[0001] Die Erfindung betrifft ein Scharnier für die verschwenkbare Anlenkung eines Türflügels
an einem Schrankkorpus gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Zur schwenkbaren Anlenkung eines Türflügels an einem solchen Rahmen ist aus der US-PS
2,973,547 ein Eingelenk-Scharnier bekannt, welches korpusseitig mittels einer auf
der freien Stirnfläche des einspringenden Rahmenelementes aufschraubbaren Befestigungsplatte
gehalten wird, wobei die in ihrer Breite etwa gleich der freien Stirnfläche des Rahmenelementes
bemessene Befestigungsplatte integraler Teil des Scharnierarms selbst ist.
[0003] Bei anderen Scharnieren ist die Befestigungsplatte Teil einer Montageplatte, auf
welcher der eigentliche, den Korpus-Anschlagteil des Scharniers bildende Scharnier-Tragarm
verstellbar befestigt ist.
[0004] Beiden Scharnierarten gemeinsam ist, daß die in der Befestigungsplatte vorgesehenen
Öffnungen für die Befestigungsschrauben als Langlöcher ausgebildet werden, so daß
der am Schrankkorpus anzulenkende Türflügel auch nach der Montage noch in Höhenrichtung
verstellt werden kann. Durch Anziehen der Befestigungsschrauben wird die Befestigungsplatte
dann in der eingestellten neuen Höhenlage des Türflügels fixiert.
[0005] Zur exakten Festlegung der Befestigungsplatte in bezug auf die horizontale Einstellung
des Türflügels am Schrankkorpus sind am vorderen Rand der Befestigungsplatte rechtwinklig
umgekantete Lappen vorgesehen. Diese werden bei der Montage bis in Anlage an die Vorderseite
des Rahmenelementes geschoben und bestimmen so die Lage der Befestigungsplatte und
somit des Scharnierarms in horizontaler Richtung in bezug auf den Schrankkorpus. Bei
dem Scharnier gemäß der US-PS 2,973,547 kann diese Lage vorübergehend dadurch fixiert
werden, daß eineKlemmschraube durch ein Gewinde in dem umgekanteten Lappen bis zum
Anschlag an das Rahmenelement gedreht wird.
[0006] Die Montage von Türflügeln am Schrankkorpus erfolgt zumindest in der Großserienproduktion
mit an den Türflügeln vormontierten Scharnieren, indem die Türflügel mit in der Öffnungsstellung
befindlichem Scharnierarm von oben hängend an den auf der Rückwand liegenden Korpus
derart herangeführt werden, daß die Befestigungsplatten des Scharnierarms auf der
freien Stirnfläche des zugeordneten Rahmenelements zur Auflage kommen, worauf die
Befestigungsschrauben durch die Langlöcher in den Befestigungsplatten hindurch in
das Rahmenelement eingeschraubt werden. Hierfür sind in der Regel zwei Personen erforderlich,
von denen die eine den Türflügel halt und relativ zum Korpus ausrichtet, während die
zweite Person die Befestigungsschraube zumindest so weit einschraubt, daß eine erste
Halterung des Türflügels am Schrankkorpus erhalten wird.
[0007] Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, ein Scharnier zu schaffen,
welches die Vormontage des Türflügels am Rahmenelement des Schrankkorpus durch eine
Einzelperson ermöglicht, ohne daß die Gefahr eines Abrutschens des Türflügels sowie
einer daraus möglicherweise resultierenden Beschädigung des Rahmenelements des Schrankkorpus
besteht. Die Höhenverstellung des Türflügels bei gelockerten Befestigungsschrauben
soll aber auch weiterhin möglich sein.
[0008] Ausgehend von einem Scharnier der eingangs erwähnten Art wird diese Aufgabe erfindungsgemäß
dadurch gelöst, daß am vorderen und rückwärtigen Rand der Befestigungsplatte jeweils
wenigstens ein im wesentlichen rechtwinklig auf die schrankäußere bzw. schrankinnere
Flachseite des Rahmenelements umgekanteter Lappen angeschnitten ist, von denen der
bzw. die schrankinnere(n) Lappen mit einem zur schrankinneren Flachseite des Rahmenelements
vorspringenden, zugespitzten oder schneidenartigen zugeschärften Vorsprung versehen
ist bzw. sind. Für die Vormontage der Befestigungsplatte auf dem Rahmenelement des
Schrankkorpus kann dann so verfahren werden, daß die Befestigungsplatte derart schräg
auf das Rahmenelement aufgesetzt wird, daß die schrankinneren Lappen hinter die Stirnfläche
auf die schrankinnere Flachseite des Rahmenelements greifen, während die vorderen
Lappen praktisch im Randbereich auf der Stirnfläche des Rahmenelements aufsitzen.
Dann wird über den in der Öffnungsstellung des Scharniers stehenden Türflügel und
den Türflügel-Anschlagteil ein Druck auf den Scharnierarm ausgeübt, welcher die vorderen
Lappen über die Vorderkante der Stirnfläche des Rahmenelements hinwegführt und die
Befestigungsplatte an die Stirnfläche des Rahmenelements heranschwenkt. Dabei graben
sich die zugespitzten oder zugeschärften Vorsprünge an den schrankinneren Lappen in
die schrankinnere Flachseite des Rahmenelements ein, wodurch eine formschlüssige Halterung
der Befestigungsplatte auf dem Rahmenelement erhalten wird, auch wenn noch keine Befestigungsschraube
durch das Langloch in das Rahmenelement eingeschraubt ist. D.h. der Türflügel ist
also vormontiert, ohne daß eine zweite Person zum Einschrauben der Befestigungsschraube
erforderlich ist. Dieses Einschrauben der Befestigungsschraube erfolgt erst in einem
weiteren Arbeitsgang, d.h. kann durch die gleiche Person erfolgen, welche die Tür
vormontiert hat, oder - bei Bandfertigung - in einer nächstfolgenden Arbeitsstation.
[0009] Um das Hinwegtreten der am schrankäußeren Rand der Befestigungsplatte des Scharniers
vorgesehenen umgekanteten Lappen über die Vorderkante der Stirnfläche des Rahmenelements
ohne Beschädigung des Rahmenelements zu ermöglichen, empfiehlt es sich, von den am
schrankäußeren und am schrankinneren Rand der Befestigungsplatte des Scharniers vorgesehenen
umgekanteten Lappen wenigstens die Lappen eines der Ränder elastisch verformbar an
der Befestigungsplatte anzuordnen, so daß der zwischen ihnen bestehende Abstand in
einem vorgegebenen Bereich ohne bleibende Verformung veränderbar ist.
[0010] Diese elastische Verformung kann dadurch erreicht werden, daß das Material des Scharniers
und sowie der Lappen und ihre Abmessungen so gewählt werden, daß die Lappen selbst
federnd verbiegbar sind.
[0011] Alternativ können die Lappen auch an einem Teilabschnitt der Befestigungsplatte des
Scharniers angesetzt sein, der seinerseits federnd verformbar mit dem restlichen Teil
der Befestigungsplatte verbunden ist. Dies ist beispielsweise durch Einbringen von
Schlitzen in die Befestigungsplatte möglich.
[0012] Der an den schrankinneren Lappen des Scharniers vorgesehene Vorsprung ist in vorteilhafter
Weiterbildung der Erfindung jeweils am befestigungsplattenabgewandten freien Rand
der Lappen vorgesehen und schneidenartig zugeschärft, und hat eine kreissegmentförmige
Begrenzung. Beim Verstellen des Türflügels in Höhenrichtung wird dann durch die schneidenartige
Zuschärfung des Vorsprungs die von diesem bei der Erstmontage in die Rückseite des
Rahmenelements eingegrabene Vertiefung lediglich in Verstellrichtung verlängert, ohne
daß der Vorsprung vom Rahmenelement freikommt.
[0013] Die Befestigungsöffnungen in den Befestigungsplatten der einen Türflügel am Schrankkorpus
halternden Scharniere sind dann in an sich bekannter Weise als in Längsrichtung der
Stirnfläche des zugeordneten Rahmenelements verlaufende langgestreckte Befestigungsöffnungen
nach Art von Langlöchern ausgebildet, durch welche die Schäfte der Befestigungsschrauben
in das Rahmenelement eingeschraubt werden.
[0014] Die am schrankäußeren Rand der Befestigungsplatte des Scharniers vorgesehenen umgekanteten
Lappen sind im Bereich ihres freien Endes an der der schrankäußeren Flachseite des
zugeordneten Rahmenelements zugewandten Seite zweckmäßig mit einem abgerundeten Querschnitt
versehen, um das Hinwegführen der Lappen über die Vorderkante der Stirnfläche des
Rahmenelements bei der Vormontage zu ermöglichen, ohne daß die Lappen die Vorderkante
beschädigen.
[0015] Die Erfindung ist in der folgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels in Verbindung
mit der Zeichnung näher erläutert,l und zwar zeigt bzw. zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht eines in der erfindungsgemäßen Weise ausgebildeten Scharniers;
- Fig. 2
- einen im Bereich der Befestigungsplatte gegenüber dem bei dem in Fig. 1 dargestellten
Scharnier vorgesehenen Scharnierarm abgewandelten Scharnierarm; und
- Fig. 3a, 3b und 3c
- schematische Seitenansichten verschiedener Stufen der Befestigung eines mit einem
erfindungsgemäßen Scharnier versehenen Türflügels am Rahmenelement eines Schrankkorpus.
[0016] Das in Fig. 1 gezeigte, in seiner Gesamtheit mit 10 bezeichnete Scharnier dient zur
Anlenkung eines - nicht dargestellten - Türflügels an einem Schrankkorpus, dessen
durch den Türflügel zu verschließende Vorderseite durch einen von leistenartigen Rahmenelementen
gebildeten einspringenden Rahmen verengt ist. In der Zeichnungsfigur ist strichpunktiert
ein Abschnitt des von einer Schrank-Seitenwand 12 einspringenden Rahmenelements 14
gezeigt, auf dessen seitenwandabgewandter Stirnfläche 16 das Scharnier korpusseitig
befestigt werden soll.
[0017] Das im dargestellten Fall als Eingelenk-Scharnier ausgebildete Scharnier 10 weist
einen versenkt in einer Aussparung 18 (Fig. 3a bis 3c) in der Rückseite des Türflügels
20 montierbaren Tür-Anschlagteil 22 in Form eines Einsetztopfs und einen um einen
im Innern des Einsetztopfs vorgesehenen Lagerstift 24 verschwenkbaren Korpus-Anschlagteil
26 auf.
[0018] Der in bekannter Weise im Stanz-Preßverfahren aus Metallblech hergestellte Korpus-Anschlagteil
26 weist einen Scharnierarm 28 auf, an dessen im Einsetztopf 22 liegenden Ende eine
den Lagerstift 24 umgreifende Lageröse 30 angerollt ist. Am anderen, korpusseitigen
Ende des Scharnierarms 28 ist integral eine im wesentlichen ebenflächige Befestigungsplatte
32 angesetzt, deren Breite etwa der Breite der Stirnfläche 16 des Rahmenelements 14
entspricht, und die eine als parallel zur von der Längsmittelachse des Lagerstifts
24 gebildeten Scharnier-Schwenkachse verlaufendes Langloch 34 ausgestaltete Befestigungsöffnung
aufweist, durch welche der Schaft einer Befestigungsschraube 37 (Fig. 3c) in die Stirnfläche
16 des Rahmenelements 14 einschraubbar ist.
[0019] Am vorderen und rückwärtigen Rand der Befestigungsplatte 32 sind jeweils zwei in
Längsrichtung des Rahmenelements beabstandete, im wesentlichen rechtwinklig auf die
schrankäußere bzw. schrankinnere Flachseite des Rahmenelements 14 umgekantete Lappen
36 bzw. 38 angeschnitten, von denen die schrankinneren Lappen 38 jeweils einen zur
schrankinneren Flachseite des Rahmenelements 14 vorspringenden schneidenartig zugeschärften
Vorsprung 40 aufweisen, dessen vordere zugeschärfte Schneidkante bogenförmig, z.B.
kreisbogenförmig begrenzt ist. In der Draufsicht haben die Vorsprünge 40 also etwa
die Form eines Kreissegments.
[0020] Die Lappen 36 sind im Bereich ihres freien Endes an der der schrankäußeren Flachseite
des Rahmenelements 14 zugeordneten Seite bei 42 kreisbogenförmig abgerundet.
[0021] Der lichte Abstand zwischen den Lappen 36 und 38 entspricht - aufgrund der Breitenbemessung
der Befestigungsplatte 32 gleich der Breite der Stirnfläche 16 des Rahmenelements
14 - dem Abstand zwischen der Vorder- und der Rückseite des Rahmenelements 14, d.h.
in der bestimmungsgemäßen Befestigungslage des Befestigungsflanschs 32 auf der Stirnfläche
16 liegen die Lappen 36, 38 an der vorderen und rückwärtigen Flachseite des Rahmenelements
14 an und sichern das Scharnier 10 auch bei nicht fest angezogener Befestigungsschraube
36 gegen eine horizontale Verschiebung, d.h. in Richtung ins Schrankinnere hinein
bzw. aus dem Schrankinnern heraus. Andererseits lassen sie eine Verschiebung der Befestigungsplatte
32 und somit des Scharniers 10 zum Zweck einer Höhenverstellung des mit dem Scharnier
angeschlagenen Türflügels 20 im Rahmen der durch das Langloch 34 vorgegebenen Länge
bei gelockerter Befestigungsschraube 37 zu. Der von den rückwärtigen Lappen 38 jeweils
in die Rückseite der Rahmenelemente 14 einschneidende Vorsprung 14 behindert dabei
eine Verstellung in Rahmen-Längsrichtung nicht, da die bogenförmig abgerundete Schneidkante
einer solchen Verschiebung einen nur geringen Widerstand entgegensetzt.
[0022] Um die Scharniere in der Verbindung mit den Figuren 3a bis 3c nachstehend noch beschriebenen
Weise am Schrankkorpus vormontieren zu können, sind die Lappen 38 mit den Vorsprüngen
40 federnd verformbar an der Befestigungsplatte 32 angesetzt, was dadurch erreicht
wird, daß für die Herstellung des Korpus-Anschlagteils 26 ein durch eine Wärmebehandlung
härtbares Metallblech verwendet wird, welches also nach der Fertigstellung im Stanz-Preßverfahren
durch eine Wärmebehandlung mit der erforderlichen federelastischen Eigenschaft der
Lappen 38 und eventuell auch 36 versehen wird. Der Widerstand, den die Lappen 38 einer
elastischen Verformung entgegensetzen, wird dabei durch die Wahl entsprechender Abmessungen
der Lappen selbst und des angedeuteten bogenförmigen Übergangbereichs so gewählt,
daß bei der Montage ein Auffedern der Lappen 38 und 36 möglich ist, wobei die hierfür
erforderliche Kraft aber so groß ist, daß die Vorsprünge 40 sich in jedem Falle in
die Innenfläche des Rahmenelements 14 eingraben.
[0023] Falls bei den gewählten Abmessungen der Lappen 38 eine zu starke Kraft zum Auffedern
erforderlich ist, kann diese Federkraft einfach dadurch verringert werden, daß die
Lappen 38 an einem Teilabschnitt der Befestigungsplatte 32 angesetzt sind, der seinerseits
gegenüber der restlichen Befestigungsplatte 32 federt. In Fig. 2 ist eine solche Ausgestaltung
eines im übrigen gegenüber dem Korpus-Anschlagteil 26 gemäß Fig. 1 unveränderten Korpus-Anschlagteils
veranschaulicht. Dort sind die schrankinneren Lappen 38 an Bereichen 32a der Befestigungsplatte
32 angesetzt, die ihrerseits durch von den Querkanten aus geführte Schlitze 44 gegenüber
der eigentlichen Befestigungsplatte 32 federnd verformbar ausgebildet sind.
[0024] In den Figuren 3a bis 3c ist die Art und Weise der Montage eines mit vormontierten
Scharnieren 10 versehenen Türflügels an einem Schrankkorpus durch eine Einzelperson
veranschaulicht. Dabei ist der Schrankkorpus auf der Rückseite liegend zu denken,
und die Türflügel werden zusammen mit dem in die Öffnungsstellung gestellten Scharnierarm
30 des Scharniers an einem Hubzeug hängend an die nach oben weisende offene Vorderseite
des Schrankkorpus herangeführt. Der Scharnierarm 30 wird dann so über das Rahmenelement
14 geführt, daß die schrankinneren Lappen 38 sich in der in Fig. 3a erkennbaren Schräglage
der Befestigungsplatte mit den Vorsprüngen 40 an der Innenfläche der Rahmenelemente
14 anlegen, wobei die innere Begrenzungskante der Stirnfläche 16 der Rahmenelemente
an der Innenseite der Befestigungsplatte 32 anliegt, während das freie Ende der von
der Vorderkante der Befestigungsplatte 32 abgewinkelten Lappen an der Vorderkante
der Stirnfläche anliegt. Wenn nun von der Bedienungsperson auf den Türflügel eine
Kraft in Richtung der Pfeile a in Fig. 3a und 3b ausgeübt wird, treten die Lappen
36 über die zugeordnete Vorderkante des Rahmenelements hinweg, wobei zwangsläufig
die Lappen 38 und eventuell auch die Lappen 36 elastisch auffedern. Die dabei über
die Vorsprünge 40 auf dem Rahmenelement 14 ausgeübte Kraft läßt die Vorsprünge 40
in die Rückseite des Rahmenelements eindringen. Dadurch ist sichergestellt, daß der
Türflügel bei Erreichen der eigentlichen Befestigungsstellung, welche in Fig. 3c veranschaulicht
ist, vormontiert ist, auch wenn die Befestigungsschraube 37 noch nicht eingeschraubt
ist. Dieses Einschrauben der Befestigungsschraube nach erfolgter genauer Höhenausrichtung
des Türflügels relativ zum Schrankkorpus kann also erfolgen, ohne daß der Türflügel
von einer zweiten Person in der gewählten Stellung festgehalten wird.
[0025] Durch die federnde Ausbildung der Lappen 38 - sowie ggf. 36 - vermag die Befestigungsplatte
auch gewisse Schwankungen in der Dicke des Rahmenelements 14 auszugleichen.
[0026] Es ist ersichtlich, daß im Rahmen des Erfindungsgedankens Abwandlungen und Weiterbildungen
des beschriebenen Ausführungsbeispiels im Rahmen des Schutzumfangs der beigefügten
Patentansprüche verwirklichbar sind.
1. Möbelscharnier (10) zur verschwenkbaren Anlenkung eines Türflügels (20) an einem Schrankkorpus
(12), dessen türseitige Vorderseite durch einen rechtwinklig von den Seitenwänden
einspringenden, von leistenartigen Rahmenelementen (14) gebildeten Rahmen verengt
ist, welchen die Innenseite des Türflügels in der Schließstellung zumindest teilweise
überdeckt, und mit einem Scharnierarm (26) aus Metallblech, der eine auf der seitenwandabgewandten
freien Stirnfläche (16) eines Rahmenelements des Rahmens aufsetzbare und dort lösbare
befestigbare Befestigungsplatte (32) aufweist, welche eine der Breite der Stirnfläche
des Rahmenelements im wesentlichen entsprechende Breite hat und den eigentlichen,
über einen Gelenkmechanismus mit dem am Türflügel angebrachten Anschlagteil (22) gekoppelten
Armabschnitt (28) trägt,
dadurch gekennzeichnet,
daß am vorderen und rückwärtigen Rand der Befestigungsplatte (32) jeweils wenigstens
ein im wesentlichen rechtwinklig auf die schrankäußere bzw. schrankinnere Flachseite
des Rahmenelements umgekanteter Lappen (36; 38) angeschnitten ist, von denen der bzw.
die schrankinnere(n) Lappen (38) mit einem zur schrankinneren Flachseite des Rahmenelements
(14) vorspringenden zugespitzten oder schneidenartig zugeschärften Vorsprung (40)
versehen ist bzw. sind.
2. Scharnier nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß von den am schrankäußeren und
am schrankinneren Rand der Befestigungsplatte (32) des Scharniers (10) vorgesehenen
umgekanteten Lappen (36; 38) wenigstens die Lappen (36 oder 38) eines der Ränder elastisch
verformbar an der Befestigungsplatte (32) angeordnet sind, so daß der zwischen ihnen
bestehende Abstand in einem vorgegebenen Bereich ohne bleibende Verformung veränderbar
ist.
3. Scharnier nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Lappen (36; 38) federnd
verbiegbar ausgebildet sind.
4. Scharnier nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Lappen (36; 38)
an einem Teilabschnitt (32a) der Befestigungsplatte (32) des Scharniers (10) angesetzt
sind, der seinerseits federnd verformbar mit dem restlichen Teil der Befestigungsplatte
(32) verbunden ist.
5. Scharnier nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der an den
schrankinneren Lappen (38) des Scharniers (10) vorgesehene Vorsprung (40) jeweils
am befestigungsplattenabgewandten freien Rand der Lappen (38) vorgesehen und schneidenartig
zugeschärft ist und eine etwa kreissegmentförmige Begrenzung hat.
6. Scharnier nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß in der Befestigungsplatte
(32) des Scharniers eine in Längsrichtung der Stirnfläche (16) des zugeordneten Rahmenelements
(14) verlaufende langgestreckte Befestigungsöffnung (34) für eine mit ihrem Schaft
in das Rahmenelement (14) einzuschraubende Befestigungsschraube (37) vorgesehen ist.
7. Scharnier nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die am schrankäußeren
Rand der Befestigungsplatte (32) des Scharniers (10) vorgesehenen umgekanteten Lappen
(36) im Bereich ihres freien Endes an der der schrankäußeren Flachseite des zugeordneten
Rahmenelements (14) zugewandten Seite einen abgerundeten Querschnitt haben.
1. Cabinet hinge for hanging a door on a cabinet carcase whose front opening is narrowed
by a frame which is formed of stiles and rails reaching inward from the walls, which
the door in the closed position at least partially conceals, and with a hinge arm
of sheet metal which has a fastening plate which can be placed on the free edge, facing
away from the side wall, of a stile of the frame and there releasably fastened, and
which has a width corresponding substantially to the width of the edge of the stile
and bears the actual arm section coupled by a joint mechanism to the hinge part attached
to the door, characterized in that on [both the] front and rear margin of each of
the fastening plates at least one tab is cut, these being bent, one tab substantially
at right angles against the cabinet-exterior flat side of the stile and the other
substantially at right angles against the cabinet-interior flat side of the stile,
and of these tabs the cabinet-interior tab is provided with a pointed or knife-edged
projection reaching toward the cabinet-interior flat side of the stile.
2. Hinge according to claim 1, in which, of the bent tabs provided on the outer and inner
margins of the fastening plate, at least the tabs of one of the margins are disposed
resiliently deformably on the fastening plate, so that the distance existing between
them is variable in a given range without permanent deformation.
3. Hinge according to claim 2, in which the tabs are made springy.
4. Hinge according to claim 2 or 3, in which the tabs are created on a portion of the
fastening plate of the hinge arm, which in turn is joined in a resiliently deformable
manner to the remaining part of the fastening plate.
5. Hinge according to any one of claims 1 to 4, in which the projection provided on the
cabinet-interior tab of the hinge is provided on the free end of the tab fastening
away from the fastening plate and is knife-edged, and has an approximately segmental
shape.
6. Hinge according to any one of claims 1 to 5, in which an elongated fastening opening
(34) running longitudinally of the end face of the associated stile is provided in
the fastening plate of the hinge for a screw to be driven into the stile.
7. Hinge according to any one of claims 1 to 6, in which the tabs provided at the cabinet-exterior
margin of the fastening plate of the hinge have a rounded cross section at their free
end on the side facing the cabinet-exterior flat side of the associated stile
1. Charnière (10) de meuble pour l'articulation pivotante d'un vantail de porte (20)
à un corps d'armoire (12) dont la face avant côté porte est rétrécie par un cadre
formé d'éléments du genre latte (14) rentrant à angle droit des parois latérales et
qui couvre au moins en partie la face intérieure du vantail de porte en position fermée,
cette charnière comportant un bras (26) en tôle métallique qui présente une plaque
de fixation (32) destinée à être appliquée sur la face frontale libre (16), opposée
à la paroi latérale, d'un élément du cadre et y être fixée de manière démontable et
qui a une largeur correspondant sensiblement à la largeur de la face frontale de l'élément
de cadre et porte la partie bras proprement dite (28) accouplée par un mécanisme d'articulation
à la partie butée (22) montée sur le vantail de porte, caractérisée par le fait que
sur le bord avant et sur le bord arrière de la plaque de fixation (32), au moins une
patte (36 ; 38), rabattue sensiblement à angle droit sur la face plane extérieure
ou intérieure à l'armoire, de l'élément de cadre est entamée, la ou les pattes intérieure(s)
à l'armoire (38) étant pourvue(s) d'une saillie taillée en pointe ou effilée à la
manière d'un tranchant (40) qui fait saillie vers la face plane intérieure à l'armoire
de l'élément de cadre (14).
2. Charnière selon la revendication 1, caractérisée par le fait que, parmi les pattes
rabattues (36 ; 38) prévues sur le bord extérieur à l'armoire et sur le bord intérieur
à l'armoire de la plaque de fixation (32) de la charnière (10), au moins les pattes
(36 ou 38) d'un des bords sont placées déformables élastiquement sur la plaque de
fixation (32), de sorte que la distance entre elles peut être modifiée dans un domaine
fixé sans déformation permanente.
3. Charnière selon la revendication 2, caractérisée par le fait que les pattes (36 ;
38) sont flexibles élastiquement.
4. Charnière selon l'une des revendications 2 et 3, caractérisée par le fait que les
pattes (36 ; 38) sont placées sur une partie (32a) de la plaque de fixation (32) de
la charnière (10) qui est elle-même jointe avec possibilité de déformation élastique
à la partie restante de la plaque de fixation (32).
5. Charnière selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée par le fait que la saillie
(40) prévue sur les pattes intérieures à l'armoire (38) de la charnière (10) est prévue
sur le bord libre des pattes (38) opposé à la plaque de fixation et effilée à la manière
d'un tranchant et a une limitation à peu près en forme de segment de cercle.
6. Charnière selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisée par le fait que dans
la plaque de fixation (32) de la charnière est prévue une ouverture allongée de fixation
(34) s'étendant dans la direction longitudinale de la face frontale (16) de l'élément
de cadre associé (14) pour une vis de fixation (37) se vissant par sa tige dans l'élément
de cadre (14).
7. Charnière selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisée par le fait que les pattes
rabattues (36) prévues sur le bord extérieur à l'armoire de la plaque de fixation
(32) de la charnière (10) ont une section arrondie dans la zone de leur extrémité
libre sur le côté dirigé vers la face plane extérieure à l'armoire de l'élément de
cadre associé (14).