[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Türschließer dessen Ausstellarm einenends drehfest
mit der Türschließer-Antriebswelle verbunden ist und anderenends ein in einer an einem
festen Rahmen o.dgl. der Tür angebrachten Gleitschiene zumindest verschiebbares, vorzugsweise
in einer Öffnungsstellung auch arretierbares Gleitelement trägt, wobei ein Lagerbolzen
o.dgl. am gleitelementseitigen Ausstellarmende drehbar im Gleitelement gelagert ist.
Bevozugterweise handelt es sich dabei um einen sog. Obentürschließer, der am Türblatt
befestigt wird. Beim Öffnen der Tür wird der Ausstellarm, welcher bei geschlossener
Tür etwa parallel zur Türblattebene verläuft, verschwenkt, wobei dann das Gleitelement
entlang der Gleitschiene verschoben wird. Wenn man die Tür freigibt, werden alle ausgelenkten
oder verschobenen Teile wieder in ihre Ausgangsstellung zurückgebracht.
[0002] Der Ausstellarm steht bei geschlossener Tür unter einer Vorspannung, die ihn vom
festen Rahmen wegdrücken will. Diese Vorspannung kommt von einer Feder des Türschließers,
welche den bei geschlossener Tür wie gesagt etwa parallel zu deren Ebene angeordneten
Ausstellarm in Richtung seiner Schrägstellung belastet. Diese Federkraft erschwert
die Montage der Einheit aus Türschließer, Gleitarm und Gleitschiene.
[0003] Bislang hat man die Montage bspw. so vorgenommen, daß man den Gleitarm mit dem Gleitstück
an der Gleitschiene vor deren Montage verbunden und dann unter Überwindung der Kraft
des Türschließers die Gleitschiene am festen Rahmen anmontiert hat. Dies ist in aller
Regel nur von zwei Personen zu bewerkstelligen. Immerhin beträgt das Drehmoment am
Schließerarm bei mittlerer Schließkrafteinstellung ca. 35 Nm. Bei einer Armlänge von
0,3 m ergibt dies am Ende des Armes eine Kraft zum Andrücken von ca. 120 N. Diese
Kraft muß bei der Montage aufgebracht werden und gleichzeitig muß man auch die Befestigungsschrauben
eindrehen. Ein Monteur allein hat, wie leicht einzusehen ist, bei dieser Montageart
Schwierigkeiten.
[0004] Eine andere Montageart ist in der EP 0 375 661 B1 beschrieben. Durch die dort vorgeschlagene
Verwendung einer Montageschiene, an welcher die Gleitschiene befestigt wird, ergeben
sich zwar Montagevereinfachungen, jedoch ein erhöhter Materialaufwand. Wenn in einer
Werkstatt eine sog. Komplettmontage vorgenommen werden soll, bei welcher die Tür im
festen Rahmen eingehängt ist und die Tür einen Überschlag aufweist, so ist es notwendig
das Türblatt zu öffnen um die Verschraubung der Gleitschiene vorzunehmen. Bei dieser
Montage liegt die Tür bspw. auf Böcken auf.
[0005] Es liegt somit die Aufgabe vor, ohne Nachteile für die Funktion des Türschließers,
also bspw. auch das Feststellen in einer geöffneten Stellung die Montage von Türschließer
mit Gleitarm und Gleitschiene so zu verbessern, daß trotz der vorhandenen Kräfte ein
Monteur die Anbringung alleine problemlos bewerkstelligen kann.
[0006] Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß der Türschließer
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 dadurch gekennzeichnet ist, daß der Lagerbolzen
am gleitschienenseitigen Ende des Gleitarms schnappend oder rastend mit dem an der
Gleitschiene befindlichen Gleitelement verbindbar ist. Zunächst wird also die Gleitschiene
am festen Rahmen montiert. Anschließend bringt man daran das Gleitstück an und verschiebt
es in eine für die Verbindung mit dem Lagerbolzen geeignete Stellung. Daraufhin führt
man die rastende oder schnappende Verbindung des Lagerbolzens mit dem Gleitelement
durch, wobei selbstverständlich zu diesem Zeitpunkt der Türschließer am Türblatt befestigt
ist. Die Schnapp- oder Rastverbindung muß so beschaffen sein, daß die Türschließerkräfte
sie nicht überwinden können, d.h. sich diese Verbindung auch bei geschlossener Tür
von selbst nicht lösen kann. Soweit erforderlich oder zweckmäßig kann man selbstverständlich
diese Verbindung in geeigneter Weise sichern.
[0007] Aus diesem Grunde sieht eine Weiterbildung der Erfindung vor, daß die schnappende
oder rastende Verbindung des Lagerbolzens mit dem Gleitelement mittels eines Sicherungselements
sicherbar ist. Letzteres muß so ausgebildet und beschaffen sein, daß es auf einfache
Weise angebracht werden kann und allen auftretenden Kräften standhält.
[0008] Hierbei ist es besonders vorteilhaft, daß das Sicherungselement und das Gleitelement
schnappend oder rastend verbindbar sind, so daß man für das Anbringen des Sicherungselements
keinerlei Werkzeuge benötigt. Eine besonders bevorzugte Ausführungsform der Erfindung
besteht darin, daß eine Verrastaufnahme am vom festen Rahmen abgewandten Ende des
Gleitelements bei geöffneter Tür mit einem federelastisch auslenkbaren, in Längsrichtung
der Gleitschiene einstellbaren Feststellelement verrastet. Somit kann das Gleitstück
in vorteilhafter Weise auch noch zu Feststellzwecken herangezogen werden.
[0009] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen dieses Türschließers mit den hieraus folgenden
Vorteilen und Wirkungsweisen ergeben sich aus den Unteransprüchen sowie der nachfolgenden
Beschreibung eines Ausführungsbeispiels.
[0010] Die Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung näher erläutert. Die Zeichnung
zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung. Hierbei stellen dar:
- Figur 1
- in abgebrochener Darstellung die Ansicht der linken oberen Ecke einer drehbar an einem
festen Rahmen gelagerten Tür mit dem erfindungsgemäßen Türschließer;
- Figur 2
- eine Draufsicht auf die Tür und den Türschließer, jedoch ohne Gleitschiene und Gleitstück,
also bei noch nicht angekuppeltem Gleitarm;
- Figur 3
- in explosionsartiger Darstellung perspektivisch den Türschließer mit Ausstellarm,
Gleitstück und Gleitschiene;
- Figur 4
- eine Vorderansicht des verstellbaren Teils der Feststellvorrichtung der Figur 3 in
vergrößertem Maßstab;
- Figur 5
- einen Schnitt gemäß der Linie V-V der Figur 4 in Verbindung mit dem Gleitelement;
- Figur 6
- einen Schnitt gemäß der Linie VI-VI der Figur 4.
[0011] An einem festen Rahmen 1 ist eine Tür 2 um eine vertikale Achse 3 im Sinne des Doppelpfeils
4 drehbar gelagert. In Figur 1 ist das Oberteil eines Drehlagers 5 zu sehen. An der
Tür ist ein Türschließer 6 mit einem Ausstellarm 7 montiert. Letzterer ist um eine
Drehachse 8 des Türschließers 6 im Sinne des Doppelpfeils 9 verschwenkbar. Das in
Figur 2 von der Ebene des festen Rahmens etwas abstehende Ende 10 des Ausstellarms
7 wird in nachstehend noch geschilderter, erfindungsgemäßer Weise mit einem Gleitelement
11 gekuppelt (Figur 3), welches längs einer Gleitschiene 12 verschiebbar ist. Die
Verschieberichtung ist in Figur 3 mit 13 bezeichnet. Die in Figur 2 gezeigte Lage
nimmt der Ausstellarm 7 aufgrund einer Federkraft des Türschließers 6 ein. Wenn er
also mit dem Gleitelement 11 gekuppelt werden soll, so muß man ihn entgegen dieser
Federkraft im Sinne des Pfeils 14 (Figur 2) verschwenken. Nachdem das gleitelementseitige
Ende 10 des Ausstellarms 7 mit dem Gleitelement 11 verbunden ist, bewirkt ein Öffnen
der Tür entgegen dem Pfeil 14 eine Verschiebung des Gleitelements 11 in Pfeilrichtung
15. Dabei dreht sich die Türschließer-Antriebswelle 16, die drehfest mit dem Ausstellarm
7 verbunden ist, in Pfeilrichtung 14. Zugleich wird wenigstens eine Rückstellfeder
des Türschließers 6 gespannt oder zusätzlich gespannt. Sobald man die Tür freigibt
kehrt sie angetrieben von dieser Federkraft wieder in die Schließstellung zurück.
[0012] Der Türschließer 6 kann bequem von einem Monteur an der Tür 2 befestigt werden. Dasselbe
gilt für die Montage der Gleitschiene 12 am festen Rahmen 1. Hierbei ist es unerheblich,
ob der feste Rahmen bereits eingebaut ist oder sich noch in einer Werkstatt befindet.
Am gleitelementseitigen Ende 10 des Ausstellarms 7 befindet sich ein in Figur 3 nach
oben weisender Lagerbolzen 17. Er kann schnappend oder rastend mit dem Gleitelement
11, welches zuvor an der Gleitschiene 12 montiert worden ist, verbunden werden. Dabei
ist die Verbindung so beschaffen, daß die beim Türöffnen notwendige Drehung des Lagerbolzens
17 in der entsprechenden Aufnahme 18 des Gleitelements 11 möglich ist.
[0013] Die Aufnahme 18 ist gabelartig ausgebildet, wobei der Lagerbolzen 17 zwischen die
beiden Gabelschenkel 19 und 20 greift. Beim Einrasten des Lagerbolzens 17 werden sie
kurzfristig federelastisch auseinander gespreizt. Jeder Gabelschenkel trägt an seinem
freien Ende eine Verdickung 21 bzw. 22 hinter denen der Lagerbolzen 17 einrastet und
welche unter Mitwirkung von Auflaufschrägen das federelastische Aufspreizen bewirken.
Andererseits halten sie aber den eingerasteten Lagerbolzen 17 fest, so daß dieser
nur mit größerem Kraftaufwand gelöst werden kann. Vorsorglich wird aber diese Verbindung
noch mit Hilfe eines Sicherungselements 23 gesichert. An sich würde es ausreichen,
wenn die freien Gabelschenkelenden lediglich gegeneinander weisen würden, jedoch haben
Verdickungen, welche sich wie beim Ausführungsbeispiel nicht nur nach innen, also
in den Zwischenraum zwischen den beiden Gabelschenkel erstrecken, sondern auch in
Gegenrichtung, den Vorteil, daß man diese Verdickungen zugleich auch zu Verrastzwecken
des Sicherungselements 23 heranziehen kann. Die Aufnahme 18 hat insgesamt eine Querschnittsform
die etwa einer angeschnittenen Lagerbohrung mit kreiszylindrischem Querschnitt entspricht.
Der Lagerbolzen 17 hat beim Ausführungsbeispiel einen im Querschnitt reduzierten Bolzenabschnitt
24, dessen Länge etwa der Länge der Aufnahme 18, in gleicher Richtung gemessen, entspricht.
Dadurch ragt ein hierdurch gebildeter, verdickter Kopf 25 des Lagerbolzens 17 nach
oben heraus. Aus dem gleichen Grunde ist die Höhe der Gabelschenkel 19 und 20 beim
Ausführungsbeispiel kürzer gewählt als die Höhe des Gleitelements 11 in gleicher Richtung
bzw. in Längsrichtung des Lagerbolzens 17 gemessen. Außerdem bewirkt die Querschnittsverengung
des Lagerbolzens 17, daß dieser in seiner Längsrichtung verschiebesicher am Gleitelement
11 gehalten ist.
[0014] Figur 3 entnimmt man desweiteren, daß das Gleitstück 11 einen mittleren durch die
gabelartige Aufnahme 18 gebildeten Bereich aufweist, an dem sich links und rechts
noch Endbereiche mit einer Leiste 26 bzw. 27 anschließen. Diese Leisten erstrecken
sich im wesentlichen parallel zu den Gabelschenkeln 19 und 20. Der Abstand jeder Leiste
vom zugeordneten Gabelschenkel ist so gewählt, daß darin jeweils ein U-Schenkel 28
bzw. 29 des Sicherungselements 23 einrasten und eingreifen kann. An den freien Enden
der U-Schenkel 28 und 29 befinden sich an der Innenseite je ein Längswulst 30 bzw.
31, d.h. diese beiden Längswulste weisen gegeneinander. Jeder hintergreift einen in
Gegenrichtung vorstehenden äußeren Längswulst des zugeordneten Gabelschenkels 19,20
schnappend oder rastend, wobei dieser durch den Außenrand der bereits erwähnten Verdickung
am freien Gabelschenkelende gebildet wird.
[0015] Die schnappenden oder rastenden Verbindungen des Lagerbolzens 17 mit dem Gleitelement
11 einerseits sowie des Sicherungselements 23 mit dem Gleitelement andererseits gewährleisten
eine sichere, die notwendigen Bewegungen ermöglichende Verbindung des Ausstellarms
7 mit dem Gleitelement 11 die allen auftretenden Belastungen gewachsen ist.
[0016] Mit einer Verrastaufnahme 32, welche vorzugsweise durch das Gleitelement 11 und das
Sicherungselement 23 gebildet wird und sich insbesondere am vom festen Rahmen 1 abgewandten
Ende des Gleitelements 11 befindet, verrastet bei entsprechend weit geöffneter Tür
2 ein Hebel 33 eines Feststellelements 34. Letzteres ist in Längsrichtung der Gleitschiene
11 ein- und feststellbar. Der Hebel 33 ist ein zweiarmiger Hebel dessen einer Hebelarm
35 über das Gehäuse 36 des Feststellelements 34 vorsteht und der eine gegen die Gleitschiene
12 weisende Raste 37 trägt. Sie kann federelastisch in die Verrastaufnahme 32 eingreifen,
sobald sich das Gleitelement 11 dem Feststellelement 34 ausreichend weit angenähert
hat bzw. kurz vor dessen Gehäuse 36 steht.
[0017] Der andere Hebelarm 38 des Hebels 33 liegt an einer Auflaufschräge 39 eines Schiebers
40 an. Wenn das ankommende Gleitelement 11 den Hebel 33 in Pfeilrichtung 41 um dessen
Achse 42 verschwenkt, so drückt das vorzugsweise ballig ausgebildete oder mit einem
Wulst versehene freie Ende des Hebelarms 38 gegen die Auflaufschräge 39. Infolgedessen
wird der Schieber 40 entgegen der Wirkung einer Rückstellfeder 43 in Pfeilrichtung
44 verschoben. Sobald die Raste 37 in die Verrastaufnahme 32 des Gleitelements 11
eingerastet ist, drückt die Rückstellfeder 43 den Schieber 40 zumindest um einen geringen
Betrag wieder zurück. Die verbleibende Federkraft reicht zur Sicherung der Verrastverbindung
32,37 aus.
[0018] Das innere Ende der Rückstellfeder 43 stützt sich am Boden einer Sackbohrung 45 des
Schiebers 40 ab. Das äußere Ende liegt an einem Bund 46 eines Einstellglieds 47 an.
Dieses ist beim Ausführungsbeispiel an seinem äußeren Ende mit einem Gewindezapfen
48 ausgestattet, der in einem entsprechenden Muttergewinde des Gehäuses 36 verschraubbar
ist und zu diesem Zwecke vorzugsweise eine Innensechskantaufnahme aufweist. Durch
Eindrehen des Einstellglieds 47 kann man die Federspannung erhöhen. Der Querschnitt
des Schiebers 40 ist vorzugsweise rechteckig um ein Drehen im Gehäuse 36 zu vermeiden.
Aus Figur 6 ergibt sich, daß das Gehäuse 36 an seinem schienenseitigen Rücken eine
sich wenigstens über eine Teillänge erstreckende, außen verengende Längsnut 49 aufweist.
Desweiteren entnimmt man Figur 3, daß die Gleitschiene 11 beim Ausführungsbeispiel
einen doppel-T-förmigen Querschnitt aufweist mit vorzugsweisen ungleich breiten Schenkeln.
Auf den beim Ausführungsbeispiel schmalen Schenkel 50 des doppel-T-Profils ist das
Gleitelement 11 mittels seiner Längsnut 49 aufgeschoben. Die Abmessungen sind so gewählt,
daß das Gleitelement 11 etwa bündig mit den Längskanten des breiten Schenkels des
doppel-T-Profils verläuft. Dies ermöglicht dann problemlos die Abdeckung mittels einer
Abdeckschiene 51. Den Figuren 5 und 6 entnimmt man, daß die freien, gegeneinanderweisenden
Schenkelenden 52 und 53 am Rücken des Gehäuses 36 die Verengung der Längsnut 49 bilden,
wobei diese Stege gemäß Figur 5 unterbrochen sein können. Die Abmessungen sind so
gewählt, daß die Dicke der Stege 52 und 53 etwa dem Zwischenraum zwischen den beiden
Schenkeln 50 und 54 des Gleitelements 11 entspricht.
[0019] Eine Klemmschraube 55 (Figur 5), die in einem Muttergewinde des Gehäuses 36 verschraubt
werden kann und in bekannter Weise ein angespitztes Ende sowie einen Innensechskant
aufweist, dient zum Festsetzen des Gehäuses 36 bzw. des Feststellelements 34 an der
Gleitschiene 12 in der vorbestimmten Verschiebelage. Nach dem Lösen der Klemmschraube
55 kann man das Gehäuse 36 verschieben und somit eine andere Feststell-Öffnungsweite
der Tür 2 wählen.
[0020] Aus Figur 3 entnimmt man desweiteren, daß die Gleitschiene 12 mit Hilfe mehrerer
Befestigungsschrauben 56 am festen Rahmen 1 o.dgl. befestigt werden kann. Desweiteren
ergibt sich aus Figur 3, daß auf die Enden der Gleitschiene 12 Endstücke 57 und 58
aufgeschoben und mittels mindestens einer Schraube 59 bzw. 60 daran fixiert werden
können. Die stirnseitigen Enden der Abdeckschiene 51 greifen in entsprechende Aufnahmen
der Endstücke 57 und 58 ein, so daß mit dem Befestigen des letzten Endstücks zugleich
auch die Abdeckschiene 51 festgehalten ist.
[0021] Bei einer sog. Komplettmontage, bei welcher die Tür und der Türrahmen in der Werkstatt
mit dem Türschließer 9 ausgestattet werden, läßt sich die Montage des Türschließers
bei geschlossener Tür vornehmen. Durch die Verwendung der Feststellvorrichtung für
die geöffnete Tür lassen sich sonst evtl. notwendige Türpuffer vermeiden.
[0022] Die Gleitschiene 12 und die Abdeckschiene 51 können Abschnitte von sog. Meterware
sein. Die Gleitschiene 12 muß lediglich noch mit Befestigungslöchern versehen werden.
Diese sind entbehrlich, wenn man eine Meterware nimmt die in vorbestimmten Abständen
solche Löcher aufweist. Mit dieser Meterware kann man auch architektonischen Interessen
Rechnung tragen, die bspw. darin liegen, daß der Türschließer mit der Gleitschiene
in Türbreite geliefert werden soll. Bevorzugterweise handelt es sich gemäß der zeichnerischen
Darstellung beim Türschließer um einen sog. Obentürschließer mit Gleitarm. Er zeichnet
sich durch eine besonders geringe Bautiefe aus.
1. Türschließer (6) dessen Ausstellarm (7) einenends drehfest mit der Türschließer-Antriebswelle
(16) verbunden ist und andernends ein in einer an einem festen Rahmen (1) o.dgl. der
Tür (2) angebrachten Gleitschiene (12) zumindest verschiebbares, vorzugsweise in einer
Öffnungsstellung auch arretierbares Gleitelement (11) trägt, wobei ein Lagerbolzen
(17) o.dgl. am gleitelementseitigen Ausstellarmende (10) drehbar im Gleitelement (11)
gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Lagerbolzen (17) schnappend oder rastend mit dem Gleitelement (11) verbindbar
ist.
2. Türschließer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die schnappende oder rastende
Verbindung des Lagerbolzens (17) mit dem Gleitelement (11) mittels eines Sicherungselements
(23) sicherbar ist.
3. Türschließer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Sicherungselement (23)
und das Gleitelement (11) schnappend oder rastend verbindbar sind.
4. Türschließer nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß das Gleitelement (11) eine gabelartige Aufnahme (18) für den Lagerbolzen aufweist,
deren Gabelschenkel (19,20) federelastisch aufspreizbar sind und mit ihren freien
Enden vom festen Rahmen (1) wegweisen, und daß die freien Gabelschenkelenden zur Bildung
von Hinterschneidungen gegeneinander weisen oder entsprechende Verdickungen (21,22)
tragen.
5. Türschließer nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die gabelartige Aufnahme
(18) als angeschnittene, dem Querschnitt des Lagerbolzens (17) oder des eingreifenden
Lagerbolzenabschnitts (24) entsprechende Lagerbohrung ausgebildet ist.
6. Türschließer nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß das Gleitstück (11) als Schieber ausgebildet ist, dessen mittlerer Bereich durch
die gabelartige Aufnahme (18) gebildet ist und dessen Endbereiche je eine vorstehende,
sich etwa parallel zum zugeordneten Gabelschenkel (19,20) erstreckende Leiste (26,27)
tragen.
7. Türschließer nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Sicherungselement (23)
einen im Querschnitt U-förmigen Bereich aufweist oder U-förmig gestaltet ist, wobei
die U-Schenkel (28,29) zwischen jeweils einen Gabelschenkel (19,20) und eine Leiste
(26,27) des Gleitstücks (11) eingreifen.
8. Türschließer nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß sich an jedem U-Schenkel
(28,29) des Sicherungselements (23) ein seitlicher Längswulst befindet, der einen
in Gegenrichtung vorstehenden äußeren Längswulst des zugeordneten Gabelschenkels (19,20)
schnappend oder rastend hintergreift.
9. Türschließer nach wenigstens einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß ein im Durchmesser reduzierter Abschnitt (24) des Lagerbolzens (17) zwischen die
Gabelschenkel (19,20) einrastet.
10. Türschließer nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß eine Verrastaufnahme (32) am vom festen Rahmen (1) abgewandten Ende des Gleitelements
(11) bei geöffneter Tür (2) mit einem federelastisch auslenkbaren, in Längsrichtung
der Gleitschiene (12) einstellbaren Feststellelement verrastet.
11. Türschließer nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Verrastaufnahme (32)
des Gleitelements (11) durch eine der Leisten (26,27) an dessen Endbereichen und das
Sicherungselement (23) gebildet ist.
12. Türschließer nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Feststellelement
(34) ein in einem verschieb- und festsetzbar an der Gleitschiene (12) gelagerten Gehäuse
(36) drehbar gelagerter zweiarmiger Hebel (33) ist.
13. Türschließer nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der das Gehäuse (36) in
Verschieberichtung (13) seitlich überragende eine Hebelarm (35) des Hebels (33) eine
Raste (37) trägt und der andere Hebelarm (38) an einer Auflaufschräge (39) eines gegen
den Widerstand einer Rückstellfeder (43) in Längsrichtung der Gleitschiene (12) verschiebbaren
Schiebers (40) anliegt.
14. Türschließer nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Schieber (40) eine
Sackbohrung (45) zur wenigstens teilweisen Aufnahme der Rückstellfeder (43) aufweist,
deren eines Ende sich am Grund der Sackbohrung und deren anderes Ende sich an einem
Einstellglied (47) abstützt.
15. Türschließer nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß das Einstellglied (47)
ein im Gehäuse (36) verschraubbares Schraubglied ist.
16. Türschließer nach wenigstens einem der Ansprüche 12 bis 15, dadurch gekennzeichnet,
daß das Gehäuse (36) an seinem schienenseitigen Rücken eine sich wenigstens über eine
Teillänge erstreckende, außen verengte Längsnut (49) aufweist, die einen Steg (50)
der im Querschnitt doppel-T-förmigen Gleitschiene (12) aufnimmt.
17. Türschließer nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (36) mittels
wenigstens einer Klemmschraube (55) an der Gleitschiene (12) arretierbar ist.