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EP 0 620 304 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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01.04.1998 Patentblatt 1998/14 |
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Anmeldetag: 16.04.1993 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)6: D03J 1/00 |
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Verfahren und Vorrichtung zum Wechseln eines Artikels
Method and device for changing the article
Méthode et dispositif pour changer l'article
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE DK ES FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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19.10.1994 Patentblatt 1994/42 |
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Patentinhaber: SULZER RÜTI AG |
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CH-8630 Rüti (CH) |
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Erfinder: |
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- Briner, Emil
CH-8406 Winterthur (CH)
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Vertreter: Heubeck, Bernhard |
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Sulzer Management AG,
KS Patente/0007,
Zürcherstrasse 12 8401 Winterthur 8401 Winterthur (CH) |
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Entgegenhaltungen: :
CH-A- 661 065 DE-A- 3 523 693
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DE-A- 1 535 942 DE-A- 3 708 598
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Wechseln eines auf einer Webmaschine
herzustellenden Artikels sowie eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
[0002] Die Erfindung geht von einem Verfahren aus, wie es aus DE-A-15 35 942 bekannt ist.
Bei diesem Verfahren wird ein Kettbaum mit der vorbereiteten Kette auf einem Transportwagen
an ein Einziehgestell gebracht, auf dem die Kette in die Kettfadenwächter und Webschäfte
sowie in das Webblatt eingezogen werden. Nach dem Einziehen werden die Kettfadenwächter
und Webschäfte in dem in der Webmaschine benötigten Abstand sowie das Webblatt auf
dem Wagen angeordnet und bei Bedarf in die Webmaschine eingesetzt.
[0003] Dieses Verfahren ist auf eine zeitsparende Neuauflage eines Artikels in eine Webmaschine
gerichtet, wobei der Artikel bis das Material aufgebraucht von der Webmaschine hergestellt
wird.
[0004] Demgegenüber löst die Erfindung, wie sie in dem Anspruch 1 gekennzeichnet ist, die
Aufgabe ein Verfahren und eine Einrichtung zu schaffen, bei dem durch die verfahrens-
und einrichtungsmässige Trennung von Neuauflage und Wechsel eines Artikels, die Produktionssteuerung
in einer Weberei verbessert und der einrichtungsmässige Aufwand erheblich verringert
wird.
[0005] Weitere bevorzugte Verfahrensmerkmale sind in der Ansprüchen 2 und 3 dargelegt.
[0006] Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile sind darin zu sehen, dass durch den Artikelwechsel,
d.h. der Austausch eines Artikels gegen einen anderen Artikel und die Lagerung des
ausgetauschten Artikels auftragsgemäss kleine Metragen mit niedrigen Kosten herstellbar
sind, dass durch die Trennung von Neuauflage und Wechsel eines Artikels die Webvorbereitung
vereinfacht wird, das Verfahren durch eine Bedienungsperson ausführbar ist, so dass
der Aufwand für den Artikelwechsel verringert wird, dass der Zeitaufwand für den Artikelwechsel
verringert wird und dass durch die Produktionssteuerung die Produktivität einer Weberei
gesteigert wird.
[0007] Eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens ist erfindungsgemäss durch die Merkmale
des Anspruches 4 gekennzeichnet.
[0008] Weitere bevorzugte Vorrichtungsmerkmale sind in der Ansprüchen 5-8 dargelegt.
[0009] Im folgenden wird die Erfindung anhand der beiliegenden Zeichnungen erläutert.
[0010] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Seitenansicht eines Wagens zur Vorbereitung des Artikelwechsels,
- Fig. 2
- eine Seitenansicht von Fig. 1 mit dem eingezogenen Artikel,
- Fig. 3
- eine Seitenansicht des Wagens von Fig. 2 in der für das Einsetzen des Artikels in
die Webmaschine voreingestellten Stellung,
- Fig. 4
- eine Seitenansicht des mit der Hilfsbaugruppe gekoppelten Wagens nach Fig. 3 bei der
Uebergabe des Kettbaumes und der in der web- und artikelgerechten Stellung befindlichen
Kettfadenwächter und Webschäfte,
- Fig. 5
- eine bevorzugte Ausführungsform einer Aufnahmevorrichtung für die Webschäfte in räumlicher
Darstellung,
- Fig. 6
- eine Ausführungsform von Ausrichtorganen für die Aufnahmeeinrichtung in räumlicher
Darstellung,
- Fig. 7
- eine Seitenansicht der Hilfsbaugruppe mit dem aufgenommenen Artikel in der Stellung
vor dem Einsetzen des Kettfadenwächters und der Webschäfte,
- Fig. 8
- eine Seitenansicht der Hilfsbaugruppe nach dem Einsetzen des Artikels und
- Fig. 9
- eine bevorzugte Ausführungsform des Kettfadenwächters.
[0011] Die Fig. 1 zeigt einen Wagen 1, der zum Transport und zur Lagerung eines zu wechselnden
Artikels vorgesehen ist.
[0012] Der Wagen enthält ein Auflager 2 für einen Kettbaum, ein Auflager 3 für einen Kettfadenwächter
und eine Haltevorrichtung 4 bestehend aus Führungen 5 und Auflager 6 für eine Anzahl
von Webschäften.
[0013] Die nachfolgende Beschreibung geht von einem Artikelwechsel aus, der den Kettbaum,
den Kettfadenwächter und das Webgeschirr umfasst.
[0014] Hierzu wird der vorstehend beschriebene Wagen 1 mit einem Kettbaum 11 bestückt und
zu einer an sich bekannten und nicht dargestellten Einziehvorrichtung gefahren.
[0015] Es wird auf Fig. 2 Bezug genommmen. Das Einziehen der Kettfäden in die Kettfadenwächterlamellen,
die Webschaftlitzen und das Webblatt erfolgt in bekannter Weise und mit den bekannten
Hilfsmitteln. Nach dem Einziehen erfolgt die Abkoppelung des Einziehwagens inklusiv
Wagen 1 in bekannter Art, und anschliessend wird dem Wagen 1 der eingezogene und komplettierte
Kettfadenwächter, sowie die Webschäfte und das Webblatt übertragen. Das o.e. Einziehen
und die Uebernahme durch den Wagen 1 erfolgt nach dem für die hier in Rede stehende
Erfindung wesentlichen Grundsatz: Die vor dem Einziehen kettseitige Festlegung der
Kettfäden ist bis zum Artikelwechsel an der Webmaschine beizubehalten. Diese Festlegung
erfolgt mit einer Klemmeinrichtung 16, die an der Einziehvorrichtung vorgesehen ist.
Nach der Uebernahme durch den Wagen 1 werden die Kettfäden 15 in eine Klemmeinrichtung
17 am Wagen 1 festgelegt, wobei die Kettfäden über ein Stützrohr 18 geführt werden
können, das in den Kettfadenwächter einlegbar ist, damit die Kettfäden nicht mit den
Lamellen in Konflikt kommen. Nachzutragen ist noch, dass das Webblatt 14 mittels eines
Hakens 19 gehalten ist, der am ersten Webschaft eingehängt ist.
[0016] Nach der Uebernahme von der Einziehvorrichtung sind die Kettfadenwächter 12 und das
Webgeschirr 13, 14 in Kettlaufrichtung hintereinander auf dem Wagen 1 angeordnet.
[0017] Es wird auf Fig. 3 Bezug genommen. In einer Webmaschine ist bekanntlich die Stellung
des Kettfadenwächters 12 von der Anzahl der Webschäfte 13, der Fachgrösse, der Gewebedichte
sowie dem Kettmaterial des aufgelegten Artikels abhängig. In der Webmaschine ist diese
Stellung durch ein verstellbares Auflager für den Kettfadenwächter und den Schaftführungen
einstellbar und betrifft den Abstand a des Kettfadenwächters zum letzten Webschaft.
Der Einfachheithalber wird nachstehend der Abstand a zur Mitte des Kettfadenwächters
bezogen angeführt, obwohl in der Praxis üblicherweise das Einstellmass vom letzten
Webschaft zur ersten Kontaktschiene eingestellt wird. Dieser Abstand wird in der nachfolgenden
Beschreibung als web- und artikelgerechte Abstand a bezeichnet.
[0018] Ein in die vorliegende Erfindung kennzeichnendes Merkmal ist, dass der Kettfadenwächter
12 und die Webschäfte 13 in einem web- und artikelgerechten Abstand a eingestellt
werden.
[0019] Wie die Fig. 3 zeigt, ist hierzu eine Einrichtung 21 vorgesehen, die in den Halter
3 am Wagen 1 eingeführt und festgelegt wird. Die Einrichtung 17 enthält zwei Stützen
22, die jeweils an einem Ende eine nicht dargestellte Anordnung zum Einsetzen und
Befestigen im Auflager 3 und am anderen Ende ein Aufnahmeteil 23 für eine Stange 24
und ein Auflager 25 für den Kettfadenwächter 12 aufweisen. Jede Stütze 22 ist mit
einer Skaleneinteilung 26 zur Einstellung des Abstandes a versehen.
[0020] Zum Einstellen des Abstandes a wird nach dem Einsetzen der Stützen 22 die Stange
24 in die hierfür in jedem Aufnahmeteil 23 vorgesehenen Ausnehmung (nicht dargestellt)
so eingelegt, dass die Kettfäden 15 über diese Stange 24 geführt und leicht gespannt
sind. Nachfolgend wird der Kettfadenwächter 12 entlang den Stützen 22 verschoben und
mit Hilfe der Skaleneinteilung 26 der web- und artikelgerechte Abstand a eingestellt.
Nach dem Einstellen werden z.B. beim Einziehen benutzte Hilfsschienen (nicht dargestellt)
zum Hochhalten der Kettfadenwächterlamellen, seitlich herausgezogen. Der so vorbereitete
Wagen 1 kann als Transport- und Lagerwagen abgestellt und bei Bedarf eingesetzt werden.
[0021] Zum Artikelwechsel wird der eingangs beschriebene und mit dem Artikel versehene Wagen
1 mit einer fahrbaren, nachfolgend Einsetzwagen genannten Hilfsbaugruppe 31 gekoppelt,
wie dies in Fig. 4 dargestellt ist.
[0022] Der Einsetzwagen 31 enthält ein Fahrgestell 32 mit einer nicht dargestellten Antriebseinheit
und einem Mechanismus 33 zum Aufnehmen des Kettbaumes 11, ein Gerüst 34, das am Fahrgestell
32 montiert ist, zwei Ausleger 35, die am Gerüst 34 synchron auf und ab bewegbar angeordnet
sind und jeweils ein Gelenk 36 aufweisen, um die Ausleger 35 auszuschwenken, einen
Bügel 37 zum Anheben des Kettfadenwächters 12 und einen Hebel 38 zum Anheben der Webschäfte
13.
[0023] Ein weiteres die Erfindung kennzeichnendes Merkmal ist, dass der Kettfadenwächter
12 und die Webschäfte 13 in dem web- und artikelgerechten Abstand a durch den Einsetzwagen
31 vom Wagen 1 abgenommen und in die Webmaschine 39 eingesetzt werden.
[0024] Zur Durchführung dieses Vorganges ist erfindungsgemäss eine Aufnahmevorrichtung 40
vorgesehen.
[0025] Die Aufnahmevorrichtung wird im folgenden anhand der Fig. 5 beschrieben, wobei zwecks
einfacherer Darstellung lediglich der hinterste Webschaft 13 dargestellt ist.
[0026] Die Vorrichtung 40 enthält zwei Führungsschienen 41 für die Webschäfte 13. Die Führungsschienen
41 sind an einem Gehäuse 42 befestigt. Im Gehäuse 42 sind zwei Säulen 43 und ein Halteteil
44 angeordnet, der am Gehäuse 42 befestigt und an den Säulen 43 auf und ab bewegbar
angeordnet ist. Am Halteteil 44 ist ein Zapfen 45 vorgesehen, an dem ein Tragarm 46
schwenkbar angelenkt ist, um allfällige Abweichungen von der Horizontalebene selbsttätig
zu kompensieren. Der Tragarm 46 ist andererseits an einen Träger 47 befestigt, der
mit den Auslegern 35 verbunden ist (Fig. 4).
[0027] In der Webmaschine ist eine Platte 50 mit Führungsschienen 51 vorgesehen, in welche
die Webschäfte 13 beim Artikelwechsel eingeführt werden. Um die Führungsschienen 41
am Gehäuse 42 mit den Führungsschienen 51 an der Platte 50 auszurichten, sind an der
Unterseite des Gehäuses 42 ein erstes und zweites Ausrichtorgan 52, 53 vorgesehen.
Am Gehäuse 42 ist ferner ein Handgriff 54 vorgesehen, um das Uebernehmen der Webschäfte
vom Wagen 1 durch Anheben der Vorrichtung 40 zu erleichtern und eine Klinke 55 vorgesehen,
um das Gehäuse 42 am Tragarm 46 in Hochstellung zu halten.
[0028] Die Fig. 6 zeigt die Ausrichtorgane 52, 53 in der Eingriffstellung mit der Platte
50, die mit einem Zapfen 56 versehen ist. Das erste Ausrichtorgan 52 ist V-förmig
ausgebildet und so angeordnet, dass ein Schenkel 57 parallel zur Platte 50 liegt,
während der andere Schenkel 58 schräg bezüglich der Platte 50 angeordnet ist. Im Schenkel
57 ist ein Schlitz 59 ausgebildet, in welchen der Zapfen 56 eingeführt ist. Die Länge
des Zapfens 56 ist so bemessen, dass beim Einsetzen der Aufnahmevorrichtung 40 in
die Webmaschine der Zapfen mit der Innenseite des schräg abstehenden Schenkels 58
in Anlage kommt und die Aufnahmevorrichtung 40 in Richtung des Pfeiles A bezüglich
der Webmaschine ausrichtet. Das zweite Ausrichtorgan 53 ist keilförmig ausgebildet
und ist dazu bestimmt, die Aufnahmevorrichtung 40 an der Platte 50 zu zentrieren und
gleichzeitig festzulegen.
[0029] Die Fig. 7 zeigt die Situation vor dem Einsetzen des Kettfadenwächters 12 und der
Webschäfte 13, die in der Aufnahmevorrichtung 40 gehalten sind. In der gezeigten Stellung
ist das Gehäuse 42 auf die Platte 50 (Fig. 5) aufgesetzt und durch die Ausrichtorgane
52, 53 bezüglich Platte 50 ausgerichtet und festgelegt. Durch Absenken der Ausleger
35 werden der Kettfadenwächter 12 und die Webschäfte 13 gleichzeitig in die Webmaschine
39 eingesetzt, wobei der Kettfadenwächter 12 auf das in der Webmaschine vorhandene
Auflager 60 aufgelegt wird und die Webschäfte 13 in die Führungsschienen 51 an der
Platte 50 eingeführt werden. Der Vorgang erfolgt unter Aufrechterhaltung des web-
und artikelgerechten Abstandes a.
[0030] Die Fig. 9 zeigt die Situation nach Abschluss des Artikelwechsels.
[0031] Der Kettfadenwächter 12 ist als Baueinheit ausgebildet, und als solche in die Webmaschine
einsetzbar bzw. herausnehmbar. Die Baueinheit weist an den Schmalseiten einen Abschnitt
61 mit einer Ausnehmung 62 auf, die der Kontur des Auflagers am Wagen bzw. in der
Webmaschine angepasst. Um den Kettfadenwächter 12 an der Webmaschine zu befestigen,
ist eine Schnellverschlusseinrichtung mit einer Sterngriffmutter 63 auf einem Tragarm
64 verstellbar angeordnet (Fig. 9).
[0032] Obwohl die obige Beschreibung nur das Einwechseln eines Artikels bzw. vollen Kettbaumes
(inklusiv Webgeschirr etc.) beschreibt, ist selbstverständlich auch ein Vorgehen in
entsprechend umgekehrter Reihenfolge möglich. Dies beispielsweise bei Erreichen einer
gewünschten Gewebelänge für einen bestimmten Artikel, um dann die Restkette mit dem
Wagen 1 web- und artikelgerecht bis zum nächsten Einsatz auf Lager zu legen oder beim
Ersatz eines leeren Kettbaumes.
[0033] Bei dem Verfahren wird der Artikel auf einem Wagen vorbereitet, wobei der Abstand
a zwischen Kettfadenwächter und letztem Webschaft eingestellt wird, und an Lager genommen.
Das Einsetzen des Artikels in eine Webmaschine erfolgt unter Aufrechterhaltung des
eingestellten Abstandes a.
[0034] Die Vorrichtung umfasst einen Wagen (1) mit einer Einrichtung (21) zum Einstellen
des web- und artikelgerechten Abstandes a und eine Hilfsbaugruppe mit einer Aufnahmeeinrichtung
(37) für den Kettfadenwächter (12) und einer Aufnahmeeinrichtung (40) für die Webschäfte
(13), um den Artikel im web- und artikelgerechten Abstand in eine Webmaschine einzusetzen.
1. Verfahren zum Wechseln eines zur Herstellung auf einer Webmaschine vorbereiteten Artikels,
wobei der Artikel mit dem Kettbaum, dem Webblatt, den Kettfadenwächtern, und den eingezogenen
Kettfäden unter Beibehaltung eines voreingestellten web- und artikelgerechten Abstandes
a zwischen dem Kettfadenwächter und den Webschäften auf einer fahrbaren Baugruppe
angeordnet und von dieser in die Maschine eingesetzt wird, dadurch gekennzeichnet,
dass der Artikel mittels einer Hilfsbaugruppe von der Baugruppe abgenommen und in
die Webmaschine eingesetzt bzw. aus der Webmaschine herausgenommen und auf der Baugruppe
angeordnet wird, um den Artikel bei abgewobenen Kettbaum zwecks Neulegung bereit zu
stellen oder bei teilweise abgewobenen Kettbaum zwecks Wiedereinsetzung auf Lager
zu legen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Verlauf der web- und artikelgerechten
Einstellung die Kettfäden geordnet werden.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand
zwischen dem Kettfadenwächter und dem letzten Webschaft eingestellt wird.
4. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 3, mit
der fahrbaren Baugruppe (1), auf welcher der Artikel im web- und artikelgerechten
Abstand a zwischen Kettfadenwächter (12) und Webschäfte (13) angeordnet ist, dadurch
gekennzeichnet, dass eine fahrbare Hilfsbaugruppe (31) vorgesehen ist, um den Kettbaum
(11) sowie die im web- und artikelgerechten Abstand a befindlichen Kettfadenwächter
(12) und Webschäfte (13) unter Aufrechterhaltung des Abstandes von der Baugruppe abzunehmen
und in eine Webmaschine (39) einzusetzen bzw. aus der Webmaschine herauszunehmen und
auf die Baugruppe anzuordnen.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Vorrichtungen (40)
zur Aufnahme der Webschäfte (13) in einer webmaschinengerechten Anordnung vorgesehen
sind, die im Abstand zueinander an der Hilfsbaugruppe (31) angeordnet und dazu bestimmt
sind, mit Führungen (51) aufweisenden Organen (50) der Webschäfte (13) in der Webmaschine
(39) in Eingriff zu kommen, um die Webschäfte einzuführen.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass jede Aufnahmeeinrichtung
(40) zwei Zentrierorgane (52, 53) aufweist, die mit dem Führungsorgan (50) der Webschäfte
(13) in Eingriff bringbar sind, um die Aufnahmeeinrichtung (40) auszurichten.
7. Vorrichtung nach Anspruch 4, wobei die fahrbare Baugruppe (1) zwei Halter (3) mit
Auflager für die Kettfadenwächter (12) und zwei Haltevorrichtung (4) für Webschäfte
(13) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass jedem Halter (3) eine Einstelleinrichtung
(21) zugeordnet ist und dass das Auflager bezüglich der Haltevorrichtung (4) verschiebbar
ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass ein Klemmeinrichtung
(17) für die Kettfäden (15) in Kettfadenlaufrichtung vor der Haltevorrichtung (4)
angeordnet ist und dass die Einstellvorrichtung (21) eine Stange (24) aufweist, über
welche die Kettfäden geführt sind und die dazu bestimmt ist, die Kettfäden während
der Einstellung des Abstandes a gestreckt und geordnet zu halten.
1. A process for changing a fabric prepared for production on a loom, wherein the fabric
with the warp beam, the reed, the warp stop motion and the drawn-in warp threads is
disposed, whilst retaining a spacing a which is appropriate for weaving and for the
fabric, between the warp stop motion and the heald frames on a movable assembly and
is inserted therefrom into the loom,
characterised in that the fabric is removed from the assembly by means of an auxiliary assembly and is
inserted into the loom or removed from the loom respectively and is disposed on the
assembly in order to place the fabric in readiness for the purpose of relaying with
a finished warp beam or to lay it on supports for the purpose of reuse with a partially
finished warp beam.
2. A process according to Claim 1,
characterised in that in the course of the adjustment appropriate for weaving and the fabric the warp threads
are straightened.
3. A process according to one of Claims 1 or 2,
characterised in that the spacing between the warp stop motion and the last heald frame is adjusted.
4. A device for performing the process according to one of Claims 1 to 3, with the mobile
assembly (1), on which the fabric is disposed, with the spacing a appropriate for
weaving and the fabric, between the warp stop motion (12) and heald frames (13),
characterised in that a movable auxiliary assembly (31) is provided in order to remove the warp beam (11)
and also the warp stop motion (12) and heald frames (13), which are positioned with
the spacing a appropriate for weaving and the fabric, from the assembly, whilst maintaining
the spacing, and to insert them into a loom (39) and remove them from the loom and
to dispose them on the assembly.
5. A device according to Claim 4,
characterised in that two devices (40) are provided to house the heald frames (13) in an arrangement appropriate
for the loom, which are disposed on the auxiliary assembly (31) spaced from one another
and are intended to come into engagement with members (50) of the heald frames (13)
in the loom (39) which have guides (51) in order to introduce the heald frames.
6. A device according to Claim 5,
characterised in that each housing device (40) comprises two centring members (52, 53), which can be brought
into engagement with the guide member (50) of the heald frames (13) in order to align
the housing device (40).
7. A device according to Claim 4, wherein the movable assembly (1) comprises two rests
(3) with supports for the warp stop motion (12) and two retention devices (4) for
heald frames (13),
characterised in that an adjustment mechanism (21) is associated with each rest (3),
and in that the support is displaceable in relation to the retention device (4).
8. A device according to one of Claims 4 or 7,
characterised in that a clamping device (17) for the warp threads (15) is disposed in the warp direction
in front of the retention device (4),
and in that the adjustment mechanism (21) comprises a bar (24), over which the warp
threads are passed and which is intended to keep the warp threads stretched and straightened
during the adjustment of the spacing a.
1. Procédé pour changer un article préparé pour la fabrication sur un métier à tisser,
l'article étant disposé avec l'ensouple, le peigne, les casse-chaînes et les fils
de chaîne rentrés en conservant un écart (a) réglé préalablement, de tissage et d'article
correct, entre les casse-chaînes et les lames sur un groupe constructif déplaçable
et est placé par celui-ci dans le métier, caractérisé en ce que l'article est enlevé
au moyen d'un groupe constructif auxiliaire du groupe constructif et est placé dans
le métier à tisser et, respectivement est sorti du métier à tisser et est disposé
sur le groupe constructif pour mettre à disposition l'article, lorsque la chaîne de
l'ensoupe est terminée, en vue d'une nouvelle pose, ou lorsque la chaîne de l'ensouple
est partiellement terminée, de l'entreposer en vue d'une remise en place.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que pendant le réglage de tissage
et d'article correct, les fils de chaînes sont ordonnés.
3. Procédé selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que l'écart est réglé
entre le casse-chaîne et la dernière lame.
4. Dispositif pour la mise en oeuvre du procédé selon l'une des revendications 1 à 3,
avec le groupe constructif déplaçable (1) sur lequel est disposé l'article suivant
l'écart de tissage et d'article correct (a) entre le casse-chaîne (12) et les lames
(13), caractérisé en ce qu'il est prévu un groupe constructif auxiliaire déplaçable
(31) pour sortir l'ensouple (11) ainsi que les casse-chaînes (12) et les lames (13)
espacées suivant l'écart de tissage et d'article correct (a) en maintenant l'écart
relativement au groupe constructif et de les placer dans un métier à tisser (39) et,
respectivement de le sortir du métier à tisser et de les disposer sur le groupe constructif.
5. Dispositif selon la revendication 4, caractérisé en ce que sont prévus deux dispositifs
(40) pour recevoir les lames (13) suivant un agencement de métier à tisser correct,
qui sont disposés suivant un certain écart l'un relativement à l'autre au groupe constructif
auxiliaire (31) et qui sont destinés à venir en prise avec des organes (50), présentant
des guidages (51), des lames (13) dans le métier à tisser (39) pour insérer les lames.
6. Dispositif selon la revendication 5, caractérisé en ce que chaque dispositif de réception
(40) présente deux organes de centrage (52, 53) qui peuvent être mis en prise avec
l'organe de guidage (50) des lames (13) pour orienter le dispositif de réception (40).
7. Dispositif selon la revendication 4, où le groupe constructif déplaçable (1) présente
deux éléments de retenue (3) avec des supports pour les casse-chaînes (12) et deux
dispositifs de retenue (4) pour les lames (13), caractérisé en ce qu'il est associé
à chaque élément de retenue (3) un dispositif de réglage (21) et en ce que le support
est déplaçable relativement au dispositif de retenue (4).
8. Dispositif selon l'une des revendications 4 ou 7, caractérisé en ce qu'un dispositif
de serrage (17) pour les fils de chaîne (15) est disposé dans la direction des fils
de chaîne devant le dispositif de retenue (4) et en ce que le dispositif de réglage
(21) présente une tige (24) sur laquelle sont guidés les fils de chaîne et qui est
destiné à maintenir les fils de chaîne pendant le réglage de l'écart (a) à l'état
tendu et en ordre.