[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Wandbekleidung mit an einer Bauwerkswand befestigten
Verankerungskonsolen und auf diesen unter Ausbildung von Fugen jeweils beabstandet
voneinander aufgenommenen Wandbekleidungsplatten, bei der letztere rückseitig mit
sich im wesentlichen über die gesamte Plattenbreite oder -länge erstreckenden Tragprofilen
versehen und im Bereich der Fugen mittels in stirnendige Steckaufnahmen dieser Tragprofile
formschlüssig eingreifender Halteelemente mit den Verankerungskonsolen verbunden sind.
[0002] Bei einer vorbekannten, druckschriftlich allerdings nicht belegbaren Wandbekleidung
dieser Art sind als Mittel zum Befestigen und Halten der Wandbekleidungsplatten an
ihrerseits an einer Bauwerkswand befestigten Verankerungskonsolen in rückseitig an
den Wandbekleidungsplatten in vertikaler Anordnung angebrachte Tragprofile von deren
Stirnenden aus mit den jeweiligen Ankerkonsolen verbundene Haltelaschen eingeschoben.
Dabei dienen die jeweils von den oberseitigen Enden aus in die Tragprofile eingeschobenen
Haltelaschen als Tragverankerungen, die mittels Nieten oder Schrauben formschlüssig
fest mit den Tragprofilen verbunden sind, indem die über die jeweiligen Stirnenden
der Tragprofile vorstehenden Abschnitte flach auf Tragplatten der Verankerungskonsolen
aufliegend mit letzteren verschraubt oder vernietet sind. Mittels dieser Tragverankerungen
sind mithin die Wandbekleidungsplatten der vorbekannten Wandbekleidung hängend an
den ihrerseits an einer Bauwerkswand angedübelten oder angeschraubten Verankerungskonsolen
aufgenommen.
[0003] Die den Wandbekleidungsplatten unterseitig zugeordneten Halteverankerungen bestehen
bei der vorbekannten Wandbekleidung aus Haltelaschen, die von den unteren Enden aus
in die Tragprofile eingeschoben und gleichfalls fest mit den Tragprofilen verbunden
sind sowie mit ihren über die Enden der Tragprofile vorstehenden Abschnitten jeweils
in ein Taschenprofil oder eine geeignete vertikale Ausnehmung der Verankerungskonsole
selbst eingreifen. Diese Halteanker haben keinerlei Tragfunktion, sondern sichern
die Wandbekleidungsplatten im Bereich ihrer unteren Ränder gegen Windsog oder auch
gegen seitlichen Versatz. Sie ermöglichen darüberhinaus zwängungsfreie Dilatationsbewegungen.
[0004] Die vorbekannte Wandbekleidung hat sich bewährt, erscheint aber angesichts ihres
zeit- und damit kostenaufwendigen Aufbaues noch verbesserungsbedürftig.
[0005] Demgemäß besteht die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe in der Schaffung einer
gattungsgemäßen Wandbekleidung, die montagefreundlicher als die vorbekannte Wandbekleidung
gestaltet und demgemäß kostengünstiger montierbar ist.
[0006] Gelöst ist diese Aufgabe dadurch, daß bei der Wandbekleidung nach dem Oberbegriff
des Patentanspruchs l die Halteelemente nach entgegengesetzten Seiten von einem Mittelteil,
das an einer Tragplatte der jeweiligen Verankerungskopsole anliegt und an dieser befestigt
ist, vorstehende Steckzapfen haben und daß die Steckzapfen eines Halteelements in
die stirnendigen Steckaufnahmen der Tragleisten benachbarter Wandbekleidungsplatten
eingreifen.
[0007] Es handelt sich bei der Erfindung somit darum, daß jeweils im Bereich einer Fuge
mittels nur eines Halteelements die Verankerung benachbarter Wandbekleidungsplatten
an einer Verankerungskonsole erfolgt, indem die beidseitig von dem Halteelement vorstehenden
Steckzapfen in die stirnendigen Steckaufnahmen der Tragprofile benachbarter Wandbekleidungsplatten
eingreifen. Es bedarf mithin nur der Festlegung jeweils eines Halteelementes, während
beim Stande der Technik die als Traganker dienende Verbindungslasche angenietet oder
angeschraubt werden und für den Eingriff der jeweils den unteren Enden der Tragprofile
zugeordneten Haltelaschen entsprechende Ausnehmungen oder Taschenprofile an den Verankerungskonsolen
vorgesehen sein mußten.
[0008] Zum Rahmen an einer sinnvollen Weiterbildung können als Tragplatten auch durchlaufende
Tragleisten dienen, die an wenigstens zwei voneinander beabstandeten Konsolen befestigt
sind.
[0009] Eine andere zweckmäßige Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß die jeweils an
der Tragplatte einer Verankerungskonsole befestigten Mittelteile der Halteelemente
U-förmig mit einem an der Tragplatte anliegenden Profilsteg und zwei von diesem nach
der von der Verankerungskonsole wegweisenden Seite vorstehenden Schenkeln ausgebildet
sind und daß die Steckzapfen sich im wesentlichen parallel zum Profilsteg von den
freien Enden der Schenkel forterstrecken. Insbesondere kann es sich bei den Halteelementen
gemäß dieser Weiterbildung um kurze Längenabschnitte eines stranggepreßten oder gewalzten
Profils handeln.
[0010] Eine nochmalige Weiterbildung sieht vor, daß jeweils ein Steckzapfen eines Halteelements
mit dem Tragprofil, in dessen stirnseitige Steckaufnahme dieser Steckzapfen eingreift,
in Einsteckrichtung formschlüssig fest verbunden ist, während der andere Steckzapfen
in Einsteckrichtung längsbeweglich in seine Steckaufnahme eingreift. Letzteres ermöglicht
den zwängungsfreien Ausgleich von Wärmedehnungen.
[0011] Bei vertikal verlaufenden Tragprofilen sind zweckmäßigerweise die jeweils oberen
Tragprofilenden formschlüssig fest mit den dann nach unten weisenden Steckzapfen der
Halteelemente verbunden. Die nach unten weisenden Steckzapfen der Halteelemente vermitteln
dann in an sich bekannter Weise die Tragverankerung für die Wandbekleidungsplatten.
[0012] Wenn die jeweils nicht axialfest mit einem Tragprofil verbundenen Steckzapfen der
Halteelemente in Tragprofillängsrichtung beweglich in den stirnendigen Steckaufnahmen
aufgenommen sind, ist eine Wandbekleidung mit zwängungsfreier Beherrschung auftretender
Dilatationsbewegungen geschaffen.
[0013] Eine gleichfalls wichtige Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß die jeweils
nicht axialfest mit den Tragrohren verbundenen Steckzapfen nur mit den vom Mittelteil
ihres Halteelements vorstehenden Endabschnitten in die Steckaufnahmen der Tragrohre
eingreifen und daß die diesen Steckzapfen zugewandten Tragrohrenden in einem Abstand
vom jeweiligen Mittelteil gehalten sind, der größer ist als die Längenerstreckung
der in die Steckaufnahmen hineinragenden Endabschnitte der Steckzapfen.
[0014] Die nicht axialfest mit den Tragrohren der Wandbekleidungsplatten verbundenen Steckzapfen
vermitteln die Halteverankerung. Bei einer Halteverankerung nach der vorstehend erörterten
Weiterbildung gelingt in besonders einfacher Weise eine zuweilen erforderliche Demontage
einer Wandbekleidungsplatte, indem die Halteelemente, deren Steckzapfen mit den rückseitig
an der betreffenden Wandbekleidungsplatte angebrachten Tragprofilen fest verbunden
sind, von der jeweiligen Ankerkonsole gelöst und dann die Platte im Rahmen des Axialspiels
zwischen den Enden der Tragprofile der benachbarten Platte und den Mittelteilen der
gelösten Halteelemente in Richtung auf die benachbarte Platte verschoben wird, bis
die Steckzapfen der dem anderen Plattenrand zugeordneten Halteelemente außer Eingriff
mit den dortigen Steckaufnahmen der Tragprofile gelangen. Danach kann die Wandbekleidungsplatte
mit ihrer halteankerseitigen Kante aus der Plattenebene herausgeschwenkt und dann
in der Plattenebene nach der von ihrer - gelösten - Tragverankerung wegweisenden Seite
verschoben werden, bis die Steckzapfen der tragankerseitigen Halteelemente außer Eingriff
mit den stirnendigen Steckaufnahmen der Tragprofile der jeweils benachbarten Wandbekleidungsplatte
gelangen. Das Wiedereinfügen einer Wandbekleidungsplatte in den Flächenverband einer
Wandbekleidung erfolgt sinngemäß umgekehrt.
[0015] Als besonders vorteilhaft hat sich die vorstehend erörterte Weiterbildung bei Wandbekleidungen
erwiesen, deren Wandbekleidungsplatten mit Tragrohren in Vertikalanordnung ausgerüstet
sind und bei denen die jeweils oberen Enden der Tragrohre mit den dann abwärts gerichteten
Steckzapfen der ihrerseits mit den Ankerkonsolen verbundenen Halteelemente fest verbunden
sind. Bei derartigen Wandbekleidungen findet die Demontage bzw. der Austausch einer
einzelnen Wandbekleidungsplatte in der Weise statt, daß nach dem Lösen der die Tragverankerung
vermittelnden Halteelemente im Bereich des oberen Plattenrandes die Platte im Rahmen
des Axialspiels zwischen den unterseitigen Tragprofilenden einer darüber befindlichen
Wandbekleidungsplatte und den Halteelement-Mittelteilen angehoben, dann in der oben
beschriebenen Weise mit ihrem unteren Plattenrand aus der Plattenebene herausgekippt
und nachfolgend abgesenkt wird, wobei die nach oben vorstehenden Steckzapfen außer
Eingriff mit den Steckaufnahmen an den unteren Enden der Tragprofile der oberen Platte
gelangen.
[0016] Bei dieser Weiterbildung ist es zweckmäßig, wenn die nicht axialfest mit den Tragprofilen
verbundenen Steckzapfen der Halteelemente jeweils aus einem sich vom Mittelteil der
Halteelemente forterstreckenden Zapfenabschnitt, der in einer Richtung rechtwinklig
zur Flächenerstreckung der Wandbekleidungsplatten eine Stärke kleiner als die Steckaufnahmen
aufweist, und einem den Endabschnitt bildenden Nocken bestehen, der auf der zu den
Wandbekleidungsplatten hinweisenden Seite von seinem Zapfenabschnitt vorsteht und
im wesentlichen spielfrei in die Steckaufnahmen der Tragprofile paßt.
[0017] Eine derartige Ausbildung der nicht axialfest mit den Tragprofilen verbundenen Steckzapfen
der Halteelemente ermöglicht in besonders einfacher Weise das Herauskippen der tragankerseitigen
Plattenränder nach dem Lösen der die Tragverankerung vermittelnden Halteelemente aus
der Wandbekleidungsebene. Diese einfache Demontage und Montage kann auch dadurch verbessert
werden, daß gemäß einer nochmaligen Weiterbildung die nach entgegengesetzten Seiten
von den Mittelteilen der Halteelemente vorstehenden Steckzapfen sich in beabstandeten
Parallelebenen erstrecken und daß die rückseitig an den Wandbekleidungsplatten befestigten
Tragprofile jeweils stirnendig zwei zueinander parallele Steckaufnahmen haben und
so an den Wandbekleidungsplatten angebracht sind, daß die Steckaufnahmen parallel
beabstandet von den Plattenrückseiten verlaufen.
[0018] Eine Ausführungsform der Erfindung soll nachstehend anhand der beigefügten Zeichnungen
erläutert werden. In schematischen Ansichten zeigen:
- Fig. 1
- einen Vertikalschnitt durch eine Bauwerkswand mit einer an und vor dieser verankerten
Wandbekleidung aus jeweils unter Fugenausbildung beabstandet voneinander angeordneten
keramischen Wandbekleidungsplatten,
- Fig. 2
- in einer perspektivischen Detailansicht die Verankerung von zwei übereinander angeordneten
Wandbekleidungsplatten mittels eines auf einer an der Bauwerkswand befestigten Ankerkonsole
aufgenommenenen Halteelements,
- Fig. 3
- in einer vergrößerten Ausschnittansicht aus Fig. 1 die Ausbildung der Verankerung
für eine in der Wandbekleidung jeweils untere Wandbekleidungsplatte als Traganker
und für eine jeweils obere Platte als Halteanker,
- Fig. 4
- das Halteelement der Verankerung für sich allein in einer Ansicht wie in Fig. 3 und
- Fig. 5
- das Halteelement für sich allein in einer Seitenansicht zu Fig. 4.
[0019] Bei der hinsichtlich ihres Gesamtaufbaues insbesondere in den Fig. 1 und 2 veranschaulichten
Wandbekleidung 10 handelt es sich um eine an und vor einer Bauwerkswand 11 mit einer
außenseitig auf dieser aufgenommenen Dämmschicht 12 angebrachte hinterlüftete Fassade
mit großformatigen keramischen Wandbekleidungsplatten 14. Diese Wandbekleidungsplatten
sind unter Ausbildung horizontaler und vertikaler Fugen 15 beabstandet voneinander
in einer Ebene an der Bauwerkswand verankert.
[0020] Als Verankerungshilfsmittel dienen in verdeckter Lage rückseitig an den Wandbekleidungsplatten
angebrachte Tragprofile 16, die sich jeweils parallel zu den - in der Montagelage
- seitlichen Plattenkanten 17 beabstandet von diesen erstrecken und bis nahezu an
die jeweils anderen - in der Montagelage oberen und unteren - Plattenkanten 18 heranreichen.
Befestigt sind die Tragprofile an den Rückseiten der Wandbekleidungsplatten mittels
an diesen angesinterter Befestigungselemente 19 mit über letztere vorstehenden Befestigungsschrauben.
Wandbekleidungsplatten mit derartigen Befestigungselementen sowie die rückseitige
Anbringung von Tragprofilen sind bekannt und bedürfen daher keiner weiteren Erläuterung.
[0021] Bei den Tragprofilen 16 handelt es sich um Profilrohre mit zwei über einen gemeinsamen
Steg miteinander verbundenen Schenkeln und zwei parallel zueinander verlaufenden Längsführungen.
Diese Längsführungen, die sich zwischen dem Steg der Profilrohre einerseits und jeweils
paarweise innenseitig von den Schenkeln vorstehenden Rippen erstrecken, bilden im
Bereich der Stirnenden der Tragprofile quer zum Steg benachbart verlaufende Stegaufnahmen
20, 21 für unten noch zu beschreibende Verankerungsmittel.
[0022] Im übrigen umfaßt die Wandbekleidung 10 jeweils im Bereich horizontaler Fugen und
beabstandet von den vertikalen Fugen zwischen benachbarten Wandbekleidungsplatten
14 auf der mit der Dämmschicht 12 ausgerüsteten Seite in hier nicht weiter interessierender
Weise an der Bauwerkswand 11 befestigte Ankerkonsolen 25 mit sich auf der von der
Bauwerkswand abgewandten Seite in Parallelebenen zu den Wandbekleidungsplatten 14
erstreckenden Tragplatten 26. Ankerkonsolen dieser Art sind ebenfalls bekannt und
bedürfen daher keiner Erläuterung.
[0023] Die insbesondere aus Fig. 2 ersichtliche Verankerung umfaßt ferner ein Halteelement
30 mit einem U-förmigen Mittelteil 31, das aus einem Profilsteg 32 und zwei sich von
diesem in Parallellage forterstreckenden Schenkeln 33, 34, an deren vom Steg 32 entfernte
Längskanten sich im wesentlichen parallel zum Profilsteg nach entgegengesetzten Seiten
Steckzapfen 35, 36 forterstrecken. Der Profilsteg ist in seinem Zentrum mit einer
Lochung 37 für einen Nieten - bzw. eine Befestigungsschraube - versehen.
[0024] Im montierten Zustand sind die Halteelemente 30 mit den Profilstegen ihrer Mittelteile
31 flächenhaft auf den Tragplatten 26 der Ankerkonsolen 25 aufgenommen und mit den
Tragplatten mittels letztere und die Profilstege durchdringender Spreiznieten 38 fest
verbunden, wie dies insbesondere Fig. 3 zeigt. Die von den freien Enden der Schenkel
33, 34 der U-förmigen Mittelteile 31 vorstehenden Steckzapfen 35, 36 erstrecken sich
in unterschiedlichen Abständen jeweils parallel zum Steg 32 der Mittelteile nach entgegengesetzten
Seiten fort, und zwar bei der in der Zeichnung veranschaulichten Wandbekleidung jeweils
nach unten und oben von den genannten Mittelteil-Schenkeln 33, 34 vorstehend.
[0025] Die nach unten weisenden Steckzapfen 35 greifen in die wandplattenseitigen Steckaufnahmen
20 der rückseitig an den Wandbekleidungsplatten angebrachten Tragprofile 16 von deren
Stirnenden aus ein und sind mittels diese Steckzapfen und die Tragprofile durchdringender
Mieten 40 fest mit den Tragprofilen verbunden. Die nach oben vorstehenden Steckzapfen
36 greifen in die von den Wandbekleidungsplatten 14 entfernteren Steckaufnahmen 21
im Bereich der Unterkanten der Wandbekleidungsplatten mit einem nockenartig ausgebildeten
Endabschnitt 42 ein, der im wesentlichen spielfrei in die jeweilige Steckaufnahme
paßt und auf der zu den Wandbekleidungsplatten hinweisenden Seite von einem Zapfenabschnitt
43 mit im Vergleich zu der Abmessung der Steckaufnahme quer zur Plattenebene geringerer
Stärke vorsteht.
[0026] Die axialfeste Verbindung der rückseitig an den Wandbekleidungsplatten 14 angebrachten
Tragrohre 16 mit den nach unten vorstehenden Steckzapfen 35 der Halteelemente 30 bildet
eine Tragverankerung für die Wandbekleidungsplatten im Bereich der oberen Plattenkanten.
Wie insbesondere die Fig. 1 bis 3 zeigen, sind die Wandbekleidungsplatten mittels
dieser Tragverankerung so gehalten, daß der Abstand zwischen den jeweils unteren Enden
44 der rückseitig an den Wandbekleidungsplatten angebrachten Tragprofile größer ist
als die Eingriffslänge der nockenartigen Endabschnitte 42 der nach oben von den Mittelteilen
31 der Halteelemente 30 vorstehenden Steckzapfen 36. Dies erleichtert beispielsweise
den Austausch einer schadhaften Wandbekleidungsplatte, zu welchem Zwecke die mittels
Spreizniet hergestellte Verbindung der Halteelemente 30 mit den Tragplatten 26 der
Ankerkonsolen 25 im Bereich der oberen Plattenkante gelöst werden muß. Dies kann in
einfacher Weise durch Aufbohren der Spreiznieten 38 geschehen. Nach dem Lösen der
dem oberen Plattenrand zugeordneten Halteelemente kann die betreffende Wandbekleidungsplatte
im Rahmen des Spiels zwischen den Mittelteilen der gelösten Halteelemente und den
unteren Enden der Tragprofile 16 einer darüberliegenden Platte aus ihrer Montagelage
angehoben werden, bis die Steckaufnahmen 21 am unteren Ende der Tragprofile der zu
demontierenden Platte außer Eingriff mit den nach oben vorstehenden Steckzapfen der
dortigen Halteelemente 30 gelangen. Danach kann die Platte mit ihrer unteren Kante
aus der Ebene der Wandbekleidung herausgeschwenkt und dann in einfacher Weise abgesenkt
werden, wobei die nach oben vorstehenden Steckzapfen der dem oberen Plattenrand zugeordneten
Halteelemente außer Eingriff mit den Steckaufnahmen 21 der Tragprofile 16 der oberen
Wandbekleidungsplatte gelangen. Die Wiedermontage einer Wandbekleidungsplatte bzw.
der Einbau einer ausgetauschten Platte erfolgt dann sinngemäß umgekehrt.
1. Wandbekleidung mit an einer Bauwerkswand befestigten Verankerungskonsolen und auf
diesen unter Ausbildung von Fugen jeweils beabstandet voneinander aufgenommenen Wandbekleidungsplatten,
bei der letztere rückseitig mit sich im wesentlichen über die gesamte Plattenbreite
oder -länge erstreckenden Tragprofilen versehen und im Bereich der Fugen mittels in
stirnendige Steckaufnahmen dieser Tragprofile formschlüssig eingreifender Halteelemente
mit den Verankerungskonsolen verbunden sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Halteelemente (30) nach entgegengesetzten Seiten von einem Mittelteil (31),
das an einer Tragplatte (26) der jeweiligen Verankerungskonsole (25) anliegt und an
dieser befestigt ist, vorstehende Steckzapfen (35, 36) haben und daß die Steckzapfen
eines Halteelements in die stirnendigen Steckaufnahmen (20, 21) der Tragprofile (16)
benachbarter Wandbekleidungsplatten eingreifen.
2. Wandbekleidung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Tragplatten (26) durchlaufende
und an wenigstens zwei voneinander beabstandeten Konsolen (25) befestigte Tragleisten
dienen.
3. Wandbekleidung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die jeweils an
der Tragplatte (26) einer Verankerungskonsole (25) befestigten Mittelteile (31) der
Halteelemente (30) U-förmig mit einem an der Tragplatte anliegenden Profilsteg (32)
und zwei von diesem nach der von der Verankerungskonsole wegweisenden Seite vorstehenden
Schenkeln (33, 34) ausgebildet sind und daß die Steckzapfen (35, 36) sich im wesentlichen
parallel zum Profilsteg von den freien Enden der Schenkel forterstrecken.
4. Wandbekleidung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei den Halteelementen
(30) um kurze Längenabschnitte eines stranggepreßten oder gewalzten Profils handelt.
5. Wandbekleidung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils ein Steckzapfen
(35) eines Halteelements (30) mit dem Tragprofil (16), in dessen stirnendige Steckaufnahme
(20) dieser Steckzapfen eingreift, in Einsteckrichtung formschlüssig fest verbunden
ist.
6. Wandbekleidung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß bei vertikal verlaufenden
Tragprofilen (16) jeweils deren obere Enden formschlüssig fest mit den dann nach unten
weisenden Steckzapfen (35) der Halteelemente (30) verbunden sind.
7. Wandbekleidung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die stirnendigen
Steckaufnahmen (21), in welche die jeweils nicht axialfest mit einem Tragprofil (16)
verbundenen Steckzapfen (36) der Halteelemente (30) eingreifen, in Tragprofillängsrichtung
beweglich auf den Steckzapfen aufgenommen sind.
8. Wandbekleidung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die jeweils nicht axialfest
mit den Tragprofilen (16) verbundenen Steckzapfen (36) nur mit den vom Mittelteil
ihres Halteelements vorstehenden Endabschnitten (42) in die Steckaufnahmen (21) der
Tragprofile eingreifen und daß die diesen Steckzapfen zugewandten Tragrohrenden (44)
in einem Abstand vom jeweiligen Mittelteil (31) des Halteelements (30) gehalten sind,
der größer ist als die Längenerstreckung der in die Steckaufnahmen hineinragenden
Endabschnitte der Steckzapfen.
9. Wandbekleidung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die nicht axialfest mit
den Tragprofilen (16) verbundenen Steckzapfen (36) der Halteelemente (30) jeweils
aus einem sich vom Mittelteil forterstreckenden Zapfenabschnitt (43), der in einer
Richtung rechtwinklig zur Flächenerstreckung der Wandbekleidungsplatten eine Stärke
kleiner als die Steckaufnahmen (21) aufweist, und einem den Endabschnitt bildenden
Nocken (42) bestehen, der auf der zu den Wandbekleidungsplatten hinweisenden Seite
von seinem Zapfenabschnitt vorsteht und im wesentlichen spielfrei in die Steckaufnahme
(21) der Tragprofile paßt.
10. Wandbekleidung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die nach
entgegengesetzten Seiten von den Mittelteilen (31) der Halteelemente (30) vorstehenden
Steckzapfen (35, 36) sich in beabstandeten Parallelebenen erstrecken und daß die rückseitig
an den Wandbekleidungsplatten (14) befestigten Tragprofile (16) jeweils stirnendig
zwei zueinander parallele Steckaufnahmen (20, 21) haben und so an den Wandbekleidungsplatten
angebracht sind, daß die Steckaufnahmen parallel beabstandet von den Plattenrückseiten
sind.