[0001] Die Erfindung betrifft ein Verstärkungsprofil für eine externe Pfostenverstärkung
eines Fensterpfostens.
[0002] Solche externen Pfostenverstärkungen für Fensterpfosten sind bekannt und werden weit
verbreitet verwendet. Sie können hierbei wahlweise auf der Innenseite oder der Außenseite
eines solchen Fensterpfostens angeordnet werden. Im Fensterpfosten selbst ist in der
Regel ein weiteres Verstärkungsprofil aus Metall angeordnet. Solche Ausführungen können
bspws. einem Prospektblatt eines Prospektes der Firma WERU, Fenster und Türen, Ausgabe
5/86 "Kunststoffprofile" entnommen werden. Diesem Prospektblatt sind zwei Anwendungsbeispiele,
im Querschnitt gezeichnet, zu entnehmen.
[0003] Die bekannten Pfostenverstärkungen haben den Nachteil, daß sie keine Verbindung herstellen
können zu dem internen Verstärkungsprofil, so daß trotz der großen Abmessungen die
Verstärkungswirkung begrenzt bleibt. Insbesondere wenn eine solche Verstärkung nachträglich
aufgebracht worden ist, soweit dies überhaupt möglich ist, ist die Verstärkungswirkung
sehr beschränkt und die Anbringung problematisch.
[0004] Der Erfindung liegt damit die Aufgabe zugrunde, ein Verstärkungsprofil der eingangs
beschriebenen Art vorzuschlagen, das einfach und billig hergestellt werden kann und
dem zu verstärkenden Pfosten eine große Stabilität verleiht. Die nachträgliche Anbringung
soll problemlos möglich sein.
[0005] Diese Aufgabe wird bei einem Verstärkungsprofil der eingangs genannten Art gelöst
durch zwei Blechprofile, die beidseitig eines längs sich erstreckenden Zwischenstückes
Abwinklungen aufweisen und mit ihren zwischen den Abwinklungen liegenden Zwischenstücken
gegeneinander anliegen, wobei die Abwinklung an einer Längsseite L-förmig und in spiegelbildlicher
Anordnung vorgesehen und mit einem internen Pfostenverstärkungsprofil verbindbar ist.
Ein solches Verstärkungsprofil, aufgesetzt außen auf den Fensterpfosten und bspw.
mit Hilfe der L-förmigen Abwinklungen mit einem internen Pfostenverstärkungsprofil
verschraubt, ergibt eine außerordentlich große Verbesserung der Steifigkeit des Fensterpfostens.
Dieses Verstärkungs-profil kann sehr leicht als Meterware aus Stahlblech gewalzt werden
und muß nach Ablängung lediglich spiegelbildlich gegeneinander gelegt werden, um in
dieser Anordnung mit einem internen Pfostenverstärkungsprofil bspw. durch eine Verschraubung
verbunden zu werden. Dies kann sehr leicht nachträglich an hierfür geeigneten Fensterpfosten
durchgeführt werden. Das so aufgebrachte Verstärkungsprofil kann auch sehr einfach
und dekorativ mit einer entsprechenden Kunststoffkappe abgedeckt werden.
[0006] Eine Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß zur Verbindung mit dem internen Pfostenverstärkungsprofil
ein mit diesem verschraubbares C-Profil vorgesehen ist, welches die Enden der L-förmigen
Abwinklungen eng umfassen kann. Eine solche Ausbildung ist besonders dann vorteilhaft,
wenn der zu verstärkende Fensterpfosten nur ein einziges zentral angeordnetes internes
Pfostenverstärkungsprofil aufweist. Es kann zunächst das gen. C-Profil mit diesem
internen Pfostenverstärkungsprofil verschraubt werden und es können sodann die beiden
Profilhälften oder Profilteilstücke des Verstärkungsprofils mit ihren L-förmigen Abwinklungen
in das C-Profil eingesetzt werden. In dieser Anordnung können sie vorzugsweise an
ihren Zwischenstücken miteinander z.B. durch eine Verschraubung verbunden werden.
In dieser Anordnung ergeben sie wieder eine kräftige Verstärkung des Fensterpfostens
und können ebenfalls wieder von einer Kunststoffkappe leicht abgedeckt werden.
[0007] Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß die Abwinklungen der anderen
Längsseiten ein Kastenprofil bilden. Ein solches von den L-förmigen Abwinklungen und
damit vom zu verstärkenden Fensterpfosten entfernt liegendes Kastenprofil sorgt für
eine deutliche Verbesserung der Biegesteifigkeit des Verstärkungsprofils.
[0008] Eine alternative Ausgestaltung sieht vor, daß die Abwinklungen jeder der anderen
Längsseiten ein Kastenprofil bilden. Hierdurch ergibt sich an jedem der beiden Blechprofile
des Verstärkungsprofils ein sehr hohes Zwischenstück, wodurch ebenfalls große Biegesteifigkeit
erreicht wird.
[0009] Eine alternative Ausgestaltung sieht vor, daß die Abwinklungen der anderen Längsseiten
gemeinsam ein Kastenprofil bilden. Hierbei wird eine Ausführungsform bevorzugt, bei
der jede Abwinklung einer anderen Seite ein halbes Kastenprofil bildet, wodurch erreicht
wird, daß nicht zwei unterschiedliche Blechprofile gewalzt und zusammengesetzt werden
müssen. Auch ein solches Profil ergibt eine hohe Steifigkeit und ist sehr einfach
durch Kaltwalzen herzustellen.
[0010] Ergänzend wird nach der Erfindung noch vorgeschlagen, daß der äußere Rand mindestens
einer äußeren Längsseite eines Blechprofils nach innen in das Kastenprofil eingebogen
ist. Hierdurch können ungewollte Aufbiegungen des Kastenprofils bei Belastung verhindert
werden.
[0011] Ergänzend ist nach der Erfindung vorgeschlagen, daß alle Abwinklungen rechtwinklig
sind. Dies vereinfacht die Gestaltung einer Abdeckhaube und ergibt gleichzeitig eine
verbesserte Biegesteifigkeit gegenüber solchen Varianten, bei denen das verwendete
Kastenprofil bspw. an den Ecken mit den Zwischenstücken verbunden sind, so daß sich
dort eine Abwinklung von nur 45° ergäbe.
[0012] Eine andere ergänzende Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß das Kastenprofil
an der den Zwischenstücken gegenüberliegenden Längsseite offen ist. Dieser offene
Bereich entsteht bspw. durch Wahl entsprechender Abmessungen der einzelnen Abwinklungen.
Da damit die gen. Längsseite in ihrer gesamten Länge offen ist, kann der so vorhandene
Spalt oder Schlitz auch benutzt werden, um die Kunststoffabdeckhaube über einen inneren
in diesen Schlitz eingreifenden Steg zu befestigen.
[0013] Schließlich ist noch vorgeschlagen, daß die Blechprofile an ihren Zwischenstücken
miteinander verschraubt sind. Durch diese Verschraubung der Blechprofile miteinander
wird die Kunststoffabdeckhaube entlastet und muß bei einer entsprechenden Belastung
des Verstärkungsprofils die beiden Blechprofile, die bei entsprechender Lastrichtung
auseinanderschwenken wollen, nicht mehr zusammenhalten.
[0014] Die Erfindung soll nun anhand der beigefügten Zeichnungen, die zwei Ausführungsbeispiele
zeigen, näher erläutert werden.
[0015] Es zeigen:
- Figur 1
- Querschnitt durch einen Fensterpfosten mit extern angebrachtem Verstärkungsprofil
- Figur 2
- Querschnitt wie Figur 1 jedoch einer anderen Ausführungsform des extern angebrachten
Verstärkungsprofils
[0016] Figur 1 zeigt einen Fensterpfosten 2 im Querschnitt, in welchen ein internes Pfostenverstärkungsprofil
20 aus Metall und als Kastenprofil ausgebildet eingesetzt ist. Der Fensterpfosten
weist somit nicht zwei mit Abstand nebeneinander angeordnete interne Pfostenverstärkungsprofile
auf, sondern lediglich ein einziges, zentrales Pfostenverstärkungsprofil, so daß das
extern anzubringende Verstärkungsprofil über eine Schiene 12 mit dem internen Pfostenverstärungsprofil
verbunden werden muß. Hierzu ist die Schiene 12 über Schrauben 22 in Richtung des
Längsverlaufs des Pfostens mit dem internen Pfostenverstärkungsprofil verschraubt.
Diese Schiene 12 erstreckt sich hierbei vorzugsweise über die gesamte Höhe des Pfostens,
obwohl dies nicht zwingend ist. Es könnten auch an unterschiedlichen Stellen, über
die Pfostenhöhe verteilt, Teilstücke einer solchen Schiene 12 vorgesehen sein. Die
Schiene 12 ist hierbei vorzugsweise als C-Profil ausgebildet.
[0017] Das Verstärkungsprofil 1 wird gebildet aus zwei Blechprofilen 3 und 4, die als kaltgewalztes
Stahlblechprofil ausgebildet und spiegelbildlich gegeneinander gelegt sind. es ist
jedoch auch möglich, unterschiedliche Walzprofile in ihrem Profil so auszulegen, daß
sie sich in richtiger Anordnung gegenseitig zu dem dargestellten Profil ergänzen.
Bevorzugt wird jedoch eine gleiche Profilausbildung, weil dies die Herstellkosten
senkt.
[0018] Die beiden Blechprofile 3 und 4 weisen beidseitig eines Zwischenstückes 5 bzw. 6
Abwinklungen 18 und 19 auf. Die Abwinklungen 18 sind L-förmig ausgeführt uns es sind
die beiden Blechprofile 3 und 4 mit ihren Zwischenstücken 5 und 6 spiegelbildlich
gegeneinander gelegt und an den Zwischenstücken 5 und 6 vorzugsweise miteinander verschraubt.
[0019] Die Abwinklung 19 bildet in jeweils rechtwinkliger Abwinklungsfolge eine Hälfte eines
Kastenprofils 7 mit jedoch nach innen rechtwinklig eingefaltetem Rand 8 bzw. 9. Die
durch diese Einwinklung der Ränder 8 und 9 entstehenden, nicht näher bezeichneten
Stege, deren Höhe beliebig wählbar ist, können bei zusammengelegten Blechprofilen
3 und 4 gegeneinander anliegen, aber auch einen Abstand zueinander einnehmen, so daß
an der den Zwischenstücken 5 und 6 gegenüberliegenden Längsseite 10 ein offener Spalt
verbleibt.
[0020] Zur Herstellung des Verstärkungsprofils 1 werden zunächst die Blechprofile 3 und
4 in zueinander spiegelbildlicher Anordnung, aber einzeln, mit ihren L-förmigen Abwinklungen
18 in das C-Profil 21 der Schiene 12 eingeschwenkt, wodurch die Zwischenstücke 5 und
6 in gegenseitige Anlage gebracht und in dieser Anlage miteinander verschraubt werden
können. Eine Fixierung in axialer Richtung ist in der Regel nicht erforderlich, weil
dies von den äußeren Begrenzungen des Fensterrahmens oder ähnlicher Bauteile übernommen
werden kann. Bei Bedarf kann jedoch auch eine Fixierung in Längsrichtung bspw. durch
eine einfache Verschraubung zwischen Abwinklung 18 und C-profil 21 erfolgen. Ist auf
diese Art und Weise das Verstärkungsprofil zusammengesetzt und damit über die Schiene
12 mit dem internen Pfostenverstärkungsprofil verbunden, ist die gewünschte statische
Wirkung erreicht. Das Verstärkungsprofil 1 kann nun von einer Kunststoffkappe 13 abgedeckt
werden, die einfach von außen übergeschoben werden kann. Innere Stege 23 in der Kunststoffkappe
13 sorgen für eine Anlage der Kunststoffkappe 13 am Kastenprofil 7 des Verstärkungsprofils
1, während weitere innere Stege 24 auf der Unterseite des Kastenprofils 7 zu Anlage
kommen und damit verhindern, daß die Kunststoffkappe 13 wieder abfällt. Es ist vielmehr
ein kräftiger Zug erforderlich, um die Kunststoffkappe 13 gegen die entsprechende
Federkraft der Stege 24 wieder abzuziehen. An ihrer dem Fensterpfosten 2 zugewandten
Längsseite ist die aufgesetzte Kunststoffkappe 13 über ein Dichtprofil 11 gegen den
Fensterpfosten 2 abgedichtet.
[0021] Figur 2 zeigt die gleiche Ausbildung des Fensterpfostens 2 und der Abdeckkappe 13.
Auch die Schiene 12 mit dem C-Profil 21 ist, wie zu Figur 1 bereits beschrieben, ausgebildet
und angeordnet. Lediglich das Verstärkungsprofil 1' weist eine gegenüber dem Verstärkungsprofil
1 andere Form auf.
[0022] Auch bei einer Ausführungsform nach Figur 2 sind wieder beidseitig abgewinkelte Zwischenstücke
5' bzw. 6' vorhanden, die an der einen Längsseite eine rechtwinklige bzw. L-förmige
Abwinklung 18' und an der anderen Längsseite jeweils eine weitere Abwinklung 19' aufweisen,
die mehrfach abgewinkelt jeweils ein eigenes Kastenprofil 16 bzw. 17 bilden.
[0023] Auch hier sind jedoch wieder die beiden Blechprofile 14 und 15 gleich ausgebildet
und können durch Kaltwalzen eines Stahlblechs hergestellt sein. Nach der Ablängung
können sie, wie in Figur 2 dargestellt und zu Figur 1 bereits beschrieben, spiegelbildlich
angeordnet werden und mit ihren L-förmigen Abwinklungen 18' das C-Profil 21 der Schiene
12 eingeschwenkt werden, so daß ihre Zwischenstücke 5' und 6' wieder in gegenseitige
Anlage gebracht und in dieser Anlage vorzugsweise miteinander verschraubt werden können
zur Herstellung des Verstärkungsprofils 1'. Auch über dieses Verstärkungsprofil 1'
kann nunmehr wiederum, wie bereits beschrieben zu Figur 1, die Kunststoffkappe 13
aufgesetzt werden, mit der eine dekorative Abdeckung des Verstärkungsprofils 1' erreicht
wird.
Liste der verwendeten Bezugszeichen
[0024]
- 1,1'
- Verstärkungsprofil
- 2
- Fensterpfosten
- 3
- Blechprofil
- 4
- Blechprofil
- 5,5'
- Zwischenstück
- 6,6'
- Zwischenstück
- 7
- Kastenprofil
- 8
- Rand
- 9
- Rand
- 10
- Längsseite
- 11
- Dichtprofil
- 12
- Schiene
- 13
- Kunststoffkappe
- 14
- Blechprofil
- 15
- Blechprofil
- 16
- Kastenprofil
- 17
- Kastenprofil
- 18,18'
- Abwinklung
- 19,19'
- Abwinklung
- 20
- internes Pfostenverstärkungsprofil
- 21
- C-Profil
- 22
- Schrauben
- 23
- Stege
- 24
- Stege
1. Verstärkungsprofil für eine externe Pfostenverstärkung eines Fensterpfostens, gekennzeichnet
durch zwei Blechprofile (3,4;14,15), die beidseitig eines längs sich erstreckenden
Zwischenstückes (5,6;5',6') Abwinklungen (18,19;18',19') aufweisen und mit ihren zwischen
den Abwinklungen liegenden Zwischenstücken (5,6;5',6') gegeneinander anliegen, wobei
die Abwinklung (18;18') an einer Längsseite L-förmig und in spiegelbildlicher Anordnung
vorgesehen und mit einem internen Pfostenverstärkungsprofil (20) verbindbar ist.
2. Profil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verbindung mit dem internen
Pfostenverstärkungsprofil (20) ein mit diesem verschraubbares C-Profil (21) vorgesehen
ist, welches die Enden der L-förmigen Abwinklungen (18;18') eng umfassen kann.
3. Profil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Abwinklungen (19;19')
der anderen Längsseiten ein Kastenprofil (7;16,17) bilden.
4. Profil nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Abwinklungen (19;19') an jeder
der anderen Längsseiten ein Kastenprofil (7;16,17) bilden.
5. Profil nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Abwinklungen (19) der anderen
Längsseiten gemeinsam ein Kastenprofil (7) bilden.
6. Profil nach Anspruch 3 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß jede Abwinklung (19) einer
anderen Seite ein halbes Kastenprofil (7) bildet.
7. Profil nach Anspruch 3, 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß der äußere Rand (8,9)
mindestens einer äußeren Längsseite eines Blechprofils (3,4) nach innen in das Kastenprofil
(7) eingebogen ist.
8. Profil nach einem Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß alle Abwinklungen
(18,19;18'19') rechtwinklig sind.
9. Profil nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Kastenprofil
(7) an der den Zwischenstücken (5,6) gegenüberliegenden Längsseite (10) offen ist.
10. Profil nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Blechprofile
(3,4;14,15) an ihren Zwischenstücken (5,6;5',6') miteinander verschraubt sind.