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(11) |
EP 0 622 597 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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25.02.1998 Patentblatt 1998/09 |
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Anmeldetag: 13.04.1994 |
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Verfahren und Vorrichtung zum Schmelzen von Metall insbesondere von Nichteisenmetall
Process and device for melting metals, more particularly non-ferrous metals
Procédé et dispositif pour la fonte de métaux, en particulier de métaux non ferreux
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE DK ES FR GB IT SE |
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Priorität: |
20.04.1993 FI 931786
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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02.11.1994 Patentblatt 1994/44 |
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Patentinhaber: ABJAFS EXPORT OY HOLIMESY |
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SF-00331 Helsingfors (FI) |
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Erfinder: |
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- Jafs, Lars Henrik Mikael
SF-00330 Helsingfors (FI)
- Jafs, Daniel
SF-00330 Helsingfors (FI)
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| (74) |
Vertreter: Weitzel, Wolfgang, Dr.-Ing.
Patentanwalt |
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Friedenstrasse 10 89522 Heidenheim 89522 Heidenheim (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
WO-A-80/00317 GB-A- 1 024 458
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DE-A- 2 425 067 US-A- 4 848 603
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren sowie eine Vorrichtung zum Schmelzen von Metall.
Auf die Oberbegriffe der Ansprüche 1 und 8 wird verwiesen.
[0002] SE-PS 437 339 zeigt und beschreibt das Schmelzen von Metall in einem Schmelzofen.
Hierbei wird das Metall umgewälzt und chargenweise zugegeben mittels pneumatischer
Pumpen. Um die Schmelzqualität zu verbessern ist es bekannt, das Metall zu entgasen,
beispielsweise mittels gasförmigen Stickstoffs, am besten in Kombination mit einer
Filtration.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das Verfahren und die Vorrichtung gemäß
den Oberbegriffen der Ansprüche 1 und 8 dahingehend zu verbessern, daß die Schmelzqualität
noch besser wird als seither.
[0004] Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale der Ansprüche 1 bzw. 8 gelöst.
Die Erfindung beruht in der Hauptsache auf dem Gedanken, die Turbulenz in den Kammern
zu verringern.
[0005] Ein wesentlicher Gedanke des erfindungsgemäßen Verfahrens sowie der erfindungsgemäßen
Vorrichtung besteht darin, daß diejenige Menge des geschmolzenen Materiales, die bei
erhöhtem Druck in den Raum oberhalb des Schmelzofens in die Beruhigungskammer gedrückt
wird, wesentlich größer ist als diejenige Menge geschmolzenen Metalls, das gleichzeitig
zur Schmelzkammer, die mit der Druckkammer verbunden ist, zurückgeführt wird. Dies
wird dadurch erreicht, daß die Menge der Schmelze, die in der Zeiteinheit von jeder
Pumpenkammer zur angeschlossenen Beruhigungskammer zugeführt wird, etwa 3 bis 15 mal
so groß ist wie die von jeder Pumpenkammer (10, 11) an die angeschlossene Schmelzkammer
(5) im Pumpenkammerraum oberhalb der Schmelze bei Druckanstieg bzw. Druckabfall überführte
Menge.
[0006] Gleichzeitig können Maßnahmen getroffen werden, um zu verhindern, daß der vom Boden
der Pumpenkammer zur Beruhigungskammer überführte Schmelzfluß zum Kanal zurückgeführt
wird und auf die Schmelze in der Schmelzkammer auftrifft, im Falle eines plötzlichen
Druckabfalles in der Pumpenkammer. Durch diese Maßnahmen wird Turbulenz verhindert
und die Qualität der Schmelze gesteigert. Der Kanal zwischen dem Boden der Pumpenkammer
und der Beruhigungskammer ist am besten nach oben geneigt, so daß die Schmelze in
der Nähe des oberen Endes der Beruhigungskammer abgegeben wird, geringfügig oberhalb
des Niveaus der Schmelze.
[0007] Ein Druckanstieg oberhalb der Schmelze in der Pumpenkammer wird mittels eines Druckanstieges
des inerten Gases, am besten Stickstoff, erreicht, und zwar durch Ausfüllen des Raumes
oberhalb der Schmelze und durch Herstellen einer leitenden Verbindung zum obersten
Raum oberhalb eines Pumpenkolbens im Pumpenzylinder, der an die Pumpenkammer angeschlossen
ist. Druckanstieg und -abfall werden unter Kontrolle gehalten, um zu vermeiden, daß
ein Vakuum entsteht.
[0008] Der Spiegel im Ofen und in der Auslaß-Rohrleitung wird am besten derart eingestellt,
daß minimale Spiegelschwankungen möglich sind. Bei kontinuierlichem Verbrauch muß
auch die Zufuhr kontinuierlich und auf den Verbrauch abgestimmt sein.
[0009] Die Vorrichtung umfaßt im wesentlichen einen herkömmlichen Schmelzofen, am besten
mit zwei Schmelzkammern, zwei Pumpenkammern und zwei Beruhigungskammern. Gemäß der
Erfindung ist die Querschnittsfläche des Kanales zwischen einer Pumpenkammer und der
zugeordneten Beruhigungskammer wesentlich größer als die Querschnittsfläche des Kanales
zwischen derselben Pumpenkammer und der vorausgehenden Schmelzkammer. Das Verhältnis
zwischen diesen Querschnittsflächen liegt im Bereich von 15:1 bis 3:1, am besten zwischen
10:1 bis 5:1. Ein Verhältnis von 8:1 ist besonders günstig.
[0010] Die Pumpenzylinder, die das geschmolzene Metall im Schmelzofen umwälzen, sind vertikal
angeordnete Pumpenzylinder, unterteilt von einer horizontalen, festen Unterteilung
in einen oberen und einen unteren Pumpenraum. Eine Pumpenwelle ist beweglich durch
die Unterteilung hindurchgeführt und mit einem Pumpenkolben am anderen Ende versehen.
Die Unterteilung unterteilt den Zylinderraum in zwei gleiche Teile.
[0011] Der Raum oberhalb des oberen Pumpenkolbens kommuniziert über eine Rohrleitung mit
dem Raum oberhalb des geschmolzenen Metalls in der Pumpenkammer, die an die Pumpe
angeschlossen ist. Die miteinander kommunizierenden Räume sind mit inertem Gas gefüllt,
am besten mit Stickstoff. Um eine kontrollierte Druckzunahme bzw. -abnahme in der
Pumpenkammer oberhalb der Schmelze zu erreichen, ist der kommunizierende Raum oberhalb
des oberen Pumpenkolbens mit einem Manometer und einem Ventil versehen, das zu einer
Gasquelle führt, am besten zu einer Stickstoffquelle.
[0012] Der Raum zwischen der horizontalen Wand des Pumpenzylinders und dem oberen Pumpenkolben
sowie auch der Raum zwischen der horizontalen Wand und dem oberen Pumpenkolben sind
an eine entsprechende Druckluftquelle einstellbar angeschlossen, während der Raum
unterhalb des unteren Pumpenkolbens mit der Atmosphäre kommuniziert. Ein auf diese
Weise ausgestatteter Pumpenzylinder ermöglicht es, den Druck im Raum oberhalb der
Schmelze in der Pumpenkammer zu steigern oder abzusenken; die Schmelze wird auf diese
Weise sanft in die Beruhigungskammer überführt, und die im Kanal verbleibende Schmelze
kann sanft dem Kanal wieder zugeführt werden. Ohne kontrollierte Druckbedingungen
kann in der Pumpenkammer unter der Einwirkung der Reversierbewegung des Pumpenkolbens
Unterdruck entstehen, was zu einer plötzlichen Rückströmung und zu Stößen auf die
Schmelze in der Pumpenkammer führt. Die dann auftretende Turbulenz würde die Schmelzqualität
erheblich beeinträchtigen.
[0013] Die Erfindung ist anhand der Zeichnung näher erläutert. Darin ist im einzelnen folgendes
dargestellt:
[0014] Figur 1 ist eine schematische Ansicht eines Schmelzofens, von oben gesehen bei abgenommenem
Deckel, mit den zugehörenden Pumpenzylindern.
Figur 2 ist ein Querschnitt eines vertikalen Pumpenzylinders, der an die Pumpenkammer
im Schmelzofen angeschlossen ist.
[0015] Der Schmelzofen ist in mehrere getrennte Kammern durch Unterteilungen abgeteilt,
die mit Öffnungen versehen sind, durch welche die Kammern miteinander kommunizieren.
Die Wärme zum Schmelzen des Metalles wird vom elektrisch beheizten Deckel des Schmelzofens
zugeführt; dieser ist in den Figuren nicht gezeigt. Blöcke und/oder Schrott werden
nach dem Vor-Aufheizen einer Zuführkammer 1 zugeführt. Von dort aus gelangt flüssiges
Metall durch eine Offnung im Bereich des Bodens einer ersten Schmelzkammer 3. Die
Öffnung ist nicht dargestellt, wohl aber der Materialfluß durch die Öffnung mittels
eines Pfeiles 2. Das Metall fließt sodann aus der Schmelzkammer 3 durch eine Öffnung
im Bereich des Bodens zur nachfolgenden Schmelzkammer 5 - siehe Pfeil 4. Zwischen
den Schmelzkammern 3 und 5 kann die Schmelze entgast und/oder gefiltert werden, um
die Schmelzqualität zu verbessern. In diesem Falle strömt die Schmelze aus der ersten
Schmelzkammer 3 durch eine Öffnung - siehe Pfeil 6 - zu den Entgasungs- und Filterkammern
7 und 8, und von dort durch eine Öffnung - siehe Pfeil 9 - zur zweiten Schmelzkammer
5. Die Entgasungs- und Filterkammern 7 und 8 haben eine größere Tiefe als die Schmelzkammern,
um einen Rückfluß unmöglich zu machen.
[0016] Schmelzkammer 5 kommuniziert mit zwei Pumpenkammern 10 und 11 über zwei Kanäle -
siehe Pfeile 12 und 13. Die Mündung der Kanäle in die Schmelzkammer 5 befindet sich
in der Nähe des Bodens der Schmelzkammer, und ihre Mündungen zu den Pumpenkammern
10 und 11 befinden sich in der Nähe des Bodens ihrer entsprechenden Pumpenkammer.
Aus der Pumpenkammer 11 wird geschmolzenes Metall durch einen Kanal von größerem Querschnitt
in die Beruhigungskammer 15 gedrückt - siehe Pfeil 14. Die Mündung des Kanales in
der Pumpenkammer 11 befindet sich in der Nähe des Bodens der Pumpenkammer, und seine
Mündung in der Beruhigungskammer 15 befindet sich in der Nähe des oberen Bereiches
der Beruhigungskammer (15). Das Verhältnis zwischen den Querschnittsflächen der Kanäle
14 und 13 liegt am besten bei 8:1. Es kann jedoch auch im Bereich von 10:1 bis 5:1
liegen, sogar zwischen 15:1 bis 3:1. Das Volumen der Schmelze ändert sich aufgrund
der Reibung an den Rohrwandungen in der Zeiteinheit nicht im selben Verhältnis wie
die Querschnittsflächen. Der Effekt der Reibung der Strömung steigt umgekehrt proportional
zur Querschnittsfläche. Ein noch größeres Verhältnis führt zu Oxidation, und ein noch
niedrigeres Verhältnis führt zu einer schlechten Arbeitsweise oder gar zu einem Versagen
des Systems. Geschmolzenes Metall strömt aus der Beruhigungskammer 15 durch eine Öffnung
im Bereich des Bodens - siehe Pfeil 16 - zur Einlaßkammer 1, wo es auf dem Schmelzofen
zugeführte Kokillen, Blöcke oder Schrott trifft.
[0017] Eine kontrollierte Menge geschmolzenes Metall wird in der Zwischenzeit durch einen
Kanal 17 einer Beruhigungskammer 18 zugeführt, von wo aus es zur Entnahme an eine
elektrisch geheizte Rohrleitung 19 abgegeben wird. Das Umwälzen und Herauspumpen geschmolzenen
Metalls wird durch Zufuhr eines inerten Gases bewirkt, beispielsweise Stickstoff,
und zwar unter Kontrolle zur entsprechenden Pumpenkammer 10, 11 durch einen Einlaßkanal
20, 21 im Pumpenkammerdeckel von einem externen, vertikal angeordneten Pumpenzylinder
40, 41. Die beiden Pumpenzylinder (40,41) sind miteinander identisch und kontrollieren
ihre entsprechenden Pumpenkammern (10,11) auf gleiche Weise. Wie man aus Figur 2 erkennt,
weist der Pumpenzylinder (40) eine horizontale Trennwand 22 auf, die den Zylinder
in zwei vorzugsweise gleiche Räume 23 und 24 unterteilt. Auf beiden Seiten der Trennwand
22 ist ein Kolben 25 bzw. 26 vorgesehen. Die Kolben sind mit einer Kolbenstange 27
fest verbunden, die durch die Trennwand 22 hindurchgeführt ist. Man erkennt den Raum
28 zwischen der Trennwand 22 und dem oberen Pumpenkolben 25 sowie den Raum 29 zwischen
der Trennwand 22 und dem unteren Pumpenkolben 26. Ein inertes Gas, am besten Stickstoff,
füllt den oberen Pumpenzylinderraum 23 sowie den Raum oberhalb des geschmolzenen Metalls
in der Pumpenkammer 10 und 11 aus, die über die Leitungen 20 und 21 mit dem Pumpenzylinderraum
23 kommunizieren. Der Pumpenzylinderraum 23 weist ein Ventil 30 auf, das an eine Stickstoffquelle
und an ein Manometer 31 angeschlossen ist. Das Pumpen und somit Umwälzen geschmolzenen
Metalls wird dadurch bewirkt, daß komprimierte Luft in den Zylinderraum 28 durch ein
pneumatisches Ventil einströmt - siehe den Doppelpfeil 32. In dieser Situation werden
die Zylinderkolben 25 und 26 nach oben gedrückt, und es wird Überdruck oberhalb des
Metallspiegels in der Pumpenkammer 10, 11 erzeugt. Eine spezifisch größere Menge geschmolzenen
Metalls wird sodann durch die Kanäle 14 und 17 in die Beruhigungskammern 15 und 18
eingedrückt, während eine spezifisch kleinere Menge zur Schmelzkammer 5 durch die
Kanäle 12 und 13 zurückgedrückt wird. Nach einer gewissen Zeitspanne läßt man den
Luftdruck in Raum 28 abfallen, währen der Druck in Raum 29 angehoben wird, so daß
sich die Zylinderkolben 25 und 26 nach unten bewegen. Der Stickstoff im obersten Bereich
des Raumes 23 der Pumpe expandiert; Manometer 34 wird derart eingestellt, daß Ventil
30 dahingehend gesteuert wird, daß dann mehr Stickstoff hindurchtritt, wenn der Druck
in Raum 23 unterhalb eines vorgegebenen Grenzwertes abfällt. Der untere Zylinderraum
24 enthält Luft und kommuniziert mit der Atmosphäre durch eine Rohrleitung 31. Auf
diese Weise wird der Druck oberhalb des Spiegels der Schmelze in der Pumpenkammer
10, 11 oberhalb des spezifischen Grenzwertes gehalten, und es tritt kein Unterdruck
auf. Diese Anordnung führt zu einem sanften und kontrollierten Drücken geschmolzenen
Metalls in die Beruhigungskammer, wodurch ein plötzlicher Rückstrom unterbunden wird,
der auf geschmolzenes Material treffen würde.
[0018] Das Pumpen durch die Pumpenkammern 10 und 11 erzeugt eine Umwälzung durch die Schmelzkammern,
so daß Blöcke, Kokillen und Schrott auf das geschmolzene Metall in der Zuführkammer
1 treffen, was zu einem raschen und effizienten Schmelzen führt; geschmolzenes Metall
wird aus der Beruhigungskammer 18 durch den Kanal 19 hindurchgepumpt, um weiterverwendet
zu werden.
[0019] Die Deckel des Schmelzofens, besonders der Pumpenkammerdeckel, müssen einwandfrei
abgedichtet sein. Das Niveau des Schmelzofens und das Niveau der Rohrleitung werden
am besten derart justiert, daß eine minimale Spiegelschwankung eintritt.
1. Verfahren zum Schmelzen von Metall und zum Verarbeiten geschmolzenen Metalls, besonders
von Nichteisenmetall, wobei das feste Metall einer Kammer (1) zugeführt und von einer
Kammer zu einer anderen (3, 5, 10, 11, 15, 18) durch Kanäle zugeführt wird, die die
Kammern miteinander verbinden, bei gleichzeitigem Schmelzen oder Verarbeiten mittels
thermischer Strahlung von den Kammerdeckeln, wobei eine oder mehrere Pumpen (40, 41)
auf den Raum oberhalb des geschmolzenen Metalls in einer oder mehreren Pumpenkammern
(10, 11) einwirkt, die an die Pumpe angeschlossen sind, deren jede im Bodenbereich
über Kanäle mit einer Schmelzkammer (5) in leitender Verbindung steht, die geschmolzenes
Metall zur Pumpenkammer führen, und mit einer Beruhigungskammer (18, 15), von wo aus
geschmolzenes Metall einer Rohrleitung (19) zugeführt wird, um verarbeitet oder rezykliert
zu werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Menge der Schmelze, die in der Zeiteinheit
von jeder Pumpenkammer (10, 11) zur angeschlossenen Beruhigungskammer (18, 15) zugeführt
wird, etwa 3 bis 15 mal so groß ist wie die von jeder Pumpenkammer (10, 11) an die
angeschlossene Schmelzkammer (5) im Pumpenkammerraum bei Druckanstieg bzw. Druckabfall
oberhalb der Schmelze überführte Menge.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Raum oberhalb des geschmolzenen
Metalls in der Pumpenkammer (10, 11) und der angeschlossene Raum (23) in der Pumpe
(40) mit einem inerten Gas, am besten Stickstoff, angefüllt ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckabfall im Pumpenkammerraum
(10, 11) oberhalb des geschmolzenen Metalls so gesteuert wird, daß kein Vakuum entsteht.
4. Verfahren nach einem der vorausgegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
verschiedenen Räume (23, 27, 29, 24) des Pumpenzylinders (40,41) zwecks Drucksteuerung
evakuiert werden können.
5. Verfahren nach einem der vorausgegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
Spiegel der Schmelze eingeschlossen des Spiegels der Auslaß-Rohrleitung (19) annähernd
konstant gehalten wird.
6. Verfahren nach einem der vorausgegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
Zuführen der Schmelze von jeder Pumpenkammer (10, 11) zur angeschlossenen Beruhigungskammer
(15, 18) kontinuierlich erfolgt.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-6, dadurch gekennzeichnet, daß das geschmolzene
Metall aus dem Bodenbereich der Pumpenkammer zum Deckelbereich der Beruhigungskammer
(18, 15) oberhalb des Schmelzenspiegels nach oben ansteigend gefördert wird.
8. Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens nach einem der vorausgegangenen Ansprüche,
mit einem Schmelzofen mit einer oder mehreren Kammern (3, 5, 10, 11, 18, 15), eingeschlossen
eine Zuführkammer (1), mit wärmeabstrahlenden Kammerdeckeln, mit einer oder mehreren
pneumatischen Pumpen (40, 41), die an den Schmelzofen angeschlossen sind, um geschmolzenes
Metall von einer Kammer zur anderen zu überführen, mit einer Abgabeleitung (19) und
mit Kanälen, die die Kammern miteinander verbinden, und durch welche geschmolzenes
Metall zwischen aufeinanderfolgenden Kammern überführt wird, dadurch gekennzeichnet,
daß das Verhältnis zwischen den Querschnittsflächen der Kanäle (12, 7; 13, 14) zwischen
einer Pumpenkammer (10, 11) und der hieran angeschlossenen Beruhigungskammer (18;
15) sowie zwischen jeder Pumpenkammer (10; 11) und der hieran angeschlossenen Schmelzkammer
(5) zwischen 3:1 bis 15:1 liegt, vorzugsweise zwischen 5:1 bis 10:1.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelne pneumatische
Pumpe einen vertikal angeordneten Pumpenzylinder 40, 41 aufweist, der durch eine horizontale,
feste Trennwand (22) in einen oberen und einen unteren Zylinderraum (23, 24) unterteilt
ist, ferner einen Pumpenschaft (27), der durch die Trennwand hindurchgeführt ist und
an seinen beiden Enden einen Pumpenkolben (25, 26) trägt.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß die feste Trennwand
(22) das Pumpenzylindervolumen in zwei gleiche Teile unterteilt.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Kanäle
(17, 14) zwischen einer jeden Pumpenkammer (10, 11) und der angeschlossenen Beruhigungskammer
(18, 15) nach oben ansteigend vom Bodenbereich der Pumpenkammer zum Beruhigungskammerdeckelbereich
(oberhalb des Schmelzenspiegels) erstrecken.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Raum
(23) oberhalb des oberen Pumpenkolbens (25) in jedem Pumpenzylinder (40, 41) über
eine Leitung (20, 21) an den Raum oberhalb des geschmolzenen Metalls in der an die
Pumpe angeschlossenen Pumpenkammer (10, 11) verbunden ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Raum
(23) oberhalb des Pumpenkolbens (25) in jedem Pumpenzylinder (40, 41) sowie der Raum
oberhalb des geschmolzenen Metalls in der mit dem Pumpenzylinder verbundenen Pumpenkammer
(10, 11) mit einem inerten Gas, vorzugsweise mit Stickstoff, angefüllt ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Raum (23) oberhalb des
oberen Pumpenkolbens mit einem Manometer (34) und mit einem Ventil (30) versehen ist,
an das eine Gasquelle zum Steuern des Gasdruckes angeschlossen ist.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Raum
(28) zwischen der Trennwand (22) und dem oberen Pumpenkolben, sowie der Raum (29)
zwischen der Trennwand (22) und dem unteren Pumpenkolben jeweils über einen Regler
(32, 33) an eine Druckluftquelle angeschlossen sind, und daß der Raum (24) unterhalb
des unteren Pumpenkolbens über eine Rohrleitung (31) mit der Umgebung kommuniziert.
1. Method for melting of metal and for processing of molten metals, particularly of non-ferrous
metal, whereby the solid metal is supplied to a chamber (1) and is fed from one chamber
to another one (3, 5, 10, 11, 15, 18) through ducts connecting the chambers, with
simultaneous melting or processing by thermal radiation from the chamber lids, one
or more pumps (40, 41) acting on the space above the molten metal in one or more pump
chambers (10, 11) connected with the pump, each of which is connected at the bottom
part through ducts with a melt chamber (5) supplying molten metal to the pump chamber
and with a splash chamber (18, 15) from where molten metal is taken away to a pipe
(19) to be consumed or recycled, characterized in that the amount of the melt as is
fed from each pump chamber (10, 11) to the connected splash chamber (18, 15) is approximately
three to fifteen times as high as the amount which is transferred from each pump chamber
(10, 11) to the connected melting chamber (5) in the pump chamber space when the pressure
increases respectively decreases.
2. A method according to claim 1, characterized in that the space above the molten metal
in the pump chamber (10, 11) and the connected space (23) in the pump (40) is filled
with an inert gas, preferably nitrogen.
3. A method according to claim 1 or 2, characterized in that the pressure drop in the
pump chamber (10, 11) space above the molten metal is controlled so that no vacuum
is generated.
4. A method according to any of the preceding claims, characterized in that the various
spaces (23, 27, 29, 24) of the pump cylinder (40, 41) can be evacuated for pressure
control.
5. A method according to any of the preceding claims, characterized in that the level
of the melting furnace including the outlet pipe (19) is maintained approximately
constant.
6. A method according to any of the preceding claims, characterized in that feeding of
the melt from each pump chamber (10, 11) to the connected splash chamber (15, 18)
is fed continuously.
7. A method according to any of claims 1 to 6, characterized in that the transfer of
molten metal from near the bottom of the pump chamber (10, 11) to near the lid of
the splash chamber (15, 18) above the level of the melt is upwardly increasing.
8. A device for implementing the method according to any of the preceding claims, comprising
a melting furnace or a furnace with one or more chambers (3, 5, 10, 11, 18, 15) including
a batching chamber (1), heat-radiating chamber lids, one or more pneumatic pumps (40,
41) connected with the furnace to circulate molten metal from one chamber to another,
and a discharge pipe (19), the chambers being interconnected with ducts, through which
molten metal is transferred between consecutive chambers, characterized in that the
ratio between the cross-sectionl surfaces of the ducts (12, 17; 13, 14) between a
pump chamber (10, 11) and the preceding melt chamber (5) and between the same pump
chamber (10, 11) and the consecutive splash chamber (18, 15) is from 3:1 to 15:1,
preferably from 5:1 to 10:1.
9. A device according to claim 8, characterized in that the configuration of the pneumatic
pump or pumps (40, 41) comprises vertically disposed pump cylinders, divided with
a horizontal solid partition (22) into an upper (23) and a lower (24) cylinder space,
and having a pump shaft (27) passing freely through the partition and having a pump
piston (25, 26) at either end.
10. A device according to claim 8 or 9, characterized in that the solid partition (22)
divides the pump cylinder volume into two equal parts.
11. A device according to any of claims 8 to 10, characterized in that the ducts (17;
14) between each pump chamber (10, 11) and the connected splash chamber (18, 15) extends
obliquely upwards from near the bottom of the pump chamber to near the splash chamber
lid (above the melt surface level).
12. A device according to any of claims 8 to 11, characterized in that the space (23)
above the upper pump piston (25) in each pump cylinder (40, 41) is connected, through
a pipe (20, 41), with the space above the molten metal in the pump chamber (10, 11)
connected with the pump.
13. A device according to any of claims 8 to 12, characterized in that the space (23)
above the pump piston (25) in each pump cylinder (40, 41) and the space above the
molten metal in the pump chamber (10, 11) connected with the pump cylinder are filled
with inert gas, preferably nitrogen.
14. A device according to claim 13, characterized in that the space (23) above the upper
pump piston is provided with a manometer (34) and with a valve (30) leading to a gas
source for controlling gas pressure.
15. A device according to any of claims 8 to 14, characterized in that the space (28)
between the horizontal wall and the upper pump piston and the space (29) between the
horizontal wall and the lower pump piston are each connected under control (32, 33)
to a respective compressed air source, the space (24) below the lower pump piston
communicating with the surrounding atmosphere through a pipe (31).
1. Procédé pour la fusion d'un métal et le traitement du métal fondu, en particulier
d'un métal non ferreux, dans lequel le métal solide est introduit dans une chambre
(1), puis acheminé d'une chambre à une autre (3, 5, 10, 11, 15, 18) par l'intermédiaire
de canaux, qui relient les chambres les unes aux autres, et est soumis en même temps
à une fusion ou un traitement à l'aide d'un rayonnement thermique provenant des couvercles
des chambres, dans lequel une ou plusieurs pompes (40, 41) exercent une action sur
l'espace au-dessus du métal fondu dans une ou plusieurs chambres de pompe (10, 11),
qui sont reliées à la pompe, la zone de fond de chacune desdites chambres de pompe
étant en liaison conductrice avec une chambre de fusion (5), par l'intermédiaire de
canaux qui acheminent le métal fondu vers les chambres de pompe, et avec une chambre
de tranquillisation (18, 15), à partir de laquelle le métal fondu est amené vers une
conduite tubulaire (19), afin d'être traité ou recyclé, caractérisé en ce que la quantité
de métal fondu amenée par unité de temps de chaque chambre de pompe (10, 11) vers
la chambre de tranquillisation correspondante (18, 15) est 3 à 15 fois plus grande
que la quantité amenée au-dessus du bain de fusion, lors d'une augmentation ou d'une
chute de pression dans l'espace de chambre de pompe, depuis chaque chambre de pompe
(10, 11) vers la chambre de fusion (5) raccordée ou correspondante.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'espace au-dessus du métal
fondu dans la chambre de pompe (10, 11) et l'espace raccordé ou correspondant (23)
dans la pompe (40) sont remplis d'un gaz inerte, de préférence de l'azote.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la chute de pression
au-dessus du métal fondu dans l'espace de la chambre de pompe (10, 11) est réglée
de manière à ne produire aucune dépression.
4. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les différentes
chambres (23, 27, 29, 24) du cylindre de la pompe (40, 41) sont susceptibles d'être
évacuées (mises en dépression) dans le but de réguler la pression.
5. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le niveau
du bain de fusion, ainsi que le niveau de la conduite tubulaire d'évacuation (19)
sont maintenus pratiquement constants.
6. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le métal
en fusion est acheminé en continu de chaque chambre de pompe (10, 11) vers la chambre
de tranquillisation raccordée ou correspondante (15, 18).
7. Procédé selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le métal fondu
est acheminé en allant vers le haut, à partir de la zone de fond de la chambre de
pompe vers la zone de couvercle de la chambre de tranquillisation (18, 15), au-dessus
du niveau de la masse en fusion.
8. Dispositif destiné à la mise en oeuvre du procédé selon l'une des revendications précédentes,
comprenant un four de fusion muni d'une ou plusieurs chambres (3, 5, 10, 11, 18, 15),
y compris une chambre de chargement (1), équipées de couvercles de chambre rayonnant
de la chaleur, comprenant une ou plusieurs pompes pneumatiques (40, 41), qui sont
raccordées au four de fusion, afin d'acheminer le métal fondu d'une chambre vers une
autre, comprenant une conduite d'évacuation (19) et des canaux, qui relient les chambres
les unes avec les autres, et à travers lesquels circule le métal fondu entre les chambres
successives, caractérisé en ce que le rapport entre les surface de sections transversales
des canaux (12, 7; 13, 14), entre une chambre de pompe (10, 11) et la chambre de tranquillisation
(18, 15) raccordée à la précédente, est compris entre 3:1 et 15:1, de préférence entre
5:1 et 10:1.
9. Dispositif selon la revendication 8, caractérisé en ce que chaque pompe pneumatique
comporte un cylindre de pompe (40, 41) disposé verticalement, qui est séparé par une
paroi de séparation horizontale fixe (22) en une chambre de cylindre supérieure et
en une chambre de cylindre inférieure (23, 24), et en outre une tige de pompe (27),
qui traverse la paroi de séparation et qui porte à chacune de ses extrémités un piston
de pompe (25, 26).
10. Dispositif selon la revendication 8 ou 9, caractérisé en ce que la paroi de séparation
fixe (22) partage le volume du cylindre de pompe en deux parties égales.
11. Dispositif selon l'une des revendications 8 à 10, caractérisé en ce que les canaux
(17, 14) situés entre chaque chambre de pompe (10, 11) et la chambre de tranquillisation
(18, 15) raccordée ou correspondante s'étendent en montant vers le haut depuis la
zone de fond de la chambre de pompe jusqu'à la zone de couvercle de la chambre de
tranquillisation (au-dessus du niveau du métal en fusion).
12. Dispositif selon l'une des revendications 8 à 11, caractérisé en ce que l'espace (23)
situé au-dessus du piston de pompe supérieur (25) dans chaque cylindre de pompe (40,
41) des pompes est relié par une conduite (20, 21) à l'espace au-dessus du métal fondu
dans la chambre de pompe (10, 11) raccordée à la pompe.
13. Dispositif selon l'une des revendications 8 à 12, caractérisé en ce que l'espace (23)
situé au-dessus du piston de pompe (25) dans chaque cylindre de pompe (40, 41) ainsi
que l'espace au-dessus du métal fondu dans la chambre de pompe (10, 11) reliée au
cylindre de pompe sont remplis d'une gaz inerte, de préférence avec de l'azote.
14. Dispositif selon la revendication 13, caractérisé en ce que l'espace (23) situé au-dessus
du piston de pompe supérieur (25) est équipé d'un manomètre (34) et d'une valve (30),
à laquelle est raccordée une source de gaz, pour réguler la pression de gaz
15. Dispositif selon l'une des revendications 8 à 14, caractérisé en ce que l'espace (28)
situé entre la cloison de séparation (22) et le piston de pompe supérieur, ainsi que
l'espace (29) situé entre la paroi de séparation (22) et le piston de pompe inférieur,
sont raccordés chacun à une source d'air comprimé par l'intermédiaire d'un régulateur
(32, 33), et en ce que l'espace (24) situé au-dessous du piston de pompe inférieur
communique avec l'environnement par l'intermédiaire d'une conduite tubulaire (31).

