
den außerhalb des Webfaches (14) angeordneten Führungsmitteln (11) zugeordneten Führungsflächen
(23, 24, 25, 26; 45) sich wenigstens annähernd über die gesamte Länge des Greiferbandes
(1) erstrecken.
10. Greiferwebmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das
Greiferband (1) mit den außerhalb des Webfaches (14) angeordneten Führungsmitteln
(11) zugeordneten Paaren von Führungsflächen (23, 24, 25, 26; 45) versehen ist, die
wenigstens annähernd in einem rechten Winkel zueinander verlaufen.