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(11) |
EP 0 622 917 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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12.01.2000 Patentblatt 2000/02 |
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Anmeldetag: 26.04.1994 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: H04H 1/00 |
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Verfahren zur Übertragung digitaler, komprimierter Audio- und/oder Videosignale über
einen Satelliten- oder Kabelkanal
Method for transmitting digital compressed audio and/or video signals over a satellite
or cable channel
Méthode pour la transmission de signaux audiovisuels numériques comprimés à travers
un canal de satéllite ou de télédistribution par câble
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH DE FR GB IT LI |
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Priorität: |
29.04.1993 DE 4314045
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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02.11.1994 Patentblatt 1994/44 |
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Patentinhaber: GRUNDIG Aktiengesellschaft |
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90762 Fürth (DE) |
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Erfinder: |
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- Kays, Rüdiger, Dr.,
Grundig E.M.V.
D-90748 Fürth (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 501 699 US-A- 5 138 440
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DE-A- 4 013 204
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- IEEE JOURNAL ON SELECTED AREAS IN COMMUNICATIONS, Bd.11, Nr.1, Januar 1993, NEW YORK
US Seiten 88 - 89 ROBERT J. SIRACUSA, KURIACOSE JOSEPH, JOEL ZDEPSKI, DIPANKAR RAYCHAUDHURI
'Flexible and robust packet transport for digital HDTV'
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Übertragung digitaler, komprimierter Audio-
und/oder Videosignale über einen Satelliten- oder Kabelkanal mit den im Oberbegriff
des Anspruchs 1 angegebenen Merkmalen.
[0002] In der Zeitschrift Fernseh- und Kino-Technik, 46. Jahrgang, Nr. 9/1992, S. 559-570,
sind Systemkonzepte für eine digitale, terrestrische Fernsehübertragung beschrieben.
Dabei werden die in einer Kamera erzeugten Fernsehsignale nach einer Analog/Digital-Wandlung
einer Quellencodierung unterworfen, die dazu dient, die Datenrate des Signals stark
zu reduzieren. Dem in der Datenrate reduzierten Signal werden im nächsten Schritt
mittels eines Multiplexers digitale Zusatzinformationen hinzugefügt, wie beispielsweise
digitale Audiosignale. Das so erhaltene Signal wird zur optimalen Anpassung des Signals
an den zur Verfügung stehenden Kanal einer Kanalcodierung und - modulation zugeführt.
Bei der Kanalcodierung wird dem Signal Redundanz zugefügt, um empfangsseitig Übertragungsfehler
erkennen und korrigieren zu können. Durch die Kanalmodulation wird der erhaltene Datenstrom
in ein 8-MHz-Band umgesetzt. Dieses kann nach einer Frequenzumsetzung beispielsweise
über einen UHF-Kanal übertragen werden. Empfangsseitig erfolgt eine Umsetzung des
HF-Signals in das Basisband, eine digitale Demodulation, eine Kanaldecodierung, eine
Abtrennung der digitalen Zusatzinformationen vom Fernsehsignal und eine Quellendecodierung.
[0003] Aus der DE-A1-35 11 430 ist ein Verfahren zur Synchronisierung der Empfangseinrichtungen
in einem digitalen Multiplex-Übertragungssystem, insbesondere einem digitalen Funkübertragungssystem
bekannt. Bei diesem bekannten Verfahren, bei welchem unterschiedliche Sätze von Datensymbolen
blockweise und zeitsynchron zueinander gesendet werden, werden zwischen den Datensymbolen
in definierten Abständen Synchronisiersymbole eingeblendet, welche in mehreren Nachrichtenkanälen
gleichzeitig gesendet werden und untereinander identisch sind. Empfangsseitig wird
durch Auswertung der zeitlichen Lage der empfangenen Synchronisiersymbole auf die
zeitliche Lage des Blockanfangs der Datensymbole geschlossen.
[0004] Aus der DE-A1-36 42 982 ist ein System zur Übertragung und zum Empfang digitalisierter
Audiosignale bekannt, bei dem Datenfolgen in Rahmen zeitlich nacheinander angeordnet
sind. Bei diesem bekannten System wird vor der Übertragung das digitalisierte Audiosignal
in ein das Kurzzeit-Spektrum darstellendes Signal umgewandelt und Anteile dieses Signals
auf Basis psychoakustischer Gesetzmäßigkeiten bei der Codierung des zu übertragenden
digitalen Audiosignals in ihrer Darstellungsgenauigkeit verschieden gewichtet.
[0005] Aus der DE-A1-38 17 864 ist ein Verfahren zur Übertragung eines Audiosignals bekannt,
wobei das Audiosignal durch Zeitfenster in zeitlich aufeinanderfolgende Blöcke und
Unterblöcke aufgeteilt wird und bei Pegeländerungen von einem Block zum anderen, die
einen vorgegebenen Wert überschreiten, die Signale in den Unterblöcken vor einer Transformation
in ein Kurzzeitspektrum einer Kompression und nach der Rücktransformation einer Expansion
unterzogen werden.
[0006] Aus DE-A-40 13 204 ist ein Verfahren zur Übertragung mehrerer digital codierter Ton-,
Bild- oder Datensignale in einem Gesamtdatenstrom bekannt. Die einzelnen oder alle
Signale können zeitlich variirende Datenraten aufweisen. Jedes einzelne codierte Signal
wird in ein erstes Teilsignal mit begrenzter Nutzdatenbreite und in ein zweites Teilsignal
mit den verbleibenden Nutzdaten aufgeteilt. Mehrere oder alle zweiten Teilsignale
werden wiederum zu einem gemeinsamen ergänzenden Signal zusammengefaßt.
[0007] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein neues Verfahren zur Übertragung digitaler,
komprimierter Audio- und/oder Videosignale über einen Satelliten- oder Kabelkanal
anzugeben.
[0008] Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren mit den im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen
Merkmalen durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst.
[0009] Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den abhängigen Patentansprüchen.
[0010] Beim beanspruchten Verfahren erfolgt in vorteilhafter Weise eine Übertragung eines
oder mehrerer Rundfunkprogramme in sog. Teildatenströmen, so daß der Kanal flexibel
nutzbar ist. So können beispielsweise über einen Kanal ein einziges, hochqualitatives
Fernsehsignal oder mehrere Fernseh- und/oder Audiosignale mit niedrigerer Qualität
übertragen werden.
[0011] Im folgenden wird die Erfindung anhand der Figuren beispielsweise erläutert.
[0012] Es zeigt:
- Fig. 1
- das Grundprinzip der Kanalaufteilung für mehrere Programme,
- Fig. 2
- ein Ausführungsbeispiel für den Aufbau eines Teildatenstroms und
- Fig. 3
- ein Blockschaltbild zur Veranschaulichung der automatischen Zuordnung der Anzahl der
Teildatenströme zu zwei über einen Satelliten- oder Kabelkanal übertragenen Rundfunkprogrammen.
[0013] Die Fig. 1 zeigt das Grundprinzip der Kanalaufteilung für mehrere Rundfunkprogramme.
Von Rundfunksendern 1, 2, 3 und 4 werden Rundfunkprogramme in Form von digitalen,
komprimierten Video- und Audiosignalen zur Verfügung gestellt. Bei den Sendern 1 und
2 handelt es sich um Fernsehsender, bei den Sendern 3 und 4 um Hörrundfunksender.
Vom Fernsehsender 1 wird ein Fernsehsignal hoher Qualität und vom Fernsehsender 2
ein Fernsehsignal mittlerer Qualität zur Verfügung gestellt.
[0014] Für die Übertragung über einen Satelliten- oder Kabelkanal 5 werden die genannten
komprimierten Video- und Audiosignale in Teildatenströme aufgeteilt. Vorzugsweise
wird die Kapazität eines Teildatenstroms so gewählt, daß in einem Teildatenstrom die
Übertragung eines komprimierten Audiosignals, insbesondere eines Stereo-Audiosignals,
möglich ist. Bevorzugte Werte für die Datenrate eines Teildatenstroms sind 128 KBit
pro Sekunde oder 192 KBit pro Sekunde.
[0015] Jeder Teildatenstrom wird in Form von einzelnen Rahmen übertragen.
[0016] Die Figur 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel für den Aufbau eines derartigen Rahmens.
Der gezeigte Rahmen weist Synchronisierbits S, Datenkennungsbits K und mit Fehlerkorrekturbits
ergänzte Datenbits D auf. Die Datenkennungsbits geben Auskunft über den dem Rahmen
und damit dem Teildatenstrom zugehörigen Sender, beispielsweise ARD, und über die
Art der im Rahmen bzw. Teildatenstrom übertragenen Daten. Mögliche Datenarten sind
beispielsweise Videodaten, Audiodaten, Teletextdaten, verschlüsselte Daten, usw.
[0017] Die Länge der über den Kanal übertragenen Rahmen ist entweder fest und für alle Teildatenströme
gleich oder sie ist unterschiedlich. Im letztgenannten Fall wird die Länge jedes Rahmens
durch eine in den Datenkennungsbits des jeweiligen Rahmens enthaltene Zusatzinformation
angegeben. Die optimale Rahmenlänge hängt davon ab, wie schnell die weiter unter beschriebene
Systemsteuerung auf die jeweils vorliegenden Übertragungsanforderungen reagieren soll.
Vorteilhafte Werte für die optimale Rahmenlänge liegen zwischen 10 und 1000 ms.
[0018] Bei dem in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel werden dem im Sender 1 erzeugten
Fernsehprogramm drei Teildatenströme, dem im Sender 2 erzeugten Fernsehprogramm zwei
Teildatenströme und den in den Sendern 3 und 4 erzeugten Hörrundfunkprogrammen jeweils
ein Teildatenstrom zugeordnet.
[0019] Diese Teildatenströme werden entweder im Frequenz- oder im Zeitmultiplex über den
Satelliten- oder Kabelkanal 5 übertragen.
[0020] Diese Übertragung erfolgt in vorteilhafter Weise nach einer der folgenden Ausführungsformen:
- Die digitalen komprimierten Audio- und Videosignale werden als Kanalmodulation einer
4 PSK-Modulation unterworfen und die modulierten Signale werden im Zeitmultiplex übertragen.
- Die digitalen komprimierten Audio- und Videosignale werden als Kanalmodulation einer
8 PSK-Modulation mit Trelliscodierung unterworfen.
- Die digitalen komprimierten Audio- und Videosignale werden einer schmalbandigen Kanalmodulation
unterworfen und mittels OFDM-Verfahren im Frequenzmultiplex übertragen.
[0021] Empfangsseitig ist ein Demultiplexer 6 vorgesehen, mittels welchem aus dem empfangenen
Datenstrom das vom Benutzer gewünschte Rundfunkprogramm unter Verwendung der in den
Teildatenströmen enthaltenen Datenkennungsbits extrahiert wird. Nach einer Dekomprimierung
der extrahierten Signale und einer Digital/Analog-Wandlung erfolgt die Wiedergabe
des Signals mittels eines Bild- oder Tonwiedergabegerätes 7.
[0022] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung werden eines oder mehrere der
Rundfunkprogramme sendeseitig verschlüsselt und können nur von berechtigten Empfängern
entschlüsselt werden . Die Entschlüsselung erfolgt entweder nach Eingabe einer Codezahl
oder nach einer Freischaltung durch den Sender.
[0023] Bei dem vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel waren dem vom Sender 1 erzeugten
Signal drei Teildatenströme, dem vom Sender 2 erzeugten Signal zwei Teildatenströme
und den von den Sendern 3 und 4 erzeugten Signalen jeweils ein Teildatenstrom zugeordnet.
[0024] Gemäß der Erfindung ist die Zuordnung der Anzahl der Teildatenströme zu den über
den Satelliten- oder Kabelkanal übertragenen Rundfunkprogrammen variabel.
[0025] So kann beispielsweise eine manuelle Änderung der Zuordnung erfolgen, wenn vom Sender
4 nunmehr statt eines Hörrundfunkprogramms ein Fernsehprogramm mittlerer Qualität
und vom Sender 1 statt eines Fernsehprogramms hoher Qualität ein Hörrundfunkprogramm
übertragen werden soll.
[0026] Dabei muß selbstverständlich darauf geachtet werden, daß die maximal vorhandene Übertragungskapazität
nicht überschritten wird.
[0027] Alternativ dazu kann die Änderung der Zuordnung der Anzahl der Teildatenströme zu
den einzelnen Rundfunkprogrammen auch automatisch vorgenommen werden, wobei diese
Änderung der Zuordnung in Echtheit bzw. Rahmen für Rahmen erfolgen kann.
[0028] Diese automatische Änderung der Zuordnung wird im folgenden anhand des in der Figur
3 gezeigten Ausführungsbeispiels näher erläutert.
[0029] Bei diesem Ausführungsbeispiel wird davon ausgegeangen, daß zwei Rundfunkprogramme
über den Satelliten- bzw. Kabelkanal übertragen werden sollen. Der dem ersten Rundfunkprogramm
entsprechende Datenstrom liegt am Eingang E1 und der dem zweiten Rundfunkprogramm
entsprechende Datenstrom am Eingang E2 des gezeigten Blockschaltbildes an.
[0030] Jeder dieser Datenströme wird einer Datenreduktion bzw. Quellencodierung unterworfen.
[0031] Dabei wird der dem ersten Rundfunkprogramm entsprechende Datenstrom zunächst einer
Schaltung 10 zugeführt, in welcher eine diskrete Cosinus-Transformation erfolgt. Das
Ausgangssignal der Schaltung 10 wird einem Quantisierer 11 zugeführt, dessen Quantisierungsgenauigkeit
von einer Systemsteuerung 18 gesteuert wird. Das Ausgangssignal des Quantisierers
11 wird einen Lauflängencodierer 12 zugeführt, dessen Ausgangssignal in einem Datenpuffer
13 abgespeichert wird.
[0032] Der dem zweiten Rundfunkprogramm entsprechende Datenstrom wird zunächst einer Schaltung
14 zugeführt, in welcher ebenfalls eine diskrete Cosinus-Transformation erfolgt. Das
Ausgangssignal der Schaltung 14 wird einem Quantisierer 15 zugeführt, dessen Quantisierungsgenauigkeit
ebenfalls von der Systemsteuerung 18 gesteuert wird. Das Ausgangssignal des Quantisierers
15 wird einem Lauflängencodierer 16 zugeführt, dessen Ausgangssignal in einem Datenpuffer
17 abgespeichert wird.
[0033] Die Ausgangssignale der Datenpuffer 13 und 17 werden einer Schaltung 19 zur automatischen
Teilkanalzuweisung zugeführt. Diese wird von der Systemsteuerung 18 gesteuert. Die
Steuerung erfolgt in Ansprache auf die Füllstände der Datenpuffer 13 und 17, welche
über die Verbindungen 11 und 12 der Systemsteuerung 18 mitgeteilt werden. Die Systemsteuerung
steuert weiterhin - wie bereits oben angesprochen - ebenfalls in Ansprache auf die
Füllstände der Datenpuffer 13 und 17 die Quantisierungsgenauigkeit der Quantisierer
11 und 15.
[0034] Handelt es sich beispielsweise bei dem am Eingang E1 vorliegenden ersten Rundfunkprogramm
um ein Fernsehsignal hoher Qualität und bei dem am Eingang E2 vorliegenden zweiten
Rundfunkprogramm um ein Fernsehsignal mit mittlerer Qualität, dann wird der Füllstand
des Datenpuffers 13 schneller ansteigen als der Füllstand des Datenpuffers 17. Dies
wird von der Systemsteuerung 18 erkannt, welche daraufhin die Anzahl der dem ersten
Rundfunkprogramm zugeordneten Teilkanäle entsprechend erhöht.
[0035] Sind sämtliche zur Verfügung stehenden Teilkanäle bereits zugeordnet, dann können
die Füllstände der Datenpuffer 13 und 17 dadurch verringert werden, daß die Quantisierungsgenauigkeit
der Quantisierer 11 und 15 entsprechend verringert wird.
[0036] Alternativ zu der vorstehend beschriebenen Ausführungsform, bei der die Systemsteuerung
die automatische Teilkanalzuweisung in Abhängigkeit von den Füllständen der Datenpuffer
13 und 17 vornimmt, ist es auch möglich, andere Kriterien für die automatische Teilkanalzuordnung
zu verwenden. Beispielsweise kann eine gebührengesteuerte Teilkanalzuordnung erfolgen.
Dabei werden Sendern, die bereit sind, eine höhere Gebühr zu zahlen, höhere Prioritäten
bei der Teilkanalzuordnung eingeräumt als anderen Sendern.
[0037] Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung besteht darin, in der Systemsteuerung
18 die von jedem Sender bzw. Programmanbieter in Anspruch genommene Übertragungskapazität
aufzusummieren und beispielsweise monatlich in Rechnung zu stellen.
1. Verfahren zur Übertragung digitaler, komprimierter Audio- und/oder Videosignale über
einen Satelliten- oder Kabelkanal, wobei die Audio- und/oder Videosignale einem oder
mehreren Rundfunkprogrammen zugeordnet sind, der über den Satelliten- oder Kabelkanal
übertragene digitale Datenstrom in mehrere Teildatenströme aufgeteilt wird, die Teildatenströme
im Frequenz- oder Zeitmultiplex übertragen werden und die Zuordnung der Anzahl der
Teildatenströme zu den über den Satelliten- oder Kabelkanal übertragenen Rundfunkprogrammen
variabel ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
bei der Datenkompression der Audio- und/oder Videosignale eine adaptive Quantisierung,
eine Lauflängencodierung und eine Abspeicherung in Pufferspeichern erfolgt, eine Messung
der Füllstände der Pufferspeicher vorgenommen wird, die adaptive Quantisierung jeweils
in Abhängigkeit von den Füllständen der Pufferspeicher erfolgt und die automatische
Zuordnung der Anzahl der Teildatenströme zu den über den Satelliten- oder Kabelkanal
übertragenen Rundfunkprogrammen durch die Auswertung mindestens zweier Füllstandsmessungen
vorgenommen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Kapazität eines Teildatenstroms so gewählt wird, daß in einem Teildatenstrom die
Übertragung eines komprimierten Audiosignals möglich ist.
3. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Zuordnung der Anzahl der Teildatenströme zu den über den Satelliten- oder Kabelkanal
übertragenen Rundfunkprogrammen automatisch erfolgt.
4. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die adaptive Quantisierung und die automatische Zuordnung der Anzahl der Teildatenströme
für mindestens zwei in einem Kanal zu übertragende Audio- und/oder Videosignale durch
eine gemeinsame Steuereinheit erfolgt, welcher die Informationen über die Pufferfüllstände
zugeführt werden.
5. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
eine automatische Ermittlung der von jedem Rundfunkprogramm in Anspruch genommenen
Übertragungskapazität erfolgt und dem Programmanbieter in Rechnung gestellt wird.
6. Verfahren nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
digitale komprimierte Audio- und/oder Videosignale einer 4PSK-Modulation unterworfen
und die modulierten Signale im Zeitmultiplex übertragen werden.
7. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß
digitale komprimierte Audio- und/oder Videosignale einer 8PSK-Modulation mit Trelliscodierung
unterworfen werden.
8. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß
digitale komprimierte Audio- und/oder Videosignale einem OFDM-Multiplex unterworfen
werden.
9. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
eines oder mehrere der Rundfunkprogramme sendeseitig verschlüsselt und empfangsseitig
entschlüsselt werden.
10. Verfahren nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, daß
die empfangsseitige Entschlüsselung nur nach Eingabe einer Codezahl oder nach einer
Freischaltung durch den Sender erfolgt.
11. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Teildatenströme in Form von einzelnen Rahmen übertragen werden.
12. Verfahren nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Länge der einzelnen Rahmen variabel ist und durch eine in Datenkennungsbits enthaltene
Zusatzinformation angegeben wird.
1. Method for transmitting digital compressed audio and/or video signals over a satellite
or cable channel, wherein the audio and/or video signals are assigned to one or more
radio programmes, the digital data stream transmitted via the satellite or cable channel
is divided into a plurality of component data streams, the component data streams
are transmitted in frequency-division multiplex or time-division multiplex and the
assignment of the number of component data streams to the radio programmes transmitted
over the satellite or cable channel is variable, characterized in that, in the data
compression of the audio and/or video signals, an adaptive quantization, a run length
coding and a storage in buffer memories takes place, the occupancies of the buffer
memories are measured, the adaptive quantization takes place in this case as a function
of the occupancies of the buffer memories and the number of component data streams
is automatically assigned to the radio programmes transmitted over the satellite or
cable channel by evaluating at least two occupancy measurements.
2. Method according to Claim 1, characterized in that the capacity of a component data
stream is chosen so that the transmission of a compressed audio signal is possible
in a component data stream.
3. Method according to one or more of the preceding claims, characterized in that the
number of component data streams is automatically assigned to the radio programmes
transmitted over the satellite or cable channel.
4. Method according to Claim 1, characterized in that the adaptive quantization and the
automatic assignment of the number of component data streams takes place for at least
two audio and/or video signals to be transmitted in a channel by means of a common
control unit to which the items of information relating to the buffer occupancies
are fed.
5. Method according to one or more of the preceding claims, characterized in that the
transmission capacity occupied by each radio programme is automatically determined
and is charged to the programme provider.
6. Method according to one or more of the preceding claims, characterized in that digital
compressed audio and/or video signals are subjected to a 4PSK modulation and the modulated
signals are transmitted in time-division multiplex.
7. Method according to one or more of Claims 1 to 5, characterized in that digital compressed
audio and/or video signals are subjected to an 8PSK modulation with trellis coding.
8. Method according to one or more of Claims 1 to 5, characterized in that digital compressed
audio and/or video signals are subjected to OFDM.
9. Method according to one or more of the preceding claims, characterized in that one
or more of the radio programmes is enciphered at the transmission end and deciphered
at the reception end.
10. Method according to Claim 9, characterized in that deciphering at the reception end
takes place only after inputting a code number or after clearance by the transmitter.
11. Method according to one or more of the preceding claims, characterized in that the
component data streams are transmitted in the form of individual frames.
12. Method according to Claim 11, characterized in that the length of the individual frames
is variable and is indicated by an additional item of information contained in the
data code bits.
1. Procédé pour la transmission de signaux audio et/ou vidéo numériques comprimés d'un
canal de satellite ou de câble, selon lequel les signaux audio et/ou vidéo sont associés
à un ou plusieurs programmes de diffusion, le flux de données numériques, qui est
transmis par l'intermédiaire du canal du satellite ou du câble, est subdivisé en plusieurs
flux de données partiels, les flux de données partiels sont transmis selon un multiplexage
fréquentiel ou temporel et l'association du nombre des flux de données partiels aux
programmes de diffusion transmis par l'intermédiaire du canal du satellite ou du câble
est variable,
caractérisé en ce que
lors de la compression des données des signaux audio et/ou vidéo, une quantification
adaptative, un codage par longueur d'exécution, une mémorisation dans des mémoires
tampons sont exécutés, une mesure des états de remplissage des mémoires tampon est
exécutée, la quantification adaptative s'effectue respectivement en fonction des états
de remplissage des mémoires tampons et l'association automatique du nombre des flux
de données partiels aux programmes de diffusion transmis par l'intermédiaire du canal
du satellite ou du câble est réalisée par exploitation de deux mesures d'états de
remplissage.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que
la capacité d'un flux de données partiel est choisie de telle sorte que la transmission
d'un signal audio comprimé est possible dans un flux de données partiel.
3. Procédé selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que
l'association du nombre des flux de données partiels aux programmes de diffusion transmis
par l'intermédiaire du canal du satellite ou du câble, s'effectue de façon
automatique.
4. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que
la quantification adaptative et l'association automatique du nombre des flux de données
partiels pour au moins deux signaux audio et/ou vidéo devant être transmis dans un
canal s'effectue par l'intermédiaire d'une unité commune de commande, à laquelle les
informations concernant les états de remplissage des tampons sont envoyées.
5. Procédé selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que
une détermination automatique de la capacité de transmission réclamée par chaque programme
de diffusion est exécutée et est portée au compte du fournisseur de programmes.
6. Procédé selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que
des signaux audio et/ou des signaux vidéo numériques comprimé sont soumis à une modulation
4PSK et les signaux modulés sont transmis selon un multiplexage temporel.
7. Procédé selon une ou plusieurs des revendications 1 à 5, caractérisé on ce que
des signaux audio et/ou vidéo numériques comprimés sont soumis à une modulation 8PSK
avec un codage Trellis.
8. Procédé selon une ou plusieurs des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que
des signaux audio et/ou vidéo comprimés sont soumis à un multiplexage OFDM.
9. Procédé selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que
un ou plusieurs des programmes de diffusion sont cryptés côté émission et sont décryptés
côté réception.
10. Procédé selon la revendication 9, caractérisé en ce que
le décryptage côté réception s'effectue uniquement après introduction d'un numéro
de code ou après libération par l'émetteur.
11. Procédé selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que
les flux de données partiels sont transmis sous la forme de tramas individuelles.
12. Procédé selon la revendication 11, caractérisé en ce que
la longueur des trames individuelles est variable et est indiquée par une information
supplémentaire contenue dans des bits d'identification de données.

